Bauer Willi
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DBV-Zukunftskonzept

Am 21. April hat der Deutsche Bauernverband sein Zukunftskonzept vorgestellt. Es ist schnell zu lesen, denn der Vorschlag für eine neue Partnerschaft umfasst eine Seite.

DBV_Zukunftskonzept_Eine_neue_Partnerschaft_21_April_2021(1)

Erläutert wird dieses Zukunftskonzept in einer zweistündigen Online-Veranstaltung. Hier findet ihr das Video:

https://www.bauernverband.de/topartikel/vorstellung-des-dbv-zukunftskonzepts

Mit dabei: Joachim Rudwied, Dr. Werner Schnappauf, Albrecht von Lucke, Dr. Heike Müller, Detlev Kreye. Moderiert wird die Veranstaltung von Jutta Zeisset.

Was meint ihr zu diesem Zukunftskonzept? Sollte Ernährungssicherung und Klimaschutz in´s Grundgesetz? Wie realistisch ist die Forderung nach höheren Preisen?

Was mir auch aufgefallen ist: ich habe von diesem Zukunftskonzept durch Zufall erfahren. In den Medien wurde darüber nicht berichtet. An wen richtet sich also dieses Konzept?

Die NGO´s haben es jedenfalls schon mit Sarkasmus kommentiert…

 

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67 Kommentare

      • Reinhard Seevers sagt

        Ja, und der Spiegel titelt, dass Methan unser Hauptproblem ist und hat gleich ein Foto von Rindern als Eingangsbild….Jippi! Die Dummheit bleibt erhalten.

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    • Arnold Krämer sagt

      Der DBV ist zu spät dran. Die Bundesrichter haben den grundgesetzlichen Status des Klimaschutzes jetzt schon festgestellt. Das wird böse enden zuerst für die Landwirte und dann für den Rest der Bevölkerung.

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  1. Obstbäuerin sagt

    Wenn der Schutz des Klimas erst mal im Grundgesetz steht, werden sich die Grünen, die NGO´s und alle sonstigen Klimaaktivisten noch viel mehr sinnentleerte Forderungen ausdenken, die unsere klassische Landwirtschaft untergräbt. „Das steht sogar im Grundgesetz!!!“ höre ich sie alle schon tönen. Aus meiner Sicht keine gute Idee.

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    • Paulus sagt

      Obstbäuerin, nur gut das die Bauernvertreter keiner so richtig ernst nimmt. Ob Rudwied oder Rukwied spielt keine Rolle, den kennt eh keiner. Der Mann bekleidet angeblich 17 oder 18 Pöstchen. Da kann man trotz eingebildeter Multitasking-Fähigkeit schon mal leicht ins Schleudern geraten.
      Sobald der Schutz des Klimas (das ist nun mal global zu betrachten) im Grundgesetz steht,
      gehen in D alle Lichter aus. Man rette uns vor den Bauern!

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      • Ostbauer sagt

        Mal so nebenbei.
        Ich hatte gestern eine Anfrage zu einer Masterarbeit der Humboldt- UNI Berlin:
        „Was muss passieren, um das Image der Landwirtschaft in Deutschland zu verbessern?“
        Meine Antwort: Hunger.

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        • Smarti sagt

          Auf Hunger folgt Krieg. Viel weniger Landwirtschaft/ Nutztierhaltung bedeutet nicht nur in meinen Augen, wir nehmen auch jetzt schon ärmeren Ländern gezielt Nahrung weg. Nur weil wir können, nicht weil wir brauchen.
          Ich frage mich immer mehr: wieviele Landwirte denken ebenso und führen deshalb ihren Betrieb trotz aller Widrigkeiten weiter- obwohl es für sie anderswo besser bezahlte 38 h Jobs gjbt ?
          Wir führen unseren Betrieb weiter :
          – um Nahrung für die Bevölkerung zu erzeugen…. 50 % ( anstatt die Weiden verkommen zu lassen ).
          – um den Hof und dessen Landwirtschaft für die folgenden Generationen zu erhalten … 20 % ( sehe kaum mehr eine Zukunft mit nennenswertem Einkommen )
          – wegen der Tiere …. 10 % ( eine Kuhherde ist zwar was wunderschönes, aber ein paar Tiere als Hobby wären deutlich günstiger )
          wegen der Einnahmen und der Rente…. jetzt im Moment: Ha Ha…
          wegen des Ansehens in der Bevölkerung ( = Politik, Einkaufsverhalten, Preise ): Ha Ha..

