Bauer Willi
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Volksversammlung

Am Freitag, dem 14. Oktober 2016 startete das Monsanto-Tribunal mit der People´s Assembly, was übersetzt so viel wie Volksversammlung bedeutet. Im Saal etwa 200 Personen, neben dem Saal Stände diverser Organisationen mit Prospektmaterial zum Thema. Aus dem Auditorium konnten Fragen an das Podium gestellt werden, in dem neben Renate Künast auch Vandana Shiva saß, die als Aktivistin aus Indien angereist war. Sie ist eine der zentralen Figuren des Tribunals.

Vor dem Veranstaltungsort im Zentrum von Den Haag führte ich Interviews mit zwei Vertretern der Veranstaltung. Nach den rund zweiminütigen Interviews, die wir mit Einwilligung der Interviewpartner als Video aufzeichneten, wurde uns anschließend untersagt, diese Interviews zu veröffentlichen. (was für mich nach dem Gesprächsverlauf auch logisch erschien). Wir akeptieren dieses Persönlichkeitsrecht, sind aber enttäuscht.

Hier ein erstes Video mit einem Einblick in  die Volksversammlung. Weitere Videos folgen. Wir wollen diese aber erst sauber aus dem Englischen übersetzen. Kann also noch etwas dauern, wir sind ja keine Profis, haben auch keinen Arbeits-Stab im Hintergrund und müssen uns externe Hilfe holen.

Euer Bauer Willi

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88 Kommentare

  1. Mike1978 sagt

    Irgendwie habe ich den Eindruck, Öko-Verbraucherschützer halten sämtliche Landwirte für total bescheuert. Andernfalls kann ich mir als „nicht-Landwirt“ die Argumentationen nicht erklären.

    Beispielsweise die finanzielle Ausbeutung, die durch maßgeschneidertes Saatgut und Pflanzenschutzmittel entstehen soll. Landwirte sind (auch) Kaufleute, und werden sicher nicht 10.000,- EUR Mehrkosten in Kauf nehmen wenn daraus nur 5.000,- EUR mehr Ertrag resultiert. Weder hier noch in Indien. Wenn Landwirte bereit sind höhere Kosten in Kauf zu nehmen, dann wird sich das wohl für sie lohnen. Und wer auf solche Milchmädchenrechnungen ‚reinfällt ist vermutlich auch nicht lange am Markt weil er dem Preisdruck der Konkurrenz nicht gewachsen ist. Ist ja nicht so als würde man den Bio-Landbau nicht vor allem deshalb subventionieren, weil er ansonsten nicht konkurrenzfähig ist.

    Landwirte haben auch kein Interesse daran sich selbst oder ihre Familien zu vergiften. Am Ehesten von Vergiftungen betroffen sind wohl diejenigen, die damit direkt arbeiten. Hochgradig krebserregend oder fruchtschädigend und keiner merkt das da eine „Berufskrankheit“ existiert? Nachweisbar nur bei Bauern in Südamerika weil da die medizinische Versorgung und Datenerhebung so hervorragend ist?

    Und selbstverständlich haben Landwirte kein Interesse daran ihren Boden auszulaugen oder durch Erosion veröden zu lassen. Ich unterstelle ihnen einfach mal nachhaltiges Interesse an Einnahmen durch Ernten, also können sie ja nicht so blöd sein ihre Böden zu ruinieren. Maßnahmen wie Fruchtfolge haben sicher keine Umweltschützer erfunden.

    Sind also alle Landwirte blind und blöd? Denke nicht. Das sind hochqualifizierte Kräfte und bei den Kritikern greift der Dunning-Kruger-Effekt. Aufgrund der eigenen fehlenden Fachkompetenz überschätzen sie sich selbst und erkennen die Sachkunde der echten Profis nicht. WENN Monsanto & Co wirklich ausbeuterische Landvernichter wären, dann würden die Landwirte schon selber ein Tribunal abhalten. Und das könnte man sogar ernst nehmen.

    Also, liebe Öko-Kritiker da draußen: vertraut doch mal darauf, daß gerade NICHT die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln haben….

