Bauer Willi
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Peinlich: NABU, REWE und die Bienen

Dass sich der Lebensmitteleinzelhandel gerne mit fremden Feder schmückt, ist ja nicht neu. Und ein Engagement für die Natur ist lobenswert. Aber was in dieser Woche in den Flyern von REWE und Penny steht (Penny ist die Billigmarke von REWE), ist nicht nur ärgerlich sondern zum Teil schlichtweg falsch.

Hinweis: Mit Klick auf die Fotos werden diese größer angezeigt und sind besser lesbar.

Im Titelbild geht es los: „In den letzten Jahrzehnten ging der Insektenbestand um 75% zurück“. Diese Falschmeldung hält sich, dank der emsigen Arbeit von NABU, BUND und befreundeter NGO´s, zäh. Richtig hätte es heißen müssen: „In einer Studie des Entomologischen Vereins Krefeld e.V. wurde ein Rückgang der Biomasse von Fluginsekten in Naturschutzgebieten um 75% festgestellt.“ Wissenschaftliche Studien des Rothamsted Institut, durchgeführt in agrarischen Landschaften, kommen zu anderen Ergebnissen.

Dann heißt es weiter: „Die Insekten finden immer weniger Nahrung und Nistplätze“. Hat der NABU diesen Flyer freigegeben? Meint er ernsthaft „Nistplätze“? Ich dachte, die wären für Vögel reserviert.

Dann: „Wir arbeiten gegen diesen Rückgang seit 10 Jahren mit 400 Landwirten und dem NABU zusammen“. Kann man ja behaupten, aber wer sind die 400 Landwirte und was machen die? Was macht der NABU? Oder greift der nur Spenden bei REWE ab? Dafür, dass die das Logo verwenden dürfen? Wo gibt es Auskunft?

Weiter liest man, dass „REWE die größte Artenschutzförderung Deutschlands im konventionellen Anbau betreibt“. Das ist eine steile These. Wo und wie kann das belegt werden?  Wo sind die 5.460.000 qm Blühfläche? (= 546 ha) Wer hat die eingesät? REWE? Die Bauern? Oder behauptet man das einfach nur so? Wer will das nachprüfen? Und stimmt es überhaupt?

Dann noch die Aussage, dass „rund 80% aller Pflanzen auf bestäubende Insekten angewiesen sind.“  80% aller Pflanzen!? Aller Arten? Aller Exemplare? Also auch die Wälder? Die Antwort bleibt offen.  Es soll ja der Eindruck erweckt werden, es ginge um unsere Lebensmittel. Da sind es aber nur 7% der weltweiten pflanzlichen Lebensmittelerzeugung. So kann man Stimmung machen.

Ein ähnliches Szenario baut auch Penny auf. Auch hier hat man sich den NABU mit ins Bienenretter-Boot geholt und behauptet, dass „knapp 60% der Regale ohne die Arbeit der Bienen leer bliebe.“

Also: Waschmittel, Klopapier, Kartoffelsnacks, Getränke, Kopfsalat, Blumenkohl, Kohlrabi, Haferflocken, Milch, Käse, Mehl, Zucker… gibt es auch ohne Bienen. Ich weiß, ich nehme es jetzt sehr genau, aber mich nerven solche bewusste Lügen.

Nun kommen wir dazu, was Penny Verantwortung nennt und gibt gute Ratschläge für den Kunden. „Das könnt ihr tun“:

  • „Sorgt für mehr Grün in der Nachbarschaft“
  • „mäht seltener Rasen“
  • „schafft Lebensräume“

und, jetzt kommts:

  • „reduziert Licht, denn Licht zieht Bienen magisch an und hindert sie an der Orientierung.“

Das darf doch nicht wahr sein!! Nein, Bienen sind nicht nachtaktiv!! Weiß das der NABU wirklich nicht? Oder war hier die Praktikantin der Marketing-Abteilung von Rewe/Penny am Werk?

Und auch Penny hat was für die die Bienen getan: „über 6 Mio qm Blühfläche hat Penny gemeinsam mit den Produzenten angelegt“.

Komisch, bei REWE waren es 5,6 Mio qm. Das werden doch wohl nicht etwa die gleichen Flächen sein. Immerhin sagt Penny, dass es die Bauern gemacht haben.

 

Übrigens: Weder REWE noch Penny verwendet auch nur ein einziges Mal den Begriff „Bauern“ oder „Landwirt“.  Das sind für diesen Konzern nur „Produzenten“ oder „Erzeuger“. Das läßt doch tief blicken und zeigt die innere Einstellung.

Ach so:

…was es sonst noch im Prospekt zu lesen gibt? Avocado aus Kenia, Peru oder Marokko, Pfirsiche aus Spanien, Äpfel aus Italien, Kiwi aus Neuseeland, Frühkartoffeln aus Ägypten und Bananen für 1,49 €/kg (Zusatz: „nirgendwo günstiger!“)

Na, dann ist doch alles in Ordnung. DANN GEH DOCH ZU PENNY!!

Oder war das jetzt Netto? Egal, die kommen sicher auch bald mit einem Insekten-Rettungs-Programm. Gemeinsam mit dem BUND, denn der NABU hat seine Seele ja schon an REWE verkauft.

Svenja Schulze hat vorgestern ihren „Bericht zur Lage der Natur“ vorgelegt. Zwei Tage vorher sind die Flyer von REWE und Penny mit dem NABU-Logo verteilt worden. Das nenne ich ein tolles Timing. Nennt man auch „über Bande spielen“.

Apropos Bande: Der Staatssekretär von Svenja Schulze heißt Jochen Flasbarth. Von 1992 bis 2003 war er hauptamtlicher Präsident des Naturschutzbunds Deutschland (NABU).

Zufälle gibt es…

 

 

 

 

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196 Kommentare

    • firedragon sagt

      Hallo Herr Seevers,
      danke für das Video – habe 5 min. geschaut, das ist vollkommen ausreichend für mich !!
      Mir ist die Kinnlade runtergefallen – Bienen, Weinbau und Getreide – finde den Fehler.
      Wir sitzten alle hier und sind fassungslos über so viel (entschuldigt den Ausdruck) Dummheit ….

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      • Schmeckt gut sagt

        Es ist nur noch peinlich. In diesem Jahr merken die Bienen und Bestäuberinsekten, was passiert, wenn ganze Kulturen wegfallen (weil sie auch irgenwann unrentabel werden). Es war aber nicht die böse, industrielle Landwirtschaft, die hieran Schuld trägt. Es ist die Trockenheit und der großflächige, tiefe Frost mit massiven Schäden in den Blühpflanzen. Naja, im Getreide haben sie jetzt ja eine Alternative. Ich fass´ es nicht.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        In meiner Jugend, so vor 50 bis 55 Jahren wurden keine Bienen an den blühenden Gescheinen gesichtet.
        In den letzten Jahren schon, deshalb kann es sein, dass welche Meinen, der Weinbau braucht Bienen.
        Schon vor Jahren habe ich mir überlegt, warum die Bienen an die Gescheine gehen, das kann nur an den Pestiziden liegen. 😉 🙂

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        • Inga sagt

          Was sind Gescheine, Ehemaliger?

          Und wenn der Weinbau keine Bienen braucht,
          wird der Wein mit dem Wind bestäubt?

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            • Inga sagt

              Danke Ehemaliger,
              ich dachte das wäre ein Name für die Blüte im Dialekt, das findet man bestimmt nicht im Wiki

              Für mich gibt es auch viele Namen für landw. Dinge, wo ich nicht weiß, ob die Dialekt oder hochdeutsch sind. Wie auch fürdas Getreidebündel, die bei uns Garbe heißt,

              für Futterrüben sagten meine oberhessisch babbelden Großeltern Gemies, ihr Sohn, mein Vater Dickwurzel und meine Mutter und anderen Großeltern, die niederhessisch redeten sagten dazu Runkeln.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Inga, nicht verzagen, einfach den Ehemaligen fragen.

                Es gibt viele Fachbegriffe die man wissen muss, wenn man damit umgeht, andere müssen das nicht.

                Die Gescheine nennt man bei uns umgangssprachlich „Sume“.
                Damit wärst Du auch überfordert gewesen, bei uns kennt das jedes Winzerkind. 😉

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                • Inga sagt

                  Übringens die Haferähre ist botanisch gesehen auch eine und zwar die bessere Traube,

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Die meisten der hier in Deutschland üblichen Rebsorten haben Zwitterblüten, d.h. diese befruchten sich selbst und benötigen dazu keine Insekten.

            Folglich durch den Wind.
            Wenn sich Bienen verirren, oder andere Insekten führt das natürlich auch zu Befruchtung, aber der Wind genügt.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Drachen,
                man muss im Alter noch was fachlich draufhaben,
                sonst meint die Jugend man ist ein Tattergreis. 😉

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      • Paulus sagt

        @firedragon, das muss man einer Ministerin für LW und Ernährung verzeihen. Die Dame selbst muss ja keine Ahnung von der Materie haben, von ihrer Administration erwarte ich das schon.
        Ein Minister für Wirtschaft und so wird noch nicht einmal zu den üblichen Festivitäten der Wirtschaftsverbände eingeladen. Stattdessen darf er in Talkshows auftreten und verkünden aus „Klimaschutzgründen“ vermehrt Hühnchen und Geflügel zu essen.
        Der nächste Flop für Bullshit Castle ist vorprogrammiert. Das betrifft das einseitige Verbot der AN-Überlassung und der Werkverträge in der Fleischindustrie. Unsere Konzernjuristen reiben sich verwundert die Augen und fragen sich, wie das einseitig für eine Branche (gerichtsfest) Bestand haben kann? Die mögliche Tragweite dieses Kabinettsbeschlusses, sollte er denn Gesetz werden, ist dem Kaffeekränzchen im Kanzleramt wahrscheinlich nicht bekannt. Insofern läuten die Alarmglocken auch in anderen Wirtschaftszweigen.

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        • firedragon sagt

          Paulus…
          über die Tragweite dessen, was über den Kopf der Fleischbrange und deren Vertreter hinweg möglicherweise beschlossen wird, hatte ich im Zusammenhang mit der restlichen Wirtschaft tatsächlich noch nicht auf dem Schirm.
          Ist eine denkwürdige Zeit, man sucht verzweifelt irgendeine Stopp Taste…
          Paulus… danke.

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        • Arnold Krämer sagt

          @ Paulus:
          ……..das muss man einer Ministerin für LW und Ernährung verzeihen.
          Nein!!
          1. Die Ministerin stammt von einem Weinbaubetrieb, war Weinkönigin mit entsprechender „Ausbildung/Schulung“.
          2. Minister müssen in der Tat nicht alles wissen, aber sie sollten äußerst sensibel sein bei Themen, die gesellschaftspolitisch so heftig diskutiert werden wie das Insektensterben und dann vielleicht bei den Fachbeamten einmal mehr nachfragen. Vermutlich hat sich aber das mit den 75 % Rückgang schon in ihrem Hirn festgesetzt.
          3. Manche Fehler sind vielleicht auch der Hektik des Tagesgeschäfts geschuldet, das konzidiere ich. Aber vielleicht sollten sie selbst auch öfter an Mikrophonen vorbeigehen und weniger Pressetermine machen.

          Das ganze Elend der nationalen Poltik entspringt dem Schielen nach den Umfrageergebnissen zu jedem, aber auch jedem Sch…

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          • firedragon sagt

            Herr Krämer,
            ich habe nur etwa die ersten fünf Minuten gesehen, starrte den Bildschirm an und habe meinen Ohren erst nicht getraut – mein erster Gedanke war „kann man die Krone aberkennen?“
            Frau Klöckner sollte eigentlich über Grundkenntnisse im Weinbau verfügen.
            Die Aussage von ihr, ist kein Ausrutscher (das unterstelle ich ihr jetzt mal) und ich habe kein gutes Gefühl, was auf den Bereich Weinbau zukommt…

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Es ist für mich die Frage, ob Frau Klöckner das Manuskript selbst geschrieben hat, aber wie sie sagen, als Winzertochter sollt sie das Wissen.

            War mal fast 2 Jahrzehnte Vorsitzender des örtlichen Bauernverbandes. Den Pressebericht schrieb ein Lehrer, seinen Bericht bekam ich bevor er an die Presse ging. Erst nach meiner Freigabe ging der Bericht an die Tageszeitung.

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        • Arnold Krämer sagt

          (Agrar-) Politik ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr sinnvoll steuernd und gestaltend, sondern befindet sich in einem permanenten und sich beschleunigenden „Reparaturbetrieb“. Das liegt daran, dass man die eigentlichen Gründe für Fehlentwicklungen entweder nicht kennt oder trotz Kenntnis nicht angeht. Die Ursachen liegen teilweise sehr tief und lassen sich auch nicht kurzfristig beseitigen. Sie liegen im Steuerrecht, in der Bildungspolitik, in der Bürokratisierung und Verechtlichung aller Lebensbereiche mit dem Ziel, maximale Sicherheit und maximale (soziale) Gerechtigkeit auf Erden zu schaffen (und wiedergewählt zu werden).

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        • Ferkelhebamme sagt

          Heute morgen in den Radio-Nachrichten: Werkverträge sollen auch für die restliche Industrie in D verboten werden! Immerhin sind sie konsequent: nach der Tierhaltung wird die Fleischverarbeitung und gleich auch der Maschinenbau etc. ins Ausland gedrängt. Die Industriebrachen können wir dann renaturieren und Einhörner ansiedeln.
          Fakten zu den Corona-Fällen in Schlachtbetrieben: es wurden 17.539 Beschäftigte von 91 Betrieben getestet, davon 2,2% positiv (NRW Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales). Man könnte auch sagen 98% negativ. Der Großteil wohnt in 2er-/3er WGs, Sammelunterkünfte sind die Ausnahme. Der medial aufgebauschte Fall einer Unterkunft an der niederländischen Grenze gehört zu einem niederländischen Schlachthof…
          Dieser blinde Aktionismus seitens der Politik macht mir langsam sehr viel Angst.

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          • firedragon sagt

            Ferkelhebamme,
            war heute früh bei uns im Radio noch nichts zu hören, kommt wahrscheinlich noch.
            Kannst Du Dich daran erinnern, wenn die Kassette zu schnell lief und man nur irres Kauderwelsch verstanden hat – so kommt mir die politische Überaktivität vor.

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    • mak sagt

      Den Unsinn aus den Köpfen von Beamten und Ministern wieder raus zu bekommen, scheint schier unmöglich, weil man gegen Volksverdummung wohl nicht klagen kann.

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      • Karl Timme sagt

        nächster Teil
        Dann der Herr Jens Pistorius „ Imker aus Leidenschaft „ Vom JKL-Bundesforschungs Institut für Kulturpflanzen; Leiter des Instituts für Bienenschutz. „ Wie können wir Bienen Sachgerecht schützen?“

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    • Karl Timme sagt

      Herr Seevers,

      ich habe mir die Aufzeichnung komplett angesehen.

      Es lebe die Biene Maja!!

      Frau Klöckner sollte sich nach neuen Referenten umsehen, nicht im Haus des BMU (von dort kennt Mann ja solche Darstellungen)!!

      Wie hier bei dem Ausgangs Beitrag von Willi geht es der Vorsitzenden vom Verband Deutscher Garten-Center um Marketing :>Die Biene ist ein SympathieträgerDa muss der Bauernverband in seinem Garten noch ein bisschen umbauen, damit wir da auch hin kommen Bieneninstitut Celle<
      Hier wird die Bedrohung der Biene nicht in der Form der Ldw gesehen, sondern in der unprofessionellen Haltung vieler Bienenvölker.

      Geschichtlich:
      Die Insekten sind älter als die ausgestorbenen Dinosaurier, manche Arten sind fast unverändert. Wer will uns glauben machen das diese widerstandsfähigen Lebewesen von uns ausgerottet werden könnten. Das halte ich für eine menschliche Überheblichkeit! Die Insekten sind und werden nicht von unserem Handeln abhängig. Sie haben kein Artensterben, die Menschen entdecken im Gegenteil immer neue Arten die bisher nicht bekannt waren, aber schon sehr alt sind.
      Wenn es den Menschen einmal nicht mehr geben wird, die Insekten werden überleben!

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      • Karl Timme sagt

        Das hatte ich schon einmal! Jetzt in Einzelschritten
        Wie hier bei dem Ausgangs Beitrag von Willi geht es der Vorsitzenden vom Verband Deutscher Garten-Center um Marketing :>Die Biene ist ein SympathieträgerDa muss der Bauernverband in seinem Garten noch ein bisschen umbauen, damit wir da auch hin kommen Bieneninstitut Celle<
        Hier wird die Bedrohung der Biene nicht in der Form der Ldw gesehen, sondern in der unprofessionellen Haltung vieler Bienenvölker.
        Das geschichtliche past wieder.

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        • Karl Timme sagt

          um Marketing :>Die Biene ist ein Sympathieträger< Sie beschreibt dann sehr anschaulich wie damit Umsatz gemacht wird.

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      • Karl Timme sagt

        Immer noch nicht!
        um Marketing :>Die Biene ist ein SympathieträgerDa muss der Bauernverband in seinem Garten noch ein bisschen umbauen, damit wir da auch hin kommen<
        Was für ein Anfang??? Alles was dann folgt bla-bla-bla Keine einzige konkrete Angabe von den unzähligen Maßnahmen die Jahr ein und Jahr aus in allen Regionen laufen.

