Bauer Willi
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Podcast: Wie der Klimawandel unsere Lebensmittelversorgung gefährdet…

Durch Extremwetter kommt es vermehrt zu Ernteausfällen. Was bedeutet das für Ernährungsindustrie und Verbraucher? Ein Obstbauer und ein Agrarökonom geben Antworten.

Handelsblatt-Redakteur Michael Scheppe hat mit Obstbauer Roland Schmitz-Hübsch über die Auswirkungen von Wetterextremen auf seinen Betrieb in Bornheim im Rheinland gesprochen: „Es ist schon extrem geworden – sowohl die Trocken- als auch die Regenphasen.“ Er will die Folgen zum Beispiel mit resilienteren Obstsorten, zielgerichteter Bewässerung sowie Netzen gegen Hagel und Hitze abmildern.

Im zweiten Teil des Podcasts spricht Scheppe mit dem Agrarökonomen Matin Qaim von der Universität Bonn darüber, wie der Klimawandel unsere Ernährungssicherheit gefährdet – und wie sich Industrie und Verbraucher anpassen können. Qaim sagt: „Diese Allheilmittel, die man sich wünscht, die gibt es nicht.“ Es sei deshalb Innovation gefragt: „Neben der Genschere braucht es mehr Vielfalt in der Landwirtschaft – und einiges andere mehr.“

https://www.handelsblatt.com/audio/green/green-energy-wie-stark-bedroht-der-klimawandel-unsere-ernahrung-und-welche-losungen-gibt-es/100144678.html

Wie steht ihr zu den Ausführungen des Praktikers und des Wissenschaftlers?

Und dann interessiert mich noch, wie es bei euch aktuell mit der Ernte aussieht? Hat die Qualität schon gelitten?

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22 Kommentare

  1. Stadtmensch sagt

    „Anpassungsoptionen, die heute machbar und wirksam sind, werden mit zunehmender globaler Erwärmung eingeschränkt und weniger wirksam sein.“

    „Während Anfang des 20. Jahrhunderts nur zweistellige Zahlen von Extremwettereignissen gemessen wurden, sind es im Jahr 2019 bereits 1 452 Extremwetter-Ereignisse.“

    https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/globalisierung/52724/erderwaermung

    „Lasciate ogne speranza, voi ch’intrate.“

    oder so ähnlich…

  2. Topfheiler sagt

    Salü vom Nördlichen Kaiserstuhl W. Weizen am18.7 beendet ertrag 8-10 ton. seither regnerisch .

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  3. Frikadellen piet 46 sagt

    Moin sehr interessantes Thema hast du da aufgedeckt ich finde nur es wird so oft CO2 und sowas mit ins Spiel gebracht. Ich glaube und habe schon sehr oft gelesen dass die sonderaktivität entscheidende ist. Wenn es wärmer wird haben wir mehr CO2 in der Luft und nicht umgekehrt. Wir lernen würde müssen aber jetzt damit leben dass es wärmer wird und dementsprechend die Produktion anpassen. Und vielleicht sollten wir endlich offener sein für andere Klimapolitik als die von der Regierung und Spice gemacht wird schön dass auch erwähnt wurde das Gentechnik helfen könnte!

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  4. Ludwig sagt

    Die Natur macht was sie will, da hilft nur die Anpassung. Das hat die Menschheit immer gemacht , nur jetzt meint man es andersherum. Realität statt Ideologie ist hier gefragt und dann klappt das auch. – Von mitte UK bis nach Deutschland stand überall der Weizen auf dem Halm und wartet auf besseres Wetter. Auch hier bei uns sind noch keine 5% Weizen gemäht. Heute haben wir schon wieder 4 mm im Regenmesser. Gestern haben einige versucht zu Mähen , aber dann kam wieder ein Regenschauer und mußte abgerückt werden.
    Die Proteinwerte sind besser als gedacht und die Erträge mit 10 – 13 to/ha lt. Berater sind spitze. Unser Weizen braucht noch ein wenig bis wir mähen können.

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  5. firedragon sagt

    Wir hatten uns mit dem Dreschen ran gehalten, teilweise bis 2 Uhr nachts gedroschen. Fünf Stunden Schlaf im Schnitt in der Ernte genossen.
    Erster Dreschtag 02. Juli, letzter 19. Juli.
    Die Qualitäten und Mengen liegen im Durchschnitt, was okay ist. Desaströs natürlich die Auszahlungen.
    Für unsere Region war dieses Jahr hervorragend für Durum.
    Das letzte Wochenende war ich im Raum Boffzen, dort stand noch 90% Weizen und einiges an Raps, jedenfalls an den Strecken, die ich gefahren bin.

