Bauer Willi
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Kapitulation?!

Die Entscheidung über die Verlängerung der Zulassung für einen bekannten Wirkstoff eines weit verbreiteten Herbizides ist vertagt worden. Wieder einmal.

Die Meldungen dazu sind rar gesät. Glaubt man den Medien, so hätten Frankreich, Schweden und die Niederlande bei einer Abstimmung nicht zugestimmt, Deutschland hätte sich enthalten, weil es regierungsintern Unstimmigkeiten zwischen den Ministern Hendriks (Umwelt) und Schmidt (Landwirtschaft) gegeben habe. Nach den Regularien hätten sich mindestens 55% der Mitgliedsstaaten, die mindestens 65% der Bevölkerung der EU repräsentieren, für eine erneute Zulassung aussprechen müssen. Die Kommission hatte eine Verlängerung der im Juni auslaufenden Zulassung empfohlen. Jetzt soll eine Entscheidung spätestens in der Sitzung des Ausschusses am 18./19. Mai 2016 fallen.

Mir persönlich ist kein Fall bekannt, bei dem der Streit über einen Wirkstoff derart eskaliert. Es wird mit harten Bandagen gekämpft. Rechtzeitig zum Termin werden „Studien“ veröffentlicht, deren Wissenschaftlichkeit fraglich ist und die sich bei Nachprüfung als schwach oder sogar haltlos erweisen. Doch die tatsächlichen Fakten scheinen kaum zu interessieren, es geht mehr um den Aufmerksamkeitswert der Meldung. Und der ist gegeben, denn alle Medien berichten darüber, dass der Wirkstoff mal in dem einen, mal dem anderen Produkt, Lebensmittel oder einer Körperausscheidung gefunden wurde, und zwar im Bereich von Nanogramm. Diese Werte kann kein Laie richtig interpretieren. Wer weiß denn, was ein Nanogramm ist? Die nächst gröbere Einheit ist ein Mikrogramm (1 ppb) und das würde bedeuten, dass man einen Menschen unter 1 Milliarde herausfinden würde. Das kann man sich noch irgendwie vorstellen. Bei einem Nanogramm wäre es einer unter 1000 Milliarden.

Doch darum geht es nicht. Da werden auch leicht Begriffe wie Risiko und Gefahr fahrlässig gebraucht. Haie im Meer stellen eine potentielle Gefahr da, aber das Risiko, von einem Hai gebissen zu werden, ist sehr gering. Jährlich werden weltweit etwa 70 Haiangriffe gemeldet, 10% davon enden tödlich. Das Risiko, in der Nordsee an einem Haiangriff zu sterben ist Null. Oder kennen Sie einen Fall?

Solche Vergleiche lassen die Kritiker jedoch nicht gelten. Sie fordern, dass in Lebensmitteln nicht einmal Spuren von Pflanzenschutzmitteln enthalten sein dürfen. Und damit kommen wir zum Kern der Diskussion: keine (=Null) Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln zu finden ist bei der heutigen Labortechnik schlichtweg unmöglich. Das zu fordern ist unredlich, weil es einem Verbot der Anwendung gleichkäme. Und das ist, meiner Meinung nach, das Ziel: Pflanzenschutzmittel, gerne auch „Pestizide“ genannt, generell zu verbieten. Über die Konsequenzen eines Verbotes wird jedoch kaum diskutiert. So auch nicht bei dem jetzt zur Diskussion stehenden Wirkstoff, der ja durchaus auch einen Nutzen hat.

Warum ich dies schreibe? Weil wissenschaftliche Erkenntnisse instrumentalisiert werden, um ein politisches Ziel zu erreichen. EFSA und BfR stehen gegen die Aussage der IARC. Die IARC hat Mäusen eine hochdosierte Menge des Wirkstoffes verabreicht und eine potentielle Gefahr festgestellt. EFSA und BfR bewerten das Risiko,  und kommen zu der Erkenntnis, dass diese Dosierungen in der Realität nicht vorkommen. Fluor (bzw. Fluorid) in der Zahnpasta stellt auch eine potentielle Gefahr dar, das Risiko, den Inhalt einer Tube Zahnpasta zu verschlucken, ist jedoch gering. Es steht jedem frei, sich regelmäßig die Zähne zu putzen. Doch auch das ist ein Risiko. Doch käme niemand ernsthaft auf die Idee, Fluor in der Zahnpasta zu verbieten.

Wenn die Entscheidungsträger sich gegen die erneute Zulassung des Wirkstoffes aussprechen, negieren sie wissenschaftliche Zusammenhänge. Das ist bedenklich, nicht nur bei diesem Fall.

Denkbar ist, dass die Entscheidungsträger auch im Mai keine Entscheidung treffen (wollen?) und somit die Zulassung im Juni 2016 endet. Und das, ohne dass eine Abstimmung stattgefunden hätte, ohne dass die eigene Position erkennbar geworden wäre. Und das käme in meinen Augen einer stillschweigenden Kapitulation gleich.

Euer Bauer Willi

 

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212 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Ich bin froh, dass ich den Blog gefunden habe, weil ich mich wirklich für das was auf den Feldern passiert interessiere. Bisher hatte ich Bauern-Blogs leider nur in englischer Sprache gefunden, das kann natürlich auch an meinen google-Voreinstellungen liegen.
    Wenn ich die Diskussion um Glyphosat da richtig mitbekommen habe, ist für viele dort der Weg weg vom Einsatz angesagt, nicht wegen der Rückstände, sondern eher wegen der sich rapide ausbreitenden Resistenzen gegen Glyphosat. Vor wenigen Jahren noch hat man dort Roundup-Ready-Seeds als Alternative zu normalem Saatgut gefeiert. Statt multiplen Behandlungen mit verschiedenen Mitteln, nur noch ein Mittel gegen alles. Was bedeutete, weniger pflügen, weniger spritzen, weniger Kraftstoff verbrauch, weg mit den alten und oft wirklich schädlichen Mitteln. War wohl ein Satz mit X. Inzwischen verunkrauten dort auch die RR-Kulturen und diese Superunkräuter breiten sich rasend schnell aus. Felder, die mit Ackerfuchsschwänzen (Ich denke, das ist die richtige Übersetzung für pigweed) voll stehen, verursachen nicht nur geringere Erträge, sie führen auch zu teuren Schäden an den Feldmaschinen. Mulchkulturen scheinen im Moment dort für viele Farmer die einzig noch wirksame Art der Unkrautbekämpfung. Nach der Ernte von Mais oder Soya Roggen pflanzen, warten bis der Köpfe schiebt und dann das Ganze mit einem Roller-Crimper (Roll-Quetsche)rollen/spritzen und ohne pflügen direkt neu einsähen, und hoffen, dass die dicke Matte aus Roggen das Unkraut erstickt. Klappt manchmal ganz gut, manchmal eben auch nicht.

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  2. ehemaliger Apfelbauer sagt

    Es geht um die Abschaffung des Pflanzenschutzes.
    Unsere Diskussionsrunde zu Willis Beitrag zeigt es deutlich. Kommentatoren ohne Anbauerfahrung in wirtschaftlich rentablen Größenordnungen meinen, kluge Ratschläge geben zu können. Argumente werden im außereuropäischen Anbau gesucht und so oft in verschiedenen Versionen in verschiedenen Posts wiederholt, bis einem schwindelig wird. Hinweise auf eine Abwägung von Risiken und Nutzen werden mit dem „wir Vergiften uns“-Argument totgeschlagen, im Falle Glyphosat gibt es aber einen deutlich nachhaltigen Nutzen: Einsparung von Energie, Maschinenarbeitsstunden und Körperkraft. Hierzu kann ich einiges sagen, weil wir umfangreiche Versuche zur alternativen Unkrautbekämpfung gemacht haben. Sachlich betrachtet haben wir in Europa und besonders in Deutschland eines der sichersten und am besten überwachten Pflanzenschutzgesetze weltweit (der Glyphosateinsatz ist hierdurch schon sehr viel geringer, als außerhalb Europas). Die Lebensmittelketten ziehen die Forderungen nach möglichst rückstandsfreien Produkten, getrieben von den NGO´s, immer mehr an. Wir Bauern können nur auf überzogene Forderungen reagieren und versuchen über verbesserte Anbaumethoden den Qualitätsanspruch der Kunden (LEH und Endkunden) zu erfüllen. Dies erreicht zunehmend Grenzen, was sich in einer vorgezogenen Ernte zeigt. Kritiker werden jetzt sagen, Geschmack ist in der konventionellen Landwirtschaft nicht mehr wichtig. Das stimmt aber nicht – der Handel fordert zu recht haltbare Produkte, die aber – vollreif – nur bei trockener Vegetation mit minimalem Pflanzenschutz und Beregnung zu erzeugen sind. Sauwetter, wie 2014 im Süden und 2015 im Norden, bewirkt Fäulnis und erhöhten Schädlingsbefall. Gegen einen mechanischen Schutz (ganz einfach – Überdachung, Folienabdeckung) bilden sich zunehmend Bürgerinitiativen – Argument: Folienabdeckungen „verschandeln“ die Landschaft. Zugegeben – sie sind nicht schön und teuer, aber irgendwann die einzige Möglichkeit, unsere Kulturen zu schützen. Dies sollten die Kritiker erkennen. Für innovative Lösungen sind wir sehr dankbar. Wir sind aber immer noch Unternehmen, die ihre Familien und Mitarbeiter ernähren müssen. Am Ende des Jahres benötigen wir eine deutliche, schwarze Zahl unter dem Strich, sonst gibt es hier keine Produktion mehr. Es wird zunehmend eine Grenze erreicht, wo der Landwirt (in vielen Fällen mit sehr weitgehendem Know How zu seiner Spezialkultur) dann sagt, ich habe keinen Bock mehr. Geht auf die Betriebe und schaut euch den Aufwand an, den wir schon jetzt betreiben müssen. Nur meckern oder nicht zu unserem Klima passende Kulturformen helfen uns nicht weiter. Zur Qualitätserzeugung gehört zwingend auch ein gewisser Pflanzenschutz – bei Konvis und Bios.

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    • Johann Meyer sagt

      Warum benötigen die Bios kein Glyphosat bei Äpfeln oder ist die Qualität nicht gut ?

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Ihre Argumente lassen nur zwei Möglichkeiten zu.

        1. Sie wollen nur provozieren, dann lassen sie sich sagen, sie haben keine Deppen vor sich.

        2. Sie sollten mal den Arzt wechseln.

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        • Rufer aus der Wüste sagt

          Ehemaliger Landwirt:

          Das ist jetzt aber keine Antwort auf die Frage warum die Bios kein Glyphosat bei Aepfeln einsetzen.

          Sollte man keine Antwort auf eine Frage haben dann heist das nicht das man den anderen zum Arzt schicken sollte.

          Die Frage ist absolut berechtigt und antworten wie dieses geben mir zu denken.

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    • christian sagt

      hallo Apfelbauer,
      du triffst es sehr gut. Wenn Glyphosat verboten wird, wird man es trotzdem finden in Europa, denn das meiste Glyphosat importieren wir ja indirekt von den RR Sorten, und verfüttern es. Wir haben strenge Gesetze, aber wenn man es nachweisen kann weil wir Sikkation betreiben, dann muss man so ehrlich sein und es sich selbst (Bauern die es machen) zuschreiben.
      Und richtig: nur weil ein Pflanzenschutzmittel biotauglich ist, ist es noch nicht bio!!!

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      • Bauer Willi sagt

        Sehe ich genauso. Ich habe in 40 Jahren Getreideanbau noch NIE Sikkation betrieben. Kann man auch keinem Konsumenten erklären. Ich jedenfalls nicht, und das sage ich auch öffentlich.
        Bauer Willi

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        • Sabine sagt

          Naja, so dämlich sind wir ja auch nicht. Wichtig wäre aber vielleicht den Leuten mal zu erklären, was Roundup genau in der Pflanze macht und warum es daher RR-Pflanzen gibt und was in den Wildpflanzen passiert ist, was den Mechanismus aushebelt. Mich beschleicht da weniger ein Krebsangst, als das mulmige Gefühl, dass wir da was los getreten haben, von dem wir nicht so genau übersehen können, wie wir das wieder zurechtrücken.
          Was hälst Du in dem Zusammenhang von der These, dass gerade durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wir ein Ungleichgewicht in der Bodenbiologie verursachen, was die Ausbreitung genau der Krankheiten/Unkräuter/Schadinsekten begünstigt, die wir damit bekämpfen wollen? Das hab ich nämlich inzwischen sooft von der SARE.org gehört.