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        • Paulus sagt

          @ Ostbauer,
          das Argument mit dem Hunger resultiert aus einer gewissen Überheblichkeit der bäuerlichen Seite.
          Das Image der LW wird garantiert nicht besser wenn es für einen Orientteppich ein paar Kartoffeln gibt. Die Teppiche könnt ihr euch fünffach übereinander legen, das Image ist dann erst recht im Eimer.
          Jetzt sage ich mal etwas ganz Großartiges und Neues. Als schnöder Verbraucher bin ich für ein ausgewogenes partnerschaftliches Verhältnis. Ich habe auch nichts gegen die Subventionen und sonstige Zuwendungen im Rahmen dessen was sinnvoll erscheint. Ganz im Gegenteil. Dafür erwarte ich allerdings Verlässlichkeit in Sachen Ernährung, zumindest im Rahmen dessen was möglich ist. Am liebsten sind mir selbstverständlich gesunde bäuerliche Betriebe die so ganz nebenbei auch noch Steuern zahlen.

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          • Smarti sagt

            Sali Paulus, Ostbauer wünscht sich doch keinen Hunger, sondern ich verstehe es so, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, das Image der Landwirtschaft zu verbessern. Oder hast Du eine Idee ?`
            Im Gegenteil ! Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Landwirte heute trotz vieler Widrigkeiten/ trotz besseren Wissens… zu einem grossen Teil genau darum weiter machen, damit kein Hunger entsteht !
            In der Zeitung sind dauernd Leute abgebildet mit ein paar abgelaufenen Lebensmitteln, welche vor dem Mülleimer gerettet wurden – ich nerve mich immer mehr – ist es eigentlich irgendwem bewusst, wieviele Lebensmittel jedes Jahr nicht mehr produziert werden, wenn ein Landwirt die Lebensmittelerzeugung aufgibt ?
            Wie schnell hat sich das Blatt gewendet beim Bauholz – erst viel zu viel, jetzt drei Wochen später fehlt es anscheinend schon überall, die Preise steigen… das Holz geht an den Meistbietenden ( und das ist nicht der deutsche Zimmermann ).

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          • firedragon sagt

            Paulus, LW wünscht keinem wirklich Hunger.
            Dieses Wort ist allerdings bei sehr vielen, das erste, welches einem in den Sinn kommt, um zu verdeutlichen, dass die laute Gesellschaft auf einem sehr hohen Ross sitzt.
            Es ist keine Überheblichkeit seitens der LW, es ist eher Verzweiflung bei einigen. Weil, egal was LW macht oder wie sie macht, ist es einigen nicht recht.
            Und das Lustige ist, oben im Norden ist ein Biosupermarkt. Dort werden biologische Kartoffeln aus Ägypten verkauft. Und nu halt Dich fest, Biobauern stehen vor dem Laden und protestieren, indem Sie Ihre Kartoffeln verschenken.

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          • Arnold Krämer sagt

            @ Paulus: „Am liebsten sind mir selbstverständlich gesunde bäuerliche Betriebe die so ganz nebenbei auch noch Steuern zahlen.“

            Die gibt es (noch). Die werden aber aus eine Reihe von Gründe, die auch im Positionspapier des DBV genannt sind, immer weniger, weil die Politik so ist, wie sie ist, und nicht, wie sie sein sollte (=generell mittelstandsfeindlich).

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  2. Quo vadis? Für wen arbeitet der DBV noch gleich?

