Bauer Willi
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Was ist eine Wesentlichkeitsanalyse?

Ich bekomme regelmäßig die Pressemitteilung des Bundesverbandes der Ernährungsindustrie. Diesmal habe ich mit der Information, die dort mitgeteilt wird, ein Problem. Es geht nämlich um etwas, von dem ich bisher noch nie etwas gehört habe: die Wesentlichkeitsanalyse. Hier der Link zu einer Broschüre, die einen Leitfaden zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse für Unternehmen der Ernährungsindustrie anbietet.

https://www.ernaehrungsindustrie.de/publikation/bve-broschuere-doppelte-wesentlichkeitsanalyse/

Ich bringe hier ein paar Zitate, die mich etwas ratlos zurücklassen:

„Die Broschüre zeigt Unternehmen der Ernährungsindustrie anschaulich, wie sie eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse nach den Vorgaben der ESRS und der CSRD durchführen können.“

„Auf Basis einer vereinfachten Wertschöpfungskette von Landwirtschaft über Ernährungsindustrie bis hin zum Handel werden alle Nachhaltigkeitsaspekte geprüft und in einer Heatmap sowie einer Wesentlichkeitsmatrix visualisiert.“

Was mir auch nicht klar ist: Wozu dient eine solche Analyse? Von wem wird sie gefordert? Wem dient sie? Was ist der Nutzen?

Da in der Einleitung zum Papier auch die Landwirtschaft genannt wird: hat diese Analyse auch Auswirkungen auf diese Branche? Bisher habe ich davon noch nichts mitbekommen.

Kleiner Tipp: wenn von Bürokratieabbau die Rede ist, vielleicht kann diese Wesentlichkeitsanalyse ja auch weg? Ist nur eine Frage…

 

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40 Kommentare

  1. Jürgen Donhauser sagt

    Wenn ich „Bürokratieabbau“ lese, dann kauf ich mir schon mal ein neues Aktenregal. Ergebnis war bisher immer, dass nicht Bürokratie ab- sondern aufgebaut wurde. Und die Nachhaltigkeits- und Klimadebatte ist seit KI sowieso hinfällig. Da wird gestern großartig das Investitionsvorhaben von Google in Deutschland gefeiert, dabei ist denen ist aber schon klar, dass diese Rechenzentren für KI gigantische Energiemengen benötigen und das Vorhaben der CO2-Reduzierung konterkarieren.

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Da wird gestern großartig das Investitionsvorhaben von Google in Deutschland gefeiert, dabei ist denen ist aber schon klar, dass diese Rechenzentren für KI gigantische Energiemengen benötigen und das Vorhaben der CO2-Reduzierung konterkarieren.“

      Ja, das ist wirklich eine große Seifenblase:
      https://youtu.be/Nq-_KtKTQlQ?si=CY0Ed7uWHmmpyMQL

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  2. Arnold Krämer sagt

    Ich fahre gerade von der Agritechnica zurück ins Emsland. Das Thema Nachhaltigkeit, alternativ CO2-Fussabdruck, Klimabilanz ( was nicht dasselbe, sondern nur ein Teil von ersterem ist) ist ein Thema, das dort in Verbindung mit dem Thema KI einen relativ breiten Raum einnimmt. Auslöser ist die EU- Gesetzgebung, Treiber der LEH und die Nahrungsmittelindustrie. Diese wollen Daten, Daten, Daten, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, oder aber auch schlicht den gesetzlichen Berichtspflichten genügen. Treiber können aber auch öffentlich – rechtliche Bodenverpächter werden, Kommunen, Kirchen.. Die landw. Rentenmarkt lockt mit einem Zinsvorteil von 0, 25 %-Punkten. QS- Schwein bietet kostenlose Checks an. Einzelne Molkereien zahlen 1000 Euro für einen externen Klima-Check. Es ist viel Bewegung im Thema. Den Endverbraucher wird es aber nicht weiter interessieren

    Für einen Landwirt macht das Ganze nur dann Sinn, wenn es wirkliche finanzielle Vorteile im Marktzugang gibt, echte „Pioniergewinne“ erzielt werden, oder wenn eine intensive Beschäftigung mit den Inhalten von Nachaltigkeit (dazu gehören ökonomische, ökologische und soziale Aspekte) zu einer Optimierung betrieblicher Prozesse und Strukturen führt.

