Bauer Willi
Kommentare 118

Hofreiter: Ist denn die Situation der Bauern gut?

Hofreiter: „Ist denn die Situation der Bauern gut? Bekommen die den wirklich auskömmliche Preise? Sind sie zufrieden mit dem System?“
Es lohnt sich, das Video in voller Länge zu sehen.

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118 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Hallo Kirsten W.. Zu deiner Aussage keine Prämie = keine Dokumentation ist falsch. Die Dokumentation ist Gesetz. Auch ohne Prämie müßte ich aufschreiben und/ oder Bußgelder bezahlen. Da hat man keine Wahl !! Habe neulich die 54 . Kontrolle in den letzten 12 Jahren hinter mir. So einfach ist das nicht. Unser Problem sind die hohen Kosten für Betriebsmittel
    hier in Deutschland und die Verordnungen und Gesetze die permanent auf uns niederprasseln. Stell dir einmal vor , du solltest jedes Jahr die ganzen Verordnungen in STallbau und Acker neben deinen lfd. Arbeiten umsetzen und Leben. Ein Ding der Unmöglichkeit.

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  2. Friedrich sagt

    Geht es den Bauern gut ? Natürlich nicht z. Zt.. Unser System in Deutschland haben die GRÜNEN mit zu verantworten. EEG hat uns alle 525 Mrd. gekostet. Die Spritsteuern noch dazu . Bei diesem System müßten wir aus der EU austreten und uns abschotten, aber wer will denn das ? Also müßen wir in Deutschland das System mit den GRÜNEN ändern, also diese Leute nicht mehr wählen , oder ? Dieses System kostet unseren Betrieb bei 200 Euro/ha Prämiendiff. rd.35.000 Euro, beim Diesel 10.000 Euro , Strom 10.000 Euro und dazu die Dokumentation , Kontrollen usw. noch einmal mind. 10.000 Euro. Also rd. 65.000 Euro/Jahr. Dann wäre das System doch ok. oder ? Ich habe immer gesagt , daß wir die deutschen Hochpreise für Betriebsmittel und Weltmarktpreise für die ldw. Produkte nicht werden kompensieren können. Nur mit geringeren Vorkosten der Produktion läßt sich dieses System aufrecht erhalten. Also Autos , Maschinen, Düngemittel usw. müßen im Preis runter. Manche Länder erlassen den ldw. Betrieben auch die Zukaufmehrwertsteuer, wie auch immer. Der Strukturwandel mit bis zu 10% Hofaufgabequote spricht eine deutliche Sprache. In anderen EU- Ländern betragt diese Zahl 1/2%. Also stimmt hier doch etwas nicht Herr Hofreiter !! Wo sind ihre Vorschläge.
    Bisher hat mir keiner einen vertrauenswürdigen Vorschlag auf den Tisch gelegt, den die die Leute bereit sind zu gehen. Ich höre immer nur Anschuldigungen. Die von den Grünen eingebrachten Dokumentationen und Kontrollen kosten mich täglich 1 – 2 Stunden. Deshalb müßen wir soviel arbeiten und Geld hab ich dafür nicht gesehen !!

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    • Kirsten Wosnitza sagt

      Das sollten Sie mit Ihren Berufskollegen diskutieren, die sehr gerne vom EEG über Solar, Biogas und vor allem Wind leben. Ansonsten stellen Sie einfach im nächsten Jahr keinen Grundantrag mehr, dann können Sie sich einiges an Dokumentation sparen.

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      • Mark Rössler sagt

        Mich würde mal interessieren, wie die Politik und Bevölkerung reagiert hätte,
        wenn die Landwirtschaft geschlossen BGAs und Windräder abgelehnt hätte.
        Schneller als wir hätten gucken können wären landwirtschaftliche Privilegien abgeschafft worden und Konzerne hätten die Aufgabe übernommen.

        Kollegen zu kritisieren, die den Weg der Politik mitgegangen sind ist nicht redlich.

        Aber die Konsequenzen für die Landwirtschaft, die können wir daraus ziehen und jedem sollte auffallen welche Probleme die Eingriffe der Politik bereiten.
        Das besteht der Tierhaltung in Deutschland jetzt bevor, es wird einen weit größeren Umbruch und Strukturwandel mit sich bringen, wenn nur ein kleiner Teil der Vorstellungen von der Agrarwende umgesetzt werden.

        Staatliche Planwirtschaft in der Landwirtschaft haben in der Vergangenheit mit zu den größten Tragödien der Menschheit geführt, davor sollten wir uns bewahren!

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      • Hans-Jürgen Gresch (Der Brandenburgbauer) sagt

        Wenn Sie so eine Forderung aufmachen, sollten Sie auch klar stellen, bei wieviel % der Bauern das zutrifft. Das ist doch keine sachliche Argumentation mehr.
        Wie immer, alles über einen Kamm geschert.
        Hilft uns doch nicht weiter Ihre Polemik.

