Bauer Willi
Kommentare 81

Gute Nachrichten: weniger Unterernährung

Noch Anfang der 90iger Jahre waren 18% der Weltbevölkerung unterernährt. 25 Jahre später, sind es nur noch noch 10,9%.  In der Zwischenzeit ist die Menschheit nicht nur enorm gewachsen, sondern auch die Lebenserwartung hat zugenommen. Jetzt könnt ihr ja mal überlegen, woran das liegt. Und wie es weitergehen soll.

Wenn es gute Nachrichten gibt, sollte man die auch senden…

Bauer Willi

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81 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Liebe Veganer, Gutmenschen , NGO-Leute usw.. Wir diskutieren hier über den Rückgang der Hungernden. Eine langsame Erfolgsstory der Weltgemeinschaft. Aber über was wird hier diskutiert ? Getreideeinsatz , Schlachten von Tieren usw. . Natürlich sind wir Deutschen wieder an allem Unrecht dieser Welt schuldig. Nach dem Motto. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Wie verbrettert. – Die Hungerländer sind der Südsudan , Simbapwe,Somalia usw. . Was ist dort ? – Bürgerkrieg, Despotenregierung usw. . Da wird Hunger als Waffe eingesetzt. Simbabwe hat mal Afrika ernährt , Mugabe hat alles runtergewirtschaftet , sich bereichert und Nahrungsmittel mußten importiert werden. In Somalia herrscht Bürgerkrieg,ein Stamm gegen den anderen. Der Südsudan wurde mit Hilfe der Weltgemeinschaft vom Norden stelbstständig gemacht und was machen die heute, der Bürgerkrieg geht jetzt nur im Süden um Macht und Geld weiter. Das ganze wird dann mit den Waffen der Lieferländer unterstützt. — Ich zieh mir den Hunger nicht an. Das ist bei denen in der Mehrheit Hausgemacht. Dort wo wirklich Hunger wegen Dürre herrscht wird auch geholfen und da muß auch geholfen werden. Jeder der den Hungernden helfen will , sollte dort vor Ort helfen und nicht hier in irgendeinem Kiez meinen die Welt zu verbessern. Ändern läßt sich nur etwas mit Bildung zur Selbsthilfe. Es kann auch nicht sein , daß wir hier die Intelligenz( Flüchtlinge) aus Afrika aufnehmen und im selben Moment beklagen , daß es den Menschen dort schlecht geht. Die Ausgebildeten werden dort vor Ort gebraucht. Nur so geht es mit Afrika bergauf.

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    • War die Ernte in Deutschland in diesem Jahr nicht besonders schlecht? Ein Drittel weniger Obst durch Frost, vom Regen und der total versauten Ernte in Norddeutschland ganz zu schweigen?

      Wäre Deutschland auf sich selber angewiesen, würden wir dieses Jahr den Gürtel nicht enger schnallen müssen? Wenn wir das aber nicht tun, woher haben wir die Nahrungsmittel? Vielleicht vom Weltmarkt, wo schlechte Ernten die Preise steigen lassen?

      Nach offiziellen Angaben ist die Zahl der Hungernden übrigens zum erstenmal seit vielen Jahren in 2017 wieder angestiegen.

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      • „Wenn wir das aber nicht tun, woher haben wir die Nahrungsmittel? Vielleicht vom Weltmarkt, wo schlechte Ernten die Preise steigen lassen?“

        Ich dachte Landwirtschaft wird subventioniert, damit alles billig bleibt für den Verbraucher!

        Damit der mehr unsubventionierte Dinge kaufen kann.

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  2. Sophus sagt

    An Astrid: Keine Bevormundung der Mitbürger und anderer Völker was diese zu essen haben! Das gehört zu einem respektvollen Miteinander! Vegane Ernährung ist nicht der Ursprung des Lebens auf diesem Planeten.