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  2. Jochen Böhrer sagt

    Bauer Willi.. es kann Dir niemand verbieten, den Inhalt dieser Interviews mit deinen eigenen Worten wiederzugeben.

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  3. Friedrich sagt

    Hallo Leute, nun mal den Ball flach halten. Unsere NGOs sollen doch einmal ein Konzept vorlegen , wie man die Welt ernähren will. Dazu gehört natürlich auch wie es in der Praxis bei der Landwirtschaft klappen soll. Es muß ein Konzept sein , daß auch überzeugt und nicht nur hinter Spenden und Sprüchen her ist. Dabei sollte auch die Wettbewerbsfähigkeit mit einbezogen werden. Das ganze kann ja nicht nur in Deutschland, als dem „Retter der Welt“ stattfinden , sondern in der EU und den anderen Industriestaaten. Obwohl ich schon in meinen Schweineställen im laufe der Jahre fast 50% der Energie eingespart habe , kann ich mir die Vorstellungen der Weltverbesserer nicht zu eigen machen oder vorstellen. Ein Beispiel : Bevor Glyphosat auf Hofstellen verboten wurde , habe ich mit 2 – 3 ltr./Jahr alles Unkrautfrei gehalten. Heute wende ich erheblich mehr Zeit auf und vernichte das Unkraut mit einem Gasflammgerät. Ich brauche jetzt 100 kg Propangas. Da stellt sich mir die Frage , was nun Umweltfreundlicher ist ? Genauso sehe ich das für den anderen Bereich in der Landwirtschaft. Ich kann nur sagen : Überzeugt uns mit Vorzeigebetrieben , die in der Wirtschaftlichkeit , Sozialem usw. überzeugen. Bisher höre ich immer nur Schlagworte .
    Die LK Niedersachsen bietet eine kostenlose betriebliche Klimabilanz an . Da werde ich mich einmal drum kümmern. Nur in vielen kleinen Schritten kommt man weiter.

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      • Jochen Böhrer sagt

        Ach.. und das geht OHNE Energieverbrauch? Der Dampf wird durch geheime Kräfte erhitzt? Und man kommt mit dem Gerät auch auf unbefestigte Flächen? Und sie würden den Schaum bedenkenlos trinken?

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Da wird unter anderem auch Maiszucker verwendet.

        Ist der Mais jetzt wieder gesellschaftsfähig?

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      • ehemaliger Apfelbauer sagt

        Hallo Rebecca. Ja, das System funktioniert, aber mit Nachteilen. Wir setzen ein Heißwassergerät kurz vor der Obsternte ein, um auf unseren sehr unkrautwüchsigen Böden den Unkrautwuchs ohne Rückstandsprobleme einigermaßen beherrschen zu können. Allerdings Flächenleistung 3 ha in 8 Std. und 60 l Diesel/Heizöl pro ha und Behandlungsdurchgang. Soll nur mit dem Gerät gearbeitet werden (ohne herbizide), muss wöchentlich behandelt werden, d.h. bis zu 10 mal pro Jahr. Es handelt sich um ein Heißdampfgerät, das mit 130 Grad Celsius arbeitet – ohne Zusätze. Energieverbrauch liegt geringfügig höher, aber Maiszucker hat im Obstbau keine Zulassung. Jeder kann sich jetzt ausrechnen, ob das System eine wirkliche Alternative ist.

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        • Mark Rössler sagt

          Stickoxide sind doch ein wertvoller Dünger und nur leicht problematisch für das Klima und den Mensch.
          😉

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    • Mark Rössler sagt

      Wer sich für eine weitere Wiederholung der Mythen interessiert,
      wo selbst Kriminelle zu Wort kommen, der wird bei der Story seine Vorurteile vollends bestätigt sehen.

      Allein der Name Monsanto wird im Schnitt alle 5 Minuten genannt…

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      • rebecca sagt

        Stimmt nicht, alle 4,43 Minuten. Messen Sie besser noch mal nach.

        Ansonsten bleiben Sie auch hier ihrem Stil treu. Nichts zum Thema, werfen mit Schmutz und viel geistiger Dünnpfiff.

