Bauer Willi
Kommentare 44

Quo vadis?

Wenn man in den letzten Tagen mit Berufskollegen gesprochen hat, so gab es meist ein  Hauptthema: Was tun mit dem Düngervorkauf für 2027?

Die Frage mag dem Nicht-Landwirt banal erscheinen, ist es aber nicht. Seit vielen Wochen ist die Lieferung von nennenswerten Mengen von Dünger durch die Blockade der Strasse von Hormuz unterbunden. Produktionsstätten sollen durch den Krieg zerstört worden sein, aber „nichts genaues weiß man nicht“. Eins dürfte klar sein: selbst wenn morgen der Transport wieder unbegrenzt möglich sein würde, so ist es höchst unwahrscheinlich, dass die erforderlichen Mengen rechtzeitig auf den weltweiten Märkten ankommt. Die Düngesaison ist auf der Nordhalbkugel für 2026 fast durch, auf der Südhalbkugel ist derzeit Winter und in wenigen Wochen beginnt das Frühjahr und damit auch die Düngesaison.

Was werden unsere Berufskollegen in Brasilien machen? Werden sie den teuren Dünger kaufen, werden sie den Einsatz reduzieren oder werden sie sogar Flächen nicht bestellen? Schließlich ist auch der Diesel teuer und es könnte lohnend sein, nichts anzubauen. Schließlich will man kein Geld ausgeben, dass man nicht wiederbekommt.

Der Düngerpreis liegt – je nach Sorte – zwischen 50 und 70% über dem Normalpreis. Für Getreide aller Art (Weizen, Gerste, Mais….) bekommt der Landwirt aber – wieder weltweit – kaum mehr als noch vor einem Jahr. Und der Preis ist niedrig und passt in keiner Weise zu den hohen Kosten für Diesel und Mineraldünger. (Dass ein Ausweichen auf organischen Dünger nur begrenzt möglich ist, hatte ich in einem früheren Artikel schon erwähnt)

  • Quo vadis

Wie können die Entwicklungen der nächsten Wochen und Monate aussehen und aufgrund welcher Nachrichten soll man was wann entscheiden?

Wenn ich jetzt Dünger kaufe, muss ich den hohen Preis bezahlen, bin aber sicher, dass die Ware auch geliefert wird. Haben ist besser als brauchen.

Wenn ich jetzt keinen Dünger kaufe, dann in der Hoffnung, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen bald beendet werden und die Märkte zur Normalität zurückkehren. Dann bestünde die Hoffnung, dass auch die Düngerpreise wieder fallen. Es besteht aber auch die Gefahr, dass die physische Verfügbarkeit irgendwann nicht mehr besteht und es keine Ware mehr gibt, egal zu welchem Preis. Vor dieser Situation standen wir schon mal zu Corona-Zeiten, allerdings ist es damals nicht dazu gekommen.

Egal, wie man sich jetzt entscheidet, dürfte eines klar sein. Die Landwirte weltweit werden den Einsatz von Dünger jeder Art (auch organischer Dünger ist ja nicht kostenlos zu bekommen sondern folgt dem Preis für Mineraldünger) auf ein Mindestmaß reduzieren. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit von Ertragseinbußen. Schon jetzt fehlen nennenswerte Mengen an Getreide auf dem Weltmarkt, worüber allerdings kaum jemand berichtet. Weil Öl teuer ist und somit Pflanzenöle im Preis gestiegen sind (anders als bei Getreide) bauen die Landwirte mehr Ölpflanzen an. Das verschärft die Situation auf dem Getreidemarkt nochmals. Weniger Dünger bedeutet aber beim Weizen, dass es deutlich weniger oder gar keinen Backweizen mehr gibt, den Protein ist in letzter Konsequenz Stickstoff. Wenig Stickstoff, wenig Protein.