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      • Karl Timme sagt

        Ok Schritt für Schritt

        Ich hoffe der Vertreter des DBV Herr Hemmerling wird nicht zu oft die Interessen der deutschen Ldw vertreten müssen, zum Garten des BMEL: >Da muss der Bauernverband in seinem Garten noch ein bisschen umbauen, damit wir da auch hin kommen<
        Was für ein Anfang??? Alles was dann folgt bla-bla-bla Keine einzige konkrete Angabe von den unzähligen Maßnahmen die Jahr ein und Jahr aus in allen Regionen laufen.

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      • Karl Timme sagt

        ein Teil ist oberhalb des Kommentars gelandet, das Ende war ja da, was noch fehlt:
        Es gibt das Bundesinstitut > Bieneninstitut Celle<
        Hier wird die Bedrohung der Biene nicht in der Form der Ldw gesehen, sondern in der unprofessionellen Haltung vieler Bienenvölker.

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    • sonnenblume sagt

      Die Dame ist einfach nur noch peinlich und lächerlich. Wenn sie und ihr Haus keine bessere Vorbereitung auf einen Pressetermin zu dem Thema zu stande bringen, dann müssen wir uns nicht wundern, dass Frau Schulze bei vielen Themen, trodz irriger Aussagen, die Deutungshoheit immer mehr ausweiten kann.

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    • Inga sagt

      Ob das von der Ministerin ein Versehen war,
      sie wollte ja von der Wichtigkeit der Bienen als Bestäuber reden.
      Das hätte ihr nicht passieren dürfen.

      Viellicht liegt es nur an ihrer Grundschullehrerin,
      die folgende Geschichte nicht erzählte oder vorlas:
      Meine Grundschullehrerin hat sie vorgelesen:

      Es waren mal klagende Bauern, ein ganzes Dorf voll klagender Bauern, sie beklagten sich bei Gott, dass das Wetter immer so schlecht war, ewig war schlechtes Wetter!
      Gut,
      sagte Gott, dann gib ich Euch selbst die Macht, für ein Jahr das Wetter zu machen.
      Gesagt getan.
      Nun war immer gutes Wetter,
      Frost und Schnee im Winter,
      im Frühjahr mal Sonnenschein mal Regen, damit die Saat aufging und die Bäume blüten.
      In der Heuernte war es trocken, danach regen, damit das Gras nachwuchs und auch die Rüben und Kartoffeln im Feld dick und ertragreich wurden.
      Dann kam die Große Ernte, die Getreeideernte und es war wieder schönes warmes Wetter und viel Sonne, die Arbeit ging schnell von statten, sie war Ratz Fatz erledigt.

      Aber was war das,
      Leeres Stroh droschen die Bauern, nur leeres Stroh.

      Und sie beklagten sich wieder bei Gott,
      Aber Gott war fein raus,
      er sagte, ich habe Euch das Wettermachen übertragen…
      ihr habt nur Traumweter gemacht, aber

      ihr habt den Wind vergessen!

      Seid dem sehe ich immer gerne, wie der Wind durch das noch grüne Getreide streift, oft hängen die Pollen noch draußen an der Ähre und der Wind läuft da durch, als wäre er eine Herde Schafe.

      Ich glaube am besten sieht es bei Gerste aus, oder?

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      • firedragon sagt

        Wow Inga,
        gute Geschichte, danke.
        Ich glaub ich tippe die ab und lasse die der Grundschule in unserem Ort zukommen.

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        • Inga sagt

          Kannst du nicht kopieren?
          So:
          ein Blatt von WORD aufmachen,
          mein Geschreibsel mit der Geschichte kopieren:

          mit der rechten Maustaste drüber fahren, mit der linken Maustaste drauf, fällt Menue runter, da findet man das Wort „Kopieren“ , da klickst du drauf (mit der linken Maustaste natürlich)
          Dann ist das Geschreibsel gespeichert und nun klickt du mit der rechten Maustaste auf ds Blatt von WORD
          Fällt ein Menue runter und da klickst du mit linker Maustaste auf „eintfügen“, fertig.
          Nun kannst du es weitersenden oder nochmal in die Mail „einfügen“

          Viel Vergnügen!

          Sind um dein Ort auch noch Getreidefelder, so das das die Schüler nachkontrollieren können?

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          • firedragon sagt

            Inga,
            bin gerade wo, da hab ich keine Technik zur Verfügung (ist so gewollt).
            Getreidefelder sind hier noch vorhanden.

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  1. Brigitte Neveling sagt

    https://www.savebeesandfarmers.eu/deu/hintergrund/

    Hier wird wenigstens auch einmal Bezug auf das Bauernsterben genommen,
    das entspricht auch meiner bescheidenen Wahrnehmung.

    Noch keinen Bezug habe ich in den wissenschaftlichen Untersuchungen gefunden auf Zusammenhang der Verdummung unserer Bevölkerung mit dem Auflösen der Landwirtschaftlichen Betriebe und deren Familienstrukturen und somit automatisch auch der Sozialkompetenzen der Kinder, die wie nirgend sonst ausser auf dem Bauernhof den Umgang mit Eltern, Respektspersonen wie Oma und Opa, Umgang mit der Natur und ihrem Wetter und fairen Umgang, Erhalt und Verantwortung für Tiere und Natur als Nutz“objekte“ fürs Überleben lernen; nicht zu vergessen die Versorgung von Oma und Opa im Alter, die eingebunden in der Bauernfamilie versorgt wurden bis zu Ihrem Lebensende.
    ( Altenpflegeheime und Pharma hassen mich bestimmt für diese Aussage )

    Ich glaube, das meinte der Liebe Gott damit, als er sagte:
    Im Schweisse Deines Angesichts… ;D

    – bitte nicht falsch verstehen – ich stehe den alten Strukturen positiv gegenüber !
    Ich denke, wir müssen diesen Fortschritt zurück machen, sonst macht der Planet nämlich nicht mehr lange.. 🙁

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    • firedragon sagt

      Frau Neveling,
      „Fortschritt zurück“, bis wohin zurück und welchen Fortschritt meinen Sie?
      Mit der Aussage an sich, ohne Erläuterung, kann ich jetzt so nicht viel anfangen.

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      • Brigitte Neveling sagt

        firedragon, das hab ich unklar formuliert:
        das ist reine Selbstkritik und nicht an die Adresse der Bauern ( meine Hochachtung !) gerichtet. Ich meine unsere Konsumgesellschaft, die sich blind im Supermarkt das Wägelchen vollhaut, alles in meterdickem Plastik eingeschweisst.
        Diese Ablösung von natürlichen und regionalen Lebensmitteln und deren Herkunft sehe ich im Zusammenhang mit fehlendem Verständnis und Verbindung zur Landwirtschaft, die im „Hintergrund alles herbeischleifen muss“.
        Ich sehe auch die Problematik des Marktdruckes, des Lobbyismus und der realitätsresistenten Politiker gegenüber der Landwirtschaft.
        Ich hatte 40 Jahre lang Pferde und stand immer auf Bauernhöfen. Wenn Bauer ( Witwer ) sonntags mal zur seltenen Familienfeier musste, hab ich die Kühe reingeholt und gemolken und mit willigen Reitkollegen die Heuernte vom Feld gefahren und eingelagert, also viel Einblick in die tägliche Mühe, die vom Bauer nie beklagt wurde.
        Mit jeder Generation nimmt das Wissen der “ Städter “ ob dieser Situation ab; das liegt meiner Meinung u.A. auch an den heutigen zerrissenen Familienstrukturen, die ich in meinem vorigen Beitrag ansprach.
        Meine Oma ( 1. und 2. Weltkrieg ) sagte mal “ ihr habt noch nie richtig Hunger gehabt „. Ich sehe diesen Zusammenhang.
        Kurz: an den Schulen sollte Grundwissen der LW mit in den Lehrplan aufgenommen werden – Kinder vergessen nichts und Bauern sollten ihre stille Macht als Lebensmittellieferant nutzen und den Markt unter Druck setzen.
        Fortschritt der Gesellschaft zurück zum Wissen über die Herkunft des täglichen Brotes.

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        • firedragon sagt

          Guten Morgen Frau Neveling,
          danke für die Erklärung, verstehe was Sie meinen.
          Fazit : kindliche Prägung (bis ins junge Erwachsenenalter) ist nicht zu unterschätzen.

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    • Obstbäuerin sagt

      Sehr geehrte Frau Neveling, da Sie neu hier im Blog sind, haben sie sicher noch nicht gemerkt, dass hier sehr viele konventionelle Bauern dabei sind, die den alten Strukturen nicht so positiv gegenüberstehen (es gibt natürlich auch Altes, was nicht schlecht war). Wir betreiben Obstanbau und verwenden sowohl Pflanzenschutzmittel zu Reduzierung der Schädlinge als auch chemischen Dünger und Glyphosat. Trotzdem haben wir eine hohe Biodiversität und Wildbienen in großer Anzahl (ohne die gehörnte Mauerbiene). Mehr als 50 Schmetterlingsarten habe ich in den letzten 3 Jahren dokumentiert, von denen in unserem Schmetterlingsparadies oft 20 verschiedene Arten gleichzeitig beobachtet werden können. Vogelarten haben seit 1995 von 88 auf 95 2018 zugelegt.
      Ich kann bei uns kein Artensterben erkennen und bezweifle die Allgemeingültigkeit der Aussagen in ihrem eingestellten Beitrag. Von Kollegen aus ganz Deutschland sind mir Berichte bekannt (z.B. Bodensee), die ebenfalls eine hohe Biodiversität nachweisen können.

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      • Brigitte Neveling sagt

        Liebe Obstbäuerin,
        ich bin Laie, stimmt, und ich habe keine Landwirtschaft gelernt – unterliege somit wie viele meiner Mitstreiter den Informationen der Umwelt- und Tierschützer; das Interesse daran hab ich von meinen Großeltern mit Imkerei und Gemüseanbau für den Eigenbedarf.
        Über meine Tiere war ich mein Leben lang täglich mehrere Stunden in Feld und Wald und hab viel beobachtet.
        Unterschied: früher gabs kleinere Felder mit verschiedenen Feldfrüchten und bunten Randstreifen und ein Summen und Brummen. Heute z.B. so weit das Auge reicht, gelbe Rapsflächen bis an den Horizont und Totenstille, das ist gruselig.
        Auch auf meiner Autofrontscheibe nach einer ganzen Woche noch nichtmal ein Viertel der Mücken wie vor 30 Jahren.
        In meinem gemieteten Garten in der Eifel mit Teich am Dorf/Waldrand momentan üppige Blütenpracht der Büsche und Bäume, Löwenzahn, Margeriten, Butterblume und Vergissmeinnicht und 1 Biene pro Woche.
        Eine zweite Biene kommt vom Himmel getaumelt und bleibt bewegungslos im Gras liegen. Vorige Woche eine Biene, die mit den Hinterbeinen sich am Boden voranschob und die beiden Vorderbeine am Körper angelegt hatte, war am nächsten Tag tot, heute fand ich ein Pfauenauge auf der Gartentreppe ausgebreitet, tot.
        Dann liest man die Schriften der Umwelt- und Tierschützer und kommt ins Grübeln.
        Dies alles nur zur Erklärung, wieso Otto Normal verunsichert ist und ich könnte mir vorstellen, dass die vielfältigen Feldfrüchte in früheren Zeiten auch die Populationen der Bestäuber begünstigt hat.
        Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe machen, einem Laien Erklärungen zu vermitteln !

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        • Christian Bothe sagt

          @Neveling,da haben Sie aber alle Register gezogen, um auf die Tränendrüsen zu drücken…Halten Sie sich an die Obstbäuerin und ihre Erfahrungen und an Fakten zur LW und wie man 9 Milliarden Menschen ernährt.Dazu gehören auch die Bienen mit ihrer wichtigen Arbeit entsprechend eingeordnet!!!

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        • Obstbäuerin sagt

          Hallo Frau Neveling, das haben sie gut beobachtet. Wir erwarten demnächst ein Bienensterben von 20.000 bis 30.000 gehörnten Mauerbienen und auch diese werden entweder taumelnd vom Himmel fallen oder einfach weg sein. Das ist der Lebenszyklus dieser Wildbiene – sie lebt nur etwa 6 Wochen und hat ihre Aufgabe für Nachwuchs zu sorgen (Arterhaltung) dann erledigt. Auch Schmetterling haben eine begrenzte Lebensdauer und ab und zu stirbt einer. Ich habe auch beobachtet und gefilmt, wie natürliche Feinde (Hornissen) Schmetterlinge angreifen und die Flügel so beschädigen, dass sie irgendwann nur noch zu Fuß gehen können und dann wahrscheinlich ableben.
          Als ich meiner Enkelin erzählt habe, dass die Mauerbiene nur 6 Wochen lebt, hat sie ganz traurig gesagt: Ich will nicht, dass die Bienen sterben!!! Zum Glück tun sie es dennoch, sonst hätten wir kaum Platz zum Atmen.

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          • Brigitte Neveling sagt

            Hallo Obstbäuerin,
            vielen Dank für Ihre Ausführung; ich finde es hervorragend, dass Sie die Kinder rechtzeitig über den Kreislauf informieren und erklären, wie Natur funktioniert.
            Ich wollte mit meiner Erzählung auch nur berichten und nicht auf die Tränendrüse drücken – natürlich gehört der Tod zum Lebenskreislauf dazu.
            Vielen Dank für Ihre wichtige Arbeit und Alles Gute !

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „ich bin Laie, stimmt, und ich habe keine Landwirtschaft gelernt – unterliege somit wie viele meiner Mitstreiter den Informationen der Umwelt- und Tierschützer“

          Ich bin Laie und habe nicht Elektriker gelernt. Deshalb gehe ich bei jedem Problem zu den Umwelt-oder Tierschützern, die Wissen es bestimmt besser.

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          • Brigitte Neveling sagt

            Ehemaliger Landwirt,
            ich gehe nicht mit meinen Problemen zu den Umwelt- oder Tierschützern.
            Ich habe meine freie Zeit meist draussen verbracht und viel mit den Bauern gesprochen, wo ich meine Tiere untergebracht hatte und da konnte ich viel lernen.
            In den letzten 50 Jahren hat sich so sehr viel in der Landwirtschft verändert und auch in der Nahrungsmittelproduktion sowie der Nutztierhaltung und für Interessierte gibt es allein aus Zeitgründen oft keine Möglichkeit mehr, mit den Bauern zu sprechen.
            Ich werde mich aus Ihren Diskussionen jetzt heraushalten, bin aber froh, dass ich hier Informationen „von der Front“ nachlesen kann.
            Vielen Dank.

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            • Arnold Krämer sagt

              Nein, Sie sollten sich nicht raushalten, sondern ihre Meinung auch hier einbringen, weil freundliche und höfliche Menschen grundsätzlich jedem Blog gut tun. Der Umgangston ist manchmal rauh (hier gehts noch, weil ältere Landwirte meist noch eine gute Erziehung erfahren haben), aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Herr krämer,

                Früher habe ich im Religiosunterricht gelert.

                Wenn jemand dir auf dei Wange schlägt, halte die andere auch hin. Mit dieser Maxime haben die Bauern gehandelt.

                Statt ständigen Falschaussagen und Gehässigkeiten mittels Leserbriefen entgegen zu treten, hat man es vorgezogen, seine Zeit mit der Suche nach neuem Pachtland zu verbringen.
                Das Ergebnis sieht man ja, das gemeine Volk fragt bei Umwelt- und Tierschützern nach, wenn es um landwirtschaftliche Themen geht.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie sollen sich nicht heraushalten, sondern Fragen stellen, die sie bewegen.

              Ich reagiere allergisch, wenn jemand kommt und das erlernte von Umweltschützern verbreitet.
              Nehmen sie sich die Zeit, um mit Landwirten zu sprechen, Landwirte sind die Personen, die der Landwirtschaft am nähensten sind.

