Gestern ging es durch die Nachrichten: „Bayer erreicht wichtigen Sieg im Streit um Glyphosat“ oder so ähnlich.
https://www.deutschlandfunk.de/bayer-gewinnt-vor-us-supreme-court-102.html
https://www.welt.de/wirtschaft/article6a3d38b1507c0ee6f17a818e/pflanzenschutzmittel-bayer-gewinnt-im-glyphosat-streit-vor-us-supreme-court-aktie-steigt-deutlich.html
Im Wesentlichen ging es darum, dass die Zulassungsbehörde EPA kein Krebsrisiko durch Glyphosat gesehen hat und Bayer daraufhin auch keinen Warnhinweis gegeben hat. Viele Klagen hatten sich darauf bezogen und werden jetzt wohl zurückgewiesen.
Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) “ kommt zu dem Schluss, dass von dem Wirkstoff Glyphosat nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung kein krebserzeugendes Risiko für den Menschen ausgeht.“
Man darf gespannt sein, wie sich die diversen NGO´s nun neu positionieren. Dass Lebensmittel, die mit neuen genomischen Techniken (NGT) hergestellt wurden, im Supermarkt nicht gekennzeichnet werden müssen, dürfte ihnen auch nicht gefallen haben.


In der weiter unten erwähnten Studie
wurden die Testmäuse mit 50 oder 500 mg/kg Körpergew. reinem Glyphosat
täglich über 13 Wochen traktiert.
Man muss schon den ganzen Artikel lesen,
die Angaben im Abstract sind fehlerhaft
und suggerieren eine um den Faktor 100 niedrigere Dosis.
Warum wurde dieser Fehler eigentlich gemacht?
Das wäre auf mein Körpergewicht umgerechnet täglich eine Messerspitze
oder ein ganzer Teelöffel.
Ich denke, wenn das wirklich jemand macht, ist er danach weniger gesund.
Solchen Megadosen ist bei Pflanzenschutz Anwendung aber nichtmal
der Bauer ausgesetzt, und der bekommt sicher 1000 bis 1 Mio. mal mehr ab, als jeder Verbraucher.
Die Mäuse sind aber auch nicht reihenweise gestorben.
Einzelne sind umgekommen, aber auch in der Glyphosat freien Testgruppe.
Man könnte sich fragen, wie es mit dem Tierwohl in diesem Labor bestellt war.
Wenn jemand einen angstmachenden Artikel über Glyphosat in der Werbeauslage
eines Biomarktes liest, während er ein Müsli isst, das, nehmen wir mal an,
auf dem Acker tatsächlich mit Glyphosat behandelt wurde,
das ist eher unwahrscheinlich wenn es nicht importierte Cornflakes aus transgenem Mais sein sollten,
dann wäre die Gefahr, die von der Druckfarbe des Artikels ausgeht,
immer noch um ein Vielfaches größer.
Ich denke,
solange Leute dem Glyphosat nachlaufen,
wird das echte chemische Problem verdeckt.
Man stelle sich nur mal vor,
jemand würde das gleiche Experiment mit Zahnpasta, Wandfarbe oder Spülmittel machen.
Die Ergebnisse wäre zweifellos erheblich besorgniserregender.
Aber nein, wir machen nur Glyphosat Experimente.
Das ist Politik, keine Wissenschaft.
Mal ein Aufruf; stimmt dieser „Einordnung“? (Auf LinkedIn gefunden):
„Vor einigen Tagen hieß es, der Oberste Gerichtshof der USA habe Bayer künftig vor Glyphosat-Klagen „geschützt“.
Der Fall war Monsanto gegen Durnell. John Durnell, ein Mann aus Missouri, nutzte Roundup jahrelang, entwickelte ein Non-Hodgkin-Lymphom und klagte, weil das Produkt ihn nie vor Krebs warnte. Eine örtliche Jury stimmte zu und sprach ihm über eine Million Dollar zu.