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    • Astrid sagt

      An Sophus: Ich hasse es, wenn Veganerinnen versuchen, mir ihre Ernährung aufzuzwingen. Die Fleischindustrie mit ihrer Werbung im Fernsehen, Internet, Radio und Zeitungen, ihren Prospekten, Flyern und Gutscheinen, Werbetafeln und Plakaten auf Straßen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden, an Ampeln und Bushaltestellen versucht mich ja auch nicht vom Fleischessen zu überzeugen!

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  3. Aufklärer sagt

    Eine großartige Erfolgsmeldung ist auch die Schlachtleistung in unserem Land.

    Ca. 750 Millionen Tiere werden jedes Jahr in Deutschland zu Ernährungszwecken aufgezogen, gefüttert, umsorgt sogar medizinisch betreut! Klar, das meiste sind Hühner, nicht alles essen wir auf, manches geht in den Export – Nicht nur in Deutschland selbst weiß man das hierzulande mit unter Tierwohlaspekten optimal erzeugte Fleisch zu schätzen.

    Nach der Erzeugung wirds zum Schlachter gebracht, in den meisten Fällen innerhalb der Region zu einem Großschlachtbetrieb. Danach in Genuß- und bratentaugliche Happen zerteilt und zu Groß- und Endkunden gekarrt.
    Metzger in kleinerem und größerem Umfang produzieren aus den Teilstücken die besonders leckere deutsche Wurstvielfalt.

    Alles eine großartige Gemeinschaftsleistung der modernen nahrungsmittelproduzierenden Gewerbe! Vom Landwirt zum Schlachter zum Metzger, über den Groß und Einzelhandel – alle leisten gute Arbeit!

    *solangeveganersotunalswürdensiediewahrheitsagensolangestichelichmittatsachenaufveganereingemeinichweiß:-)

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    • und dieses Gewerbe verdient sehr gut daran und ist an der Preisgestaltung maßgeblich beteiligt!

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      • Aufklärer sagt

        Ja, zum Glück! Aber am Teppich bleiben würd ich sagen.

        Firmen wie z.B. Tönnis sorgen für hygienisch einwandfreies Fleisch zu saugünstigen Preisen für die Masse der Bevölkerung. Sie schaffen damit im Interesse des Verbrauchers ein notwendiges Gegengewicht gegenüber den Erzeugern, die ja verständlicherweise weniger Arbeit / Investition möchten und mehr Geld pro Produktionseinheit / Kapiteleinheit umsetzen damit dann mehr Gewinn erzielen möchten.

        Ohne die großen am Markt wäre Fleisch erheblich teurer. Das ist jetzt schon für ein Luxusprodukt – auch wenn die Besserverdienenden 30% der Bevölkerung das anders sehen. Oder gar die oberen 10% mit ihrem Blick auf die führenden 1% unter Elitenwahn leidenden Einkommensgiganten.

        Meist treten diese in Person von Leuten wie z.B. Sarah Wiener – natürlich völlig uneigennützig – öffentlich auf und verbreiten den Biowahn und treten nach unten – mehr oder weniger rücksichtslos.

        Die meisten Menschen brauchen Aldi und Co, ob mans gut oder schlecht findet ist unerheblich.

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    • Astrid sagt

      Die Hälfte unserer Nahrungsmittel werfen wir in den Müll, also auch die Hälfte der Tiere die wir ausbeuten, qualzüchten, in ihrer Scheiße vor sich hin vegetieren lassen, um sie dann grausam zu töten.

      Tiere sind Lebewesen, keine Lebensmittel !

      Ihr redet als hättet Ihr Eure eigene Reklame auswendig gelernt.

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      • Hallo Astrid, auch ich bedauere dass viele Lebensmittel weggeworfen werden, aber die Hälfte ist es dann doch noch nicht.

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      • Aufklärer sagt

        Schön brav auswendig gelernte NGO-Propaganda.

        Ich werfe jedenfalls nicht mal 1 Prozent weg.

        Wenn Sie soviel wegwerfen schämen Sie sich!

