50 Kommentare

  1. Hallo Bauer Willi, die Damen nutzen die ersten Sonnenstrahlen, die ihr Zuhause erwärmen um mal kurz „auszutreten“. Wenn es wieder kälter wird werden sie auch wieder drinnen bleiben.

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  2. Berthold Lauer sagt

    Ich habe von Bienen wenig Ahnung, aber ich höre jedes Jahr den Sachstandsbericht des Bienen-Fachzentrums Mayen. Und das relativiert und korrigiert so manche Meldung die durch die Medien geistert. Interesante Informationen zum Thema Bienen erhält man sicher auch bei den anderen Fachzentren der Bundesländer. Sehr interessant die „ErMa“ (Erhebung Mayen), das DeBiMo (Deutsches Bienenmonitoring)( kann man googeln) und das Trachtnet, wo man aus dem Verlauf der Jahrestrachten ziemlich zuverlässig schon auf die zu erwartenden Winterverluste schließen kann.

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  3. Ich kann zwar kein Wissen beisteuern, aber vielen Dank für das Thema und die vielen fachlichen Kommentare. Man lernt ja nie aus. Bauer Willi es wäre super, wenn Sie noch etwas am Thema dranbleiben würden, das würde mich sehr interessieren.

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  4. Servus Willi,
    das ist ein völlig normales Verhalten der Bienen !
    Immen müssen auch ihren Reinigungsflug abhalten und können das bei diesen Temperaturen wunderbar erledigen
    Gefahr droht nur wenn die gute Wetterphase zu lange anhält , dann fängt die Königin an zu legen sofern die Natur schon Pollen bietet ,kommt dann wieder ein starker Wintereinbruch erfriert und verhungert die Brut!
    Der Energie Verbrauch im Volk steigt an und es muss genügend Futtervorrat da sein .
    Ein gut vom Imker eingewintertes Volk kann das aber gut bewältigen .
    Imkerliche Grüße aus Wain

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  5. Dass Bienen bei zweistelligen Temperaturen in den Wintermonaten ausfliegen kommt oft vor. Dabei entleeren sie meist die Blase. Allerdings sagte mir der Imker in meiner Nachbarschaft, dass dieses Verhalten von der Ernährung abhängen kann. Je mehr Honigtau die Bienen von Blattläusen vor der Einwinterung aufgenommen haben, wie zB beim Waldhonig, desto höher ist sozusagen dieser Druck auf die Bienenblase und die Neigung auszufliegen. Wie oft das vorkommt, keine Ahnung !

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  6. Schlimm ist es nur, wenn die Haselnuss anfängt zu blühen und die ersten Blumen… Wird es dann wieder kalt, finden die Bienen keine Pollen oder sogar Nektar :-(.

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  7. Eigentlich soll es mal gut sein, wenn sie rausfliegen zum Koten. Dazu müssen jedoch die Themperaturen passen. Wenn es draußen noch zu kalt ist, finden die Binen nicht wieder zurück und versterben vor dem Flugloch. So kann ich das zur Zeit beobachten.

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    • Inga sagt

      und das liegt nicht an den Alkaloide bzw. den Neonicotinoide, die ja für die Desorientierung der Bienen auch verantwortlich sind.

      Das macht der Frost oder die Kälte?

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  8. Insekten ruhen grundsätzlich im Winter.
    Wenn wir jetzt ein Warmphase haben, „wachen“ einige auf und beginnen mit der Nahrungssuche. Fallen nun die Temperaturen von jetzt auf gleich stark, kann es schnell passieren, dass einige Insekten erfrieren und nicht über den Winter kommen.

    Passiert das eins zweimal, ist das in der Regel kein Problem. Geschieht dieser Temperaturwechsel ständig (über den Winer) kann das einige Insektenpopulationen durchaus schädigen.

    Dies trifft auf Schädlinge und Nützlinge zu!!!

    MfG Aktuelles aus der Landwirtschaft

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    • Nun ja, bei den Honigbienen ist das etwas anders. Sie überwintern in einer Wintertraube, in der sie sich durch Zittern gegenseitig warm halten. Das macht Honigbienen ja auch so ungemein wertvoll für euch Landwirte. Im Frühjahr kann sich ein gut über den Winter gekommenes Volk von 6000 Winterbienen schnell mehr als verzehnfachen. Dem Obstkulturen, dem Raps, den Beerenfrüchten, …, hilft das schneller und besser Früchte zu tragen. Die Bestäubungsleistung entspricht in ihrem Wert dem 10-fachen der Summe der Bienenprodukte, sagt DR. Stefan Mandl in seinem bekannten Bestäubungshandbuch. Deshalb solltet ihr Bauern auch ein bisschen auf uns Imker hören, wenn es um Pestizide und Grünstreifen geht. Wer es nicht glaubt, kann das ja mal selbst nachlesen. Hier ist der Link zum online Bestäubungshandbuch zum Herunterladen ( http://www.bestaeubungshandbuch.at/Bestaubungshandbuch01.pdf ). Das gehört eigentlich in den Bücherschrank eines jeden Landwirts.

