Bauer Willi, Video
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Hilfe, unsere Bienen hauen ab! (Video)

Dieses Video hat mir eine Obstbäuerin aus Brandenburg geschickt. Nicht eine, sondern DIE Obstbäuerin, die hier mitkommentiert! So was habt ihr noch nicht gesehen.

Lest unter dem Video, was sie mir dazu geschrieben hat:

 

Hilfe, unsere Bienen hauen ab!

Über Jahrzehnte haben wir Obstbauern in Markendorf gut mit unseren Imkern zusammengearbeitet. In den letzten Jahren kippte die Stimmung mit der Behauptung der Imker, unsere Pflanzenschutzmittel schadeten ihren Honigbienen. Deshalb haben wir beschlossen, das Angebot eines Kollegen anzunehmen und auf Wildbienenbestäubung umzustellen. Im Winter 2019 kauften wir vier Bienenhäuser mit jeweils 2.500 gehörnten Mauerbienen (Osmia cornuta)und stellten sie bis zum Frühjahr in unsere Kühlzelle. Mit den ersten Blüten im April wurden sie in die Obstanlagen umgesiedelt und blieben den ganzen Frühling und Sommer dort. Für die Brut haben wir nach Anleitung neue Behausungen gebaut und alles verlief so, wie wir uns das erhofft hatten: Die Bienen bestäubten fleißig unsere Blüten, legten viele Eier in die alten und neuen Röhren und verschlossen sie mit Lehm. Im Herbst holten wir die Häuser und Kästen zurück auf den Hof  in die Kühlzelle.

 

Leider ging während der Wintermonate unser Kühlaggregat kaputt, was uns jedoch wenig störte, weil wir sowieso keine Äpfel hatten (Frost). Dann kam im April der erste warme Tag über 20 °C und ein Bekannter machte meinen Mann darauf aufmerksam, dass die Biene in seinem Haar eine von unseren Mauerbienen sei. Wir machten die Kühlzellentür auf und da kamen sie uns im Rudel entgegengelaufen. Die Grubenlampe am Kopf war dann doch nur ein weißer Fleck. Durch die gestiegenen Temperaturen waren die Bienen zahlreich geschlüpft und hatten sich auf den Weg zur Arbeit gemacht, die sich aber mehrere Kilometer weiter  weg befand. Nachdem sie unseren Hof und die Umgebung am Tag belagerten, suchten sie mit den kühler werdenden Temperaturen am Abend zum Glück wieder ihre Behausungen auf, die wir inzwischen nach draußen gestellt hatten. Sehr früh am nächsten Morgen haben wir die Ausreißer in unsere Obstanlagen gebracht. Für etwa ¼ der Bienen, die auf dem Hof zurückgeblieben sind, konnten wir schnell neue provisorische Behausungen aus Baueimern (siehe Bild) bauen.

Dabei hatten wir Unterstützung von unseren Kindern, die uns über Ostern als Erntehelferersatz auch bei unserer Arbeit (Erdbeeren aufdecken, Apfelbäume pflanzen usw.) geholfen haben.

Abgesehen von dem kleinen Schlupf-Malheur, sind wir sehr zufrieden mit unserer Wildbienenaufzucht und es gibt keinen Hinweis auf irgendwelche Schäden durch unsere Produktionsweise mit Pflanzenschutz. Geschätzt haben wir schon 2 bis 2 1/2  mal so viele Bienen, wie zu Beginn. Das ist ein schöner Erfolg. Außerdem ist es interessant, beruhigend und macht sehr viel Spaß, die Bienen zu beobachten.

Eure Obstbäuerin

 

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49 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Zwar keine Mauerbienen, dafür (Heu)Hummeln.
    Wir setzten gerade den Rest Vorjahresheu um, um die neue Heuernte einlagern zu können.
    Im letzten Eck haben wir zwischen vier Heuballen Untermieter – Hummeln. Das erste Mal, dass ich so etwas im Heu sehe. Schön!

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  2. Ostbauer sagt

    Hallo Obstbäuerin,
    dein Video hat ja richtig Wellen geschlagen.
    Sogar in der MOZ im Brandenburgteil auf Seite 1.
    Und ein wohlmeinender Kommentar dazu; staunt man richtig.
    Weiterhin viel Glück mit Deinen Bienen!

