58 Kommentare

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wie soll das gehen, zwei Frauen sollen viel Geld kosten, hab ich mal gehört. 😉

        Da müssen schon 400 Kühe her und ein Milchpreis von zweifuffzig. 😉

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      • bauerhans sagt

        in den 70ern auf landjugendfesten hiess es:
        eine lehrerin bringt soviel ein wie 30kühe.
        da waren 30kühe ne menge,der durschnittsbetrieb hier mit 15 ha hielt zwischen 10 und 15 kühen,hatte auch ca. 10 sauen und baute ca. 0,5 bis 1 ha kartoffeln für die direktvermarktung an.
        ein grösserer schweinemäster hier holte damals von bis zu 10 kleinbetrieben die ferkel,das interessierte kein vetamt.

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  1. Wir können die Politik nicht so schnell ändern… Aber wir müssen alle überlegen wohin uns welche Union (eine Union ist nicht vermeidbar) führen wird! Denn auf die ein oder andere Weise lässt sich das schon vorhersehen…! Wählt mit bedacht was für die Zukunft wohl das Beste scheint.

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  2. Hans-Jürgen Gresch sagt

    Moin Willi ,Du hast uns allen Deinen Standpunkt dargelegt offen und erhlich.Du hast eine Wahlentscheidung getroffen mit dem Hinweiß,ich wähle das kleinere Übel,akzeptiert.
    Am 24.9 werde ich nicht zur Wahl gehen, da ich schon über Jahre die Briefwahl bevorzuge.
    Für mich persönlich ist keine der zu Zeit im Bundestag vertretenen Parteien wählbar.Alle haben in den letzten 5 Jahren Ihre Chancen gehabt etwas für die Menschen zu tun .Keine hat Sie genutzt.
    Mit Deiner Entscheidung, Ich wähle das kleinere Übel kann man akzeptieren,hilft aber wirklich nicht weiter, wenn wir, eine gerechtere Gesellschaft wollen.

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  3. Friedrich sagt

    Früher war es einfacher eine Partei zu finden , mit der der man sich identifizieren konnte. Da gab es noch regelrechte Redeschlachten, z.B. F.-J. Strauß und Herbert Wehner, da wußte man wofür die standen. Heute haben wir in den Parlamenten zu über 60 % Leute aus dem „Öffentlichen Dienst “ , die für jedermanns Darling stehen , hauptsache mehr Geld in der Tasche und alles tun um wieder gewählt zu werden. Mit den Parlamentariern aus dem Öffentlichen Dienst geht unsere Demokratie kaputt. Wir brauchen wieder mehr Leute mit einer Eisenstange im Rücken , die für ihre Überzeugung stehen, anstatt wie heute , massen -weise Leute mit einem Wasserschlauch im Rücken , die in jeder Partei sein könnten. Das läßt sich wunderbar im aktuellen Wahlkampf beobachten. Auch sollte eine Begrenzung gelten , fals eine Berufsgruppe zu stark vertreten ist , wie z. Zt. der Öffentliche Dienst. Die können halt nur mehr Bürokratie entwickeln und sorgen für ihre Beamten rente mit 67% vom Gehalt doch prächtig. Warum lassen sich das die wirklich arbeitenden Leute gefallen , die nur in Zukunft mit 42 – 48% auskommen müßen.
    Die Differenz ist doch unmoralisch hoch.

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  4. Und das ist das Problem. Die Politiker können damit leben, das kleinere Übel zu sein, Hauptsache gewählt. Danach , habe ich das Gefühl, haben Sie eh vergessen was Sie vorher gesagt haben.

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  5. Thea S sagt

    Ökologie (der Begriff steht hier sicher als Ersatz für “die Natur” und nicht für die Wissenschaft) und Ökonomie lassen sich vermutlich nicht so leicht „in Einklang“ bringen. Zu groß sind zum einen die Differenzen in den Ansichten was denn „die Natur“ wirklich darstellt. Ohne den Menschen (= Bauern) wäre das im Wesentlichen eine Sukzession zur Verwaldung mit (weiterem) Artenrückgang. Oder eine durch Bauern „gepflegte“, aber „wilde“, stark gegliederte und möglichst artenreiche Kulturlandschaft (Anbau von Hecken, Blühstreifen, Altholzinseln, Brachflächen usw. neben Erntegütern und Weiden). Dürfen die gewählten Volksvertreter das einfach so entscheiden? Und wer muß dafür bezahlen – und wieviel (Ökonomie)? Der Bauer, weil er ja das Land nutzt, oder am Ende vor allem der Verbraucher über Preise und Steuern, oder beide? Sicher nicht der Staat, denn der hat ja kein eigenes Geld. „Der Staat“ kann nur bestimmen, was gemacht werden soll, wer wieviel bezahlen soll, und wie das alles in ein internationales Geschäft paßt. Das alles wäre sicher mehr als nur ein Wahlkampfthema, aber ohne intensive öffentliche Diskussion kommt man aus dem Dilemma nicht raus.