Ich wollte euch mal bei den Gedanken eines Landwirten mitnehmen. Diese Gedanken macht sich auch Daniel in Brasilien und Jim in Kansas. Und der indische Kleinbauer in besonderem Maße, denn hier ist oft die Liquidität ein Problem.

Was wäre euer Tipp? Was würdet ihr in meiner Situation tun? Und denkt daran: eure Empfehlung könnte weltweite Auswirkungen haben….

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44 Kommentare

  1. Ludwig sagt

    Jetzt muß genau beobachtet werden , wie die Friedenverhandlungen schnell oder schleppend verlaufen und ein Auge auf die Rohölpreise geworfen werden . Von vor drei Tagen 100 Euro sind die Preise auf rd. 85 Dollar /Barrel gefallen , was erst einmal den Kauf von Dünger in die Beobachtungsstellung bringen wird. Aber der Produktionsausfall ist in jedem Fall vorhanden und wird Versorgungsengpässe nach sich ziehen. Ansonsten bleibt mein Kommentar von letzter Woche bestehen.

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    • Kemetbauer sagt

      Diese angeblichen Versorgungsengpässe sind auch ein Umstand, den die Landwirtschaft ja nahezu herbeibetet. Was soll das bitte schön bringen? Im Lebensmittelbereich wird es in D. keine Engpässe geben. Die absehbaren Ernten in diesem Jahr werden alle Läger füllen. Die Erzeugerpreise haben eine ganz klare Tendenz; nämlich nach unten.
      Auch international werden, entgegen früheren Prognosen, gute bis sehr gute Ernten erwartet. Wo soll da bitte ein Grund für „Engpässe“ sein?

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Diese angeblichen Versorgungsengpässe sind auch ein Umstand, den die Landwirtschaft ja nahezu herbeibetet. “

        Vielleicht ist es ja auch wie bei Wetter.com. Heute für unsere Region „Wetterwarnung“ Windboen bis 55km/h. 😄

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  2. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Meine Empfehlung ist den Politikern beizubringen das wir (als Landwirte) nicht verpflichtet sind für einen schmalen Taler die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Also nicht kaufen und eine extensive Phase einlegen mit evtl. verstärktem Anbau von Leguminosen als Haupt- und auch Zwischenfrucht. Der Dünger kann dann erstmal bei den Arabern bleiben.

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  3. Elisabeth Ertl sagt

    Dünger kaufen. Die EU wird das mit 500 Millionen Euro subventionieren.

    „Doch nun überlegten manche Landwirte angesichts der Preise, ob sie anpflanzen oder sich stattdessen an einem Umweltprogramm beteiligen, bei dem sie unter Umständen ohne Dünger mehr Geld bekämen. ,Und das ist natürlich eine Riesengefahr für unsere Lebensmittelversorgung, sagte Hansen der dpa.`“

    https://orf.at/stories/3432879

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    • Limes sagt

      eine Lösung für die anstehenden Kaufentscheidungen ist dieser geplante EU Aktionsplan mit den 500 Mio nicht denn es heisst:
      „Er wirkt mehr mittelfristig. Nach dem Aktionsplan soll das Anwenden von Düngemitteln effizienter über neue Ökoregelungen werden, die Beratung zum Nährstoffmanagement verbessert und das Nutzen von Gärresten erleichtert werden. Mit ihrem Düngemittelaktionsplan will die EU-Kommission von Düngerimporten unabhängiger werden.“
      Ich lese neue Regelungen, mehr Beratung/ Berater und damit unterm dem Strich mehr Bürokratie denn umgehende Unterstützung für die anstehende Kaufentscheidung. zumindest in D und AUT. Soforthilfe sieht anders aus.
      Wie es andere für ihre Landwirte umsetzen muß abgewartet werden.

      https://www.agrarheute.com/management/wegen-hoher-duengerpreise-eu-stellt-500-mio-eur-soforthilfen-fuer-landwirte-bereit-641132