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    • Schmeckt gut sagt

      Frau Neveling, ihren Einsatz für die Sache finde ich prima. Wir Bauern haben allerdings einen sehr viel direkteren Blick auf viele Dinge. Warum? Weil wir in der Saison jeden Tag in der Natur arbeiten und die Natur dabei idealerweise genau beobachten. Dies wird uns von zu vielen, die diese Nähe allerdings überhaupt nicht haben, abgesprochen. Wir sehen – aus Erfahrung (das sind die „alten Säcke“ 😉 und weil wir es in der langen Ausbildung über meistens über 4 Jahren gelernt haben – Probleme früher und intensiver und diskutieren diese Probleme mit vielen externen Beratern – ja, tatsächlich, diese gibt es – anders als in der guten, alten Zeit. Auch diese (wichtige) Beratungsstruktur wird nie erwähnt, weil ja super-schlecht beim Spendeneinsammeln zu vermitteln. Ihr Kommentar führt unter anderem zu einem Link und dieser wiederum führt auf eine „professionelle“ Seite, die an hervorgehobener Stelle gleich einen Spendenaufruf zeigt. Bei mir schrillen dann sofort die Alarmglocken. Scheint eine wirklich sehr „uneigennützige“ Seite zu sein 😉 . Ja, wir Bauern werden immer weniger, was aber nur in zweiter/dritter/vierter Linie an Umweltproblemen liegt. In erster Linie liegt es an dem enormen Marktdruck, dem wir ausgesetzt sind. Hier ist der wichtigste Ansatzpunkt für politische Veränderungen. Sind diese gewollt? Auf garkeinen Fall, weil wir Bauern so blöd sind, uns selbst auszubeuten und uns dabei auch noch gegenseitig in die Pfanne hauen und alles tun, um billige Rohstoffe zu produzieren (das wird auch so bleiben, weil die meisten Produkte weiterverarbeitet werden müssen, wie übrigens früher auch). Insofern war die gute, alte Zeit tatsächlich besser. Bleibt noch ein kurzer Blick auf das Arbeitspensum: wir Bauern haben schon immer länger und härter gearbeitet, als viele andere Berufsgruppen. Dies ist kein Nachteil und wir „Jammern“ auch selten über die viele Arbeit, weil wir unseren Beruf nicht als Job sehen, sondern als „Berufung“ und Hobby. Auch dieser Punkt wird uns zu unserem Nachteil ausgelegt. Auch hier möchten wir auf garkeinen Fall in die gute, alte Zeit zurück. Warum? Weil wir das Arbeitspensum ohne die modernen Hilfsmittel überhaupt nicht bewältigen könnten. Und in die gute, alte Zeit zurück? So viele Angestellte, Helfer und Ehrenamtliche gibt es nicht mehr, die Grundwissen in LW haben. Die Hilfsbereitschaft der vielen, die sich zur Ernte über verschiedene Protale gemeldet haben, freut uns in diesen Zeiten sehr und oft ist es eine große Hilfe. Kommen diese auch in den nächsten Jahren – wenn die Politik wieder anders tickt? Für AN in Kurzarbeit lohnt sich der Erntejob schon nicht mehr bei 80-87% vom Nettolohn – so schnell ändern sich Rahmenbedingungen. Viele, gute Leute möchten arbeiten, aber die Zuverdienstmöglichkeit wird nicht angehoben und unatraktiv gemacht. Voraussetzungen ändern sich zur Zeit stündlich – auch anders, als damals. Allerdings möchte ich unsere Umweltministerin einmal Unkraut jäten sehen – würde mich richtig darauf freuen – aber 8 Std. am Tag über 3 bis 4 Wochen? Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen 😉 Die Lohnhöhe der Ministerin sollten wir noch diskutieren, vielleicht wird sie ja wegen Volksverhetzung verurteilt und sucht dann Arbeit………..2020 ist jetzt schon ein denkwürdiges Jahr. Bin jetzt ein wenig vom Weg abgekommen – muß am Jahr liegen.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Eine ehemalige Nachbarin, (Starb im Alter von 93 Jahren, war 6 Monate vor ihrem Ableben das erste mal bei einem Arzt) musste als Schulkind, vor der Schule mit dem Vermieter Futter holen.

        Sie sagte immer, die“Gute“ alte Zeit will sie nicht mehr zurück, sie hat sie erlebt.

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        • Inga sagt

          Ich kenne jemanden der in der Großen Ernte von der „guten alten Zeit“ schwärmt, weil er da jeden Abend mit dem Nachbarn vor der Türe sitzen konnte.

          Ich mit Mähdrescher aufgewachsen fragte verwundet, da war es doch wohl noch stressiger, weil die Garben erst in Hügel gesetzt und dann heimgeholt und dann durch die Dreschmaschine gemacht wurden, was war da schön dran.

          Dann antwortete er mir,
          das war es ja gerade, in der guten alten Zeit ging alles gemächlicher, wir haben das Getreide mit dem Selbstbinder vor der Vollreife geerntet, es trocknete in Hügeln, Haufen oder ostdeutsch Puppen weiter und dann wurde es nach Hause geholt, in die Scheune gestapelt, gebanzt und im Winter gedroschen.
          Da hatten wir es abends gemütlich.

          In modernen Zeiten mit dem Mähdrescher, da erntete man in Vollreife, die Körner klimperten in den Korntank und da ging es auf Zeit, da hat man bis in die Nacht gedroschen, da hatte man keine Zeit mehr mit dem Nachbarn auf der Bank zu sitzen.
          Außerdem kam ja nach oder mit der Anschaffung des Mähdreschers auch die Anschaffung des Fernsehers.
          Nachbar saß auch nicht mehr auf der Bank!
          So verging die „Gute alte Zeit“

          Und die 106 jährige ist als Kind ausgenutzt worden wie viel in der guten alten Zeit!
          Sie hat aber dann von dem Bauern wohl Mietminderung bekommen, Milch.ein Schinkenbrot oder sonst was!

          Die Männer waren sich doch früher zu fein, das darum liegende Gras nach dem Aufladen zusammenzurechen, das mußten doch immer nur Frauen oder Kinder machen!
          So ging es mir als Bauernkind auch! Die anderen gingen in der Zeit ins Schwimmbad oder sonst wo hin!

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          • Karl Timme sagt

            Ja Inga,

            bin noch keine 106 Jahre alt, aber die Hälfte habe ich schon satt überschritten, Stiegen aufstellen, einholen, einbansen, im Winter mit drei weiteren Betrieben „maschinen“ (dreschen), jeder Betrieb eine Woche. Alles gemächlich mit viel Pausen und Unterhaltung. Es gab Maschinenkuchen (Butterkuchen auf großen Platten die in den Bäckerein im Ort gebacken wurden (zuhause fertig gemacht) und frisch geschlachtetes. Jeder Tag ein neues Fest.
            Das endete als wir 1962 einen gezogenen Fahr Mädrescher bekamen.
            Allerdings wurde er zu spät ausgeliefert, sodas mit Ihm noch ein Stiegendrusch (Binderlaken ins Schneidwerk) gemacht wurde. Das Stroh fiel direkt auf einer Niederdruckpresse die unter dem Mähdrescher plaziert wurde.
            Ja das war das Ende der ruigen Erntezeit. Ab da war Mann alleinunterhalter (ich und die Maschine)
            Keine Handys oder Smartphon, auch keiner mehr mit dem Mann sich wie beim Rübenverhacken, -verziehen und mehrfachen Rübenhacken unterhalten konnte.
            Die neuste Technik erlaub es wieder! Per GPS automatiesierter Lenkung kann der Fahrer wieder per Smartphon komunizieren.
            Welch ein Fortschritt!

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            • Inga sagt

              Danke Karl Timme,
              dann wohnst du also in der Gegende, wo Stiege zu
              Haufel, Hügel oder Puppe (zusammengestellte Garben)
              gesagt wurde.

              Also hast du die Entwicklung zum 1 Mann-Betrieb mitgemacht!

              Ob deswegen die Flächenzusammenlegung, Arrondierung gemacht worden ist?

              Und die andere Agrartechnik so wie so?
              Seid dem sind die Störche verjagt und es gibt weniger Babies?
              Die feinen Damen können ins Büro gehen, Fingernägel lackieren, Haarspray u. -farbe u. andere chemische Hilfsmittel benutzen, Fertiggerichte, Zweitautos kaufen und in den Urlaub fliegen?
              Die Gärten vorm Haus mit Glyphosat unkrautfrei halten oder gleich einschottern.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Zitat Inga: „…..dann wohnst du also in der Gegende, wo Stiege zu Haufel, Hügel oder Puppe (zusammengestellte Garben)
                gesagt wurde….“

                Und bei uns sagt man „Hocke“! 🙂

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              • Karl Timme sagt

                Inga,

                ja, Stiegen hießen die bei uns und waren bei den Kindern als Spielzeug (Indianner) sehr beliebt. Dabei gingen auch schon mal welche in Flammen auf.

                Wir haben seit ich mich Erinnern kann, immer ein Storchenpaar im Ort gehabt, in Sichtweite und gut von meinem damaligen Jugendzimmer einzusehen.
                Also Störche nicht weniger, aber weniger Kinder. Das hat eventuell damit zutun das der Storch früher mehr gelegenheit hatte die Frauen im freier Natur zu hacken. Heute mit den Maschinen muß Mann acht geben das Mann die Störche bei der Futtersuche nicht überfährt.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wir hatten eine Gutbrot Mähmaschine, da konnte man einen Getreideableger an bauen, die Frauen mussten das Getreide aufnehmen, ich hatte die Aufgabe die Stricke zum binden hinzulegen. Die Büschel (bei und hies es Gaben) kamen auf den Gabenspeicher und irgend wann zur Dreschmaschine, die ein anderer Landwirt betrieb.

            Mit meinem 18 Jahr und der Ausbildung zum Baumwart hatte dies ein Ende, die Äcker wurden mit Brennkirschen bepflanzt.
            Damals eine kluge Entscheidung.

            In das Schwimmbad durfte ich als Kind, am Sonntag. 🙂

            Sagen wir mal so, kann nicht sagen, dass ich ausgenutzt wurde, aber mit auf das Feld musste ich immer.

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            • Karl Timme sagt

              Ehemaliger,

              ausgenutzt habe ich mich in keiner Weise gefühlt. Es hat Spaß gemacht, hätte ich sonst den Beruf nach ABI ergriffen?
              was lästig war, beim Rübenhacken waren überwigend ältere Frauen. Deren Snack (Trasch) hat mich wenig interesiert, wären die in meinem Alter gewesen, nah dann!
              Im Ort haben wir ein sehr schönes Waldbad, das hatte immer bis 20:00 Uhr auf. Also gab es genügend Zeit zum Baden, nicht an jedem Tag war die Hilfe auf dem Betrieb angesagt.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Wir hatten, das heißt wir haben immer noch ein Schwimmbad, die Renovierung hat mehrere Millionen gekostet, natürlich beheizt, mit Sonnenenergie.
                Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, wurde es 1926 gebaut.

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                • Karl Timme sagt

                  Unser Bad wurde 1954 gebaut, damals wurde bei uns sehr viel Oel gefördert die Betriebsfirma DEA hatte ein Betriebsgelände im Ort und hat auch dieses Bad überwiegend gebaut. Der Einzugsbereich
                  war für damalige Zeiten sehr groß (Braunschweig,Hannover und alle kleineren Städte im Umkreis). An den Wochenenden war der Ort zugeparkt.
                  Inzwischen sind auch zahlreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt worden, finanziert durch die Stiftung Schmarloh (Windpark Schmarloh), ausgeführt vom Förderverein Waldbad Hohne.
                  Beheizt mit Sonnenenergie und Biogaswärme.

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            • Inga sagt

              Diese Stricke hießen bei usn Seile, und es war Kinderarbeit diese herzustellen.
              Mußte ich auch machen, aber ich war da noch so klein, dass ich nicht mehr weiß, wie der Knoten ging, weiß du das noch?

              Denn die Ähren von dem Seil oder Strick mußten ja nach oben stehen, damit sie von der Dreschmaschine erfasst wurden, und die die restlichen Strohhalme mußten die Garbe umbinden, dass dann die Frauen gemacht haben, die die Gaben aufnehmen mußten.

              Für mich war das stressig und ich dachte für die Erwachsenen auch. Aber dass die danach schon lustig waren und gefeiert haben, hab eich ja als kleines Kind nicht mitbekommen, weil ich ins Bett gesteckt wurde.
              Nur wenn die Dreschmaschine da war, habe ich mich gewundert, wenn die Erwachsenen nach dem Abendbrot, wenn ich ins Bett mußte den Schnaps alle aus einem Glas tranken. War das auch gesellschaftlich relevant? Schweißte es zusammen, förderte es die Kameradschaft?
              Dann brauchte man da noch kein Fernsehen?
              Hat es all diese gesellschaftlich relevanten Sachen überflüssig gemacht?
              Uns dafür eine Traumwelt mit Werbung vorgegaukelt?
              Nicht nur der Bauer auf dem Feld, auch viele Menschen n der Stadt wurden einsam!

              Na ja, dann können wir uns über diese Phänomene im Internet unterhalten!
              Macht auch Spaß, aber sie dürfen nicht vergessen werden!
              Ob das nur eine oder 2 Generationen nachempfinden können, die im und kurz nachdem Krieg, also in den 40iger und 50igern geboren wurden?

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Inga, zu dem Gabenstricke fällt mir eine Anekdote ein.

                5 Junge Männer aus meinem Wohnort wollten sich in einer Bar in Baden Baden vergnügen, da die Bar zur gehoben Klasse gehörte, durften die ohne Krawatte nicht rein.
                Dann kam die rettende Idee, die Gabenstricke. Umgebunden und schon öffnete sich die Tür.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Inga, dass wir uns verstehen, die Gabenseile,, wir sagten Gabenbinder dazu, die hatten an einem Ende ein Querhölzchen.

                  Die Garbe wurde mit dem Seil zusammengebunden, in dem man das Seil um das Hölzchen legte und verschnürte. Nur dieses Seil verwendeten die als Krawatte.

                  Es waren dünne Hanfseile, die man im Landhandel fertig kaufen konnte. Einer von denen hatten welche im Auto liegen.

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                • Karl Timme sagt

                  Inga ,

                  ich sehe wir verstehen uns.
                  Ich war nicht der Chef!
                  Nach der Betriebsübernahme wurde die 24 Std Silage eingeführt. Gab Wiederstand und Streik.
                  Habe das Problem überbetrieblich gelöst.
                  Ich habe mit meiner Technik Grassilage zusammengefahren. Meine „Kunden“ bekamen jeder eine Wiese zum mähen und wenden. Wurde verechnet. Startschuß 12:00 Uhr 17:00 Uhr lagen 40 ha Gras und waren gewendet, parallel zum zusammen fahren wurde geschwadet. das war 1983 (!).

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              • Karl Timme sagt

                Inga,
                der Binder, den wir hatten hat die Garben mit einem Sisalband gebunden. Dieses wurde beim dreschen mit hilfe eines feststehenden Messer welches an einem breiten leder Armband befestigt war, auf geschnitten und mit in die Dreschmaschine geschoben. Die Pers. hatte dabei die Hände frei und zog zum aufschneiden den Unterarm einmal über die Garbe.

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                • Inga sagt

                  Ja, ist mir auch erzählt worden.

                  Unsere Dreschmashcine im Dorf, der Schmied hatte sie und einen alten Hanomag 50PS davor.
                  Sie hatte eine Niederdruckpresse hinten dran und wohl auch eine Rutsche zum hochschieben, wenn ich mich nicht irre.
                  Kinder brauchten da nichts mit zu arbeiten.

                  Bei meiner Schwiegerfamilie in der Kleinstadt, die hatten eine Dreschmaschine, mit einer Hochdruckpresse hinten dran und da war es Kinderarbeit der Presse die Seiler zu geben, also auch welche aus Sisal!

                  Das war bestimmt für Bansen im Feld besser oder auch Feldscheune, so hatte man weniger Arbeit im Winter beim Nachhauseholen, oder?

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                • Inga sagt

                  Habe mich nochmal mit bei meinem Mann über die Hochdruckpresse hinter der Dreschmaschine erkundigt.

                  Ach du meine Güte, das war ja eine Drahtpresse.
                  Von der Firma Lukas.

                  Die Kinder mußten da immer Draht, der wohl dicker war wie Weidezaundraht, zureichen.

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                • Karl Timme sagt

                  Bei uns war das ein großer E-Motor in einem Extra-Wagen, der auch das Heugebläse und im übrigen Jahr die Schrotmühle über einen Flachriemen antreiben mußte.
                  Allerdings kam auch ein Porscheschlepper (ich meine Standart mit 33/38 PS) zum Einsatz, dieser hatte auch einen Flachriemen Antrieb.

                  Beim Dreschen waren ja viele Arbeitsgänge von Hand zuerledigen:
                  Die Garben von der Banse in die Dreschmaschine, min 4 Pers.
                  Kornabsacken, Säcke ins Kornlager schaffen, je nach örtlichkeit 4 Pers.
                  Ausgedroschenes und gebundenes Stroh auf Wagen oder gleich in eine andere Banse verladen, 4 Pers.
                  Die Anzahl der Pers. waren stark von den Örtlichkeiten abhängig. Die Aufgabe von uns Kindern war es, alle Stationen mit Nachschub zu versorgen insbesondere das zuschneiden von Bändern zum abbinden der Kornsäcke. Aber auch mal ein Getränk zum Staub herunterspülen.

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                • Inga sagt

                  Ja, Karl Timme,
                  ich kenne den Binder kaum noch,
                  mußte mich aber von meiner Tante und Cousin aus der Großstadt erzählen lassen, dass der Binder auf hochdeutsch Selbstbinder heißt!
                  Erzähle ich das meinem Mann,
                  erzählt er mir zurück, dass er als Kind erlebt hat, dass ein Bauer (Flüchtling aus Böhmen oder Mähren) aus dem Nachbarsdorf, der dennnoch einen Acker neben meiner Schwiegerfamilie hatte, zu ihnen aufs Feld kam und sagte Ihr habt aber so schöne Gaben, ich bekomme keine eaus.
                  Schwiegervater schaute eben und stellte fest, dass er kein Seil in der dafür vorgesehen Trommel hatte.
                  Das kann ja nicht gehen, meinte mein späterer Schwiegervater da,
                  der Nachbar entschuldigte sich damit,
                  ich dachte das wäre ein Selbstbinder,
                  der bindet von alleine!

