Bauer Willi
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Perpetuum mobile – (auch) was für Börsianer

Mehr durch Zufall bin ich auf folgende Seite gestossen:

https://erkunden.thefinancialstar.de/anmelden/?utm_source=mutesix&utm_campaign=programmatic&utm_content=148089802&utm_term=prospecting&utm_placement=299369359&dclid=CPWx_97N6-8CFTfnuwgdhQsNGQ

Es geht um nichts kleineres und einfacheres als die Ernährung der Welt. Zitat: „Pontus erfindet die Landwirtschaft neu. Es ist perfekt für Investoren geeignet, die sich an Megatrends, die sich in der Anfangsphase befinden, beteiligen wollen.“     https://pontuswaterlentils.com/

Ihr müsst euch das mal in aller Ruhe ansehen: wenn man den Repräsentanten glaubt, dann wächst die Nahrung faktisch „aus dem Nichts“. Wieviel Energie verbraucht wird, wie die Bilanz ist, bleibt nebulös. Jedenfalls hab ich es nicht gefunden. Schaut euch unbedingt auch das Video an!

Hier ein Zitat aus der Ankündigung:

„Eine „Wasserfarm“ verbraucht 95% weniger Wasser als der Anbau auf einem Feld. Das Unternehmen spricht davon, das es eine Effizienz von 99% erreichen kann. Letzendlich handelt es umeine kompakte Anlage, die enorme Mengen nährstoffreicher Wasserlinsen auf umweltfreundliche Weise produzieren kann. Nun wissen Sie es. In der Landwirtschaft 2.0 ist der landwirtschaftliche Betrieb ein Wasserbecken.“

Ich bin sicher, dass es einige Menschen mit viel Geld geben wird, die in diese Firma investieren. Übrigens habe ich eine solche Wasserlinsenfarm schon vor 5 Jahren hier im Rheinland besichtigt. Was also den Börsianern präsentiert wird, ist absolut nicht neu. Aber gut verpackt.

Blöde Frage: Kann man aus Wasserlinsen eigentlich auch Linsensuppe machen….??

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39 Kommentare

  1. Knuffel sagt

    noch so was wie wirecard, schneeballsystem, die armen gutgläubigen Anleger

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  2. Karl Timme sagt

    Ein Startup das zu viel SF konsumiert hat.

    Soilent grün (oder doch rot) die Weltrettung, kein Hunger, keine Krankheiten, nie wieder eine Rezession, die Rettung des Planeten und in Zukunft des Universums (beim Mars fangen wir an).

    „Fische werden in Becken gehalten, wobei auf artgerechte Behandlung geachtet wird. Das Wasser ist klar und es steht -ausreichend Futter- zur Verfügung.“ Woher kommt der Input?

    „ deren Gesundheit überwachen „ wie Krankheiten, Mangelernährung??

    „weil eine Börsennotierung die Sichtbarkeit des Unternehmens erhöht. Dies hilft ihm dabei, noch mehr Kapital für interne Zwecke und  Akquisitionen zu gewinnen.“ Ein Spielball und Spekulationsobjekt.

    Fazit, eine Hochrisikoanlage.

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  3. Thomas Apfel sagt

    Wenn solche Systeme tatsächlich funktionieren sollten (und nicht nur Inhaltsstoff freien Salat erzeugen) könnte das schon Rohstoffbasic für verschiedenste Kreationen der Lebensmittelindustrie sein. Die Leute kann man ja umerziehen, da müsste nur der Knüppel mal eingesteckt werden, mit dem Suhr-Öko und „Ernährungberaterlein“ auf die hochverarbeiteten Lebensmittel einprügeln. Mehr Zusatzstoff und „hochverarbeitet“ als vegan geht eh nicht, da darf der Ausgangsstoff dann auch Algenpulver sein, den Rest fügt das Chemielabor der Nahrungsalchimisten dann schon dazu.