      Was in dem DIALOG mit den hier mitdiskutierenden Imkern gesagt wurde, ist richtig. Mir wäre es ein Anliegen, dass Ihr Landwirte vor allem in den Spätsommermonaten den Insekten was zum Naschen lasst. Gerade Getreide und Mais lassen unsere Bienen in vielen Regionen verhungern, wenn sonst in ausgeräumten Landschaften nichts mehr blüht. Denkt mal nach über Phacelia als Zwischenfrucht. Die Durchwachsene Silphie als Energiepflanze wäre mal eine Alternative zum Energiemais. Sie gilt als gute Bienenweide. Sie blüht von Juni bis September und damit in einer Zeit, in der Honigbienen nicht mehr allzu viel Nektar finden. Oder wie wäre es mal mit Buchweizen. Die Bienen und nicht nur die lieben sie. Honigerträge von bis zu 494 kg pro Hektar Anbaufläche sind möglich und entsprechen daher in etwa den bei Raps oder Phacelia möglichen Werten.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        >>>Was in dem DIALOG mit den hier mitdiskutierenden Imkern gesagt wurde, ist richtig. Mir wäre es ein Anliegen, dass Ihr Landwirte vor allem in den Spätsommermonaten den Insekten was zum Naschen lasst. Gerade Getreide und Mais lassen unsere Bienen in vielen Regionen verhungern, wenn sonst in ausgeräumten Landschaften nichts mehr blüht. <<<

        An den Randsteinen entlang wurden Schattenspendende Bäume neu angepflanzt.
        Aber immer und immer wieder wird von den Imkern darauf hingewiesen Honig- und pollenspendende Bäume und Sträucher anzupflanzen.
        Badische Neuesten Nachrichten, 03. Januar 1918

        Sie haben richtig gelesen, es war vor 100 Jahren, am 03. Januar 1918
        Quelle: Archiv BNN

        2+

  9. Die Bienen leeren bei diesem Wetter z.B. ihre kotblase und das ist gut weil ihre Behausung sauber bleibt. Sie nehmen auch gleichzeitig Wasser auf dass sie für sich selbst benötigen. Keine Angst noch sind die Völker brutfrei und kehren nach ihrem kurzen Ausflug wieder in ihre Winterruhe zurück.

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  10. Hallo Willi, Du hast im wesentlichen Damen beobachtet. Die Herren sind schon im Herbst rausgeschmissen worden. Bienen fliegen nun einmal bei zweistelligen Temperaturen. Ist nicht zu ändern. Dabei verbrauchen sie Energie und finde draußen nichts. Daher müssen wir Imker In solchen „Wintern“ noch mehr auf ausreichende Futtervorräte achten und mehr kontrollieren.

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  11. Kaltes Wetter wäre besser,da der Bien bei wärmeren Temperaturen verstärkt in Brut geht,und ausfliegt. Das erfordert Energie, die die winter bienen kurzlebiger macht und einen erhöhten Futterverbrauch zur Folge hat. Da Futter nur begrenzt im Stock zur Verfügung steht, besteht die Gefahr, daß die bienen verhungern und durch die erhöhte Sterblichkeit zu wenig bienen überleben, um im Frühling intensive Brutpflege betreiben zu können. Auch eine zwischenfrucht, die im Spätherbst blüht, schadet den Bienen, da sie sich „abarbeiten“,früh sterben und das Volk nicht genug bienen Masse hat,um den Winter zu überleben.

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    • Andererseits hilft Zwischenfrucht,die im Spätherbst die Samenreife erreicht hat, unseren heimischen überwinternden Feldvögel als Winterfutter und Feldhühner als Deckung

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    • Wie man es macht,ist es verkehrt. 😉 Ein 2 Meter breiter Randstreifen mit samenreifen heimischen Kräutern wäre eine alternative und würde bienen,Niederwild und Vögeln helfen. Die samenreifen de zwischenfrucht bringt dem Landwirt ja keinen Vorteil.

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    • Bei nachfolgenden Mais aber kein Problem mit der Samenreife….unsere Biologische Station findet es gut….gibt übrigens viele Projekte bei denen man mit den Biologischen Stationen zusammenarbeiten kann….funktioniert bei uns vor Ort sehr gut !

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    • Das freut mich. Für Honigbienen kann es trotzdem problematisch sein. Die Betonung liegt aber auf kann. Es kommt auch darauf an,wannob es richtig kalt wird. In der imkerei spielen wie auch in der Landwirtschaft sehr viele Faktoren eine Rolle. Wenn es lange warm ist,brüten die bienen auch lange. Dann kann ein blühende Herbstacker auch vorteilhaft sein,weil die Brut Pollen als Nahrung braucht. Nektar bilden die meisten Pflanzen eh nicht bei Temperaturen unter 15 Grad.

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    • Gibt halt nicht nur schwarz und weiß ….die Welt ist bunt und vielfältig…arbeiten wir daran….jeder..so wie er kann!! Abschließend noch ein Kölle Alaaf und allseits respektvoller Umgang miteinander…

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    • Frank Westphal Es kommt dazu noch au die Zwischenfrucht an. Meine Ableger habe ich an einen Feld hingestellt, wo ein ca. 10 – 15 m breit und einer Länge von ca. 300m Blühstreifen hingestellt. Sie sind verhungert! Obwohl ich noch 5 Kg / Ableger Zuckerteig im Mai zugefüttert habe. Leider will keiner Kornblumen mehr nehmen :-(.