                  🙂

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                • Karl Timme sagt

                  Inga,
                  solche Geschichten kenne ich auch.

                  Das Wetter ist unbeständig, das Gras hat zum Heupressen nocht nichts übrig. Die 24 Std Silage kennt mann noch nicht , dafür fehlt es auch an der Technik.
                  Die Heuernte zieht sich schon sehr lange hin , Grund das durchwachsene Wetter und die Tradition nicht mehr zu mähen als Mann in überschaubarer Zeit einbringen kann. Heutrocknung wie in Bayern oder Östereich die Ausnahme.
                  Alle auf der Wiese, das Heupressen beginnt. aber die erste Lage auf dem Wagen ist noch nicht voll, ein Knoter streikt, ausgerechnet jetzt!
                  Da ist in dem einen Knoter kein Band? Ist er gerissen?
                  Klappe auf! Oh G….t die Garnrollen sind leer!
                  Keiner hat es kontrolliert, niemand Ersatz mit genommen.—–Pause für die Manschaft— Band holen!

                  Das war dann schon Kunstoffband (keine Ahnung ob PVC oder ein anderer Kunstoff) eingepackt in Kunstofffolie.
                  Zur Zeit der Dreschmaschine war das noch Sisalband, das auch schon aufgerollt war, aber in gewachsdes Papier gewickelt war.

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                • Inga sagt

                  Warum hast du kein Ersatzrolle mitgenommen.
                  Ich kenne beide Rollen, die aus Sisal und die aus blauem Plastik.
                  Ja, das ist ärgerlich, wenn es beim Heumachern bei gutem Wetter an solchen Sachen scheitert.

                  Solche Rollen kamen ja auch in den Selbstbinder, wir hatten einen Fella mit Zapfwelle angetrieben.
                  Die Quertücher hatten Holzleisten.
                  Die Rollen für das Sisalseil befand sich unter dem Sitz, wo man sich draufsetzen konnte und drauf achnten mußte, dass die Getreidestengen auch alle gerade lagen, damit es eine ordentliche Garbe gab.
                  dort holte der Knüpfer für die Garben an der linken Seite das Seil ab.
                  Wo ich keine Ahnung von habe,
                  ob ein Rechts- oder Linksbinder war!

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        • Brigitte Neveling sagt

          Ehemaliger Landwirt,
          ich kann ihre Nachbarin verstehen, denn als diese Kind war, war Deutschland sicherlich vor, während oder nach den Kriegswirren und das ganze Land war ja damals auf den Kopf gestellt, eine schreckliche Situation für die Menschen.

          Wenn ich als 60jährige von „meiner“ guten alten Zeit spreche, war die Landwirtschaft im vollen Gange, wir Kinder bekamen Kartoffelferien, um den Bauern bei der Ernte zu helfen und diese interessanten Eindrücke damals hab ich bis heute nicht vergessen; so sollten eigentlich die Kinder heutzutage auch mal erfahren, wie man zum „täglichen Brot“ beitragen sollte.
          Das Leben kann nämlich nicht immer nur schön sein, es muss auch manchmal Mühe machen…das formt denkende Menschen.
          In diesem Sinne !

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          • Inga sagt

            Bist du in der DDR aufgewachsen, Brigitte?

            Bei usn in d der BRD hießen ide Herbstferien.
            Bei uns in der alten BRD war Kinderarbeit verboten,
            ausser für Kinder in der Landwirtschaft und Hauswirtschaft nicht!

            Kinder vom Bauernhof oder aus der Gastronomie mußten mithelfen,während andere in den Urlaub oder Schwimmbad fuhren!

            Das diese Herbstferien Kartoffelferien hießen, weiß ich nur von alten Leuten von damals!
            Es hörte sich an, als sehnten sie sich nach der Zeit!

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            • Brigitte Neveling sagt

              Nein, Inga,
              ich bin aus der BRD, Bergisch Land und ich mein mich zu erinnern, dass vor 50 Jahren hier auch Kartoffelferien dazu gesagt wurde – kann mich aber auch vertun, weil meine Mama aus Schlesien war und mein Papa aus Franken, da gab es evtl. diese Bezeichnungen auch.
              Als Kleinkind war ich mit Opa am Bienenstock und mit Oma im Gemüsegarten und mit Beginn der Schulzeit trieb ich mich nachmittags immer im nahen Bauernhof mit Pferdehaltung rum,
              meine Kumpels und ich putzten die Pferde, misteten die Boxen, fütterten und brachten die Pferde auf die Wiese und zurück. Zwischendurch Hof fegen und als Belohnung gabs einmal die Woche Reitunterricht auf den Privatpferden und später fuhr der Jungbauer mit uns Jugendlichen sogar zu Reitturnieren, wo wir unsere ersten Prüfungen ablegen konnten.
              Wenn das eigene Heu und Stroh eingefahren wurde, waren wir dabei und in der Kartoffelernte hinten auf dem Kartoffelsortierer.
              Der Jungbauer war ca 15 Jahre älter als wir, war fröhlich und fleissig und freute sich, wenn wir halfen.
              Wir empfanden das nicht als Kinderarbeit, es hat Spass gemacht !

              Ich war später selbst Pferdebesitzer und hatte meine Tiere immer auf Bauernhöfen untergestellt und wie schon in einem anderen Kommentar berichtet, hatte ich immer einen Draht zu den Bauern und hab gern mit angepackt, wenn Not am Mann war.

              Ja, ich vermisse diese Zeit ! Wenn ich mich daran erinnere, ist das so heilsam für mich 😀

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      • Brigitte Neveling sagt

        schmeckt gut, macht nix mit dem Weg, das geht dieses Jahr vielen von uns !
        Das mit der Umweltministerin unterschreib ich !
        Ich sehe auch im Handwerksbereich, dass die Entscheider über Regeln und Gesetze heute nur vom Bürosessel aus entscheiden – keiner von diesen Studierten hat je in seinem Leben mal einen Besen angepackt und die Lagerhallen gefegt oder einen Lieferanten mal an die Rampe eingewiesen.
        In weiten Kreisen der Bevölkerung wächst Unmut ob dieser häufigen unqualifizierten Bevormundung.
        Zu den Spenden. Es gelingt schon der einen oder anderen Organisation, Firmen oder Politiker zu Reaktionen zu bewegen und es geht natürlich auch nicht ganz ohne Geld, in Gruppen dorthin zu fahren, Plakate zu drucken etc., um sich Gehör zu verschaffen.
        Die gute alte Zeit wird auch nicht mehr kommen, das weiss ich.
        Meine Meinung ist, dass Gesellschaft lernen müsste, auf manche Dinge zu verzichten und sich auf das Wahre im Leben zu konzentrieren, z.B. gesund angebaute Feldfrüchte der Saison aus unserer Klimazone, das Schätzen unserer Kulturlandschaft und die Erholung, die man sich auf Mallorca am Strand sicherlich nicht holt, aber mit Sicherheit in unserem schönen Land holen kann.
        Der Mensch lernt offensichtlich nur, wenn er das wirklich Gute einmal verliert.
        Ich beobachte, dass in den hektischen Städten diese Einstellung nicht möglich ist.
        Ich lebe seit 20 Jahren in der Eifel und beobachte in den dörflichen Strukturen, dass hier die Menschen viel näher zusammenrücken, gegenseitige Achtsamkeit praktiziert wird und vor Allem die Jugend sehr viel Nähe zur Landwirtschaft hat, weil Erfahrungen gemeinsam gemacht werden und Opa den Enkel mit aufs Feld nimmt – hier gibt es viele Jugendliche, die sehr stolz auf den Betrieb des Vaters sind und ihn auch weiterführen wollen.
        Lange Rede kurzer Sinn:
        Ich danke für Ihre Ausführungen und meine, dass die Bauern sich evtl. ihrer wirklichen Macht noch gar nicht so sehr bewusst sind und ich wünschte, Sie würden diese Karten in Zukunft stärker spielen, Sie sind viele !
        Alles Erdenklich Gute von mir !

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  2. Ich seh vor allem das Neusprech in der REWE-Werbung kritisch, da billig produzierbares Neusprech sachliche Diskussionen vergiftet beziehungsweise die Kosten dafür massiv erhöht.

    Traditionelle anlassbezogene Insektizide (altdeutsch: Insektenmorde/Insektensterben) mit DDT & Co sind ja vor dem neusprech 75%Insektensterben sprachlich gelernt. Das Problem dem neusprech Insektensterben statt altsprech Insektenrückgang, ist die Verwechslungsgefahr, wenn ein einfaches Wort für eine sachliche Diskussion erstmal aufwendigst geklärt werden muss.

    Altsprech:
    Naturschutzgebiete: 0 jährliche Insektizide => 75% Insektenrückgang
    Wirtschaftsgebiete: n jährliche Insektizide => 0%Rückgang/Steigerung

    Neusprech:
    Naturschutzgebiete: 0 jährliche Insektizide => 75% Insektensterben
    Wirtschaftsgebiete: n jährliche Insektensterben => 100% Suggestat beim Kunden

    REWE ehrliche Werbung:
    75%Insektenrückgang ohne Chemie
    (nicht zu verwechseln mit traditionellen Insektiziden)

    Auf die Problematik von Neusprech (in der VT-Forschung auch als NLP bezeichnet) hat schon der Futurologe Blair 1948 in einer Studie aufmerksam gemacht (die wohl anders verstanden wurde). Der NABU hat damals durch billige Mitgliedsbeiträge seinen Marktanteil gesteigert.

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    • Obstbäuerin sagt

      Mal sehen, ob sie auch die erforderliche Medienaufmerksamkeit bekommen, Ferkelhebamme. Übrigens ist heute DER TAG DER ARTENVIELFALT (https://www.tagesschau.de/inland/artenvielfalt-103.html). Ich schlage vor, den TAG DER NAHRUNGSSICHERHEIT einzuführen, denn egal was im Moment an Informationen kommt, die Landwirtschaft wird als Produzent von Nahrungsmitteln vollkommen ignoriert.

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    • Christian Bothe sagt

      @Ferkelhebeamme,von welchem LsV reden wir hier???Für mich sind beide original und sollten sich gefälligst wieder zusammen tun(bin Unterstützer von LsV Thüringen).Aber auf jeden Fall ein richtiger Schritt von LsV!

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      • Ferkelhebamme sagt

        Interessanterweise machte diese Pressemitteilung von LSV Original in der LSV Deutschland WhattsApp Gruppe die Runde. Offensichtlich lassen sich die Bauern durch die lächerlichen Machtspielchen nicht spalten. 🙂

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  3. Thomas Apfel sagt

    Nur zur Illustration:
    Ich bin seit 5 Jahren in die Zusammenarbeit mit dem NABU (Rewe-ProPlanet Projekt) eingebunden. Wir brauchen das auch für die Betriebsfonds-Abrechnung, da müssen 15 % der Maßnahmen/Mittel einen Umwelt-verbessernden Aspekt bedienen.
    Wir sind deswegen keineswegs Lieferanten von REWE. Der Nabu bekommt Gelder aus dem Projekt und soll diese gemeinsam mit den eingebundenen Bauern in sinnvolle Projekte ummünzen. Ziel des NABU ist hier mit möglichst geringem Einsatz Flächen für Naturschutz und Bio-Diversität zu generieren und zu sichern. Da gerät man in der Praxis schnell aneinander. Wir arbeiten auch mit der Flächenagentur zusammen um für die Nutzung ungeeignete Flächen in EuA Maßnahmen zu einzubringen und das auch entsprechend vergütet zu bekommen. Die Folge ist, dass der NABU Angst hat ins Hintertreffen zu geraten und merkwürdige Aktivitäten entwickelt. Die haben zum Beispiel versucht an mir vorbei eine von mir an die SOLAWI verpachtete Fläche in eine Streuobstwiese zu verwandeln (wohl wissend, dass im Ergebnis der Volksinitiative Insektenschutz diese Fläche dann unter Naturschutz gestellt werden wird). Die Bäume hatte ich auch noch selbst besorgt, weil mir mitgeteilt worden war, man wolle eine Streuobstwiese in einem bekannten Naturschutzgebiet in der Nähe anlegen. Die Streuobstwiese auf meinem Acker ist nicht zu Stande gekommen. Für die Verwendung der Bäume haben wir, nachdem Die sich tausend mal entschuldigt haben, eine einvernehmliche Lösung gefunden. Das zeugt mir aber ganz deutlich, dass man mit Denen eigentlich nicht zusammen arbeiten kann. Wenn überhaupt wird die Zusammenarbeit mit stark angezogener Handbremse fortgesetzt. Und, Irgendwer schrieb das neulich hier im Blog, die jährliche Entschädigung muss gesichert bei 2.000,- €/ha liegen, ansonsten keine Flächen für Nix !!! Die private Aktion „Insektenhelden.de“ aus Niedersachsen geht von Landwirten aus und betrachtet einen Entschädigungsansatz von 2.500 €/ha als normal und legitim.

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  4. Inga sagt

    Die gesammte Insektenwelt (ausser Honigbiene) dient oder beeinflusst die Biodiversität!

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    • Die Honigbiene dient oder beeinflusst die Biodiversität auch: veränderte Nahrungskonkurrenz, insbesondere bei synthetisch angelegten Pflanzen; Verbreitung von Milben; mehr Nahrung für Schwalben etc.
      Eine Ansammlung von Heuschrecken kann ähnlich wie ein chemisch induzierter Waldbrand die Grundlage für Neubiodiversikation schaffen
      Der großflächige Einsatz von DDT konnte Kleinvögel wie das Rotkehlchen vor der Bedrohung durch Großvögel etwas beschützen.
      … praktisch jegliche Änderung (inklusive der Honigbiene) dient oder beeinflusst die Biodiverstät!

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      • Inga sagt

        Danke,
        habe verstanden, mein Posting ist falsch platziert und nicht fertig getextet!

        Entschuldigung!

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      • Schmeckt gut sagt

        So sieht es aus. Alle bleiben zu Hause und – zack – laufen Tierarten durch die Metropolen dieser Welt, die unserer Umweltministerin als Begründung zur Gesetzesverschärfung in Sachen Klima-und Biodiversitätsschutz dienen (sollen). Komisch. Wo kommen die bloß her? Aus den Gewässern und Ur-/wäldern können sie ja nicht kommen. Diese hat ja die konventionelle/industrielle Landwirtschaft in Europa durch Überdüngung und Verpestizidung komplett zerstört. Selbstverständlich ausdrücklich weltweit, um die Dramatik ins Unendliche zu steigern. Nur so „by the way“ : heute hat es endlich ein wenig geregnet und schon schwirrt die Luft vor lauter Insekten. Wo kommen die bloß her. Laut BMU können das ja nur Halluzinationen sein, denn Bauern dürfen solche Wahrnehmungen nicht diskutieren – als schlimme, dämonische „Umweltvergifter“. Könnte ja die Volksverdummung verhindern. Volksverblödung muss nur oft genug wiederholt werden und schon wird Wahrheit draus.

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  5. Friedrich sagt

    Diese ganze Mache um die Bienen ist doch vom LEH verlogen bis zum „Geht nicht mehr“.
    Reden von Nachhaltigkeit und haben keine PV-Dachflächen, klinisch saubere Parkplätze und fast kein Grün zusehen. Kostet ja ! — Auch unsere Politik versucht mit dem Umbau der Landwirtschaft den Leuten nur Angst zu machen , in dem gesagt wird , daß das die Pandemien verringert. Für wie doof halten die die Leute eigentlich. Sowohl Schulze in Berlin , als auch Timmermanns in Brüssel. Normalerweise verkündet so etwas der Minister oder der Agrarkommissar !! Kann nur hoffen , daß solche Leute davon gejagt werden. Mit der jetzigen Politik fährt Deutschland und EU die Wirtschaft und den Wohlstand an die Wand.

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    • Inga sagt

      Dann müssen die Kunden REWE und Penny dazu verdonnern, als nicht-umweltfreundlich zu gelten.
      Auch weil sie sich von den Bauern distanzieren. Eben scheinheilig handeln, und dadurch nicht ernst zu nehmen sind.

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  6. Das 75% Insektensterben wurde doch in Geoengineering (neusprech:Natuschutz) Gebieten gemesssen, in denen – wie hier ein Ureinwohner berichtet hat – die Wiesen geschröpft/entdüngt und mit der Reduktion von Stickstoff die Pflanzenmasse die Insekten essen können stark reduziert wurde. Weniger Stickstoff betrifft ja auch viele Schmetterlinge da sich ihre Jungtiere sehr häufig von Brennnesseln und nicht von den gehypten Blühflächen ernähren, die sich natürlich von marktkonformen Naturschützern besser verkaufen lassen.
    Ein ähnliches 60%(?) Fischsterben gab es ja auch im Bodensee als mit Kläranlagen die Zufuhr von Phosphor massiv reduziert wurde. Die Zusammenhänge werden ja meist von professionellen Leugner verschwiegen, aber eine etwas aufgeklärte Bevölkerung könnte den Zusammenhang weniger Dünger -> weniger Nahrung -> weniger Insekten verstehen, wenn sie nicht von Facebook & Co digitalisiert wurde.
    Das Pferdesterben als der NABU versucht hat Tiere ohne teure Nahrung auf versumpfenden Wiesen zur Show zu halten, dürfte die Erfahrung der Millionen Euro Organisation belegen.