    Aber Spaß beiseite, bis die Agrarrohstoffproduktion aus solchen Fabriken sich rechnet, sind meine Enkel schon Großeltern. Der Material- und Energieeinsatz ist einfach zu hoch.

    Was ihre Kalorienrechnung beztifft, Herr Suhr, nennen Sie doch mal eine Quelle, der man die Berechnungsgrundlagen entnehmen kann, ich find da nämlich keine. Sie haben ja sicher mehr Zeit zum Recherchieren. Ich bin nämlich mit Nahrungsmittel erzeugen beschäftigt (jetzt ist absolute Arbeitsspitze!)

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  4. Will man Landwirtschaft zusätzlich ein Stück weit in die Städte, wieder näher an die Verbraucher bringen, sind Hydroponik/Aquaponik-Lösungen durchaus interessant (Urban Farming).

    Die SPREAD Farmfabriken aus Japan produzieren Salat in Mengen, dagegen kann der herkömmliche Ackerbau nicht an, und das zu deutlich reduzierten Platz-, Wasser- und Pflanzenschutzkosten (geschlossene Umgebung).

    ECF Farm in Berlin ist ein Beispiel für Aquaponik.

    Und von wegen Anleger: Die brauchen so was nicht, die machen Bodenspekulation mit dem herkömmlichen Ackerboden, ich habe gehört, Boden für Zuckerrüben mit über 80 Bodenpunkten ist da übrigens sehr interessant 😉
    https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/agrar-investment-geld-verdienen-auf-dem-acker/13937130.html

    Man sollte nicht immer alles madig machen, nur weil es das Geschäft der Pflanzenschutzhändler und Co. kaputt macht, so kommt es zumindest schnell rüber.

    Auch das Konzept der Arcologies ist schon uralt (darf gern mal online recherchiert werden, ich soll ja nicht immer so viel schreiben 😛 ).

    Und wenn man wirklich Investitionsmodelle sucht, dann so was machen wie in Frankreich mit dem ESUS-Label für Terre de Liens, ein staatlich geförderter Genossenschaftsgedanke mit fairen Pachtpreisen unter sozial-ökologischen Nachhaltigkeitsgesichtspunkten. Die haben nicht so viel Boden wie ihnen Geld hinterhergeworfen wird.

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    • Was die Energie angeht: Die konventionelle Landwirtschaft – Transportkosten (z.B. auch Futtermittel aus Übersee), Synthese von Pflanzenschutzmitteln und Rohstoffabbau (Phosphat etc.) – braucht meines Wissens aktuell 14 fossile Kalorien für 1 Lebensmittelkalorie. Um mal eine Relation zu haben, von nichts kommt nichts 😉

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      • Bauer Willi sagt

        Gibt es Belege dafür? Belastbare Daten, nicht welche von Grünen oder Linken…😉😎

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Es kursieren auch Zahlen, wonach vegane Ernährung nur ein Zehntel der Fläche braucht, die für Tierhaltung aufgewendet werden muss. Konnte mir auch noch niemand vorrechnen, schreibt nur einer vom anderen ab.

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          • Thomas Apfel sagt