        Heißen sie vielleicht richtig Uwe Ostertag?

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        • Mark Rössler sagt

          Was war denn nun neues an der Story?

          Warum haben die nicht mal aus Bangladesh berichtet, wo die Landwirte für die Bt-Aubergine kämpfen? Und seit rund 3 Jahren erfolgreich anbauen?
          Ach stimmt, die gibt es ja vom Staat, kann man kein Monsanto unterbringen.

          Was soll man zu dem Thema Arte/Gentechnik noch sagen? Alles X mal durchgekaut. Warum wird über Seralini und nicht über den aktuell mit öffentlichen Geldern laufenden Versuch „Mit 1200 Ratten auf der Suche nach der Wahrheit“?
          Die Versuchsansteller würden sich freuen, wenn die Medien nur ein wenig Interesse zeigen würden aber Rattenbilder scheinen für eine ganze Schar besorgter Bürger Wissenschaft zu sein.

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    • Thomas sagt

      Ich wollte mehrmals kritisches auf Arte.Tv posten, meine Postings wurden nicht freigeschaltet. Wer sosehr zur Zensur greifen muss wie Arte, ist einfach nur bemitleidenswert.

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  4. Wenn man sich die Positionen ansieht, müssen neben den offenkundigen Konflikten zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahren auch erhebliche Diskussionen innerhalb der Gesellschaft ausgetragen werden. Den NGOs nahestehende Positionen sind bei vielen Leuten in den Köpfen extrem verankert. Dem steht eine bislang schweigende Mehrheit gegenüber, die zwar den NGOs nicht traut, aber die auch nicht bereit ist, sich dem entgegen zu stellen. Aber wer will es ihr verdenken, solange die Landwirtschaft nicht bereit ist, die tatsächlich bestehenden Probleme anzuerkennen und selber lösen zu wollen und damit zumindest die berechtigte Kritik der NGOs ernst zu nehmen. Statt ernsthaft Lösungsansätze aufzugreifen und sich selber zu verpflichten, in den nächsten 10 bis 15 Jahren gravierend etwas zu ändern, verteitigt der ganz große Teil der heutigen Landwirtschaft den Status quo.

    Letztlich gibt es nur eine Lösung:
    1. Die Landwirtschaft muss ein Ziel formulieren, dass auch seitens eines Teils der Kritiker aus NGOs sowie von unbefangenen Experten unterstützt wird.
    2. Die Landwirtschaft muss akzeptieren, dass die derzeitigen Vergünstigungen, wie etwas die Direktzahlungen für den Umbau der Produktion verwendet werden müssen, statt diese zu verfrühstücken. Denn der erforderliche Umbau wird alles andere als billig. Vor allem wird ein Großteil der heutigen Produzenten diesen Weg nicht mitgehen können. Diese muss man anders kompensieren als über Flächenprämien.
    3. Die Landwirtschaft muss dringend der Gesellschaft vermitteln, dass man den Ernst der Lage verstanden hat und bereit ist zu handeln.

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    • Sandra Harms sagt

      „statt diese zu verfrühstücken. “ was doch ne geile aussage….

      Wenn man keine ahnung hat einfach mal ……………

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      • Danke für den Kommentar. Er ist nämlich typisch für die Argumentation vieler Landwirte und vor allem des DBV.
        Was passiert denn mit den Direktzahlungen? Etwa ein Drittel wird gleich an die Verpächter über höhere Pachtpreise weiter gereicht. Dann gibt es eine erhebliche Anzahl an Betrieben, die ohnehin weit jenseits der Rentabilitätsschwelle wirtschaften und eigentlich besser ihre Flächen an andere Betriebe verpachten sollte. Dann könnten die wiederum besser wirtschaften. Und dann gibt es noch eine Reihe von Betrieben, die sogar Steuern zahlen. Und die wiederum zahlen einen nicht unerheblichen Teil an das Finanzamt… ?

