Bauer Willi
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Futterweizen…und nun?

Für Brotweizen sind bestimmte Qualitätsnormen entscheidend, um eine gleichbleibend hohe Backqualität zu gewährleisten. Diese Normen beziehen sich hauptsächlich auf den Proteingehalt, die Proteinqualität (gemessen am Sedimentationswert), die Stärkebeschaffenheit (gemessen an der Fallzahl) und das Hektolitergewicht. Zusätzlich spielen sortenspezifische Eigenschaften wie Mahl- und Backfähigkeit eine Rolle. Zwar können Handwerksbäcker auch Backwaren mit Mehlen außerhalb dieser Normen herstellen, für die großen Backfabriken ist aber Mehl erforderlich, das genau definiert und gleichbleibend ist.

Diese Qualitätsnormen einzuhalten ist in diesem Jahr schwierig. Obwohl wir unseren Weizen so geführt haben, dass es Brotweizen hätte werden sollen, können deutlich mehr als die Hälfte unserer Erntemenge nicht als Backqualität vermarktet werden. Der Sedimentationswert, die Fallzahl und das Hektolitergewicht sind super, nur der Proteingehalt liegt bei einer Sorte mit 9,9 bis 10,6% weit weg von der Norm. Die Gründe dafür sind mir nicht wirklich klar und ich kann nur Vermutungen anstellen. Doch das bringt uns nicht weiter.

Wir haben unseren Weizen noch vor dem Regen ernten können. In weiten Teilen Deutschlands – vor allem Norddeutschland und in Höhengebieten – steht aber noch viel Weizen auf dem Halm. Da, wo der Weizen reif ist, besteht nun die Gefahr, dass die Fallzahl rasch sinkt. Das geschieht durch Prozesse im Korn. Im Prinzip bereitet sich das Korn auf die Keimung vor. Es kommt zuerst zu „verdecktem Auswuchs“, später dann auch zu optisch sichtbarem Auswuchs. Auswuchs kann man daran erkennen, dass in der Ähre die Körner ein erstes Keimblatt ausbilden.

  • Was tun mit Futterweizen?

Futterweizen kann in der Regel nur mit einem Preisabschlag verkauft werden. In diesem Jahr werden dies große Mengen sein und wir Landwirte können froh sein, dass wir in Europa noch genügend Nutztiere haben, um diese Mengen durch den Tiermagen veredeln zu können. Allerdings ist die Menge, die in eine Futterration passen, begrenzt. Für uns Rheinländer ging bisher Futterweizen auch in das benachbarte Holland, wo aber aktuell die Viehbestände stark abgebaut werden. Gleiches gilt auch für das Münsterland. Wenn also jetzt aus allen Ecken gepredigt wird, „dass wir weniger Fleisch essen“ sollten, der sollte auch einen Vorschlag machen, wie wir den Futterweizen anders für die menschliche Ernährung verfügbar machen können. Wenn er in der Biogas-Anlage landen müsstt, wäre das – auch gesamtgesellschaftlich – keine gute Lösung.

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70 Kommentare

  1. Carsten Jansing sagt

    OK, nicht schön, das es kein Brotweizen geworden ist. Aber warum ist die Gesellschaft dafür zuständig dem Bauern deine Erzeugnisse abzunehmen? Ein Landwirt ist Unternehmer und produziert auf eigenes Risiko und auf eigenen Ertragserfolg.

    • Bauer Willi sagt

      @Carsten Jansing
      Wo steht denn, dass die Gesellschaft dafür zuständig ist?
      Ein Tipp speziell für Sie: kaufen Sie nie mehr etwas, was ein Bauer hergestellt hat…

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      • Carsten Jansing sagt

        Bezieht sich auf diesen Satz: „Wenn also jetzt aus allen Ecken gepredigt wird, „dass wir weniger Fleisch essen“ sollten, der sollte auch einen Vorschlag machen, wie wir den Futterweizen anders für die menschliche Ernährung verfügbar machen können.“

        Ich würde ja sagen, wenn zu wenig Nachfrage nach Futterweizen da ist, dann sollte ein klug und wirtschaftlich handelnder Landwirt eben weniger Futterweizen und mehr von dem anbauen, was nachgefragt wird.

        Und warum geben sie mir so komische Tipps? Ich kaufe gern bei landwirtschaftlichen Betrieben, die aus meiner Sicht sinnvoll produzieren.

        • Reinhard Seevers sagt

          „Ich würde ja sagen, wenn zu wenig Nachfrage nach Futterweizen da ist, dann sollte ein klug und wirtschaftlich handelnder Landwirt eben weniger Futterweizen und mehr von dem anbauen, was nachgefragt wird.“

          Das ist ja eine Offenbarung …..🤗🍺🦄

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        • Arnold Krämer sagt

          Was kaufen Sie denn bei landwirtschaftlichen Betrieben?
          Was davon ist denn sinnvoll produziert?
          Wie ist denn „sinnvoll“definiert?