    Umweltleistungen etc.:
    Ja, die Gesellschaft sollte so was anerkennen, aber eigentlich nicht über Steuern und noch mehr „Subventionen“ sondern über gute Preise … Querfinanzierung ist doch keine dauerhafte Lösung! Auch Erzeuger haben grundsätzlich Interesse an Humusaufbau (Böden als CO2-Senke), Ausnahme 4%-Regelung Düngemittelverordnung für Tierhalter mit Nitratüberschüssen vielleicht (20kg/ha Nitratabstrich bei Ausbringung). Das assoziiert jedes Mal, daß Bäuerinnen und Bauern keinen Bock auf Umseltschutz hätten und dafür immer die Hand aufhalten würden … und das vom Bauernverband!!!

    Preisgünstige Lebensmittel werden nicht vorausgesetzt, man ist davon abhängig. Bei vermeintlich gleicher Qualität greift jeder zum Günstigeren, das nennt man normalerweise in der Marktwirtschaft unternehmerisches Denken. Es wird ja sogar verkauft als „bewußt Einkaufen“. Mindeststandard seitens der Regierung ist aktuell Mangelernährung:
    https://www.fr.de/wirtschaft/hartz-4-geld-gesundheit-ernaehren-arbeitslosengeld-essen-hart4-ernaehrung-gesund-frankfurt-armut-ltt-90461334.html

    Wer über Importkonkurrenz diskutiert, muß auch seine eigene Exportmacht berücksichtigen. Das ist ein Geben und Nehmen.

    Und das mit dem Kartellrecht ist eigentlich heute auch schon möglich, aber kein Schwein kontrolliert da was, Stichwort Verkauf unter Einstandspreis usw.

    Boni klingen auch schön, aber warum sollte man dann nicht beim Grundpreis drücken als Einkäufer? Wenn man weiß, was Bauern an Zahlungen on top erhalten, kann man immer schön auf die Grundkosten drücken.

    Was ist eigentlich aus Maßnahmen gegen Bodenspekulation geworden? So als Idee? Weidetierprämie für gebeutelte Tierhalter? Förderung von Schutzmaßnahmen gegen Wölfe? Die Klimafrage, Dürren und Kosten durch künstliche Bewässerung – von der Wasserbelastung ganz zu schweigen? Betriebsnachfolge-Förderung (Junglandwirte)? Usw.

    Selbst als Laie kann man da schneller reagieren:
    1. Alles machen, was Frankreich schon macht, Wegwerfverbot von Lebensmittel im LEH, Mindestpreis, ESUS-Label zur Förderung nachhaltig-solidarisch wirtschaftender Betriebe (siehe Terre de Liens).
    2. Bodenmarkttransparenz endlich durchsetzen (Strohmänner aufdecken), dann Bodenspekulation verhindern.
    3. Vorkaufsrecht bei Ackerland nutzen zum Wohle der Bauern für Allmende, Erbpachtmodelle usw. zu fairen Pachtkonditionen (ähnlich wie staatlicher Sozialwohnungsbau, der halt nicht aus der Bindung fiele für die bestmögliche Rendite).
    4. Ausgleichsflächen (z.B. bei Straßen- und Wohnungsbau) dauerhaft erhalten mit entsprechender Honorierung, Stichwort produktionsintegrierte Kompensation (PIK).
    5. Mindestpreis definieren; damit Großbetriebe nicht aufgrund niedrigerer Produktionskosten massive Wettbewerbsvorteile dadurch hätten, nach Flächengröße abschmelzende Ausgleichszahlungen.
    6. Markt schützen vor Niedrigstandards (Agro-Gentechnik, Mercosur-Schei*, TTIP-Chlorhühnchen usw.). Lieferkettengesetz.
    7. Trinkwasser schützen (JEFTA erlaubt Privatisierung).
    8. Wesentlich mehr Kontrollen in allen Bereichen (Kartellrecht, Veterinär, Verbraucherschutz, Wettbewerbsschutz).
    9. Marge nach Risiko verteilen, von der Wertschöpfung landen nicht mal 14% beim Erzeuger, 40% beim LEH. Weil es immer schon so war, ist es für die Regierung auch okay laut eigener Aussage.
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/153/1915354.pdf
    10. Wegwerfen reduzieren.
    11. Produktionsreduzierung (z.B. durch Ökologisierung, weniger Angebot = höherer Preis; siehe auch Roosevelts New Deal damals, als der europäische Markt nach dem 1. Weltkrieg als Importeur wieder weggefallen ist und amerikanische Bauern auf Überschüssen hockten … nur diesmal mit finanzieller Begleitung während der Umstellungsphase, damit Kleinbetriebe nicht über Kopf gehen). Beispiel ist auch das reduzierte Angebot an Kartoffeln vor zwei Jahren gewesen, dürrebedingt, was automatisch zu höheren Preisen geführt hat samt Wertschätzung auf Verbraucherseite:
    Hier von QUER dokumentiert: https://www.facebook.com/quer/videos/359319298155142/
    usw.