      • Elisabeth Ertl sagt

        Nun, das muss man in einem weiteren Zusammenhang sehen.
        Das Konzept der Biolandwirtschaft ist in die Jahre gekommen und hat mit der ursprünglichen Form der 1970er und 1980er Jahre oft nicht mehr viel zu tun. Vor allem war eine viehlose Biolandwirtschaft damals aus gutem Grund gar nicht erlaubt. Heute produzieren ja diese reinen Ackerbaubetriebe unfruchtbare Böden. Außerdem war damals Unkraut- , teilweise sogar Schädlingsbekämpfung auch auf großen Äckern Handarbeit. Seit der LEH in den 1990er Jahren das Geschäftsmodell entdeckt und die damals gängigen Preise für Bioprodukte unterboten hat, wird der Boden mehrmals maschinell bearbeitet und Humus abgebaut. Ursprünglich erzielte man noch deutlich mehr als den halben Ertrag verglichen mit der konventionellen Methode!
        Österreich hat deshalb so viele Biobetriebe, weil die meisten in den Alpen und im nördlichen Hochland liegen, wo das Konzept noch immer Sinn macht.
        Daneben entsteht in Österreich jetzt aber ein neues Konzept: die standortgerechte Landwirtschaft. Viehzüchter sollen den Tierbestand an die Möglichkeit der Futterproduktion auf den eigenen Flächen anpassen und möglichst wenig Futter zukaufen. (Das ist derzeit ja nicht einmal Biobetrieben vorgeschrieben!) Umgekehrt sollen Ackerbauern eventuell wieder einen entsprechenden Viehstand aufbauen, um sich mit Stickstoffdünger zu versorgen, und den Zukauf chemisch-synthetischer Dünger verringern. Für chemisch-synthetische Pestizide sollen eigene österreichische Zulassungskriterien gelten, die deutlich strenger sind als in der EU. Etc.
        chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://raumberg-gumpenstein.at/jdownloads/Forschungsberichte/Standortgerechte%20Landwirtschaft_Endversion.pdf
        Der Vorschlag findet offenbar auch in Brüssel Gehör.

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Umgekehrt sollen Ackerbauern eventuell wieder einen entsprechenden Viehstand aufbauen, um sich mit Stickstoffdünger zu versorgen, und den Zukauf chemisch-synthetischer Dünger verringern. Für chemisch-synthetische Pestizide sollen eigene österreichische Zulassungskriterien gelten, die deutlich strenger sind als in der EU.“

          ÖDR, oder wie heißt eure Republik demnächst? 🤔🐰🦄

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    • Limes sagt

      diese Ideen lösen ja nicht die kurzfristigen potentiellen Auswirkungen auf dem Düngermarkt.
      Was sie schreiben klingt eher nach noch mehr Geld (mindestens den lokalen Teil der 500 Mio) für Wünsch Dir Was Träume. Kann nicht glauben das dafür noch zusätzliche EU Gelder fliessen sollen.
      Glauben sie wirklich daran das Ackerbaubetriebe wieder mit Viehhaltung beginnen bzw Viehzüchter Futter ausschliesslich im eigenen Betrieb produzieren. Welcher Ackerbauer ganz zu Schweigen von Gemüsebau-, Weinbau- oder Obstbau Betrieben wird noch so naiv sein und in einen neuen Stall investieren, schon die spezialisierten Viehhaltungsbetriebe zögern oder geben auf.
      Spätestens bei einer Missernte aufgrund unvorhergesehener Einflüsse bricht das Kartenhaus zusammen. Der Rest der Welt bzw auch der EU wird diese Ideen mit einem erstaunten Lächeln verfolgen.
      Wer sein Glück in diesen Strategien sieht kann es ja gerne umsetzen aber bitte ohne Extra EU bzw nationalle Gelder.

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  4. Nicolai Asmussen sagt

    Moin.
    Der Ölpreis wird heruntergehen.
    Donald Trump, oft genug.
    Außerdem hat unser allseits geliebter Kanzler Merz dem Iran schon zweimal gedroht. Das wirkt bestimmt.