        Ach die Mehrheit wirft noch ne Menge mehr weg als Lebensmittel. 1000 Euro pro Kopf im Jahr für Urlaub. Wieviel Lebensmittel könnte man dafür produzieren oder kaufen?

        Und die Haustiere! Was die nicht alles wegfressen, das ist unglaublich!

        Schön das Sie sich für Umwelt und Gesellschaft interessieren, noch schöner wäre es, wenn Sie nicht einfach plumpe Medienparolen nachplappern ;>

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Allein in Mannheim gibt es 4.000 Hunde,
        was die alles wegfressen an Fleisch interessiert sie nicht.
        Bei uns werden keine Lebensmittel weggeworfen, Reste bekommen die Hühner.

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  4. Gentechnik gibt es bei uns nicht, wir können schon noch das heutige eventuell gegen Krankheit restentere Saatgut verwenden.

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  5. Astrid sagt

    Würde die gesamte Getreideernte zu Nahrungsmitteln für Menschen verarbeitet und gar nichts mehr zu Futtermitteln für Rinder, Schweine oder Geflügel, dann könnten vier Milliarden Menschen mehr ernährt werden.

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      • Astrid sagt

        Brandenburgbauer: das sagen sie mal den Wissenschaftlerinnen die das errechnet haben. Ich weiß, die sind bestimmt nicht von der Tierqualindustrie bezahlt worden.

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        • Aufklärer sagt

          Nö, aber Wissenschaftler sind keine Landwirte.

          Gott bewahre uns vor der Planwirtschaft durch Wissenschaftler!

          http://www.deutschlandfunkkultur.de/der-schweinemord-von-1915-als-die-wissenschaft-eine.993.de.html?dram:article_id=332117

          Ein bischen lange her, aber das konnte man auch später noch beobachten. Arbeiter und Bauernstaat – so ähnlich wie die Ideen von Umstülpung und globalem Veganismus mit Biolandwirtschaft und Kuscheln statt Essen – hat schon Millionen in mehreren Ländern getötet – auch wenn da politisches mitspielte ging es um landwirtschaftliche Planwirtschaft.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Chinesische_Hungersnot
          https://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article11022947/Stalin-liess-Millionen-von-Menschen-verhungern.html

          Schlimmer wirds immer!

          Bloß keine Ökodiktatur oder noch schlimmer: vegane Gewalt-Herrschaft :o)
          Das wäre globaler Genozid – abgefeiert als Aussterben der Karnivoren.

          Veganer kennen da kein Mitleid^^ Obwohl der Mensch auch ein Tier ist verweigern sie ihm grundlegenden Tierschutz – Jeder Löwe kriegt sein Fleisch, aber der Mensch? Der muss Möhren mümmeln … :-/

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          • Vegane Gewalt-Herrschaft? Schon mal ein Büro betreten, in dem ein Karnivoren-Furz steht? Da würde ich lieber Möhren verordnen.

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            • Aufklärer sagt

              Was hinten raus kommt stinkt bei allen gleich!

              Der Mensch ist immer Mensch, auch wenn der Veganer dem Fleischesser das abstreitet.

              Soll jeder essen wie er mag, der Bauer produzieren was er will – es ist sein Land – der Gesetzgeber machen was er für richtig hält, nur bitte: Schluss mit der Idealisierung und Vergötterung von Tier, Naturbegriffen und Ernährung! ;>

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            • bauerhans sagt

              „….der Bauer produzieren was er will“

              der muss das produzieren,was er verkaufen kann und sich an die cross compliance richtlinien halten!
              kein freier wille.

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            • Aufklärer sagt

              @bauerhans

              Ja schon, klare Sache, das das so ist. Gemeint ist aber eher so ob jemand halt auf Bio-Bio macht oder lieber Geld verdienen will. Regio oder Globalo, Teuermarkenmilch mit Heuzertifikat für die Kulturbindung oder keimarme Qualitätsware zum Discounterpreis.