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      • Im konventionellen Apfelanbau ist nur ein minimaler Einsatz von Roundup nötig. Und auch eine mechanische Unkrautbekämpfung mit z.B. dem Ladurnergerät ist möglich, aber deutlich teurer. Der Wurzelkörper reicht hier tief genug, um eine Arbeitstiefe von etwa 10 cm zu ermöglichen. Äpfel lassen sich zwar aufwändig, aber auf den passenden Böden in guten Qualitäten, biologisch erzeugen. In Kulturen, die keine mechanische Unkrautbekämpfung zulassen wird ein Anbau nach Biorichtlinien aber sehr schwer. Wir haben nur sehr leichte Böden, die bei den jetzigen Preisen leider unrentabel geworden sind. Unser 25jähriges KnowHow ist also jetzt ungenutzt 😉

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        • Johann Meyer sagt

          ehemaliger Apfelbauer,
          danke für die Antwort. Ich habe mir unlängst zwei Obsthöfe intensiv angesehen, einen Bio im Alten Land und einen konv. im Raum Langförden. Der im alten Land fährt mit einer traumhaften finanziellen , mechanischen und gebäudetechnischen Ausstattung ein super Mangment mit hervorragenden Qualitäten. Mit dessen Know-How und Ausstattung könnte der Betrieb in Langförden auf leichten Böden sicherlich auch gewinnbringend umgestellt werden. Und selbstverständlich haben Sie Recht, wenn Sie eine bessere Kommunikation der Bios über ihre Pflanzenschutzstrategien erwarten. Leider stehen diese auch unter einem sehr hohen optischen Qualitätsdruck durch den Verbraucher. Da könnte sehr viel gespart werden, wenn z.B. ein bißchen Schorf hin und wieder toleriert würde. Wenn Sie wählen könnten zwischen einen gut ausgestatteten Biohof mit sehr guten Preisen für Marktware um ca 1,50 kg( Großhandel) und einen konv. bei zermürbender Marktlage, wofür entscheiden Sie sich ? Die Umsetzung der Richtlinien dürfte bei Ihrer Erfahrung und alternativen Interesse nicht das Problem sein

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          • Danke Herr Meyer für die umfassende Antwort. Na, was für eine Frage. Bei den neuen Biosorten wie z.B. Natyra ist eine Umstellung auf Bio sehr interessant. Allerdings sind die Auflagen von den Bioverbänden teilweise etwas realitätsfern. Umstellung des ganzen Betriebes wird bei uns schwierig, weil wir Betriebszweige haben, die im Bioanbau große Probleme bereiten. Unser leichter Boden läßt nur mit intensiver Bewässerung und Düngung ausreichende Erträge im Bioanbau zu. Wieder gibt es viel zu diskutieren mit den Auditoren. Mein Sohn setzt sich gerade intensiv mit dem Thema auseinander. Mal sehen, was der Blick in die Zukunft ergibt.

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            • Johann Meyer sagt

              Bio ist das Zukunftsthema der jungen Hofnachfolger und die logische Weiterentwicklung von „integrieter Produktion“. Viel Glück für die Umstellungspläne.

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        • Stadtmensch sagt

          „Im konventionellen Apfelanbau ist nur ein minimaler Einsatz von Roundup nötig.“

          Hallo ehemaliger Apfelbauer,
          was spricht denn gegen eine Gründüngung mit Klee unter den Obstbäumen?
          Da dürfte doch dann auch kein Unkraut mehr wachsen.

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          • ehemaliger Apfelbauer sagt

            Wie schon beschrieben. Es funktioniert. Im Frühjahr sollte der Boden aber möglichst wenig bedeckt sein und bearbeitet werden, um din Mineralisation von Stickstoff zu ermöglichen. Äpfel benötigen im Gegensatz zu anderen Kulturen relativ wenig verfügbaren Stickstoff. Später ist eine Begründung sogar gewünscht, fördert die Ausfärbung 😉

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          • ehemaliger Apfelbauer sagt

            Hatte noch vergessen, zwei wichtige Punkte zu erwähnen. Die eingesäte Gründüngung ist auch, genau wie das Unkraut, eine Konkrenz um Wasser und Nährstoffe. Im Frühjahr unerwünscht, im Herbst geduldet. Im Winter aber wird eine vollflächige Begrünung zu einem Riesenproblem in Apfelkulturen. Mäuse haben einen Riesenappetit auf Apfelwurzeln. Im Rheinland haben letztes Jahr viele Betriebe hektarweise Apfelbäume verloren (milder Winter danach bestes Sommerwetter). Effektiver Schutz: Reihe offenhalten, damit Räuber und Beutegreifer die Nagetiere fangen können. Wir sind in dieser Diskussionsrunde tief in das komplexe Thema Apfelanbau und Pflanzenschutz eingetaucht. Dafür vielen Dank, besonders Bauer Willi für diese Plattform. Es gibt aber noch sehr viel mehr über Pflanzenschutz zu sagen. Beispiel: Zusammenhang Schnittsystem und Pflanzenschutzmitteleinsparung – sehr spannendes und lohnendes Thema.

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            • Stadtmensch sagt

              Vielen Dank für ihre informativen Beiträge!
              Es ist schade, dass es so viele „ehemalige“ Obstbauern in diese Land gibt. Alles gute für die nächsten Projekte wünsche ich.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wenn ich die Diskusionen von Haupterwerbsobstbauern so verfolge, werden es bald noch weniger sein.

              Grund:

              Zukünftiger Mangel an Pflanzenschutzmittel und der Mindestlohn.

              Wenn der Handel angemessene Preise bezahlen würde, wäre der Mindestlohn kein Problem.

              Letztes Jahr wurden in Baden 17% weniger Erntehelfer eingestellt.

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      • Plabst Christine sagt

        wenn es nur an einigen Stellen weniger wird werte ich es als Positiv !!!!

        Bin öfters nach Italien La Vialla dort wird mit Umweltfreundlichen Mitteln gearbeitet, finde wir sollten über Alternativen überlegen..
        vielleicht könnten sie einmal auf diese Seite nachsehen würde mich freuen es gibt darauf Videos wie sie arbeiten. Es ist ein Betrieb der ausgezeichnet wir, sogar mit Jungen Leuten von der Agrarschule zusammen arbeiten.

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    • Plabst sagt

      Sagen sie mir wo sie ihre Äpfel anbauen ich hoffe dass ich nie einen kaufe von Ihnen. Untern strich werden sie sehen dass bald niemand mehr ihr gespritztes abkauft. Finde sie verantwortungslos wie sie mit den Mitteln umgehen. Und hoffe für Sie dass sie nicht selbst von dem ganzen was sie da versprühen möchte nicht wissen wieviel nich selbst krank werden.

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      • Sie meinen also allen ernstes, dass Bio gleich ungespritzt heißt. Ich denke, es wird Zeit, dass auch die Biobranche langsam aufwacht und die Notwendigkeit des Pflanzenschutzes deutlich macht. Nachdem die konventionellen Mittel weggemobbt worden sind, kommen dann die Biomittel dran. Wir testen schon seit mehr als 20 Jahren Möglichkeiten des biologischen Pflanzenschutzes. Manches wirkt ganz gut, einiges sogar besser als Standardmittel und einiges ist nicht zu gebrauchen. Hierzu gehören biologische und biotechnische Verfahren, aber auch Spritzmittel. Was gute Wirkung zeigt, wird genutzt, auch wenn es teurer ist. Selbstverständlich ist auch im Bioanbau, hauptsächlich deutlich vor der Ernte, eine Spritzung zugelassen und notwendig. Wenn sie meinen, nur ungespritztes Obst und Gemüse essen zu wollen, stellen sie umgehend den Verzehr von Supermarktobst ein und bauen es im eigenen Garten an. Unsere Äpfel sind übriges seit 2 Jahren gerodet, weil wir einen Schädling nicht mehr beherrschen konnten und die Preise so mies sind.

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        • Plabst Christine sagt

          Im Supermarkt kaufe ich fast nichts mehr, hier auf dem Bauernmarkt kann ich mit den Bauern reden und hoffe, dass es der Wahrheit entsprcht so gut wie NICHT Gespritzt wird, und es immer mehr werden.
          Und ich weiss dass meine jüngeren Kollegen immer mehr Wert darauf legen, weil sie ohnehin schon Allergien haben.
          Also der Markt wird entscheiden, weniger ist im zweifelsfall besser

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          • ehemaliger Apfelbauer sagt

            Allergien aufgrund von Pflanzenschutzmittelrückständen werden überbewertet (es dürfen nach den Anforderungen des LEH immer weniger gefunden werden – der Gesetzgeber wurde hier schon lange links und rechts überholt). Eine Apfleallergie entsteht durch die orale Aufnahme von im Apfel enthaltenen Eiweißstoffen, gegen die sich der Körper wehrt. Je reifer der Apfel ist, um so heftiger kann die Reaktion ausfallen. Sorten haben hierbei einen relativ geringen Einfluß, eine fortgeschrittenen Reife ist effektiver. Umfangreiche Untersuchungen hierzu hat Dr. Michael Neumüller vom Bayrischen Obstzentrum Hallbergmoos angestellt. Von hier kommen übrigens auch einige interessante neue Sorten – teils mit stabilen Resistenzen gegen Apfelschorf.

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          • bauerhans sagt

            „…weil sie ohnehin schon Allergien haben.“

            das liegt daran,dass ihr früher zu sehr „in watte gepackt“
            wurdet.

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      • Andreas Schmid sagt

        Im Bioapfelanbau wird heftig gespritzt. Der Konvi fährt im Jahresschnitt etwa 15 mal durch die Plantage. Der Biobauer fährt mindestens 30 bis 40 mal, in manchen Jahren bis zu 85 mal mit Schwefel, Schwermetallen und anderem „Zeug“ durch jeden Reihen. Ich behaupte, das Fendt(Schlepperhersteller), Pflanzenschutzgerätehersteller und die Ölscheichs die wahren Profiteure des Bioapfelanbaus sind.

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        • Johann Meyer sagt

          Andreas Schmid ,
          was wollen Sie eigentlich mit dieser Ablenkungsstrategie bezwecken ? Ich habe den Eindruck , daß Sie sich noch nicht wirklich mit dem Bioanbau auseinandergesetzt haben und hier ein paar Landvolkplattitüden zum Besten geben.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Mir ist bekannt, dass bei einem Bio-Betrieb am Bodensee 45 x mit Schwefel gespritzt wurde.

            In der Publikation „Zukunftsfähige Pflanzenschutzstrategien für den Ökologischen Landbau“ schreibt Peter Röhrig vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft u.a.:

            „Für zahlreiche Hopfen-, Wein- und Obstbauern in Deutschland, die über viele Jahre ihre Öko-Betriebe aufgebaut haben, gibt es derzeit keine Alternative zu Kupfer und der Einsatz von Kupfer als Pflanzenschutzmittel bleibt unverzichtbar. Ohne die Möglichkeit es anwenden zu können, stünden ihre Betriebe vor dem Aus. Auch umstellungswilligen Betrieben im Bereich der Dauerkulturen kann vor dem Hintergrund der momentanen Unsicherheiten bei der Kupferverfügbarkeit nur schwerlich zur Umstellung geraten werden. Die Ausweitung des Ökolandbaus ist damit deutlich gebremst.

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            • Johann Meyer sagt

              Ehemaliger Landwirt ,
              bei Kupfer geht es um eine Menge von ca 20 Tonnen ,bei Glyphosat um ca. 6000 Tonnen in D. Im Gegensatz zu den Konv. arbeiten die Alternativen an Lösungen des Problems ,während die Glyphosatanwender weitermachen wollen und so tun als gäbe es keine Probleme.

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            • Lieber Herr Meyer, wir sollten uns wirklich nicht über die Menge an Pflanzenschutzmitteln in Bio oder Konvi streiten. Es bringt nichts. Was nötig ist, wird eingesetzt. Alles darüber hinaus bringt keine Vorteile und kostet sehr viel Geld. Der Kupfereinsatz ist übrigens auf 3Kg je ha und Jahr beschränkt. Umgerechnet auf die gesamte Ackerfläche in D lägen wir für diesen Wert bei über 10000 to. Die 6000 to Glyphosat sind einfach in der grossen Einsatzfläche begründet. Im Durchschnitt ist es ein guter Liter pro ha und Jahr. Statistik ist doch wirklich spannend, oder?

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            • Johann Meyer sagt

              ehe. Apfelbauer,
              wir benötigen aber keinen Kupfereinsatz auf der gesamten Ackerfläche. wir reden hier über den Obstanbau und einige wenige andere Kulturen. Ihr Problem ist ,daß Sie allein bestimmen wollen ,was nötig ist. Kein Wunder ,daß Ihr Betrieb Probleme mit der Umstellung hat oder gar nicht erst zugelassen wird. Sie müssen da wohl erst die konventionelle Denkweise ablegen . Das kann nicht jeder, wo man in der Vergangenheit doch alles richtig gemacht hat.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Johann Meyer
              „wir benötigen aber keinen Kupfereinsatz auf der gesamten Ackerfläche“

              Wer ist wir?
              Haben sie einen Bio-Betrieb, oder vertreten sie welche?

              Sie gaukeln uns eine besorgten Verbraucher vor, vertreten jedoch nur ihr eigenen Profit.