Bayer, das 2018 den Hersteller Monsanto von Roundup übernommen hatte, legte bis nach oben Berufung ein. Die Entscheidung wurde in jedem Gericht bestätigt, bis zum Obersten Gerichtshof, wo Bayer nun gewann.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Bayer derzeit Immunität vor Klagen hat. Das Gericht entschied nicht, ob Glyphosat Krebs verursacht. Diese Frage wurde nie angesprochen. Es entschied über die Bezeichnung und darüber, wer dafür verantwortlich ist.
Die Logik läuft folgende.
Die EPA, die US-Bundesaufsichtsbehörde, hat das Rundup-Etikett seit Jahren genehmigt und wiederholt zu dem Schluss gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich keinen Krebs verursacht, ähnlich wie der EU-Regulator, der sich beispielsweise von der IARC, der Krebsbehörde der WHO, unterscheidet.
Daher enthält das Etikett keine Krebswarnung. Nach dem bundesstaatlichen Pestizidgesetz darf ein Unternehmen keine Warnung hinzufügen, die die Aufsichtsbehörde nicht genehmigt hat – das von der EPA zugelassene Etikett ist das, das es verwenden muss.
Die Staatsjury sagte im Grunde: „Sie hätten die Leute warnen sollen“, und forderte damit ein anderes Etikett als das Bundesgericht. Und das Bundesgesetz besagt, dass Bundesstaaten keine Kennzeichnungspflicht „zusätzlich zu oder anders als“ der von der EPA festgelegten Vorgabe nicht auferlegen dürfen. Die örtlichen Gerichte sagten, es sei eigentlich nicht anders, der Oberste Gerichtshof tat es, und das war’s.
Der Schild ist also eine Art Nebenwirkung, keine Immunitätsgewährung. Das Gericht hob Bayer nicht über das Gesetz. Der Schutz gilt genau so lange wie das Etikett der EPA, was angesichts des Einflusses wahrscheinlich noch eine Weile dauern wird. Gute Gelegenheit für MAHA, sich als ernster zu erweisen, als es scheint:)
Als Nächstes können die meisten der mehr als 100.000 Klagen, die Bayer führt, nicht mehr fortgesetzt werden, weil sie auf „Versäumnis zu warnen“ beruhen.
Andere Ansprüche bestehen: Ein Kläger kann weiterhin argumentieren, das Produkt sei fahrlässig hergestellt oder fehlerhaft entworfen worden, da es sich dabei nicht um das Etikett handelt. Bayer hat außerdem angekündigt, mit einer geplanten Einigung in Höhe von 7,25 Milliarden Dollar für die verbleibenden Ansprüche fortzufahren, sodass die Auszahlungen noch nicht vorbei sind.
Gibt es eine Relevanz für den europäischen Kontext?
Glyphosat steht auch in Europa vor Gericht. Eine Koalition von NGOs versucht, die EU-Erneuerung 2023 anzunullieren, mit der Begründung, die Aufsichtsbehörde habe die Bewertung falsch gemacht und EU-Recht gebrochen. Bayer ist der Kommission beigetreten, um sie zu verteidigen.
Wenn die NGOs den Fall in der EU gewinnen, müsste die Wiedergenehmigung 2023 mit demselben oder einem anderen Ergebnis erneut überprüft werden“.
Bauer Willi, gefunden am 8.2.2026 in der Süddeutschen Zeitung.
@AN
Danke. Es berichten auch Tagesschau und andere Medien. Israel dementiert. Wer weiß nun, was stimmt? Bitte demnächst solche Links mitschicken.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/libanon-israel-pflanzengift-100.html
„Israel dementiert.“
Nein, noch nicht mal das. (Oder bitte die Quelle nennen!) Sie tun es einfach und leugnen es noch nicht einmal. Im Gegenteil verkündet Netanjahu schon lange offen seine Groß-Israel-Pläne. Das ist ist so, und ist auch so abgekartet. – Hübsches Weltbild, trotzdem! Immer auf der Wahrheitssuche!