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    • Im Mai für den Winter einfüttern klappt halt nicht. Blühstreifen hin oder her, du musst schon zusehen, dass spätestens Oktober genug Futter im Volk ist. Das liegt in deiner Verantwortung.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Da liegt doch das Problem bei vielen Imkern, Sachkenntnis liegt bei Null und wenn das Volk eingeht, kann man immer noch der Landwirtschaft die Schuld geben.

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    • Ich empfehle, was der Landwirt für richtig hält. Die Honigbienen brauchen keine zwischenfrucht,weil sie zu dieser Zeit schon eingefüttert sind,oder genug honig für den Winter eingetragen haben.

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      • Was heißt „zu dieser Zeit“? Meinst du den Monat Oktober? Ich bin im Sommer aus der Eifel nach Pulheim bei Köln gezogen, mit meinen Bienen natürlich. Die sind hier noch bis weit in den November hinein noch nicht zur Ruhe gekommen, weil viele Landwirte vor allem Senf als Zwischenfrucht eingesät haben. Der blüht zum Teil jetzt noch. Für mich ist das eine völlig neue Situation. Was das Einfüttern betrifft, muss ich mich völlig umstellen.

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    • Wenn jemand plant einen Teilstücke seines Garten auf Zwischenfrüchte umzustellen nimmt man für Vögel und Bienen. .Phacelia,Felderbse,Sommerwicke,Ölrettich, Buchweizen und Sonnenblumen mit Genetik auf Ertrag ( angebotene Sonnenblumen für Zwischenfrucht hat meistens keinen Mehl/Ölkörper und besteht nur aus Schale)…… sollten nur Bienen davon profitieren würde ich Phacelia mit Rammtillkraut nehmen…Ramtillkraut ist dann die Stützpflanze für die Phacelia …..wenn weiteres Interesse besteht gibt es am Montag die entsprechenden sinnvollen Mischungsverhältnisse/10 qm oder ha. Aussaattermin wäre Ende Mai…damit müsste Frank Westphal auch einverstanden sein…würde dann im Juli /August blühen für die Bienen/ Hummeln… nachfolgend die Samenreife für die Vögel

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      • Sabine sagt

        Das ist ne schöne Mischung, allerdings auch mit vielen mehrjährigen Pflanzen. Wenn ich das richtig verstanden habe, suchen viele Landwirte einjährige Mischungen, die im Winter einfach abfrieren. Ich persönlich hab auf meiner Zwergenwiese gute Erfahrungen mit mehrjährigen Blüh- und Kräutermischungen gemacht.

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  12. Hallo Willi! Ein paar warme Tage im Winter sind kein Problem und werden für Wasser holen und Klo gehen genutzt. Die Völker beginnen ja erst langsam wieder zu brüten. Längere frühe Wärmephasen im März und April mit anschließenden Wintereinbruch belastet die Völker viel mehr.

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    • Schmeckt gut sagt

      Das jetzige Wetter fordert von unseren Imkern viel Zeit und auch Futterkosten. Die angesprochen Probleme bei einem zu frühen Frühlingsbeginn haben wir 2017 erlebt, Frostschäden an den Blüten inklusive. Ein trotz allem noch akzeptables Ergebnis beruht auf der guten Arbeit der Imker in der nachfolgenden Hitzephase im späten Frühjahr 2017 . Vielen Dank dafür.

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    • Stimmt leider nicht. Die paar warmen Tage sorgen dafür, dass die Bienen jetzt schon wieder in Brut gehen und ein Brutnest anlegen, das die Beschreibung „ja erst langsam“ nur bedingt verdient. Die Folge ist ein erhöhter Futterbedarf, der leicht zum Futtermangel vor dem Beginn der ersten Tracht führen kann. Frank Westphal hat das gut beschrieben. Ein weiteres Problem ist, dass die Bienen bei einem Kälteeinbruch in den nächsten Wochen zunächst bemüht sind, die angesetzte Brut zu retten und die Traube auf diesen Waben bilden, um die Brut zu wärmen. Hierbei reißen sie leicht vom Futter ab, d.h. die Bienen haben keinen Kontakt mehr zu den Futtervorräten, weil sie nicht einem so genannten Zehrweg durch die Futtervorräte folgen sondern auf der Brut verharren. Die Folge ist, dass die Völker wenige cm von ihren Futtervorräten entfernt verhungern.

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    • Hallo Wulf Hanke. Das Völker wenige cm neben dem Futter verhungern, weil sie die Brut nicht verlassen ist mir unbekannt. Erlebt habe ich schon zu kleine Völker die es bei tiefsten Temperaturen nicht mehr geschafft haben bzw sehr starke Völker im März April die einfach zu wenig Futter hatten. Besser etwas zu viel einfüttern und vor der Tracht entnehmen als andersrum!

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