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    • Hans-Jürgen Gresch (Der Brandenburgbauer) sagt

      Friedrich, Du hast wieder einmal meine Volle Zustimmung. Das ist reines Wahlkampfgetöse sonst nichts.
      Was diese Grünen „Helden“ anrichten wenn Sie an die Macht kommen sieht man an Ihren Grünen Landwirtschaftsminister in den Ländern.
      Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Thüringen usw. Fragt die Bauern dort.
      Die Menschen sollten sich am machbaren orientieren und keinen Hirngespinsten hinterherlaufen.

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  3. Walter Parthon sagt

    Handelt! Zahlt!
    Ein Brandbrief
    Edeka informiert derzeit seine Kunden – fast schon unter Tränen wird bedauert, dass es derzeit zu Engpässen im Molkereisortiment kommen kann. Grund sei der massive Preisverfall der Milch und die daraus folgenden Rückgänge in der Milchanlieferung. Ähnlich argumentiert die Metro. Es könnten nur „normale Durchschnittsmengen“ ausgeliefert werden. Schuld seien exorbitante Preiserhöhungen sowie eine extrem hohe Nachfrage im In- und Ausland. Ähnliches hört man von Discountern, die bekanntermaßen weniger mitteilungsfreudig sind.
    Lieber Lebensmittelhandel.
    Wenn ihr auf die Tränendrüse drückt, dann stimmt etwas nicht. Ein Tipp: Vor einigen Monaten hatten wir zu viel Milch zum damaligen Preis. Heute haben wir zu wenig Milch zum aktuellen Preis. Aber wir können euch versichern: Wir haben genug Milch, nur zu einem anderen Preis! Zahlt den und ihr bekommt, was ihr braucht. Was ihr macht, ist eines Händlers nicht würdig! Es zeigt nur, dass ihr nicht bereit seid, die aktuellen Verträge aus der Zeit der Niedrigstpreise aufzugeben. Das ist euer gutes Recht. Aber jammern bringt da wenig. Handelt!
    Ach, noch eines: Ihr verlangt von uns WROG-Milch: Weide, regional, ohne Gentechnik. Der Mehrpreis ist lächerlich. Wir sollen uns freuen über einen halben Cent für die Weidehaltung. Gentechnikfrei soll es umsonst geben? Mehr Tierwohl? Die Wünsche sind vielfältig aber die Zahlungsbereitschaft ist gleich Null. Handelt!
    Habt ihr auch schon einen Brief in der Schublade, der bedauert, warum die Milch aus dem Ausland kommt? Lange wurden wir hingehalten mit der Begründung, man könne den Preis „leider“ nicht anheben, der Markt gebe das nicht her. Jetzt gibt er es her! Handelt! Zahlt!

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  4. Man kann natürlich so rein ökonomisch und neoliberal argumentieren, ohne Rücksicht auf Umwelt, Biodiversität und Artenschutz!
    Dann fährt man eben alles an die Wand und macht die Lebensgrundlagen nicht nur für nachfolgende Generationen, sondern evtl. schon für heute lebende Menschen kaputt!
    Es darf doch nicht wahr sein, dass man wider bessere Vernunft mit ökonomischen „Zwängen“ jede Umweltvernichtung und Vergiftung rechtfertigt!!
    Die Lebensgrundlagen auf dem Planeten erhalten geht nur über Abkehr von Massentierhaltung und (überzogenem) Fleischkonsum und Umstellung auf naturverträgliche, nachhaltige und ökologisch orientierte Landwirtschaft. Dazu gehört die Förderung der vegetarisch-veganen Lebensweise.

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    • bauerhans sagt

      „Die Lebensgrundlagen auf dem Planeten erhalten geht nur über Abkehr von Massentierhaltung“

      das geht nur über die abkehr von der massenmenschhaltung!

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    • Schmeckt gut sagt

      Ach Jürgen Kruse, rauf auf die naturnahe Wiese und Gras mampfen kann auch helfen. Aber ja auf die geschützten Kräuter aufpassen. Komm mal runter, bitte.

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        • Mark Rössler sagt

          Dagegen hilft nur die Entsiegelung der Flächen,
          ich kann aber nicht eine Anstrengung sehen wo Straßen, Häuser, Flughäfen, Freizeitparks oder sonstige Zubetonierung gestoppt und wieder entfernt wird.

          Am Häuschen auf dem Land, auf den Straßen oder im Kreuzfahrterminal wird man keine Pflanze oder Tierart retten, dort ist die Natur „tot“.

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          • Das ist reine Ablenkungstaktik. Die Rolle der intensiven, industriellen und chemiegestützten Landwirtschaft beim Klimawandel und der ganzen Naturzerstörung soll verschleiert werden! —- Klar ist, dass wir so nicht weitermachen können. Alle müssen sich für eine naturverträgliche und nachhaltige Landwirtschaft ohne Pestizide und Massentierhaltung einsetzen!!! — Das heißt auch: viel weniger Fleisch produzieren und konsumieren!