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        • Sandra Harms sagt

          und in schnitt hat jeder betrieb 200.000€ schulden…. wider einmal vergessen zu erwähnen…. und genau so ein mist „Dann gibt es eine erhebliche Anzahl an Betrieben, die ohnehin weit jenseits der Rentabilitätsschwelle wirtschaften und eigentlich besser ihre Flächen an andere Betriebe verpachten sollte.“ genau darüber regen sich doch grüne und ngo´s auf, das es immer weniger kleine betriebe gibt und die großen immer größer werden….
          erklären sie mir mal wie man rentabel milch für ca 20cent den liter produzieren soll, gleichzeitig alle auflagen erfüllen soll, und das ohne einen riesigen stall mit mehreren 100 kühen zu haben, natürlich sollen die kühe auch auf die wiese gehen können usw usw, erklären sie mir das mal wie das gehen soll.
          oder erklären sie mir, wie ich von weizen der nur als futter taugt und mit ca 12€/dt gehandelt wird, beispiels weise mal einen getriebe schaden am schlepper für ca 10.000€ bezahlen soll…

          und dann erklären sie mir mal bitte, wie in zukunft pachtpreise sinken sollen, aber gleichzeitig der strom aus der steckdose kommen soll, wo aber niemand ein atomkraftwerk,castor transporte, ein kohle oder gas kraftwerk, windräder, stromleitungen, usw usw vor der eigenen tür haben will….. ach ja, mais will ja auch keiner vor der tür haben, und alte wassermühlen werden durch umlegung der bach läufe trockengelegt im namen der gewässerdruchlässigkeit…..

          erklären sie es mal.

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          • Erklären hilft Ihnen nicht. Denken Sie mal selbstkritisch nach! Vielleicht finden Sie ja eine Antwort.

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            • Sandra Harms sagt

              Sehen sie, sie sind nicht ein stück besse als irgend eine ngo oder ein grüner politiker, jappeln rum aber haben kein konzept in der tasche, wie man etwas ändern kann, ohne einen ganzen berufsstand in die pleite zu schicken.
              Die Grünen selbst waren es die unter gerhard schröder den massiven ausbau von biogasanlagen gefördert haben, und heute wollen sie nichts mehr davon wissen, stattdessen wird mord und brand auf uns geschimpft das wir ja nur noch mais anbauen…. so sieht die realität aus, wenn sie ihrem job nachgehen, brauchen sie sich wohl keine gedanken zu machen das am endes des monats kohle auf den konto ist, da lässt es sich leich daher reden und immer wider fordern fordern und nochmals fordern.
              das schlimme daran ist, das sich eine ganze reihe von vorderungen von vorn herein widersprechen, und leute wie sie, das nicht wahrhaben wollen. leute wie sie stellen sich hin jappeln erst rum, und wenn man am praktischen beispiel mal nach fragt, dann kommt nichts mehr. geholfen ist damit niemandem.

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            • Es geht nicht darum anderen hinterher zu laufen, sondern selber zu beweisen, dass man es kann, es will, einen Plan hat. Aber das setzt Selbstehrlichkeit voraus. Und natürlich Ehrlichkeit innerhalb der Branche.

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    • bauerhans sagt

      das grösste problem ist,dass landwirtschaft unflexible güter produziert,
      was die gesellschaft endlich zur kenntnis nehmen muss.
      ein weiteres problem ist die immense produktivitätssteigerung der landwirtschaft d.h. von allem ist zuviel am markt.
      wir brauchen mal wieder schlechte ernten und schon sähe es anders aus.

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      • Wissen Sie was: wenn es schlechte Ernten gibt und die Preise steigen, wird man in Brasilien, Russland, Ukraine,… erst recht investieren. Und dann ist man ganz schnell wieder bei niedrigen Preisen.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Crux
      Ich stelle mir einfach mal vor, die Landwirte setzen sich mit den NGO´s an einen Tisch und erfüllen alle deren Wünsche. Vermutlich bedeutet dies eine Umstellung der deutschen Landwirtschaft (warum eigentlich nur der deutschen Landwirtschaft?) auf biologischen Landbau.
      Was passiert danach, wenn alle Wünsche erfüllt sind? Dann müssten sich die NGO doch eigentlich auflösen, oder? Ist nur mal so ne Frage…
      Bauer Willi

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      • Mark Rössler sagt

        Dann wird die Messlatte wieder höher gelegt.
        Die GreenNGOs mussten sich vermehrt um die Landwirtschaft „kümmern“, weil die Atomenergie praktisch verschwunden ist.