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    • Obstbäuerin sagt

      Danke Ostbauer, ich staune auch. Das haben jetzt schon mehr Menschen gesehen, als in meiner Stadt wohnen.

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  3. Friedrich sagt

    @ Obstbäuerin

    Danke für die Info. Jetzt können wir Ackerbauern mal auf deinen heutigen Beitrag und die
    Kommentare verweisen. – Erst einmal sind immer die Bauern die Schuldigen , aber nie der
    Imker. Habe mal die Hetztiraden gegen die Bauern von einem Imker auf einem Hoffest erlebt.

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    • Maik Reichel sagt

      Als Hinweis, ich imkere seit 10 Jahren im Erzgebirge und mein Vater ist Landwirt in unserer hiesigen Agrargenossenschaft. Ich möchte kurz meine Erfahrungen mit den Landwirten kundgeben. Ich habe bisher und auch kein anderer Imker aufgrund von bienenschädlichen Mitteln Völkerverluste gehabt. Die Aggrargenossenschaft baut bei uns im großen Stil Raps an. Und es schadet den Bienen nicht. Im Gegenteil. Der Raps treibt die Bienen zu Höchstleistungen an. 2019 hatte ich einige Völker ddirekt neben einem Rapsfeld aufgestellt. Die Völker sind keinesfalls schwächer geworden oder ähnliches. Hatte ja den Vergleich mit zu Hause, wo keine Rapsblüte weit und breit war. Grundsätzlich finde ich es schade, dass einige Imker nicht mit der Landwirtschaft kommunizieren wollen. Heraus kommt dann leider Hetze und nur wenig Wissen über Landwirte. Ich habe über meinem Vater mit den Landwirten gut gearbeitet. Und wir als Imker sollten wissen bei Völkerverlusten, dass man immer erstmal eine genaue Untersuchung trifft und zuerst sich selbst hinterfragt. Aber ich habe den Eindruck, selbstkritisch sein können manche Imker nicht. Da wäre zum Beispiel die Frage nach den Verlusten im Winter. Kann es nicht Varroa sein oder die Königin ist nicht durch den Winter gekommen. Haben die Bienen das richtige Winterfutter, oder ist die Traube im Winter vom Futter abgerissen worden. War es zu schwach eingewintert. Und man könnte noch einiges aufführen. Und wenn schon die bösen Obstbauern in die Blüte bienenschädliche Insektizide oder ähnliches spritzen, müssten da nicht die Völker eher im Frühjahr schwächer werden? Aber da sind bei allen die Völker übern erstarken. Also sollten wir Imker auch mal logisch denken und mal Klischees ernsthaft und mit Logik hinterfragen. Trotzdem gibt es auch bei uns wenige Imker, die gegen die industrielle Landwirtschaft schimpfen. Aber was sie für den Bienenschutz machen, wird oft nicht gesehen. Leider. Gleichwohl wird es immer schwarze Schafe geben. Aber ich habe keinen Grund zur Aufregung aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bei uns in Mittelbaden stehen tausende von Obstbäumen, die meisten sind hochstämmige Kirschbäume, Brennware und für Fererro.

        Während der Blüte kommen die Imker von weit her und stellen die Bienen auf. Die sagen alle, dass die Bienen gestärkt in den Sommer gehen.

        Die Obstbauern spritzen keine gefährliche Mittel in die Blüte, das verhindert jedoch nicht, dass ein Erbe seinen Keller räumt und meint sein gefundenes, 20 Jahre alte Parathion in die Blüte spritzen zu müssen. Das hat es auch schon gegeben und die Fachwelt war zuerst sprachlos über die Bienenschäden. In der Presse ist dann von einem Bauern die Rede, obwohl dieser Mann noch nie Landwirtschaft gemacht hatte.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Bei den Imkern ist es glaub ich wie in der Reiterszene: früher gab es Pferdeleute, heute gibt es Leute mit Pferden. Wenn was nicht läuft, ist die Ausrüstung schuld, der Schmied, der Tierarzt, die Sternenkonstellation… Nur man selbst nicht.
        Mit „alten“ Imkern arbeiten wir auch wunderbar auf Augenhöhe zusammen, während im letzten Jahr ein Bericht über eine Jung-Imkerin in der Zeitung war, die alle dummen Phrasen rausgehauen hat, die es gibt: Von riesigen Monokulturen (im Münsterland…), über Pestizide, vor allem (verbotene) Neonics, bis zur drohenden Handbestäubung wie in China. Die Bauern ihrer Bauernschaft waren not amused.