Weltweit gibt es bereits eine ganze Reihe an chemisch-synthetischen (!!) Totalherbizide, die deutlich weniger negative ökologische Nebenwirkungen zeigen als Glyphosat, wie Prof. Gerke hier erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=HP8PSdXZ-N8&t=63s
Warum werden sie in Europa nicht angewendet?
a) weil die europäischen Zulassungsverfahren dermaßen umständlich und teuer sind, dass Monsanto auf diese Weise seine Macht über die bereits vor langer Zeit erfolgte umfassende Zulassung ausspielen kann
b) weil NGOs gegen jegliche chemisch-synthetischen Mittel agitieren und ein weiteres Präparat ebenso bekämpfen würden, und somit die hohen Zulassungskosten sich gar nicht lohnen würden
c) weil die europäischen konventionellen Landwirte mit Glyphosat hochzufrieden sind und sich gar nicht für eventuelle bessere Mittel interessieren.
Krebs ist für Glyphosat nie nachgewiesen worden, eine neurotoxische Wirkung aber schon:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4543553/
@Elisabeth
Immo Gerke arbeitet im „Haus der Wissenschaft“ in Bremen. Das ist ein eingetragener Verein. Ich habe Probleme mit solchen alternativen Quellen. Trotzdem danke.
Neurotoxische Wirkungen: Da sind Insektizide kritischer zu sehen.
Praxistest: Glyphosat wird seit 1974 eingesetzt. Ab den Jahren, in denen glyphosatresistene Pflanzen in der breiten Praxis eingesetzt werden, auf Millionen von Hektar. Wenn es tatsächlich eine Erkrankung gäbe, die auf Glyphosat alleine zurückzuführen wäre, wäre dies mit absoluter Sicherheit bekannt. Selbst die kritischen NGO´s haben sich immer auf Krebs kapriziert und konnten nie den Beweis führen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: alle Pflanzenschutzmittel werden gewisse Nebenwirkungen haben, auch die Bio-Pflanzenschutzmittel. Lesen Sie mal das Datenblatt von Spinosad (Spintor) einem biologischen Insektizid.
https://psm-zulassung.bvl.bund.de/psm/jsp/DatenBlatt.jsp?kennr=005314-00
Ich glaube, die NGOs haben sich in den Krebs verbissen, weil man damit die meiste Angst machen kann. Und wenn sie einmal etwas behauptet haben, können sie nicht mehr zurück. Wenn die sagen müssten, tut uns leid, beim Krebs haben wir uns geirrt, AAAABER die neurotoxische Wirkung; dann würden sie Spender verlieren.
Ist ja beim Wolf auch so.
Gerke verteufelt ja das Glyphosat in dem Sinn gar nicht, sie meint nur, dass es auf Dauer ökologisch besser wäre, wechseln zu können, was die amerikanischen Bauern eben schon können. Und ich finde, sie erklärt die Machtstrukturen gut, die das schwierig machen.
Ich sage überhaupt nicht, dass man chemisch.synthetische Stoffe verbieten soll. Ich sage auch nicht, dass Menschen davon alleine krank werden. Ich sage nur, dass man die Nebenwirkungen nicht leugnen und herunterspielen soll.
Und wo in meinem Posting habe ich die Biolandwirtschaft beworben, dass du gleich wieder den Kampf aufnehmen musst? Ich verwende weder Glyphosat noch Spinosad.
Alles gut. Friede.
„Unter dem Namen „Haus der Wissenschaft“ finden in dem Gebäude Ausstellungen, Vorträge und Diskussionen zu aktuellen Themen aus Wissenschaft und Forschung statt und es werden Einblicke in die Arbeiten der Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitute gegeben.
Die Träger des Verein Haus der Wissenschaft e. V. sind: Universität Bremen, Jacobs University Bremen, Hochschule Bremen, Hochschule Bremerhaven, Hochschule für Künste, Fraunhofer-Institut, Max-Planck-Institut, Alfred-Wegener-Institut, Bremen Marketing Gesellschaft und die Wittheit zu Bremen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Vorw%C3%A4rts
„Krebs ist für Glyphosat nie nachgewiesen worden, eine neurotoxische Wirkung aber schon:“
@ertl an welcher Stelle in diesem Bericht aus dem Jahre 2015 der sich mit Daten aus den Jahren 2007 bis 2010 in den USA beschäftigt wurde der Nachweis einer neurotoxischen Wirkung erbracht?
https://www.mdr.de/wissen/medizin-gesundheit/glyphosat-auswirkung-langfristig-schaeden-gehirn-gesundheit-alzheimer-100.html
dieser mdr Beitrag beantwortet nicht meine Frage wo steht „nachgewiesen“ in der von ihnen verlinkten Studie US Studie aus 2015.