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  7. Jochen Böhrer sagt

    Die Kooperation Penny/NABU war damals so dreist (oder DUMM?), dass sie auch Zitrusfrüchte und Trauben aus den Regalen getan haben. Und Kartoffelchips, wenn sie mit Paprika gewürzt waren. Eigentlich alle Fertigprodukte, die Spuren eines Gewürzes aus einer insektenbestäubten Pflanze enthielten. So kann man locker auf 60% kommen.

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  8. Katrin del Moral sagt

    Ja es es wird oft und viel Quatsch geschrieben, aus Unkenntnis. Manchmal ist es Gleichgültigkeit oder einfach dass man etwas übersehen hat. Es ist gut dass Landwirte, Nabu und Läden zusammenarbeiten. Aller Anfang ist schwer und man kann immer etwas optimieren. Ich ärgere mich auch über die Billigangebote die immer auf Kosten von irgendjemanden angeboten werden. Aber eine Zusammenarbeit mit dem Ziel auf dieser Erde wieder der Vielfalt Raum zu geben und nicht dem maximalen Gewinn ist zu begrüßen. Wenn alle daran verdienen umso besser. Das Projekt Nabu- Rewe ist hier schön beschrieben https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/artenvielfalt/21578.html. Das eine Marketingabteilung manchmal ohne Sinn und Verstand arbeitet haben wir schon öfter gesehen. Lasst uns alle zusammen daran arbeiten, dass jeder eine gute Lebensgrundlage hat, Landwirt, Konsument und Pflanzen- und Tierwelt. Nörgelei und Meckerei bremsen nur aus.

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    • Bauer Willi sagt

      Ja, es wäre gut, wenn NABU und Landwirte zusammenarbeiten. Oder auch mit dem BUND. Guckst Du: https://www.topagrar.com/management-und-politik/aus-dem-heft/es-geht-nur-im-schulterschluss-10353940.html

      Ich hatte viele Kontakte zu NABU und BUND, immer mit dem Ziel einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Das geht auf Arbeitsebene ganz gut, aber je höher man in der Hierarchie kommt, umso unwilliger ist man, mit Landwirten zu kooperieren.
      Es geht um eine Geschäftsmodell und je erfolgreicher man mit dem Naturschutz wäre, umso weniger ist es möglich, Geld damit zu verdienen.

      Ich mache Blühstreifen, mache auch sonst viel für die Artenvielfalt. Aber ich will mich nie von BUND oder NABU dafür vereinnahmen lassen. Ich habe diese Truppen durchschaut.

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    • Billigproduzenten die aus Profitgier mit Fake erzeugenden Spendensammlern zusammenarbeiten, sind halt für ein Publikum, das stark von den Facebook-Akademien ausgebildet wurde, besonders attraktiv. Die Profitgier lässt sich ja daran ablesen, dass der NABU immer noch die Ursachen des vermarkten Insektensterbens leugnet, obwohl in den Gebieten alle Maßnahmen behördlich protokolliert wurden.

      Konkurrenz die den Mut hat die REWE/PENNY/NABU-Group wegen falscher Werbung abzumahnen dürfte sich beim medialen Einfluss der Fake-Produzenten (leider) verständlich in Grenzen halten.

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    • Christian Bothe sagt

      @del Moral, Ihr Schlussatz klingt wie das Amen in der Kirche.Wird aber alles nichts.Wie haben eine kapitalistische Wirtschaft, auch LW und der LEH bedient sich derer eben.Alle machen mit trotz diverser Bekundungen.Der Flyer von NORMA kam gerade(die sind im Appartement eingemietet).Was denken Sie was morgen früh hier wieder abgeht mit dem Flyer in der Hand…

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  9. Karl Timme sagt

    Solche Werbung, leider nicht nur von dem LEH, sondern auch von den Weiterverarbeitern (lila Kuh, Alpenmilch, Weidemilch u.a.) haben ein Bild von der Landwirtschaft geschaffen, dass uns heute auf die Füße fällt. Es ist auch niemand eingeschritten von den Rohstoffproduzenten obwohl hier über Jahrzehnte ein falsches Bild der Landwirtschaft vermittelt wurde (der Absatz der erzeugten
    Rohstoffe stand ja im Vordergrund, für Werbung hatte Mann ja selber kein Geld also überließ Mann es den nachgelagerten Stellen)
    Das Bild der Romantik und Verklärtheit passt nicht zu den harten Geschäftsbedingungen denen die Landwirtschaft ausgesetzt ist.
    Das wiederum haben die NGO‘s frühzeitig erkannt und legen genau hier die Hand in die Wunde, zeigen die Diskrepanz zwischen Wunschwelt und Wirklichkeit auf.
    Der LEH möchte nun nicht in den Focus der Kampagnen der NGO geraten ( hat damit reichlich schlechte Erfahrung gemacht) schwenkt daher auf die Linie der NGO.

    Einen schönen Vatertag wünsch ich; unser traditioneles Treckerziehen mußte leider ausfallen.

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  10. fingerphilosoph sagt

    Alle diese Diskussionen ums Insektensterben sind schon irgendwie schräg, denn offenbar sind sowohl die Insektenschützer wie NaBu, BUND etc. als auch diejenigen, die sich kritisch äußern, wie Bauer Willi oder die Obstbäuerin, der Ansicht, dass wir um uns herum jede Menge Insekten brauchen, je mehr, desto besser. Echt jetzt?

    Was wohl Menschen aus Kenia, Äthiopien oder dem Kongo dazu sagen, wenn sie hören, dass wir hierzulande lieber Insekten schützen als Nahrungsmittel? Vor allem angesichts der Heuschreckenschwärme, die dort gerade die Ernte wegfressen? Oder was wohl Menschen sagen, die an Maleria erkranken und womöglich daran sterben?

    Rewe nimmt die Nahrungsmittelversorgung nicht mehr ernst und Bauern, die Blühstreifen säen, nehmen die Nahrungsmittelversorgung auch nicht mehr ernst. Wo ist jetzt da genau der Unterschied?

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    • Obstbäuerin sagt

      Da hast Du mich wohl missverstanden Fingerphilosoph. Wie du weißt, bin ich ein Verfechter von Insektiziden zur Reduktion von Schädlingen im Obstanbau. Ansonsten sehe ich bei uns überhaupt keinen Rückgang von Insekten und frage mich, warum vorwiegend Stadtmenschen den Rückgang beklagen, obwohl sie selten oder niemals auf einem Acker waren und nachgesehen haben.

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      • fingerphilosoph sagt

        Liebe Obstbäuerin, was Du behauptest, ist ein Widerspruch in sich. Wenn Insektizide nicht zur Reduktion von Insekten beitragen, würde es keinen Sinn machen, sie einzusetzen. Insektizide reduzieren Insekten, denn dazu sind sie nun mal da.
        Davon ist von Dir aber nie ein Wort zu hören.

        Stattdessen betonst Du ständig, dass Du keinen Rückgang von Insekten feststellen kannst. Eben damit gibst Du vor dem NaBu bereits klein bei. Du verhältst Dich so ähnlich wie ein Sünder, der im Beichtstuhl beichtet, keine Sünden begangen zu haben, statt dass Du mal den Beichtstuhl, den Priester und den von den Öko-Priestern aufgestellten Beichtspiegel in Frage stellst.

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        • Obstbäuerin sagt

          Deiner Logik kann ich nicht so richtig folgen und sehe das anders. Wenn ich meine Wahrnehmung, dass es keinen Rückgang der Insekten bei uns, trotz der Anwendung von Insektiziden, gibt vertrete, dann befinde ich mich doch klar in Opposition zu Nabu und Co, die das Gegenteil behaupten. Da es ausreichend Insekten gibt, muss man eigentlich auch nichts für deren Rettung unternehmen. Und die Wildbienen will ich auch nicht retten, sondern als Bestäuber einsetzen, damit ich mir eventuellen Ärger mit Imkern spare, wenn 3 Rückstandsmoleküle in ihrem Honig auftauchen. Außerdem habe ich Gefallen an Schmetterlingen und anderen Flug- und Krabbelinsekten gefunden, weil sie auch so fotogen sind.

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          • firedragon sagt

            Räusper Obstbäuerin,
            Blattläuse und bspw Kirschessigfliege gefallen Dir, weil die fotogen sind?
            Ich würde auf beide im Bestand gerne verzichten.

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            • Obstbäuerin sagt

              Suchst Du jetzt das Haar in der Suppe, firedragon? Maikäfer sind auch ganz drollig und doch richten sie großen Schaden an. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun aber ich glaube, dass Du das weißt.

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          • fingerphilosoph sagt

            @ Obstbäuerin
            „Insekten“ umfassen sowohl Schädlinge als auch Nützlinge. Du verstehst unter „Insekten“ offenbar nur die Nützlinge, und das ist definitiv falsch. Ich schätze mal, dass es unter den Insekten deutlich mehr Schädlinge als Nützlinge gibt, vor allem vermehren sich die Schädlinge in Kulturlandschaften ungeheuer schnell.

            Firedragon hat Recht, wenn er bei „Insekten“ vor allem an die Blattlaus und die Kirschessigfliege denkt. Er hat genau verstanden, worauf es mir bei meinem Kommentar ankommt. Du hingegen weichst der Problematik aus, wenn Du vom „Haar in der Suppe“ redest. Das nenne ich abwiegeln.

            Wenn die Hälfte der Insekten Schädlinge sind, die Du mit Insektiziden um die Ecke bringst, dann bist Du für ein Insektensterben verantwortlich. Daran ändert sich auch nichts, wenn Du mit dem Finger dann ständig auf die Insekten zeigst, die das Massaker überleben. Wenn Du Insektizide einsetzt, dann bist Du ein Insektenkiller. Worüber man sich unterhalten kann, ist, was denn so schlimm dran sein soll, ein Insektenkiller zu sein.

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            • firedragon sagt

              fingerphilosoph,
              die LW ist ein „Insektenkiller“ – hartes Wort. Ich bin mir dessen bewusst, was jeder LW (egal ob Bio oder Konvi) draußen macht.
              Es sollte differenzierter betrachtet werden, welche Art von Insekten bekämpft werden.
              Es geht nicht um Ausrottung, es geht um das Dezimieren von Schädlingsbefall in einem begrenzten Raum. Wird gerne übersehen.
              Ich wundere mich dann jedes Mal, wenn die flächendeckende Bekämpfung von Eichenprozessionsspinner und Stechmücken medial so toll dargestellt wird. Dabei haben beide Insekten überhaupt nichts mit der menschlichen Ernährung zu tun – sie stören den Menschen einfach nur.

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              • firedragon sagt

                Ich sitze gerade in einem Sonnenblumenacker.
                Seit drei Wochen bin ich dort jeden dritten Tag und begutachte die Blattlauspopulation. Das heißt, ich überprüfe mit Lupe die Blätter über den gesamten Acker.
                Blattläuse überwintern im Gehölz. Demnach wandern sie von Gehölzseite vermehrt ein.
                Von dieser Seite habe ich jetzt gute fünf Meter sehr starken Befall, das heißt die Spritze wird gerade befüllt und die Lauspopulation wird heute noch dezimiert.
                Was ich dem Laien damit „sagen“ möchte – so lange der Schädlingsdruck tolerierbar ist, wird nichts unternommen. In dieser Zeit hat bspw der Marienkäfer Zeit, sich zu nähren. Erst wenn der Druck zu hoch wird, greifen wir ein. Wir hängen nicht wegen einer Laus die Spritze an!

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Same here! Mein superduper bienenfreundliches Staudenbeet wird gerade übelst von Blattläusen invasiert. Werde ich jetzt Blattlaus-Killer oder durch unterlassene Hilfeleistung Bienentöter? Welch ein Dilemma!

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            • Obstbäuerin sagt

              Ich kann mich nicht erinnern, bestritten zu haben, dass wir Schädlinge mit unseren Insektiziden umbringen. Das tun wir sehr wohl aber wir rotten sie nicht aus. Bei Schädlingen, die eingeschleppt wurden und nicht hierher gehören, wäre das sogar sinnvoll aber auch das schaffen wir nicht. Auch wenn es eine ganze Reihe von kulturbezogenen Schädlingen gibt, ist ihr Anteil an der Gesamtmenge sehr gering. Schädling oder Nützling sind subjektive Kategorien, die der Mensch festgelegt hat. Aber wenn es Dir hilft, dann bin ich im konkreten Fall ein Schädlingskiller.

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            • Mark sagt

              @f…ph
              Es gibt doch gar keine Schädlinge. Laut NABU, NGO etc. hat jedes Insekt seine Daseinsberechtigung und ist Teil der heiligen Biodiversität. Im pflanzlichen Bereich heissen Unkräuter jetzt Beikräuter, entsprechend bei den Insekten nicht Schädlinge, sondern Beilinge!

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              • fingerphilosoph sagt

                Komisch, dass Beiholde wie Harvey Weinstein trotz aller Biodiversität immer noch in den Knast müssen 🙂

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              • Karl Timme sagt

                Mark,
                wenn wir schon bei der positiven Darstellung sind, dann sollten wir auch zurückkehren zu dem Begriff Pflanzenschutz.
                Im Unterschied zur nicht Nahrungsmittelerzeugung trägt dies zur Ernährungssicherung bei.
                Der Gartenbesitzer mit Rosenzucht möchte eine Augenweide haben. Der Schläfer mit Bettwanzen befall möchte ruig schlafen. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
                Zeigt aber das jeder Bürger ein Insektenkiller ist!
                Auch die Fliegenklatsche killt Insekten.
                Wenn hier wieder ein Faß aufgemacht werden soll, ich trinke lieber Bier als Wein.
                Liebe Werbekonsumenten von Rewe und Co auch Bund und Nabu, die Biobauern siedeln Ihre Schadinsekten nicht, ich betone: nicht um, sondern töten sie.

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                • Inga sagt

                  Unkraut ist Un-Kraut, weil es eine Konkurrenzpflanze zur Kulturpflanze ist, es stiehlt ihr Nährstoffe, Wasser und Licht!

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        • Inga sagt

          Aber Fingerphilosoph,

          wenn die Obstbäuerin auf einem Feld mit Apfel- oder andrem Obstbäumen Insektizide spritzt, dann wird nur diese Fläche behandelt und nicht die ganze Gemarkung.
          Auf der restlichen Gemarkung mit Rüben-, Raps-, oder Weizenfeldern und Feldwegen incl. Feldwege mit Hecken und Büschen, drunter Mauselöcher können sich alle Insektenarten frei entfalten.
          Das selbe gilt für Bauer Willis oder sonst irgendeinem Bauern seine Kulturen. Jede Anbaukultur braucht andere Pflanzenschutzmittel.
          Deswegen kann der Nabu beim Zählen keine oder wenig Verringerung der Anzahl der dort ansässigen Insekten finden.

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        • Thomas Apfel sagt

          Gut, dass mal Jemand bei dem ganzen „ZU WENIG INSEKTEN Hype“, diese Frage stellt. Wieviel, wovon ist eigentlich „richtig“?
          Landwirtschaft stellt jede Menge Pflanzen einer Art in möglichst großen einheitlichen Zusammenballungen in die Landschaft. Die , die sonst nach ihrem bevorzugten Futter suchen müssten finden es auf einmal in Hülle und Fülle und folgen ihrem evolutionär erworbenen Trieb: „Nutze die Gelegenheit, friss was du kannst und vermehre dich, denn das Futter ist irgendwann alle und die Feinde kommen, wenn du dich so zahlreich zeigst, gewiss demnächst in großer Zahl“!
          Diesem Prinzip folgen wir im Grunde ja selbst. Da wir erst seit wenigen Jahrhunderten die Welt der Lebewesen um uns systematisch untersuchen, kann eigentlich hinsichtlich der „richtigen“ Artenzahl und Insektenmasse keine wirklich begründete Zahl benannt werden.
          Es ist für mich tatsächlich eine Überlegung wert, ob die Insektenmasse (vor dem modernen Pflanzenschutz) nicht überhaupt erst durch die menschliche Landnutzung entstanden ist.

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          • Die Frage hab ich mir bei der Cash-Cow-Studie (also die mit den lukrativen -75%) auch gestellt. Deren Computermodell zur Berechnung der -75% beruht auf den Annahme eine negativ exponentiellen Funktion (das bekannte R0<1) und gäbe rückwärts in die Zeit gerechnet
            1990: grob 5-fache Insektenmasse
            1960: 25-fache Insektenmasse
            1930: 125- fache Insektenmasse
            (deswegen ist die Cash-Cow-Studie bei unbezahlten Wissenschaftlern , ohne teuren PR-Apparat, etwas verdächtig).

            Der Höhepunkt der Insektenmasse müsste so um 1970-1980 gelegen haben (viele Pflanzenschäden tw. als Baumsterben erkannt; viel Dünger) und um 1900 (rückwärts von jetzt) langsam bis 1800 den Stand der 2017 betroffenen Naturschutzgebiete erreicht gaben. Vielleicht zur Vereinfachung
            1820(Allgemein) == 2020 (Naturschutzgebiet)
            als Anfangshypothese denken?