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  5. Ludwig sagt

    Ich meine das Kaufen angesagt ist , denn die marktwirtschaftlichen und politschen Gründe sprechen dafür versorgt zu sein. In den nächsten Wochen werden die zweiten 25% der staatlichen Ölreserven in den westlichen Staaten freigegeben. In ca. drei Monaten steht dann die dritte Freigabe an.Diese Freigaben haben den Ölpreis bei rd. 100 Dollar gehalten. Wenn aber nur noch 50% der Staatsreserven da sind und das Öl aus Arabien nicht fließt weil noch keine Tanker in Arabien gefüllt werden , dann setzt Panik am Markt ein und die Ölpreise gehen vor dem Winter hoch. Diese Sicht ist heute schon abzusehen , denn Transportzeiten, Reparatur der Anlagen , Freigabe der Versicherungen, Minenräumen , usw. müßen erst abgewartet werden und das dauert mind. drei Monate.Damit drohen dann Versorgungsengpässe und die werden sich mit dem weiterlaufenden Krieg weiter verschärfen. Das wird Afrika mit Hunger bezahlen und später auch überall mit Minderernten und Qualitätsproblemen bezahlt werden. Ich wundere mich auch , daß bei den hohen derzeitigen Erstellungskosten der weltweiten Ernteprodukte keine Preisexplosion einsetzt. Ich habe mal die Aussagen der Marktberichte addiert und bin zu einer diesjährigen weltweiten Minderernte ohne Afrika von rd. 70 Mill. Tonnen Getreide gekommen. Allein der Umstieg von Getreide/Mais auf Soya oder andere N-sammelnde Früchte bewirkt schon vieles. Auch wird macher Farmer bei ertragsschwachen Flächen sich eine Einsaat schenken. Wir haben also eine riesige Blackbox der Unwissenheit , aber mit dem Wissen , daß Diesel ,Gas und Dünger teuer oder auch knapp werden .Da ist Vorsorge angesagt , denn am Markt wird nicht geklingelt, sondern muß vorher gehandelt werden. Vielen Bauern fehlt aber die Liquidität jetzt Vorkaufen zu können und das wird zusätzlich alles verschärfen. Da nützen auch die Finanzierungshilfen der EU nichts wenn keine Verfügbarkeit oder auch keine Hoflagerung zur Verfügung stehen. Positiv sollte aber gesehen werden , daß ab September mit dem Wissen der Ernten positive Impulse sich einstellen werden und das auch Weihnachten sich im Rübenzucker in der EU die Lage sich besser entwickeln wird. In jedem Fall wird sich Lagerhaltung auf ganzer Linie bezahlt machen , denn tiefer kann es nicht gehen und knappe Mengen bewegen die Börse.

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  6. Smarti sagt

    „Und der indische Kleinbauer in besonderem Maße, denn hier ist oft die Liquidität ein Problem“. Freu, heute fühle ich mich mal den ganzen Tag als indischer Kleinbauer, ein bisschen Urlaub in Indien ist auch mal schön – und das ganz ohne Flugscham.
    Den Galgenhumor mal beiseite geschoben: In Indien (soweit ich weiss, hatte eine Freundin aus Indien) sind die Preise für Lebensmittel fest geschrieben, damit es keine Aufstände gibt. Der Landwirt muss produzieren, sonst wird ihm vom Staat das Land weg genommen und an den nächsten Landwirt verpachtet. Es wird auch vorgegeben, welche Kulter, also welches Gemüse, was für Obstarten oder Getreide der einzelne Landwirt anbauen muss. Sogar die Mindesterntemengen sind vorgeschrieben ! Der letzte Ausweg ist da sehr oft nur der Strick.. und dass dies nicht allzu oft passiert ( denn gutes Personal zu finden ist sogar in Indien schwierig ) gibt es ein paar Subventiönschen für Dünger und Diesel.