„We show that a one kilogram increase in glyphosate use, in particular, in one year significantly positively predicts state-level all-listed ADHD discharges, expressed as a percent of total mental disorders, the following year (coefficient = 5.54E-08, p<.01)."
auf dem von ihnen verlinkten Artikel
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4543553/
habe ich auf der ersten Seite folgenden Hinweis gefunden: „! Dieser Artikel wurde zurückgezogen.!
folgende Erklärung erscheint mit click auf link
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4546412/
„Der Verlag möchte diesen Artikel zurückziehen, da er irrtümlich veröffentlicht wurde. Der Artikel wurde nach Begutachtung durch Fachkollegen und Rücksprache mit der Redaktion abgelehnt. Bedauerlicherweise wurde der Produktionsprozess des Artikels irrtümlich abgeschlossen, was zur Veröffentlichung führte. Der Verlag entschuldigt sich für diesen Fehler..“
Ich wundere mich über die Beiträge einzelner Teilnehmer. Haben die NGOs auch Landwirte mit Ihrer Schädigung durch Spritzmittel verseucht. Viele der „Insektenvernichter – Spritzmittel“ z. B. Decis, ist in Verbindung mit Humussäuren unwirksam. Wir wussten dies nicht und haben Forstpflanzen getaucht, so wie wir dies mit Kerfex gemacht hatten. Hatten damals die Leistung zurückzahlen müssen und auch die Forstpflanzen, wie das Gericht entschieden hat.
Man sollte nicht auf jeden Eintrag dieser Plattform mit „hämischen “ Beiträgen den Platz im Internet belegen.
Gruß Johann.
Bei den Jungpflanzen braucht es halt Übung.
Man hat die Frage in den Raum geworfen, wie sich Diverse NGO’s (und eventuell Parteien?) verhalten werden gegenüber Round up bzw Glyphosat. Meiner Meinung nach werden Sie Still sein, gaaaaanz Still sein. Ihnen wurde jegliche Fachliche Argumentation entzogen die es gegeben hat. Eigentlich wäre jetzt an der Zeitpunkt „Alle“ die Gruppen und Medienschaffende an den Pranger zu stellen. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und vor diese Gericht zerren, bluten sollten Sie.
Einen ganz kleinen Mimimi Artikel konnte man heute auch in unserer Regional Zeitung lesen.
@PB
Sie habe es wahrscheinlich nicht verstanden. Das Gericht hat sich nicht zu einer evtl. Gesundheitsschädlichkeit ausgelassen, sondern nur zum nicht notwendigen besonderen Hinweis in Bezug auf das Krebsrisiko, als Kennzeichnung auf der Verpackung. Schon interessant, wie hier einige Interpretationen entstehen können.
Ist doch ein indirekter Hinweis, dass Glyphosat nicht krebserregend ist.
Die Entscheidung stellt keinerlei Hinweis auf irgendwas bzgl. Gesundheit dar sondern bestätigt den Vorrang von USA-Bundesgesetzen ggü den Gesetzen der Bundesstaaten. Ähnlich in Deutschland Bundesrecht versus Landesrecht.
@EF
Wenn das das Niveau der Beweisführung ist, dann muss G. freigesprochen werden.
@Kemetbauer, es geht nicht nur um dass Glyphosat nicht Krebs erregent ist, sondern um das ganze Rund herum was man dem Mittel angedichtet hat, so wie oben beschrieben.
Lügen haben kurze Beine.
@PB
Der Beweis, dass G. nicht krebserregend ist, steht noch aus. Es gilt, wenn man so will, die „Unschuldsvermutung“.
Auch bei Trinkwasser vermisse ich den Beweis, dass es nicht krebserregend ist, da übermäßiger Wasserkonsum tödlich enden kann.
https://www.heute.at/s/so-viel-wasser-am-tag-zu-trinken-kann-toedlich-sein-100285468
Da kann mal sehen, dass Desinformation auch lustig sein kann.