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        • Maik Reichel sagt

          Jetzt kann ich ja mal die Diskussion anregen, warum das so ist? Als ich mit der Imkerei angefangen habe, sind sehr viele Informationen auf mich eingestürmt. Ich muss sagen, selbst von erfahrenen langjährigen Imkern hörte ich schon viel Seltsames. Dann kommen noch die Medien hinzu, die ja bevor das große Thema Corona kam, sich sehr auf das Thema Insektizide, Pestizide usw. konzentrierten. Das Ergebnis sieht man am vorherigen Beispiel. Und dann kommt noch Imkerliteratur dazu. Das alles in 1 Jahr Imkerei zu begreifen, ist nicht möglich. Es verleitet aber dazu, sich einen Standpunkt zu schaffen, der mir persönlich am besten passt. Erst im Laufe der Zeit merkt man dann, dass so eindeutig schwarz und weiss doch nicht ist. Dazu gehört dann natürlich Selbstkritik. Und das habe ich vorher schon mal kommentiert.
          Als Beispiel möchte ich den Film „More than honey“ vorstellen. Da ist sehr vieles richtig. Aber die schon angeführte Handbestäubung in China stammt aus diesen Film. Sie wird praktiziert ja. Aber nicht, weil Bienen fehlen. Den wahren Grund weiß ich leider nicht mehr. Ich glaube wohl Zuchtgut oder ähnliches. Vielleicht weiß das ja jemand. Aber der Film führte es eben so aus, als ob fehlende Bienen der Grund waren. Wenn ich mich auf den Film versteifen, ohne vielleicht mal weiter nachzugrasen, geht’s schief. Ganz abgesehen, was ich von der Imkerei in China halte. Aber ja, Bienen gibt es noch in China. Und ja sie bringen auch Honig.😁

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Die Apfelernte betrug in China 2016 insgesamt 44,4 Mio. Tonnen! Äpfel werden in China inzwischen auf 2,4 Mio. Hektar angebaut, zumeist noch auf halbhohen Stämmen. Da hatein Baum rund 25 m² Platz. Das ergibt rund eine Milliarden Apfelbäume für ganz China! Nach Ihren Zahlen schafft eine Fachkraft die Bestäubung von 30 Obstbäumen pro Tag. Die Apfelblüte dauert ca.3 Wochen, ergibt630 Bäumepro Arbeitskraft. Bei knapp einer Milliarde alleinanApfelbäumen wären dazu also 1,5 Mio. Arbeitskräfte nötig. Wenn man davon ausgeht, dass rund 25% der Obst-und Mandelbäume Äpfel sind, müßtenalso Anfang Mai 6 Mio. Chinesen in den Bäumen hängen. Dem ist nicht so, tatsächlich werden nur die „Jinhuali“–Luxusbirnen in der Provinz Sichuan um die Stadt Hanyuanhandbestäubt und nur noch sehr wenige Apfelbäume (kaum noch Wanderarbeiter dafür zu bekommen) im Apfelanbaugebiet Maoxian. Wie, seit wann und warum das gemacht wird, wurde wissenschaftlich sehr gut beschrieben (TangYa, Xie Jia-sui, Chen Keming; Sichuan University, 2003; „Hand pollination of pears and its implications for biodiversity conservation and environmental protection –A case study from Hanyuan County, Sichuan Province, China“und Uma Partap und Tang Ya, Sichuan University; 2012; „The Human Pollinators of Fruit Crops in Maoxian County, Sichuan, China“).

            http://www.keckl.de/texte/Bienensterben_HajoSchuhmacher_BM.pdf

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            • Maik Reichel sagt

              Musste lachen. Kopfkino. 6 Mio. Chinesen hängen in den Bäumen und bestäuben. Schnallt man denen noch Flügel um….🤣

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Das Problem deutscher Bienenhaltung ist meines Erachtens, dass viele meinen, man muss nur 2 Bienenstöcke kaufen und schon hat man den Honig. Geht es schief, dann ist die Landwirtschaft daran schuld.
            Dass viele Landwirte auch Bienen halten, ist vielen nicht geläufig.