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    • Peter sagt

      „Und denkt daran: eure Empfehlung könnte weltweite Auswirkungen haben….“ …oh, oh …D könnte von Indien lernen.🤔

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  7. Smarti sagt

    Ich habe gehört – vielleicht ist es auch nur ein böses Gerücht – dass dieses Jahr die Zuckerfabriken in Deutschland in grosse Schwierigkeiten kommen könnten. Dies, weil die Rüben auf dem Feld aufgrund der guten Witterung sehr gut gedeihen und es eine schöne Ernte verspricht. Da nun aber Diesel und Strom für Transport und Verarbeitung der Rüben zu Zucker sehr teuer sind und gleichzeitig der Zuckerpreis auf dem Weltmarkt niedrig ist, wird jede Tonne Zucker zu einem Minusgeschäft. Die Landwirte sind abgesichert, die Zuckerrübenfabrik muss die Mengen abnehmen, ganz gleich ob es sich rentiert oder nicht ?

    Die Übermenge könnte ja von Biogaslern aufgekauft werden, aber die dürfen das oft gar nicht oder die Anlagen sind dicht.
    Die Übermenge könnte ja auch von Schweinehaltern zum Füttern aufgekauft werden, aber auch diese Betriebe gibt es nicht mehr bzw. sie haben soweit reduziert, dass ihnen die eigene Ackerfläche reicht. Wenn das Futter teurer ist als das Schweinefleisch..
    Dann wäre da noch der Direktverkauf an Endkunden (Ironie!), denn die Zuckerrüben sind ballaststoffreich, man kann leckere Sachen damit kochen und sie sind bei richtiger Lagerung lange haltbar. Auch die Pferde und Rinder stehen voll drauf.

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    • Kemetbauer sagt

      @S
      In welcher Form sollte denn die Zuckerrübensubstanz durch die Fütterungsanlagen der Schweinehaltungsanlagen gelangen können?
      Wie heißt es doch gleich: Nur eine schlechte Ernte ist eine gute Ernte.
      Hier in der Region bricht in diesem Jahr ein Abnehmer für pflanzliche ldw. Produkte weg. Der Einfluss auf die Getreidepreise ist entsprechend. Fu-Weizen 150€/t. WGerste 140€/t. Tritic. 140€/t. E-Weizen 185€/t. A-Weizen 170€/t. B-Weizen 160€/t. Angeliefert!

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      • Christian Bothe sagt

        KM: Zu ersterem: Als Trocken-, Melasse- oder Zuckerschnitzel vielleicht, wenn technisch machbar?
        In meinem VEG haben wir ja diese im feuchtkrümligen Futter mobil verfüttern können!

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        • Kemetbauer sagt

          @CB
          Es ging um die Frischverfütterung weil eine Aufbereitung evtl. nicht wirtschaftlich ist. Die von Ihnen genannten Produkte sind ja Nebenprodukte einer normalen Zuckergewinnung/Rübenverarbeitung.

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        • Christian Bothe sagt

          KB: Bei der Getreide/Hackfrucht Mast war das machbar! Eben unter anderen technischen Gegebenheiten! Langsame Anfütterung nach Zerkleinerung war nötig( Rübenschnitzler)! Haben wir alles gemacht, um Futterreserven zu erschließen! Alles nach dem DDR Futterbewertungssystem( heute Rostocker FBS) durchgerechnet wie jede andere Komponente auch! Basis war das für die Zuweisung von KF-Kontingent und SES aus dem staatlichen Futtermittelfonds! Da musste ich gut rechnen…

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            • Christian Bothe sagt

              JD: Auch das haben wir gefüttert( aufgeschlossen mit schwefliger Säure)…Wurde als Eiweisskaltsilage angeliefert..,

    • Limes sagt

      Zuckerrüben sind ein wertvolles Futter für Rinder. Enthalten wie ihr Pedant Futterrüben leicht verfügbare Kohlenhydrate, Mineralstoffe liefern hohe Erträge und das Blatt ist eiweisshaltig. Vor der Verbreitung von Mais war die Futterrübe in vielen Regionen das Standardfutter. Die Rübe kann in Mieten gelagert und das Blatt siliert werden. Zuckerrüben sind viel zu schade für die Biogasanlage besser verfüttern ob im Stall oder als Zugabe auf der Weide. Bis zur Ernte im Herbst kann noch viel geschehen vielleicht gibt es gar keine Überproduktion, wer weis.

