Bauer Willi, Bücher
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Spätsommer-Lektüre

Heike hatte mir ihr Buch schon im Frühjahr („vor Corona“) geschenkt. Gelesen habe ich es im Urlaub, an zwei Nachmittagen, also fast an „einem Stück“. Um was geht es?

Eine Bäuerin, Anfang fünfzig, bewirtschaftet den Betrieb mit Milchvieh nach dem Tod ihres Mannes in Mecklenburg weiter. Bei einem Spätsommergewitter sucht eine Gruppe Musiker Schutz auf dem Bauernhof. Darunter Piet, Bauernsohn aus Norddeutschland, jetzt Trompeter.

Es stossen aufeinander: Ostdeutsch und westdeutsch sozialisiert, Atheistin und Gelegenheits-Christ, beide ohne Illusionen. In die Liebesgeschichte der Beiden eingewoben die Gedanken der Milchbäuerin über Milchpreise, Kälbergeburten, Futterwerbung, Arbeitszwänge und über die Zukunft ihres Betriebes. Und genau das hat mir so gut gefallen, weil es sehr authentisch und ohne jedes Pathos beschrieben wird.

Ich verstehe jetzt die ostdeutsche Seele etwas besser. Außerdem öffnet sich die Tür zu einem modernen Milchvieh-Betrieb. Lesenswert für alle.

Geschrieben hat das Buch Heike Müller, Jahrgang 1965, die an der Uni Rostock Tierproduktion studiert hat. Sie ist im Ehrenamt auch für den Bauernverband und die Landfrauen unterwegs. Und bei Facebook, und bei Instagram… und… Ich kann nicht alle Aktivitäten aufzählen. Fazit:  Eine Power-Frau.

 

 

 

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7 Kommentare

  1. Bauer Rolf auf MV sagt

    Heike ist eine sehr bodenständige erfahrene Bäuerin und Bauernverband-Aktivistin. Kenne sie durch zusammenarbeit im BV und auf entsprechenden Seminaren. Bestimmt sehr lesenswert

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  2. Der Brandenburgbauer sagt

    Willi, deine Einschätzung über das Buch hat mir gefallen und Neugier geweckt.
    Muß ich mir bestellen.

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    • Ja mach das , Bbb. Aber du musst dich darauf einstellen, dass das Buch auch eine 2. Liebesgeschichte erzählt. Nämlich über die Liebe zu Meckpomm!

      Es gibt nicht „die ostdeutsche“ Seele, Willi. Auch in der Landwirtschaft nicht. Aber wenn es darum geht, „Unsinn“ zu machen, sind wir uns alle einig!

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