Gleich drei Artikel zum Thema Ernährung (und damit auch Landwirtschaft) hat die Wochenzeitschrift FOCUS in den letzten Tagen veröffentlich. Und die fallen anders aus als erwartet.
- Focus: Vegane Burger spalten die Kundschaft: „Ist wie mit E-Autos, den Schrott braucht niemand“
Die vegane Fast-Food-Kette Swing Kitchen hat Insolvenz angemeldet und verlässt den deutschen Markt. Geschäftsführer Albrecht Eltz begründet dies hauptsächlich mit dem ungünstigen Zeitpunkt. Im Netz entfachte eine hitzige Diskussion dazu.
- Focus: Nur zwei Kartoffeln am Tag können Ihr Leben verlängern
Sie lieben Kartoffeln? Dann haben wir gute Neuigkeiten: Eine Studie zeigt, dass der Verzehr von zwei Kartoffeln am Tag das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und somit das Leben verlängern kann.
- Focus: Von wegen Krankmacher! Jetzt räumt Experte mit den fiesen Milch-Mythen auf
Die Debatte um den Konsum von Milch und ihr Einfluss auf unsere Gesundheit wird erneut angefacht. Ernährungswissenschaftler Uwe Knop wirft einen kritischen Blick auf die jüngsten Forschungsergebnisse.


Ist schon schieti, wenn man auf Psy-Ops vom FlOCUS angewiesen ist. Aber jetzt tickt er ja wieder richtig.
war das teure Kalb ein
Fleckvieh oder Simmentaler?
Das ist Fleckvieh, wir haben sehr grosse, kräftige Kühe, eher schon Richtung Fleisch. Ich weiss noch, wie ich vor 23 Jahren diese „Elefanten“ bestaunt habe. Hatte vorher noch nie so kräftige Milchkühe gesehen ! Und ich bin ein Jahr mit einem Tierarzt unterwegs gewesen.
Wir hatten in der Schweiz Simmentaler, die waren viel leichter, da sah man auch noch die Hüftknochen und Rippen.
„Nur zwei Kartoffeln am Tag können Ihr Leben verlängern“
„Besonders beeindruckend: Für jede zusätzliche tägliche Portion von 100 Gramm Kartoffeln, etwa eine mittelgroße Kartoffel, sank das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die allgemeine Sterblichkeit um etwa 4 Prozent.“
Bei Einigung über die Anzahl an Kartoffeln KÖNNTE sich das schick zur Wunderheilung kumulieren … oder doch (falls zusätzlich!) eher zur Wampe.
Vor solchen Märchen über so singulare Stellhebel zur Lebensrettung warnt die Vernunft.
Möglicherweise haben sich die Leute, die über 33 Jahre der gekochten Kartoffel als ein Hauptteil ihres Essens treu blieben, sich auch nur auf vergleichweise insgesamt altmodisch ausgewogene Art ernährt und dass gekochte Kartoffeln gesundheitsdienlicher sind als angefettete, frittierte oder verchipte, naja, schönes Forschungsergebnis.
Wenn man nach 60 Jahren altmodischer Ernährung mit Kartoffeln , Gemüse, Fleisch, Salat , Obst, Schwarzbrot und Käse noch keine Tabletten braucht , dann war die Ernährung bislang nicht verkehrt, Herr Schubert.
Sie erwidern da korrigierend auf etwas, das ich nicht gesagt habe, Herr Clasen.
Allerdings, wer sagt ihnen, dass die Leut nach 60 Jahren keine Tabletten brauchen? Das dürfte eher die ausnahme als die Regel sein.
Herr Schubert , Selbstversuch, in der Hoffnung ,
das es so bleibt.
Ach,denn leben die meisten Menschen mit Fritten und Chips ja richtig gesund .😁
Es hätte ja fast schon was Investigatives an sich, wenn sich Medien auch mal daran wagen würden, die ganzen „Experten“ von damals wieder namhaft zu machen, die den ganzen Mist über verschiedenste Lebensmittel aufgebracht haben:
Kartoffel quasi giftig und lebensverkürzend – dafür irgendwas aus dem Ausland viel besser
Milch quasi giftig und lebensverkürzend – dafür irgendwas aus dem Ausland viel besser
Heimischer Fisch quasi giftig und lebensverkürzend – dafür ausländischer Lachs viel besser
etc. etc.
Man könnte die alle ja mal nach ihren Geldgebern fragen.