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      • Es geht nicht darum, alle Wünsche der NGOs zu erfüllen. Es geht darum, endlich die Hausaufgaben zu machen! Die Diskussionen um die Düngeverordnung, die Kritik an offensichtlichen Gesetzesverletzungen beim Tierschutz, Resistenzprobleme im Pflanzenschutz,… kommen doch nicht allein von den NGOs. Wenn die Bauern das nicht begreifen, kann ihnen die Gesellschaft nicht helfen! Aber beim Bauernverband traut sich ja niemand Tacheles zu reden. Statt dessen leistet man sich einen Präsidenten bei denem einem als Zuhörer bei jeder Rede ständig das Gefühl kommt, dass man ganz dringend ein Taschentuch braucht, um Tränen abzuwischen. Ohne eine Vision für die Zukunft wird das nichts.

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        • Mark Rössler sagt

          Ne, Resistenzen bei Pflanzenschutzmittel sind natürlich.
          Darüber braucht die Landwirtschaft sicher nicht mit Hans und Franz diskutieren, was sollte das bringen?
          Für kritische Bürger wäre es angeraten etwas mehr Biologie zu akzeptieren.

          Vermeintliche Gesetzesverstöße, da braucht man nicht diskutieren, die werden geahndet. Oder brauchen wir keine Gesetze mehr, der besorgte Bürger und private Tribunale regeln das? Hatten wir schon mal, damals hat man vermeintliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt,

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          • Wenn Sie als Landwirt Resistenzen als gottgegeben ansehen, tun Sie sich und Ihren Kollegen keinen Gefallen. Und blöderweise muss man zugeben, dass die kriminellen(!) Einbrüche in Ställe eine Reihe von Belegen veröffentlicht haben, die aufzeigen, dass eben doch nicht alles in Ordnung ist. Die Kontrolldichte ist zu gering. Und leider ist auch unter den Bauern noch nicht angekommen, dass es an der ein oder anderen Stelle auch angeraten ist, dem Berufskollegen, der zu hart an der Grenze der Legalität oder jenseits davon wirtschaftet, einen Tritt in den Hintern zu geben.

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            • Mark Rössler sagt

              Resistenzen werden immer auftreten,
              die Problematik sollte auf fachlicher Ebene behandelt werden und nicht von Außenstehenden.
              Mir ist auch schleierhaft, was so ein Einwand hier zu suchen hat.

              Die Kontrolldichte ist zu gering…
              Es wird mittlerweile viel mehr Geld für „Tierschutzbeauftragte“ ausgegeben als für Kinderschutz.
              Das sollte zu denken geben.

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            • bauerhans sagt

              „…dass die kriminellen(!) Einbrüche in Ställe eine Reihe von Belegen veröffentlicht haben, die aufzeigen, dass eben doch nicht alles in Ordnung ist. Die Kontrolldichte ist zu gering“

              daraus kann doch nicht abgeleitet werden,dass tierhaltung in D so stattfindet wie z.b. die bilder von ariwa zeigen,sondern da gings um knete,einschaltquote und bestimmte politische ziele.
              die kontrolle fängt beim tierarzt an,der angeben muss,was er verschrieben hatte,weiter gehts aufem schlachthof,da kann kein krankes tier eingeschleust werden.

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            • So ein Geschwätz. Statt sich mit den Problemen auseinander zu setzen, werden andere für blöd erklärt. Schön weiter den Kopf in den Sand stecken…

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            • Jochen Böhrer sagt

              Da Sie offensichtlich gegen chemischen Pflanzenschutz sind, sollten Sie sich doch über Resistenzen freuen.