    Der Staat verspricht Bürokratieabbau, forciert die Bürokratie aber über die privatwirtschaftliche Schiene.

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Der Staat verspricht Bürokratieabbau, forciert die Bürokratie aber über die privatwirtschaftliche Schiene.“

      Dann ist er ja fein raus und kann immer sagen: Wir fördern diese bürokratischen Hürden doch gar nicht.
      Ist ein ähnliches Scheinhandeln, wie die Einsetzung von Meldestellen durch NGOs, die in staatlicher Form verboten wären, aber in dieser Form möglich sind und noch vom dummen Steuerzahler bezahlt werden.
      Irgendwie zahlt der Bürger immer, entweder als Verbraucher oder als Steuerzahler. 🤡

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  3. evonik sagt

    Meine private Wesentlichkeits-Analyse der Ernährungs-Industrie ergibt, dass wir einen Teil von deren Umsätzen an die Krankenkassen abführen sollten.

    Da brauche ich nur an das Kartoffelthema nebenan denken und was für degenerierte Produkte die aus den Kartoffeln machen.

    Die 7 % Mwst. auf Lebensmittel z.B. den Krankenkassen geben.

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  4. Thorens sagt

    Ich halte derlei schlicht und ergreifend für pure Schaumschlägerei rund um den Nachhaltigkeitsgedanken und führt diesen gleichzeitig ad absurdum durch die im Rahmen dieser doppelten Wesentlichkeitsanalyse verplemperte Energie in Form von Papier, Datenspeicherung u. dgl. Das Ganze ausschließlich zu dem Zweck der Einkünftegenerierung zu Lasten Anderer, so, wie man es aus dem ganzen Zertifizierungszirkus bereits seit Längerem kennt.
    Bürokratieabbau? Dass ich nicht lache.

    Es ist ein bisschen so wie in der bildenden Kunst, wo die Kunst mitunter weniger im Physisch-Gestalterischen liegt sondern viel mehr darin, die richtige Geschichte zum Werk erzählen zu können. Letztlich ist es egal was geschaffen wurde, so lange die Geschichte dazu nur hinreichend oft verfängt, so dass der Erfinder damit Einkünfte erzielt.

    Nachhaltigkeit ist mega hip. Da kann es doch nur gut sein, wenn es noch mehr Betrachtungen dazu gibt.
    Oder?

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  5. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Kleiner Hinweis: Die „Wesentlichkeitsanalyse“ wird ja thematisiert vom Bundesverband der deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Dort sind Mitglied unter anderem Westfleisch und die DLG! Und wer war bisher Geschäftsführerin in besagtem Verband? Unsere neue Geschäftsführerin des DBV in Berlin, Stefanie Sabet. Herr Kremer Schillings, mit der sollten sie dringend ein Interview machen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      So lange wir uns alles gefallen lassen, wird es nur noch schlimmer. Das Traurige ist nur, dass sich jede Auflehnung, jeder Widerstand und jede Gegenrede gegen solche bereits manifestierten Ideen im öffentlichen Diskurs als rächts, rückwärtsgewandt und System-Delegetimierer wiederfinden. Es gibt keinen grundsätzlichen Diskurs über das „wohin wollen wir?“. Die Zielrichtung ist seit Jahren ausschließlich Weltrettung, ohne Sinn und Verstand.

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      • Limes sagt

        „wohin wollen wir?
        wer ist wir???
        „Es gibt keinen grundsätzlichen Diskurs…“
        Selbstverständlich gibt es einen stetigen Diskurs zumindest in D da herrscht Meinugnsfreiheit können sie sogar einklagen. Möglichwerweise gefallen ihnen die Argumente von anderen nicht aber das ist ihr Problem

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das war jetzt intellektuell etwas schräg oder Limes? „Wir“ sind wir deutschen Bürger.
          Es gibt keinen grundsätzlichen Diskurs über z.B. die Zusammenhänge des Kapitals und dem Staat, der Steuerung der europäischen Politik durch die USA, die Hegemonieansprüche der USA an allen Gütern dieses Globus, die Ziele eines Landes, welches ohne Industrie auskommen wird müssen usw…..wir (Medien, Bürger und Politik) diskutieren lediglich Nebensächlichkeiten.
          Und Meinungsfreiheit ist in diesem Land mit hohen sozialen Kosten verbunden, was es in der Vergangenheit so nicht gab. Anscheinend gefallen Ihnen meine Argumente nicht…oder Sie verstehen es schlicht nicht.