              Da gibts auch Einschränkungen. Genauso wie es auch Hygienerichtlinien für Nahrungsmittelproduzenten, arbeitsrechtliche Vorschriften für andere Unternehmer gibt, die teils erheblich in die Geschäftsgestaltung eingreifen.
              Auch Arbeitnehmer hat man schon meckern hören, da sie ja nix mehr verdienen würden, weil der Staat sich bei der Einkommensverwertung einmische.
              Mancher stört sich sogar daran, das er nicht einfach 12 Stunden durcharbeiten darf sondern Pausen einzuhalten habe und andere finden es nicht gut das der Staat Arbeitslose zum arbeiten gehen auffordert.

              Lange Rede gute Unterhaltung, wenig Sinn:

              Es ist Gesellschaft und hier macht keiner ganz und gar was er will – alle müssen sich mehr oder weniger Regeln unterwerfen. Auch der Landwirt.

              Ob das immer fair ist? Kommt auf die Perspektive an!
              Alleine der Umstand, das manche krakelen das der Spitzensteuersatz zu hoch sei finde ich ziemlich peinlich.
              Schließlich würden hunderttausende – einschließlich mir – bei denen das Einkommen für den Spitzensteuersatz nicht reicht, mit solchen armen Gescchröpften gerne tauschen. Es bleibt einem ja auch nix mehr zum Leben wenn man weniger als die Hälfte von z.B. 120.000 Euro für Steuern bezahlt hat … mit knapp 80.000 Euro kommt doch keiner mehr über die Runden. *rolleyes …

              guten Abend

              Labertasche auch im neuen Jahr 🙂

              Der Aufklärer

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    • Das wäre dann ein Verteilungsproblem, aber trotzdem noch die Intensivlandwirtschaft, die du ja so beklagst!

      Auch Entwicklungshilfe wäre gefragt, damit in den Entwicklungsländern die Landwirtschaf tauchetwas intensiviert wird.

      Vielleicht macht es ja Nestle, ARLA und Mc. Donalds möglich!?!

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    • Brandenburgbauer sagt

      An Astrit, und Ihre Meinungsbefürworter . Mal ganz ehrlich, ich versehe das positive Votum für diesen Beitrag überhaupt nicht. Aus Rindern und Schweinen oder Geflügel wird nicht nur Fleisch für eine aus meiner Sicht gesunde Ernährung hergestellt. Viele in der Industrie benötigte Grundstoffe, die von den Menschen gewollt sind,währen ohne diese Tiere nicht vorhanden!

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  6. Die industrielle Landwirtschaft hat die Bevölkerungsexplosion erst möglich gemacht. Was ist so toll daran, den Planeten mit Menschen zu füllen, sodass für alle anderen Lebewesen (außer Nutztieren und -pflanzen) kein Platz mehr bleibt?

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    • Berthold Lauer sagt

      Auch wenn diese Hypothese hier immer wieder aufgestellt wird, wird sie dadurch nicht bewiesen. Wieso wächst die Bevölkerung denn dort am stärksten, wo es diese „industrielle Landwirtschaft“, was immer man darunter verstehen mag, nicht gibt??? Wo Hunger und Not herrschen??? Und wieso schrumpft sie dort, wo es Nahrung im Überfluß gibt??? Vor hundert Jahren gab es bei uns keine „industrielle Landwirtschaft“, das tägliche Sattwerden war keineswegs sicher und die Menschen hatten trotzdem viele viele Kinder. Von denen viele nicht alt geworden sind wegen Krankheit, Hygiene etc. (Vielleicht liegts an der „industrialisierten Medizin“ dass heute so viele überleben?)
      Und die Konsequenz aus Ihrer These wäre dann wohl einfach die Produktion runterfahren und die, die sich’s nicht leisten können, verhungern zu lassen??? Dann wäre wieder mehr Platz!!