        • Arnold Krämer sagt

          Ganz aktuell wurde im Weser-Ems-Gebiet der Futterweizen (20-21 €/d) sehr gut bezahlt, weil man nicht mit einer so späten Ernte gerechnet hatte und die Lagerhallen für die Mischfutterproduktion leer waren. Landwirtschaftliche Rohstoffmaerkte sind schon etwas besonderes und regional auch sehr unterschiedlich. Da kommt man mit ganz allgemeinen Aussagen und Vorstellungen nicht klar.

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  2. Dass sich das Klina verändert und auch in den nächsten Jahren verstärkt zu Problemen mit der Getreidequalität führen wird, wird definitiv durch den hohen Fleischkonsum verstärkt.
    Wieso sollten ausgerechnet die Veganer jetzt Lösungen für dieses (finanzielle) Problem der Landwirte bereithalten???

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    • Bauer Willi sagt

      @Le
      Wo steht etwas von Veganern? Sie sollten es aber zur Kenntnis nehmen. Wenn es nicht über den Viehmagen veredelt werden kann, steht es der menschlichen Ernährung nicht mehr zur Verfügung. Verstanden? Einverstanden?

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      • Peter Schubert sagt

        „Wenn es nicht über den Viehmagen veredelt werden kann, steht es der menschlichen Ernährung nicht mehr zur Verfügung.“
        vs.
        „Zwar können Handwerksbäcker auch Backwaren mit Mehlen außerhalb dieser Normen herstellen“

        Es geht also schon und bei entsprechend ernsthaftem Bedarf, wo dem ggfs. hungrigen Maul die Normung egal sein wird, sowieso.

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        • Schmeckt gut sagt

          Ernsthaft? Und dies Argument bei den heutigen Qualitätsansprüchen. Ausserdem: Wieviele Handwerksbäcker gibt es denn noch und sind in der Lage, diese Mehle entsprechend zu behandeln? Gefühlt 90% laufen doch schon über Großbäckereien – der Preis zählt.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Gerade die BIO-Bestände sind jetzt kohlrabenschwarz – besiedelt über und über von Schwärzepilzen.

      Bon Appétit, lieber Le!

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    • Limes sagt

      „…. Problemen mit der Getreidequalität führen wird, wird definitiv durch den hohen Fleischkonsum verstärkt….“
      Das sind sie etwas ganz Großem auf der Spur. Interessant wären Ergebnisse die diese These eines Zusammenhangs von Getreidequalität und Fleischkonsum stützen

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  3. Alberto Guidorzi sagt

    Wie hoch ist die Stückproduktion von Weichweizen in Deutschland im Jahr 2025?

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  4. Christoph aus der Stadt sagt

    Ich weiß nicht, ob ich falsch liege, aber ich habe den Eindruck, dass das Mehl, das man Bäckern nicht verkaufen kann, über den Einzelhandel verkauft wird. Ich spreche jetzt nur vom Typ 550, dem Standard-Bäckermehl. Beispielsweise hat das jetzt neuerdings auch Aldi Süd im Angebot. Auf der Packung steht (absichtlich?) nichts, aber auf Nachfrage erfährt man, dass es 10,5% Protein hat. Dasselbe, im oberen Preissegment, bei Edeka und Rewe. Dort gibt es verschiedenen Mehle regionaler Mühlen, zum Teil an extra aufgestellten Hingucker-Regalen, deren Proteingehalt oft sogar unter 10% liegt. Beim Biomehl sowieso. Ich frage mich, ob hier vielleicht der „Futterweizen“ doch noch nachträglich vergoldet wird? Zum Brötchenbacken beziehe ich mein Mehl sicherheitshalber direkt aus der Backstube beim Bäcker. Wenn die dann nicht luftig sind, kann es jedenfalls nicht am Mehl liegen.

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  5. Georg Johann Brand sagt

    Lieber Bauer Willi, es ist umgekehrt.
    Zuerst wird das Potein gebildet und danach die Stärke eingelagert. Bei langsamer und guter Abreife führt das üblicherweise zu guter Kornausbildung und hohen Erträgen aber auch zu einem Verdünnungseffekt mit niedrigen RP Gehalten. Umgekehrt zeigen „notreife“ Bestände mit schlechter Kornausbildung meist hohe RP Gehalte.
    Dass Ihr Weizen nicht backfähig ist, ist nicht gesagt. Es kommt auf die Qualität des Rohproteins an, nicht nur auf die Menge. Ich würde einen Backtest machen lassen, z. B. in der Getreideforschungsanstalt in Detmold.