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    • Bauer Willi sagt

      Ich werde es versuchen. Dazu müsste ich aber nach Berlin. Zugfahrt, und das bei gesperrten Kölner Hbf.
      Mindestens 6 Std. Fahrt eine Richtung. Dazu kommt eine Übernachtung.
      Wer bezahlt mir die Reise und die zwei Tage, die ich vom Hof weg bin?

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  6. Schorsch Summerer sagt

    Das alles ist wohl im Zusammenhang mit dem „Lfl Klimacheck mit THG Rechner“ und einem einfacheren Rechner unserer Molkerei. Tenor: unsere Abnehmer verlangen das wenn wir sie weiter beliefern wollen.
    Ich habe diesen Müll bereits mehrfach mitgemacht, bzw mitmachen müssen. Angefangen mit dem QS Bayern Siegel. Das alles brauchen wir UNBEDINGT hies es immer. Die Krux dabei: wer nicht mitmacht bekommt weniger ausgezahlt! Wert des ganzen: null und nochmals null. Wenn mangel hersscht oder einer deutlich billiger liefert wird das Siegelzeugs und der Rechner bzw Check einfach auf den müll geworfen. Doch die Erfinder glauben tatsächlich das was sie da erfunden haben. Bis sie ein anderer Job mit mehr Geld ruft. Dann wird verdient und auf Malle oder die Malediven geflogen und das Klima so richtig nachhaltig geschützt. Das ist so beschämend.

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    • Schorsch Summerer sagt

      Schreibfehler sind bitte zu entschuldigen. Eigentlich sollte man wütend nichts schreiben.

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    • Reinhard Seevers sagt

      OT, ich muss dabei an ein Video auf Youtube denken, wo ein deutscher Afghanistan-Veteran über die deutsche Denkweise spricht und von seinem Einsatz berichtet. Ein Kamerad musste damals 3000€ Strafe zahlen, weil die Feldjäger ihn geblitzt hatten….kannst dir nicht ausdenken.
      So geht Deutschland, nix auf die Kette kriegen, dieses aber richtig dokumentieren.😎🦄

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Hi @Schorsch
      Glaubst Du noch an die CMA?
      Die haben immer noch Geld von mir.
      Für Milch und Fleisch.

      Haben sie jemals Marketing gemacht?
      Nein.
      Marketing kann man nur für konkrete Produkte machen.
      Milch schmeckt gut.
      Kartoffeln sind gesund.

      Ein reiner Selbsthilfeverein.
      Aber Verpflichtend.

      Grüße
      Nicolai

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      • Christian Bothe sagt

        N.A. Sehe die CMA in einem vollkommen anderen Licht! Sie war genau das was ich( und auch andere) als kleiner Neubetrieb in der Kartoffelverarbeitung und Listung im LEH brauchte! Auszeichnungen, Flyer etc. ebneten mir den Weg in ein gutes Marketing( ANUGA, Grüne Tage usw.)! Wie gesagt, ich habe mit der CMA nur gute Erfahrungen gemacht, bedaure das es so eine Organisation nicht mehr für die LW und NGW gibt….

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      • Bauer Willi sagt

        @N.A.
        Heute kennt jeder von uns mindestens noch einen Spruch der CMA. Alles richtig gemacht. Schade, dass es heute nichts vergleichbares mehr gibt.

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  7. „Was mir auch nicht klar ist: Wozu dient eine solche Analyse? …“
    Wenn man liest, was man verlinkt, gibt es eine Antwort:
    „Sie erklärt den gesamten Prozess von der Identifikation relevanter Nachhaltigkeitsthemen bis zur Bewertung ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie ihrer finanziellen Chancen und Risiken für das Unternehmen. “
    Je nachdem ob und in welcher Ausprägung man das braucht (etwa um im Geschäftsbericht rumzuschwallern oder um reale Auflagen zu erfüllen) beantworten sich auch weitere Fragen.