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            • Bitte lasst uns die festgefahrene Diskussion hier beenden. Es ist ok, wenn man seinen Standpunkt deutlich vertritt. Veränderungen werden sich nur durchsetzen, wenn sie langfristig Vorteile bringen. Erzwungene Verbesserungen, die nicht wirtschaftlich sind, werden nicht nachhaltig sein. Es ist leider so einfach. Roundup ist nur ein kleines Steinchen, für das wir Alternativen suchen und benötigen. Viele Steine ergeben ein Fundament. Wird dies Fundament immer löchriger, kann das aufwändig darauf errichtetete Gebäude irgendwann zusammenbrechen. Wir haben leider schon viele Löcher zu beklagen – und es werden immer mehr. Wir sollten zusammenhalten. Ein Schlechtmachen der Wirtschaftsweise bringt vielleicht kurzfristig Erfolg, aber auch hierbei entstehen immer mehr Löcher im Fundament. Pflanzen müssen geschützt werden und wir müssen dies besser erklären. Ich kenne zu viele Leute, die meinen, die Natur lässt ganz ohne PS genügend übrig. Schadschwellen beschreiben sehr gut unsere notwendigen und akzeptablen Zugeständnisse an Natur und Biodiversität. Wenn wir trotz genauer Definition keine Möglichkeit mehr haben sollen, einzugreifen, werden sehr kurzfristig Kulturen nicht mehr wirtschaftlich sein und verschwinden.

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            • Johann Meyer sagt

              ehe. Landwirt,
              “ lägen wir für diesen Wert bei über 10000 to.“
              Das sind wir.
              Zur zweiten Frage: Nennen Sie erst einmal Ihren Namen . Angst ?

              Schwefel ist Bestandteil des Bodens. Gly. nicht

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            • Johann Meyer sagt

              ehe. Landwirt und Andreas Schmid,
              bei uns im Dorf düngen die Landwirte sogar mit Schwefel.

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            • Johann Meyer sagt

              Ehemaliger Apfelbauer,
              kein Klarname ,aber die Rolle des souveränen Dialogführers besetzen. Einfach nicht mehr antworten , dann ist Schluß

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            • ehemaliger Apfelbauer sagt

              Lieber Herr Meyer, wir können uns gerne auch mal persönlich austauschen, mit Betriebsführung 😉 . Wann ich mit Klarnamen schreibe ist meine Entscheidung, im Moment passt es noch nicht, weil wir unseren Internetauftritt modernisieren, um auch aktueller zu sein. Den Einsatz von Pflanzenschutzmittel im Biobereich anzuprangern ist der falsche Ansatz. Auch hier ist wirksamer und angepasster PS nötig, wie auch im Intergrierten Anbau. Schwefel und Kupfer – in Maßen – gehören dazu. Wenn dies in meinen Antworten schlecht rübergekommen ist, entschuldige ich mich hierfür. Ich werde aber auf jeden Fall einen modernen Pflanzenschutz verteidigen, weil wir ohne keine Chance auf Weiterführung der deutschen Obsthöfe haben, dafür gibt es zu viele bekannte und noch unbekannte Schädlinge. Im Biobereich ist das Risiko eines Totalverlustes noch sehr viel höher, weshalb eine Umstellung für uns im Moment noch zweifelhaft ist. Und selbstverständlich wird mit Schwefel gedüngt, ist im konventionellen und auch im Bioanbau zugelassen. Wir brauchen eine ehrliche Diskussion.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Johann Meyer

              „ehe. Landwirt,
              “ lägen wir für diesen Wert bei über 10000 to.“
              Das sind wir.
              Zur zweiten Frage: Nennen Sie erst einmal Ihren Namen . Angst ?“

              Was bringt ihnen mein Namen?
              Bringen sie erst-mal mir den Nachweis, dass sie der echte Johann Meyer sind.

              Angst? Nein, soweit mir bekannt bin ich kein Fall für den Verfassungsschutz.

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            • Johann Meyer sagt

              ehe. Apfelbauer,
              eine ehrliche öffentliche Diskussion zu führen, ist meine Absicht Mich stört das strategische Prozedere, Pestizide wieder “ positiv“ zu besetzen, hier in diesem Blog. Ich bin schon oft an ihrem Betrieb vorbeigekommen ,vieleicht schaue ich mal rein.

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          • Andreas Schmid sagt

            Herr Mayer „Ich habe den Eindruck , dass Sie sich noch nicht wirklich mit dem Bioanbau auseinandergesetzt haben“

            Ich bekomme das von Kollegen direkt mit. Da wird auf dem Wochenmarkt der Kundschaft gesagt: Die Äpfel sind ungespritzt, dem Nachbarstand erzählt man von 85 mal. Ich habe eine ehemalige Klassenkameradin, die von Bio überzeugt ist, gefragt, ob sie nicht mal bei dem Stand fragen würde wie das mit den Pestiziden ist. Danach kam sie zu mit und meinte: Die Bioverkäuferin meinte zu ihr ganz patzig: So was dürfe man doch nicht fragen, und außerdem die Pestizide würden sowieso nur in homöopathischen Dosen eingesetzt.

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            • Johann Meyer sagt

              Andreas Schmid ,
              eine hören und sagen Quelle auf dem Wochenmarkt reicht wohl nicht. Verkäufer von Bioware haben oft auch nur ein bescheidenes Fachwissen, wie übrigens die konventionellen Verkäufer auch. Besuchen sie mal einen Bioobsthof, die gehen mit der Pestizidproblematik in der Regel sehr offen um. Und dann gehen Sie mal auf einen konv. Obsthof.

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            • Andreas Schmid sagt

              @ Johann Mayer: Das stimmt, das sie vor Fachleuten offen damit umgehen. Aber wenn die Mitarbeiterin dem Nachbarstand etwas von 85 mal erzählt und den Kunden ungespritzt, weiß sie, was sie sagt und hat Ahnung vom Betriebsablauf. Solche bewussten Lügen haben in der Regel kurze Beine.
              „Besuchen sie mal einen Bioobsthof, die gehen mit der Pestizidproblematik in der Regel sehr offen um. Und dann gehen Sie mal auf einen konv. Obsthof.“
              Die kenne ich beide sehr gut, ich komme aus einer intensiven Obstanbaugegend. Ich habe auch schon beim Landhandel Lastwagenladungen schwefelhaltige Biopestizide gesehen.

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            • Johann Meyer sagt

              Andreas Schmid ,
              aus den Gesprächen mit Kunden entnehme ich immer wieder, daß Biokunden keine Probleme mit den zugelassenen Mitteln haben. Aber sehr oft erlebe ich konventionelle “ Verkaufsberatung “ von konventionellen Verkäufern auf Wochenmarkt oder LEH wenn sie ihre Ware grünwaschen. Das ist doch wohl die Verbrauchertäuschung. Da sollten Sie mal Feldforschung betreiben.
              Wo ist das Problem bei Schwefelpestiziden ?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              LD50 Wert Ratte bei Glyphosat 5000 mg je kg

              LD50 Wert Ratte bei Schwefel 2.200 mg, je Kg

              Die letale Dosis (LD) gibt an, in welchen Mengen ein Stoff tödlich wirkt. LD50 bedeutet, dass die tödliche Wirkung bei 50% der Ratten verursacht wird.

              „Alle Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift;
              allein die Dosis macht, das ein Ding‘ kein Gift ist.“

              Theophrastus Bombastus von Hohenheim (1493–1541)

              0
            • Andreas Schmid sagt

              @Johann Mayer „Wo ist das Problem bei Schwefelpestiziden?“

              Das Problem bei Schwefel ist das gleiche wie beim sauren Regen: Irgend wann totgespritzt.

              0
            • Johann Meyer sagt

              Hallo ehemaliger Landwirt,
              Ihrem Duktus nach, verhalten Sie sich wie ein alter ego oder avatar gemäß einem Drehbuch dieses Blogs. Ich gehe auf diesem Blog jetzt in Sommerpause, die Arbeit draußen auf den Feldern und in den Auen ruft. Schöne Grüße Johann Meyer

              0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Johann Meyer

              Sinn dieses Blocks ist über die derzeitige Situation in der Landwirtschaft zu reden. die Vor und Nachteile verschiedener Anbaumethoden gegeneinander abzuwägen.

              Sich als besorgter Verbraucher darzustellen, die konv. Landwirtschaft niederzumachen, finde ich besonders Schäbig, besonders wenn der ÖKO-Bauer Johann Meyer dahinter steht.
              Für mich ist es mehr als Fragwürdig, wenn man mit den Ängsten mit labilen Menschen spielt.

              Ich bin der „Gute“, ich benutze Pflanzenschutzmittel nur in homöopathischen Dosen, ihr seit die schlechten, so geht es nicht.

              Ich werde knallhart meine Meinung hier vertreten, zumindest so lange bis mir der Admin darlegt, ich solle mit dem Schreiben aufhören.

              Ich kenne weder ein Drehbuch, noch bin ich dem Altersstarrsinn verfallen.

              0
              • Alois Wohlfahrt sagt

                Hallo, hier kommt jetzt schon gleich der Admin angerannt. Ich fürchte, hier kocht grad was hoch.
                Ich bitte alle hier den Dampf rauszunehmen. Grundsätzlich soll hier in unserem Blog alles gesagt werden können. Aber persönliche Differenzen bitte auf direktem Wege klären.

                Zum Sinn und Zweck: Wir wollen Dialog zwischen Verbrauchern und Landwirten. Eigentlich gar nicht so die internen Landwirtsdiskussionen, wobei die halt auch irgendwie dazu gehören.
                Ich sehe auch keinen Sinn, dass sich Bio’s und Konvi’s hier streiten. Ich bin ja auch Bio und Willi ist der intensive Ackerbauer. Wir frotzeln schon mal, aber an sich habe ich als Bio auch nichts dagegen, dass über Pflanzenschutz hier positiv geredet wird. Jeder möge seine Sicht darlegen. Dass mehr Landwirte pro PSM sind hängt doch allein schon mit der Statistik zusammen. Es gibt nun mal wesentlich mehr Landwirte, die konventionell wirtschaften, also wird es auch mehr Landwirte geben, die das so rechtfertigen.
                Deshalb kann man als Bio ja auch seine Gegenmeinung hier kundtun. Die Formulierung „gemäß des Drehbuchs dieses Blogs“ könnte ich allerdings auch als böswillige Unterstellung auffassen. Tue ich aber nicht, sondern fragte mal nach wie das gemeint ist? Grundsätzlich ist es so, dass wir kein Drehbuch haben, sondern uns darauf einlassen, was so kommt und was wir halt meinen interessant für Verbraucher und Landwirte zu sein um Diskussionen in Gang zu kriegen. Und zwar ergebnisoffene Diskussionen, weil wir keinen Wert darauf legen „Recht zu bekommen“.
                Darum, liebe Landwirte, beherzigt das Sprichwort: „Wenn zwei Landwirte sich streiten, läuft der Verbraucher davon!“ 😉
                Alois

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            • Johann Meyer sagt

              Ehe.Landwirt, „Sich als besorgter Verbraucher darzustellen, die konv. Landwirtschaft niederzumachen, finde ich besonders Schäbig, besonders wenn der ÖKO-Bauer Johann Meyer dahinter steht.
              Für mich ist es mehr als Fragwürdig, wenn man mit den Ängsten mit labilen Menschen spielt.“

              Anfang März habe ich schon erwähnt,daß ich seit 40 Jahren aktiv in der Landwitschaft tätig bin.

              0
            • Johann Meyer sagt

              Herr Wohlfahrt,
              Die Formulierung „gemäß des Drehbuchs dieses Blogs“ könnte ich allerdings auch als böswillige Unterstellung auffassen.
              Warum so dünnhäutig.
              Herr Kremer Schilling spielt und spielte doch auch mit Provokationen.
              Sie bekommen meine Antwort, wenn ich mehr Zeit habe.

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              • Alois Wohlfahrt sagt

                Kein Problem, ich hab ja geschrieben „könnte ich. Tu ich aber nicht..“

                0
        • Äpfel und anderes Obst biologisch anzubauen ist etwas für Könner. Ja, es erfordert mehr Aufwand, aber lasst uns sachlich argumentieren. Aufeinander einzudreschen bringt nichts. Es wird daran gearbeitet, den kompletten Pflanzenschutz schlecht zu reden. Unser Ziel muss sein, dies zu verhindern und den Schutz der Pflanzen wieder positiver zu besetzen.

          0
          • Johann Meyer sagt

            Wir haben insgesamt ein Pestizidproblem, das müssen wir nicht wieder positiv besetzen, um den Status Quo lange zu halten. Es geht nicht um die Abschaffung des Pflanzenschutzes, sondern um langfristige Strategien. Gerade als konventioneller Obstbauer wissen Sie, daß es so nicht weitergehen kann.“ Landvolkplattitüde“ fällt wohl noch nicht unter die Rubrik “ eindreschen “ Ich erwarte da ein bißchen mehr Selbstkritik von allen bisherigen Anwendern.