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    • Axel Baumgärtner sagt

      leider nützt das überhaupt nichts da die Annahmestellen nach Proteingehalt bezahlen und wenn dieser fehlt ist es automatisch Futtergetreide und wird schlecht bezahlt

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    • Wolfgang sagt

      Entscheidend wird es für Bauer Willi sein, dass er seinen Weizen zu vernünftigen Preisen verkaufen kann. Und da macht kein Händler einen Backtest. Und auch die Rezepturen werden sich bei den großen Abnehmen kaum verändern, solange die von wo anders auf der Welt Weizen nach den gängigen Standards für Backweizen kaufen können.

      Solche Experimente können sich vielleicht
      kleine Mühlen oder Bäcker leisten, die es geschafft haben, Regionalität als wesentliche Eigenschaft ihrer Marke zu vermarkten. Aber auch denen wird es schwerfallen, ihren Kunden zu erklären, dass das in Ordnung ist, wenn die Brötchen dieses Jahr anders sind als gewohnt.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Genau deshalb brauchen wir dringend Wertschöpfungsalternativen im NON-Food-Bereich, die reissenden Absatz finden könnten.

        Damit würde der Druck aus dem Kessel genommen, der gemeine Bauernstand wäre weit weniger erpressbar…

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      • Kemetbauer sagt

        Die Beurteilung der Backqualität nach den jetzigen Kriterien ist eigentlich Ausdruck von Dekadenz. Ein sehr wohl für die menschliche Ernährung geeignetes pflanzliches Produkt wird, wegen komplett überholter Qualitätsparameter, über den Viehmagen entsorgt. Wenn wir uns das immer noch leisten können, muss mir niemand erklären wollen, dass wir zukünftig die 10 Mrd. Menschen, ohne eine erhebliche Steigerung der ldw. Erzeugung, nicht werden ernähren können.
        Einige Roggenflächen haben sich der Schwerkraft ergeben und aus ihren Ähren sprießt neues Leben. Die BGA-Betreiber reiben sich die Hände. Wegen des hohen Beikrautdruckes bleiben einige Rapsschläge wohl bis zum Ende der Ernte stehen. Sie sind schon jetzt kaum beerntbar. Ackerbohnenschläge versinken zum Teil in der Melde. Einige Öko-Getreideschläge sind vom Windhalm überwuchert. Es hat schon bessere Jahre gegeben.

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  6. Smarti sagt

    Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch : Präsentation des Gutachtens des WBAE beim BMLEH unter anderem mit Herrn Alfons Balmann der zusammenfasst: „Wertschöpfungsverluste aus einer verringerten Tierhaltung lassen sich mit Optionen wie Anbau von Rohstoffen für Alternativprodukte, Einstieg in die Produktion von Alternativprodukten, oder auch Chancen in weiteren Bereichen der Bioökonomie nur begrenzt kompensieren – sind aber für die Landwirtschaft verkraftbar“.
    Wie kann und darf ein Herr Balmann für uns und unseren Höfe entscheiden, ob so ein Eingriff verkraft bar ist oder nicht ?

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  7. Ludwig sagt

    Von Mitte UK , über die Niederlande bis nach Sachsen steht der Weizen noch auf dem Halm.
    Letzte Woche meldeten bei uns die Kollegen noch von dem wenig gemähten Weizen noch Backqualität. Das wird jetzt anders sein . Ein Getreideeinkäfer sprach davon , daß der Bedarf an Brotweizen erfüllt sei und man nur noch nach feucht und trocken entscheiden würde , denn das Thema Brotweizen sei erledigt. Was jetzt gemäht wird gehts ins Futter und der spätere Bedarf an Brotweizen wird schon passen. Angeblich soll weltweit eine übergroße Weizenernte anstehen , aber vor der Ernte werden so immer die Preise runtergeredet. So ist eben das Einlagern angesagt und wenn sich der Markt geklärt hat , kann der Verkauf starten. Vor Ende September /Oktober wird das aber nichts und manch ein Btrieb muß dann verkaufen um seine Pachtzahlungen sicher zu stellen. Leider hat die Matif kaum Anreize gegeben frühzeitig vor der Ernte Kontrakte abzuschließen , sodaß der Getreideproduzent schon fast in einer Verkaufsfalle sitzt , da zur Zeit kaum Marktperspektiven zu sehen sind.Lediglich China hat sich die letzten zwei Jahre nicht am Weltmarkt bedient und dort wird ein Nachholbedarf von rd. 12
    Mill. Tonnen von den Marktkennern erkannt oder erhofft. Abwarten heist jetzt die Devise und einfach hoffen , denn aus der Ukraine soll jetzt auch nur noch max eine Mill. Tonnen
    kommen und wird uns auch helfen , wobei es ganz wichtig ist , daß Frankreich mind. 10 Mill. Tonnen exportiert.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Ludwig, für Ein- und Auslagern musst du mindestens 2,50-3,00 € mehr pro Dezitonne erlösen, damit sich dieser Aufwand überhaupt lohnt. Gesunderhaltung, Lagerschwund etc. sind einzupreisen.

