Statement
Kommentare 28

Rette sich wer kann…

Schafe haben keine Chance, wenn der Wolf unterwegs ist. Da nutzt es auch nichts, wenn man meint, sich im Rudel sicher zu fühlen. Wenn es darauf ankommt, ist von Solidarität nichts mehr zu spüren. Da läuft jedes Schaf in eine andere Richtung um sich selbst zu retten.

Euer Bauer Willi

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28 Kommentare

  1. Paulus sagt

    Anhand der Chaostheorie*n verhalten sich die in unterschiedlichen Richtungen davon laufenden Schafe, bei nur einem einzigen Wolf, mit sehr großer Wahrscheinlich richtig. Bei einer größeren Anzahl von Wölfen erstaunlicherweise auch! Vorausgesetzt bzw. unter der Annahme, die Anzahl der Beutetiere ist ungleich höher als die Anzahl der Räuber, was bei einer Schafsherde in Relation zu einem Wolfsrudel der Fall sein dürfte.
    Damit dürfte sich Willis durchscheinende und gut gemeinte Intention, zumindest rein mathematisch theoretisch als fragwürdig erweisen.
    Hatte übrigens auch nicht gedacht, dass ich überschlägig zu diesem Ergebnis komme und bin gespannt auf die nächste Denksportaufgabe, die Bauer Willi ja vorzugsweise an Wochenenden stellt.

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    • Kaffee auf sagt

      Das hieße, die derzeit propagierten Herdenschutzmaßnahmen laufen in die falsche Richtung. Statt zunehmender und immer höher werdender Einzäunung bzw. Einstallung über Nacht, sollte man die Tiere frei laufen lassen. Allerdings müsste man gleichzeitig das Autofahren reglementieren, wegen der nicht vorhersehbaren Kollateralschäden.

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  2. Altbauer Jochen sagt

    Die Wölfe jagen im Rudel, die Solidarität reicht bis das Opfer erlegt ist.
    Dann kommt der Futterneid und das gegenseitige Verbeißen.
    Das Alpha Tier zuerst ,der Rest für die anderen !
    Ein Schelm, wer jetzt Vergleiche ziehen will !

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  3. Klaus Alfs hat schon vor Jahren prophezeit, dass die Landwirte lieber auf lieb machen, sich anbiedern, untereinander aufreiben – und im Nu plattgemacht werden.

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    • …durch das bewusste Ausnutzen des aufgebauten Vertrauens, der Arg- und Wehrlosigkeit. Auch Heimtücke genannt.

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      • So machen es andere wilde Tiere auch,
        der Mensch hat es ihnen wohl abgeschaut, um zum Erfolg zu kommen.
        Nur das er das Tier mit Respekt schlachtet oder erlegt.

        Ist in unserer Kultur aufgenommen.

        Unserer Großeltern hungerten noch und deshalb haben sie gemerkt, dass Fleisch mehr sättigt! Deswegen haben sie ihren Kindern beigebracht, dass
        das Fleisch das bessere Gemüse ist!

        So, nun kriege das mal wieder aus den Köpfen raus!

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    • Paulus sagt

      @ Josef Schmid,
      Du kennst das Truthahnparadoxon?
      „Der Truthahn dachte auch, dass der Farmer sein bester Freund wäre, weil er ihn immer gefüttert hatte, bis er mit dem Kopf auf dem Schlachtblock, ganz unerwartet, das Hackbeil des Farmers kommen sah “ Au Scheiße, durchfuhr es ihn …
      Bin mal gespannt auf die Demos anlässlich der nächsten grünen Woche in Berlin.

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      • Heiko Maas war von dem Truthahn-Paradox so beeindruckt, dass ihm der Mordparagraph einfiel und er dachte: Moment, da ist ja eine Truthahn-Parallele, denn warum macht es einen Unterschied, ob man einen anderen Menschen von vorn oder von hinten erschlägt (im ersten Fall u.U. einfache vorsätzliche Tötung, auch Totschlag genannt –> 5-15 J. Freiheisstrafe, im anderen Fall heimtückische Tötung/Mord —> lebenslang)? Oder ob die Zielperson wach ist oder schläft. Oder gut hört/sieht/beweglich ist oder taub/blind/unbeweglich? Oder einen auf Wolf oder Schaf macht? Maas kam aber nicht durch mit seinem Reformvorhaben. Die Union wollte nicht, Knacki ist Knacki.

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  4. Eckehard Niemann sagt

    Wer den Leuten einredet, sie seien Schafe, der macht sich zum Gehilfen des Wolfes.
    Volksweisheit

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    • Wie im richtigen Leben!

      Dann müssten wir ja eigentlich den Wolf (Ewiger Krieg) favorisieren, oder?
      Oder doch lieber das Schaf bevorzugen (Frieden)?