            0
            • ehemaliger Apfelbauer sagt

              Lieber Herr Meyer, bitte definieren sie „Landvolkplattitüde“. Das Landvolk berät nicht in Sachen Pflanzenschutz. Unsere Spezialberatung berät sowohl integrierte als auch biologische Betriebe, hier ist sie europaweit vernetzt und auch führend. Und was kann wie nicht weitergehen. Sollen wir nicht mehr versuchen, die Mittel termingerecht und sparsam (Resistenzmanagement!!!) einzusetzten? Draufhauen ist von vorgestern und hat nichts mit modernen Pflanzenschutzstrategien zu tun. Meine kritische Betrachtung des Pflanzenschutzes habe ich ja wohl deutlich gemacht. Und nochmal: Ohne wird es nicht gehen. Und eine komplette Biostrategie funktioniert in vielen Kulturen (z.B. Gemüse oder Beerenobst) im Moment nur unter Gewächshausbedingungen. Das nicht weiter so wird schon durch die Vorgaben des LEH bestimmt. Ich finde es erschreckend, dass nur durch das eine Wort „Pestizid“ so viel Angst verursacht wird. Dabei heißt die Übersetzung „Schädlinge töten“ – nichts anderes müssen wir machen, um unsere Kulturen zu schützen (Konvis wie Bios). Aber in Deutschland werden dann immer die Bilder einer Krankheit hervorgerufen, die ganze Landstriche fast menschenleer hinterlassen hat, aber schon lange getilgt ist. Ich halte den Begriff Schädlingsbekämpfungsmittel oder PSM für treffender. Die wahre Gefahr liegt meiner Meinung nach nähmlich eher bei der Hygiene. Bakterien bringen jedes Jahr viele Menschen um, aber dies Thema kann man nicht so einfach im Kopf erzeugen. Hier heißen die Bekämpfungsmittel nähmlich Biozide.

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            • bauerhans sagt

              „Wir haben insgesamt ein Pestizidproblem..“

              wieso,weil man was findet,was man bewusst gesucht hat?!
              uns gehts in D einfach zu gut und so drischt man auf die landwirtschaft ein.
              warum nicht z.b. auf ärzte,apotheker,krankenhäuser,die massiv betrügen,patienten vorsätzlich gefährden,um noch mehr knete einzusacken.

              0
            • Stadtmensch sagt

              „das müssen wir nicht wieder positiv besetzen“

              @Ehemaliger Apfelbauer:
              Das Problem mit dem Pflanzenschutz (ganz allgemein) ist meiner Meinung nach, dass er nicht wie versprochen dazu dient, Nahrung effizient auf wenig Raum zu produzieren, sondern dass er überall und in zunehmendem Maße angewendet wird. So bilden sich Resistente Krankheiterreger, denen dann selbst „alter Sorten“ mit ihrer mehr oder weniger natürlichen Resistenz nichts mehr entgegen setzen können. Der Mensch verstrickt sich in eine immer tiefere Abhängigkeit zu seiner Technologie.
              Warum kann man nicht „zweigleisig“ fahren. In der Natur gibt es immer eine Backup Strategie (zwei Hirnhälften, zwei Augen, zwei Lungenflügel usw.)

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            • Johann Meyer sagt

              ehemaliger Apfelbauer ( Husmann ), Landvolkplattitüde war eine Bezeichnung für den Beitrag Andreas Schmid. Wirklich spannend ist Ihre Reaktion darauf, dieses mit dem Landvolk“verband“ in Verbindung zu bringen. Und jetzt machen sie noch ein neues Faß auf. Wahrscheinlich ist mangende Hygiene z. B. für den Artenschwund ursächlich. Und auch wieder der bestimmende LEH. Und Landwirte sind gut im Töten. Und Sie definieren Schädlinge. Und „Ihr“ Landvolkverband ist europaweit vernetzt und führend ,nur so für die Geschichtsschreibung, damit hinterher keiner sagen kann , hab nichts gewußt. Eigentlich ging es hier um Glyphosat, aber sie versuchen abzulenken. Also haben sie noch etwas zum Thema ? Das andere klären wir später.

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            • ehemaliger Apfelbauer sagt

              Sehr geehrter Herr Meyer, es geht eben nicht nur um das leidige Thema Roundup, eher schon um das Thema Anbausystem RoundupReady, das von den Pflanzenschutzkritikern verständlicherweise abgelehnt wird. Auch ich finde, dass uns die Pflanzenschutzindustrie hiermit keinen Gefallen getan hat. Ein Problem, dass für Europa aber nur für importierte GVO besteht, zu benutzen, um den Pflanzenschutz an sich in Frage zu stellen, halte ich für (diplomatisch ausgedrückt) äußerst fragwürdig. Meine Argumente hierfür habe ich dargelegt. Zu dem gesamten Thema habe ich allerdings noch sehr viel zu sagen, weil es um unsere Zukunft geht. Liebe Kollegen traut euch, wie Bauer Willi, deutlich Pro Pflanzenschutz aufzutreten. Insbesondere auch die Kollegen aus dem Biobereich und hört auf mit dem Lagerdenken. Viele biologische Bekämpfungsstrategien funktionieren viel besser als die Chemie. Wir müssen nur darauf hinweisen, dass wir sie auch schon sehr oft nutzen. Und wir brauchen mehr davon.

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            • Johann Meyer sagt

              ehemaliger Apfelbauer,
              die ganze Angelegenheit um Glyphosat hat deutlich gemacht, wie Landwirte sich in die Rolle von Wissenschaftlern versetzen und über Leben und Tod auf dem Acker glauben allein bestimmen zu können . Das Ganze ist auch eine Machtdemonstration der Landwirte. Die konventionellen Landwirte haben sich nicht gerade von der guten Seite gezeigt. Bio und Konv. sind verschiedene Ausrichtungen . Und bio verliert sein Profil und seine Gestaltungskraft durch diese Vermischungsstrategie. Zwischen dem Pfanzenschutzmitteleinsatz in Bio und Konv. liegen Welten, deswegen haben sie auf Ihrem Betrieb wohl auch große Probleme mit der Umstellung . Und ich bin auch der Meinung, daß die Biobauern sich der öffenlichen Diskussion stellen sollten ,das macht sie weniger anfällig in der zukünftigen inhaltlichen Profilierung. Auch Sie sehen die Vorteile von Bio ,das finde ich gut.

              0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „die ganze Angelegenheit um Glyphosat hat deutlich gemacht, wie Landwirte sich in die Rolle von Wissenschaftlern versetzen und über Leben und Tod auf dem Acker glauben allein bestimmen zu können“

              Wenn sie mir ihre Adresse zukommen lasse, werde ich sie vor jedem Glyphosat Einsatz um ihre Erlaubnis fragen.

              Wo kämen wir denn hin, wenn jeder Landwirt – ohne Nachfrage bei Herrn Johann Meyer – Glyphosat einsetzen würde.

              Einfach weniger „bauer sucht frau“ anschauen, besser ist „Schwiegertochter gesucht“, dort machen auch die fähigsten Städter mit. 🙂

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        • bauerhans sagt

          „Im Bioapfelanbau wird heftig gespritzt.“

          der hiesige erdbeer- obstbauer beantwortete mir das so:
          da wir biologische mittel verwenden,die nur kurz wirken,aber auch keine wartezeit haben,müssen wir sehr oft spritzen.

          0
          • bauerhans sagt

            „die ganze Angelegenheit um Glyphosat hat deutlich gemacht, wie Landwirte sich in die Rolle von Wissenschaftlern versetzen und über Leben und Tod auf dem Acker glauben allein bestimmen zu können“

            selten so einen quatsch gelesen!!
            glyphosat gleich monsanto,das böse schlechthin.
            möglicherweise ist die diskussion von monsanto selbst angestossen worden,um das billige china-plagiat vom tisch zu kriegen.
            nu hat sich die sache verselbständigt und jeder gibt seine sicht dazu.

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            • Johann Meyer sagt

              Bauerhans und ehe. Landwirt,
              ich stelle nicht die Existenz von Monsanto und den anderen Pharmakonzernen in Frage . Die werden noch gebraucht. Jeder Bauernhof wird bis zum letzten Winkel und auf jeden Arbeitsschritt überwacht. Warum gilt das nicht für Konzerne auch.
              P. S. Sie Beide werden mir immer symphatischer.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Bei schlechtem Wetter bekommen die konv. Erdbeerbauern Probleme mit der Zahl der Wirkstoffe bei Botrytis, dann hauen sie kurz vor der Ernte noch ein BIO-Mittel rein, die wie Du schreibst, keine Wartezeit haben.

            Ich schreibe das nur, dass Herr Mayer sieht, dass man durchaus an Bio denkt. 🙂

            0
    • Stephan Becker sagt

      Hallo ehemaliger Apfelbauer,

      Sauwetter, wie 2014 im Süden und 2015 im Norden, bewirkt Fäulnis und erhöhten Schädlingsbefall.

      Wenn ich es richtig weiß lieben es Mikroorganismen, also auch (Schimmel)Pilze, wenn es schön feucht und warm ist. Sie können sich aber auch bei kühleren Temperaturen bei hoher Feuchtigkeit gut vermehren: Schimmel in Wohnungen bzw. Bädern.
      Warum aber gibt es dann im Amazonasgebiet, wo es jeden Tag im Jahr schwülheiß ist, überhaupt noch Pflanzen? Warum sind die nicht alle längst weggefault oder verschimmelt?
      Sondern die Pflanzen dort alle fungizide Stoffe ab?

      0
      • ehemaliger Apfelbauer sagt

        Habe gehört, dass einige Konzerne im Amazonasgebiet nach natürlichen Abwehrmechanismen suchen. Deshalb sollten auch Abmachungen gefunden werden, die es ermöglichen, dort lebenden Menschen Gewinnanteile an diesem Naturerbe zu geben. Eine Ausbeutung um jeden Preis ist meiner Meinung nach indiskutabel.

        0
      • Philip sagt

        @Stephan Becker
        Das liegt daran, dass unsere Feldfrüchte verkrüppelte Mutanten sind. So lange auf Ertrag gezüchtet, dass sie nicht mehr allein überleben können.

        Die Pflanzen in schwül heißen Gegenden verwenden ihre gesamte Energie dafür zu überleben, und vielleicht, wenn es gut läuft einige Samen zu bilden. Feldfrüchte sollen vor allem Ertrag bilden.

        0
  3. Friedrich sagt

    Mein lieber Pflugnutzer Leo,
    toll wie das alles klappt bei Dir. Das ist aber nicht überall so . Du wirst wohl auch genug
    Regen bekommen, denn Du weißt ja sicherlich auch , daß die Mulchsaat speziell zu Rüben
    und Raps das Wasser spart. Schnell sind 100 dt/ha mehr Rüben geerntet, speziell in den
    neuen Bundesländern. Also mal nicht alles pauschalisieren. Auch braucht man nicht
    überall so viel Pflanzenschutzmittel wie Du. Dein Rebell und Spectrum ist auch nicht so gut
    für den Grundwasserkörper in Wasserschutzgebieten . Auch daran sollte man als Profi-
    landwirt denken !! Da ist dann das Glyphosat das reinste „Kölnisch Wasser“(4711) gegen Deine Mittel.

    1
    • Stadtmensch sagt

      Leo ist zufrieden. Er hat bestimmt auch keine Schulung nötig. Netzmittel sind bei ihm sowieso völlig ungefählich. Die positive Bewertung seines Kommentars spricht für mich Bände. So wie ihr eure Vorurteile über hypochondrierende Städter pflegt so bestätigen sich meine über achtlosen Umgang mit PSM.

      1
      • pflugnutzer Leo sagt

        @@Stadtmensch: sorry hab mich unklar ausgedrückt. Kammer und Pflanzschutzindustrie beraten wie folgt 1,25 goltix 1,25 betanal expert statt etho 0.5 rebell oder 30 g debut. Hau den cocktail dreimal mit Gewalt druff. Jetzt rechne bitte meine menge nach. Und ja ich höre auch auf schulungen. Die sprechen aber niederländisch!

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        • bauerhans sagt

          das ist quatsch!
          auf online portalen der zuckerfabriken gibt man ein,welche unkräuter man hat und bekommt einen spritzvorschlag,bei dem alle möglichen parameter berücksichtigt werden.

          0
          • Plabst sagt

            Und was ist enthalten in den ganzen Spritzzeug haben sie sich auch schon einmal Gedanken gemacht. nur wenn es evtl in ein paar Jahren irgendwo verboten wird dann wundern sie sich ach jetzt geht das auch nicht mehr …

            0
      • Bauer Willi sagt

        @Stadtmensch
        Jetzt wird der Diskussionsstil langsam schlechter. Leo hat seine Darstellung der Dinge dargestellt und die wird von einigen geteilt. Andere haben ihre Sicht, aber zu unterstellen, jemand ginge achtlos mit PSM um ist schon heftig. Und das sich hier jemand über hypochondrierende Städter aufgeregt hat, muss mir entgangen sein.
        Bitte Kritik an der Sache, gerne auch verbunden mit alternativen Lösungsmöglichkeiten. Danke
        Bauer Willi

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    • Johann Meyer sagt

      Friedrich,
      bei Ihnen ist Glyphosat im Vorauflauf die einzige Herbizidanwendung in Rüben. Habe ich das so richtig verstanden?