    Bauernverband ist mittlerweile wirklich nur Sprachrohr fürs BMEL und Bayer etc., schade 🙁

    Aber so können Klaus Kliem und Co. immerhin noch gut Reibach machen. Immerhin die Funktionäre gehen nicht leer aus, ist ja auch schon was *Ironie aus

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    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat Suhr:
      „8. Wesentlich mehr Kontrollen in allen Bereichen (Kartellrecht, Veterinär, Verbraucherschutz, Wettbewerbsschutz)“

      Gibt es bei den Designern auch solche Forderungen? Von wegen Sinnhaftigkeit, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Regionalität, gesamtgesellschaftliche Relevanz, usw? Nein, na dann…

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    • Arnold Krämer sagt

      „Bauernverband ist mittlerweile wirklich nur Sprachrohr fürs BMEL und Bayer etc., schade“

      Wenn Sie wüssten, wie das BMEL heute über den Bauernverband denkt, würden Sie so etwas nicht schreiben.
      Der Bauernverband wird wegen seiner Lobbyarbeit der vergangen Jahrzehnte sowie der internen Kommunikation gegenüber seinen Mitglieder dafür verantwortlich gemacht, dass sich viele Probleme ( regionale Konzentration der Tierhaltung, Nitratproblematik, relative Bevorzugung der rund 2000 bis 3000 Großbetriebe im Osten, nur um einige Beispiele zu nennen) aufgeschaukelt haben.

      Übrigens: Die Kappung der EU- Prämien, die Frau Klöckner ab 2023 vorgesehen hatte, ist gescheitert am Einspruch der GRÜNEN-Landwirtschaftsminister im Osten)

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      • Ostbauer sagt

        Zum letzten Absatz:
        Und das ist auch richtig so! Es sollte doch jeder hier schon mitbekommen haben, dass die Landwirtschaft hier im Osten etwas anders „tickt“, aber genau so vielfälltig wie im übrigen Teil Deutschland`s ist. Nicht einfach mal mit der Bürste drüber. Sicher gibt es Punkte die mir hier auch nicht gefallen (Thema Sharedeals).
        Wir müssen keine Ost- West Diskussion aufmachen, wir haben die gleichen Probleme der noch bestehenden landwirtschaftlichen Betriebe!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das ist auch ein gutes Beispiel von Unwissen, kombiniert mit Ideologie und Machtanspruch aller um die Landwirtschaft herum Heuchelnden.

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        • Arnold Krämer sagt

          1. Mir ist wichtig aufzuzeigen, dass Reden und Handeln der Grünen oft zweierlei sind.
          2. Ist ist aber auch zu bedenken, dass die linearen Prämien auch z. B. für den 2.000 sten ha den Landkauf für Fremd-Investoren attraktiv macht. Und darüber beklagen sich auch viele. Und über Kostendegresssioneffekte müssen wir ja nicht diskutieren oder Vorteile im Verkauf, oder?

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          • Brötchen sagt

            der andere koaliationspartner wird sicher auch noch was zu sagen haben.
            zudem brauchen die sich dann bei der hauptzahl der Betriebe nicht mehr blicken lassen.

