Bauer Willi
Kommentare 80

Es gibt kein Nullrisiko…

Und wir fürchten uns vor den falschen Dingen. So auch vor Glyphosat. Und warum mehr Hygiene beim Kochen viele echte Risiken senken könnten. Ein lesenswertes Interview mit dem Präsidenten des Bundesinstitutes für Risikoforschung.

http://www.nrz.de/leben/risikoforscher-wovor-wir-uns-wirklich-fuerchten-sollten-id209872741.html

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80 Kommentare

  1. Eva-Maria sagt

    4 l Glyphosat pro ha ist weniger giftig als alles andere.
    Wahre Umweltschützer stimmen für Glyphosat!

  2. Friedrich sagt

    @Zenzi . Zu Regenwürmern und sonstigen Kleinlebewesen auf dem Acker möchte ich dir mal eine Zahl geben. Auf 10.000 Quadratmetern Acker sind so ca. 155 Tonnen Kleinlebewesen. Bei den viehhaltenden Betrieben noch mehr. Nach einer längeren Regenzeit kannst du , wenn du den Acker abläufst , ganz viele kleine Regenwurmlöcher sehen.
    Ohne unsere Hauptarbeiter hätten sich die Menschen nicht so vermehren können. Ohne die Verbesserung des Ackers durch den Tierdung über die Jahrhunderte wären für die Erde erheblich weniger Menschen zu ernähren. Wenn du über Land fährst kannst du an der Bevölkerungsdichte die Ertragsfähigkeit der Böden oder den Umfang der Tierhaltung erkennen. Durch die Flucht aus der ehem. DDR gilt das dort aber nicht. Würde mich auch mal interressieren woher die Aussage der Verminderung des Kleinlebewesen im Boden kommt ? Wenn ich bei uns mit dem Spaten im Boden grabe , habe ich immer viele Regenwürmer in der Erde.

      • Martin Gork sagt

        Zenzi, wie lebt ein Regenwurm?
        Er beschafft sich Nahrung und lässt diese reifen, während der Reife ruht sich der Wurm aus.
        Hat er keine Nahrung, dann ist er aktiv und sammelt Pflanzenreste.

        Wie man sieht, hat der Wurm in der Glyphosatvariante ausreichend Nahrung gefunden durch die abgestorbene Pflanzenmasse und kann seine Energie sparen.
        Tiere sind anscheinend intelligenter als viele Menschen, die lassen sich von solchen spaßigen Studien nicht veräppeln.
        Allein schon die “Feststellung”, abgestorbene Pflanzen geben Nährstoffe frei, während wachsende welche aufnehmen… Diese “Studie” ist mehr als peinlich, die Macher dieser Studie halten anscheinend eine ganze Reihe von Menschen für blöd und mir scheint damit haben die nicht ganz unrecht. Das abgestorbene Pflanzen Nährstoffe freisetzen ist seit doch etwas längerer Zeit bekannt.

        • Brötchen sagt

          In dem Bericht vom br da erinnere ich mich war es so, das die Zahl und die Beweglichkeit der Würmer vermindert war. Also es waren nicht alle Würmer Tod!
          Es gab folgende Fall in bb, erhöhte rückstandswerte im Honig! Folgende Erklärung, blühende Unkräuter gespritzt, in der Zeit zwischen der Behandlung und dem absterben der Pflanze und abbau der Substanzen, haben die Bienen Nektar gesammelt. Es gibt auch im Pflanzenschutz kein nullrisiko.

          • Martin Gork sagt

            Die Regenwürmer bewegen sich zum Röhregraben und zur Nahrungssuche.
            Wenn die ausreichend Nahrung gefunden haben, dann sparen diese ihre Energie.

            Und in einem Blumentopf wird man nicht sonderlich aussagekräftige Ergebnisse bekommen.
            Wenn hätte Glyphosat mit der mechanischen Unkrautbeseitigung verglichen werden müssen, aus ersichtlichem Grund wurde das nicht gemacht. Was die Studie bezwecken sollte, das hat sie getan aber mit fachlicher Arbeit hat das nun wirklich nichts zu tun.

            • Brötchen sagt

              Ich erinnere mich schwach an den Beitrag, dachte die hätten das auf dem Acker gemacht. Erde ausgewaschen und Würmer gewogen und gezählt. Könnte man ja nach machen. Denke die hatten schon eine Kontrolle und eine Behandlungsgruppe. War irgendeine Uni in Bayern. Kann natürlich ein methodischer Fehler vorliegen. Es ist aber kein Beweis wenn man stolz Regenwürmer nach einer Behandlung vorzeigt. Das ist genauso postfaktisch wie hier teilweise beklagt.

            • Martin Gork sagt

              Das kam aus Wien Boku…
              Methodische Fehler?
              Noch schlimmer sind die gemachten Aussagen.