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      • Die Bevölkerung wächst dort am stärksten, wo ein Teil der Kinder der Subsistenzwirtschaftler in die Städte abwandern, wo sie sich mehr schlecht als recht von industriell produzierter Nahrung erhalten. Zur Bevölkerungsexplosion gehört, dass immer mehr Menschen sich in immer größeren Städten zusammenballen.
        Das war auch in unserer Geschichte der Fall und Landflucht ist ja teilweise immer noch zu beobachten.

        Wenn diese Möglichkeit, dass die Kinder in die Städte abwandern, nicht bestünde, würde es bedeutend weniger Menschen auf diesem Planeten geben. Städte und industrielle Landwirtschaft sind die beiden Seiten derselben Medaille.

        Technisierung ist auf Dauer lebensfeindlich. Deshalb wird es mit zunehmender Technisierung mit dem Nachwuchs immer schwieriger. Ein Kind bedeutet heute enormen Stress. Das liegt aber nicht am Kind, sondern an der Umwelt, in die es hineingeboren wird. Kommt hinzu, dass unsere durchtechnisierte Umwelt auch zunehmend unfruchtbar macht.

        Nein, ich bin nicht dafür, die Menschen verhungern zu lassen. Aber die LW will ja Menschen ernähren, die noch gar nicht geboren sind. Menschen, die nicht geboren werden, können auch nicht verhungern.

        Es wird doch wohl jedem klar sein, dass weitere 2,5 Milliarden Menschen den letzten Urwäldern und den letzten Fischen vollends den Garaus machen werden. Außer Menschen wird nichts übrig bleiben.

        Ich sehe keinen Weg, wie man diesen Prozess aufhalten kann. Es sei denn durch brutale Gewalt, die wohl keiner befürwortet. Aber deshalb so zu tun, als sei diese Entwicklung wünschenswert oder sogar noch stolz drauf sein, halte ich doch für ziemlich daneben.

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  7. Astrid sagt

    Globale Gerechtigkeit durch vegane Ernährung – Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft !
    Um nur 1 Kilogramm Fleisch zu „produzieren“, werden bis zu 15 Kilogramm Getreide und 15.500 Liter Wasser benötigt. Wenn jeder Mensch 25 % seiner Kalorien aus tierischen Produkten bezöge, könnte nicht einmal die Hälfte der Weltbevölkerung davon ernährt werden. Würden die Menschen alle pflanzlichen Lebensmittel direkt essen, anstatt sie an „Nutztiere“ zu verfüttern, so wäre genug Nahrung für alle da.

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    • Lothar Teuchgräber sagt

      Was soll mit den ganzen grünland passieren ? Wer nutzt die heuwiesen ? Für Biogas taugt das leider nicht .

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    • bauerhans sagt

      astrid,deine aussage ist f a l s c h,

      weil deine vorstellung bz. globaler gerechtigkeit und futterverwertung falsch sind.

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      • Laut der FAO-Studie „Livestock: On our plates or eating at our tables? A new analysis of the feed/food debate“ (2017) spielt in OECD-Ländern Raufutter eine relativ geringe Rolle. Das Futter zur Mast besteht zu 72 % aus Getreide.

        In den Agrarländern der OECD wie Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und den USA dürfte Getreide für die Mast und Milcherzeugung eine noch größere Rolle spielen, Raufutter eine geringere. Astrid hat also im Grunde Recht. Die Heuwiesen als Futtergrundlage müssten also zuletzt „abgeschaltet“ werden – wenn wir denn fast alle Veganer wären.

        Ohne oder mit weniger Fleischerzeugung als derzeit könnte Deutschland entweder „die Welt“ besser ernähren (müsste weniger/keine Rohstoffe zur Tierernährung aus anderen Ländern kaufen) oder bräuchte weniger Fläche in Bewirtschaftung zu halten (weniger Emissionen wie Stickstoffdeposition in Luft und Gewässern, weniger Feinstaub, weniger Biodiversitätsverlust etc.).

