Bauer Willi
Kommentare 15

Bei den Entomologen

Ralf und ich waren ja im vergangenen Jahr im Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch, wo der Entomologische Verein Krefeld seine Insektenfallen aufstellt. Hier das Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=Z-3cv2WKOJw

Jetzt war Ralf auf einer Veranstaltung am 10. April in der Volkshochschule und hat sich dort einen Vortrag eines Insektenforschers angehört. Hier sein Bericht, den ihr euch unbedingt ansehen müsst:

Fazit: es wäre gut, wenn sich Bauern und Forscher austauschen würden. Das würde wahrscheinlich beide Seiten weiterbringen und mehr Verständnis füreinander erzeugen. Wir nehmen uns diesen Dialog mal für den Mai vor. Mal sehen, ob es klappt.

Euer Bauer Willi

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15 Kommentare

  1. Freudenschuss sagt

    Sollen die mal die Insekten im GATZWEILER Tagebau oder auf den VW – Parkplatz in EMDEN nachmessen !! Ob die da größere finden ?!!!!

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  2. Inga sagt

    „Fazit: es wäre gut, wenn sich Bauern und Forscher austauschen würden. Das würde wahrscheinlich beide Seiten weiterbringen und mehr Verständnis füreinander erzeugen. Wir nehmen uns diesen Dialog mal für den Mai vor. Mal sehen, ob es klappt.“

    Aber ja,
    jedenfalls besser wie Bauer und Laie.

    Bauer und Forscher gehen auf den Grund der Frage!

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  3. Friedrich sagt

    Soweit wir das mitbekommen haben , gibt es hier keine über viele Jahrzehnte belastbare Zahlen zu den Insektenvorkommen . Lediglich haben die Engländer über 30 Jahre wissenschaftliche Zahlen dazu erarbeitet. Nach dem engl. Institut in Rothamstedt , unser Willi berichtete, ergaben sich dort keine negativen Veränderungen. Warum soll das hier in Deutschland anders sein. In England wird der ldw. Anbau genauso durchgeführt wie hier, nur das dort weniger Industrie und Gewerbe , sowie weniger Verkehr ist. Nur in den Zentren , wie London ,Bristol usw. boomt dort das Leben. Auf dem flachen Land ist dort sonst „Tote Hose“.
    Wenn hier also weniger Insekten sein sollten , was wir aber erst in zwanzig/dreißig Jahren wissen können , dann kommt es ja vielleicht nicht von der Landwirtschaft. Diese Frage ist zu klären, ansonsten ist die derzeitige Insektendiskussion und Schuldnersuche nur mediale und politische Wichtigtuerei und bodenlose Behauptung ,wie wir das mit den Nitrat-
    und NOX -Infos auch erlebt haben. – Wie sagte es neulich ein Wissenschaftler : Wir sollten in Deutschland von Ideologie- und Bauchgefühl in der Öffentlichkeit , zu Sachlichkeit und Realitätssinn zurückkommen. Kann in diesem Zusammenhang das Buch von Prof. Dr.Sinn empfehlen . Titel : Auf der Suche nach der Wahrheit.

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  4. Zenzi sagt

    pr__sentation_insektensterben_final2.pdf
    Titelsuche: „Gibt es das Insektensterben wirklich?“
    Guter Vortrag von Adam Schnabler, NABU Baden-Württemberg

    https://www.deutschlands-natur.de/themen/insektensterben/

    Es kann gut sein, dass die Datenlage am Orbroicher Bruch nicht auf den Gesamtzustand der Insekten projiziert werden sollte. Aber statt die Probleme ständig zu relativieren oder zu verleugnen, sollte an bekannten Stellschrauben einvernehmlich gedreht werden. Diese heißen u.a. „Neonikotinoide, (demnächst Flupyradifurone) fehlende Wildkräuter, fehlende zusammenhängende Blühflächen“.
    Systemische Pestizide wie die Beize am Mais wirken während des gesamten Wachstums durch die Pflanze. Wenn der dürre Mais dann im Spätsommer noch da steht ist davon in der Pflanze natürlich nix mehr da. Und viele Insekten wie Spinnen saugen nicht an der dürren Pflanze.
    Ganz sicher ist es angebracht mit den Landwirten in Austausch zu gehen. Noch mehr müsste der politische Wille zur Veränderung des Insektizidgebrauches forciert werden.
    Denn solange die Vorgaben so wie jetzt sind, spritzen die Bauern im Glauben, weil es erlaubt und „ganz bestimmt nicht schädlich ist“ wie ich oft höre.

    3+
    • Obstbäuerin sagt

      Wir spritzen hier seit 40 Jahren Glyphosat und es sind auch etliche Maisfelder im Umkreis und trotzdem ist es so wie ich es beschrieben habe, da muss ich nicht relativieren oder leugnen. Ich beobachte die Natur und sehe genau das, was Frau Dr. von Orlowski in ihrem Vortrag gesagt hat.

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      • Mark sagt

        Schöner Vortrag von Herrn Schnabler, und doch sehr typisch für Vorträge aus dieser Ecke. Als Argumentationshilfe werden viele Studien Auszugsweise zitiert, natürlich zitiert man nur das, was argumentativ passt, ein Hang zur Dramatisierung ist unverkennbar, kleine erkennbare Widersprüche werden übergangen und man kommt nach einer umfangreich konstruierten Problemanalyse schnell zu Ursachenhypothese, die dann zur Tatsache mutiert, wenn möglichst viele das Gleiche behaupten: Hauptursache des Insektenstrebens ist die Landwirtschaft. Daneben gibt es noch ein paar andere mögliche Verursacher des angeblichen Insektensterbens, die stehen aber nicht im Focus des NABU etc. Interessant sind die daraus resultierenden Forderungen des NABU: Pestizidreduzierungsprogramm als Problemlöser und dann noch ein staatliches INSEKTENMONITORINGPROGRAMM, DA MAN EIGENTLICH VIEL ZU WENIG ÜBER DAS INSEKTENSTERBEN WEISS. Na toll.