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin @Max
      Es ist die Weiterführung von DIN ISO 9001.

      Wer weiß, wozu 9001 gut ist?
      Alle Produktionsprozesse zu beschreiben.
      Wozu?

      Grüße
      Nicolai

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      • Reinhard Seevers sagt

        DIN ISO hatte ich auch im Sinn….dafür wurde in der LWK – Hannover extra eine Stelle eingerichtet. Eine junge Frau sollte die Bauern beraten und informieren….ganz wichtig. Alles heiße Luft, nix mehr da.
        Ich hatte damals immer das Beispiel der DIN-ISO-zertifizierten KFZ- Fachwerkstatt vor Augen, bei dem der Dienstwagen zu warten war. Die Kosten für die Ersatzteile waren höher, als die Gesamtkosten bei einer freien Werkstatt ohne Zertifikat. Zudem war mit der Zertifizierung auch keine qualitative Arbeit verbunden, im Gegenteil, die Werkstatt hatte mit dem Auto schön andere Kunden nach Hause chauffiert, was ich denen anhand der Kilometeraufzeichnung nachwiesen konnte.
        Die deutsche Welt ist eine ScheinWelt.

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        • Nicolai Asmussen sagt

          Moin @Reinhard
          Die DIN ISO 9001 hat einen Sinn.

          Dadurch, das jeder Handgriff dokumentiert ist, kann sich niemand mehr unentbehrlich machen.

          Grüße
          Nicolai

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  8. Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

    Mit solchen Sachen fährt man die Wirtschaft zugrunde, glaubt aber, besonders gescheit zu sein. Schaut einmal wo wir wirtschaftlich angekommen sind!

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    • Die Wirtschaft wird schon früher belastet, durch den ganzen real und obligatorisch umzusetzenden Nachhaltigkeitsfetisch.
      Da ist so eine fakultative Wesentlichkeitsmatrix nur das Sahnehäubchen.

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  9. Reinhard Seevers sagt

    „Unternehmen erhalten damit eine praxisorientierte und leicht verständliche Vorlage, um ihre eigene Analyse zu plausibilisieren, Zeit zu sparen und schneller zu tragfähigen Ergebnissen zu gelangen.“

    Ist das Comedie? 🥳

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  10. Christian Bothe sagt

    „Wesentlichkeitsanalyse“???? Was für eine Wortkonstruktion? Könnte aus vergangenen Zeiten stammen…Alle reden von Bürokratieabbau und dann publiziert man so etwas. Lese so etwas garnicht erst!

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  11. Farmer sagt

    Der Boden ist die wichtigste Ressource der Landwirtschaft und für das Leben. „Unsere moderne Gesellschaft läuft Gefahr, die Fehler ihrer Vorgänger zu wiederholen, die letzlich zu ihrem Niedergang geführ haben. Wir leben auf Kosten der Zukunft unserer Enkel, die wir Boden schneller verbrauchen, als er sich bildet, und sind mit dem Dilemma konfrontiert, dass es gerade die langsamsten Entwicklungen sind, die man am schwierigsten aufhalten kann“ (David R Montgomery).

    Unser Hof wird seid ca 500 Jahren bewirtschaftet in der Familie. Wenn es stabil bleiben soll, muss man sich immer wieder fragen, ob dass, was wir bei der Bewirtschaftung machen, gut und richtig ist. Und welche Risiken von außen und von innen bestehen! Gibt es Erosion? Sind die Chemikalien, die wir ausbringen wirklich abbaubar und gut verträglich für das Bodenleben? Achten wir genug auf Humusbildung? Bildet der Betrieb Eigenkapital für Investitionen und ein gesundes finanzielles Fundament? Sind wir achtsam mit unseren Mitarbeitern und Mitmenschen? Stehen wir ein für Recht und Gerechtigkeit? Haben wir Courage, falschen Führern und Irrlehren zu widersprechen? ….

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      • farmer sagt

        Ich habe versucht zu beschreiben, warum eine Hinterfragung der Risiken, die von innen und außen auf den ldw Betrieb einwirken, Sinn macht!

