43 Kommentare

  1. Werner sagt

    Das eigentlich Erschreckende an dieser Liste sind nicht die hohen Preise für Tierfutter, sondern die 3,58/kg für Faschiertes.

    Unter welchen Bedingungen haben diese Tiere gelebt und wie viel Stress haben sie am Ende durchmachen müssen? Und was wurde getan, um das Gewicht des Fleisches nochmal hoch zu pushen, bevor es dann mit billigen Resten im Fleischwolf gelandet ist?

    Ich esse gerne Fleisch, aber vor so etwas graust mir und niemals würde ich derartiges meinen Kinder vorsetzen.

    • Mr Tom sagt

      Und auch hier wieder:
      Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, eine uralte Gesetzmäßigkeit, die man offenbar sowohl in Teilen der Verbraucherschaft, als auch in Teilen der Landwirtschaft nicht begreifen mag.
      Die einen beklagen, dass die Preise mies sind und wollen offensichtlich nicht einsehen, dass ein Überangebot besteht, die anderen verbinden Ramschpreise mit Tierquälerei.
      Wer im Beruf gemobbt und überfordert wird, bringt sicher keine Leistung.
      Wer in der Schule gemobbt und überfordert wird, bringt wohl auch keine Leistung.
      Wie soll ein Tier, welches qualvoll gehalten wird hohe Leistungen bringen?

      Es mag sein, dass die heutige Landwirtschaft für diejenigen, die keinen direkten Bezug dazu haben befremdlich wirkt. Aber die heutigen Produktionsstandards wurden nicht entwickelt, um die Menschheit zu vergiften oder Tiere zu quälen, sondern um eine gesicherte Nahrungsmittelversorgung zu gewährleisten.
      Des weiteren wurden heutige Produktionsmethoden an staatlichen Einrichtungen maßgeblich mitentwickelt.

  2. Sibylle sagt

    Es kostet zwar Zeit einen lesbaren Kommentar zu verfassen, aber ich möchte es doch tun.
    Nicht jedes Tier ist bereit, sich auf einen Menschen einzulassen. Aber wenn Mensch und Tier sich verstehen, dann liegt es an der Körpersprache, die sie miteinander gemeinsam haben. Sogar mit Kuh und Schwein kann man auf diese Weise reden.
    Warum man die Hinnahme von Kinderlärm als Indiz für Kinderfreundlichkeit auffasst, ist mir ein Rätsel. Der Lärm entsteht durch Enge, durch zu viele Kinder auf einem “Haufen”. Lärm hat nichts mit Lebenslust zu tun. Kinder brauchen eine Bezugsperson, die sie mit Fragen löchern können, die mit ihnen spielt, die Grenzen setzt und Liebe gibt.
    Das ist bei 30 bis 40 Kindern und einer Aufsichtsperson natürlich bestens geregelt.
    Wer für artgerechte Haltung ist, sollte Kinder nicht ausklammern. Aber artgerechte Haltung ist ganz schnell eine “Ideologie”, wenn man die Kosten bedenkt. Bei Kindern ist das nicht anders.

  3. Sandra Schobel sagt

    ich weiss, dass Tiernahrung oft teurer ist, aber werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Wie groß ist die Packung Gimpet Multivitamin und wie ist die empfohlene Dosierung? Welche Verpackungsgrößen haben die anderen Produkte? Die Farm grainless Knabberstangen kosten als 2er-Pack ja auch “nur” 2,49€ im Internet, was immer noch ziemlich viel ist für gepresste Gänseblümchen…

    Willi, du vergleichst aber auch hochpreisige Tiernahrung mit Billig-Lebensmittel, so kostet das bei Stiftung Warentest als Testsieger hervorgegangene Katzenfutter vom Kaufland nur 21 cent/Tag.

    • Sandra Schobel sagt

      Kilopreise… hab ich wieder mal nicht gesehen.
      Trotzdem finde ich den Vergleich nicht ganz gelungen. Gutes Hundefutter gibt es auch schon ab 1€/kg und für einen teuren Markenapfelsaft kann ich auch mehr als 4€/l ausgeben..

    • Alex sagt

      Also ich bezahle für mein Hundefutter 3,33/kg (was schon preislich Mittelfeld ist, bei Aldi kostet es 1 /kg).. Das ist mMn ein ordentliches Futter (darüber kann man sich ja vortrefflich streiten und gehört hier nicht näher erläutert). 22,5 kg Hund werden mit einem Kilo ne Woche ernährt. Großer kräftiger Mann á 90 kg (22,5 x 4, der Einfachheit halber) hätte also ein Äquivalent von 13,32 € pro Woche für Lebensmittel, wenn man denn so rechnen wollen würde. Aber ich denke die Aussage war, dass einem einfach schlecht wird, wenn man Kilopreise vergleicht und was die Leute bereit sind, in ihr Tier zu stecken – egal ob es gut für das Tier ist oder sinnvoll. Muss nur gut gemeint sein. Ich hab neulich “Zeckenbiss-Nachsorge” gesehen, 200 ml = 10 Euro. das war nur NaCl-Lösung! Gesehen hatte ich auch “Hundeeis” aber nicht auf den kg-Preis geguckt, bin nur entsetzt vorbei.