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          • Stadtmensch sagt

            >>Darüber braucht die Landwirtschaft sicher nicht mit Hans und Franz diskutieren

            Mark Rössler
            Was hat ein Sachkundeausweis mit Biologie zu tun? Meiner Meinung nach hat auch ein landwirtschaftliches Studium nur sehr begrenzt etwas mit den mikrobiologischen Wirkprinzipen von Pflanzenschutzmitteln zu tun. Vielleicht so auf dem Level, wie es Hans und Franz auch selbst nachlesen können: es wird ein Enzym blockiert, das wichtig ist für die Generierung von Aminosäuren. Aber sie können hier gerne mit ihrem Fachwissen über Organische Chemie parlieren und uns plausibel und nachvollziehbar die Wirkungslosigkeit (z.B. des Glyphosat-Moleküls) auf den Shikimisäure-Stoffwechselweg von Bakterien erklären. (wohlgemerkt ohne Internet, Fachliteratur dürfte ja bei ihnen im Reichweite sein)

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          • Sabine sagt

            Mark, sag das mal den Baumwoll- und Sojabauern in den USA, die teilweise mit Machete und Spaten in ihre Felder gehen mussten, weil der Amaranth so hoch gewachsen war, dass er eine Ernte unmöglich machte. Die hatten gutes Geld für ihre Saat und die Herbizide bezahlt und dürften sich anschließend anhören, dass sie alle zu doof seien die Mittel richtig anzuwenden. Die diskutierten dann mit Hans und Franz in Person der Kreditsachbearbeiter auf der Bank, um ihre Höfe nicht zu verlieren.

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            • Mark Rössler sagt

              Sabine, warum sollte ich denen das sagen?
              Die haben aus ihren Problemen im letzten Jahrtausend nichts gelernt, als die selektiven Spritzmittel im Mais schon wirkungslos waren, es kamen ja die RR-Kulturen…
              Und ja, die waren zu blauäugig die Unkrautbekämpfung gut 2 Jahrzehnte nur mit einem Wirkstoff zu betreiben, Warnungen gab es genügend dazu.

              In der USA gibt es eben nicht die fachliche Ausbildung wie in Deutschland.
              Schulungen zu Resistenzvorbeugungen werden angeboten und müssen von den Farmern selbst bezahlt werden.

              Ich sehe nicht, wie wir Deutschen uns da über Resistenzen in Amerika unterhalten müssten, das ist deren Aufgabe Lösungen zu finden und nicht vom deutschen Weltenretter.

              Und wenn dort keine Herbizide mehr wirken, dann werden ja alle auf Organic umstellen?

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            • Sabine sagt

              Neben dem, dass ich es müde bin, immer wieder zu hören, dass die USA in Sachen Ausbildung ein Entwicklungsland ist – dafür kommen noch ziemlich viele gute Wissenschaftler und Innovationen von dort- , tragen eben auch solche Ereignisse, wie man sie seit 2010 dort beobachtet zu Diskussion um chemische Helferlein in der Landwirtschaft bei. Das mit, wir haben ja alle ne duale Ausbildung und sind so viel schlauer, deshalb passiert uns das nicht, abzutun, ist mir ein ganz klitzekleines bisschen zu einfach.
              Denn aus irgendwelchen Gründen hab ich immer das Gefühl, dass wir so ziemlich jeden Scheiß, den ich vor 20 Jahren da gesehen hab, unbedingt hierhin importieren müssen. Inklusive einer Konsummentalität gerade im Bereich Nahrungsmittel, die alles andere als gesund ist. Ich freu mich schon wahnsinnig auf die Soja-Mais-Diät, die selbst aus moderaten Essern in kürzester Zeit Schwergewichte macht.
              Oh guck, ein Food-Truck……

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            • Mark Rössler sagt

              Sicher gibt es mehr Landwirte in der USA, die das Handwerk verstehen,
              nur haben Sie eben die Probleme erwähnt und die sind eben dort wo seit 20 Jahren Jahr für Jahr RR-Mais und/oder RR-Soja wächst.

              Und dann gehe ich davon aus, die haben nicht fachgerecht gewirtschaftet.
              In Deutschland, der EU steht uns ja ähnliches bevor, da immer mehr Wirkstoffe vom Markt verschwinden, gerade beim Getreide wird es interessant werden in den nächsten 5 bis 10 Jahren.

