Bauer Willi
Kommentare 44

Ein ethisches Dilemma

Wieder so ein verdammter Zielkonflikt. Man bräuchte die Honig-Bienen nicht mehr mit Säure ärgern, weil es auch eine andere Lösung geben könnte. Die hat aber was mit Gentechnik zu tun. Was nun?

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/bienen-retten-killerbakterien-die-honigbienen-a-fad8a7ff-064b-4e00-b03c-33b2c2219d21

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44 Kommentare

  1. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin,ein ethisches Dilemma ist für mich heute, die Wahl des Ministerpräsidenten im Thüringer Landtag. Mein Beirtrag hier im Blog wird jetzt für viele von Euch völlig daneben liegen. Aber was hier gelaufen ist, sollte auch uns Landwirte nicht egal sein.
    Da kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, da sollte man Haltung zeigen.
    Für mich wurde hier politisch eine Brandmauer eingestürtz.
    Den besten Vorschlaghammer, hatte hier, die besonders von den Bauern im Westen hochgelobte CDU.

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin@Ein Privatier, Sinnlos auf Ihre Frage zu antworten ,Sie haben nicht kapiert um was es hier wirklich geht. BleibenSie weiter so naiv.

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        • Ein Privatier sagt

          Bis jetzt keine Antwort von Ihnen.
          @DerBrandenburgbauer, vermutlich können Sie mich gar nicht aufklären, weil Sie noch rot hinter den Ohren sind.

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    • sonnenblume sagt

      Chaos in vielen Bereichen. Unsere Altparteinen brauchen sich jetzt nicht echauffieren. Sie haben selber den größten Anteil an der unsäglichen Situaion. Sie sollten zum Wohl des Landes einmal klug und besonnen handeln.

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    • Mr Tom sagt

      Ich glaube, man nennt so einen Vorgang Demokratie. Der Affenzirkus, der nun von Berlin aus gesteuert veranstaltet wird, hat für mich hingegen nicht mehr allzu viel mit Demokratie zu tun.

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  2. Lady sagt

    Drachen, vielleicht noch mal die klare Abgrenzung.
    Honigbiene auf der einen Seite, egal ob jetzt „Nutztier, da gibt es nur wenige Arten ,und Wildbienen auf der anderen Seite, da gibt es mehrere Tausend Arten.Die Mehrheit der Wildbienenarten lebt solitär, wenn auch nicht „alleine“ und hat einen deutlich anderen Lebenszyklus als die Honigbiene. Sie leben häufig nur wenige Wochen. Natürlich gibt es auch bei den Wildbienen bestimmt irgendwelche Milben, siehe auch das Posting von S.Northman. Eigentlich finden sich doch bei jedem Wildtier irgendwelche Parasiten. Nur bleiben die Auswirkungen wegen der völlig anderen Lebensweise vermutlich begrenzt ,der in einer Brutröhre liegende Nachwuchs wird ja kaum infiziert. Also darunter leiden die Bestände der Wildbienen eher nicht, irgendwelche Massenaufkommen von Parasiten kannst du natürlich nie ausschließen.
    Daher ist es auch so ein Desaster, dass die Honigbiene als Aufhänger für die Artenschutzinitiativen hingestellt wird. Wildbienen sind tatsächlich stark und sehr gefährdet, aber sie brauchen keine Blühstreifen. Ihre Anforderungen sind ganz anders, weniger aufgeräumte Landschaften z.B, „zerstörte“ Landschaften usw. Das hat alles eher wenig mit PSM zu tun, da wird ganz viel verwustet.
    Aber klar wäre es interessant zu wissen, ob die wild lebenden Honigbiene damit auch Probleme haben. Möglicherweise haben hier aber auch Kreuzungen stattgefunden, so dass sich das nicht eins zu eine auf unsere Honigbiene übertragen ließe. Richtig ist auch , dass etwa die afrikanische Honigbiene zwar Varroabefall hat, aber damit besser klar kommt. Die Ursachen werden auch erforscht, vielleicht lassen sich da irgendwann mal Erkenntnisse gewinnen. Das „Biest“ ist jedenfalls arg aggressiv, daher ist das mit Züchtungen so eine Sache. Mal abgesehen davon, dass sie natürlich in unsere „Natur“ auch nicht hingehören. Auch nicht unbedingt „besser“ als genetisch veränderte Bakterien.