            Kenne einen Imker, der füttert den Rapshonig wieder den Bienen und nicht Zuckerwasser, er behauptet die Bienen sind dadurch gesünder.

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            • Maik Reichel sagt

              Dazu wäre zu sagen, dass als Start in die Imkerei 2 Völket empfohlen werden. Was ich aber immer wieder mitbekomme, wenn ich Völker verkaufe, dass viele nur 2 Völker haben wollen. Ja nicht mehr. Aber die Vermehrung ist nun mal normal bei Mensch wie Tier. Bei den Bienen ist es das Schwärmen. Das kann man unterdrücken, wenn man jede Woche in der Schwarmzeit alle Weiselzellen bricht. Wenn man alle erwischt, bleibt alles beim alten. Aber viel richtiger ist es, kontrolliert die Völker zu vermehren oder schwärmen lassen. Auch wegen und jetzt Achtung Varroa. Mit dem Schwärmen oder Ableger bilden dezimiert man die Varroa . Lässt man alles so, ist der Milbendruck Richtung Herbst sehr groß und wenn man nicht rechtzeitig behandelt, gehen die Völker ein. Das ist jetzt Lehrbuchwissen.😁

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              • Maik Reichel sagt

                Und zu dem Rapshonig statt Zucker wäre zu sagen, dass dagegen nichts spricht. Vielleicht hat er sogar recht. Aber für mich wäre das nichts. Da hätten meine Kunden nichts.😄

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  4. Sabine sagt

    Es gibt ja sogar Kulturen wo die Honigbiene kaum einen Wert hat. Viele Nachtschattengewächse öffnen ihre Staubblätter nur, wenn sie laut angebrummt werden. Das können nur Hummel in der richtigen Frequenz. Dafür benutzen Himmeln ihre Flugmuskeln, schlagen allerdings dabei nicht mit den Flügen. Die richtige Vibration öffnet die Staubblätter, wie ein Passwort. Dann haben verschiedene Wildbienen und Hummeln auch noch ihre Lieblingspflanzen. Wenn Tomaten und Paprika zur selben Zeit blühen, lassen die Hummeln die Tomaten Links liegen. Daher sollte man im Garten darauf achten, dass diese beiden nicht zur selben Zeit am selben Ort blühen.

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  5. Harald von Canstein sagt

    Ich bin Nebenerwerbsimker mit 20-25 Völkern. Vor 4 Jahren gingen 20 von 24 Völkern ein. Bei mir auf dem Hof 14 von 14, an einem anderen Standort in einem Wohngebiet 6 von 10. Das war mir noch nie passiert; Verluste von 3-4 Völkern kamen vor, aber 20?
    Natürlich suchte ich einen Schuldigen und dachte da zuerst an den Ackerbauern, der die Felder um meinen (Rest-)Hof bewirtschaftet, immerhin sind bei hier ja alle Völker eingegangen.
    Und an dieser Stelle hören meine Mitimker auch schon mit der Suche auf: wir haben einen Schuldigen! der Bauer war’s!
    Als Biologe mit etwas Erfahrung von Pflanzenschutz war ich aber mit diesem Schuldigen unzufrieden: im Herbst war gar nicht mehr gespritzt worden und Insektizide schon mal gar nicht. Und im Wohngebiet waren ja auch 6 von 10 Völker eingegangen.
    Also ging ich meine Aufzeichnungen („Stockkarten“) durch. Die 4 überlebenden Völker hatte ich anders gegen die Varroa-Milbe behandelt, und zwar mit der hoch konzentrierten (wenn auch offiziell nicht zugelassenen) Ameisensäure. Die übrigen 20 hatte ich mit der verdünnten, zugelassenen AS behandelt…
    Ich erinnerte mich an zwei Sachen:
    1) Der Imkerbedarfshändler antwortete auf meine Frage, ob ich wegen der Verdünnung mehr nehmen oder länger behandeln muss: Nein, genau wie die andere einsetzen.
    2) Meine Ausbilderin sagte vor 10 Jahren im Imkerkurs: wenn etwas schief geht, sucht keine Schuldigen – ihr seid es selbst.