@EF
Nicht die Wassermasse, sondern das Sturztrinken der Wassermasse kann tödlich enden.
Bei Wasser ist generell Vorsicht geboten: https://www.focus.de/gesundheit/news/alarmierende-studie-aus-spanien-forscher-warnen-vor-krebsrisiko-durch-leitungswasser_id_188310068.html
😉😁
Jetzt kann Israel ja weiter die Felder seiner Nachbarn mit G aus der Luft besprühen.
@AN, diese Info kommt aber nicht aus der Tagesschau, oder? Aber weißer Phosphor aus BRD-Produktion ist noch schlechter.
Übrigens, dann könnte Bayer auf sein Roundup ja auch den Aufkleber pappen: „Erwiesenermaßen nicht krebserregend (EPA 2023/27558)“, aber eine wirksame Marketingmaßnahme wäre das wahrscheinlich auch nicht, wohl eher irgendwas mit Streisand-Effekt.
@Alfons Nünning
Wenn Sie dafür Belege haben, bitte verlinken Sie diese hier. Wenn Sie dafür keine Beweise haben, unterlassen Sie bitte solche Kommentare.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/libanon-israel-pflanzengift-100.html
„Denn versprüht wurde offenbar das umstrittene Pflanzengift Glyphosat, das von der Weltgesundheitsorganisation WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ bezeichnet wird.“ ….WHO spielt auch noch mit und „erzählt“ was anderes…
Das ist eine gute, weil vernünftige Entscheidung. Wenn die Zulassungsbehörde keine Krebsrisiko ermittelt hat, dann sollte man das als Hersteller und Benutzer auch so übernehmen dürfen. Für was sonst ist so eine Zulassungsstelle denn geschaffen worden, als für Sicherheit für die Gesundheit und aber auch eine Rechtssicherheit zu schaffen.
Trotzdem fand ich es „mutig“ (bzw. lebensmüde) von Bayer, die Monsanto zu übernehmen. Das hätte auch schief gehen können.
Ich würde mir wünschen, dass jetzt endlich das Ende der Feindseligkeiten gegenüber Pflanzenschutzmitteln eingeläutet ist.
@EF
Mit Verlaub aber da sollen Sie sich keiner Illusion hingeben. Dafür wird schon der Umstand der Schädigung durch Abdrift und Overspray sorgen. Dieser Problembereich ist derzeit im Wachsen begriffen.
Ich weiss ja,dass der Kemetbauer ein sehr agressiver Bekämpfer der konventienellen Erzeuger ist. Dies Posting sprichtja für sich. Schade, dass Sie nur von Hass getrieben sind.
@EF
Jeder kämpft für seine Rechte. Oder ist das jetzt auch schon illegal? Jeder darf mit seiner Fläche, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, machen was er will. An der Schlaggrenze jedoch endet dieses Recht. Das ist so wie mit der persönlichen Freiheit; oder haben wir dort evlt. auch so etwas wie Abdrift?
Lieber Kemetbauer, auch Sie verursachen mit Ihrer Wirtschaftsweise eine Abdrift. Nämlich die vielen Millionen Samen der Disteln. Ich kann ein Lied davon singen. Einer unserer Nachbarn ist sogenannter Biobauer. Also bitte behalten Sie Ihre Unkräutersamen bei sich.
@EF
Sie müssen schon unterscheiden zwischen natürlichen Gegebenheiten und Erscheinungen und der Auswirkung von Stoffen, die es so in der Natur nicht gegeben hat, die es nicht gibt und wahrscheinlich auch zukünftig nicht geben wird. Parkinson durch Distelflug?
@Kemetbauer
Und die gibt es nr bei Glyphosat? Das ist beides doch sicher auch mit Spintor möglich, oder? Haben Sie mal Pflanzen mit einer Abdrift von Pelargonsäure gesehen? Die sind auch mausetot. Ich möchte Sie bitten, in Ihrer Argumentation sachlich zu bleiben. Danke.
BW: Sie sprechen mir aus dem Herzen. Spintor verwenden wir in unserem Gemüsebau gegen Thripse, wenn andere Mittel versagen. Spintor ist sehr giftig und wird bei uns nur als Feuerwehr eingestzt. Im Biolandbau aber flächendeckend und en masse. Soviel zur Verharmlosung der Biospritzmittel durch die Biobranche.