Das Traurige ist, daß schon damals viele Ärzte unter diesen „Quacksalbern“ dabei waren.
Erstaunlich, dachte ich tatsächlich auch nach der Lektüre des Milch-Artikels.
Auf einmal darf sich da einer über Fakten auslassen, die man vorher fast nur in diesem Blog zu lesen bekam.
Danke fürs Teilen!
Mehr als „Nix Genaues weiß man nicht“ konnte ich dem Milch-Artikel leider nicht entnehmen. Und das wusste ich schon vorher. Lieber spare ich mir die ganzen Angst-PR Artikel.
Na gut, ohne Werbung und gewürzt mit viel Polemik ist es natürlich sehr unterhaltsam, aber wo gibts das noch?
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ernaehrungsexperte-udo-pollmer-calcium-ist-eine-gefahr-fuer-100.html
Stadtmensch, interessant wird der Artikel ja erst nach dem „Nix Genaues weiß man nicht“. Ich war auch versucht, da aufzuhören. Aber es hat sich gelohnt, weiterzulesen. Nicht wegen der Schlussfolgerungen, sondern wegen der Aspekte, die der Autor anspricht und die sonst in der Regel ausgeklammert werden. Beispiel „Biokälber“. So deutlich hat man das sonst nur von Herrn Bröcker hier im Blog verklickert bekommen. 😉
Sicher. Die vielen Bullenkälber sind auch bei den Konvis wenig wert. Aber was weiß ich schon.
Es geht um die Entzauberung des Bio-Gefühls. Der Ton ist neu.
Stadtmensch, wer Kälber kaufen will, um sie auf seinem Biobetrieb aufzuziehen zur Mast in einem Stall oder auf der Weide kann ebenso gut konventionelle Kälber kaufen. Sobald das Tier eine gewisse Zeit ( zwei Drittel des Gesamtlebens, aber ohne Gewähr ) auf dem Biobetrieb war, wird es automatisch auch „Bio“. Also ein 4 Wochen altes Kalb ist mit gut 3 Monaten „bio“. Deshalb gehen auch unsere Biokälber ganz normal auf die Kälberauktion, da macht man keinen Unterschied. Schätze mal, dass ist so, weil Aufzüchter viel zu wenig Kälber aus Biobetrieben kriegen könnten. Letzte Woche ein 4 Wochen altes Bullenkalb für 1070.- Euro verkauft.. auch die schwarz-weissen „schlanken“ Bullenkälber erlösen 2-300.- Euro, also das mit dem kein-Wert-Kalb ist wohl vorbei. Zum Glück.
war das teure Kalb ein
Fleckvieh oder Simmentaler?
bestimmt WBB…
Was ist das, Peter?
https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fblaue_Belgier
Danke Peter
Das sind ja Fleischpakete,
Alles Züchtungsarbeit?
Damit immer genügend billiges Fleisch da ist?
Nicht viel (zu mind. über Bullenkälber…😉) https://www.landwirtschaft.sachsen.de/nutztierpreise-kaelber-mitteldeutschland-und-ostdeutschland-54528.asp
Irgendwann ist die linksgrüne Ideologie mit ihren Lügen am Ende und diesem Punkt kommen wir so langsam immer näher. Auch wenn sie um sich schlagen ist das nur das letzte A
ufbäumen, denn die Realitäten holen sie ein. Ihnen glaubt keiner mehr und das kann man an den Umfrageergebnissen sehen. Die Wähler wollen die Politik des Woke , Haltung , usw. nicht mehr , sondern Realpolitik die Wohlstand und Wirtschaft fördert. Diese Politik der Selbstvernichtung mit Hilfe der Angstmache , CO2-Neutralität , Migration und der Geldverschleuderei in die Welt geht zu Ende, weil der Zusammenbruch der Sozialsysteme in vollen Gange ist. Da denkt natürlich jeder hart arbeitende Steuerzahler erst einmal an sich selbst , denn die Explosion der Renten-,Kranken-und Pflegeversicherung kann so nicht hingenommen werden. Sparen ist angesagt ! CO2 , Migration, Entwicklungshilfe , Energiewende sind zu reduzieren oder ganz abzuschaffen. Ruckzuck stehen im Jahr über 100 Mrd. Euro zur Verfügung und damit können die sozialen Sicherungssysteme locker finanziert werden. Leider ist in Berlin noch nicht die Sachlichkeit und Realität eingezogen und die alten Kader der letzten Vorgängerregierungen verharren mit ihrer Ideologie noch auf ihren Führungsposten , denn anders kann man sich die vielen Fehltritte der Regierung nicht erklären. Ein „Großes Ausmisten “ ist da wohl erst einmal angesagt. Eine ordentliche Kartoffel mit Quark und Salat ist eben besser als das Essen in einem Fast- Foodladen.