              12,68 KG Glyphosat und Pelargonsäure (!)…
              Vielleicht hätte das Boku mal nur das Herbizid Pelargonsäure alleine testen sollen, schließlich handelt es sich um ein im ökologischen Landbau zugelassenen Wirkstoff.
              Und 13KG RoundUP Speed wird wohl niemand ausbringen.

              ZITAT:
              “Das ungewöhnliche Anwendungsmuster von 3 Roundup Anwendungen mit der hohen
              Aufwandmenge von insgesamt 12,68 kg Glyphosat/ha sowie die Tatsache, dass mit Roundup
              Speed Pelargonsäure als zusätzlicher Wirkstoff appliziert wurde, reduzieren die Aussagekraft der
              Studie hinsichtlich der tatsächlichen Auswirkungen von Glyphosat bei Einhaltung der
              Anwendungsbestimmungen.”
              ZITAT Ende.

              https://www.ages.at/fileadmin/AGES2015/Themen/Pflanzenschutzmittel_Dateien/BOKU_Regenwurmstudie_Stellungnahme.pdf

            • Brötchen sagt

              Martin gork! Danke! Gut man könnte gutwillig unterstellen, es wurde ein maximal versuch gemacht.

  3. Friedrich sagt

    Ja so ist das mit dem tatsächlichem und gefühlten Risiko. Es ist Wahlkampf in Deutschland und die GRÜNEN verlieren Stimmen . Also aufgepaßt was die GRÜNEN bis zum September wieder anbringen , um den Menschen “Angst” zu machen . Die haben sich wieder schwer die Landwirtschaft im Wahlkampf auf die Fahnen geschrieben. Mit MRSA, Glyphosat und Nitrat hat es ja nicht so ganz geklappt. Mal sehen , was die jetzt aus der Tasche ziehen. Unsere Umwelt- und Tierschutzdiktaturpartei ist sich für nichts zu schade. Gut , daß unser Alois und Willi uns schon mal vorbereiten. Unsere Politiker sind Meister aus einer Fliege einen Elefanten zu machen , um von den wirklichen Problemen abzulenken.

  4. Zenzi sagt

    Das erleben Regenwürmer und andere Nützlinge in der Erde sicher anders.
    Amphibien in Gewässern an gespritzten Wiesen ebenso.
    Bei H. Hensel fällt mir nur ein: Wess` Brot ich ess, dess` Lied ich sing. Der kratzt auch nachträglich Monsanto kein Auge aus.
    Die Beispiele des Risikoerlebens im Zusammenhang mit dem Totalherbizid zu bringen halte ich für verfehlt. Beispiele mit “Autoverkehr, Flugzeug, Rauchen, Hausarbeit usw” sind treffender und anschaulicher in Zusammenhänge zu bringen.
    Das Risiko von Glyphosat und seinen Wirkstoffen im menschlichen und tierischem Organismus ist noch nicht genügend und unabhängig erforscht.
    Hygiene beim Kochen, besonders z.B. bei Hühnchenfleisch oder Eier walten zu lassen, sollte selbstverständlich sein. Und ja, da gibt es auch Todesfälle, besonders in Altenheimen. So ein paar Salmonellen können besonders gefährlich in Großküchen sein. Aber in Relation zu Glyphosat? Quatsch mit Sosse!

    • Schmeckt gut sagt

      Im englischsprachigen Raum ist die Bewertung des Risikos genauso, wie Herr Hensel es beschreibt. Hygiene steht zu Recht an erster Stelle, Bewertungen der Rückstandswerte werden realistisch betrachtet – nicht hysterisch, wie in Deutschland. Überdosierungen von Roundup, wie oft außerhalb von Europa im Zusammenhang mit GVO, werden genauso kritisch gesehen und dies halte ich für richtig. Aber Zenzi, die Hysterie, die Sie hier verbreiten, wird halt vom Präsidenten des BfR nicht geteilt. Er wird ihre Kritik zur Kenntnis nehmen und seine Positionen weiter vertreten. Das zeichnet Herrn Prof.Dr.Dr. Hensel eben aus.

      • Zenzi sagt

        Ich poste hier keine Hysterie. Auch “fürchte” ich mich nicht vor Glyphosat. Dass Glyphosat Gewässerschädlich ist und damit abträglich für Amphibien und Regenwürmer ist selbst den Herbizidanwendern ein Begriff, der sich nicht wegdiskutieren lässt. In der Tat teile ich die willkürlich nach oben gesetzten Rückstandwerte für Glyphosat nicht. Besonders bei Hülsenfrüchte (Linsen) kann dies zum Problem werden. Hygiene im privaten Bereich oder gar die Probleme bei der Krankenhaushygiene mit Todesfällen sind mit Glyphosatgrenzwerten nicht vergleichbar. Zudem will ich hier auch keine Landwirte angreifen, sondern plädiere für eine sachliche Diskussion.