    Fazit: in wohl den meisten Fällen ist es die alleinige Schuld des Imkers, wenn ein Volk eingeht.
    Sicher gibt es auch andere Fälle, wenn zB der Raps in der Blüte tagsüber mit einem Insektizid behandelt wird. Da erwarte ich von den Ackerbauern, dass sie da umsichtig agieren. Kommunikation hilft – aber die muss vom Imker ausgehen, der dem Landwirt sagen muss, dass seine Biene dort unterwegs sind.

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    • Obstbäuerin sagt

      Es sind auch weniger die Imker an der Basis, die uns Sorgen bereiten, sondern die Imker-Verbände mit ihren Forderungen aber solche Aktionen wie das medial gehypte Honigverkippen zur Whs-Demo sind nicht gerade vertrauensbildend.

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        • Thomas Apfel sagt

          Mark, ich denke, es ist die schiere Masse an Blüten bei Steinobst und auch die relativ kurze Blütezeit, die eine Massen an Bienen für die Bestäubung erforderlich macht. Beim Kernobst sieht das anders aus. Bei günstigem Wetter wie in diesem Jahr reicht der normale Besatz an Insekten völlig aus (80 % der Bestäubungsleistungen weltweit kommen sowieso von Käfern und Fliegen und nicht von Honigbienen. Nur bei großflächigen Massenkulturen mit kurzer Blüte sind Honigbienen schon wegen ihrer sofort einsatzbereiten Anzahl unschlagbar.

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      • Thomas Apfel sagt

        Das Akarizid Mitac 20 wurde von den Bienen sehr gut und von den Milben gar nicht vertragen. Ich glaube, es ist damals wegen Rückständen aus der Behandlungsstrategie rausgeflogen.

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    • Maik Reichel sagt

      Mooooment,🙂
      Dieses Mittel ist in Deutschland nicht zugelassen. Da gibt es eine Liste mit zugelassenen Medikamenten gegen die Varroa. Kann man im Internet downloaden. Ehe so etwas in der Liste auftaucht, werden viele Studien und Tests durchgeführt. Erst danach wird es offiziell zugelassen. Alles andere ist leider verboten.

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      • Maik Reichel sagt

        Website der Bienenkunde UNI Hohenheim hat eine solche Liste zum Download.

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  6. Obstbäuerin sagt

    Am Ende des Videos ist eine Biene in Grossformat zu sehen. Da sieht man das weisse Fellbüschel am Kopf

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      • Obstbäuerin sagt

        Wer weiß Inga, vielleicht auch beim Saubermachen der Röhren? Ich bin überfragt.

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            • Brötchen sagt

              Ich habe mir aus Interesse das Buch gekauft „Bienen, Wespen – Ameisen“ Kosmos Naturführer. Da steht. ….das Männchen ist leicht an der weiss behaarten Vorderseite des Kopfes zu erkennen. Das Weibchen verfügt wie die rote Mauerbiene vorn am Kopf über zwei Hörner.

              Ehemals mediterrane Art.

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              • firedragon sagt

                Das liest sich nach plausibler Erklärung, Brötchen – glaube Königinnen schlüpfen gegen Ende der Saison.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Huch, dann sind die Männchen ja alle allein auf dem Hof und die Weibchen draußen in der Anlage. Die fliegen bloß ein par hundert Meter. Da wirds schlecht mit Sex im Grünen.

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                • Obstbäuerin sagt

                  Solitärbienen haben aber keine Königin, firedragon, die leben seperat zusammen in unseren Häusern. In der Natur einzeln in Löchern aller Art. Auch unsere Belüftungslöcher in den Fenstern sind belegt.