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      • Hier eine interessante Meldung aus agra europe vom 14.10.2016:
        „BERLIN. Eine Reaktion der Agrarbranche auf die schwindende gesellschaftliche Akzeptanz hat der frühere Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und Vorstandssprecher der KWS Saat AG, Philip Frhr. von dem Bussche, angemahnt. „Wir brauchen spürbare Änderungen in Kommunikation und Inhalten“, sagte von dem Bussche beim Future Food Forum von K+S gestern in Berlin.

        Der Landwirt aus dem niedersächsischen Bad Essen rief dazu auf, offensichtliche Probleme, die aus gegenwärtigen Produktionsmethoden resultierten, „anzuerkennen und anzupacken“. Insbesondere die Stickstoffproblematik in viehdichten Regionen sei zu spät erkannt und angegangen worden. Auch dem Rückgang der Biodiversität müsse entschieden begegnet werden. Zu lange habe man zudem der fortschreitenden Entfremdung zwischen Stadt und Land zugeschaut. Die Folge sei, dass die Landwirtschaft inzwischen ihre Akzeptanz in der Gesellschaft zu verlieren drohe.“

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        • Bauer Willi sagt

          Sehr gut. Die Aussage gefällt mir. Der Mann soll sich mal bei mir melden. 🙂 Und KS passt auch…
          Bauer Willi KS

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          • bauerhans sagt

            der mann platzt vor selbstbewusstsein und eloquenz,hatte bwl studiert,dann sein rittergut optimiert und nebenbei noch ne beteiligung an einem riesenbetrieb in halle/leipzig mit aufgebaut,heute bei kws.

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      • Sandra Harms sagt

        Willi,
        und was passiert wenn wir alle auf bio umgestellt haben? dann werden wir alle pleite gehen, weil der handel lieber billigen kram in ausland kauft, als teurere produkte vor der eigenen haustür zu kaufen. es ist doch jetzt schon so, das viele bio betriebe ihre sachen nicht mehr los werden weil sie nicht konkorenzfähig sind im vergleich zu bio produkten aus ost und süd europa.
        ich rede hier nicht von betrieben, die das erst ein zwei jahre machen, sondern von betrieben die 30 jahre und länger dabei sind, also betrieben der ersten stunde des bio anbaus.

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        • rebecca sagt

          Dann müsst ihr euer Marketing überdenken und anpassen. Vielleicht ist mein Eindruck falsch, aber wenn ich die Rahmenbedingungen hier und anderswo sehe, dann bin ich mir ziemlich sicher das deutsche Produzenten längerfristig kaum Chancen haben sich zu behaupten wenn sie billige Preise als tragende Stütze nutzen.
          Gerade Osteuropa und Russland haben noch massenhaft Potential. Der Technologievorsprung schrumpft und speziell Russland hat mehr als genug Fläche um die Produktion massiv zu erweitern.

          Wenn sich alles nur um den Preis dreht, werden diese Produzenten vermutlich den längeren Atem haben.

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          • Sandra Harms sagt

            Rebecca
            das ist richtig, aber wir können uns nicht alle auf den wochenmarkt stellen wie andreas fendt, wir können auch nicht alle einen hofladen oder einen internethandel aufmachen, das sind dinge die zwar möglich sind, aber leider auch zum großen teil utopisch…..

            wenn es im europäischen raum funktionieren soll, das einer nicht dem anderen die butter vom brot nimmt, dann müssen, gesetze,regeln,steuern und vor allem die löhne überall gleich sein, so wie das jetzt läuft, sind wir deutschen landwirte absolut im nachteil. das sagt aber keiner wenn sich wider einer findet der wieder einmal mit forderungen umsich wirft….

            wenn die politik, oder die ngo´s was anders haben wollen, dann müssen diese vll auch mal beim konsumenten ansetzen, und im gleichen atemzug, und sich auch für importbeschränkungen stark machen…. wenn wir mehr in richtung bio landwirtschaft gehen sollen,wollen oder müssen, geht das nur wenn wir für das was wir tun, vernüftig bezahlt werden,wenn die regeln so gemacht sind, das wir sie auch einhalten und finanzieren können, mit verboten,bürokratie und immer neuen auflagen, passiert genau das gegenteil von dem was man gerne hätte.