      Ob der Markt das hergibt!? – In den letzten Jahren stand dahinter jeweils ein großes Fragezeichen.

      Immer wieder positionieren sich die Mühlen schon erwartungsgemäß, man sei erst einmal gut versorgt… Man gönnt den Erzeugern eben nicht einmal mehr die Krümelchen vom ganzen Kuchen.

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  8. Wolfsfeind sagt

    Da empfehle ich dringend eine zweite Qualitätsschiene zB. Hühnerkornbrot, Weizenflocken und ähnliche schwerverdauliche Produkte speziell für Vegieökos.

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    • Smarti sagt

      Wolfsfeind, das ist eine gute Idee. Man sollte das Produkt dann auch wirklich deutlich kennzeichnen. Z.B. als bestes Tierfutter, extra für Dich vor den verfressenen Kuhmäulern und Schweineschnauzen gerettet.
      Grob schroten müsste reichen, die Tiere fressen auch die Spelzen. Wir wollen doch nichts weg werfen.
      Bitte um Rückmeldung, wie es in der Familie angekommen ist 🙂 .

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  9. Uwe Lickfett sagt

    Der Heizwert des Weizens ist im Moment mehr als doppelt so hoch, wie der Brotwert. Wenn man berücksichtigt, dass wir externe Energie genauso brauchen, wie interne, sollte es auch keine ethischen Probleme geben, den Weizen zu verheizen, wenn er anderweitig schlecht oder gar nicht vermarktet werden kann.
    Technisch ist das kein Problem.
    Ärgerlich ist nur das Einkaufsverhalten der Mühlen, die osteuropäischen Weizen dem einheimischen aufgrund des Preises vorziehen, obwohl er zu wesentlich schlechteren Standards erzeugt wird.

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    • Bauer Willi sagt

      @Uwe Lickfett
      Genau mein Gedanke. Wir haben vorige Woche Holzpellets für 280 €/t netto gekauft und erhalten aktuell für Futterweizen 170 €/t netto. Allerdings gibt es schon ein paar technische Probleme mit dem Verheizen. Nicht jeder Kessel kann das und auch der Chlor-Gehalt ist nicht so ohne.
      Aber es ist schon krass, dass Holz teurer als Lebensmittel ist.

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  10. Frikadellen piet 46 sagt

    Moin die große Frage ist nun, kannst du den weizenkontrakt leicht umändern lassen in einem Kontrakt für Futterweizen. Wahrscheinlich wird das Ganze ein wenig Geld kosten. Aber ich vermute du wirst das ganze überleben oder?

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  11. Smarti sagt

    Bauer Willi, das ist schon eigenartig, dass mehr als die Hälfte Ihres Weizens keine Backqualität hatte, obwohl sie keine Gründe dafür erkennen können. Wäre jetzt die ganze Ernte nur Futterqualität, dann hätte man es auf das (kühle, regnerische) Wetter schieben können ? Aber warum war dann doch ein Teil Lebensmittelernte ?
    Bei uns in der Umgebung steht das Futtergetreide noch fast Alles am Halm, es regnet jeden zweiten Tag. Ernten und trocknen zur Einlagerung ist keine Option, der Diesel ist so teuer, dass die grosse mobile Trocknungsanlage eines Kollegen gar nicht mehr repariert wurde. Biogasanlagen können manchmal auch Getreide trocknen, aber Transport und Lagerung etc. sind bei unseren kleinen Mengen nicht machbar. Der Landwirt mit Trocknung hat auch seine gewohnten „Kunden“ und pfeifft logischerweise auf Notfälle. Also abwarten… noch schneit es nicht.

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    • Bauer Willi sagt

      @Smarti
      Ein Grund ist sicherlich die Sorte. Von den zwei Sorten ist eine knapp bei 10%, die andere etwas über 11%, einige Partien auch über 11,5%. Meine einzige Erklärung: drei Wochen vor der Ernte hatten wir hier 39 Grad im Schatten und 15 Stunden Sonne. Innerhalb von 2 Tagen war die vegetative Masse tot. Wäre er langsam abgereift, wäre möglicherweise mehr Protein gebildet worden. Aber das ist nur eine Vermutung.