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                • Brötchen sagt

                  In dem Buch steht, die Männchen schlüpfen 14 Tage vor den Weibchen und warten vor den Nesteingängen bis die Damen ausgeschlafen haben😨 😁
                  Wieder was gelernt.
                  als Zeitraum Februar bis Juni.

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              • Brötchen sagt

                Empfehlenswertes Buch!

                Ebenfalls Ulmer Naturführer Schmetterlinge da sind phänogramme bei und die Vorkommen, wo und welcher Status.

                Ebenfalls Pflanzenbestimmungs- App Flora incognita.
                Funktioniert einwandfrei. Pflanze mit Handy fotografieren und findet die Pflanze.

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                • Lady sagt

                  Ja guter Tipp, Brötchen! Ich schätze diese App sehr.

                  Ansonsten Jungs, ihr wartet also bis wir Damen ausgeschlafen haben. Ja stimmt, in der Zeit kauft ihr Brötchen und presst Orangen aus. Oder nicht? 😀

                  Obstbäuerin, danke dir für deinen Bericht.Ich fand das sehr interessant.
                  Hier „nerven“ gerade die Honigbienen des Nachbarn. Er könnte schließlich auch seinen eigenen Garten mal etwas aufpeppen… Der Raps blüht hier noch nicht, daher sitzen sie in meinen Obstbäumen- bisher nur Steinobst- und auch in einigen Ziersträuchern. Und eigentlich sind die für die Wildbienen da…🥰

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  7. Obstbäuerin sagt

    Guten Morgen, firedragon. Es war tatsächlich zu kalt aber als sie draussen in der Sonne ankamen, sind sie losgeflogen. Da hatten wir eine hohe Bienendichte auf unserem Hof. Zum Glück stechen sie fast gar nicht.

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    • firedragon sagt

      Obstbäuerin,
      haben diese Bienen tatsächlich einen weißen Fleck am Kopf, oder täuscht das im Video?

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  8. firedragon sagt

    Guten Morgen Obstbäuerin,

    so etwas habe ich tatsächlich noch nie gesehen.

    Warum laufen Deine Tierchen, erinnert mich an Schildkröten nach dem Schlupf, wenn sie zum Meer „krabbeln“, war noch zu kühl zum Fliegen?
    Mir ist bekannt (von einem befreundeten Erdbeeranbauer), dass man Hummeln beziehen kann, wusste nicht, dass es auch möglich ist, Wildbienenarten zu erwerben.

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    • Thomas Apfel sagt

      Ein Kollege von mir im Raum Potsdam macht das ziemlich professionell. Der hat aber inzwischen so um 80 Häuschen a´2-3.000 Bienen jedes Jahr für rund 12 ha im Einsatz. Das ist auch richtig Arbeit. Der Kollege ist aber zu 100 % Direktvermarkter (fast nur Steinobst und Beerenobst). Der hat im Winter quasi Pause und geht auf die Jagd bzw. baut Bienenhäuschen für seine gehörnten und roten Mauerbienen.
      Bie mir haben wir in Äpfel seit 3 Jahren keine Honigbienen mehr im Einsatz, der Besatz mit Wildinsekten reicht voll aus. Beim Steinobst traue ich mich das nicht, da kommen immer noch Imker. Wir haben den Besatz allerdings von früher 8 Völkern je ha jetzt auf 4 Völker reduziert.

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      • firedragon sagt

        Herr Apfel,
        danke für die Info. Ist gut das mal so im Hinterkopf zu haben.
        Wir haben ja keinen Obstbau, arbeiten aber sehr gut mit einem Imker zusammen – bspw Raps.

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      • Am Bodensee hat sich Arbeitsgemeinschaft der Erzeugerorganisationen und Obstbauvereine am Bodensee mit der Universität Hohenheim zusammengetan, die entwickeln da ein komplettes Konzept, um ihre Plantagen wildbienenfreundlicher zu gestalten und gleichzeitig die Bestäubungsleistung zu verbessern. Nach allem, was ich gehört habe, fahren die sehr gut damit: Mehr Artenvielfalt bei gleichbleibendem Ertrag. Einfach mal nach „Bodensee-Biene“ suchen, da sollte man mehr Infos finden.

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