@EF
Sie meinen, dass ein Mittel, das je L 300€ kostet, „en masse“ eingesetzt wird?
Nach meinen Unterlagen hat Spintor gar keine Zulassung für den Ökolandbau.
Stammtisch?
„Nach meinen Unterlagen hat Spintor gar keine Zulassung für den Ökolandbau. Stammtisch?“
die Zulassung von Spintor (Wirkstoff Spinosad) im Ökolandbau lässt sich recht einfach finden z.B auf der web Seite von oekolandbau.de
„Auch die einmalige Anwendung von Spinosad (SpinTor) wurde als erfolgreiche Bekämpfungsstrategie bisher empfohlen. Hier ist jedoch zu beachten, dass Spinosad durch die deutschen Öko-Anbauverbände aufgrund seiner Bienengefährlichkeit (B1) verboten ist. Deshalb darf es nur in Betrieben, die nach EU-Ökorichtlinien wirtschaften, angewendet werden.“
https://www.oekolandbau.de/bio-in-der-praxis/oekologische-landwirtschaft/praxiseinblicke/oeko-blog-kartoffel-praxistagebuch-oekologischer-kartoffelbau/kartoffelkaefer-wirksam-bekaempfen/
das Umweltbundesamt schreibt zu Spinosad u.a folgendes
„Spinosad ist ein Insektizid, welches gegen Kartoffelkäfer und Schadinsekten im Obst- und Gemüsebau (z.B. Kirschessigfliege, Fruchtschalenwickler, Thripse) eingesetzt wird. Es wird durch Fermentation aus dem Bodenbakterium Saccharopolyspora spinosa gewonnen. Aufgenommen wird der Wirkstoff bei Fraß und Kontakt. Durch eine Schädigung des Nervensystems tritt eine vollständige, irreversible Lähmung ein. Das Mittel ist in der Bienengefährdungsstufe B1 (= Bienengefährlich) eingestuft. Außerdem ist es giftig für Fische, Algen und andere Wasserorganismen. Tests an Marienkäfern und Erzwespen haben gezeigt, dass es auch schädlich für Nützlinge ist. Der Einsatz von Spinosad ist laut europäischer Bio-Vorordnung erlaubt, darf aber in den meisten deutschen Bio-Verbänden nur mit Ausnahmegenehmigung ausgebracht werden.“
https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/loesungsansaetze-zur-reduktion-von/oekolandbau-ist-teil-der-loesung#frderung-fr-biobetriebe
übrigens der L Preis von 300 Euro lässt keine Rückschlüsse zu auf den ha Preis und noch wichtiger auf das Kosten/Nutzen Verhältnis. Irgendeinen Nutzen müssen die Anwender aus diesem Spezialsegement ja sehen sonst würden sie sich nicht mit Spinosad beschäftigen oder?
Aufwandmenge 0,2l/ha
Dann informieren Sie sich zuerst bevor Sie solchen Blödsinn posten. Lügen machen keine Tatsachen wahr. Mit solchen Beiträgen disqualifizieren Sie sich selbst. Steht Ihren Argumentationen bereits des Wasser bis zum Hals. Müssen Sie Unwahrheiten vekünden? Biogemüse könnte ohne Spintor niemals erzeuft werden!!!
@EF
Beleg?
@BW
Sie meinen, eine Anwendung von Finalsan, zum Preis von 1166€/ha, würde im Ökofreilandanbau wirklich eine Relevanz haben? Vielleicht sollten Sie die an mich gerichtete Forderung „sachlich“ zu bleiben, zunächst selbst befolgen.
Das Herbizid Finalsam habe ich gar nicht angesprochen. Da müssenSie sich einen anderen Adressaten suchen.
@EF
Dieser Beitrag bezog sich auf einen Beitrag von @BW. Wie auch zu lesen ist.
Jetzt muss ich Ihnen einmal recht geben, Rechthaber. Hoffentlich bricht deswegen nicht die Welt auseinander.