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            • Mark Rössler sagt

              Ok, für Herrn Kruse lebt die Natur unter Beton und Asphalt.
              Kreuzfahrschiffe und die Ferienflieger sind kein Problem.

              An allen Problemen ist allein die Landwirtschaft schuld, das haben wir Landwirte verstanden.
              Hoffentlich ziehen Personen wie Sie die Konsequenz und pflanzen Ihr Gemüse in Zukunft auf der Autobahn an. Oder stellen die Nahrungsaufnahme ein.

              Landwirtschaft ist ein Eingriff in die Natur, seit über 10,000 Jahren, das bedeutet auch Nachteile für die Biodiversität, da spielt die Wirtschaftsweise keine Rolle.
              Den Eingriff in die Natur kann man am geringsten halten, wenn man das Maximum vom Hektar holt, ansonsten wird man immer mehr Fläche benötigen.

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              • Selbstverständlich müssen wir auch die Vielfliegerei un die Mumiendampfer abschaffen! Zumindest den Materialverbrauch drastisch absenken und die Antriebsarten revolutionieren!
                Das Anpflanzen von Lebensmitteln ist auch noch gar nicht zu Ende gedacht: Sehen Sie mal nach unter „Essbare Stadt“ usw.
                Dazu kommt, dass wie soziale Aspekte berücksichtigen müssen. Z.B.: Kein (Ge-)Soja mehr von Feldern, die Kleinbauern gestohlen wurden, für die Menschen ermordet und vergiftet worden sind! — Und: Endlich fairen Handel durchsetzen, gerechte Entlohnungen überall in der Welt bei gleichzeitiger Berücksichtigung gesunder Arbeitsbedingungen!!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Essbare Stadt“ usw. würde ich auch gut finden, der Bauhof pflanzt an und pflegt und der Bürger darf ernten.

              Und die haben noch den Vorteil, das Gemüse wird von den Hunden gedüngt, alles Naturdünger, nix mit „Kunstdünger“.

              Der auf dem Land lebende, wie ich, der darf die ganze Arbeit selber machen. 🙁

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        • Schmeckt gut sagt

          Hallo Jürgen. Aus ihren Kommentaren kann man erkennen, wie weit sie von dem Erleben der Natur entfernt sind. Wie wärs, wenn sie mit mir mal einen Spaziergang gegen Abend oder früh morgens durch unsere Gemarkung machen? Bin jetzt über 50 habe viele Veränderungen in der LW erlebt und kann beim besten Willen keinen Rückgang in der Biodiversität erkennen. Ganz im Gegenteil. Und das Beste ist, wir haben durch ein umfangreiches Gutachten über 350 Seiten sogar schwarz auf weiß, welche seltenen und/oder geschützten Arten hier vorkommen.

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            • Schmeckt gut sagt

              Ich denke, Stadtmensch, die Nützlinge sind gemeint. Nur zur Info. Wir arbeiten schon seit Ende 2000 mit Nützlingen, die wir bei verschiedenen Züchtern zukaufen. Hierzu gehört selbstverständlich auch eine genaue Erfassung der bestehenden Populationen. Wenn genügend Nützlinge vorhanden sind, kann man sich nähmlich einen teuren Einsatz sparen. Wir versuchen halt Bio mit Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu kombinieren, um möglichst effektiv zu arbeiten. Oft ist der Nützlingeinsatz effektiver als ein PSM. Und im Moment enttäuscht uns die steigende Biodiversität. Ich meine die durch die höheren Durchschnittstemperaturen zuwandernden Spezies. Eine genauere Bestandshygiene gehört mittlerweile zur Standardbekämpfungsstrategie, um überhaupt eine Chance zu haben – zunächst ohne Einsatz von PSM. Mach Vorschläge, wenn du denkst, es kann auch anders klappen. Bitte nicht mit hochgewachsenem Wildkraut – die Bestände müssen möglichst früh abtrocknen.

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            • Stadtmensch sagt

              @Schmeckt Gut
              Danke für die Antwort. Ich bin froh, dass ihr die Nerven für solche Experimente habt. Mit Ratschlägen will ich mich als Googlebauer diesmal lieber zurückhalten. In unserem Stadtgarten konnte ich im Sommer einen Moschuskäfer bestaunen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              In einem Weinberg von mir (jetzt verpachtet) gab es jede Menge von Zauneidechsen (ohne Trockenmauern), als Bewirtschafter und Eigentümer des Weinberges hält man sich tunlichst bedeckt über das Vorhandensein dieses auf der roten Liste stehenden Viehs.

              Womöglich käme einer dieser selbsternannter Umweltschützer auf die Idee, die Bewirtschaftung des Weinberges schade dem Krokodil. 🙂

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