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    • firedragon sagt

      Jep Lady,
      so in etwa auch meine Gedanken.
      Wenn der Imker seine Nutztiere nicht ordnungsgemäß pflegt und hegt, scheint es da durch verschiedene Ursachen (Milbe /Schimmel /Viren) zu einem massenhaften Nutzbienen – Sterben zu kommen.
      Dafür ist allerdings nicht die LW verantwortlich.
      Leider wird immer mit ihr geworben und einige Menschen beginnen zu imkern, um das „Bienensterben“ zu verhindern. Das schützt allerdings nicht unsere Wildbienenarten.
      Ich tendiere eher dazu, dass die steigende Zahl Nutzbienen, für die heimischen Wildbienenarten vielleicht eher von Nachteil ist. Sprich Futterangebot, mögliche Übertragung von Parasiten und Krankheiten.
      Und ist mein Gedanke so abwegig, wenn ich Übertragungen von Krankheiten auch auf andere Nektarsucher nicht für ausgeschlossen halte? Auslöser wäre die Massenhaltung der Nutzbienen und nicht hauptursächlich die Landwirtschaft. Könnte da nicht auch ein Zusammenhang bestehen?

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      • Ferkelhebamme sagt

        Ein Imker hat mir gesagt, dass gerade die vielen Laien, die sich nun als Bienen-Gutmenschen versuchen, dazu beitragen, dass Krankheiten sich rasant verbreiten. Weil die einfach keine Ahnung haben. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. In diesem Fall geht der Schuss voll nach hinten los. Daran sind die Imker m. E. aber auch teils selbst dran Schuld, sind doch einige auf den Panikzug gerne mit aufgesprungen und hielten es nicht für nötig, z.B. den Unterschied zwischen Honig- und Wildbiene darzulegen, oder haben sich gern des China-Horrorszenarios der Handbestäubung bedient. „Die Geister, die ich rief…“

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    • Thomas Apfel sagt

      Die Wildbienen sind vor allem an ihre Futterpflanzen gebunden. Z.B. geht die Efeu-Seidenbiene halt nur auf Efeu. ist die Futterpflanze nicht da, ist auch die dazu gehörige Bienenart nicht da. Anders ist das bei Bienenarten, wie der gehörnten und der Roten Mauerbiene, die sind nicht an eine Pflanzenart, sondern an spezielle Nistmöglichkeiten gebunden. Diese beiden Arten werden für Bestäubung genutzt. Es iat aber auch aufwändig die Viecher gesund zu halten. Es gibt parasitierende Bienen und Schlupfwespen, es gibt starke Verpilzungen und ganz sicher auch Viren und Bakterien die diese Bienen befallen. Das ist, denke ich bisher einfach nicht im Focus der Untersuchungen gewesen auch weil die Individuenanzahl/-Dichte bei vielen Arten so gering ist. Das Arbeiten mit speziellen Bakterien und Viren ist im Bio-Anbau Gang und gäbe und wird wegen der spezifischen Wirkung und Rückstandsfreiheit für völlig ungefährlich gehalten.
      Ansonsten ist wie bei allen Tieren, Hygiene und „Stallklima“ auch bei meinen Mauerbienen entscheidend für die Gesundheit. Die Bambusstäbe sollten max. 2 mal belegt und dann verbrannt werden. Die auseinandernehmbaren Nisthilfen werden am Ende des Jahres geöffnet, die gesunden Puppen aussortiert und gelagert und die Nisthilfe gereinigt. Trotzdem sind die 15 mm Bambusstäbe besser für Gesundheit und Bruterfolg.
      Warum tut man sich das mit den Mauerbienen an: Weil die kurz nach der Blüte, wenn die Arbeit getan ist, weg sind und erst im nächsten Jahr wieder schlüpfen und es so kaum Kollisionen mit dem Pflanzenschutz gibt.