@Kemetbauer
Schöner Ablenkungsversuch. Ging leider in die Hose…
Zur Erinnerung: wir sprachen über Abdrift, nicht über Hektar-Preise.
@BW
Die Mittel mit den von Ihnen angeführten Wirkstoff sind so kostenaufwendig, dass ein Einsatz im Freiland fast gar nicht infrage kommt. G. wird in D. jährlich auf ca. 25% der konv. Ackerfläche ausgebracht. Da ist also fast jeder konv. Ackerbauer „auf Droge“, um es mal etwas sarkastisch auszudrücken. Die Abhängigkeit von G. ist extrem. Ohne schaffen es, zumindest hier in meiner Region, nur noch sehr wenige.
„Die Mittel mit den von Ihnen angeführten Wirkstoff sind so kostenaufwendig, dass ein Einsatz im Freiland fast gar nicht infrage kommt.“
@Kemetbauer haben sie keine Ahnung wer, wo und wie diese Wirkstoffe angewendet werden und was eine Anwendung kostet.
Evtl mal den eigenen Drogenkonsum überprüfen um es mal sarkastisch zu sagen.
@L
Es ist immer wieder lustig. Statt sachlich zu antworten, kommen persönliche Angriffe. Argumentativ ist ein Großteil der deutschen Landwirtschaft dort wo sie hingehört; nämlich in der Defensive.
für Verbraucher die nicht mit der Materie vertraut sind, Finalsan ist einer der vielen Handelsnamen von Produkten mit dem Wirkstoff Pelargonsäure speziell für den Privatkunden. Der Wirkstoff Pelargon wird als Ersatz für Glyphosat vermarktet und es werden ähnliche Wirkungen als mit Glyphosat ausgelobt.
Pelargonsäure wird obwohl es sich um einen „Naturstoff“handelt derzeit im Ökoanbau in D und der EU nicht gelistet mit der Begründung es handelt sich bei den zugelassenen Produkten um chemisch synthetische Mittel. Nun bekanntlich sind auch die im Ökoanbau verwendeten anderen Wirkstoff (Insektizide, Fungizide…) überwiegend chemisch synthetischen Ursprungs aber das ist halt diese merkwürdige Sichtweise in dieser speziellen Produktionsform Vorgaben immer so definieren/formulieren wie es gerade passt und dem Geschäftsmodell nutzt.
Pelargon Produkte werden nicht nur von Privatanwendern sondern auch von Landwirten und der Bahn eingesetzt. Bei der Bahn soll es auf Dauer Glyphosat ersetzen können, das ist zumindest der Plan. Mal abwarten ob dies langfristig zu leisten ist.
Bezüglich der grundsätzlichen @Kemetbauer Bedenken zu Abdrift kann ich ihm empfehlen wenn er ganz sicher gehen will für seinen Betrieb dann soll er möglichst keine Flächen entlang einer Bahnstrecke bewirtschaften. Natürlich wird er auch keine wie er es nennt Konvi Bauern Flächen als Nachbarn haben.
Die von @Kemetbauer genannten Kosten für eine Anwendung von Finalsan (Pelargonsäure), zum Preis von 1166€/ha beziehen sich wohl auf den Privatanwender der dieses Produkt im Bau- oder Gartenmarkt kauft. Profi Anwender inkl Bahn werden dies mit Sicherheit nicht zahlen zumindest müsste die Bahn für ihre fast 40000 km Glesie die z.T mehr als einmal behandelt werden enorme Kosten aufbringen und ein entsprechend höheres Budget zur vormaligen „Glyphosat Zeit“ planen.
2024 lag die Pelargon Wirkstoffmenge in D bei 241,7 to, eine Steigerung um 170 to seit 2014 (77,4 to). (Quelle BVL)
Hast Du überhaupt eine Vorstellung wie Pflanzenschutz funktioniert?
meinst Du das bei den Preisen für PSM auch nur ein Gramm zuviel und „in die Luft“ gepustet wird?
Das Schlüssel liegt in der richtigen Anwendung und damit richtigen Wirkung.
eine falsche Anwendung lässt die Wirkung verpuffen und kostet damit unnötig Geld und produziert im schlimmsten Fall Resistenzen …. ähnlich wie Antibiotika beim Menschen
@bk
So wie beim AFU?