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      • Thorens sagt

        Ich denke, dass vor allem die Trockenheit in April und Mai verantwortlich ist für niedrige Proteingehalte. Das ist eigentlich die Zeit des starken Wachstums und einer hohen N-Aufnahme durch die Pflanzen. Wenn aber das Wasser fehlt, kommt der Stickstoff für die Eiweißsynthese nicht in ausreichendem Umfang da hin, wo er gebraucht wird. Die Pflanze holt das so Versäumte nicht im notwendigen Umfang zu wochenlang späterem Zeitpunkt nach.

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  12. A. Bohne sagt

    Gerade in Zeiten von globalen Marktunsicherheiten brauchen wir resiliente, vielfältige Anbausysteme.

    Ein möglicher Ausweg wäre die Diversifikation, etwa durch den verstärkten Anbau von Hülsenfrüchten wie Ackerbohnen, Erbsen oder Lupinen. Diese verbessern nicht nur die Bodenstruktur und binden eigenen Stickstoff, sondern bieten auch neue Absatzwege in der regionalen Lebensmittelerzeugung. Außerdem werden sie zunehmend politisch gefördert, etwa über die Eiweißpflanzenstrategie oder Programme wie LeguNet.

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    • Bauer Willi sagt

      A. Bohne
      Das Thema Leguminosen haben wir hier schon mehrfach behandelt. In Gunstregionen wie der Köln-Aachener Bucht oder Soester und Hildesheimer Börde können sie nicht mit anderen Kulturen konkurrieren. Auch nicht, wenn sie finanziell gefördert würden. Meine Genossenschaft hat Verträge für Erbsen mit Preisen angeboten, die im Deckungsbeitrag knapp an Wintergerste heranreichen. Die sind aber seit Monaten „ausverkauft“. Der Markt dafür ist eben sehr klein. Das Programm „Rheinische Ackerbohne“ ist auch eine tolle Sache, aber vom Anbau her derzeit auch nur eine Nische.
      Ich habe vor einigen Jahren intensive Gespräche mit REWE International geführt. Bis heute ist es nur bei Absichtserklärungen geblieben. Trotzdem danke für Ihren Kommentar.

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    • Inga sagt

      Trotzdem muss man die Fruchtfolge einhalten, damit der. Boden nicht zu sehr strapaziert wird.

      Hier sieht man mal wieder wie alles von der sehr facettenreichen Natur abhängig ist.

      Damit muss ein Bauer umgehen können.
      Ist halt kein 8 Std. Fabrik- oder Bürojob.

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    • Smarti sagt

      A. Bohne, wir hatten mal eine Solawi und dafür jährlich etwa 500 Quadratmeter Erbsen, Bohnen und Sojabohnen ( unreif als Edamame geerntet ) angebaut. Mal waren die Beete super, und drei Tage später ist alles verfault oder mit Mehltau überzogen, ein paar Tage regnerisch-kühl in der falschen Zeit haben dafür gereicht. Da ja auch das Saatgut hochpreisig ist, wäre Lotto spielen erfolgreicher.
      Sicher, eins von drei Jahren wäre wohl gut… aber sind Sie bereit, zwei von drei Monatslöhnen „dem Wetter“ zu opfern ?

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  13. MarK sagt

    Bei mir steht noch 100% des Weizens und 80% der Braugerste. Beim Weizen 100% A-Weizen, davon 33% die Sorte Absint, die die höchste Fallzahlstbilität aller Weizensorten haben soll. Mal sehen, ob sich das bemerkbar macht . 50% des Weizens ist über Vorkontrake abgesichert. Wenn ich keine A-Qualität liefern kann muss ich womöglich Deckungskäufe tätigen, dann ist doppelt Geld kaputt. Solche Situationen sind übrigens nicht neu und haben mit dem Klimawandel nichts zu tun. Selbiges haben wir zu Beginn der 80er Jahre auch erlebt, damals mit der legendären E-Weizensorte Monopol.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Sie rekonstruieren die Perversion dieses Systems! – Höhere Gewalt, die in Ausschließlichkeit unseren Bauernkonten zugebucht wird.

      …Und dennoch bestreiten Sie einen rasant voranschreitenden Klimawandel!? – Kann, muss man wohl aber nicht verstehen wollen.

      Russische Bauern haben dato übrigens dem Vernehmen nach kein Geld für Investitionen in neue Technik. Wie schaut es hierzulande aus!? Kaufen bis der Insolvenzverwalter auf den Hof kommt!?

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      • MarK sagt

        „Sie rekonstruieren die Perversion dieses Systems! – Höhere Gewalt, die in Ausschließlichkeit unseren Bauernkonten zugebucht wird.“
        Was ist denn Ihre Alternative? Über eine kurze und klare Antwort würde ich mich freuen.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Habe ich klar und deutlich weiter unten ausgeführt!