            Hallo, Frau Ertl,
            ich mach mal den Versuch die Prozentzahlen zu ordnen (bitte um Nachsicht, wenn der Versuch nicht so einfach nachvollziehbar ist):
            Deutschland:
            68 % der Ackerfläche der klassischen Landwirtschaft sind mit Futterpflanzen bestellt. Ein Drittel davon ist „Futter“ für Biogas. Also werden „nur“ auf rund einem Drittel der Ackerflächen Pflanzen für die direkte menschliche Ernährung angebaut. Zur Ackerfläche kommen rund 5 mio ha Grünland, 3,5 mio ha Acker sind für Rohstofferzeugung ausserhalb der Ernährung und für Energieerzeugung belegt.
            Derzeit sind also 3,5 mio ha des Ackers für pflanzliche Nahrungsmittel und 4,7 mio ha für Tierfutter belegt. Rechnet man die rund 5 mio ha Grünland dazu, werden 58 % der LN für Tierproduktion genutzt (Futtermittelimporte erstmal nicht berücksichtigt).
            Die Energiedichte tierischer Nahrungsmittel ist hoch. Geht man vom pro Kopf Verbrauch an Lebensmitteln aus und berücksichtigt den Kaloriengehalt, kommen 42 % unserer Nahrungsenergie aus der Tierproduktion. Eine tierische Kalorie benötigt also ungefähr 2.8 X soviel Fläche, wie eine pflanzliche. Die Frage vegan sinnvoll oder nicht, entscheidet sich also am Produtionsverfahren (klassisch odder Bio).
            Für Humuserhalt und Pflanzenernährung kann Gründung und Kompost sorgen, wenn die Fläche für die notwenigen Kalorien klassisch ( mit Mineraldünger, Pflanzenschutz und den entsprechenden Erträgen) bewirtschaftet wird. Die Flächeninanspruchnahme liegt dann bei rund 80 % der LN, die restlichen 20 % können wie bisher für Bioenergie und NonFood Rohstoffe genutzt werden.

            Mit Bio-vegan, geht nichts mehr auf! Bei dieser Form der „Nährstoffbeschaffung“ über lange aerobe Kompostierung wird 75 % des Kohlenstoffs der kompostierten Pflanzen in die Athmosphäre gepustet. Zudem liegen die Erträge nur bei 50 – 60 % der klassischen Landwirtschaft Das ist Welten ineffektiver als jede Tierproduktion, weil aus diesem Prozess der Kompostierung des „Futters“, bei gleichem Energieverbrauch, direkt NICHTS essbares abfällt (Milch, Fleisch).

            Ich weiß nicht , ob das so kompakt nachvollziehbar ist, aber vereinfacht gesagt, klassische Landwirtschaftsmethoden und vegan gehen theoretisch, Bio-vegan geht überhaupt nicht !!!!

            Und, Frau Ertl, nach meiner Berechnung/Bilanzierung, braucht klassisch vegan 80 % der LN, Bio-vegan mehr Fläche als überhaupt verfügbar ist !!!

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    • Bauer Willi sagt

      Investitionsmodelle?
      Wir haben zwei Kinder. Eine bessere Investition gibt es nicht. 😍

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wir haben auch zwei Kinder, die jetzt ihr gutes Geld verdienen, aber Dividenden für unsere Investitionen habe ich noch keine gesehen.😉

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        • Inga sagt

          Was hast du deinen Eltern für Dividende bezahlt?

          Na ja, hast ihnen wenigstens Enkelkinder geschenkt!

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    • Thomas Apfel sagt

      Die ECF Farm Berlin kriegt ihr Zeug nicht verkauft, weil Keiner die roten Zombie-Fische haben will.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat Suhr: „Und wenn man wirklich Investitionsmodelle sucht, dann so was machen wie in Frankreich mit dem ESUS-Label für Terre de Liens, ein staatlich geförderter Genossenschaftsgedanke mit fairen Pachtpreisen unter sozial-ökologischen Nachhaltigkeitsgesichtspunkten. Die haben nicht so viel Boden wie ihnen Geld hinterhergeworfen wird.“

      Na dann……machen Her Suhr, machen…Ihr Moment scheint gekommen….

      Denn: „Design ist niemals unschuldig!“
      https://www.arte.tv/de/videos/092154-000-A/design-ist-niemals-unschuldig/
      Sie sind jetzt mal dran um Ablass zu tätigen, weil sie in Verbindung mit der Werbebranche die Triebfeder des Konsumismus sind! Halleluja! Die Welt wird von Designern und Werbefuzzis befreit und wir endlich nachhaltig!!