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  6. Wenn die Landwirtschaft im öffentlichen Focus steht, bedeutet dies meist nix Gutes für dieselbe. Deshalb bin ich nicht traurig darüber, wenn es kein landwirtschaftliches Wahlkampfthema gibt, im Gegenteil, ich bin erleichtert, dass z.B. die Grünen AgrarwendeThemen (Nitrat, Klima, Tierschutz, Veganismus etc.) nicht zünden. Ich glaube, mit der Strategie“weniger an die große Glocke hängen“ fahren wir besser. Nehmen wir uns ein Beispiel an den Anwälten. Die erstellen Gebührenordnungen selbst (Preisabsprache) und schotten ihre Märkte ab (Zulassung als Anwalt), führen dadurch ein Leben im Schlaraffenland, und kein Politiker, Kartellamt und Verbraucherschützer merkts oder macht was dagegen! Die machens richtig!

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    • Viele Anwälte haben aber auch eine hohe Arbeitsbelastung durch „Kleinscheiß“ bei mäßiger Bezahlung, insbesondere diejenigen, die keine Honorarvereinbarung durchsetzen können. Die wünschen sich dann, Lehrer zu sein. Und Lehrer… die wollen wegen des ganzen Stresses am liebsten ganzjährig auf Gran Canaria wohnen. Wenn ich hier mal nichts oder knapp schreibe, bin ich auch ganz schön am Wirbeln. Wenn das lange andauert und sich ins Wochenende zieht, dann würde ich gern auf einem Trecker sitzen. 😉

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      • bauerhans sagt

        „würde ich gern auf einem Trecker sitzen. ?“

        einer der grösseren betriebe hier hat mehrere schlepper und kann auf fahrer zurück greifen,die tagsüber im büro arbeiten und abends oder am wochenende nachts z.b. pflügen oder silageballen von im landkreis verstreuten flächen abfahren.
        highlight ist der neue 250ps bomber aus MA.

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  7. Ottmar Ilchmann sagt

    Es stimmt, wir Landwirte kommen in der politischen Diskussion nur am Rande vor, deshalb gibt es auch die klassische Bauernvertretungs-Partei nicht mehr, vielleicht hat es sie nie gegeben. Wir wählen alle das kleinere Übel, und dabei ist es entscheidend, was wir als die größeree Bedrohung der (bäuerlichen) Landwirtschaft ansehen. Du, lieber Willi, nimmst da Anforderungen und Auflagen in den Blick, für mich ist es die ruinöse Billigproduktion für „Partner“ in der Wertschöpfungskette, die mit Hilfe unserer günstigen Rohstoffe Marktanteile erobern wollen. Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte; auf jeden Fall brauchen wir Landwirte eine längerfristige Perspektive, wie es mit uns und unseren Betrieben weitergehen soll, und die muss von allen Parteien getragen werden, damit wir uns nicht nach jeder Wahl wieder umorientieren müssen. Das wäre eben dieses ominöse „Versöhnung von Ökonomie und Ökologie“. Dafür bräuchte die Politik aber den Mut, und zwar nicht nur bei der Landwirtschaft, wirkliche Zukunftsfragen anzupacken und mal über Wahlperioden hinaus zu denken. Wenn das nicht in absehbarer Zeit passiert, nehmen Frust und Entmutigung bei den Kollegen so überhand, dass wir noch sehr viele Betriebe verlieren werden, und das schwächt unsere Position als gesellschaftlich relevante Gruppe und Dialogpartner der Politik immer weiter.

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Ottmar,
      genau diese längerfristige Perspektive vermisse ich. Mittlerweile reden ja alle Parteien von „Ökologie“. Was damit aber gemeint ist, definiert keine Partei wirklich. Da ist von einer kompletten „Agrarwende“ die Rede, andere wollen „nur“ 20% Ökolandbau. Damit kann ich nicht planen.
      Bauer Willi

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bauer Willi, mein Sohn will ein PKW kaufen,
        kann es ein Diesel sein,
        oder ein E-Mobil ohne Ladesäulen,
        oder ein Benziner, der in 5 Jahren nicht mehr fahren darf, weil er mehr CO² ausstößt als der Diesel?