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  8. Werner Knödler sagt

    Es wird sein wie fast immer , die Preise steigen extrem schnell und sinken aber ,
    wenn der Grund für die Preissteigerung weg ist , sehr langsam wieder .
    Meine Empfehlung , Risiko teilen und Liquidität erhalten .
    Ich weis ist leicht gesagt. Einen schönen Sonntag .

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  9. Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

    Wenn man sich die Preise von der Matif-Börse anschaut merkt man nichts von einer Knappheit bei Getreide. Die Preise von Weizen sind im freien Fall. Es wird von Riesenernten in Russland und in der Ukraine gesprochen.

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  10. Promberger Kontad sagt

    Wäew ich Ackerbauer der novh frei ist, also nicht mit Technikkrimskrams verschuldedt hat
    würde ich ein Jahr Brache mit Selbstbegrünung einlegen. Ist das zuwenig um die Zahlungen
    zu erhalten, dann halt mit dem Schleuderstreuer Futterhafer hingeschmissen. Wenn kein
    Starker Regen kommt maximal flach eingegrubbert.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Der Chinese ist ein langfristiger cleverer Stratege. Dadurch, dass er seine Düngermengen nun freigibt, wird der Druck auf die Golfregion größer bzw. es nicht unbedingt erforderlich, dass die Verhandlungen zwischen USA und Iran schnell und erfolgreich verlaufen. Die beiden großen Kulturen China und Persien sind sich sehr nah, besonders intellektuell. Der Ami bzw. der Westen ist schlicht zu dumm, um aus dem Bus zu gucken.

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      • Christian Bothe sagt

        RS: Ich bewundere die Chinesen schon immer! Schon in den alten Kulturen war China immer eine treibende (geschlossene) Nation! XI und seine Mannen handeln auf Basis von Deng Xiaoping, der China bis 1997
        regierte,und das Land umkrempelte!Jetzt legt XI der Welt die Karten! Nicht nur bei Rohstoffen und Dünger sondern in der Weltwirtschaft und Politik überhaupt! Da kann das westliche Geschrei um Menschenrechte ruhig verhallen, weil nämlich alle auch Amerika,China und seine Wirtschaftskompetenz brauchen( abgesehen von militärischer Stärke)!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Seh ich ähnlich. Das westliche imperialistisch/kapitalistisch geprägte Vorbild der letzten 200Jahre war für sie ein gutes Lehrbeispiel. Nun werden wir mit den eigenen Waffen geschlagen und gucken dumm aus der Wäsche. Schulterzuck……das ist der Lauf der Geschichte.

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          • Bauer Willi sagt

            @RS
            Sie mögen Diktaturen und lieben Diktatoren? So wie CB? Merkwürdig…
            Ich verstehe es nicht.

            • Reinhard Seevers sagt

              Das hat doch nichts mit mögen zu tun….sind denn jetzt alle Vernunftbefreit? Es geht um die Beschreibung des geostrategischen Ist -Zustandes.
              China beherrscht in naher Zukunft den Weltmarkt. Zusammen mit den übrigen BRICS-Staaten wird die Loslösung vom Dollar geplant. Die Rohstoffreichen Lânder, Russland, China, Brasilien,Iran u.a. bestimmen demnächst unsere Zukunft, ob uns das gefâllt oder nicht. DAS hat doch nichts mit „mögen“ zu tun. Ich bin wirklich erstaunt über so viel Ignoranz Gegenüber der Realitât.