          Kein Wunschtraumdenken im übrigen…

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      • Topfheiler sagt

        von Investieren keine Spur ,schiebe gerade den Dieselnachkauf. Mus wieder Krautfäule behandeln heist dann Wirkstoff wechsel resistentmangement kost auch wieder.

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  14. Werner Knödler sagt

    Das Anspruchsdenken der Getreide Verarbeiter ist unterirdisch !
    Vor einigen Jahren , als Braugerste sehr knapp und teuer war konnten
    die Mälzereien plötzlich normale Wintergerste brauchen .
    Ich gehe davon aus das dies auch in Mühlen der Fall ist .

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  15. Kemetbauer sagt

    Dass unsere Produkte nur nach verarbeitungstechnologischen Kriterien bewertet werden, ist nicht neu. Dass eine Bewertung nach ernährungsphysiologischen und sensorischen Wertmaßstäben auf dem Altar der Technologie geopfert wurde, hat uns auch nicht sonderlich gestört. Erst die Reduzierung des N-Aufwandes lässt zutage treten, dass wir über einen langen Zeitraum, völlig vorbei an den eigentlich wichtigen Nahrungsmittelwertmaßstäben, eine zweifelhafte Qualität erzeugt hatten. Es ist ein Märchen, dass die industrielle Verarbeitung von Lebensmittelrohstoffen ausschließlich auf der Basis der bisher gehuldigten Inhaltsstoffe funktionieren kann. Warum kann man den Bauern den Einsatz der Produktionshilfsstoffe vorschreiben und der Verarbeitungsindustrie nicht? Will der Kunde wirklich diese Luftnummern von Brötchen? Das Volumen der Brötchen, Semmeln und Schrippen würde um lediglich ca. 5% abnehmen, wenn man Weizenmehl mit 10% Gesamtprotein verwenden würde. Der Kunde würde es wohl kaum merken. Wir Landwirte haben es zugelassen, dass die Qualität unserer Erzeugnisse dem Technologiegeist unterworfen wurde. Und das sowohl in der pflanzlichen als auch in der tierischen Erzeugung. Können wir uns das überhaupt weiterhin leisten? Die Zeit des hohen N-Aufwandes ist vorbei. Wetter/Klima sorgen für weitere negative Einflüsse auf die „Qualität“ der pflanzlichen Erzeugnisse. Es ist an der Zeit, der verarbeitenden Industrie klar zu machen, dass die Zeit völlig übertriebener „Qualitätsansprüche“ vorbei ist.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Viele Steuerberater signalisieren bereits, dass nicht wenige Bauern Kredite benötigen, um ihre derzeitigen Kredite überhaupt irgendwie bedienen zu können. Ein langsames, sehr grausames Sterben auf Raten. Hinzu kommt, dass die Finanzindustrie die Richtlinien für die Kreditvergabe zusätzlich verschärft hat.

      Unsere moderne Erntetechnik wäre durchaus imstande, die Getreidebestände auch bis 20% Feuchte abzuernten. Welche Konsequenzen hätte das aber für die Erzeuger!?

      Nachdem die Produktepreise ohnehin schon bewusst forciert in den Keller gerauscht sind und wie üblich gnadenlos Erntedruck erzeugt wird, bliebe sodann auf unseren Bauernkonten überhaupt nichts mehr hängen.

      Der Klimawandel geht in Fragen der Ernährungssicherheit offensichtlich stringent am diesem Sektor vorbei. Die Nahrungsmittelpreise in unseren Heiligen Hallen sind zwischenzeitlich jedenfalls komplett entkoppelt von den Realitäten auf unseren Höfen. – Wie lange kann so etwas noch gut gehen!?

      Wegen Essen sind im Verlaufe der Menschheitsgeschichte schon sehr viele blutige Kriege entbrannt…!!! Die Bauern werden im Fall der Fälle die ersten sein, denen man die Schädel einhaut; so oder so mithin der Prellbock der Nation.