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  5. Brigitte Neveling sagt

    Ich (Laie) denke, dass die LW ein Alleinstellungsmerkmal in der grossen Menge der Wirtschaftsunternehmen bekommen sollte, da herkömmliche Börsenstrategien Getreide- und Fleischproduktion versklaven.
    Man kann zB mit Sportwagen oder Mode oder sonstigen „Werten“ spekulieren, aber nicht mit Lebensmitteln, weil bei der Ernährung die Gesetze der Natur die Entscheidungen trifft und Landwirte sind die Vermittler und nicht irgendein Bösenheini. Wenn es einen Kanzler gibt, der dies vertritt und Flagge zeigt, den würd ich wählen!
    Bauern ins Kanzleramt! 👍

    .. OK, geht natürlich nur, wenn Konsument den Kopf aufmacht, zu etwas mehr Verzicht, aber in allen Bereichen bereit ist und höhere Preise akzeptiert, zarte Anzeichen dafür gibt es allerdings auch schon.. Ich beobachte nämlich oft am Obst und Gemüsestand, dass die Leute die Aufkleber und Herkünfte prüfen und einheimische Lebensmittel wählen, Soja vermeiden oder gute Deutsche Butter kaufen.

    .. Ich wach manchmal morgens um 5 auf und will mich für die Kartoffelernte beim Bauern in den Herbstferien fertigmachen..
    So wie in meiner Kindheit und Stallzeit, und es ist kein Alptraum für mich!
    .. Mond an Erde, gibt’s noch mehr solche..? 😂

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    • Paulus sagt

      @Brigitte Neveling, dein Aufwacherlebnis gönne ich dir. Hast du wirklich schon mal Kartoffeln gelesen? Ich ja, das war schlicht und ergreifend Kinderarbeit, die wir heute zutiefst verurteilen. Zwischen Kartoffellesen und der Arbeit im Steinbruch gibt es im Prinzip keinen Unterschied.
      Erde an Mond, gibt es bei euch auch solche?

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      • Brigitte Neveling sagt

        @Paulus:
        Das war vor ca 50 Jahren, der Jungbauer 2 km von unserer Kleinstadt hatte Privatpferdehaltung und wir Kinder sind nach der Schule hin und haben füttern geholfen und Hof kehren, Pferde putzen und auf die Weide bringen und misten, dafür bekamen wir von Jungbauers Schwester, Turnierdressurreiterin und Richterin, 1x die Woche Unterricht auf den Privatpferden und später fuhr Jungbauer sogar mit uns zu kleinen Turnieren und wir machten Reiterprüfung.

        Ganz klar waren wir bei der Heu-und Strohernte mit dabei, bis sie in der Scheune war und bei der Kartoffelernte standen wir hinten mit auf dem Roder und sortierten und wer nicht in Urlaub fuhr, war eben auf dem Bauernhof.
        Das hat alles Spass gemacht und wir empfanden das nicht als Kinderarbeit und unsere Eltern waren froh, dass wir nicht auf der Straße rumhängen und Weihnachten und Ostern gab’s ne Stallfete und die Felder waren nicht so gross und es gab Hecken und Blühstreifen und Fruchtfolge und das Ruhejahr mit Leguminoseneinsaat. Den Hof gibt’s heute immer noch, allerdings als reinen Pensionsstall und für den Reitverein.
        Das alles hat keinem von uns geschadet, sondern eine Bindung zu Tieren und LW geschaffen.

        Folge: ich bin seltenst in meinem Leben in Urlaub gefahren sondern hab diese freie Zeit beim Pferd verbracht, was immer beim Bauern untergebracht war und ich nahm an deren Leben und Arbeit teil so wie viele meiner Kameraden auch.
        Jedenfalls hab ich von dieser Zeit und vom Opa, Imker, und Oma, Gemüsegarten und Komposthaufen, mehr über die Grundlagen des Lebens gelernt als daheim (beides Beamten).
        Vielleicht eine Idee für ein Zukunftsprojekt Schulklasse für ein Praktikum als Erntehelfer auf den Hof..