            Die berichteten insect- outbreaks bei starker Luftverschmutzung (und wohl Düngung ) die sich in der insektologischer Literatur aus dem letzten Jahrhundert finden lassen, dürften der Überlegung ob die Insektenmasse überhaupt durch menschliche Landnutzung entstanden ist stützen, wobei es natürlich Abzüge bei der Stilllegung von Mooren (wohl viele geschwächte Pflanzen;Gammel) die ja die Malarie-Mücke brutal ausgerottet hat
            uvm. gibt
            Mich würde interessieren ob die Maikäferwellen vor 1800 schon so stark waren oder ob es sonstige Proxis gibt die leidlich konstant in historischen Aufzeichnungen findbar sein könnten….

            kurz: die Gier nach vielen Insekten, die aus der Werbung für Massenproduktion stammt, dürfte rein natürlich nicht zu befriedigen sein

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            • fingerphilosoph sagt

              In der Geschichte der Menschheit gibt es sehr viele Episoden, in denen sich ZU VIELE Insekten als äußerst schädlich für den Menschen erwiesen haben. Ich erinnere nur an die zehn Plagen, die Gott dem Pharao auf den Hals schickt, darunter Stechmücken und Stechfliegen als zwei unterschiedliche Ereignisse, außerdem Heuschrecken und dann noch von Insekten übertragene Krankheiten wie die Viehpest. In diesen Erzählungen spiegelt sich die reale Erfahrung der Menschen aus der Übergangsperiode vom Jäger und Sammler zum Hirtennomaden und Ackerbauern. Ich erinnere ferner an die von Rattenflöhen übertragene Pest im Mittelalter, die in mehreren Wellen über Europa hinwegfegte und Millionen Todesopfer forderte sowie an die zahllosen, von Insekten übertragenen Krankheiten in tropischen und subtropischen Ländern, darunter Malaria, die mit schöner Regelmäßigkeit jährlich mehr Todesfälle einfordert als derzeit Corona.

              Ich kenne jedoch keine einzige Geschichte, in der sich ZU WENIGE Insekten als lebensbedrohend für den Menschen herausgestellt haben. Und doch wird so getan, als würden ZU WENIGE Insekten den Untergang der Menschheit bedeuten.

              Was außer Blütenbestäubung, Grillenzirpen und Fotomotiv spricht eigentlich für die Rettung der Insekten zu Lasten der landwirtschaftlichen Produktivität? Wo sind die Beispiele in der Geschichte, dass sich ZU WENIGE Insekten als verhängnisvoll für den Menschen erwiesen haben? Statt sich unreflektiert für die Rettung von Insekten einzusetzen, muss man sich doch erst mal drüber klar werden, was für Folgen VIELE Insekten für den Menschen haben. Das ist doch kein Ziel, das per se „gut“ ist. Die Geschichte lehrt das Gegenteil.

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              • Arnold Krämer sagt

                Volle Zustimmung. Diese wie auch andere Themen werden als Kampagne „ausgewälzt“ und „geritten“, um die verhasste konventionelle, kapitalistische Landwirtschaft zu schwächen

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              • Die Angst vor zu wenig Insekten dürfte ein Produkt der Unterhaltungsindustrie sein, die als Alternative zu Fakten heutzutage einen großen Wirtschafsfaktor ausmacht (Facebook, NABU, GEZ-Nachfolgeorganisation uvm. setzen ja ein paar Milliarden Euro im Jahr um)
                Richtig schizophren ist natürlich die Angst vor zu wenig Bestäubern, da eine derartige unnatürliche Massenbestäubung allenfalls in hochproduktiven Massenpflanzen Anlagen relevant ist und durch die unnatürliche Massenbienenhaltung ermöglicht wird. Vom Prinzip fehlten damals schon ein paar Insekten, um maximale Erträge zu erreichen. Die generell kritisch Haltung unserer Vorfahren gegenüber Insekten könnte sich auch im Verhältnis zu Schwalben (klassische Insektenkiller) nachlesen lassen

                Einzelne Massenausbrüche stehen mEn. aber nicht im Widerspruch zur Annahme, das es früher bspw. 1800 gewöhnlich weniger Insekten gab. Die 75%Reduktion auf naturierten Gebieten deutet darauf hin.

                … und die Verknüpfung zu einem Artensterben, weil die Gehirne von Bioforschern verkümmern und bspw. beim 75%Sterben keine Arten unterscheiden können, zeigt, dass Gier die Gehirne auffrisst.

                kurz: ich würde formulieren die Geschichte lehrt, dass unkontrollierte Masseninsekten schon immer kritisch hinterfragt wurden; viele Insekten insbesondere Mücken ablehnend; eine gezielte Entwicklung zu angestellten Massenbestäubern (Honigbiene) für Monokulturen wohl hilfreich … und der Rest nicht oder kaum aus der Geschichte, sondern nur Menschenverstand zu lernen ist.

                NB.: etwas jüngere Geschichtsforschung bei 120 Jahre Biodeutschen Vereinen, die ohne komplizierte Unterschiede die Zeiten überdauert haben, könnte zeigen, dass die archetypische Naturvorstellungen vom NABU 2020 auch schon 1930 nachweisbar sind

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                • Ein Privatier drückte sich aus:
                  „Ein „skurriler“ Blog, um es diplomatisch auszudrücken.“
                  In der Überschrift des Blogs („skurille Welt der Details“) wird auf die gelernten regierungsnahen Diplomaten, die sich gewohnheitsmäßig so ausdrücken müssen, sicher keine Rücksicht genommen.
                  Das ’skurril‘ ist eher auf den unterhaltsamen Bereich bspw. warum IT-Experten 1-bit Unterschied zwischen den USA und dem Rest der Welt nicht aufgefallen ist, durch den kurzzeitig (harmlos) die US- Filialen von Amazon, Paypal, Netflix etc. nicht erreichbar waren, gemeint.

                  Für die Aufarbeitung der Organisationen, die sich in den 1930ern entwickelt haben und heutzutage die Medien dominieren (nicht nur der NABU), wäre vermutlich eine andere Form sinnvoller, aber dafür bräuchte man einen mutigen Journalisten der (auch schriftliche) Darstellung gelernt hat, aber das ist bislang gescheitert (der BdW Chefredakteur hat u.a. eine Woche nach einer Andeutung nicht mehr den gewohnten Arbeitsplatz )
                  kurz: rein diplomatische Ausdrücke lassen sich einfach sammeln wenn man jemand zu dem Thema fragt und einen Ausdruck bekommt.

                  … immerhin hat es jetzt durch die Investigation von Privatier das zweite Wort aus dem Blog in die Medienöffentlichkeit von bauerwilli geschafft 😉

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              • Inga sagt

                Jedes Tierchen hat seine Aufgabe in der Ökologie, weil es evolutionär relevant war!

                Kippt aber die Ökologie und eine Art von Getier (oder Pflanze) stirbt aus, so könnte sein dass der Klimawandel eingeläutet wird, weil die Ökologie und ins Schwanken kommt.
                Davor hat der Mensch Angst und die Verantwortlichen stellen Szenarien auf und warnen davor.

                0
                • Ein Privatier sagt

                  Wieviele Arten von Lebewesen sind in den letzten 1000 Millionen Jahren wohl für immer verschwunden?
                  Und vielleicht würden wir Menschen gar nicht existieren, wenn all jene Arten nicht verschwunden wären …?

                  0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Homo sapiens hat bei jeder Neubesiedlung einer Region Tiere ausgerottet. Als er z.B. Neuseeland besiedelte, hat er in kürzester Zeit über die Hälfte aller Vögel ausgerottet. Es gibt für alle Kontinente Angaben dazu….

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                • Inga sagt

                  Es kommt auf die Häufigkeit und zeitliche Schnelle des Aussterbens an, Privatier
                  weiters können nur Fachlaute sagen, die das studiert haben!

                  Und bei unserem Massenphänomen mit unseren neuen Technologien und Disziplinen heute, wenden wir mehr (zB. für Normalbürger undurchsichtige moderne Techniken, wie z.B. der Pflanzenschutz an,
                  erkennen wir mehr, sind aber auch mächtiger im Vernichten in der Natur …..
                  wir lassen auch mehr aussterben, wir müssen halt vorsichtiger sein heutzutage.
                  Deswegen regt sich Ottonormalverbraucher auf und macht Schuldzuweisungen.
                  Deswegen muß aufgeklärt werden und hie rim blog ist es besser als im anonymen Internet.

                  Die Ökologie ist eine High.Tech-Sache!
                  Dazu braucht man mehr wie Gummistiefel und Mistgabel!
                  Weißt du was im Misthaufen für Leben agiert?
                  Und in der Gülle?
                  Und im Silo erst?
                  Im Sauerkraut auch
                  das ist echte Biochemie!

                  Und was macht die Molkerei mit unserer Milch,
                  wie wird die zum Käse oder Butter
                  Warum fällt da Buttermilch und Molke an.

                  Ein normaler Mensch weiß das heutzutage gar nicht mehr

                  aber unsere Großmütter im Dorf von früher konnten das noch und sie haben diesen Prozess auch zu hause durchgeführt. (Warum essen die Südhessen gerne Handkäs mit Musik?)
                  Die konnten auch Brot und Kuchen backen….
                  Die waren schlau, konnten aber trotzdem mit der Hand im Dreck arbeiten, z.B. Mist unter die Erdbeeren gemachen und wußten warum usw.
                  Weißt du
                  Weißt du was im Boden für Leben agiert?

                  Heutzutage werden die Gärten zu geschottert..
                  und da soll sich keiner Aufregen und an das gefährdete Klima denken, wenn da das natürliche Leben keine Chance hat und Arten, die die Ökologie beeinflussen verschwinden???

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                • Inga sagt

                  Ja, Reinhard Seevers,

                  und wir haben den Wolf ausgerottet.
                  Der hatte auch so seine Aufgabe in unserer Natur, die Experten können das viel besser erklären als ich.
                  Wir haben auch Wald für unsere Äcker gerodet, dadurch haben sich die Störche angesiedelt.

                  Da haben wir immer mehr Babies bekommen und mehr Ackerbau und Viehzucht betrieben,
                  die Tiere kamen auf die Weide und der Wolf war im Weg. Er wurde ausgerottet, aber wie lange das gedauert hat, weiß ich nicht mehr, da konnte sich die Ökologie bestimmt langsam und schonend verändern
                  So hat sich die Ökologie verändert, nun müssen wir selber sehen, wie sie im Wald ein Gleichgewicht behält. So müssen wir selber unsere Wildtiere im Wald dezimieren, damit sie uns und dem Wald durch Fraßschäden nicht schaden.
                  Seitdem müssen wir selber jagen.
                  Gibt es Jäger.

                  Aber Experten wissen da besser bescheid!

                  Die Naturgleicht auch viel aus!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Inga, der Wolf wurde nicht ausgerottet……🙄

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                • Inga sagt

                  Nicht?
                  auch nicht ausgerudelt? 😉
                  Wie meinst du das, Reinhard?
                  Er war doch hier verschwunden, und die Ökologie hat sich deswegen verändert
                  oder nicht
                  und warum sol er jetzt wieder angesiedelt werden?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Der Wolf wird jetzt wieder willkommen geheißen,
                  weil für unser Gesellschaft der Wolf mehr wert ist, als ein Schaf.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Inga, ausgerottet ist ausgerottet…..weg.
                  Das Mammut ist ausgerottet, das Riesenfaultier auch und Tausende andere ebenfalls. Der Wolf eben nicht.

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                • Ein Privatier sagt

                  Der Mensch ist auch „Natur“!

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                • Inga sagt

                  Ja Ehemaliger und Reinhard,
                  der Wolf war von hier verschwunden, eben vertrieben (man sagt sprachgebräuchlich eben hier ausgerottet, wenn man überlegt, ob das richtig war)

                  Es geht ja jetzt darum, ob das Schaf und die Rinder hier weiter auf der Weide gehalten werden können, wo wir doch so sehr die Weidemilch lieben.
                  Und wollen wir die lieben Wildtiere im Wald (Rehe uns so) auch vom Wolf reißen lassen.

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      • fingerphilosoph sagt

        Die Frage ist doch, ob wir außer Bienen tatsächlich all die Insekten brauchen? Und wozu brauchen wir Wildbienen, wenn wir Nutzbienen haben? Sind Wildbienen überhaupt noch Wildbienen, wenn wir extra Blühstreifen für sie anlegen und sie „retten“ müssen? Das ist doch alles nicht ehrlich. In Wahrheit geht es darum, dass der Mensch die Insektenwelt genauso kontrollieren will, wie er den Wildbestand im Wald kontrolliert oder das Nutzvieh im Stall, und die Kontrollwut haben die Bauern mit den Insektenschützern gemeinsam. Sie sind sich bloß nicht einig über die Methode.

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        • firedragon sagt

          fingerphilosoph,
          der Mensch benötigt die Nutzbienen wegen des Honigs. Würde der Mensch den Honig nicht mögen, würde er sich wahrscheinlich keine Gedanken um die Gattung „Biene“ machen.
          Keinem Schädling trauert man nach, sobald er dahin ist.

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        • Inga sagt

          Die gesammte Insektenwelt (ausser Honigbiene) dient oder beeinflusst die Biodiversität!

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    • Inga sagt

      Die Leute in Afrika haben Hunger, Fingerphilosoph
      und müssen ihre Ernten schützen,
      wie wir auch, wir haben Insektizide dafür, dewegen siehst du die Insektenmassen nicht, die unsere Kulturpflanzen schädigen!

      Wir sind satt und können uns erlauben über diese Insektizide zu schimpfen, besonders laut sind die diejenigen, die davon keine Ahnung habe, aber dafür mehr Angst und Bedenken!

      Aber wir sind ja hauptsächlich auch um unserer Umwelt besorgt, denn diesen Luxus können wir uns leisten, weil wir ja satt sind!
      Es ist ja alles da, deswegen können wir uns der Umwelt die die Klimaveränderung beeinflusst kümmern, denn wenn das Klima kippt, haben wir auch nicht genügend zu essen!

      Auch Insekten gehören zur Biodiversität, deswegen müssen sie geschützt werden.
      Heuschrecken, nur eine Insektenart t6reten eben Witterungsbedingt in Schwärmen auf und desegen zu viel und schädingen den Leuten dort die Ernte
      wie z.B. der Borkenkäfer im Wald oder die Blattläuse an unseren Nutzpflanzen.

      Weil die Nutzpflanzen sehr dicht und konzentriert auf dem großen Acker wachsen, und ein gesundes Milieu für die Schädlige z.B. Blattläuse bieten, sind sie in Scharen da zu finden und müssen beseitigt werden, wenn sie nicht die ganze Ernte vernichten sollen.
      Wir modernen Leute nehmen dazu die Chemie,oft auch Biochemie zur Hilfe, die Insektizide hervorgebracht hat!

      Aber andere Insektenarten in unsere Umwelt sind davon nicht betroffen!
      Die dürfen weiterleben und unser Biodiversität bewahren, nüssen deswegen geschützt werden.

      0
  11. Markus Scheider sagt

    Lieber Bauer Willi,

    ich will jetzt nicht den ganzen Artikel zerpflücken, aber auch hier wird sehr selektiv und „zielführend“ beschrieben. Das ist in auch Ordnung, da Du keine wissenschaftliche Studie geschrieben hast, sondern Deine Meinung darstellst. Allerdings sind wir uns hoffentlich einig, dass etwas getan werden muss, um das Artensterben aufzuhalten.

    Sogar die von Dir herangezogene Studie gibt an, dass man keine genauen Daten hat, um auszuwerten – außer für Schmetterlinge:

    „There are very few standardised, long-term datasets on insectpopulations available to confirm or refute this. Exceptions in theUK include butterflies and moths, many species of which have,indeed, been shown to be declining at alarming rates (Warrenet al., 2001; Conradet al., 2004, 2006; Thomaset al., 2004).“

    Über die drei Standorte ohne Insektenrückgang schreibt die Studie Folgendes:

    “ Indeed the little evidence available does suggest that such declines, at least for theLepidoptera in arable areas, took place as a result of the firstphase of agricultural intensification in the 1950s (Woiwod, 1991).“

    Die industrielle Landwirtschaft wird in der Studie nicht wirklich freigesprochen.
    Hier wurde einiges aus dem Kontext gerissen und nicht im Sinne der Autoren dieser Studie dargestellt.

    Wenn man ungenügende Daten hat, sind auch Daten von Freizeitforschern hilfreich, um den offensichtlichen Artenschwund darzustellen. Weitere 10 Jahre Daten zu sammeln ist meiner Meinung nach unverantwortlich.

    Ja, im Rewe und Penny-Flyer sind viele Fakten sachlich falsch dargestellt, aber ich bin froh das etwas getan wird.

    Die Ratschläge von Penny

    -Sorgt für mehr Grün in der Nachbarschaft“
    -„mäht seltener Rasen“
    -„schafft Lebensräume“
    -„reduziert Licht, denn Licht zieht Bienen magisch an und hindert sie an der Orientierung.“

    sind allesamt gut und sinnvoll, um das Artensterben zu bremsen und ich finde es nicht richtig, diese insgesamt zu entwerten, weil statt „Bienen“ „Insekten“ stehen müsste.

    Und ja auch Du machst in Deinem Artikel „dumme“ Fehler:

    „Übrigens: Weder REWE noch Penny verwendet auch nur ein einziges Mal den Begriff „Bauern“ oder „Landwirt“. “

    Doch tut REWE… im ersten Absatz… und FETT gedruckt :-).