Für mich haben diese wiederholten Artikel zu diesem oder jenem Lebensmittel, dieser oder jener Ernährungsform, dieser oder jener Weltrettungsmöglichkeit durch Essen…..den gleichen Wert, wie die Geschichten über die Promis in der Boulevard- und Regenbogenpresse: Unterhaltung und Aufmerksamkeit damit sie Umsätze generieren können. Es ist doch eine Geschäftswelt, es ist eine Medienindustrie, die leben möchte. Leider haben Artikel eine andere Wirkung, als ein Sack Kartoffeln.😎
R.S.
Ich habe den Artikel gebracht, weil es schon auffällt, wenn ein Medium gleich drei Artikel zur Ernährung bringt, die man so nicht erwartet hat. Persönlich habe ich den Eindruck, dass die Medienwelt sich gerade etwas ändert, weg vom grünen Mainstream.
…zeitgleich hat „jedmand“ was gegen Milch: https://www.saechsische.de/lokales/bautzen-lk/radeberg/aktivisten-blockieren-muellermilch-zufahrt-in-leppersdorf-AXUADYGLPBELTPGSO5MCNWVG7E.html
…und zwar so richtig: https://www.youtube.com/watch?v=ZfOcZCN2zhc
Interessant: Man konnte lange denken, dass Proteste gegen die „Agrarindustrie“ vor allem gegen die Schweinehaltung gerichtet sind. Dass es mittlerweile auch die Kuhbauern (hier über den Kapitalisten Müller) „erwischt“, zeigt, dass die Proteste grundsätzlich auf die marktwirtschaftliche Ordnung abzielen.
Ab in die Planwirtschaft!
es ist eine Aktion der Veganer von Animal Extinction die haben ja kürzlich auch im Kuhstall von Felßner eine führende Rolle gespielt sowie kürzlich im Nürnberger Zoo gewirkt
Bleibt nur zu hoffen es dauert nicht so lange und es muß keine MIlch entsorgt werden aber das ist denen sicher völlig egal
Diesen „Aktivisten“ geht es nur um die Verringerung der Tierhaltung. Ich denke die Aktivisten ändern nur ihre „Strategie“. Da vom Minister wohl keine strengeren Tierhaltungsvorgaben bei der Anbindehaltung mehr zu erwarten sind, versuchen sie jetzt den Vertrieb der Milch zu sabotieren. Müller lebt vom guten Image seiner Herstellermarken (Weihenstephan, Bärenmarke, Müllermilch) und verarbeitet (soweit ich weiß) einen großen Teil der Milch aus Anbindehaltung in Bayern. Sollte Müller demnächst ein paar Kündigungsschreiben an die Anbindehalter versenden, haben die Aktivisten ihr Ziel erreicht.
es geht bei denen nicht um eine Verringerung der Tierhaltung sie wollen sie komplett abschaffen. Ihr Ziel ist auch nicht erreicht wenn die Anbindehaltung aufgegeben ist. Sie wollen das ALLE (und ich meine Alle ohne Ausnahme) MÜßEN VEGANER WERDEN! Verbunden ist dies mit einem SYSTEMWECHSEL.
Ob dies dann das Ende ist wird sich zeigen. Also werden wir für einen längeren Zeitruam mit neuen Aktionen rechnen müßen bis sie ermüdet sind. Danch werden sich wohl neue Gruppen bilden mit ähnlichen Themen und das ganze beginnt von vorne.
Ist ja nicht neu wir haben die RAF, Startbahn West und andere Bewegungen überstanden. Heute fliegen die Aktivisten von der Startbahn West in alle Welt, manche haben es sich bequem gemacht in Behörden, Medien oder wurden sogar Politiker.
Ärgerlich was da abläuft aber juckt am Ende kein Schwein wie man so schön sagt. Ein gutes Steak legen wir in Zukunft wweiter auf den Grill und Kühe werden auch in Zukunft Milch geben.