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        • Paulus sagt

          Hättest du je Kartoffeln aufgelesen und die Körbe zum Hänger geschleppt, würdest du anders denken. Vom Steinelesen könnte ich auch noch was berichten.
          Nach getaner Arbeit hatten wir etwas anders im Sinn, als Pferde zu Tode zu striegeln.
          Da fielen wir ganz einfach nur ins Bett, das war es dann. Nix war mit Bullerbü.

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          • Inga sagt

            Kartoffeln wurden bei uns von den Körben in die Säcke geschüttet und dann kam der Wagen und die Männer haben die Kartoffelsäcke mit Hilfe eines SackKnüppels (Stock, abgesägter MistGabelstiel) auf den Wagen geladen.

            vom Steinelesen habe ich auch Erfahrung. Die Körbe wurden vielleicht auf einen Anhänger geschüttet. Oft Kinder- und Frauenarbeit!

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            • Karl Timme sagt

              Inga, das waren auch meine ersten Erfahrungen mit Kartoffeln. Die Kartoffeln wurden vorher mit einer Kartoffelschleuder aus den Dämmen geholt, so das sie dann oben auf lagen. Spätter dann mit dem VR2 (zwei Reihen in eine abgelegt). Der Schritt zum Vollernter ging dann sehr schnell.

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          • Inga sagt

            Ja, da haben wir nur neidisch schauen können wie andere ihre Hobbies nachgingen!

            Viel von denen sagen jetzt, dann wollte ich kein Bauer sein, und auf den Mercedes würde ich auch verzichten.
            als ob alle Bauern einen Mercedes fahren würden.

            Wir haben ja noch nicht mal Geld fürs Kartoffellesen und Rübenvereinzeln bekommen, wenn fremde Kinder geholfen haben die dann schon!

            Die anderen erinnern sich gerne ans Kartoffelfeuer, wir haben stattdessen die Kühe von der Weide holen müssen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Viel von denen sagen jetzt, dann wollte ich kein Bauer sein,“

              Eine Arbeitskollegin meiner Frau fragte mal nach meinem Beruf nach,
              Meine Frau: Landwirt
              Arbeitskollegin: nein, da wollte ich nicht, zu viel Arbeit
              weitere Frage: Urlaub schon gebucht?
              Meine Frau. Nein, wir gehen erst im November
              Arbeitskollegin: Da ist es aber kalt
              Meine Frau: Nein, da wo wir hingehen ist es warm
              Arbeitskollegin: Ja wenn man Reich ist.

              So ist das Leben, Negatives und Positives in einem kurzen Gespräch. 😂

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          • Brigitte Neveling sagt

            Herr Paulus,
            Sie haben vollkommen Recht, es war für uns Siedlungskinder nicht Alltag, allerdings hatte es nichts mit Bullerbü zu tun, wir haben uns eben den Reitunterricht erarbeitet.

            Auch wir sind nachher nochmal mit Weidekörben durch die Reihen und haben nachgelesen und Steine vorher zur Seite geworfen, nach den Ernten bekamen wir von der Altbäuerin Brote und Limo und durften uns mit Decken in der Strohscheune schlafen legen, ging halt nur Samstags.
            Zur Erntezeit brauchten wir auch nicht die Turnierpferde putzen, das war mit den Einstallern so ausgemacht.

            Ich versteh aber, was Sie meinen, ich kenn es von den Bauernkindern aus meiner Klasse, die oft sehr still und übermüdet waren.
            Liebe Grüße!

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            • Inga sagt

              Übermüdet, glaube ich nicht, eher schüchtern weil die Hausaufgaben nicht so schön gemacht wurden wie normal.

              Oder sonstwie eingeschüchtert, weil sie sich ausgegrenzt fühlten, da sie ja auch nachmittags nicht immer am Sozialleben des Dorfes teilhaben könnten!