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            • Christian Bothe sagt

              BW: Nun hoeren Sie aber auf mit diesen Unterstellungen BW! Das hat nichts mit Diktatorenliebe zu tun, sondern sind Fakten wie sich unsere Gesellschaften entwickeln! Warum hat den Demokratie nicht das Sagen auf der Welt, lieber B.Willi? Ob hier oder anderswo, Arabien eingeschlossen…Ich höre lieber auf darüber mit Ihnen zu diskutieren!
              Bleiben wir bei der LW und NGW!

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              • Kemetbauer sagt

                @CB
                Fakten gibt es nur in Bezug auf die Vergangenheit der gesellschaftlichen Entwicklung. Dass hier einige Kommentatoren sich im Voraussagen üben, ist nur all zu oft zu lesen. Dass viele der älteren Generation sich gern im Schwarzweißsehen hervortun, ist auch zu erkennen. Ganz offensichtlich ist die Glaskugel das Spielzeug der „alten weißen Männer“. Nur gut, dass die Zukunft nicht mehr von ihnen gestaltet wird. Wobei man sich schon fragen muss, inwieweit sie die Vergangenheit mitgestaltet haben. Denn die Folgen aus der Vergangenheit sehen wir heute.

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                • Christian Bothe sagt

                  KB: Lassen wir das! Sie müssen halt noch viel Lebenserfahrungen sammeln! Ihre Kommentare zeigen das uns öfters! Aber auch Sie als Bewohner von ST werden sehen wie sich Ihr BL nach der Wahl weiterentwickelt, das gestalten übrigens nicht „alte weiße Männer“, sondern Typen Ihrer Generation!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Der Getreidepreis ist vielleicht nur wenig voraussehbar. Die Geostrategie der Großmächte ist dagegen offensichtlich, jedenfalls für Sehende.
                  Wie sieht denn Kemet die Zukunft? Regenbogenfarben wird sie jedenfalls nicht, darauf können wir mal wetten.

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        • Kemetbauer sagt

          Ich wüsste nur allzu gern, wie die Kommentare hier aussehen würden, wenn wir die erfolgreichen chinesischen Verhältnisse hätten. Rente mit 65? Lachhaft! Krankengeld? Lachhaft! 30 Tage Urlaub im Jahr? Lachhaft! Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Lachhaft! Demonstrationsrecht? Lachhaft! Demokratie? Lachhaft! usw. usw.
          btw: Wenn wir hier chinesische Verhältnisse hätten, würde es diesen Blog gar nicht geben.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Es ist eine intellektuelle Fehlleistung, Systeme zu vergleichen, und dann auch noch den moralisch Überheblichen zu spielen. Es geht bei Christians und meiner Beschreibung um die Beschreibung der Systeme, nicht um die Bewertung. Wer es nicht checkt, was in der Welt geschieht, der checkt es eben nicht. Wollt ihr 1,4 Milliarden Chinesen jetzt auch noch die Leviten lesen, so wie Annalena den Afrikanern erklärte, wo diese ihre Klos aufzustellen haben.
            Es gibt zu viele Verpeilte in diesem Land, wie es scheint.🤓🦄🐰

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              • Christian Bothe sagt

                KB: Das was RS sagt ist Fakt… Man muss realistisch die Gegenwart betrachten! Hier, in Nahost ,Afrika usw.! China investiert gerade auch in Afrika sehr viel! Das machen sie, weil sie es können und somit Länder auf dieser Welt in Abhängigkeit bringen! Sich nur an der Vergangenheit zu orientieren, ist hier, in China, Russland und sonst wo unsinnig, bringt uns als Deutsche ins Hintertreffen ( wirtschaftlich, politisch usw,)! Auch mit Demokratie ist dort nichts zu machen, zumal wir ja gerade jetzt diese neu zu interpretieren scheinen,wenn ich mir Amerika, Israel, Türkei u.a. Staaten so anschaue…

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