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    • pflugnutzer Leo sagt

      Hallo Friedrich,
      Richtig. 700 mm niederschlag.oder wasserVERBRAUCH? Wir haben hier eine funktionierende Humuswirtschaft. In neuen Bundesländern sehe ich oft Händler Stroh wegkaufen. Spectrum statt auf Rubenblatter Targa zu verteilen mit 1,5 ltr und dann trotzdem Hirse ziehen. Pfluglos? Mit oder ohne tiefe Durchmischung? Habe eh 900 dt Rueben. Ich denke man sollte die da anbauen wos funktioniert und nicht in Anklam und Kleinwanzleben. Ich weiss was Rückverfestigung ist. 2 h nach dem Pfluegen rollt die Kreiselegge mit Crosskillwalze. @@@@Stadtmensch: 1,5 ltr netzmittel (Spüli quasi um Wasser auszuweichen) spart 2 ltr goltix und 0.5 rebell und 30 g debut.

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    • pflugnutzer Leo sagt

      Friedrich : was machst du gegen Klatschmohn und gegen Distel am Feldrand? Glyphosat wirkt da nicht.
      Clearfield-basf: genmanipulierte Pflanzen eeehm..zucht..wo eingesetzt? Auf pfluglosen Standorten gegen problemunkräuter!!

      1
      • Stephan Becker sagt

        @pflugnutzer Leo

        Warum wirkt Roundup bzw. ein anderes Glyphosathaltiges Mittel nicht bei Mohn oder Distel? Sind die etwa schon immun?

        0
        • pflugnutzer Leo sagt

          Hallo, Ne resistent sind die nicht geworden. Da hilft glyphosat vom Prinzip nicht. Eine Distel bekommt man zb mit mcpa, sie wächst dann schneller als die Wurzeln es können und geht ein. Klatschmohn hilft schon wenn man die letzten 10 meter Feldrand pflugt. In den neuen Bundesländern wird viel Direktsaat ohne Pflug gemacht. Viel billige produktion, viele Getreideberge, viel glyphosat einsatz, wenig Arbeitsplaetze.

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          • bauerhans sagt

            „Da hilft glyphosat vom Prinzip nicht.“

            wieder quatsch,natürlich hilft glyphosat,ist sogar billiger!
            und die getreideberge entstammen den weltweit sehr guten ernten.

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      • Plabst sagt

        Und schon wieder Gedankenlos das nächste Mittel was sind die Inhaltsstoffe Mehr Verantwortung bitte

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Hören sie doch auf, den Landwirten mangelnde Verantwortung unterstellen!

          Gehen sie nicht immer bei Rot über die Fußgängerampel, mehr Verantwortung bitte.

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  4. pflugnutzer Leo sagt

    Hallo, ich bin konventioneller Sandboden bewirtschafter kurz vor den Niederlanden. Ohne pflug geht hier nichts. Glyphosat? Wozu? Ausfallraps folter ich 1 mal mit der Federzinkenegge, danach einmal Fluegelschargrubber. Zwischenfrucht? Greening Mischung melioration aus Krefeld friert ab und wird sauber untergepfluegt. Rueben spritzen? 5 mal minimenge sobald Hakenstadium erreicht ist.
    Kommt auf 30 g debut 3 ltr goltix 0.6 rebell 0.3 etho o.5 spectrum und ganz viel netzmittel. Fertig! Nix problemunkraut. Sondern kopf benutzt statt Kammer und Beratung gefragt. Fruchtfolge weizen=> raps=>ruebe=>weIzen

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      • pflugnutzer Leo sagt

        4scharPflugnutzer. Und sehe in den neuen Bundesländern wie rundrum 15 meter voll Klatschmohn und oder Distel stehen. Sehe dass da wenig Arbeitsplaetze sind. Sehe dass nur im akkord ab 17% getreidefeuchte angefangen wird mit dreschen.
        Forderung : pflugpflicht für Boeden ohne Hanglage als Teil des integrierten Pflanzenschutzes. Glyphosat quote Einführen. Bonus malus System wie in den Niederlanden. Glyphosat ja, aber halt nicht masslos sondern begrenzt in dem man sonst woanders stramm sparen muss.

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        • Schweinebauer Piet sagt

          Acker man vernünftig ist der GlyphosatVerbrauch mit und ohne Pflug ähnlich. Schaut man sich Untersuchungen von Prof Schlüter der FH Kiel an, fällt auf, dass beim pfluglosen Getreideanbau weniger Pilzkrankheiten festgestellt werden. Man muss es nur vernünftig machen, dann spart man Pflanzenschutzmittel und Energie.

          0
  5. Schweinebauer Piet sagt

    Unsere Zwischfrucht haben wir gestern noch mit Glyphosat tot gespritzt und ich bin mal gespannt, ob bei der RübenErnte eine Entscheidung gefallen ist. Ob es wohl schon ein Drehbuch zu dem Film GLYPHOSAT gibt? ??

    0
  6. Friedrich sagt

    Ich habe von einem Altbauern die Aufzeichnungen vom sogen. Zehnten , also den Abgaben
    an den Lehnsherren, die sein Hof in den vorherigen Jahrhunderten zahlen mußte. Dabei
    kam heraus , daß nahezu jede zweite Ernte ein Reinfall war und die Abgaben ganz oder
    teilweise ausgesetzt wurden. Damals mußten die Leute in schlechten Erntejahren hungern.
    Wenn wir heute , wie von den beratungsresistenten Grünen gefordert, alle auf zurück gehen würden, wäre es ebenso. Bei alledem was man macht , sollte man immer abwägen,
    daß haben schon unsere vorherigen Generationen immer gemacht, aber heute beherrschen die
    Ahnungslosen und Besserwisser das Feld. Bei Glyphosat ist es auch so , wenn das Mittel
    verboten würde , wäre keine Mulchsaat mehr möglich. Es müßte wieder gepflügt werden
    und auch mehr Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden ! Mehr Diesel würde verbraucht
    und mehr Maschinenverschleiß würde auftreten. Auch müßten mehr Arbeitsstunden
    aufgebracht werden. Wollen unsere Besserwisser das auch alles bezahlen ??

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    • Johann Meyer sagt

      Was machen eigentlich die Landwirte falsch, die fast nie Glyposat benutzen und trotzdem gute Ernten einfahren?

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Was hat Glyposat mit einer guten oder einer schlechten Ernte zu tun?

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          • Andreas Schmid sagt

            Nein falsch! Weil es durchaus Situationen gibt, in der Glyphosat eine schlechte Ernte verhindert, oder andere Umweltschäden wesentlich verringert. Hier geht es um das Prinzip. Es kann nicht sein, dass Parteien Untersuchungen in Auftrag geben, bei der Fachleute wissen, dass die Untersuchung schlicht weg falsch war. Untersuchungen, bei der der Auftraggeber das Ergebnis vorher weiß oder sogar vorgibt. Diese Unverschämtheit darf sich nicht auszahlen. Ich will nicht, dass mit Umweltschutz jeder „Scheiß“ begründbar ist.

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            • Plabst sagt

              Ich hoffe Sie erkundigen sich einmal stichhaltig das würde ich mir wünschen…

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            • Johann Meyer sagt

              Andreas Schmid ,
              und wegen einiger Ausnahmesituationen ist dieses Mittel das Meistverwendetste . Klingt nicht so plausibel. Noch einmal : Es sind 96 Wissenschaftler ,die einen offenen Brief geschrieben haben gegen die Zulassungspraxis der Behörden. Monsanto und andere sind auch Auftragsvergeber. Wo ist das Problem ,wenn andere sich das als Vorbild nehmen ?

              0
            • Andreas Schmid sagt

              @Johann Mayer Untersuchungen wie die Muttermilchstudie von den Grünen sollte schon stimmen. Da sie nicht gestimmt hat, gehe ich davon aus, dass nur Stimmung gegen Glyphosat gemacht wurde. Deswegen gehe ich von einer unwahrscheinlichen Gefährdung aus. Wenn wirklich eine Gefährdung vorliegen soll, bräuchten die Grünen nicht mit so zweifelhaften Methoden eine Gefährlichkeit herbei reden.

              1
            • Johann Meyer sagt

              Andreas Schmid,
              wir sind hier beim Thema , Ernterückgänge ohne Glyphosat – Ja oder Nein. Nein, es wird keine Ernteausfälle geben .
              Ich gebe Ihnen aber Recht mit der Muttermilchstudie. Das war nicht angemessen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sonnenbaden – auch zu lange Sonnenbäder können Krebs verursachen. Deswegen hat ja noch niemand die Sonne abgeschaltet! Die Dosis macht das Gift.“

              0
            • Stephan Becker sagt

              Hallo Herr Schmid,

              Deswegen gehe ich von einer unwahrscheinlichen Gefährdung aus. Wenn wirklich eine Gefährdung vorliegen soll, bräuchten die Grünen nicht mit so zweifelhaften Methoden eine Gefährlichkeit herbei reden.

              Die meisten Studien, wenn ich das so richtig mitbekommen habe, werden, angeblich aus Kostengründen, von den Herstellern selber durchgeführt. Die legen die entsprechenden Zulassungsstudien den Behörden vor, um einen Stoff oder eine Pflanze genehmigt zu bekommen. Dabei sind wohl in den seltensten Fällen alle Rohdaten mit dabei, d.h. von Herstellerseite wird da schon eine gewisse Art von Zensur bei den Studien ausgeübt.

              Vor kurzem erst habe ich ein gutes Dokument über eine Langzeitzulassungsstudie mit Glyphosat entdeckt, die schon Anfang der 80er durchgeführt wurde und über die praktisch niemand spricht, außer den Experten – mit der gleichen Rattenart, die auch Eric Séralini, von der Universität von Caen, für seine Langzeituntersuchung mit Glyphosat verwendete. Das erste Ergebnis der Zulassungsstudie von 1981 war, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend für den Menschen ist (aufgrund des gehäuften Auftretens von Nierendrüsentumoren), Gefahrenklasse C (s. greenfacts.org/glossary/def/epa-cancer-classification ). 1986 wurde die Langzeitstudie von einem anderen Gremium noch einmal bewertet und dieses Gremium kam zum Schluss, dass es nur einen unzureichenden Nachweis für eine Krebsgefahr beim Menschen geben würde – Gefahrenklasse D.

              Dann wurde noch einmal eine Studie mit Ratten und Mäusen durchgeführt. Ergebnis: Kein Nachweis einer Krebsgefahr – Gefahrenklasse E. Und daraufhin wurde Glyphosat für die USA zugelassen.

              Hier ist die englische Kurzbeschreibung dieses Vorgangs:

              GLYPHOSATE FACTSHEET
              environmentalcommons.org/glyphosate.pdf

              Hier ist die Sache mit den verschiedenen Studien für die US-Zulassung von Glyphosat in einem Original-Dokument (nur ein Scan, nicht durchsuchbar) aus dem Jahr 1991 einigermaßen ausführlich dargestellt (mit Titeln und Zeitpunkten der Studien):

              OCT 30 1991
              Memorandum
              Subject: Second Peer Review of Glyphosate
              D. Evaluation of Carcinogenicity Data
              1. Lankas, G. P. December 23, 1981. A Lifetime Study of Glyphosate in Rats. Unpublished report No. 77-2062 prepared
              by BioDynamics, Inc. EPA Acc. Nos. 247617 – 247621. MRID 00093879
              a. Experimental Design
              The lifetime feeding study in Sprague-Dawley rats at 50/sex/dose was conducted at dietary concentrations of glyphosate of 0,30,100, and 300 ppm. These concentrations were adjusted during the course of the study so that actual doses 0,3,10, and 31 mg/kg/day in males an 0,3,11, and 34 mg/kg/day in females rats were maintained.
              https://web.archive.org/web/20150430180754/http://www.epa.gov/opp00001/chem_search/cleared_reviews/csr_PC-103601_30-Oct-91_265.pdf

              Das Bemerkenswerte ist, dass schon in der ersten Studie, während der Durchführung, die Konzentration von Glyphosat im Essen und Trinken der Ratten auf ein Zehntel der Anfangskonzentration gesenkt wurde.

              0
    • Plabst sagt

      Oh Gott das sind ja Argumente, bitte sagen Sie dass sie das nicht erst meinen.
      Da ist eine für sie zusammengesuchte Logik,

      0
  7. Guido Goßmann sagt

    Ich muss da mal korrigieren:
    „Wer weiß denn, was ein Nanogramm ist? Die nächst gröbere Einheit ist ein Mikrogramm (1 ppb) und das würde bedeuten, dass man einen Menschen unter 1 Milliarde herausfinden würde. Das kann man sich noch irgendwie vorstellen. Bei einem Nanogramm wäre es einer unter 1000 Milliarden.“
    Ein mikrogramm ist ein millionstel gram (1ppm), ein Nanogramm 1 milliardstel (1ppb).
    Tatsächlich geht es bei Urin, Muttermilch um Bier um mikrog. / Liter,
    also praktisch mikrog. / Killogramm.
    Dann ist die obige Darstellung von Bauer Willi natürlich richtig.