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          • Ostbauer sagt

            zu 1. Auch ein Axel Vogel hat erkannt, dass ihm die letzten verbliebenen Veredelungsbetriebe nicht wegbrechen dürfen und ich denke, er wird das auch gegenüber seiner Parteiklientel so resolut rüberbringen, wie er es mir gegenüber getan hat.
            zu 2. Woher stammt eigendlich die irrige Annahme, der Kostendegression?
            Weder im Einkauf noch im Verkauf, im Bundesdurchschnitt, habe ich das jemals erfahren können (vielleicht bei ganz speziellen Parametern).
            Das Einzige ist vielleicht, dass wir nicht so oft auf dem Vorgewende umdrehen müssen. 🙂
            Ansonsten; schauen Sie sich die Daten an; Getreidepreise im Osten am niedrigsten, Milchpreise im Osten am niedrtigsten, Dieselpreise im Osten (20 km zur Raffenerie) am höchsten!!
            Nein, der Größen“vorteil“ ist längst eingepreist.
            Was die Fremdinvestoren betrifft: Es liegt einfach an der momentanen Rendite. 2-3 % sind mehr als sie sonst wo bekommen. Das hat nichts mit dem Osten an sich zu tun, außer vielleicht, dass die Eigentümerstrukturen nach relativ kurzer Zeit noch nicht so gefestigt sind wie im westlichen Teil Deuschland`s.Des weiteren befinden wir uns hier nach Adam Riese mitten im Generationswechsel. Wenn dann durch die aktuelle politische und gesellschaftliche Diskussion eine solche negative Stimmung erzeugt wird, brauch man sich nicht zu wundern.
            Ist irgendwie auch Markwirtschaft: Angebot und Nachfrage mit einem ganz bitteren Beigeschmack.

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            • Andi sagt

              @Ostbauer
              Also für mich lässt sich ein 30ha Schlag schon etwas schneller säen, düngen, spritzen und ernten als dreißig 1ha Schläge.

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              • Ostbauer sagt

                Sag ich doch, Zeit.
                Aber Die eigenene Zeit zu bewerten ist relativ. Ich muss auch bei 250 Kühen plus Nachzucht nach dem Rechten gucken. Ist auch mehr als bei 50 Kühen plus Nachzucht und beide Betriebe müssen es gut machen. Man kann es einfach nicht über einen Kamm scheren.

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                • Ostbauer sagt

                  Aber Du hast natürlich recht; 30 ha am Kanten zu dreschen macht mehr Spaß als 29 mal umsetzen! 🙂

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            • Arnold Krämer sagt

              Kostendegressionseffekte sind nicht zu leugnen. Macht sich insbesondere bei den Kosten der Arbeitserledigung bemerkbar. Aber das Einpreisen dieser Vorteile durch den Handel oder Verarbeiter ist nicht von der Hand zu weisen. Da gebe ich Ihnen recht, Ostbauer.

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            • Arnold Krämer sagt

              In unserer Region liegt die Rendite beim Landkauf bei ca. 1-1,5%.
              10 €/qm, Kauf; 1.200 €/ha Pacht.

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          • Thomas Apfel sagt

            Man könnte ja versuchen den Teil der Veredlung, der nach der Wende im Westen aufgestockt wurde, wieder in den Osten zu bringen. Inzwischen ist allerdings auch hier die Landwirtschaftsfeindlichkeit so weit gediehen, dass ein Betrieb aus Cloppenburg, der das hier vorhatte, von Bürgerinitiativen „verjagt“ wurde. Das was der vorhatte, war nicht mal ne besonders große Konzentration.
            Einen heimischen Betrieb in der Nähe ereilte das gleiche Schicksal.
            Statt der dauernden Groß – Klein Debatte, sollte man doch die Subventionen endlich ganz abschaffen. Da wird viel Land zum Siedeln frei, liebe Kollegen.

            Oder alternativ die ÖVF- Flächen- Pflichten nach Größe staffeln:

            Bis 40 ha null Pflicht, bis 100 ha 3 % Pflicht, bis 300 ha 10 % Pflicht, bis 1000 ha 15 % Pflicht und über 1.000 ha 20 % Pflicht. Das wäre für die großen Ackerbaubetriebe auf schlechten und mittleren Böden eher zu verkraften als der Verlust der Prämien, die hier 60 – 70 % der Einkommen ausmachen.

            Die witzigerweise trotz der großen Flächen oft bessere Biodiversität ggü. betrieblich kleiner strukturierten Gegenden Deutschlands würde sich nochmals gravierend verbessern. Müsste dann nur auch mal explizit dokumentiert werden.