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  3. Ein Privatier sagt

    Die Apokalyptiker verraten ihre religiösen Anliegen oft auch durch ihre Wortwahl:“Jetzt aber wecken Forscher an der Universität von Austin in Texas neue Hoffnungen – mit einem wahrhaft diabolischen Trick: Sie haben Bakterien, die natürlicherweise im Verdauungstrakt aller Bienen leben, genetisch manipuliert.“

    Um die Ethik der Philosophie geht es hier also nicht!

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Um die Ethik der Philosophie geht es hier also nicht!“

      Nee, ganz sicher nicht. Philosophische Ethik, Ethik oder Philosophie aber niemals Ethik der Philosophie…:-)

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      • Ein Privatier sagt

        Erweitern Sie Ihren Denkschatz um das Wort „Ambiguität“, dann finden Sie seltener des Pudels Kern.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ja nee, ich vermute ihrerseits eher einen Fall von Malapropismus, den Sie nun zu vertuschen suchen…:-)

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  4. BerndK sagt

    Ich bin ja für Gentechnik in Tier und Pflanzenzucht. Aber da Milben auch nur Spinnen sind, könnte der Eingriff fatale Folgen für Ökosysteme haben.

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  5. Moin,

    also wenn man das Thema Varroamilbe mit dem gleichen Enthusiasmus angegangen wäre wie das Thema Wolf, stünden wir womöglich heute woanders.

    Ein Wort zur Gentechnik
    Bei Gentechnik ist ja ohnehin schon Mutationszüchtung erlaubt. Aber ich halte es für den falschen Weg, Gentechnik Tür und Tor zu öffnen für eine vermeintlich einfache Lösung. Anders gesagt: Die USA sind nicht bekannt dafür, nachhaltig mit Boden und Umwelt umzugehen.

    Was CRISPR/CAS angeht, so wurde vor kurzem offensichtlich, daß es On-Target- (nahe an der Einschnittstelle) und Off-Target-Fehler gibt, die nicht nur unvermeidlich sind, sondern auch unberechenbar. Die Büchse der Pandora.

    Bienen können sich wehren, bester Beweis ist die Killerbiene
    Was die Varroa-Milbe angeht, sollte man außerdem Wissen, daß zum Beispiel die afrikanische Honigbiene auch so in der Lage ist, sich gegen die Milbe zu verteidigen, da hat die Varroa-Milbe keine Chance. Ein Indiz dafür, daß womöglich das Thema Zucht – aber bitte ohne Killerbiene drin – erfolgversprechend sein könnte.

    Faulbrut
    Nicht zu vergessen das Thema, was womöglich noch viel stärker zu Buche schlägt, die Amerikanische Faulbrut. Eine massive Bienenseuche die bis hin zum Konsumverhalten geht (was für Honig man kauft, ob man die Gläser gut reinigt etc.).
    https://www.br.de/themen/wissen/bienen-bienensterben-amerikanische-faulbrut-100.html

    Die Art der Haltung ist kriegsentscheidend
    Und das Thema der kommerziellen Nutzung zählt auch dazu. Wer sagt denn, daß die Behausungen, die wir Menschen für die Bienen konzipieren, auch nur ansatzweise deren natürliches Lebensumfeld widerspiegeln? Dazu ist dieser Artikel sehr interessant von wegen feuchte Bienenstöcke und Schimmel, übermäßiger Einsatz von Säure und Chemie etc.
    https://www.xing.com/news/klartext/der-grosste-feind-der-honigbienen-ist-die-imkerei-selbst-2717

    Anmerkung: Wer sich öfter die Haare wäscht oder eincremt, wird feststellen, daß der Kopf mehr Talg produziert und noch öfter gewaschen werden muß oder die Haut trockener wird und noch öfter eingecremt werden muß. Aktion – Reaktion. Der Mensch hat die Natur zunehmend ausgesperrt und versucht, diese künstlich zu ersetzen; aber ich glaube, die Natur per se macht das schon ganz gut.