    Nur, damit einem ansonsten wichtigen Beitrag nicht die Seriösität genommen wird.

    3
  8. Stadtmensch sagt

    Ich lese gerade „Das Mulchbuch“ Praxis der Bodenbedeckung im Garten. Da steht auf S. 50: Mit Stroh aus konv. LW. können Rückstände
    in den Garten gebracht werden […] beispielsweise Halmverkürzer, … da sich diese Chlorverbindungen nicht abbauen, kommt es zu Wuchsstörungen bei den Gartenpflanzen. Also hier wird vor der Verwendung von Stroh aus konventioneller Landwirtschaft gewarnt, als wenn es sich um Sondermüll handelt. Beim JUPITER! Hört auf damit! Es ist Hybris. Wer Ja zu kurzen Halmen sagt, muss auch ja zu Glyphosat sagen, denn längere Halme bringen
    das Getreide höher als das Unkraut. Das Unkraut bedeckt den Boden, die Gefahr von Erosion und schädlicher UV-Strahlung fürs Edaphon ist gebannt.
    Mit der Natur – nicht gegen die Natur (altes Permakulturprinzip, Perma = permanent dauerhaft nachhaltig).

    1
    • bauerhans sagt

      von pferdetussen höre ich schlimmes vom stroh,aber nur wenn,genug da ist!
      ist es knapp und teuer,gibts nur versuche,den preis zu relativieren…..

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      • Stadtmensch sagt

        Kann mir schon vorstellen, was das Schlimme ist: Alles verpilzt, weil die Halme ja so eng stehen müssen, dass kein Finger mehr dazwischen passt. Zum Glück gibts Fungizide – alles kein Problem. Hauptsache der Ertrag wird maximiert.

        0
        • Bauer Willi sagt

          Hallo Stadtmensch
          die Konsequenz Ihrer Kommentare würde dann doch wie folgt aussehen: wir Bauern säen Getreide, natürlich ohne Beizmittel. Ein Teil der Körner werden dann auch zu Pflanzen, die allerdings dann sehr dünn stehen. Auf Herbizide verzichten wir, weil die Unkräuter ja als Mulchschicht gegen Erosion dienen sollen. Halmverkürzer und Fungizide kommen auch nicht zum Einsatz, Insektizide natürlich auch nicht. Wenn sich das Getreide beim Unwetter hinlegt, so ist das Schicksal. Das Unkraut wächst drüber, eine Ernte mit dem Mähdrescher wird fast unmöglich.

          So in etwa haben das unsere Vorfahren vor 5000 Jahren im Bereich des „Fruchtbaren Halbmondes“ gemacht. Sie haben das geerntet, was ihnen die Natur übrig ließ. Ist dass die Erwartung, die die Gesellschaft an uns Landwirte hat?
          Bauer Willi

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          • Stadtmensch sagt

            Also im 19. Jh. (Zeit der Agrarreformer) hatte man hierzulande ganz ohne anorg. Chemie, im Vergleich zu heute, um zwei Drittel niedrigere Erträge.
            Damals hatte man das Prinzip Nachhaltigkeit in bis heute nie wieder erreichte Höhen getrieben und man war noch längst nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Seither hat man aber auch ertragreichere Sorten gezüchtet und viele Erkenntnisse über Wirkungszusammenhänge beim Pflanzenwachstum gewonnen. Wenn man das nun kombiniert (ertragreiche Sorten, Mischkultur) kann man durchaus zu der These kommen, dass ohne chemischen Pflanzenschutz mit seinen vielen Nebenwirkungen auch sehr hohe Erträge realisierbar sind (Fibl Dok Versuch). Das einzige Hindernis hierbei scheint „der Markt“ zu sein.

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            • Philip sagt

              Ich würde eher die These in den Raum stellen, dass ertragreichere Sorten auch mehr Pflanzenschutz verlangen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Philp

              Ja und nein.

              Da ich mit Getreide nicht richtig mitreden kann, will ich mich auf Zwetschgen und Brennkirschen beschränken.

              Zwetschgen (Bühler Frühzwetschgen) bekamen eine Winter, bzw. eine Austriebspritzung, eine für die Pflaumensägewespe und eine für die Fruchtfliege.
              Auf einmal zeigte sich die Pilzkrankheit Monilia nicht nur an der Frucht, auch am Laub. Somit waren wir gezwungen, ab der Blütenöffnung, je nach Witterung alle 7 Tage eine Bekämpfung durchzuführen.

              Bei den Brennkirschen (alles alte Sorten, die nur weiter vermehrt wurden) war es nicht anders.

              Ich hatte mal 3 Apfelbäume, eine alte Sorte namens Brettacher, die Hälfte wurde für den Winter eingelagert, der Rest gab Saft. Auf einmal hat der Schorf so zugeschlagen, dass nicht einmal das Laub überlebte. Somit war ich auch da gezwungen, Pflanzenschutz durchzuführen.

              Die moderneren Sorten erfordern mehr Pflanzenschutz.

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            • Philip sagt

              @Ehemaliger Landwirt
              Ich meinte eher, wenn man die Ertragsfähigkeit der Pflanze durch Züchtung steigert, geht das damit einher, dass man mehr Pflanzenschutz machen muss. Einfach weil die Pflanze ihre Resourcen in die Frucht steckt und für sekundäre Abwehrmassnahmen weniger übrig bleibt.

              Das ist Natur…

              1
            • Bauer Willi sagt

              Gerade bei Weizensorten wird sehr viel Aufwand in Resistenzen gegen Krankheiten gesteckt. Auch in die Wuchslänge, wegen möglicher Lagergefahren. Ein Weizenertrag setzt sich aber nun einmal aus Ähren pro Quadratmeter, Körner pro Ähre und Korngewicht zusammen. Wenn ich in einer Mischkultur die Ähren pro Quadratmeter für den Weizen senke, hat das Folgen auf den Ertrag. In Baden-Württemberg werden Versuche unternommen, Linsen als Untersaat einzubringen. Nach der Ernte muss ein großer Aufwand unternommen werden, um Getreide und Linsen voneinander zu trennen. Und dann sind wir in der Tat beim Markt. Linsen aus Deutschland gibt es so gut wie keine mehr. Mag sein, dass das traurig ist. Es ist aber die Wahrheit.
              Bauer Willi

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Also im 19. Jh. (Zeit der Agrarreformer) hatte man hierzulande ganz ohne anorg. Chemie, im Vergleich zu heute, um zwei Drittel niedrigere Erträge.Weizenerträge (in q/ha)a“

              @ Stadtmensch
              Hier eine Statistik aus der Schweiz über die Weizenerträge.
              Dezitonnen pro Hektar.

              Jahr Schweiz Europa
              1800 11,0 8,6
              1850 13,0 9,4
              1910 21,2 12,6
              1936 24,0 14,2
              1985 53,7 43,6

              2014 in Deutschland 87

              Bio 64,4

              2
    • Philip sagt

      Sie schlagen vor Unkräuter als Bodenbedeckung zu verwenden und als Ausgleich die Halme lang werden zu lassen.
      Jetzt mal ohne Sarkasmus und nett angemerkt, das Resultat wird sein, dass je nach Unkrautdruck 50-100% weniger Ertrag (vorrangig wegen den Unkräutern und nachrangig wegen den langen Halmen, die auch Energie kosten…) und jedes zweite Jahr die Feldfrucht bei Sturm umfällt.
      Der Wachstumregulator, den ich für Getreide kenne, nennt sich Trinexapac und der enthält kein Chlor.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Ich lese gerade „Das Mulchbuch“ Praxis der Bodenbedeckung im Garten.“

      Es gibt bestimmt 100 oder mehr Gartenbüchern, wo manche ihr „Fachwissen“ zu besten geben.
      Die Autoren, die schon jeweils einen Salatstock zur Erntereife gebracht haben, kannste an einer Hand abzählen.

      Bei Herrn Dettmer Grünefeld, Dipl.Sozialwissenschaftler und Gartenlandschaftsbauer ist das sicher anders, der Hobbygärtner weiß wie man Bauern das fürchten lehrt.

      “ Häufig wird dem Mulch nachgesagt, dass er Schnecken anlockt. „Meist sind die Schnecken aber schon vorher da“, sagt der Experte. Sein Rat: Etwa zehn Zentimeter breit um eine gefährdete Pflanze nichts streuen.“
      http://www.sueddeutsche.de/news/leben/freizeit-eine-decke-fuers-beet–so-foerdert-mulch-die-pflanzen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-151209-99-207640

      Richtig ist, dass die Schnecken schon da sind, dass 10 cm Mulchabstand die Schnecken vom Fraß abhalten, zeugt von völliger Ahnungslosigkeit.

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      • Stephan Becker sagt

        Ich glaube, nach meinen Anbauerfahrungen vom letzten Jahr, dass Schnecken das Billigsaatgut aus dem Baumarkt oder dem Supermarkt besonders gut schmeckt. Das Saatgut, das in einem komplett neuen Hochbeet unter einer Grasmulchschicht heranwuchs, wurde mit Stumpf und Stil niedergemacht. Allerdings gab es bei den konventionellen Radieschen, die wie ein paar andere Baumarktsorten nicht gemulcht wurden, zahlreiche Überlebende.
        Ich hatte allerdings auch erst ziemlich spät ausgesät: Ca. Ende Mai, Anfang Juni.

        Ich hatte auch normale Kartoffeln aus dem Bioladen gesetzt und drüber mit Stroh gemulcht. Die Kartoffeln kamen 1A heraus, wuchsen wie blöd und wurden praktisch nicht angefressen, jedenfalls nicht von Schnecken – nur unterirdisch etwas von Wühlmäusen. Die normalen Kartoffeln aus dem Supermarkt, die nicht gemulcht wurden, wuchsen dagegen nicht so gut und wurden deutlich mehr angefressen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sie erklären mir jetzt mal den angeblichen Vorteil, einer Strohauflage bei Kartoffeln. Diese Strohschicht sorgt für ein feuchtes Kleinklima, wenn das Laub zusammen wächst, folglich ein erhöhter Druck von Phytophthora infestans, und Alternaria solani, diese Krankheiten waren letztes Jahr kein Problem, wegen der Trockenheit.

          Dass die Schnecken die Bio-Saatkartoffeln verschmähten, gibt mir zu denken.

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          • Stephan Becker sagt

            Das mit dem Mulchen war nur ein Experiment. Ich hatte das Gefühl, dass dem Boden, den ich erst vor kurzem frisch hergerichtet hatte (aus einem Erdhügel machte ich Beete), einiges an Biomasse fehlt, aber das hätte ich natürlich am Besten schon drei Monate vorher gemacht.
            Trotzdem wuchsen die Kartoffeln hervorragend, auch ohne dass ich irgend eine Form von Dünger verwendet hätte, natürlich kamen auch keinerlei Spritzmittel zum Einsatz. Trotzdem war die Schale nach der Zubereitung als Bratkartoffeln irgendwie auch bei diesen kompletten Bio-Kartoffeln (Bio-Saatgut + kompletter Bio-Anbau) nicht besonders gut schmeckend. Vielleicht muss ich wirklich mal echte Saatkartoffeln probieren.

            Von wegen Mulchschicht und schlimme Krankheiten und so (u.a. Mulchsaat von Zuckerrüben):

            Gewässerschutz und Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
            http://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/032820/

            Selbst Profis machen das so.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Was die auch immer unter einer Mulchsaat in Zuckerrüben verstehen, ich verstehe ein volle Bodenabdeckung mit organischen Material, nicht nur ein paar Halme.

              Ist im Boden genügend Humus, wachsen die Kartoffeln auch entsprechen, außerdem ist es für den Hobbyanbau besser, die Kartoffeln etwas hungern zu lassen, die Schmecken dann besser.

              Pilzkrankheiten hatten es letztes Jahr schwer, warten sie mal schwüles, gewitteriges Wetter ab, dann werden sie ihr blaues Wunder erleben.

              Bei meinen Kartoffeln habe ich seit Jahren keinen Kartoffelkäfer mehr gesehen, das mag wohl an meinem Fachwissen liegen, oder wissen sie mehr, wieso diese Viecher meine Kartoffel verschmähen?

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            • Stephan Becker sagt

              @Ehemaliger Landwirt

              Bei meinen Kartoffeln habe ich seit Jahren keinen Kartoffelkäfer mehr gesehen, das mag wohl an meinem Fachwissen liegen, oder wissen sie mehr, wieso diese Viecher meine Kartoffel verschmähen?