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            • Arnold Krämer sagt

              Die Groß-Klein-Diskussion will ich auch nicht führen. Hier in unserer Region sind die Unternehmen auch wesentlich größer als das, was die amtlichen Statistiken ausweisen.
              Die Betriebe in unserer Region werden aber die Verlierer der Agrarreform 2023 sein, weil sie den „Spielraum“ für den ökologischen „Schnickschnack“ der gefordert wird, um die Prämien weitgehend zu bekommen, nicht haben. Unsere Region hat schon seit der Entkopplung der Prämien ab 2007 erheblich verloren. Von fast 100 Mio Euro kommen durch die Abschmelzung der BIP’s und anschließende nochmalige Umverteilung zwischen Niedersachen und z. B. dem Saarland oder Hessen jetzt nur noch rund 60 Mio Euro in den Kreisen Emsland und Grafschaft Bentheim an. Das könnte sich ab 2023 noch einmal halbieren. Mal sehen.

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            • Ostbauer sagt

              Ja Thomas, da sagst Du was.
              Ich hätte mit 15% kein Problem; hatten wir alles schon mal.
              Auch nicht wegen der Biodiversität. Bei uns ist vieles trotz oder wegen unserer Bewirtschaftung noch oder überhaubt da. Seeadler,Schreiadler, Lerchen.Rotmilan wird langsam zur Plage, Weihen sind auch da und brüten auch (sag ich aber keinem; kümmer ich mich selber drum das die nicht ausgemäht werden) Sogar die Kiebitze brüten trotz anliegender „Super-ökofläche“ bei uns auf den stupiden konventionellen Flächen. Was willste halt machen, wenn die Viecher nicht wissen, was für sie gut ist.
              Meine Meinung war schon immer: Lasst die Leute vor Ort machen.
              Was die Subventionen betrifft: Im Grunde genommen hast Du mit der Abschaffung Recht; nur der Zeitpunkt könnte etwas besser liegen 🙂

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  3. Arnold Krämer sagt

    1. Die Situationsbeschreibung im DBV- Zukunftskonzept ist weitgehend in Ordnung. Trotzdem verengt sie wieder das Bild auf Nahrungsmittelerzeugung. Das ist das alte Denken und die alte (jahrhundertealte?) Forderung nach staatlicher Unterstützung, weil man ja das Volk ernähre. Aber Landwirte erzeugen mehr als „nur“ Nahrungsmittel. Sie erzeugen Agrarrohstoffe als Vorstufen für die Nahrungsmittelerzeugung, sie erzeugen Agrarrohstoffe, die in verarbeiteter Form technische Verwendungen (Stärkekartoffeln, Mais) finden oder unverarbeitet/verarbeitet zur Energieerzeugung genutzt werden. Das kann man und sollte man selbstbewusst auch immer wieder vortragen, weil diese Verwertungsrichtungen für viele Landwirte die wesentliche Existenzgrundlage darstellen.

    2. Die Forderung nach einer Grundgesetzänderung (Vorschlag I) mit dem Ziel, Grundlagen der menschlichen Ernährung und das Klima nach Maßgabe von Recht und Gesetz zu schützen, ist völlig kontraproduktiv. Vordergründig glaubt man damit eine Legitimation für eine dauerhafte staatliche Finanzierung von „Nachhaltigkeitsleistungen“ über den sogenannten Nachteilsausgleich (der selten einkommenswirksam ist) hinaus zu bekommen. Abgesehen davon, dass man von „natürlichen“ Grundlagen der menschlichen Ernährung sprechen müsste, würde man sich bei der Berücksichtigung von „Ernährungsgrundlagen“ und „Klima“ politisch total verheben.
    a) Die Zielkonflikte in der Politikgestaltung würden noch deutlicher zunehmen. Die Aufnahme von Tierschutz ins Grundgesetz hat dies klar gezeigt. Dabei sind unsere Politiker teilweise schon heute völlig überfordert, und werden immer häufiger von den Gerichten in ihre Schranken verwiesen.
    b) Während man die Menschen, die Tiere und vielleicht auch noch die natürlichen Lebens- und Ernährungsgrundlagen im Geltungsbereich des Grundgesetzes (Staatsgebiet) verorten kann, ist dies beim Klima und dem Schutz des Klimas unmöglich. Damit wäre politischer und auch richterlicher Willkür Tür und Tor geöffnet. Ansatzweise ist das ja schon heute im politischen Prozess erkennbar.