    Bienenerhalt vor Honigertrag … dasselbe wie mit den Böden. Nachhaltigkeit muß zum Grundkonzept werden, dann muß man sich deutlich weniger mit all dem anderen Mist rumschlagen. Ja, vielleicht muß man sich dann vom ewigen Wachstum verabschieden und eine „Höchstleistung“, ein Maximum, in Kauf nehmen!

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    • Lady sagt

      Öh also die Killerbiene ist aus einer Kreuzung mit der afrikanischen Honigbiene entstanden!!
      Die aggressive Biene ist die afrikanische Honigbiene! Das züchtet sich hier niemand rein, und sie hat hier auch nichts verloren.
      Den Link , dass die Imker der größte Feind der Honigbienen sind, hatten wir doch gerade erst! Wir sind doch nicht dämlich.
      Außerdem ist schon der Titel unsinnig: Ohne die Imker würde es die Honigbiene kaum noch geben. Unsere einheimische Honigbiene ist ja fast ausgestorben, gerade weil die Imker sie nicht mehr pflegen.
      Außerdem hat der Autor im Spiegels doch geschrieben, dass er seinen Bienen sogar den Honig teilweise lässt. Also so einfach ist das Problem mit der Varroamilbe nicht zu lösen.

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      • Sabine sagt

        Doch ist passiert. Man wollte in Südamerika eine fleißige Biene. Die einheimische stachellose Honigbiene ist „faul“ bzw. bestäubt lieber die einheimischen Wildpflanzen. Die europäischen Bienen taten sich schwer mit dem Klima, also hat man Afrikanerinnen geholt. Die sind sehr fleißig, aber auch sehr kriegerisch und lassen sich ihren Honig nicht einfach abnehmen. Es kam, wie es kommen musste, die selbstbewussten Afrikanerinnen türmten aus der Zuchtstation und die Afrikanisierung der Bienen in Amerika begann. Mit entsetzen stellte man fest, dass diese Bienen sich in der Freiheit auch besser durchsetzen konnten und anspruchsvoller im Umgang sind. Wer sich einem afrikanisierten Bienenvolk nähert, muss gerüstet sein und muss wissen wie Bienen ticken, sonst kann es zu gefährlichen Gegenreaktionen kommen. Trotzdem ist die Einkreuzung ein Erfolg. Nach dem ersten Schock, kamen auch die ersten Ernten und heute will kaum ein Imker dort ohne sie arbeiten. Auf friedlicheren Kreuzungen, die hätten eingeweiselt werden können, blieben die Bieneninstitute schlicht sitzen. Die Imker wollten stark afrikanisierte Königinnen. Ja, sind keine Kuschel-Bienen, aber sie machten Imkerei z.B. im bitterarmen Nord-Brasilien zu einer guten Einnahmequelle.
        Sicher ist es immer noch ein Problem, dass gerade in dichter besiedelten Gebieten schlaue, wehrhafte Bienen auf dumme Leute treffen. Trotzdem, auch im Süden Nordamerikas gelingt inzwischen das Zusammenleben mit Bienenvölkern, die stark afrikanisch beeinflusst sind. Auch dort lieben die Imker diese Völker. Sosehr, dass mancher Imker bedauert, dass diese Damen kalte, lange Winter so gar nicht vertragen und in den meisten Teilen von Nordamerika weiter mit europäischen Bienen geimkert werden muss.
        Die wenig ertragreiche, stachellose Biene hat, allen Befürchtungen zum Trotz, ihre Nische im südamerikanischen Ökosystem verteidigt. Sie ist eine Spezialistin, die auch anspruchsvollere einheimische Pflanzen bestäuben kann, zu der europäische und afrikanische Pflanzen keinen Zugang erhalten. Denn, was man oft vergisst, nicht alle Pflanzen öffnen sich nicht für jede dahergeflogene Biene, manche wollen einen besonderen „Brummer“.