    “ Wissenschaftliche Studien des Rothamsted Institut, durchgeführt in agrarischen Landschaften, kommen zu anderen Ergebnissen.“

    Ich habe die Studie gelesen und Sie kommt eben NICHT zu völlig anderen Ergebnissen, sie geht davon aus, dass an den Orten in denen kein Rückgang dokumentiert wurde dieser Rückgang bereits stattgefunden hat.

    Fehler werden von Dir in diesen Kontext gestellt:

    „Ich weiß, ich nehme es jetzt sehr genau, aber mich nerven solche bewusste Lügen.“

    Was sind dann Fehler von Dir? Zumal Du auch nicht frei von Befindlichkeiten zu sein scheinst:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Kremer-Schillings

    Am Ende werden wir die Probleme unserer Zeit nur in Zusammenarbeit lösen können. Deswegen denke ich, dass Dein Artikel zuviel unreflektierte destruktive Kritik beinhaltet.

    Was tust Du eigentlich um das Artensterben aufzuhalten? Das würde mich ehrlich interessieren, denn ich glaube wirklich an das gemeinsame Interesse den Planeten für unsere Nachkommen am laufen zu halten und hoffe das Du nicht nur Kritik übst, sondern auf den von Dir bewirtschafteten Flächen selbst aktiv bist.

    Viele Grüße und einen schönen Feiertag

    Markus

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    • Bauer Willi sagt

      @Markus Scheider

      Du bist neu hier, denn sonst wüsstest Du, das es mir nicht darum geht, die Landwirtschaft (bio und konventionell) in irgendeiner Weise „freizusprechen“. Alleine die Begrifflichkeit nervt mich schon wieder. Wozu sollten wir uns entschuldigen? Jede Form von Landwirtschaft ist ein Eingriff in die Natur. Auf diesem Globus könnten exakt 22 Mio Menschen als Jäger und Sammler leben. Die Differenz zu 7,5 Milliarden ist das Werk der Bauern.

      Ich habe mich in diesem Blog in sehr vielen Artikeln mit dem Thema Insektensterben beschäftigt und andere haben es hier auch getan. Du kannst gerne unter den mittlerweile über 1.800 Artikeln danach suchen. Mich ärgert, dass es zu einem billigen Geschäft verkommt und wir Bauern meist auf die Anklagebank gesetzt werden.

      Was ich für die Natur mache, kannst Du auf meinem Youtube-Kanal sehen. Hier der Link: https://www.youtube.com/channel/UCRJdXQAcoyhivJRoRXRXIjQ/videos. Sind mittlerweile über 250 Videos, auch von unserem Hof, auch von Insekten und Artenvielfalt und so weiter. Weil Dich das ja interessiert. Ja, ich quatsche nicht nur klug rum und gebe anderen kluge Ratschläge…Die Videos werden übrigens gerne von Lehrern im Unterricht verwendet. Das freut mich richtig.

      Wa ich sonst noch für den Naturschutz mache, kannst Du hier nachlesen: https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/ina/Dokumente/Tagungsdoku/2018/2018-Vilm_11Punkte_final_clean.pdf

      Und das ich auch sonst für den Naturschutz bin, kannst Du hier nachlesen: https://www.topagrar.com/management-und-politik/aus-dem-heft/es-geht-nur-im-schulterschluss-10353940.html. Es geht tatsächlich nur gemeinsam aber weder NABU noch BUND haben ein ernsthaftes Interesse, mit den Bauern zu kooperieren. Ich hatte viele Kontakte zum NABU (Tumbrinck u.a.) aber nie ist daraus etwas Konstruktives entstanden. Ist mir auch klar, die NGO´s haben ein anderes Geschäftsmodell.

      Der Wikipedia-Eintrag ist das Werk eines Menschen, der sich auf einen TAZ-Artikel stützt. Nichts von dem, was da drin steht, ist etwas, wofür ich mich entschuldigen müsste. Ehrenamtliches Vorstandsmitglied einer Genossenschaft zu sein ist es nicht, in der Zuckerindustrie gearbeitet zu haben auch nicht. Und ja, ich habe in meiner Jugend für eine Firma gearbeitet, die Pflanzenschutzmittel verkauft.

      Womit verdienst Du Dein Geld? Jetzt frage ich mal investigativ… Ich habe aber einen Verdacht…;-)

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      • Markus Scheider sagt

        Huhu,

        ich habe mir die Zeit genommen etwas Hintergrundwissen zu sammeln und kam zu dem Ergebnis, dass Du tatsächlich (auch) aktiv Naturschutz im Rahmen Deiner Möglichkeiten betreibst. Das ist sehr lobenswert. Außerdem hast Du meinen Post freigeschaltet, obwohl Du ihn als Admin dieser Seite hättest löschen können. Auch das verdient Respekt.

        Das gibt mir insgesamt Hoffnung, dass letzten Endes „beide Seiten“ miteinander konstruktiv arbeiten können und am Ende sich alle zu einem vertretbaren Ergebnis zusammenraufen.

        Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

        Viele Grüße

        Markus

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    • Ein Privatier sagt

      „(…) Deswegen denke ich, dass Dein Artikel zuviel unreflektierte destruktive Kritik beinhaltet.“

      Reflektiert destruktive Kritik ist das, wovon Ihr taz-Leute einfach nicht genug bekommen könnt, gell?

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    • Markus Scheider fragte: „Was tust Du eigentlich um das Artensterben aufzuhalten?“
      Derartige Leichtgläubigkeit es gäbe „das“ Artensterben ist sicherlich das Produkt starker Medienproduktion. Es gibt sicher einige Arten die bei geänderten Umweltbedingungen zu- oder abnehmen:
      Aus einem Experiment, mit einer Papierfabrik in Finnland bei der die Mottenpopulation in 2km Umkreis 5-fach gesteigert war und relativ von dort im entfernten Wald ein Mottensterben von 80% zu messen wäre, ist bekannt, dass schädliche Umwelteinflüsse auch Insekten fördern können (es gibt etliche weitere)

      Der Windschutzscheibeneffekt, der erstmals 1990 beobachtet wurde, lässt sich u.a. auf die Einführung des Katalysators:
      – weniger Stickoxide; Luftdünger; relevant vermutlich im Puerto Ricanischen Urwald, da dort natürlich nur wenig Stickstoff ist und die zeitweilige Düngung ziemlich mit der gemessenen Insektenentwicklung korreliert
      – tw. wohl auch weniger Pflanzenschädigungstoffe–> leichter zu essende Nahrung für Kleintiere; Pflanzen geben viel Geld/Ressourcen zur Insektenabwehr aus die leicht durch Schadstoffe zerstört werden
      und verändertes Reiseverhalten zurückführen. Insekten haben i.A. keinen Grund über einer Straße zu schweben, aber wenn in der Gegend etwas stinkt, dann fliegen Fliegen auch über Asphalt und werden schnell zum Verkehrsopfer. Als eher Radfahrer, und nach 30 Jahren auch sicher keine sichere Erinnerung-quelle, habe ich doch die Verknüpfung von ‚Landluft‘ und dem auftretenden Wunsch nach einer Fahrradbrille in Erinnerung.
      Bei den kommerziell erfolgreichsten Billigstudie (die mit der die Dauerwerbung -75% produziert wurde) mussten die Wissenschaftler an der Rechenleistung sparen und durften den Umweltfaktor Luft, der kostenlos aus Messstationen abrufbar ist, nicht für ihre Pseudo-Analyse verwenden.

      Bei Schmetterlingen ist zumindest bei mir vor der Haustür eine Korrelation der Blühstreifen/Schöngärten als Alternative zu hässlichen Brennnesseln zu bemerken, da der kleine Fuchs keine Raupen mehr füttern kann.
      ….

      Die profitgierigen LGO, die keinerlei Hemmungen haben eine Fake-Studie mit Arbeitern aus der digitalen Gesellschaft zu vermarkten, da die billiger klicken können als biologische Menschen, nehmen halt keinerlei Rücksicht auf reale Wissenschaft und leugnen bekanntlich die Hauptursache des 75% Insektenrückgangs in 63 Renaturierungsgebieten.

      Profitgierige Lobbisten haben auch ein Verbot von Glyphosat durchgesetzt, dass bei der integrierten Landwirtschaft als Alternative zur industriellen Bodenbearbeitung verwendet wird und beispielsweise der Zauneidechse an Bahndämmen eine Existenz ohne Abflammen oder Elektroschocks ermöglichte.

      kurz: den Verkauf von „DAS Artensterben“ haben nur billigst produzierende LGO nötigt, da diese den Kopf der Spenderherzen verdummen müssen, um an ihr Geld zu kommen.

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  12. Christian Bothe sagt

    BUND,NABU,Tierschutz und andere NGOs verbreiten ja oft irgendeinen Müll( Fake News nach Trump). Das der Staat so etwas duldet und unterstützt ,ist mir schon immer ein Rätsel.Scheinbar braucht man das in einer bürgerlichen Demokratie? Zum fachlichen zurück und als studierter Dipl.Agr.Ing weiß man ja wozu Insekten gebraucht werden,und deshalb ist es mir immer rätselhaft ,das ständig Wohnungsbaugesellschaften(100000EW Stadt)eigene Blühwiesen häckseln müssen und diese amerikanisch kurz halten…Hinweise an den Klimaschutzbeauftragten wurden stets ignoriert.Das nur als kleine Zuarbeit zum Thema!Schönen Männertag allen Bauern hier!CB

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  13. bauerhans sagt

    heute schimpft der selbsternannte NABU experte mal wieder in der NW über die intensive landwirtschaft,dass auf den wiesen keine kräuter mehr zu finden wären.
    ich hatte schon mehrfach nachgefragt,ob sie denn mal machbare lösungsvorschläge hätten.
    keine antwort.

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    • Thomas Apfel sagt

      Aktuell bei Topagrar als Hinweis wie Kleegras effektiv im Bio Anbau als Nährstoffgrundlage funktioniert: „Die besten Effekte werden erzielt, wenn man das Kleegras 4 bis 5 mal mäht!“

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  14. Ehemaliger Landwirt sagt

    Gestern kam in den Nachrichten, dass auch der Weinbau auf Bienenbestäubung angewiesen wäre. Trotz 55 Jahre Arbeit im Weinbau ist man immer Erfreut, was neues zu lernen.;)

    Anders ausgedrückt, der urbanen Bevölkerung kann man jeden Quatsch erzählen, die glauben alles, was nicht aus dem Mund eines Landwirtes kommt.

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    • Jochen Böhrer sagt

      Ja. Damals beim Penny haben sie auch trauben aus den Regalen entfernt. Strunzdumm oder dreist? man weiß es nicht.

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  15. Obstbäuerin sagt

    Gestern war in fast allen Medien die Bedrohung der Biene (Honigbiene, Wildbiene je nach Bedarf) durch die Landwirtschaft (natürlich die konventionelle – genannt industrielle) im Besonderen durch Pflanzenschutzmittel (Pestizide) und wahlweise durch chemischen Dünger. Die nirgends belegte magische Zahl 75 kehrt zur besseren Einprägung immer wieder und betrifft einmal den Insektenrückgang oder Biodiversitätsverlust oder die Masse der Insekten mit 75% und die Bestäubungsleistung für 75% der weltweiten Nahrungsmittelpflanzen durch Bienen und/oder Wildbienen. Das hat sich inzwischen in den Köpfen verfestigt und ist nur noch schwer zu korrigieren. Darauf basieren dann politische Entscheidungen:
    https://www.topagrar.com/oekolandbau/news/halbierung-von-pflanzenschutz-und-20-prozent-weniger-duenger-bis-2030-sind-das-ziel-12070392.html
    Und die Zustimmung der politischen Entscheidungsträger weitet sich immer mehr aus, Linke, SPD und Grüne sowieso. Da werden selbst Korrekturen aus den eigenen wissenschaftlichen Reihen nicht wahrgenommen, obwohl (oder weil) das Alles in Frage stellen könnte. Immerhin wurde der Rückgang der Insektenmasse in Deutschland von 75% auf 19% reduziert, also um 56%. Weltweit sogar um 64%, weil hier nur ein Rückgang von 9% zu verzeichnen ist. Wenn ich die Quelle bei topagrar wiederfinde, stelle ich sie noch ein.

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    • Die magische Zahl 75 stammt aus holländischer Produktion die die Daten aus Deutschland u.a. Krefeld in einem Computermodell verarbeitet haben und schon bei der Datenerfassung einen typischen Umweltfaktor Luft (insbesonder NOx und SO2 ) gefiltert/geleugnet haben und mit dem Modell einen Rückgang der praktisch wie der Rückgang beim NOx, SO2 verlief simuliert/berechnet haben. Also grafisch rückwärts exponentiell, gibt da wohl kein ganz passendes Wort für.
      Die Kurve würde dann von den Niederländern als Gerade skaliert, damit die Ähnlichkeit nicht so schnell auffällt (jeder Umweltinteressierte kennt grob die Entwicklung bei SO2, NOx und würde bei üblicher Darstellung zumindest nachfragen) und für weitere Showauftritte der Niederländer ein Jahr später noch mal gestreckt, um einen „freien Fall“ zu suggerieren.
      Die neuartigen Wissenschaftler haben bis heute Angst im Forum zu der Studie auf Beiträge zu antworten und touren mit ihrer Studie durch Ställe/Hörsäle in denen Publikum mit ausreichend Stallgeruch keine beunruhigenden Nachfragen erwarten lässt.

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      • Obstbäuerin sagt

        Zu welcher Institution gehören diese Wissenschaftler, Denim Engel?

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        • NWO-Tridos-foundation
          ANL: https://www.anl.bayern.de/veranstaltungen/tagungsergebnisse/2019adelmann_freising/index.htm
          Radboud-University
          … vom NABU vermittelt, da der NABU Einheimischen nicht ausreichend vertraut. Die Daten sind ja durchaus ziemlich einmalig und könnten bei einer etwas wissenschaftlicheren Analyse durchaus Aufklärung über die Ursachen geben.

          NB.: im Link kann man übrigens gut die optische Steigerung bei artgerechtem Publikum erkennen, wenn man die Erstdarstellung vergleicht.
          Prof. Walter Krämer (Unstatistik des Monats) hat mir übrigens Anfang des Jahres geschrieben, dass er die Kosten für eine wissenschaftliche Aufarbeitung auf 8000€ schätzt und
          „Ich hoffe aber, dass diese Nachricht Sie nicht abschreckt und Sie weiter am Ball zu bleiben und diesen Dummschwätzern wo immer es geht Kontra zu geben.“
          …. was aber ziemlich schwierig ist wenn alle angeschriebenen Journalisten u.ä. nur auf Fake-Anfragen reagieren und von dem Thema nichts wissen wollen.

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  16. Krick sagt

    Was dem einen sein Nestlé, ist dem andern sein NABU. Oder andersrum: Was dem einen sein Kaufland, ist dem andern sein Edeka. 😉

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    • Inga sagt

      Es gibt ja Leute, deren Lebensinhalte ist,
      wöchentlich deren Angebotsblättchen zu durchstöbern!

      Was sagt denn ein Psychologe dazu?
      Lieber Holz hacken?

      Diesen Aufwand u. Interesse lieber der Saat und dem Aufgang der eigenen Salatpflänzchen zu schenken?

      Das ist natürlicher udn macht mehr Freude, ernährt die Seele?

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  17. Maik Reichel sagt

    Da ich Imker bin, will ich eines festhalten, wir haben bei uns z.B. im Erzgebirge einen reich gedeckten Tisch an blühen Bäumen,Pflanzen usw. Da brauchen wir die Supermärkte nicht dazu. Ausserdem machen die Leute in den Gärten auch viel blühendes an. Die Kampagnen der letzten Zeit haben viele zum ausbringen von insektenfreundlichen Pflanzen bewegt. Und wer bei uns mit OFFENEN Augen in der Gegend unterwegs ist, wird feststellen, dass in jeder Zeit etwas blüht. Viele reden leider immer nur nach, was propagiert wird ohne zu hinterfragen.

    Was noch interessant ist, NABU und Supermärkte zusammenarbeiten? Was ist denn hier kaputt. Unterstützt die NABU etwa auch Billigfleisch oder den billigen Honig? Ich kann da nur laut lachen. Schau mal ein Video bei YouTube über einer Honigernte in fernen Ländern an. Da wird mir als Imker schlecht. Und sowas unterstützt NABU? Ha ha ha

    Habe auch den Bericht über den Insektenbestand in der Tagesschau gesehen. Stimmt schon, der Zufall ist schon seltsam geplant…😁

    Bauer Willi, wo hast du den Flyer her? War der mit in der Werbung? Habe ihn noch nicht gesehen.

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    • Maik Reichel sagt

      Und wenn ich dann in dem Bericht der Tagesschau höre, dass die Monokultur der Landwirtschaft mit Schuld am Insektenrückgang ist, weiss ich nicht, was ich dazu sagen soll. Unsere hiesige Agrargenossenschaft lässt Randbepflanzungen z.B. stehen. Und den Landwirten wird in dem Bericht wieder einmal jegliche Fachkompetenz in Frage gestellt. Als würden Landwirte keine Fruchtfolge kennen.
      Und was sich getan bezüglich den Giften, wird auch mal schön unterm Tisch gekehrt.