    Über die Vorschläge II bis IV darf man gerne weiter diskutieren, den Vorschlag I nach einer Grundgesetzänderung sollte man aber schnell vergessen.

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    • firedragon sagt

      Das GG um diese zwei Punkte zu ändern halte ich für nicht sinnvoll – das zieht eine ganze Paragraphenkolonne nach sich.
      Keine Ahnung, wer da drauf gekommen ist und was man sich davon verspricht. Muss ich mal nachfragen.
      Ich tue mir sehr schwer damit, einen „Vertrag“ oder eine „Partnerschaft“ einem Menschen anzubieten, der meine Arbeitsweise nur zu gerne in einem negativen Licht sieht. Etwas derartiges würde einem nur fortwährend unter die Nase gehalten und auf „Mängel“ hingewiesen werden, wie schon die ganze Zeit.
      Zu den Preisen – Agrarrohstoffe unterliegen der Börse.
      Ich kann nur an meiner Preissitution etwas ändern, wenn ich Partner habe, die nicht auf festgelegte Preise schielen. Das heißt, Erzeuger und Abnehmer und ggf der Verarbeiter sitzen zusammen und jeder legt seine Kostenaufstellung auf den Tisch.
      Im engen Umfeld klappt das.
      Mich wundert, dass es im Großen nicht klappt.

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      • Brötchen sagt

        „„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen,
        die Grundlagen der menschlichen Ernährung, die Tiere und das Klima im Rahmen der verfassungsmäßigen
        Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt
        und die Rechtsprechung.“

        in den natürlichen Lebensgrundlagen steckt Grundlagen der menschl. Ernährung und Klima eigentlich schon drin.

        Das wäre jetzt nur noch eine Konkretisierung.

        Ich weiß jetzt nicht, ob das jetzt mehr oder weniger Spielraum für darauf aufbauende Gesetze gibt.

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          • Brötchen sagt

            Na Du nicht! Ich schon! 😉

            Die DUH hat da vielleicht noch mehr Möglichkeiten zu klagen und die Kinesen grinsen wieder…

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        • Inga sagt

          Wenn der Staat die Natürlichen Lebensgrundlagen, Nahrung, Ökologie und Klima schützt, dann darf er auch Steuern da rein investieren.
          Denn diese Mühe ist ja für alle und nicht nur für Bauern.

          Alle, die das vom Bauern allein fordern, sind dumm und fehlt es ihnen an Allgemeinbildung.
          Damit diese Leute es nicht spüren, projektieren sie ihre Schuld auf die Bauern.

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          • Brötchen sagt

            Inga er kann aber auch Forderungen aufstellen, ohne Gegenleistungen, weil es ja im GG steht.

            Von Geld steht da nix…..

            “ vollziehende Gewalt
            und die Rechtsprechung.“

            +1
      • Inga sagt

        Ja, wenn die Agrarrohstoffe ihre Preise an ďer Börse kriegen, dann kann man die doch danach festlegen und dementsprechend muss der Käufer bezahlen, das funktioniert beim Heizöl doch auch, oder nicht?

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    • Bauer Willi sagt

      Danke. So sehe ich das auch.

      Frage: Wer kann mir erklären, warum der DBV den Klimaschutz jetzt auch noch ins Grundgesetz haben will? Ich ahne schon, dass wir das über kurz oder lang von BUND und NABU unter die Nase gehalten bekommen. „Ihr wolltet das doch haben, nun macht mal schön“.

      +1
      • Paulus sagt

        @ Bauer Willi, diese Frage solltest du dringend an eure Vorturner richten. Die Idee ist absurd und betrifft ja beileibe nicht nur die Bauern sondern alle Bereiche der Wirtschaft. Ich habe den Eindruck, dass die Verbandsoberen des DBV und somit die Repräsentanten der LW tatsächlich nur von zwölf bis Mittag denken. Wahrscheinlich haben sie ganz einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank.