Eine richtige Entscheidung des Supreme Court zu Round up in Amerika! Irgendwelche Anwaelte haben und wollten sich weiter “dumm und daemlich”mit dem Prozessieren verdienen! Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind niemals nachgewiesen wurden, was den Wirkstoff betrifft! Damit gibts auch hier ein “Alibi” für die entscheidungsschwache EU in dieser Sache, getrieben von irgendwelchen Grünen…
Gut für unsere LW und die in der Welt!
@CB
Bayer war das amerikanische System aber bestens bekannt. Warum also diese Leichtsinnigkeit?
KB: Habe mich länger in LW-Betrieben in Wisconsin herumgetrieben, weiß wovon ich schreibe…Ihr Oekolandbau “in allen Ehren,”aber eben nicht die Zukunft, um 9Millarden Menschen zu ernähren…
In diesem Zusammenhang fällt eine Stellungnahme, bzw. Anweisung von Trump auf. Er hält die amerikanische Landwirtschaft, als Lebensmittelerzeuger und damit Versorger, für komplett abhängig von G.-Einsatz. Nun mag man zu G. stehen wie man will aber diese Erkenntnis sollten aufschrecken. Auch hier in D. würde ein Verbot von G. die meisten ldw. Betriebe ackerbaulich ins „Aus“ befördern. Die Abhängigkeit wächst mit zunehmenden Resistenzen gegen weitere Herbizide, siehe AFU. Eine Resistenz gegen G. dürfte, nach bisherigem Erkenntnisstand, ausgeschlossen sein. Das aktuelle Urteil beurteilt auch nicht eine evtl. gesundheitliche Gefährdung durch die Anwendung von G., sondern lediglich, dass Bayer nicht gegen die vorgeschriebenen Warnungsvorgaben verstoßen hat. Die gesundheitlichen Folgen des G.-Einsatzes werden uns weiter beschäftigen.
Interessant ist immer wieder, dass der deutsche Anti-G-Sympathiesant eine völlig andere Sicht auf das Produkt hat, als der amerikanische Schadenersatz – geile Bürger, der Millionen wittert, weil eine Deklarierung seinen IQ überfordert. Davon leben tausende von Anwälten in den USA. Bei uns ist extra eine Behörde auf Betreiben der Grünen eingerichtet worden, welche kein Risiko sieht, aber die Angsthasen machen munter weiter…..wie lange geht das schon? Ist schon eine Generation durch damit?
@RS
Diese Behörde bzw. deren Vorläufer, haben auch nie ein Problem bei all den Stoffen gesehen, die heute verboten sind. Wir sollten wissen, dass es sich lediglich um Produktionsbilligmacher handelt. Es würde auch anders gehen; aber eben nicht so billig.
Es geht immer anders, man kann zu Fuß nach Berlin laufen oder mit dem Pferd ackern, oder ohne Smartphone auskommen……
@RS
Gutes Beispiel! Ich kenne genügend Menschen, die würden sich nicht einmal nach Berlin beamen lassen. Was soll man dort? Genau so ist es mit der Anwendung vieler PSM. Wozu? Wir haben zu viel von allem. Warum also weiterhin zu viel produzieren?
„Wir haben zu viel von allem. Warum also weiterhin zu viel produzieren?“
Suffizienz, Subsidiarität, Verzicht, weniger ist mehr, wir werden weniger haben dennoch glücklicher sein……
Schön, nun nur noch kurz definieren, wann etwas zu viel ist. Haben wir schon zu viel Formel 1, Groß-Events, Profisport, Kulturpaläste, Menschen…..? Wo ist die Grenze und wer legt fest, wann es zu viel ist?
Das würde Ihnen gefallen, oder täusche ich mich?
guten Morgen ist ja wirklich gut dass sie Vernunft gesiegt hat! nur leider viel zu spät und noch das wieder gut gemacht werden kann ist die große Frage!? bin mal sehr gespannt welche Pflanzenschutzmittel nun auf dem Markt erscheinen werden! und das andere Dumme ist Deutschland ist raus aus der WM! schönen Tag