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    • Bauer Willi sagt

      Die Flyer kommen immer am Samstag mit der Post. Zusammen mit den Flyern von ALDI, Dänisches Bettenlager, toom, Thomas Phillips.

      Alles in Kunststofffolie eingeschweißt. Die muss man zur Mülltrennung erst entfernen.

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        • Inga sagt

          Das habe ich auch draufstehen!

          aber wo die Werbeindustrie sich mal Gedanken drüber machen sollte, sind diese Platikeinschweissungen von verschieden Werbeblättchen einiger Firmen, die Bauer Willi erwähnte.
          das müßte doch verboten werden, oder?

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      • Maik Reichel sagt

        Dankeschön. Vorsicht, ich stelle beruflich Kunststoffteile her.😉

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    • Maik Reichel fragte: „Unterstützt die NABU etwa auch Billigfleisch oder den billigen Honig? “
      Der NABU ist eher eine Lobby die teure Naturflächennutzung subventioniert und dem Verzicht auf teure Lebensmittel kritisch gegenübersteht. Ob der NABU auch Billigwohnungen mit zu wenig Quadratmetern ablehnt und teure Landhäuser bevorzugt, ist von der LGO nicht bekannt. Viele Werbekonsumenten wissen ja nicht warum die Produkte, die soviel mehr Fläche benötigen, so teuer sind und glauben mit landgrabbing ließe sich das Gewissen finanziell entschädigen.
      Beim vom Insektensterben betroffenen Naturschutzgebiet östricher Bruch ist (ohne Gewähr nur aus Erinnerung) der teure(?) Honig wohl tw. Unverkäuflich, da er zu viele Giftstoffe von einer Pflanze enthält die weniger auf Stickstoff ’steht‘ als die vorigen Brennnessel und Gräser.

      Für Billigsaatgut wirbt die LGO mind. einmal jährlich da ihre eigentlichen Kunden bei geistiger Leistung im „Geiz ist Geil“ Modus aktionieren. Billig produzieren ohne teures Saatgut und ohne teure Chemie und das resultierde Billigprodukt aufgrund der hohen Kosten beim Umweltgebrauch teuer verkaufen …
      Billigtierhaltung um Besuchern eines Naturschutzgebiets auch attraktive Pferde zeigen zu können, haben die NABU-Versuchstiere ja teilweise mit ihrem Leben bezahlen müssen.
      Umweltpoltisch wäre es sinnvoller eine Ökobilanz beim Produkt anzugeben anstatt mit Billiglabeln „Billigfleisch“/“Billigkartoffeln“ zu aktionieren.
      NB.: historisch vlt. interessant: ‚billig‘ gibt es aktuell immer noch in 3 Bedeutungen: die altdeutsche wird im juristischen immer noch wie vor 2 Bedeutungswenden verwendet

      etwas OT: bei Hummeln hat sich an einem abgebrannten Gartenhäuschen herausgestellt, dass Glaswolle wohl eine attraktive Nistmöglichkeit ist …. wäre die vorsätzliche Verteilung von Glaswolle eher Umweltschutz oder Verschmutzung?

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  18. Ein Privatier sagt

    In unserer durchinfantilisierten Gesellschaft glaubt man ja auch, dass Deutschland die Welt vor dem menschengemachten Klimawandel retten muss, an dem sogar der alte weiße Mann Karel Gott schuld, schuld, schuld ist!

    NABU, REWE und PENNY machen es wie unsere freche, kleine, schlaue Biene Maja, die uns wirklich nur ganz genau das erzählt, was ihr gefällt.

    „In einem unbekannten Land
    Vor gar nicht allzu langer Zeit
    War eine Biene sehr bekannt
    Von der sprach alles weit und breit

    Und diese Biene, die ich meine, nennt sich Maja
    Kleine, freche, schlaue Biene Maja
    Maja fliegt durch ihre Welt
    Zeigt uns das, was ihr gefällt
    Wir treffen heute uns’re Freundin Biene Maja
    Diese kleine, freche Biene Maja
    Maja, alle lieben Maja
    Maja Maja
    Maja Maja
    Maja, erzähle uns von Dir“

    Und bei den Wahlen 2021 keine Experimente:
    „Ist Maja glücklich, dann ist der Mensch glücklich!“

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  19. Grundsätzlich finde ich jeden Gedanken in diese Richtung richtig, so wie Willi es ja auch betont.
    Dennoch, dass sich der NABU vor so einen Karren spannen lässt, mit diesen teilweise haarsträubenden Aussagen, finde ich beschämend.

    An der Wabenstruktur der Aufmachung kann man ebenso erkennen, dass wieder das Klischee Biene gleich Honigbiene bedient wird.
    Es geht aber um den Insektenrückgang!
    Eigentlich, wie Willi richtigerweise schreibt, den Rückgang der Biomasse.
    Und da ist die Honigbiene meiner Meinung nach zu vernachlässigen weil sie nicht gefärdet ist.
    Also sollte sie in diesem Zusammenhang auch nur am Rande erwähnt werden damit der Konsument nicht denkt, er kauft sich Biohonig und tut was für den Umweltschutz.
    Nun, nicht ganz, denn in der Zeit vom 18. bis 23. Mai pflanzt REWE ja je Bioglas einen Laubbaum damit es in Deutschland wieder URWÄLDER gibt.
    Das sagt doch schon einiges über die Macher aus.

    Nun, die anderen Punkte lasse ich mal für Euch.
    Da kann ich auch kaum was zu sagen. Keine Ahnung davon!
    Was die Wildbienen betrifft aber genug um denen helfen zu können.

    Vorweg, die Aussage von REWE „Lege wenn möglich keinen Steingarten an, weil Bienen hier zu kurz kommen.“ ist schlichtweg falsch.
    Lege wenn möglich keinen Schottergarten an, weil Bienen hier zu kurz kommen, wäre richtig.
    Ein richtig angelegter Steingarten mit Magerboden, tiefen Sandstellen, Steinstrukturen, Morsch- oder Totholz und den passenden Pflanzen ist ein Eldorado für Wildbienen.
    Gerade auf einem mageren Boden können sich die meisten Wildpflanzen entwickeln, die für einige Wildbienenarten lebensnotwendig sind.

    Jetzt zu den Nisthilfen.
    Gleich das erste Bild einer üblichen Insektennisthilfe ist für Insekten besser nutzbar, wenn man es einfach im Garten in den Dreck wirft und Laub drauf streut.
    Für Wildbienen halte ich es sogar für schädlich.

    Baumscheiben, auch die aus Hartholz, neigen zur Rissbildung und sollten nicht in die Stirnseite gebohrt werden.
    Die Wildbienenmami belegt die in gutem Gewissen und später dringt dann durch die möglichen Risse Feuchtigkeit ein. Alles um sonst.
    Das verbreitet der NABU immer mal wieder, wurde auch schon öfter, auch von mir, darauf hingewiesen und gelobt Besserung.

    Große „Insektenhotels“ haben den Nachteil, dass bei, zum Beispiel einem Milbenbefall einer Wildbiene, was durchaus vorkommen kann, alle Niströhren befallen werden.
    Daher sollten immer kleinere Nisthilfen und davon mehrere gebaut werden.
    Diese an verschieden Stellen hinhängen.

    Hohlziegel sind nicht geeignet. Sie können nur als Steckplatz für andere Niströhren genutzt werden. Also warum dann überhaupt?
    Da widersprechen die sich übrigens im gleichen Artikel.

    Bei der Dosennisthilfe müssen die Ränder der Bambusröhrchen, aber noch wichtiger, die Innenkanten splitterfrei sein.
    Dosen heizen sich sehr stark auf. Für Larven war’s das dann. Wieder umsonst!
    Also immer regengeschützt, zweites Sonnenschutzdach drüber und fest anmontieren.
    Das darf nicht einfach so am Faden hingehängt werden und wackeln.

    Klar kann man sagen, das ist in der Natur ja auch nicht perfekt. Da gehen auch mal welche drauf.
    Wenn ich aber konsequenten Wildbienenschutz betreiben möchte und nicht nur mal ein gutes Gefühl für mein Gewissen erzeugen möchte, sollte es richtig gemacht werden um später dann auch stolz darauf zu sein, wenn die nächste Weibchengeneration es dann geschafft hat.

    Im Übrigen findet man die Angaben 4,37 mio. qm, 5,46, 5,64 und 6 mio. qm!

    Ach, was machen denn die Eh-da-Flächen?
    Schon welche ausgemacht?

    LG
    Freundliches Summen
    Werner Meyknecht
    wildbienennisthilfe.de

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    • Bauer Willi sagt

      @Werner
      warum hat REWE Dich nicht gefragt!! Du weißt, wie es geht.

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  20. Mark sagt

    „Weder REWE noch Penny verwendet auch nur ein einziges Mal den Begriff „Bauern“ oder „Landwirt“.“ Das stimmt nicht, Willi.

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    • Bauer Willi sagt

      @Mark
      Ich habe jetzt noch mal beide Flyer durchgeschaut. Ich lese in beiden nur Produzent oder Erzeuger, finde aber die Begriffe Bauer und Landwirt nicht.

      Wenn das nicht stimmt, sage mir bitte, wo das steht. Ich finde es nicht.
      Willi

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      • Mark sagt

        Du hast es sogar in Deinem Text: „…seit 10 Jahren mit 400 Landwirten..“

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        • Bauer Willi sagt

          Mea culpa. Betriebsblind.
          Gut, einmal haben sie Landwirte genannt, Juchhu!! 😉

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  21. Thomas Apfel sagt

    Es ist im übrigen nicht nur die Rothamsted-Studie, die eigentlich zu dem Ergebnis kommt, dass man generell nicht sagen kann, ob die Insekten tatsächlich weniger werden, langfristig stabile Bestände haben oder sogar zunehmen. Wenn man die Meta-Studie des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung genauer ansieht, ist auch dort die eigentliche Aussage „wir wissen es nicht genau“. In der Vorstellung der Studie wurde erwähnt „Wir haben auch EINIGE Studien einbezogen, die den Trend zur Abnahme der Insektenmasse nicht bestätigen“.
    Na, beisst´s mich denn, das ist doch schon wieder die bekannte selektive Auswahl von Studien mit Zielvorgabe „Green Deal“ – Notwendigkeit untermauern.
    Es scheint Null Wissenschaft zu geben, die sich noch halbwegs neutral auf diesem Terrain bewegt !! Da packt einen doch langsam die Wut !
    Eine These möchte ich in dem Zusammenhang gern aufstellen:
    Die alten nicht selektiven Mittel der 70-iger und 80-ziger Jahre haben in der Regel im behandelten Bestand auch einen hohen Prozentsatz „Nichtzielorganismen“ mit getötet.
    Die klassische Folge war meist die darauf folgende Explosion der Bestände, zum Beispiel an Blattläusen, da auch ihre Gegner (Marienkäfer, Florfliegen, Raubmilben usw) aus dem Felde geschlagen waren. Diese Populationsausschläge haben definitiv viel Insektenmasse produziert. Das Auf und Ab der Populationsstärken von Insektengruppen ist Ergebnis der natürlichen Selbstregelungsmechanismen.
    Die Pflanzenschutzforschung hat versucht Mittel zu entwickeln die Nützlings- schonend sind. Das ist bei den Insektiziden und Akariziden auch weitgehend gelungen.
    Nach meiner Beobachtung hat die Anwendung dieser „weniger harten“ Mittel dazu geführt, dass die Spitzen der Populationsentwicklung bei den „Schadinsekten“ gebrochen wurden. Diese Form des chemischen Pflanzenschutzes hat nach meiner Beobachtung durch den Erhalt der Nützlinge die natürliche Reduzierung der Massenvermehrer (z.B. Blattläuse) verstärkt. Weniger „Kalamitätenjahre“ durch Massenauftreten von Schädlingen waren in den letzten 30 Jahren die definitive Folge dieser Form der Schädlingsregulierung.
    Das könnte tatsächlich auch mit einer Abhahme der absoluten Masse an Insekten verbunden sein, aber eher in dem Bereich von 10 – 20 % (siehe Meta-Studie van Roel).

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    • Mark sagt

      „Es scheint Null Wissenschaft zu geben, die sich noch halbwegs neutral auf diesem Terrain bewegt !! Da packt einen doch langsam die Wut !“
      Genau dies ist der Punkt, den ich hier auch schon des öfteren angesprochen habe. Die „Wissenschaft“ erliegt immer öfter der Versuchung, durch „verbiegen der wissenschaftlichen Wahrheit“ an Popularität zu gewinnen um dadurch in ihrer Bedeutung nach oben katapultiert zu werden. Die Folgen daraus können dramatisch werden.

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      • Gernot Glier sagt

        Das liegt daran, dass Wissenschaftler auf Geldgeber angewiesen sind. Die verteilen ihr Geld natürlich nach ihrer ideologischen Ausrichtung. Oder wie es in einem alten Sprichwort heißt: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

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      • Michael Ferber sagt

        es gibt unendlich viel, Wissenschaft zum Thema Artensterben.. siehe z.B. hier https://www.bbc.com/news/science-environment-52399373 Leider gibt es abwer viel zu viele nicht Wisenschaftler die sixch anmaßen zu entscheiden was gute Wissenschaft ist. Also genazu das wqas einem selbst nützt. Um festzustellen daß intensive Landwirtschaft der Artenvielfalt schadet empfehle ich einmal die Artenzahl (Pflöanzemn) auf einer 5-6 mal Gemähten Wiese mit der einer ein oder 2 schürigen wiese zu vergleichen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Und…?Da wir ja bereits gelernt haben, dass es fast keiner Biene bedarf, um Nahrung zu erzeugen, müsste man jetzt wissen, wie viele Insekten pro m² für das Überleben der Menschheit erforderlich sind.
          Und dann möchte ich gerne wissen, wie viele Insekten auf 1m² Straße, Flugfeld, versiegelter Fläche etc. leben…..

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wenn ein Bauer 100 Milchkühe braucht, die jeweils 10.000Liter Milch geben müssen, um zu überleben, kann man die Tiere nicht mit Futter einer einer ein oder zwei schürigen Magerwiese füttern.

          So einfach ist das!

          Daran ändert auch 2 Doktor und ein Professorentitel nichts

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  22. Milva Iderhoff sagt

    Ich kann einfach nur Danke sagen für diesen Artikel!!!!! Davon brauchen wir mehr.

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    • Arnold Krämer sagt

      Davon bräuchten wir viel viel mehr, denn Falschinformationensetzen sich im Hirn fest. Der Aufwand, Bullshit zu widerlegen, ist zehnmal höher als der Aufwand ihn zu produzieren (Ergebnis der Hirnforschung). Das Ganze nennt sich Bullshit-Asymmetrie und darunter leiden auch politisch Verantwortliche, denn auch die werden permanent mit Falschinformationen gefüttert. Das Problem ist noch einmal besonders groß, wenn auch der zuarbeitende Apparat, Ministerien und Bundesbehörden, mit „anfälligem“ Personal besetzt ist.

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      • Bauer Willi sagt

        „Bullshit-Asymetrie“
        Ein Begriff, den ich mir merken werde. 🙂 Danke!

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        • „Bullshit-Asymetrie“!
          Eine wirklich kurze, aber sehr prägnante Wortschöpfung. Trifft absolut den Kern unserer orientierungslosen Gesellschaft.
          Eine einfache und praktische Formel zur Aufklärung unserer Verbraucher.
          Freue mich jetzt schon auf die nächste Diskussion mit den restlichen 99% der Bevölkerung.
          Man lernt eben nie aus, und das ist irgendwie auch schön!
          Auch von mir ein fettes „Danke“.

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      • Thomas Apfel sagt

        Wir hatten Gestern unseren neuen grünen Umwelt- und Landwirtschaftsminister zu Gast. Er hat sich 3 konventionelle IP Betriebe (einen hochintensiven Gemüsebaubetrieb Unterglas-Anbau, einen spezialisierten IP Obstbaubetrieb mit rund 50 ha und einen konventionellen IP Landwirt mit 120 ha Acker und 25 ha Obstbau sowie einen Bioland Obstbaubetrieb mit 11 ha Obstbau und die Felder der ansässigen SOLAWI 3 ha Netto.Produktionsfläche angesehen. Das war quasi das erste mal, dass er sich unterschiedliche gärtnerische Produktionsmethoden angesehen und hat erläutern lassen. Er ist relativ offen und interessiert, sein offensichtlich fundamental-grüner Pressesprecher hingegen ist nur mit verkniffenem Gesicht rumgelaufen. Der wiederum wird schon dafür sorgen, dass die Mitteilungen im Nachgang die richtige „Couleur“ bekommen.
        Es ist für dieses Personal, das sich Jahrzehnte im Dunstkreis der Grünen Propaganda Filterblase bewegt hat, ausgesprochen schwer beim Aufschlagen in der Wirklichkeit ihre bisherigen Maximen in echt auf den Prüfstand zu stellen.
        Lustg fand ich die heutige Schlagzeile in unserer Regional-Gazette: „Umweltminister VOGEL warnt vor einem VOGEL-sterben !“

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  23. Marta Boss sagt

    Der herausragenste Satz ist für mich:
    Sorgt für mehr Grün in der NACHBARSCHAFT.
    Selbst graue Steinewüste mit dem Zaun, wo Plastikstreifen durchgezogen.
    Aber…..

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