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  12. Eckart Grünhagen sagt

    Lange Jahre insbesondere als (ehemaliger) Milcherzeuger habe ich mich mit der eingeforderten Nachhaltigkeitsdokumentation über alle „Dimensionen“ auseinandergesetzt. Mittlerweile zahlt die Molkerei 1000 €, um überhaupt an Daten der Betriebe zu bekommen. Eigens dafür hat das Thünen-Institut das QM-Nachhaltigkeitsmodul entwickelt, um mit den Daten wissenschaftliche Auswertungen durchzuführen.

    Dass erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken einfach für die „gute“ Sache beiseite gewischt werden, interessiert in Braunschweig niemanden. Auch Veröffentlichungen im „Journal of Dairy Science“ dieser Arbeitsgruppe können nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit den Daten fragwürdige Studien gemacht werden.

    Die Berichtspflichten entlang der Wertschöpfungskette sind eigentlich nichts anderes als Gewissensberuhigung frei nach dem Motto: „Wir tun was.“

    Wer Nachhaltigkeit ernst nimmt, verbessert Abläufe in der Zukunft und schreibt keine Romane über die Vergangenheit.

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  13. Arnold Krämer sagt

    Es ist der Versuch, gesetzliche Vorgaben der EU für die adressieren Unternehmen „herunterzubrechen“, damit sich diese auf das Wesentliche für ihre Dokunentations- und Meldepflichten konzentrieren.
    Bürokratie wird nur entfallen, wenn gesetzliche Vorgaben (hier der EU) abgeschafft werden. Kann das gelingen? Evolutionär oder revolutionär?

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  14. farmer sagt

    Finanzielle Wesentlichkeit (Outside-In Perspektive)
    Das Unternehmen betrachtet, welche Chancen und Risiken externe Nachhaltigkeitsthemen wie Klimawandel, Biodiversitätsveränderungen oder Wasserressourcen auf die eigene finanzielle Leistungsfähigkeit haben können.
    Wesentlichkeit der Auswirkungen (Inside-Out Perspektive)
    Es wird betrachtet, welche negativen und positiven Wirkungen die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft haben, wie beispielsweise Treibhausgasemissionen.

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    • Schmeckt gut sagt

      Und genau hier liegt das Problem. Ins Unendliche aufgeblähte Bürokratie für die vermeindlich „gute“ Sache. Arbeitsbeschäftigung für ansonsten Untätige. Landwirte (die ersten in der Kette und Teil der „Wesentlichkeitsanalyse“), die kaum noch Urproduktion machen können (wir müssen dann auch zu diesem Thema liefern). Stattdessen (nachhaltige) Papierverschwendung und/oder digitaler „Müll“, den niemand wirklich benötigt. Unser Betrieb hat in dieser Saison das Nachhaltigkeitsmodul bei QS erfolgreich durchlaufen. Erkenntnisgewinn – 0, Arbeitsaufwand extrem, DSGVO in vielen Bereichen verletzt – beginnend mit: „alle Daten der SAK sind offen zu legen“ – das alles, um das „Feigenblatt“ Fairness, Transparenz und „Weltenrettung“ in Handel und Weiterverarbeitung zu legitimieren. Es ist zum Haareraufen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Schöne Worthülsensammlung. Wie soll ein Unternehmen solche komplexen Fragestellungen umsetzen können, ohne einen externen (outsider) einzubinden, dafür viel Geld zu verbraten und am Ende keinen inneren (inside) Mehrwert daraus erzielen zu können.
      Ich verlinke mal die website von Vilsa-Brunnen, daran kann man die ganze Schizophrenie gut erkennen: https://vilsa.de/naturschwur/
      Die schaffen es so, einfaches Wasser aus der Erde zu holen, in Flaschen oder Tetrapacks abzufüllen und mit vielen LKW in die EU zu versenden, parallel das deutsche Trinkwasser schlecht zureden und sich in einer Wohlfühlblase feiern zu lassen. Dann zahlt der dumme Kunde im Restaurant für eine 0,75L Flasche 5,60€. Vollverblödung, würde ich sagen.

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  15. Frikadellen piet 47 sagt

    guten Morgen Ich habe den Eindruck man versucht einen Sachverhalt den man nicht versteht mit Worthülsen zu erklären die keinen Sinn machen, dann wird man sehr intellektuell und so als würde man es verstehen! kurz gesagt total bekloppt schönen Tag

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