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  6. Reinhard Seevers sagt

    Damit können sich ja die Bienenfreunde auseinandersetzen……die konventionellen Landwirte haben genug existenzielle Probleme. Mir geht die Bienenmassentierhaltung an A….. vorbei.

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  7. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    kann mir jemand beantworten, ob die Varroamilbe auch alle anderen Wildbienenarten befällt und die Bestände dezimiert oder ist nur das Nutztier Honigbiene davon betroffen??

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      • firedragon sagt

        Okay.
        Zweite Frage, kann mir jemand beantworten, ob die Varroamilbe oder ähnliche Milbenverwandte, andere Insekten (bspw Tag –
        und Nachtfalter) ebenfalls befallen??

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        • Brötchen sagt

          Drachen ich weiss nur das es Hausbienenarten gibt, die die Milbe aus dem Stock entfernen.
          Die Milben gehen auch an die Brut.
          Bei faltern u.ä. herrschen andere brutbedingungen , so dass das vielleicht dort kein Problem ist.

          Milben werden ja nur zum Problem wenn die Tiere geschwächt werden und die sich ungehemmt vermehren. Wildtiere haben ja meist Abwehrmechanismen bzw. Verhaltensweisen dagegen entwickelt.

          Die Stockgestaltung bei carnica wird ja auch teilweise kritisiert es gibt da wohl natürlichere Gestaltungen, wie solche ausgehöhlten Stämme bzw. Wird in einen lebenden baum einen Hohlraum gehauen.
          Die viereckigen Beuten haben an den Kanten sicher kältecken bzw. Sammelt sich da Feuchtigkeit im Frühjahr und Winter.

          Das spielt alles eine Rolle.

          Bei Hühnern weiss ich, dass die Milben von Wildvögeln eingeschleppt werden können, die rote Milbe kann wohl mehrere hundert Meter wandern.

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    • Moin!

      Die Varroamilbe kommt auch natürlich vor bei Wildbienen. Aber dort wird sie in Schach gehalten von ihren Räubern etc. Bienenstöcke sind für die Varroamilbe wie Schafweiden für den Wolf, wenn man so will. Freßfeinde wie Bücherskorpione etc. und eine natürliche Umgebung, die deren Immunsystem nicht so stark angreift, halten die Milbe auf Distanz.

      Dieser Beitrag ist sehr aufschlußreich:
      https://www.xing.com/news/klartext/der-grosste-feind-der-honigbienen-ist-die-imkerei-selbst-2717

      Bienen reagieren in der freien Wildbahn beispielsweise so, daß befallene Artgenossen totgebissen und ausgesondert werden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Sehr guter Beitrag Herr Suhr. Wenn nicht der letzte Satz dort stände: “
        Nur mit den Honigbienen haben wir auch Bestäuber, die unsere Nahrung sichern können.“
        Unsere Nahrung wird auch ohne die Honigbiene gesichert…..

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          • Reinhard Seevers sagt

            Dafür reichen aber wenige Völker aus, die es bereits im Überfluss gibt…sie werden es schaffen! Außerdem werden im Moment die Stadtbienen als die „besseren“ Bienen, weil gesünderer Honig, in den Himmel gelobt. Die sind aber noch überflüssiger als flüssig, dienen lediglich einem besseren Gewissen der Stadtbewohner.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Mein Gott, besser die Stadtbewohner halten Bienen und lernen etwas über Nutztierhaltung, als sie leben ihre landwirtschaftlichen Bedürfnisse nur in unqualifizierten Behauptungen aus, z.B. dass die Unkräuter in den Feldern der Biobauern ökologisch besonders wertvoll sind.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Fazzebook – Freunde sind da ganz gewiss:

                Mainhonig
                11. August 2015 ·
                Stadtbienen gesünder als Landbienen: Eine Untersuchung des Bieneninstituts Celle vergleicht die Gesundheit von drei Gruppen von Bienenvölkern: In einer Agrarwüste, eine Gruppe, mit der Trachten angewandert werden und Stadtbienen. Vier Jahre lang wurden Pollen- und Honigproben untersucht. 80 Prozent der Pollenproben aus der Gruppe in der Agrarwüste und der Wandergruppe waren belastet, in der Stadt waren es „nur“ 25 Prozent. Bei den Bienen in der Agrarwüste wurden bis zu 15 Schadtstoffe (Insektizide, Herbizide, Fungizide) in einer Probe nachgewiesen, bei den Stadtbienen bis zu 3. Insgesamt wurden 62 verschiedene Pestizide nachgewiesen. Im Pollen der Stadtbienen fanden sich mehr Schwermetalle und Stoffe, die bei Verbrennung entstehen (PAKs) als bei den Landbienen.
                Der Honig war weitgehend unbelastet. Das liegt auch daran, dass die Bienen den Honig durch ihren Magen filtern, also eher selbst erkranken als unreinen Honig zu produzieren.
                Fazit: Die Bienen sind ein Indikator für den Zustand unserer Umwelt. In der Stadt sind die Bienen bedingt besser versorgt als auf dem Land. Der Pollen der Pflanzen in der Stadt ist weniger belastet, enthält aber ebenfalls Schadstoffe.“

                So was geht mir auf den Geist!

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                • bauerhans sagt

                  dazu passt frau Kyriak auf zon über kühe,bauern und eine ministerin,leider bezahlartikel.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Naja, immerhin wird wohl stimmen, was sie da schreiben. Dazu braucht man ja gleich gar keine Studie.
                  Schlimmer ists, wenn sie alle Pestizide verbieten wollen, aber das wollen ja nicht nur die Imker, das wollen auch all die, deren Aufmerksamkeit diesem Bieneninstitut mit dieser Studie sicher ist. Diese Pestizid-Hysterie war schon vor der Imker-Mode da. Sollen sie doch mit ihrem Honig was zur Ernährung der Stadtbevölkerung beitragen, mir ist das schon recht. Mit solchen Leuten kommt man eher ins Gespräch, als mit solchen, die sich stattdessen im Fratzenbuch in haarsträubende Weltbilder hineinschreiben. Und die Imker-Mode wird auch wieder vorbeigehen. Viele hören nach der ersten Begeisterung wieder auf, weil halt irgendwann Probleme auftreten, zu deren Lösung man so nebenbei dann doch keine Zeit hat.

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                • sonnenblume sagt

                  @bauerhans, ein Artikel von Frau Mely Kiyak wurde in der Zeit veröffentlicht. Ministerium für Gummistiefel.

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      • S. Northman sagt

        Die Varroamilbe befällt fast ausschließlich Honigbienen. Wildbienen sind von anderen Milben beeinträchtigt, die sich im übrigen bei einer Züchtung wesentlich einfacher bekämpfen lassen.
        Herr Seevers, Sie scheinen weder ein Tierfreund noch ein auf die Bestäubung angewiesener Landwirt zu sein. Andernfalls würden Sie über unser Handwerk nicht so abfällig urteilen.
        Hochachtungsvoll, eine Imkerin

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        • firedragon sagt

          Guten Tag Frau Northman,

          also haben Wildbienenarten ebenfalls mit Milben zu kämpfen?
          Im gleichen Maße, wie Nutzbienen?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Schöne Unterstellung Frau Northmann….auf welche Bestäubung mit Honigbienen ist denn die deutsche Landwirtschaft so angewiesen?
          Imkerei ist ein schönes Hobby….mehr nicht. Und das meine ich nicht abfällig!
          Im Moment ist es natürlich eine schöne hippe Tätigkeit für Menschen, die einen Sinn im Leben suchen, oder meinen die Welt mit Bienen retten zu können…das sollen sie tun, es wird aber nichts nützen.