        Was ich damit sagen will, in dem Bereich ist es genau so. 🙁

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  8. Es ist gut, dass Landwirtschaft in den Wahlsendungen KEIN Thema war. Wo das hingeführt hätte, sieht man ja an dem niederträchtigen Versuch der Bioverbände und NGOs, die Moderatoren des Spitzengesprächs Merkel/Schulz zur Aufnahme dieses Themas zu drängen. Und auch sonst versuchen Sie derzeit verstärkt, grünideologische Phrasen in den Medien zu platzieren. Die wissen genau, wie das indoktrinierte Volk reagiert. Die Ideologen hätten mit dem Thema Stimmen gefischt und die Parteien mit einer vernünftigen sachkundigen Einstellung zur Landwirtschaft hätten Stimmen verloren.

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      Warum war denn der Versuch, die Medien zur Aufnahme des Themas Landwirtschaft zu drängen, niederträchtig? Wovor haben Sie denn Angst, dass Sie das Thema lieber totschweigen wollen? Da muss das Vertrauen in die eigene Überzeugungskraft doch sehr gering sein!

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  9. Politik ist das Problem, nicht die Lösung. Ich hätte gerne einen Nachtwächterstaat, der sich auf seine Kernaufgaben beschränkt: Freiheit, Interessen und Eigentum seiner Bürger nach innen und außen zu schützen. Im Wettbewerb um Wählerstimmen überbieten sich die Parteien mit Angeboten und Leistungen, die natürlich jemand bezahlen muss: der Wähler oder seine Kinder. Das kann man nun seit 50 Jahren beobachten, und es wird nicht besser. Welche Partei sollte das auch zurückdrehen? Sie würde allenfalls von ein paar Landwirten und Selbständigen gewählt werden, die Masse der Wähler sind Verbraucher und Abhängige. Wer langfristig denkt, muss nicht ständig von Nachhaltigkeit reden: solides Wirtschaften ist selbstverständlich. Heute regieren aber Demoskopie, Konsumklimaindex und das Motto: Lebe heute, zahle morgen.
    Je mehr von Nachhaltigkeit geredet wird, desto krasser wird das Gegenteil praktiziert.

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  10. Sicher müssen wir das kleinere übel wählen. Könnt ihr euch bildlich vorstellen was rot rot grün anrichten könnte. Gerade in der Landwirtschaft. Das Hof sterben wird weiter gehen. Aber der grösste Grund wird die fehlende Hofnachfolge sein. Es geht ja auch nicht anders. Die Betriebe müssen sich noch mehr Technisieren. Das geht nur in ineinander gewisen Betriebsgrösse . Gentechnik ist für mich auch kein Thema. Zu undurchsichtig.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Das Höfesterben wird weiter gehen, wenn die Politik nicht radikal entgegensteuert.

      Die Kinder sehen doch, wie die Eltern sich abrackern, kaum Freizeit haben und wenn die sich mal einen Urlaub gönnen….. können werden die noch blöde angemacht.
      Wenn die Kinder von Landwirten noch als Tierquäler dargestellt werden, sinkt die Bereitschaft den Betrieb weiter zu führen auf null.

      Was die meisten unserer Bevölkerung nicht sehen, ist die Tatsache, dass Landwirtschaft nicht nur aus Maisäckern besteht.

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  11. Die Entscheidung für eine Partei bei einer Wahl ist immer mit Kompromissen verbunden. Deswegen hat mir das mit dem „kleineren Übel“ einen zu negativen Klang. Wenn man eine Partei wählen will, der man zu 100% zustimmt, dann muss man seine eigene Partei gründen und deren einziges Mitglied bleiben. Ein anderer Weg, wie man seine Zustimmung zu den Inhalten einer Partei erhöhen kann, ist in eine Partei einzutreten und sich in die manchmal langatmige Programmarbeit einbringen und Leute von seinen Positionen überzeugen. Mehr Landwirte würden den Parteien gut tun!

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    • Bauer Willi, aber als einziges Mitglied dieser Partei, wärst Du dann sehr einsam. Denn aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, so etwas macht nur Spaß, wenn man engagierte Mitstreiter hat, mit denen man nah einer engagierten Diskussion auch gerne Kompromisse eingeht, wenn es um die gemeinsame Sache geht.