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  5. Aufklärer sagt

    Und wer meint als einsamer Wolf besser dran zu sein, hat nicht mitbekommen, das auch der Wolf nur im Rudel jagd und keineswegs mehr Solidarität unter Wölfen existiert. Hier braucht niemand auf Solidarität zu hoffen – wenngleich es diese Hoffnung unter Schafen gibt und nicht selten auch Erfüllung finden kann.

    Unter Wölfen wird nämlich auch in „Friedenszeiten“ gekämpft. Nein, schlimmer: Die Natur des Wolfes kennt nur Kampf und Beutezug!
    Vor allem um den besten Platz beim Fressen. Und da, so ist das halt, ist sich jeder selbst der Nächste.
    Es gibt also erst Recht keine Solidarität unter Wölfen Herr Willi.

    Vertiefend formuliert:

    Das ängstlichste und das gierigste Schaf stirbt und wird im nächsten Leben zum Wolf – Eben aus Angst, Selbstsucht und Rache an der Gemeinschaft, in der es sich zu kurz gekommen wähnt, quält und mordet der Wolf zur Selbstbereicherung im Alleingang. Allen unterstellend, das er zu diesem Alleingang ja gezwungen worden sei – wegen der Weigerung zur Solidarität der Anderen.

    Der kleine Wolfs-Horizont übersieht gern die Tatsache, das Solidarität mit Anderen eine bzw. jene Gabe ist, die jeder innerhalb des Gemeinwesens zu verschenken verpflichtet ist, damit soziales Gemeinwesen funktioniert und nicht alle zu Wölfen mutieren wollen werden.

    Mal ehrlich: Sie können ja nicht viel, diese kleinen Wölfe ausser Angst machen, sich durchfressen und Ruhestörung betreiben.
    Wenn sie etwas können, haben sie es von einem sozialen Schaf geduldig gelehrt bekommen. Kunststückchen und Erziehung für kleine Wölfe erfreut sich großer Beliebtheit in für Schafsherden konzipierten Wohlstandsländern. 😉

    Schönes Wochenende

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    • Lieschen Müller sagt

      Nein, Tiere kämpfen nicht ständig. Da würden sie ja eingehen. Wenn die Alpha-Frage im Rudel geklärt ist, herrscht erstmal eine Weile Ruhe.

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      • Aufklärer sagt

        Metaphern sind nicht so Ihres?

        Der menschliche Wolf ist deshalb Wolf weil er nicht mehr Schaf sein will – er kennt keine soziale Rudelwirklichkeit, sondern nur noch die Sprache der Gewalt – er zieht den Schwanz ein und ist ein Feigling. Geifern fängt er nur im Angesicht der Wehrlosigkeit von Schafen an^^

        Das Wort Gottes:
        Ich liebe meine Schafe und werde noch jeden Wolf, der meine Herde aufstört zu Grunde richten und vernichten – werde zum Schaf ehe ich zum Rächer der Schafe werde, die das Kämpfen auf Grund ihrer Schafsnatur ablehnen und mich bitten für sie zu kämpfen!

        Sinngemäß so in etwa sagt es der Herr und größte Hirt, der Schöpfer Jahwe und sein Sohn Jesus.

        Aufklärung tut Not
        auch wenn es not amused

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        • Lieschen Müller sagt

          Nee, mit Metaphern habe ich es nicht so. Vor allem, wenn sie dann doch nur sinnloses Gebrabbel sind: „ihr seid alle meine Schafe und ich bin eurer Hirte….“
          Sie haben Recht, Aufklärung ist wichtig.

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    • bauerhans sagt

      „….damit soziales Gemeinwesen funktioniert und nicht alle zu Wölfen mutieren wollen werden.“

      genau das haben wir ja im hier und jetzt!

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  6. Lieschen Müller sagt

    Dann passt auf, liebe Bauern, dass man euch nicht mit Schafen verwechselt. Bildet selbst ein Wolfsrudel!

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      • Lieschen Müller sagt

        Das sehe ich am Geheule, äh Gebläke: „Der Verbraucher zahlt nicht“. Anstatt sich gegenüber Nestle endlich teuer zu verkaufen.

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  7. bauerhans sagt

    esel sollen doch wölfen mutig entgegen treten und dadurch schafe schützen,hab ich gehört.

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  8. Eva-Maria sagt

    Der Wolf ist nun mal ein Raubtier und aus einem Schaf wird niemals ein Wolf. Im freien Zusammenleben wird immer der Wolf die Schafe reißen. Solange man weiter Wölfe ansiedelt und sie reichlich Nahrung haben, werden sie sich rapide vermehren. Die Schafe kann man nicht ausreichend vor ihnen schützen, es wird immer wieder Opfer geben, der Wolf holt sich, was er und seine Nachkommen brauchen. Die Wolfsbefürworter lieben ihn so sehr und ignorieren die Gefahr, das wird sich leider erst ändern, wenn einige von ihnen selbst zum Opfer werden. Wenn nicht bald ein Umdenken kommt, wird es schwer sein, den Wolf im Zaum zu halten.

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