              Kinder können grausam sein!

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    • Inga sagt

      Die Kinderarbeit im Stall und auf dem Feld ist längst wegrationalisiert worden.

      (Die Landwirtschaft hat nicht nur Futtermittel- u. Chemiefirmen Arbeit gegeben, sondern auch im Firmen im Maschinenbau und anderem high-tech. Wieviel Arbeitsplätze hängen da dran?

      gut,
      vielleicht im Gemüse- und Obstanbau weniger!?!

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  6. Brigitte Neveling sagt

    Vielen Dank Herr Apfel für diese für Ottokonsument nachvollziehbare Information und auch danke an alle Euch Landwirte, die für unser tägliches Brot sorgen.

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  7. Bauer Willi sagt

    Die Glasröhren mit den Algen haben wir alle noch vor dem geistigen Auge. Auch der „Tomatenfisch“ geisterte eine Zeitlang durch die Gazetten. Mir ist nicht bekannt, dass davon Unternehmen von Weltruf wurden.

    Danke für den Hinweis mit den Kühlzellen und den Champignons. Ähnlich verhält es sich ja auch mit Fruchtfolgen. Die ersten Rotationen mit Raps sind immer klasse…

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  8. Brötchen sagt

    Thomas wenn die Tierhaltung in bb extrem reduziert wird, haben wir 1000 ha für nüscht…..wieso soll man den Quark dann machen?
    wir sitzen auf Bergen von Roggen!

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    • Thomas Apfel sagt

      Brötchen, die nutzen, glaube ich, auch nur die aktuelle Biowelle als Werbestrategie. Die haben ja in ihrem Video auch nicht Besseres zu tun, als die „Vergiftung der Umwelt“ durch die klassische Landwirtschaft anzuprangern (Feldspritze). Es ist halt die auf der Klima- und Extensivierungswelle reitende Industrie, die an die Börse will. Die Energiesammler der Branche der „Erneuerbaren“, die ja auch zu diesem neuen Wirtschafts- und Propagandakomplex gehören, erwecken ja schließlich den Eindruck, Energie sei unbegrenzt verfügbar, man muss sie nur einsammeln.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Genauso sehe ich es auch. Die jungen CTOs, CEOs und strategie-experts, wollen den frühen Rahm der Investoren abschöpfen, die nicht mehr wissen, worin sie investieren sollen.
        Gutsein ist geschäftsfähig. Hannes Jaennicke wirbt für die Fa. Frosch und verulkt darin „seine“ Generation als die wahren Schuldigen. Werbung durch Innovationsversprechen, oder Werbung durch Schuldanerkenntnis und Besserungsversprechen. Im Moment scheint alles auf dem Kopf zu stehen und jeder versucht einen Weg zu finden, steht aber unentschlossen an der Weggabelung. Heilsversprecher sagen ihnen, welchen Abzweig man nehmen soll.

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        • Inga sagt

          Das ist eine Einsicht von ihm, die Reinhard Mey schon früher hatte.

          Das er jetzt auch noch Werbung für Frosch macht, weiß ich nicht!

          Frosch ist ja auch der Theorie entstanden, dass zu viel Schadstoffe in unserer Natur sind und deswegen sind die Froschprodukte entwickelt worden, die eigentlich umweltschonender sind.
          Ob sie es wirklich sind weiß ich nicht, aber:
          Die selber Grundidee!

          Das hat sich alles so entwickelt, vielleicht Ende der 60iger durch die 70iger bis zur Gründung der Partei die GRÜNEN
          und dann zum Programm aller Parteien.

          Wieviel Liter Benzin brauchen sie Autos gegenüber 1970?
          Die Heizungen sind Sparsamer geworden.
          Die Häuser sind isoliert
          in jedem Bereich wird da was getan!

          Und Hannes Jaennicke stellt sich als Berühmtheit
          und somit Vorbild zur Verfügung, denke ich!