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  12. Am besten den Laden zu machen! Wenn ich so manche Diskussion hier auf Facebook verfolge dann wird das eh drauf hinaus laufen dass alle biologisch und vegan wird, also das quasi ein überleben der Menschen nicht mehr gesichert ist, dann könnnen wir die Betriebe erst wieder auf machen, aber bis dahin am besten alles Wildnis machen

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  13. Wir bewirtschaften ca. 2000ha, haben 12 Angestellte (voll AK), die beiden Inhaber/Geschäftsführer arbeiten auch im Betrieb voll mit. Sind wir noch ein bäuerlicher Familienbetrieb. Ein Handwerker mit 12 Angestellten (voll AK) wird doch auch als Familienbetrien gesehen. Wo ist der Unterschied?

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    • Der Unterschied liegt darin, dass man den Bauern keinen Urlaub gönnt, deshalb darf kein Landwirt angestellte haben damit der auch bloß nix vom Leben hat und nichtmal Zeit hat sich fortzubilden

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Der Unterschied ist der, dass sie in einem landwirtschaftlichen Betrieb tätig sind und nicht in einem handwerklichen Betrieb.

      Der bäuerliche Familienbetrieb ist eine Landwirtschaft, bei der die Familienmitglieder arbeiten, bis der Notarzt kommt. Und anschießend müssen sie noch anhören, dass sie nich erkannten, dass ein Hofladen mit Hofcafe unbedingt zur Erhaltung des Hofes notwendig wäre.

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    • Das Problem ist, dass alle die „bäuerliche Landwirtschaft“ erhalten und fördern wollen. Aber niemand definiert genau, was das sein soll. Niemand würde ein Haus bauen lassen – ohne Plan. Ohne Vorstellung wie das aussehen soll. Aber die Politik und die Verbände machen das seit vielen Jahrzehnten.

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    • Vielleicht lässt sich da keine Grenze ziehen Alois Wohlfahrt. Meiner Meinung nach ist jeder Betrieb… egal ob 20 oder 2000 ha… sowohl bäuerlich als auch industriell.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die Frage ist,
        was versteht die Politik UND die Bevölkerung unter bäuerlicher Familienbetrieb. Ich fürchte, der erwünschte muss den bäuerlichen Betrieb nach Schichtende von seinem Arbeitgeber wo er sein Geld verdient, bewirtschaften.

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    • Ich denke es ist eher eine Verniedlichung bzw eine Wunschvorstellung als ein „greifbarer“ Begriff. Der Traum der Leute vom idyllischen Bauernhöfchen wo der Hahn auf dem Mist kräht und man ALLES vom Apfel bis zur Zwiebel biologisch, nachhaltig, ohne Pestizide, usw…, bekommt. Und man natürlich lachend und händeschüttelnd von der gesamten Bauernfamilie empfangen wird.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        In den Hochglanzmagazinen wird das „tolle“ Landleben vorgegaukelt, wie schön es ist die 5 Eier aus dem Nest zu hohlen, natürlich von glücklichen Hühnern, oder wie schön es ist, das leckere Gemüse aus dem Garten zu holen, das die zufriedene glückliche Hausfrau so zwischen Melken und Kinder von der Schule holen, zubereitet.

        Tipp für Landwirtschaftsferne:

        Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich’s Wetter oder bleibt so, wie’s ist.
        Doch wenn der Hahn kräht auf dem Huhn, hat’s mit dem Wetter nix zu tun. 🙂

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    • Dennis Kraus Richtig, Bäuerlichkeit hat nichts mit Idylle oder Romantik zu tun. Der einzige Forscher, der sich mal damit beschäftigt hat, war der Österreichische Professor Johann Millendorfer. Im Rahmen seiner gesellschaftlichen Forschungen definierte er die Bäuerlichkeit als Geisteshaltung der Eigenständigkeit. Bäuerliche Menschen würden kultivieren und natürliche Ressourcen erschließen um eigenständigen unabhängiten Ertrag zu haben. Bäuerlichkeit sei kreativ und problemlösungsorientiert. Bäuerlichkeit strebe immer nach Besitz und Nachhaltigkeit um das Geschaffene an die folgenden Generationen zu geben. Millendorfer sagte auch, die Bäuerlichkeit sei das Fundament einer gesunden Volkswirtschaft.

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