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        • Landwirtschaftliche Voraussagen gehen ja davon aus, dass sich bei einem angenommenen Bevölkerungswachstum von 2,5 Milliarden der Bedarf an Lebensmitteln verdoppelt. Dass 2,5 Milliarden Menschen soviel essen sollen wie derzeit 7,5 Milliarden, lässt sich eigentlich, wenn überhaupt, nur mit zunehmendem Fleischkonsum oder Verschwendung erklären.

          Insofern muss man den Fleischkonsum durchaus wieder ins richtige Verhältnis rücken: Tierhaltung auf die Zahl beschränken, wie durch Flächen und Produkte ernährt werden können, die sich nicht für den Anbau von menschlichen Nahrungsmitteln bzw. menschlichen Verzehr eignen.

          Allerdings sehe ich nicht ein, dass Flächen, die sich für menschliche Nahrungsmittel eignen, zur Energiegewinnung verwendet werden. Ich verzichte lieber auf stromfressenden technischen Schnickschnack als auf Fleisch oder Fisch.

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          • „Allerdings sehe ich nicht ein, dass Flächen, die sich für menschliche Nahrungsmittel eignen, zur Energiegewinnung verwendet werden. Ich verzichte lieber auf stromfressenden technischen Schnickschnack als auf Fleisch oder Fisch.“
            Was ist den das?? Jetzt verstehe ich gar nichts mehr! Permanent trommelst Du gegen die moderne, industrielle Landwirtschaft und jetzt wo sie sich auf ihre Ursprünge zurück besinnt bist Du auch dagegen. Landwirtschaft hat immer schon Nahrung und Energie produziert. Vor 150 Jahren waren mehr als 30% der Produktion der Landwirtschaft Energieproduktion.

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    • Walter Parthon sagt

      @Astrid Sie sollten endlich folgendes zur Kenntnis nehmen
      Was Sie schreiben ist doch blanker Unsinn, Eine aktuelle Studie der FAO kommt zu anderen Ergebnisse.

      Fleisch – jeder Bissen mit gutem Gewissen

      Der Fleischverzehr sei schlecht für Klima, Mensch und Tier, so lautet derzeit die Ansage vieler Gruppen. Doch scheinen die meisten Menschen weltweit anderer Meinung zu sein:

      – Fleisch ist begehrt, die zukünftigen Zuwächse sind beeindruckend.
      – Fleisch aus Deutschland oder Europa garantiert zudem besten Tier- und Klimaschutz.
      – Eine aktuelle Studie der FAO („Livestock: On our plates or eating at our table?“) Erklärt zudem nach, dass es in Bezug die Konkurrenzsituation zwischen Trog und Teller komplexer ist als üblicherweise behauptet.

      Die Fleischproduktion basiert zu 13 % des Futters (TM) auf Getreide. 86 % aller Futtermittel (Ernte-Reste und Nebenprodukte) sind nicht für den menschlichen Verzehr geeinigt. Ernterückstände und Nebenprodukte würden zu einer Umweltbelastung werden. Wiederkäuer verwerten große Flächen an Weiden, die sich ansonsten nicht zur Erzeugung von Lebensmitteln verwenden ließen. Die Düngeleistung der Tiere dient dem Ertrag auf dem Acker.

      Ein Rind braucht 0,6 kg Protein Futter, um 1 kg Protein in Milch und Fleisch umzuwandeln. Im Durchschnitt werden global 3 kg Getreide zur Herstellung von 1 kg Fleisch benötigt, 2,8 kg bei Wiederkäuern und 3,2 kg bei anderen Nutztieren. Wir sind in Deutschland sogar noch besser! Die FAO widerspricht Angaben, wonach zwischen 6 kg und 20 kg Futter benötigten würden, um 1 kg Rindfleisch zu erzeugen.

      Wer Fleisch ißt, kann also jeden Bissen mit gutem Gewissen verzehren!

