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Trockenheit und Kartoffelpreis

Ich hatte euch vor ein paar Tagen Bilder von trockenen Feldern gezeigt. Jetzt macht sich das auch in den Preisen bemerkbar. Die Kartoffeln setzen jetzt unterirdisch die Knollen an. Auch wenn man an den Blättern noch nicht viel sieht, so braucht die Kartoffel jetzt ausreichend Wasser, damit die Knollen auch dicker werden. Weil das Wasser aber in vielen Regionen, in denen Kartoffeln angebaut werden (Nordfrankreich, Belgien, Niederlande, Norddeutschland, Polen) fehlt, sind die Preise für Veredlungskartoffeln ab Mitte Mai deutlich angestiegen. Die Böden sind staubtrocken, und damit die Kartoffeln weiter wachsen können, muss der Kartoffeldamm gut feucht werden. Dafür werden kurzfristig mindestens 20-30 mm benötigt. Angegeben ist in der Kurve der Preis in Euro pro 100 kg für Lieferung im November. Am 15.6. betrug der Preis 20,10 €, am 18. Mai lag er noch bei 4,50 €. Hoffen wir, dass das Wochenende den dringend notwendigen Regen bringt!

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11 Kommentare

  1. Hertha Kerz sagt

    Jedes Jahr um diese Zeit, werden die Kartoffeln exorbitant teuer, 2,5 kg 3,29 €, weil es ja „neue Kartoffeln wären…..

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  2. Rein in die Kartoffeln
    Raus aus den Kartoffeln
    Wenn die Bevölkerung mal einen Winter nichts zu essen hätte, würden viele Probleme anders diskutiert werden.
    Wir sind Kinder des Überflusses und der Masslosigkeit !

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  3. bauerhans sagt

    immerhin hatte es bei uns seit donnerstag ca.4mm geregnet,in den rüben sieht mans.

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  4. da ich dich leider nicht anders erreichen kann mache ich es mal so… wir diskutieren in der Gruppe Professionelle Landwirtschaft über den tragischen Unfall bei dem eine Frau in ein Mäwerk kam….wie wäre es wenn mal ein öffentlicher Brief an die Staatsanwaltschaft geht mit der Aussage das der Fahrer eigentlich keine Chance hatte ich mähe manchmal selbs überständiges Gras auf naturschutzflächen usw könntest du helfen einen solchen Brief zu verfassen?Danke für eine Antwort Gruss jens

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  5. Wichtig für das Verständnis ist es, den steilen Anstieg Anfang Juni richtig einzuordnen.
    Es handelt sich um eine fortlaufende Kurve, die die verschiedenen Termine der Börsenkontrakte abbildet, indem sie immer nach Auslaufen des Frontmonats den neuen Frontmonat anhängt. Bei Getreide hat dies meistens nur einen geringen Einfluss und fällt kaum auf. Bei Kartoffeln sind zwischen den Kontrakten jedoch große Preisunterschiede zu beobachten, da sie nur begrenzt lagerfähig sind. Dies ist auch Anfang Juni der Fall, als der letzte Termin der „alten Ernte“ auslief. Neue veredelungskartoffeln kommen Klassischerweise erst im Juli auf den Markt.
    Der Preis der neuen Ernte ist zwar aufgrund der genannten Gründe um ca. 30 % gestiegen, aber nicht um das Vierfache wie hier dargestellt.

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  6. Da wo die Kartoffel eigentlich herkommt, aus den südamerikanischen Anden, pflegt man meist noch eine Artenvielfalt auf dem gleichen Feld, das sichert bei Klimaschwankungen, Trockenheit, Feuchte, Hagel …etc dass dann wenigsten die zum jeweiligen Klima die resistenten Sorten heranwachsen. Sollte man sich auch beim aktuellen Klimarisiko auf dem alten Kontinent überlegen, find ich… Video anschauen und das Wissen daraus in die modern Landwirtschaft einfliessen lassen. Das Video mag zwar primitiv erscheinen aber ein Kartoffelbauer aus den Anden weiss wie er noch auf 4000m höhe seine Familie ernähren kann! http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/videos/im-land-der-1-000-kartoffeln-100.html

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    • Die heutige Landwirtschaft achtet extrem darauf, entsprechend sinnvolle Sorten für die jeweils vorhandenen Standortbedingungen anzubauen. Außerdem werden Sorten mit frühen und späten Reifezeitpunkten gewählt oder guten Lagereigenschaften gewählt, um die Nachfrage nach Kartoffeln das ganze Jahr über stillen zu können. Die Ökonomie zwingt einen jeden Anbauer zu den sinnvollsten Sorten.
      Bei allem Respekt für die Anbauer in den Anden wäre dies für uns doch ein Rückfall in die Steinzeit.

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    • Oekonomie und Klimaschwankung sind aber aufeinander abzustimmen, sonst läuft Landwirtschaft richtung „russisches Roulett“. Sortenvielfalt kann also kein Rückfall in die Steinzeit sein. Ein Sortenmangel hingegen spielt lediglich der industriellen Landwirtschaft und den Saatgutkonzernen den Ball zu. Ich habe extra darauf geachtet, zu schreiben, dass die Erkenntnis der „alten Landwirtschaft“ in die moderne Landwirtschaft einfliessen sollte. Was ist daran verkehrt? Es ist einfach unangebracht dies Steinzeitmethode zu nennen.

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