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        • Obstbäuerin sagt

          Leider sind auch Imker nicht immer unsere Freunde, S. Northman. Wenn sie verlangen, dass wir keine Pflanzenschutzmittel mehr verwenden dürfen, verzichte ich als Obstbauer lieber auf die Haustierbiene als auf wichtige Produktionsmittel. Das gleiche gilt natürlich für das Herbizid Glyphosat.

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      • firedragon sagt

        Danke Herr Suhr,
        für den lesenswerten Bericht, den Sie eingestellt haben.
        Drei Stellen lassen mich natürlich aufhorchen und den selbstlosen Einsatz von Imker, für den Schutz von Wildbienenarten, stark anzuzweifeln.
        Meine zweite Frage beantwortet der Bericht leider nicht.

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    • Lady sagt

      Feuerdrachen, die Varroamilbe findet sich wohl ausschießlich bei den Honigbienen. Also ein Wirtswechsel wurde bisher nicht beobachtet.
      Wildbienen leben auch völlig anders, meistens als Solitärbienen.Anders als in dem von Christian Suhr verlinkten Artikel dargestellt „schwärmen“ sie daher auch nicht. Ähnlich unsachlich erscheinen mir viele weiter Passagen dieses Artikels.
      Anders sieht es mit dem angesprochenen Virus aus.Hier ist indirekt über die gleiche Nahrungsquelle eine Übertragung auf andere Insekten festgestellt worden. Insbesondere natürlich bei engen Lebensräumen und einem hohen Befall mit der Varroamilbe. Eine Bekämpfung der Milbe ist daher auch für andere Insekten vorteilhaft.

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      • firedragon sagt

        Lady,
        ich muss Dich leider berichtigen.
        Wilde Honigbienen bilden einen Staat in verlassen Baumhöhlen und schwärmen aus. In abgelegenen Regionen Deutschlands kommt das eventuell vor, ganz sicher aber in Russland – der Honig dieser Wildbienenart ist vorzüglich kann ich Dir versichern.
        Solitärbienen sind bspw Erdbienen, winzigkleine Tierchen, die leben, jede für sich allein, in einem Erdloch. Allerdings so alleine sind sie nicht, die Löcher im Boden, liegen sehr dicht beieinander – ich habe Erdbienenmassen auf unseren Grundstücken.

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        • Lady sagt

          Drachen, stimmt, ich habe den Text ungenau gelesen. Wild lebende Honigbienen bilden natürlich auch einen Staat. Und davon sprach der Verfasser, sorry.
          Allerdings sind wildlebende Honigbienen keine Wildbienen.
          Und ich hatte dich so verstanden, ob eine Übertragung auf Wildbienen möglich ist.
          „ob die Varroamilbe auch alle anderen Wildbienenarten befällt und die Bestände dezimiert oder ist nur das Nutztier Honigbiene davon betroffen??“

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          • firedragon sagt

            Ja Lady, das war meine Frage.

            Das Nutztier Honigbiene hat unter dem Varroamilbenbefall zu leiden. Das ist Fakt.

            Haben alle anderen Wildbienenarten auch unter dieser Milbe(oder einer anderen Milbenverwandte) zu leiden? Und zwar so stark, dass dadurch diese Bestände gefährdet sind?

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            • Sabine sagt

              Milbe ist nicht gleich Milbe. Wenn jetzt die Erd-Hummel-Königinnen erwachen, sind die oft voll mit Milben. Die sind bis zu einem gewissen Grad sogar nützlich und fressen den Abfall der kleinen Hummelvölker, nur wenn es gar zu viele werden, können sie den Völkern schaden.
              Es gibt jede Menge Schmarotzer und mehr oder weniger nützliche Mitbewohner bei wilden Immen. Im Moment gibt es Ansätze, die versuchen zu klären, ob u.U. eine naturähnlichere Unterbringung von Honigbienen potentielle Nützlinge in den Stock bringen könnten, die Varroamilben kurz halten. Der Bücherskorpion wird zwischendurch angeführt, aber ob der wirklich was bringt, das weiß man noch nicht.

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