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        • Kemetbauer sagt

          Mal ganz realistisch betrachtet, was ist grundsätzlich falsch an den Aussagen von Balmann? Der Kampf gegen den Strukturwandel erinnert mich doch sehr an Don Quichotte. Die Politik suggeriert uns, dass sie die kleinen Betriebe wohlwollend betrachtet und angeblich auch erhalten will. Die Maßnahmen dazu wirken allerdings diametral zur Verlautbarung. Wir haben zu wenige Hofnachfolger. Das ist eine Folge der wirtschaftlich nicht sonderlich guten Situation auf vielen Höfen. Freizeitfreundlicher Ackerbau? Schon seit drei Jahren zum größten Teil nicht mehr wirtschaftlich. Veredlung? 365/24? Oft mit einem Familienleben nicht mehr kompatibel und für notwendige Investitionen sind die Zukunftsperspektiven zu unsicher. Nischen sind fast durchweg mit hoher Arbeitsbelastung verbunden. Wo also winkt die tolle Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland? Flächenstarke Betriebe mit geringen Flächennutzungskosten, haben passable Aussichten. Eine Garantie für das Überleben allerdings haben auch die nicht.
          btw: Hier in meiner Region hört gerade ein 600er Milchviehbetrieb mit BGA und 1100 ha Fläche auf. Von den Daten her eigentlich ein Zukunftsbetrieb. Die Gründe für die Aufgabe: Mitarbeiter gehen in Rente und keine neuen folgen, Pachtpreise steigen, Einspeisevergütung der BGA ist unsicher, Pachtflächenverlust, hohe TA-Kosten, defizitärer Ackerbau usw. usw. . Wahrscheinlich kommt jetzt ein Niederländer. Die sind, weil sie in ihrer Heimat die Betriebe aufgeben, sehr flüssig.

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          • evonik sagt

            So ist es real! So wird aber der ländliche Raum zum billigen Rohstofflieferanten.
            Da muss mer sich was einfallen lassen.

            Ich denke wir sollten Versuchen, die Lebensmittelindustrie aus zu schalten.

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            • Arnold Krämer sagt

              Außer Obst, Gemüse (auch Kartoffeln) und Eier ist praktisch nichts unmittelbar konsumfähig. Und möglichst viel muss auch für Zeiten außerhalb der Ernte haltbar gemacht werden. Alles andere ist deshalb nicht nur markttechnisch gesehen Agrarrohstoff.
              Ländliche Räume waren und sind immer Rohstofflieferanten. Diese stehen aber in der Regel gut da, wenn es in der Region Unternehmer gibt, die als Kunden der Landwirte gut veredeln und vermarkten. Das dürfen gerne auch Unternehmer/Unternehmen sein, die z. B. in den Niederlanden ansässig sind. Wer verarbeitet denn die Kartoffeln und Zwiebeln vom Niederrhein?

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          • Lady sagt

            „Mal ganz realistisch betrachtet, was ist grundsätzlich falsch an den Aussagen von Balmann? “

            Das weiß ich auch nicht. Ich habe allerdings den Eindruck, dass hier einige seine Aussagen nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Und daher reflexartig abwehrend oder auch abwertend reagieren. Ich halte das für unklug.

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            • Arnold Krämer sagt

              Man kann die ökonomische und soziale Lage der Landwirte im Norden, Westen, Süden und Osten Deutschland kaum angemessen differenziert beschreiben. Jeder Landwirt formuliert seine (Vor-)Urteile vor dem Hintergrund seines eigenen Betriebs und seiner unmittelbaren Umgebung.
              Und auch die Professorenschaft ist unterschiedlich privat und wissenschaftlich sozialisiert worden und mit dem Älterwerden und der Entfernung von der Praxis mehr und mehr auf (unvollständige, teilweise falsche) Statistiken angewiesen.
              Den besten regionalen Einblick/Überblick haben m.E. aufgeschlossene, erfahrene Sachbearbeiter von landwirtschaftlichen Buchstellen mit ihrem Blick nicht nur auf die Zahlen, sondern auch auf das familiäre Geschehen.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Wenn ich nun daran denke, dass es nicht nur für die Renaturierung kein Geld gibt, sondern jetzt auch noch die Agrarsubventionen gekürzt werden, also nur hoch technisierte Riesenbetriebe die von der Bevölkerung geforderten niedrigen Lebensmittelpreise und die Renaturierung unter einen Hut kriegen werden, dann frage ich mich, ob all jenen 80% Österreicher_innen, die Frau Gewessler gefeiert haben, weil sie in der EU das Renaturierungsgesetz durchgesetzt hat, ob denen klar ist, dass das jetzt das Ende der in Österreich viel gepriesenen klein strukturierten Landwirtschaft bedeutet.

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      • evonik sagt

        Unser Landhändler hat im Frühjahr 2024 gesagt:

        „Ich bin zur Zeit mehr Bank als Landhändler!“

        Ich habe auch den Eindruck, dass er die kleineren Bauern weg haben will. Das würde ihm eine Menge Aufwand sparen. Vermutlich liefern die Kleineren (NE) auch schlechtere Qualitäten, weil oft das Wissen fehlt.

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  16. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Guten Morgen, Herr Dr. Kremer-Schillings!

    Aus Ihrem vorstehenden Artikel kann man sehr gut herauslesen, wer augenscheinlich von der LW existieren können muss. Sie ganz offensichtlich nicht.