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  9. Thomas Apfel sagt

    Die Idee ist ja tatsächlich nicht neu. In geschlossenen Systemen Pflanzen zu erzeugen, die mit bisher nicht gekannter Ressourceneffektivität funktionieren, wird schon länger versucht.
    In den 80-ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sollten Glasröhrenkollektoren mit Algen ähnliche Versprechungen erfüllen.
    Als technisch betriebenes System, in dem nur die Wasserlinden erzeugt werden, die dann Rohstoff für vieles Andere sein können, ist es für mich vorstellbar. Bei der Kombination mit Fischen wird das gleiche bezüglich des Microbiom´s des Systems schon wieder sehr komplex, biodivers und anfällig. Das sind dann Reinstraum-Systeme (der Hinweis auf die Luftschleusen und die Mosquitos deutet das ja an) mit extrem hohen technischen Anforderungen. Auch hier ist letztlich die Frage wie „geerntet“ und das aus dem Sytem genommene Material wieder ersetzt wird. Beide Eingrffspunkte sind DIE hygienekritischen Eintrittspforten für so ein, an sich geschlossenens, System. Vielleicht kann hochentwickelte Sensortechnik mit entsprechenden Reaktionsmöglichkeiten auf z.B. microbielle Bedrohungen das Problem lösen. Das Problem, das Ganze dann „chemiefrei“ , wie vollmundig versprochen, zu lösen, halte ich für eine sehr gewagte Aussage.

    Wir haben 1982 angefangen zur Sommernutzung der Kühlzellen Champignons zu erzeugen. Die Erträge im ersten Jahr waren „Weltniveau“. In den Folgejahren hat sich dann ganz schnell das gesamte System mit allen dazu gehörenden Krankheiten und Schädlingen etabliert. Gute Erträge ließen sich nur noch mit extrem aufwändigen Hygienekonzepten erzielen. Deshalb ist die Champignonproduktion auch aus solchen Mischsystemen verschwunden.
    Das passt sicher nicht ganz zu dem im Beitrag beschriebenen komplexen technischen System, das Grundproblem aller geschlossenen Systeme mit lebenden Organismen aber bleibt dasselbe „Biodiversität“ und deren Kontrolle durch Hygiene.

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    • Bauer Willi sagt

      Die Glasröhren mit den Algen haben wir alle noch vor dem geistigen Auge. Auch der “Tomatenfisch” geisterte eine Zeitlang durch die Gazetten. Mir ist nicht bekannt, dass davon Unternehmen von Weltruf wurden.

      Danke für den Hinweis mit den Kühlzellen und den Champignons. Ähnlich verhält es sich ja auch mit Fruchtfolgen. Die ersten Rotationen mit Raps sind immer klasse…

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      • Inga sagt

        Warum heißt der Tomatenfisch?

        Weils ein Fleisch von den Farbstoff der Tomate rot wird?
        Ähnlich wie bei dem Zuchtlachs mit seinem roten Fleisch?
        Oder der Hühner dunkelgelbes Dotter im Ei?
        Man mischst einfach Beta-Carotin ins Futter.

        alle grell farbigen Gemüse udn Obstsorten wie Karotte und Tomate auch Paprika haben diese Provitamin A, dieses Beta-Carotin.
        Waldheidelbeeren noch schlimmer!

        Den Kinder ihre Münder sehen aber danach aus, wenn sie im Wald waren, und Heidelbeeren suchten.
        Wie Omas Hände, wenn sie den ganzen Tag Wurzeln, Möhren oder Karotten geschabt hat, um sie einzukochen.

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        • Thomas Apfel sagt

          Tomatenfisch, oder Fischtomaten, weil der Dünger für die Tomaten die Fischkacke ist.

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          • Inga sagt

            Ist Fischkacke für Tomaten,

            also umgedreht,
            eben auch eine Kreislaufwirtschaft, oder?
            Ob die Tomaten dann nach Fisch schmecken?

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