        • Sandra Harms sagt

          @ Zenzi
          was sind denn in ihren augen die alternativen zu glyphosat? und wenn sie welche im ärmel haben, die sie jetzt rausschütteln, bitte bedenken sie, das diese alternativen nicht teurer sein dürfen,nicht mehr co2 ausstoßen dürfen, den erosionsschütz, sowie das greening nicht in beeinschränken dürfen. bin gespannt.

          • Zenzi sagt

            Die eierlegende Wollmilchsau soll ich jetzt nennen? Zu DEM Totalherbizid gibt es keinen Ersatz. Aufjedenfall sollte die Anwendung stark eingeschränkt werden und die Auflagen dazu verschärft. Die Grenzwerteinhaltung sollte mit Stichproben kontrolliert werden. Größere Abstände zu Gewässern, Bächen und Flüssen.
            Gute fachliche Praxis, Fruchtfolgen ausweiten ähnlich dem Biolandbau. Nicht nur “weiter so” besonders ohne Sikkationsspritzungen. Bislang liegt es im Ermessen des Landwirtes wie er spritzt. http://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2012/Haalck.pdf
            Was haben die Landwirte früher ohne Glyphosat gemacht …

            • Sandra Harms sagt

              @Zenzi
              die landwirte haben früher eben gepflügt, zig mal ihre stoppeln mit der fräse bearbeitet. klar könnte man das heute auch noch, aber, thema erosionsschutz ist dann hin, ich erinnere an die toten auf der autobahn in mek-pom vor paar jahren… ebenso ist bodenbearbeitung teuer,sprich es brauch viel diesel und dauert seine zeit…. thema grenzwert einhaltung, ich denke wenn man an die so oft zitierten 5000l bier denkt die man täglich trinken müsste um an den grenzwert der täglichen ungefählichen aufname, die noch einen sicherheitsfaktor beinhaltet, denkt ist das thema wohl abgehakt.
              thema sikkation, ich bewirtschafte meinen betrieb seit 12 jahren und baue rund 150ha getreide an, in den 12 jahren habe ich (wie es noch erlaubt war) insgesammt auf 50ha eine sikkation vorgenommen, dh. 12jahreX 150ha = 1800ha… davon 50ha macht rund 3% meiner getriede fläche aus… das mal um aufzuzeigen über wieviel überhaupt geredet wird….
              thema fruchtfolgen, die halten wir alle ein, besonders weils zingend notwendig ist, um 1. seine diekzahlungen nicht zu gefährden,2. weil sonst die erträge sinken und sich pflanzen krankheiten ausbreiten. sicher könnte man fruchtfolgen durch zustzliche früchte aufpeppen, aber da ist dann wider angebot und nachfrage,sowie die erforderliche technik , der bestimmende faktor.aber letzlich helfen auch keine noch so ausgefeilten fruhtfolgen davor das man unkraut auf dem acker hat, ebenso ist das von der politik verodnetet GREENING welches zu rund 40% über den anbau von zwischenfrüchten erfüllt wird, auch so ein thema, denn ist der winter nicht kalt genug, frieren die zwischenfrüche eben nicht ordentlich ab… und stehen dann als unerwünschte pflanzen im frühjahr wider da….
              Ganz klar, weniger ist manchmal mehr, und genau so agieren die aller meisten landwirte auch, viele bleiben mit ihren aufwandmengen unter den empfelungen der hersteller. war letzte woche erst zu lesen.

            • bauerhans sagt

              “Was haben die Landwirte früher ohne Glyphosat gemacht …”

              mehr geackert,dadurch höhere kosten und mehr erosion,dadurch geringere erträge.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Im Bereich Weinbau kann ich ihnen sagen, unter den Stöcken wurde die Handhacke benutzt.

          Zu einem Test lade sie gerne ein, 35° im Schatten bei 90% Luftfeuchtigkeit wäre Ideal.

  5. bauerhans sagt

    gestern hatte ich ahl (flüssigdünger) ausgebracht,auch direkt am kindergarten.
    da lagen natürlich wieder verschiedene dinge auf dem acker und ich hatte angehalten und die sachen über den zaun zu den kindern geworfen,die sich sehr höflich bedankten!
    ich hab ihnen dann erklärt,dass ich kein “gift spritze”,sondern dünger,der aber an den händen brennen könnte und sie möchten bitte zurücktreten,was sie auch taten.
    jetzt hoffe ich,dass ich damit ein wenig verständnis geweckt habe.

    • Andreas Schmid sagt

      Spielzeug, muss ich auch immer wieder zurück werfen. Aber ab Sommer hilft beim rauswerfen mein jüngster.

  6. Duffy sagt

    Klasse Idee Herrn Hensel zu Wort kommen zu lassen.
    Rückt ziemlich viel wieder in ein anderes Licht. Hatte das Vergnügen ihn in Herrsching zu erleben, seine Art macht Spaß beim Zuhören.

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