    Wer angesichts der aktuellen Situation unsere Erzeugnisse noch immer in Ausschließlichkeit für den Nahrungsmittelsektor denken möchte und damit Wertschöpfungsalternativen rigoros ablehnt, der ist in der Zeit wohl noch immer nicht angekommen.

    Genau eine derart unerbittliche Haltung trägt dazu bei, dass die Bauern gegenwärtig einer perfiden Erzeugerpreisabwärtsspirale ausgesetzt sind. Dabei benötigen wir nachweislich ENERGIE – und noch mehr ENERGIE! Die Masse des Futterweizens, die per definitionem nicht den „äußerst hehren Qualitätsparametern“ unserer Handelspartner gerecht werden, könnten zu Alkohol vergoren werden zum Zwecke der Verbrennung in unseren Verbrennermotoren. Warum aber verweigert man sich einem solchen Potential in schönster Kontinuität!?

    Die Frage stellt sich nun für mich hier tatsächlich, für WEN obige Zeilen also verfasst wurden…!? Für den gemeinen Bauernstand wohl eher nicht, dessen Sorgen sind dabei nicht widergespiegelt für meine Begriffe.

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    • Christian Bothe sagt

      u.W. Das was B.Willi für die noch zu erntenden Bestände an WW und Raps sagt, gilt in vollem Umfang auch für Ostthüringen! Unsere Landwirte warten auf Sonnenschein,um weitere Qualitätsminderungen und Preisabschläge vermeiden zu können. Was machen wir mit dem Futterweizen? Haben ja ein Kraftfutterwerk in der Nähe und Bioäthanol Zeitz ist auch nicht weit! Futter und Biokraftstoffe werden gebraucht,und ich sehe das wie u.W. Also erstmal ernten und dann verkaufen mit entsprechenden Erlösen ( hoffentlich )für den Landwirt.
      Momentan noch regnerisch hier…

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    • Bauer Willi sagt

      @komplizierter Wurzelwicht
      Ich habe im obigen Artikel beschrieben, welche Kriterien benötigt werden, um Weizen als Backweizen vermarkten zu können. Das ist in landwirtschaftlichen Kreisen sicherlich bekannt, außerhalb eher nicht. Für die habe ich das geschrieben.

      Wie man aus dem Artikel herauslesen kann, woraus mein Einkommen besteht, kann ich nicht nachvollziehen. Außerdem: was hat das mit dem Thema zu tun?

      Da ich immer betont habe, dass ich Nebenerwerbslandwirt bin (so wie 52% der Landwirte) ist es ja logisch, dass ich noch eine weitere Einkommensquelle gehabt haben muss. Auch das ist allgemein bekannt und kann unter „Zur Person“ nachgelesen werden.

      Habe dort gestern eine aktuelle ChatGPT-Abfrage eingestellt…

      Doch zum Thema: Biogas kann man nicht essen, Bioethanol nur bedingt trinken. Bevor unsere Rohstoffe in die Energie fließen, kann man unsere Produkte ja noch über den Tiermagen veredeln und so der menschlichen Ernährung zukommen lassen. Das ist meine Meinung, Sie dürfen gerne eine andere haben. § 5 GG…

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        …Mit Ihrer Meinung kann ich sehr gut leben und respektiere diese auch.

        Ich will ja keine „Hirnwäsche“ betreiben, sondern alternative Wege aufzeigen, über die es sich realiter nachzudenken lohnt. Solche Gedankengänge sind zugegebenermaßen bisweilen auch äußerst komplex, wie Sie eingangs durch die Blume Ihrerseits zu verstehen geben, werter Herr Dr. Kremer-Schillings.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Übrigens:
          Wer sachkundig ist weiß, dass beim Verpressen von Rapsöl zwei Drittel Rapskuchen übrig bleibt, der als Tierfutter verwertet werden kann u. sogar für die menschliche Ernährung tauglich wäre.

          Beim Bierbrauen stehen die Biertreber, Hefe u.a. zur Verfügung.

          Würde man ansatzweise nur die Hälfte der sinnlos verbratenen Subvetionen, die bislang in die Wasserstofftechnologie geflossen sind, in die Fortentwicklung der Alkoholproduktion verwandt haben, so könnten wir in diesem Umfeld nicht nur in der LW schon weitreichende Fortschritte erzielt haben.

          Die Welt um uns herum ist innovativ fortschrittlich aufgestellt, während wir uns noch immer mit den Animositäten unserer Superreichen befassen lassen und damit perfide ignorant den Zahn der Zeit verpennen. Ein Luxus, den wir uns nicht leisten können. Jammern ist kein einträgliches Geschäft!

          Und das, werter Herr Dr. Kremer-Schiĺlings, ist Wissen, keine Meinung…!

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