@Limes
So sehe ich das auch. Wann hat man das letzte Mal von der „Letzten Generation“ gehört? Gibt es die eigentlich noch?
Allerdings sind die Tierschützer bzw. Tierrechtler sehr viel aggressiver. Hoffentlich begehen sie Straftaten und demonstrieren nicht nur… Denn dann sind die Sympathien aus der Bevölkeruung auch schnell futsch.
Peter: eben gelebte Demokratie, egal ob richtig oder falsch…
Das wäre eine angemeldete DEMO neben dem Werkstor. Hier liegt mutmaßlich vor: Sachbeschädigung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und sicher noch eine ganze Menge Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte betroffener Mitarbeiter. Den Polizeieinsatz zahlt wer?
Den selben Eindruck habe ich auch.
Vielleicht sollten wir unterscheiden zwischen der Welt der „Normalos“ und der Welt der Aktivisten. Die jungen links-orientierten Aktivisten, die sich gegen alles Mögliche erheben, haben anscheinend immer noch genug Zeit und Geld, um ihre Aktivitäten umzusetzen. So wenig diese Aktionen im Focus erscheinen werden, so wenig werden Aktivisten sich auf eine neue Sicht der Dinge einlassen.
Vielleicht ist das nur ein Vorgeschmack auf eine Art Krieg der Systeme, welcher ja politisch bereits entfacht ist.
Wieviel % derer sind nur Aktivisten um sich selbst zu verwirklichen,
denen geht es weniger um Fakten.
Ich habe das Gefühl, dass die von den 68iger abkupfern, denn die hatten ja Erfolg mit ihrer Nazischelte, weil es damals auch irgendwie angebracht war. Es gab wohl noch welche mit so einer Gesinnung, aber heute doch nicht mehr.
Also benutzen die das, nur um sich selbst zu verwirklichen, obwohl sie noch nicht mal wissen, was ein echter Nazi ist.
Die sollen sich lieber über die Islamisierung hierzulande aufregen.
B.W.Sehe ich auch ähnlich, wenn ich Journalismus in meiner Heimatpresse zur LW verfolge…
@ BW Hat der grüne mainstream was gegen Kartoffeln als Bestandteil menschlicher Ernährung? Die müssten denen doch mit vegan und regional passen.
@Peter Schubert
Das Thema Veganer haben wir am Sonntag…
Jetzt wird doch noch alles gut.👍
Ich warte jetzt noch auf den Artikel, der die gesundheitsfördernde Wirkung von rotem Fleisch thematisiert. Ich glaub nämlich nicht, dass rotes Fleisch, wie ständig behauptet, ungesund ist. Ich glaub, dass Steak mit Pommes nicht nur schmecken, sondern tatsächlich auch gut für uns ist. Mit den zwei Kartoffeln sind zumindest die Pommes jetzt rehabilitiert.
Ich glaub, dass wir unser leistungsfähiges Gehirn dem Verzehr von massenhaft gebratenen oder gekochten rotem Fleisch verdanken, und nebenher auch Fisch, weißem Fleisch und Eiern. Schließlich ist es laut Wissenschaft das leistungsfähige Gehirn, das uns zu Menschen macht.
Der kommt bestimmt noch…
Zumindest bei den Eiern vollzieht sich gerade eine 180°-Wende:
Sie SENKEN seit Neuestem den LDL-Cholesterinspiegel …
https://www.n-tv.de/wissen/Eier-koennen-schlechtes-Cholesterin-sogar-senken-article25931365.html
Das ist schon länger bekannt , ich glaube, das selbe gilt auch für Fett aus der Milch.
Beides Fett ist ja für deren Babies da.
Wirklich ganz erstaunliche Artikel! …auf gleicher Plattform kann man sich über die Fortschritte für das Erreichen der Klimaziele informieren: https://www.focus.de/politik/ausland/explosionen-in-wolgograd-ukrainische-drohnen-nehmen-russische-erdoelraffinerie-ins-visier_04197db9-00cf-4685-b4a0-f9883776a68d.html
…Ich muß gleich noch ein paar Steak`s für heute Abend aus der Kühltruhe nehmen…
Diesen 3 Artikeln kann man unbelesen nur zustimmen! Das trifft in allen Punkten meinen Standpunkt und den vielen meiner Koll., welche große AG und GmbH führen, und genau solche Nahrungsgüter konventionell produzieren!
Einfach gut vom FOCUS recherchiert…