Bauer Willi, Video
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Der Raps, die Bienen und andere Insekten (Video)

Es ist der 26. April 2021 und unser Raps beginnt zu blühen. Deshalb hat Gunther, der Imker aus unserem Dorf, wieder seine Bienenvölker bei uns in den Raps gestellt. Das macht er seit über 10 Jahren im Frühjahr so. Das restliche Jahr über stehen seine Völker bei uns auf der Weide. Seine Nachbarn haben Angst, die Bienen könnten ihre Kinder stechen und da unser Hof etwas abseits liegt, besteht keine “Gefahr” für die Anwohner.

Wenn der Raps blüht, kommen neben den Bienen leider auch andere Insekten. Zum Beispiel Kohlschotenrüssler oder Kohlschotenmücke. Diese Käfer sind bei Rapsanbauern nicht sonderlich beliebt, weil sie den Ertrag verringern. Eine Bekämpfung ist nur mit Insektiziden möglich. Wir verwenden nur bienenungefährliche Mittel und spritzen zur Sicherheit nur abends, wenn keine Bienen mehr fliegen. Unserem Imker Gunther sagen wir vorher auch Bescheid. In all den Jahren, in denen wir zusammenarbeiten (er bekommt Honig, ich bekomme Bestäubung) haben wir nie Probleme miteinander gehabt. Das ist möglich, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und miteinander redet.

Übrigens: wisst ihr, wie der Freund der Biene Maja heißt? 🙂

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13 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Wir bauen schon ewige Zeiten Raps an.
    Früher sogar ohne Imker, nur mit natürlichen Bestäubern, das würde heute auch noch funktionieren, da es genug natürliche Bestäuber hat, bei uns.
    Seit einigen Jahren arbeiten wir mit einem Imker zusammen, der seine Nutzbienen sehr gut pflegt, seine Völker haben durch die klassische LW noch nie Schaden erlitten, wohl aber durch eifersüchtig “Kollegen”, sprich Imker.
    Der Grund, Rapsflächen verschwinden und der Run auf die verbliebenen Flächen ist enorm.
    Wir können uns vor Imkeranfragen kaum retten und erteilen jedem, da wir einen zuverlässigen Imker an der Hand haben, eine Absage.

    Kann es sein, dass es die natürlichen Bestäuber schwer haben, gerade weil es immer mehr (Hobby)Imker gibt, die Blühpflanzen für ihre Nutzbienen beanspruchen?

    • Brötchen sagt

      DRachen das wurde schon oft angesprochen, das die Biene aus der #Massentierhaltung den Wildbienen das Futter wegfrisst…

      Die Wildbienen sind aber meist absolute Futterspezialisten und an bestimmte Pflanzen gebunden…..so kenn ich die Zusammenhänge. Also kann das nur ein Teil des Problems sein.

      Die Hobbyimker haben meist nur ein paar Völker, jedenfalls die ganz neuen.

      Ich weiß von BB das es hier mächtig Konkurrenz/Streit gibt, durch zuwandernde andere Imker, die die Robinienblüte nutzen wollen.

      Und wenn dann einer gleich 30 oder 50 Völker aufstellt ist das schon was.

      Für die großen ist das schon ein einträgliches Geschäft, wenn es gut läuft.

  2. Reinhard Seevers sagt

    Bienen, Bienen, Bienen, Bienen, Bienen……
    man kann es nicht mehr lesen, hören, sehen. Neben Brotbacken und Joggen ist das Bienenstreicheln die Hauptaufgabe Covidgeschädigter Bürger eines Volkes, dass in kollektiver Demenz zu sein scheint.
    Jetzt kommen doch vermehrt Meldungen, dass die Wildbienen viel wichtiger und besser, aber viel seltener seien, als die Nutzbiene. Vorsicht Bauern, hier droht eine erneute Bienengefahr, durch zu wenig Wildbienen aufgrund chemischer Pflanzenschutzmittel.
    Wenn Raps als Blütenpracht entfällt, so what, die wenigen Wildbienen sind immer noch und zunehmend durch Gift in Lebensgefahr und die sind viel “natürlicher” und viel wichtiger für die Natur, als die Industriebiene.
    Außerdem kann die Honigbiene viel besser in Giftfreier Stadtluft die vielfältige Blütenpracht anfliegen. Urban bee-ing!
    Man hat jetzt auch herausgefunden, dass Stadthummeln größer und robuster sind, als Landhummeln….wegen der Chemie natürlich!

    • Brötchen sagt

      OT Heute in der Zeitung, kältester April seit 30 Jahren in BB…..Begründung veränderter Jetstream wegen ….tätärätä………….Jehova

    • sonnenblume sagt

      In topagrar kann man die Lösung für das Problem Artenvielfalt finden. Prof. Teja Tscharntke sieht ein kleinräumiges Landnutzungsmosaik, deutlich unter 6 ha mit entsprechender Bewirtschaftung, als Schüssel zur Wiederherstellung der Biodiversität in großen Maßstab. Damit sind dann auch die Wildbienen gerettet.

      • Reinhard Seevers sagt

        “Die Bundestagsfraktion der Grünen hat sich von der Wissenschaft in einer Studie bestätigen lassen, dass klein strukturierte Felder kleiner 6 ha besser für die Artenvielfalt sind.”

        Alles klar….warum nicht gleich 600m²?
        Wird sich bestimmt ein “Wissenschaftler” finden lassen, der das bestätigt.
        Derweil pflügt der Rest der Welt 1000ha -Schläge und versorgt unsere Bevölkerung mit preiswerten Nahrungsmitteln! Glückwunsch, Dekadenzziel erreicht!

  3. Brötchen sagt

    Müssen sie eben ihr Bienenfutter selbst anbauen.
    Letztens kam ein Nachbar zu mir ist imker, ihm sind alle Völker über Winter eingegangen….12.
    Hat sich gefreut das ich Obstbäume gepflanzt habe…..könnte er ja auch selbst machen….

  4. Obstbäuerin sagt

    Ein größerer Agrarbetrieb in unserer Gegend hat den Rapsanbau (ich glaube sie hatten 10.000 ha) vollständig eingestellt und jetzt beklagen die Imker den Verlust. Vor Jahren hat mein Mann auf einer Imkerversammlung davor gewarnt, wenn der Imkerverband die notwendigen Pflanzenschutzmittel verbieten will (was ja dann auch so kam), dass dann auch der Anbau von Raps rückläufig sein wird (was jetzt eingetreten ist). So gut man sich auch mit Imkern vor Ort versteht, fügt uns doch ihre Verbandspolitik im hohen Maße Schaden zu. Bleibt auch abzuwarten, wie die Klage des Brandenburger Imkers ausgeht, dessen Honig durch Pflanzenschutzmittel unbrauchbar geworden sein soll.

    • Knuffel sagt

      10 Tausend Hektar, ich glaube da ist eine Null zu viel. Ansonsten müssen sich die betriebe den wirtschaftlichen gegebenheiten anpassen.

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