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        • Zenzi sagt

          Was schlägst du vor oder gibt es für dich „Insektensterben“ so wenig wie „Klimawechsel“? Für mein Verständnis habe ich keinen Bedarf Leute, die sich für spezielle Themen schlau machen, in Ecken zu stellen. Auch halte ich es für angebracht, bei „Bauer“ Willi die Gründe der Landwirtschaft zu diskutieren und nicht welche, wo das Strassenbauamt für zuständig ist.
          Dass es mehrere Faktoren für den Insektenrückgang gibt, habe ich nie in Frage gestellt.
          Insektizide, um hier beim Thema zu bleiben, treffen auch „Nichtzielorganismen“ insbesonders die seit den 90ern eingesetzten Neonikotinoide.

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          • Mark sagt

            Zuerst gabs die Klimaerwärmung, dann den Klimawandel und jetzt sogar den Klimawechsel. Zuerst gab das Bienensterben, nachdem die nicht gestorben sind gibts eben das Insektensterben. Beides sind Medienhypes. Interessante Parallelen, in der Tat. Wenn ich sehe, wie hier bei beiden Themenbereichen krampfhaft versucht wird, ein Bedrohungsszenario aufzubauen, beides durch NGO´s massiv medial forciert, dann überkommen mich Zweifel. Ein von mir hochgeschätzer Professor pflegte immer zu sagen, Zweifel ist das Salz der Wissenschaft. Wenn Zweifel nicht mehr erlaubt ist, ist er doppelt angesagt.
            Schönen Samsatg abend noch.

            4+
    • Bauer Willi sagt

      Hallo Zenzi
      es ist immer wieder interessant, dass beim Thema Insekten immer zuerst die Landwirtschaft genannt wird.

      Klimaveränderungen, Lichtverschmutzung, Ausdehnung der Siedlungsfläche incl. Strassenbau usw. wird entweder überhaupt nicht genannt oder erst sehr viel später. Klar ist, dass auch die Landwirtschaft Einfluss hat, was wohl auch niemand leugnet. Ist dann aber eine tote Laus im Salat, schimpft der geneigte Bürger auch wieder.

      Richtigstellung zur Beize am Mais: die dort angewendeten inkrustierten Insektizide dienen der Auflaufsicherung in der Keimphase und wirken nicht während des gesamten Wachstums der Pflanze.
      Bauer Willi

      6+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Kennen sie die Drosophila suzukii,
      ein neuer im Beerenobstbau und im Weinbau gefürchteter, ein eingewanderter Schädling, im normalen Sprachgebrauch auch Kirschessigfliege genannt.

      Am besten bekämpfbar ist der Schädling durch trockenes heißes Wetter.
      Könnte es nicht sein, dass die heißen trockenen Monate nicht die idealen Bedingungen für die Insekten liefert?

      Was den letzten Satz ihres Posting betrifft, nach 55 Jahren im Beruf kann ich gerne auf unqualifizierte Anschuldigungen verzichten.

      2+
  5. Obstbäuerin sagt

    In unserem Anbaugebiet rund um Frankfurt (Oder) wird fast 100% konventionell produziert. Trotzdem haben wir kein Bienen-, Insekten- oder Schmetterlingssterben und die Stare treten in so riesigen Schwärmen auf, dass sie in unseren Kirschen im vorigen Jahr große Schäden angerichtet haben. Auf einer Veranstaltung des NABU und der Obstbauern im November 2017 hielt Frau Dr. Orlow (Bienenexpertin) einen Vortrag über die Ergebnisse ihrer dreijährigen Untersuchungen in Frankfurt-Markendorf und kam zu dem Ergebnis – hier ist die Bienenwelt in Ordnung. Auf die Frage eines Teilnehmers, was wir denn noch tun können für die Bienen, sagte sie: »Nichts – es ist bereits optimal.« Obwohl die regionale Presse anwesend war, wurde dazu nichts publiziert. Das gleiche habe ich mit meinem Schmetterlingsparadies erlebt, das wir letztes Jahr in unseren Anlagen entdeckt haben. Eine Fülle verschiedener Schmetterlinge (Kaisermantel, Landkärtchen, C-Falter, Zitronenfalter, Tagpfauenauge u.a.), konnte dort oft gleichzeitig über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Gestern habe ich den Standort besucht und festgestellt, dass der Sturm einige Verwüstungen angerichtet hat. Ich hoffe, den Schmetterlingen hat das nicht geschadet.

    2+
      • Obstbäuerin sagt

        Gern, Ende Juli ist ein guter Zeitpunkt. Auch jetzt sind schon Schmetterlinge da aber das ist kein Vergleich zum Sommer. Adresse unter »Apfelgalerie« zu finden.

        1+
  6. Mark sagt

    Gibt es von dem Vortrag Unterlagen oder gar die Präsentation? Das wäre interessant. Eine Referenzfläche wäre vorallem deshalb wichtig, um die natürliche, jährliche Volatilität der Insektenmasse zu bestimmen. Erst dann könnten Aussagen zum angeblichen Insektensterben gemacht werden.

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