    Zur den Wetterbedingungen möchte ich mich nicht äußern. Nur so viel – was für das Eine gut, ist für das Andere schlecht und war, ist und wird immer so sein.

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  6. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Was heißt hier die Qualität leidet. Wenn der Verbraucher so naturverbunden ist und keine Tierhaltung will dann muss das Brot auch aus dem Zeugs gebacken werden was nach langem Regen geerntet wird. Ansonsten: nicht schon wieder das Thema Klimawandel! Trump hat die CO2 Hysterie übrigens für beendet erklärt.

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Ach so , der letzte Weizen muss noch ab, Raps vorgestern trocken gedroschen. 5 to/ha.
      Raum Paderborn/NRW

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ich verstehe auch nicht, dass die Bauern auch noch Geld für ihre Arbeit wollen, die sind doch ständig an der frischen Luft. Na ja, wenn die nicht gerade im Stall sind, oder im Büro sitzen.

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          • Inga sagt

            Und im Feld lässt der liebe Gott alles machen und die Bauern machen Geld damit, in dem sie alles ernten und verkaufen.

            So ist es, denn ganzen Tag Däumchen drehen, nur in der großen Ernte kommen sie mit dem großen Mähdrescher und der roten Runkelrübenrumpfmaschine.

  7. Arnold Krämer sagt

    „Wir“ sollten aufhören, Betroffenheit zu kultivieren. Diese Art, mit allen möglichen Erscheinungen umzugehen, nimmt medial immer mehr zu. Damit wird nur noch mehr Emotionalität und Erregung produziert. Wem nützt das? Wozu führt das?

    Ertrag und Qualität von Kartoffeln (ist auch Gemüse) sind sehr gut. Der Mais „brüllt“. Und mit dem Futtergetreide kann das Nutzvieh gut versorgt werden. Die Menschen werden satt und werden ihren Umgang mit Lebensmitteln nicht ändern.

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      • Arnold Krämer sagt

        Individuelle Betroffenheit bleibt und kann sehr groß sein. Sie wird aber medial und politisch missbraucht. Das ist das, was ich eben auch wahrnehme.

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    • MarK sagt

      Übrigens mache ich daraus keine Befeuerung der Klimadiskussion, sondern dies ist einfach das Los der Landwirtschaft. Bis zu 11 Monate auf eine gute Ernte hinzuarbeiten, alles zu tun einschließlich Preisabsicherung über Vorkontrakte und dann zur Ernte alles den Bach runter zu gehen sehen, das ist nicht schön. Das können Leute im Angestelltenverhältnis, das weis ich aus vielen Gesprächen im selbst engeren Umfeld nicht verstehen und nicht nachempfinden. Für die sind regelmäßige Gehaltszahlunngen mit regelmäßigen Lohnerhöhungen so selbstverständlich wie das allmorgendliche Aufgehen der Sonne. Schon deshalb erachte ich es für richtig, die anderen Verhältnisse der Landwirtschaft zu äussern.

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      • zmp_nachfahre sagt

        Die Wetterabhängigkeit ist natürlich nichts Neues und auch literarisch schon verwendet worden: in den „Buddenbrooks“ muß ein Bauer das Getreide „auf dem Halm“ (billig) verkaufen, weil er Schulden hat – und kurz vor der Ernte vernichtet ein Hagelsturm den ganzen Schlag und der Käufer ist auch pleite.

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  8. Kemetbauer sagt

    Bezogen auf die Überschrift kann ich nur sagen, dass sich die echte Veredlung als ziemlich wetterunabhängig beweist.

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  9. Rathje Clasen sagt

    Hier ,südlich Bremen, fehlen noch 6 volle Erntetage. Der Roggen wird von unten grün.
    Die Ernte wird mit Propionsäure konserviert, so
    können wir notfalls auch mit 17 -18 % dreschen.
    Natürlich alles als Futtergetreide.

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  10. Joachim Kaiser sagt

    Guten Morgen
    Was den Klimawandel angeht, wenn wir nicht an der Anpassung daran gehindert werden von Politik und NGOs, dann gelingt es uns die Ernährung zu sichern.
    Was mehr noch die Ernährungssicherheit gefährdet, sind die Kriege die auf unserer Erde geführt werden.
    Mehr ins Detail will und darf ich nicht gehen.

    Allen einen schönen Freitag!

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  11. MarK sagt

    Aktuelle Lage hier im Nordosten von Ba-Wü: Weizen, So-Gerste teilweise Dinkel stehen noch, die Qualität wird jeden Tag schlechter. Was ursprünglich nach einer super Ernte aussah entwickelt sich zu einer Vollkatatrophe!

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