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            • rebecca sagt

              Sandra, das die Direktvermarktung keine allgemeine Lösung ist, ist mir schon klar.

              Allerdings ist auch ein angleichen von Löhnen, Steuern, Regeln und Gesetzen illusorisch. Für uns würde das bedeuten das es massive Einschnitte gibt, denn alles auf das Niveau hier anzugleichen wird auch nicht funktionieren. Also müsste das abgesenkt werden. Was keiner will, und was damit kaum mehrheitsfähig wäre.
              Importbeschränkungen wären sicher hilfreich, allerdings aktuell nicht durchsetbar.

              Beim Konsumenten setzen NGO´s bereits an. Nur vermutlich nicht im Sinn der Bauern.

              Bliebe Promotion in Eigenregie. Aber dazu müssten die Bauern auf einen Konsens kommen um ihre Kräfte zu bündeln und Wirkung zu erzielen. Es gibt einige gute Ansätze, aber die sind zu klein um wirklich breit zu wirken.
              Als die cma zerschlagen wurde haben viele getönt, brauchen wir nicht, überflüssig…etc.

              Aber wie sich jetzt zeigt war das ein Irrtum. Auch die Bauern werden wie viele andere vor ihnen lernen müssen das sie die Posten Markting und Promation in ihrer Kalkulation einbeziehen müssen.

              Und eben auch die strategische Ausrichtung überdenken. Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Immer größer, weiter, chemischer, billiger wird irgendwann an Grenzen stoßen.

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            • Importbeschränkungen in dem Land der Welt, dass am meisten vom Außenhandel lebt und in die Konsumenten einerseits permanent scharf auf’s neueste Handy schielen während sie andererseits kaum Vermögen besitzen?

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        • Bauer Willi sagt

          Sandra, ist mir klar. Wenn alle Bio machen, ist die Konkurrenz da genau so wie bei den Konvis.
          Bauer Willi

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          • bauerhans sagt

            „Als die cma zerschlagen wurde..“

            das war ne organisation mit einem teuren verwaltungs-wasserkopf,der von zwangsgeldern sehr gut gelebt hatte.

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            • rebecca sagt

              Ja klar, Und die Effizienz war auch umstritten. Es gab da viel berechtigte Kritik. Aber sie hat trotzdem einiges erreicht.
              Die Finanzierung mit Zwangsgeldern war sicher auch nicht toll, stimmt. Allerdings gibts heute eine machbare Möglichkeit das Bauern aller Art, von bio bis konventionell eine Kampagne unterstützen die den kleinsten gemeinsamen Nenner propagiert?
              Das man eine Kampagen für deutsche Lebensmittel macht und die Verbraucher für die Herkunft sensibilisiert?
              Also mir fällt da keine ein.

              Vielleicht einer der Gründe weshalb nicht großflächig für deutsche Lebensmittel geworben wird und keiner weiter fragt ob Erzeugnisse beispielsweise aus Polen oder Brandeburg, Bayern…etc kommen.

              Unterm Strich ist das doch wie bei einer Autoversicherung. Läuft alles über Jahre ist es doof zu zahlen und zu sehen wie die Vertreter und Gesellschaft vom gezahlten Geld scheinbar gut leben.
              Wird die gekündigt, ein Unfall gebaut und die Werkstatt will fürs geradebiegen einen Haufen Geld ist das Gejammer groß.

              Würde heute die Haftpflicht abgeschafft, gäbe es in ein zwei Jahren sicher eine ganze Menge Menschen die die gespart haben, aber durch Unfallfolgen in Geldnot sind.

              Würden die jammern, allen möglichen anderen die Schuld an ihrem Elend geben, aber weiter ohne Versicherung fahren, oder wenigstens anderweitig für einen Schadenfall vorzusorgen wäre das doch für ziemlich jeden ziemlich dämlich. Oder?

              Ok. Vergleiche hinken immer bischen. Aber im großen und ganzen…

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