      • Alexis Zsipras sagt

        @Alex, es gibt alles, davon leben ganze Völkerstämme, abgesehen von den Veterinären. Wenn man emotional an so einem Tier hängt gibt man alles. In BB hat ein Mann einen Veterinär erschossen, weil sie ihm seine Kühe wegnehmen wollten.
        Wenn man es verbissen sieht, dann ist die Gesellschaft krank….

        • Alexis Zsipras sagt

          Eigentlich spielen die kg -Preise bei Fleisch garnicht so eine große Rolle, die Familien sind klein. Niemand kauft in Mengen ein, wie früher. Die Convienence- Verpackungen werden z.B. auf den Endpreis getrimmt, Endsumme mit “schmerzfreiem” Preis sagen wir 3,99 € und die Stücken müssen stimmen ( 4 oder 3). kg Preis sehr klein schreiben. Die sehen genau was gut abverkauft wird, dann liegen nur die Preise und Abpackungen im Regal, was anderes gibt es nicht mehr. So kann man den Kunden dressieren.
          Oder es wird mehr Holz verkauft als Fleisch, schön rumwickeln und das Fett einwickeln. Facien nach unten legen und was weiß ist, alles nach unten. Es gibt so viele Möglichkeiten…
          VG

  4. Gernot sagt

    Lieber Bauer Willi,

    wiedereinmal bringst Du ein Beispiel für einen Deiner Meinung nach ungerechten Preis.
    Mensch, warum produzierst Du kein Hundefutte und vermarktest es?
    Wer hindert denn die Bauern das zu produzieren womit am Markt bessere Preise erzielt werden können?

    LG
    Gernot

    • Bauer Willi sagt

      Lieber Gernot
      Das war nicht der Ansatz. Gestern war Erntedank und daher kommt der Bezug. Habe neulich mit einer jungen Frau gesprochen, die für Hundenahrung mehr ausgibt als für ihre eigene Ernährung. Und das macht mich nachdenklich 🙁
      Bauer Willi

      • Gernot sagt

        Hallo,

        OK, ich verstehe und gebe Dir Recht.
        Das Problem, dass dahinter steckt ist aber eines was auch Dir, wie ich in Deinen Beiträgen oft gelesen habe, sehr bekannt ist.
        Marketing.
        Die Industrie schafft es durch gezielte Werbung dem Verbraucher klar zu machen, dass Sein Hund unbedingt Caesar braucht um gesund, fit und glücklich zu sein.
        Somit schafft sie es ein vermeindliches Alleinstellungsmerkmal zu schaffen und damit einen höheren Preis zu rechtfertigen.
        Hinsichtlich der deutschen Bauern erlebe ich ein solches Marketing nicht.
        Es gibt Momentan im Bayerischen Rundfunk eine Serie von schlechtgemachten Spots der Molkerei Berchtesgardender Land, die auf die Vorzüge der dortigen Milch hinweist.

        In Zeiten er CMA sah man öfter Anzeigen die auf deutsche Produkte hinwies, dies ist ja nun Geschichte.

        In der DDR wurde die Nachfrage staatlich durch gezieltes Marketing auf die vorhandenen Güter gelenkt. (Nimm ein Ei mehr, )

        Warum gibt es keine markenneutrale Werbung, die uns über die Vielfalt der in DE angebauten Kartoffel aufklärt, oder die Vorzüge von Rindfleisch aus DE preist?

        Es sollte doch einem Berufsstand wie den deutschen Bauern, die offensichtlich genug Geld und Einfluss haben Lobbyarbeit zu betreiben auch möglich sein Werbung beim Endverbraucher für ihre Produkte zu plazieren.

        Ansonsten wird dieses Feld den Discountern überlassen und so wissen wir (der Verbraucher), dass EDEKA Lebensmittel liebt und wir gutes Brot am Preis erkennen.

        Glaube nicht, dass dies im Sinne der Bauern sein kann.
        LG
        Gernot

        • Iris Rohmann sagt

          Lieber Gernot,

          wen meinen Sie mit “Berufsstand wie den deutschen Bauern, die offensichtlich genug Geld und Einfluss haben Lobbyarbeit zu betreiben auch möglich sein Werbung beim Endverbraucher für ihre Produkte zu plazieren.”

          Die Bauernverbände? Die Milchwirtschaft? Die Fleischwirtschaft? Das interessiert mich. Allgemein habe ich den Eindruck, dass z.B. viele Bauernverbände oder ihre Vertreter, ebenso wie Agrarpolitiker nur wenig Interesse am Binnenmarkt haben, weil er nicht mehr wächst oder sogar zurückgeht. Die Aufmerksamkeit geht in den Export, denn hier gibt es ja gigantische Zuwächse – vielleicht nicht für Landwirte, aber sicherhlich für Molkereien und Discounter.