              Haben Sie schon mal den Begriff Caryophyllen bzw. (E)-beta-Caryophyllen gehört?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Gehört, oder gedacht?

              Hab ich mir gedacht, dass mir einer die angeblich Lösung mittels Fremdwörter mir um die Ohren schlägt.

              Nein, es sind nicht ihre Caryophyllen,

              Im weitem Umkreis werden keine Kartoffel (auch nicht in Hausgärten, dort befindet sich Rasen) mehr angebaut, deshalb verirrt sich keines dieser Viecher zu meinen Kartoffeln. 😉

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            • Stephan Becker sagt

              @Ehemaliger Landwirt

              Das mit dem Caryophyllen ist eigentlich ganz leicht. Es ist u.a. ein Pflanzenabwehrstoff bzw. Pflanzenduftstoff, den bestimmte Pflanzen absondern können, z.B. Mais, um damit Nützlinge anzulocken, die wiederum die Schädlinge (z.B. Maiswurzelbohrer) unschädlich machen. Je Nach Schädling werden von Pflanzen unterschiedliche Abwehrstrategien durchgeführt.
              Allerdings haben die heutigen hochgezüchteten Sorten viele dieser natürliche Abwehrmechnanismen verloren.

              Wie schafften es eigentlich die Inkas Kartoffeln anzubauen ohne all diese chemischen Hilfsmittel, die wir heute zur Verfügung haben? Haben die immer nur eine Kartoffel pro gesetzter Kartoffel ernten können bzw. gab es da entsprechend lange Fruchtfolgen?

              Nach Aussage einer Wissenschaftlerin ist es mit der richtigen Bodenbiologie möglich auf jegliche Fruchtfolge zu verzichten, so wie in unberührter Natur die Pflanzen ja auch alle jahrein jahraus direkt nebeneinander wachsen. Aber die Erklärung dafür wäre zu umfangreich.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Um 1850 verfaulten die Kartoffeln nicht nur in Irland, auch bei uns.

              Eine große Hungersnot folgte. Ein Hoch auf den Pestizid freien Kartoffelanbau.

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        • pflugnutzer Leo sagt

          Normale Kartoffeln aus dem Supermarkt werden oft begast damit sie nicht im Lager keimen. Will „der Verbraucher “ namlnicht. Darum bitte schon konventionelle PFLANZkartoffeln oder auch Saatkartoffeln kaufen.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Was soll das, die landwirtschaftlichen Fähigkeiten der Stadtbewohner übertreffen die des Landwirtes beträchtlich. 🙂

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          • Stephan Becker sagt

            Danke für den Hinweis. Mir war der Aufwand zu lästig um mich extra um Saatkartoffeln zu bemühen.
            Ich wollte möglichst schnell Kartoffeln in die Erde setzen, weil ich schon spät dran war.
            Sieben Jahre habe ich in MeckPomm gewohnt, mitten in der Pampa. Im Nachbarort war eine sehr große Kartoffelzuchtfirma, die u.a. auch nach Ägypten ihre Saatkartoffeln exportieren.
            Bei Fahrradtouren bin ich immer an hunderten Hektar Kartoffelreihen vorbeigeradelt, aber natürlich nicht bei jedem Acker in jedem Jahr (Stichwort Selbstverträglichkeit – Hinweis für alle ehemaligen Landwirte: auch Städter können lesen 😉 ).

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Hinweis für alle ehemaligen Landwirte: auch Städter können lesen“

              Wurde das bestritten, sie wollen uns erklären wie Landwirtschaft geht und scheitern bereits im eigenen Garten.

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            • Stephan Becker sagt

              Wurde das bestritten, sie wollen uns erklären wie Landwirtschaft geht und scheitern bereits im eigenen Garten.

              Also meine selbst gezogenen Kartoffeln haben sehr gut geschmeckt.
              Ein Hochbeet kann man nur bedingt mit einem Acker vergleichen.
              Außerdem wußte ich nicht wie schlecht Baumarkt-Saatgut ist. Aber dafür gibt es ja z.B. mit biogartenversand.de eine gute Alternative.
              Tomaten habe ich schon mal auf dem Balkon gezogen. Die wurden nur relativ klein weil sie in kleinen Pflanzentöpfen gezogen wurden.
              Mais hatte ich schon mal versucht (ca. 2008), aber der wurde nichts. Vermutlich hatte ich viel zu wenig gegossen. Das hat nichts mit biologischer Landwirtschaft zu tun.
              Als Kind zog ich mal Mais auf einer Fensterbank groß, der wurde relativ groß.

              Ich sage es sicher noch hundert mal: Es ist nicht so, dass es niemanden gibt, der Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft betreibt und damit Erfolg hat (Dietmar Näser, Friedrich Wenz, Gabe Brown, Joseph Braun, Elaine Ingham, David Brandt, Felix zu Löwenstein etc.).
              Normale Landwirte können das System der biologischen Landwirtschaft auf einem kleinen Streifen ihres Landes mal selber testen, aber ich denke, dass es die ersten Jahre Probleme mit PSM-Rückständen in den Böden geben kann, die durch die biologische Arbeitsweise (Stichwort starke Säuren von Mikroorganismen).

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      • Stadtmensch sagt

        „zeugt von völliger Ahnungslosigkeit.“

        Na ehemaliger Landwirt? Sind wir ein kleines bisschen überheblich? Der Dettmar ist in der Landwirtschaft groß geworden und beschäftigt sich seit Mitte der 1970er mit Gartenpraxis. Vielleicht ist ja was dran an dem Trick mit dem Mulchrand…
        Die Schnecke ist verwirrt, weil es plötzlich so hell wird und zack verschwindet sie wieder im Laub – logisch!
        😉

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sie werden es kaum glauben, auch ich bin in der Landwirtschaft groß geworden und beschäftigte mich bereits als Kind mit dem Anbau von Gemüse. Seit 54 Jahren und seit 48 Jahren in Verantwortung betreibe ich Obst und Weinbau und als Hobby den Hausgarten.

          Selbstverständlich versteht ein Dipl.Sozialwissenschaftler und Gartenlandschaftsbauer mehr vom Gemüseanbau, wie konnte ich nur das bestreiten. 🙁

          Bezüglich der Schnecken habe ich ein andere These, im Norden von Schleswig-Holstein ist es so Kalt, das die Schnecken sich unter die schützende Decke verkriechen.

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  9. Philip sagt

    Glyphosat ist ja keine unersetzbare Komponente. Von daher kann man natürlich diskutieren, ob man es braucht.

    Ohne Glyphosat müssten die Bauern mehr „ackern“, was mehr Zeit und Geld kostet, und Kunden wie die Deutsche Bahn (die wirklich auf solche Mittel angewiesen sind) würden auf andere (giftigere) Stoffe ausweichen (was offensichtlich Schwachsinn wäre, aber gut…).
    Kann natürlich auch passieren, dass die Bauern auch auf andere Herbizide umschwenken (die fast immer giftiger als Glyphosat sind) . Das ist natürlich auch nicht im Sinne des Erfinders und fast immer teuerer.

    Auch stehen die Bauern ja (wie sie leidvoll feststellen) im globalen Wettbewerb. Gegen Glyphosat ist auch kostentechnisch kein Kraut gewachsen, d.h. die Bauern werden unter noch mehr Preisdruck geraten und sich entweder spezialisieren oder aufgeben.
    Spezialisierung klingt zwar erstmal gut aber irgendjemand muss ja auch die klassischen Feldfrüchte wie Weizen, Raps, Kartoffeln und Zuckerrüben weiter im grossen Massstab anbauen.

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    • Rufer aus der Wüste sagt

      Wie war es dann bei der Bahn als es noch kein Spritzmittel gab?

      Wie ganze Diskussion um dieses Glyposhat erinnert mich an die aktuelle Politik. „Alternativlos“.

      Anstatt gegen der Natur sollte man wieder lernen mit der Natur zu arbeiten. Wie weiter oben im Stichwort „Permakultur“.

      Ich frage mich warum man so hohe Ernteertraege braucht wenn man nachher eh die Haelfte wegschmeisst.

      Hat von den hiesigen Glyphosatspritzern noch nie einer Urlaub in Argentinien gemacht? Ich denke da wuerden manche aufbluehen wenn sie den ganzen Tag Gift spritzen koennten.

      Der Verbraucher will kein Gift in den Lebens-Mittel.

      Denn wuerde ich mir mal um Alternativen Gedanken machen als nur auf die Verbraucher zu schimpfen.

      0
      • Andreas Schmid sagt

        „Wie war es dann bei der Bahn als es noch kein Spritzmittel gab?“

        Da gab es Heizer in Dampfloks, die öfters mal richtig heizen mussten um voranzukommen. Dabei sind Funken geflogen und es hat dann automatisch den Bahndamm abgefackelt.

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      • bauerhans sagt

        „Permakultur“.

        ist für den sepp interessant,ders propagiert,aber ökonomisch uninteressant.

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        • Stephan Becker sagt

          Permakultur ist mindestens so ökonomisch wie die übliche Bewirtschaftung eines Landes, vor allem unter Extrembedingungen. Permakultur ist nicht einfach ökologische Landwirtschaft oder ökologische Gärtnerei. Es geht um die optimale und nachhaltige Nutzung der gegebenen Ressourcen. Ein Prinzip ist z.B. dass alles und jedes in einer Permakulturanlage mindestens zwei Funktionen hat. Ein Baum hat z.B. vielfältige Funktionen: Schattenspender, Windbremser, Staubfänger, Düngerlieferant (Laubfall), Wohnort für Nützlinge (Insekten und Vögel), Temperaturregulation durch die Verdunstung etc.

          Zwei Beispiele für erfolgreiche Permakulturprojekte aus Jordanien und Saudi-Arabien:

          Die Rum Farm, im Süden von Jordanien, die größte (gemischte?) Farm des Landes (2000 Hektar, wohl keine größere wegen der Wasserknappheit in Jordanien), vor der Beratung durch das PRI (Permakulturforschungsinsititut von Australien):

          Letters from Jordan – On Consultation at Jordan’s Largest Farm, and Contemplating Transition
          August 6, 2010 by The Permaculture Research Institute

          http://permaculturenews.org/2010/08/06/letters-from-jordan-on-consultation-at-jordans-largest-farm-and-contemplating-transition/#comment-51305

          Die Rum Farm gehört zur Firma Astra Farms, dem Betreiber des wahrscheinlich größten (gemischten?) landwirtschaftlichen Betriebes in der Welt, aus Saudi Arabien.

          Hier sind die Ergebnisse drei Jahre nach Beginn der Beratung:

          Desert Food Forest and Organic Commercial Production in Three Years – Update on Wadi Rum Consultancy (Jordan)
          December 10, 2013 by Geoff Lawton

          http://permaculturenews.org/2013/12/10/desert-food-forest-organic-commercial-production-three-years-update-wadi-rum-consultancy/

          Und hier das Permakulturprojekt in Saudi-Arabien:

          The Al Baydha Project
          http://www.albaydha.org/

          Es began im November 2010 auf 1 oder 2 Hektar. Es ging nur um ein sogenanntes Demonstrationsobjekt für die Permakultur: die Umwandlung eines sehr trockenen kahlen Gebietes in eine fruchtbare Landschaft. Gleichzeitig sollte den zwangsweise angesiedelten Nomaden eine bessere langfristige Perspektive geboten werden als nur der Empfänger einer Art Sozialhilfe zu sein, um die Tiere (Schafe, Ziegen) zu füttern und nicht zu verhungern. Inzwischen soll eine mehrfach größere Fläche direkt neben dieser Demonstrationsanlage ebenfalls nach Permakulturprinzipien umgewandelt werden.

          Einige kurze Filme über die Entwicklung des Projektes dazu:

          https://www.youtube.com/user/albaydha

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          • Stephan Becker sagt

            Noch eine Ergänzung: Von der Rum Farm in Jordanien wurden fünf Hektar für den Permakultur-Versuch bereit gestellt.

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          • Bauer Willi sagt

            Lieber Herr Becker
            noch einmal. Überfordern Sie nicht die Leser mit der Anhäufung von Links sondern sagen Sie es mit eigenen Worten.
            Danke
            Bauer Willi

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            • Stephan Becker sagt

              Hallo Bauer Willi,
              also gut noch eine Ergänzung, ansonsten habe ich ja jede Menge Text dazu geschrieben:
              Bei dem Permakulturversuch in Jordanien wurde gezeigt, dass die Permakulturprinzipien dazu führen dass die gleichen Erträge mit weniger Mitteln zu erreichen sind.
              Geoff Lawton hatte schon vorher mit der Firma Astra Farms in Saudi Arabien zusammengearbeitet, indem er mitgeholfen hat dort die biologische Bearbeitung einzuführen (bis ca. 2010 auf 25% der Fläche – ohne Chemie).

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            • Rufer aus der Wüste sagt

              Der Herr Becker zeigt hier Alternativen zum Gift. Bei sollchen Texten ueberfordere ich gerne meine Augen.