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      • Herr Parthon, noch einmal: Die Daten der FAO-Studie, die Sie da bringen, gelten nicht für OECD-Länder, schon gar nicht für Deutschland (s. dazu meinen Kommentar oben). Wie Sie die Studie „auslegen“ (oder irgendein Bauernverband es getan hat, von dem das wohl stammt), ist unredlich. Man könnte es auch als Fake bezeichnen. In die Daten sind auch die Gegebenheiten in Weltregionen eingeflossen, in denen Vieh noch als Zugkraft verwendet wird, wo Boden nicht urbar gemacht wurde, wo man nicht über angemessene Düngemittel und Pestizide verfügt – wo man keine andere Möglichkeit (geschaffen) hat, als ein paar Viecher zu halten.

        „Fleisch aus Deutschland oder Europa garantiert zudem besten Tier- und Klimaschutz“- was für ein haarsträubender Unsinn!

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        • Walter Parthon sagt

          @AdT Rechtsanwälte werden im Volksmund „Rechtsverdreher“ genannt. So ist die Wahrheit in Ihren Artikel zu verstehen!
          Nur 13 % der globalen Getreideernte werden laut einer aktuellen FAO-Studie für die Futterproduktion verwendet. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Laut FAO bestehe keine Konkurrenz zur Ernährung der Weltbevölkerung.

          Die Studie „Livestock: On our plates or eating at our table?“ der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schlägt Wellen. Den Studienergebnissen zufolge verbraucht die Fleischproduktion weit weniger Getreide als bisher angenommen. Sie macht demnach nur 13 % der globalen Getreideernte aus. Dagegen seien 86 % aller Futtermittel für die Tierhaltung, wie etwa Ernte-Reste und Nebenprodukte, nicht für den Menschen zum Verzehr geeinigt. Außerdem verwerteten die Nutztiere, insbesondere die Wiederkäuer, große Flächen an Weiden, auf denen nur Grünfutter wachse und die sich ansonsten nicht zur Erzeugung von Lebensmitteln verwenden ließen.

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          • Sie sprechen oben erst von Deutschland und Europa und schreiben unmittelbar anschließend: „Die Fleischproduktion basiert zu 13 % des Futters (TM) auf Getreide. 86 % aller Futtermittel (Ernte-Reste und Nebenprodukte) sind nicht für den menschlichen Verzehr geeinigt.“ Ich habe dann darauf hingewiesen, dass dies nicht für OECD-Länder und schon gar nicht speziell für Deutschland gilt. Darauf ergänzen Sie: „Nur 13 % der *globalen* Getreideernte werden laut einer aktuellen FAO-Studie für die Futterproduktion verwendet.“ Eben. Warum nicht gleich so, Herr Parthon?

            Afrika importiert 80 % der Nahrungsmittel, darunter Getreide, auch
            Soja (FAO). Wie gesagt, besteht laut besagter FAO-Studie das Futter für die Tierhaltung in OECD-Ländern zu 72 % aus Getreide.

            Durchaus möglich, dass daraus eine Konkurrenzsituation „Teller vs. Trog“ im internationalen Agrarhandel entsteht. Vielleicht könnte sich ein Südsudaner bei geringeren Weltmarktpreisen trotz Bürgerkriegs für sich und seine Kinder mehr Essen leisten. Spekulativ? Mag sein. Wäre aber nicht das erstemal, dass der Arme in die Röhre kuckt.

            In der Statistik geht es um Unterernährung, nicht einmal um Hungersnot. Unterernährung gibt es auch in Marokko, Südafrika, Russland, Brasilien und in deutschen Altenheimen. Wer bietet mehr?

            To who it may concern:

            Nein, die Bauern sind nicht an allem „schuld“. Ich muss mir auch nicht vorwerfen lassen, andere zu beschuldigen – wenn ich bloß argumentiere und richtigstelle.

            Lassen Sie sich nicht umstülpen. Sapere aude, klären Sie sich auf. 🙂

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    • Aufklärer sagt

      Vegan-Tierrechts-Kirche in Aktion!

      Lügenpropaganda für die Umstülpung ;>

      Schade ADT das Sie diesem Unfug anhängen.

      1+

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