          Gottseidank gibt es mittlerweile viele regionale und überregionale Initiativen, die die Dinge selbst in die Hand nehmen. Und was das Beispiel Berchtesgadener Land angeht – die Werbespots kenne ich nicht (Link wäre schön), doch die Webseite und der Unternehmensfilm ist alles andere als schlechtgemacht ;))

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Hallo Gernot,
          da sprichst Du das Kernproblem der Landwirtschaft schlechthin an: Fehlende Erzeugermarken und stattdessen starke Handelsmarken, die den oder die Erzeuger nur als anonyme, unter Preisdruck austauschbare Lieferanten akzeptieren.
          So schlecht die Werbespots der Berchtesgadener Bergbauern auch sein mögen, sie tun wenigstens etwas und sind dabei doch so erfolgreich, dass sie derzeit 10 Cent mehr Milchgeld an die Erzeuger zahlen können als die anderen. Eben weil es ihnen gelungen ist eine Erzeugermarke mit Alleinstellungsmerkmal “Bergbauern” zu setzen.
          Das krasse Gegenteil war Allgäuland, die im Größenfusionswahn in den Massenmarkt gegangen sind und schließlich pleite gingen. Arla kaufte die übrig gebliebenen “Bergbauernmarken” und vertreibt nun “Bavarian Mountain Cheese” mit Alleinstellungsmerkmal weltweit.
          Vollgas produzieren und das Marketing anderen überlassen, das ist das große Dilemma der Landwirtschaft.
          Es ist traurig, aber wahrscheinlich werden noch sehr viele pleite gehen müssen, bis sich da eine Besserung einstellt.
          Alois

  5. bauerhans sagt

    ….den deutschen wird ja nachgesagt,dass sie tierfreundlicher als kinderfreundlicher sein sollen….

    • Iris Rohmann sagt

      Mojn Mojn, würde hier gern aus meinem Buch mit Sr. Jordana Schmidt zitieren wenn ich darf. Sie leitete das Bethanien-Kinderdorf in Waldniehl und ist heute selbst Kinderdorfmutter. Sie sagt: “Deutschland empfinde ich nicht als kinderfreundlich, obwohl es sehr viele entsprechende Lippenbekenntnisse gibt. Unsere geschäftige Gesellschaft hat meist überhaupt keinen Raum für sie vorgesehen. Ganz schlimm wird von vielen empfunden, wenn Kinder Lärm machen. Deutsche Gerichte sind in den letzten Jahren derart oft mit Klagen wegen „unzumutbarer Beeinträchtigung“ durch Kinderlärm aktiv geworden, dass der Gesetzgeber beschlossen hat, derartige Klagen unmöglich zu machen. Bis dahin wurde Kinderlärm gesetzlich behandelt wie Lärm von Industrieanlagen! Ist das zu fassen? Na, es spricht Bände.”

  6. Peer sagt

    Wir sollten Hunde und andere Haustiere lieber essen, wie anderswo auf dieser Welt.
    Diese völlig freidrehende, gefühlsduselige Betüddelung von Viechern ist nur eine weitere Facette der naturfernen Irrationalität der entsprechenden Mitglieder unserer Gesellschaft.
    Natürlich nutzen einige skrupellose Geschäftemacher das aus, wie jede andere Deformierung des Menschlichen auch: Mit jeder Sünde werden heutzutage Geschäfte gemacht.
    Menschen krepieren durch Hunger, Einsamkeit und Kriege, aber Tiere werden völlig naturwidrig vergötzt und zerhätschelt.
    Das ist nicht nur gegen die Natur von Hunden, die ins Rudel gehören, sondern auch gegen die Natur des Menschen, der seine Liebe auf seinesgleichen richten soll, damit die Welt sich bessert, und nicht auf Tiere oder Sachen oder Ideologien oder Dogmen.

    • Gernot sagt

      Hauptsache was dazu gesagt, oder wie?
      Ich möchte hier gerne ein Zitat von Dieter Nuhr bringen:
      “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fre**e halten.”
      Menschen leben mit Hunden und Katzen seit mehr als 1000 Jahren in Symbiose.
      Blos weil es Ihnen nicht passt, oder Sie nicht in der Lage sind Empathie für Tiere zu empfinden ist es also falsch?

      • Peer sagt

        Frustrierter Veganer?
        Defizite mit der Liebe zum Mitmensch?
        Oder einfach mal mit ‘nem arroganten kalten Spruch auf jemanden draufhauen wollen?

        Schöne Illustration zur Untermauerung meiner Ausführungen, danke!

        • Gernot sagt

          Nein, weder Veganer noch Vegetarier!
          Sondern (fast) Allesfresser, der sich auch nicht scheut, aber jedesmal neu überwinden muß, Tiere, die er verzehren will auch selbst zu töten. (Angler)

          Empathie für die Menschheit ist auch im genügenden Maße vorhanden.

          Dennoch Mensch mit Ethik, der nie auf den Gedanken kommen würde ein Mitglied der erweiterten Familie ( also des Rudels und des Schwarms) zu Essen.

          In anderen Kulturkreisen mag es üblich sein Hunde zu verzehren, in unserem war es (mit Ausnahme von einigen Landstrichen und in extremen Notzeiten) nicht der Fall und seit der Novelle der Schlachtviehverordnung in 1987 auch nicht vom Gesetzgeber vorgesehen.

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