              Sollche Themen fehlen hier ganz.
              Werbeplattform fuer die Chemieindustrie und den Verbraucher als unwissend hinzustellen.

              Wuerde jeder Permakultur im Garten anwenden dann muesste man nicht das giftverzeuchte Zeug aus dem Supermarkt mehr kaufen.

              Nur will die Politik das?

              Nein.

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        • bauerhans sagt

          „Wuerde jeder Permakultur im Garten anwenden dann muesste man nicht das giftverzeuchte Zeug aus dem Supermarkt mehr kaufen.“

          was soll solch emotionale aussage??
          supermärkte nehmen täglich proben und wehe,es gibt rückstände!!
          permakultur hat und wird sich nicht durchsetzen,weil der ständige arbeitsaufwand ausserordentlich hoch ist und nicht
          zusätzlich zum normalen arbeitsleben zu schaffen ist.

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          • Rufer aus der Wüste sagt

            Sicher wird sich Permakultur durchsetzen. Die Reichen werden die Produkte davon zu sich nehmen.
            Den Hartz 4lern laesst man die Produkte aus dem Supermarkt.
            Oder man koennte es auch so sagen das der Hartz 4ler die noetige Zeit hat um Permakultur im Garten anzuwenden.

            Mir fehlen ganz einfach bezahlbare Produkte die den Namen „Lebens-Mittel“ verdienen.

            Irgendwie hat man irgendwann einmal vergessen mit der Natur zu arbeiten. Das Ergebniss sehen wir heute.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie können ihre Lebensmittel selbst erzeugen, dann können sie mit der Natur arbeiten, so wie sie es sich vorstellen.

              Wo ist das Problem?

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            • bauerhans sagt

              „Das Ergebniss sehen wir heute.“

              wir haben überall höchste erträge(siehe statistik vom ehemaligen landwirt)
              aber einige sind durch das sattsein so gelangweilt,dass sie das „haar in der suppe“ suchen.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Hat von den hiesigen Glyphosatspritzern noch nie einer Urlaub in Argentinien gemacht? Ich denke da wuerden manche aufbluehen wenn sie den ganzen Tag Gift spritzen koennten. “

        Völlige unqualifizierte Aussage, die nur Polemik beinhaltet.

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        • Rufer aus der Wüste sagt

          Warum denn Polemik? Dort kann man gut die Auswirkungen von dem Glyphosateinsatz sehen. Vor allem die Krankenhaeuser mit den Geburtsabteilungen sollte man besuchen.

          Aber die Leute hatten wohl alle keinen Nachweis wie man Das Gift richtig einsetzt. Anderst kann ich mir diese Nebenwirkungen nicht erklaeren.

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          • Plabst sagt

            Da ich nun einige Zeit regergiere muss ich sehen das die meisten Bauern gar nicht wissen mit welchen Giften sie zu tun haben. Es ist nicht nur ein Mittel Lindan kann Ihnen mittlerweile 50 bis 100 gefährliche Mittel die verwendet werden. Gehen sie mal auf die Efsa Seite die täglich neue Mittel überprüfen. roundup immer wieder mit neuen Zusammensetzungen.
            Ich muss leider feststellen dass zuviele Bauern gedankenlos auch zu ihrer eigenen Gesundheit damit umgehen !
            Wozu die ganzen Mittel dass sie mehr verdienen wenn überhaupt.
            Sitzen sie auf einen Traktor besprühen die Felder meinen Sie dass sie durch Wind und Verwehungen nichts abbekommen, selbst wenn sie in einen Glaskasten sitzen. Befassen sie sich einmal einige Zeit was alles am Markt existiert dann sagen Sie mir dass das nicht giftig ist !!

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    • Plabst sagt

      Soll ich ihnen einmal sagen was alles immer noch verwendet wird
      Sportak/Fungizid, Calixin/Fungizid, Terpal Wachstumsregler, Arelon/Herbizid, CMPP Salz/ruft beim Vegetativen Nervensystem Störungen bis Lähmungen hervor, Atrazin, Round Up könnte jetzt endlos weitermachen.
      Warum wollt ihr Bauern nicht sehen, mit welchen Giftigen Mitteln ihr eure Felder bestellt (vergiftet)

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      • ehemaliger Apfelbauer sagt

        Die Wirkungen von Sportak und Mecoprop (CMPP) passen nicht mehr in ein modernes Pflanzenschutzkonzept. Calixin und Atrazin sind verboten. Atrazin nach Funden im Grundwasser schon jahrzehntelang. Also bitte mit heutigen Anwendungen argumentieren, sonst wirds peinlich. Die aktuellen Zulassungen finden sie übrigens in der BVL-Datenbank. Die Anzahl der Wirkstoffe ist sehr viel niedriger, als vor 10 Jahren.

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  10. Peer sagt

    In diesem Artikel wurden mikro, nano und pico durcheinandergebracht.
    Im Übrigen gibt es durchaus Leute, die Fluor in Zahnpaste als Gift bezeichnen und dort nicht mehr haben wollen.

    Aber das nur am Rande. Instrumentalisierung ist ja das Thema…

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  11. „Menge ist nicht alles“
    Dieses schöne Beispiel mit den 1000 Liter Bier am Tag ist ja sehr anschaulich. Ich kenne auch keinen der diese Menge pro Tag trinkt. Jetzt kommt das aber: 2012 ist dieser sogenannte Grenzwert um das 100 fache erhöht worden, na dann sind es ja nur noch 10 Liter.
    Jetzt sieht’s etwas anders aus. Frage: warum wurde erhöht, bei uns im Bio-Bereich wird ständig an der Grenzwertschraube nach unten gedreht, und wir schaffen das sogar. Wer Vertrauen beim Verbraucher aufbauen möchte, muss ein positives Signal setzten , und nicht noch ein negatives oben drauf. Ist doch eigentlich ganz einfach, wer bei einer Kontrolle über dem Wert ist, fällt einfach raus. Wo ist da das Problem? Man müsste auch nichts verbieten! Jeder Landwirt kann dann so arbeiten wie er das für richtig hält, das wäre dann Handeln und arbeiten in eigener Verantwortung. In der Ortschaft wo 50 km vorgeschrieben sind kommt man doch auch nicht einfach her und erhöht auf „70“ nur weil der ein oder andere es nicht einhält.
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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Frage: warum wurde erhöht, bei uns im Bio-Bereich wird ständig an der Grenzwertschraube nach unten gedreht, und wir schaffen das sogar.“

      Was soll da nach unten gedreht werden?
      Angeblich soll im Bio-Bereich keine Pflanzenschutzmittel verwendet werden?

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      • zur Erklärung; ich habe von Grenzwerten gesprochen, das sind nicht nur Pflanzenschutzmittel sondern zb. Weichmacher bei Gummischläuchen an Milchführenden teilen bei der Melkmaschine. Wenn’s dann noch zu Milchpulver getrocknet wird ist der Wert noch mal um ca. das 85-90 fache niedriger. Zuvor haben wir sowieso schon zwischen 500 bis 2000 fache niedrigere zahlen. Der Staub vom „normalen“ Getreide reich schon aus um mein Getreide in den Bereich von Untauglichkeit zu bringen, ist kaum zu glauben aber war.

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  12. bauerhans sagt

    ich traf letztens einen kollegen,der zwei flächen hier in meiner nachbarschaft bewirtschaftet, auf denen ölrettich als zwischenfrucht steht.
    ich fragte ihn beiläufig,wieviel glyphosat er einsetzen will,um den ölrettich auszuschalten.
    er ging mir fast an die gurgel und meinte,er wolle da nur mit dem mulcher ran!
    der mann ist mitglied im BUND.

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  13. Bislang steht die Unabhängigkeit des BfR außer Frage, aber es gelingt den Totalverweigerern in Sachen Pflanzenschutz immer wieder ein Labor zu finden, welches „alarmierende Werte“ feststellt um damit die Verbraucher zu verunsichern. Bei den gefundenen Glyphosat-Rückständen in Muttermilch war sogar das Analyseverfahren falsch, ab wen kümmert das schon, wenn die Meldung raus ist. Das die Politiker einen Sachverhalt wieder durch ihre ideologische Mühle ziehen, der vorher durch unabhängige Institute bewertet wurde, macht die Sache völlig absurd.

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    • Rufer aus der Wüste sagt

      Also so Unabhaengig wuerde ich das BfR nicht gerade sehen. Die Vernetzung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik kann man gut erkennen.

      Unabhaengig sieht in meinen Augen anderst aus.

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    • Plabst sagt

      Muss leider sagen dass sie mit dem Thema leichtfertig umgehen.
      Mein Cousin hat von den Unmengen die viele Bauern auf die Felder spritzen oder sonst verteilen Parkinson. Wenn Sie wollen dass durch immer mehr Ertrag Menschen vergiftet werden.
      Rechergire nun seit einiger Zeit bin auch mit Ärzten in Kontakt habe eine Liste wieviel Bauern in einem Sommer auf ihre Felder in verschiednen Formen verteilen finde es Gedankenlos. Sind sie Bauer wenn sie einmal überprüfen was sie vom Bauernverband angeboten bekommen aus irgendwelchen Gründen verteilen sollen egal Hopfen Gerste Milch das summiert ergibt einen ganz schönen Cocktail.
      Ich möchte nicht an diesen ganzen Mitteln in meinen Leben eingeschränkt werden. Finde dass noch zuviele Bauern zu leichtfertig damit umgehen.
      Wozu ist das alles nötig frage ich sie, dass die ganzen Industrien wie Monsanto viel Geld einstreichen können..
      Wollen sie ihre Kinder langsam vergiften ?

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      • Ich bin mir sicher, dass Sie viele Unterstützer finden, wenn Sie einmal exemplarisch nachweisen wollen, dass die Erkrankung Ihres Cousins tatsächlich mit dem sachgerechten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zusammenhängt. Das BfR untersucht nicht nur einzelne Wirkstoffe, sondern betrachtet auch sehr genau die Kombination verschiedener Wirkstoffe. Ich bin seit vielen Jahren in unterschiedlichen Gremien tätig und sehe mit Sorge, dass ein über sehr komplexes Thema nicht mit dem nötigen Sachverstand, sondern mit ideologischen Thesen diskutiert wird. Übrigens bietet der Bauernverband keine Pflanzenschutzmittel an und gibt auch keine Anbauberatung. Es ist eine berufsständische Organisation und kein Händler. Es gibt bis heute in Deutschland keinen einzigen nachgewiesenen Fall durch eine Vergiftung durch Pflanzenschutzmittel. Wie schon Paracelsus gesagt hat, die Dosis macht das Gift. Schauen Sie sich mal neutrale Studien an, die die Umweltbelastungen hier in Deutschland untersuchen. Sie werden erstaunt sein, welche Belastungen existieren und wie diese im Vergleich zu bewerten sind.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Sie unterstellen Landwirte, dass sie leichtfertig mit Pflanzenschutzmitteln umgehen, gedankenlos sollen sie in ihrem etwas verwirrten Beitrag nach mit den Pflanzenschutzmittel umgehen.

        Als Landwirt könnte ich genau so sagen, dass der Elektriker oder der Apotheker sein Handwerk nicht versteht.

        Kleiner Tipp:
        Derzeit haben viele Betriebe keinen Nachfolger, kaufen, oder Pachten sie einen Betrieb und zeigen sie uns wie Landwirtschaft geht.

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      • Andreas Schmid sagt

        „Wollen sie ihre Kinder langsam vergiften ?“

        Ich habe gerade von einem Bekannten gehört, das sein Sohn zuerst nur noch Bio essen wollte, danach nur noch Müsli…….. nur gesundes, dabei ist er übergeschnappt und in der Psychiatrie gelandet. Er hat inzwischen alle Medikamente abgesetzt und nun Eltern und Bekannte bei der Polizei wegen Schläge……. angezeigt.

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      • Alois Wohlfahrt sagt

        Oh ja, Willi’s Haie schwammen aber im Bodensee.

        Zitat: „Es ist das Spiel mit der Angst, die die reine Mathematik und Wahrscheinlichkeit ausblendet. Denn wer wird bei der Meldung „Haie im Bodensee“ anschließend noch ins Wasser gehen?“

        Ich habe sogar noch mich noch mit Susanne Günther über ihre Haie per Messenger ausgetauscht. Wir haben da echt keine Probleme miteinander. Macht Euch da mal keine Sorgen… 😉

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    • Bauer Willi sagt

      Ihr könnt Alois fragen, die Idee mit den Haien hatte ich schon vor Schillipaeppa 🙁
      Bauer Willi

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    • Stadtmensch sagt

      Dieses chillipaeppa Blögchen ist wohl jetzt eine Referenz für die Profi Landwirte?
      Eine Philosophin auf Abwegen ist aufs Land gezogen und betreibt Lobbyarbeit für die konventionelle LW. Sehr schwach…

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Als Pestizid im weiteren Sinne werden sämtliche Pflanzenschutzmittel sowie die Mittel zur Schädlingsbekämpfung bezeichnet, also auch Herbizide

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