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  4. mark sagt

    Spiller kommentiert bereits:
    https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/wie-gut-ist-das-dbv-zukunftskonzept-12541384.html?utm_campaign=start&utm_source=topagrar&utm_medium=referral

    Interessant ist, das Spiller Biodiversität und Klimaschutz hervorhebt, den Verlust an Produktivität als Nebenbedingung deklassiert. Mir scheint, die Teile der Wissenschaft (hie Spiller) habe den Bezug zur Realität weitgehend verloren. Es wird jetzt schon deutlich , dass von dem DBV_Papier nicht viel übrig bleiben wird, ein riesen Fehler sehe ich darin, von vorne herein ein Kompromisspapier zur Diskussion zu stellen. Am Ende wird man so ganz wo anders laden, als man sich vorgestellt hat.

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  5. firedragon sagt

    Anmerkung
    1. Joachim Rukwied
    2. Allen DBV Mitgliedern ist dieses Schreiben bekannt, also keine Zufälligkeit

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    • Bauer Willi sagt

      Ich bin Mitglied des DBV…wenn der mich nicht rausgeschmissen hat… Also letzte Woche war ich noch drin, da hat mich nämlich der Generalsekretär angerufen, und mir mitgeteilt, dass der DBV alles richtig macht. Das ahnte ich schon seit langem… (Ironie off)

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      • firedragon sagt

        Nun ja, ich weiß nicht erst seit heute davon…
        Der DBV macht nicht alles richtig, man kann nicht alles richtig machen, dazu sind die Interessen der einzelnen Mitglieder ( wie ist da eigentlich die weibliche Form?) zu unterschiedlich.
        Klappt ja noch nicht einmal in der eigenen Familie😉.

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  6. Elisabeth Ertl sagt

    Hab nur die zwei Seiten gelesen. Nur wenn der Satz „Ergänzend ist das Kartellrecht stärker auf den Schutz von landwirtschaftlichen Erzeugern und ihrer Zusammenschlüsse auszurichten.“ entsprechend in allen Details ausgestaltet wird, nützt das Konzept den jetzigen bauern. Von allem anderen können Konzerne ebenso profitieren.

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  7. Reinhard Seevers sagt

    Grundsätzlich finde ich das Papier gut. Kompakt, stringent, vorausschauend. Es ist mir aber auch zu politisch, zu weit weg….und ich frage mich, für wen es geschrieben ist?
    Wen will man erreichen? Jedenfalls nicht den Bürger, der ist nicht so drin in der Materie, um dies nachvollziehen zu können.
    Außerdem ist ja die Frage, ob DIE Landwirtschaft als eine handelnde homogene Gruppe zu sehen ist, oder ob sie nicht eine reaktive Größe innerhalb der Wirtschaft und der Gesellschaft bleibt und auch gar nicht mehr sein kann.
    Es ist eine Art Friedensangebot unter Bedingungen.
    Die Forderung nach Einbeziehung von Versorgungssicherheit und Klimaschutz ins Grundgesetz finde ich falsch. Wer soll die Versorgungsicherheit definieren? Wird dann Export komplett ausgeschaltet, weil nicht für die eigene Versorgung notwendig? Klimaschutz im Grundgesetz führt zu Hauen und Stechen der Branchen und Bürger, zu noch mehr Neid und Streit innerhalb der Bürger und der Wirtschaft, finde ich.

    +2
    • Elisabeth Ertl sagt

      Deshalb braucht man ein übergeordnetes Gesellschaftskonzept, das in der Lage ist, alle mitzunehmen, die sich jetzt abgehängt fühlen.
      Das Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft besagt: “ Der soziale Ausgleich sei die Voraussetzung für gesellschaftlichen Konsens, die ökologische Nachhaltigkeit für das Überleben der Zivilisation schlechthin. Daher sei eine Wirtschaftsethik vonnöten, welche u. a. die Christliche Soziallehre in das Modell einbringt.
      Die Ökosoziale Marktwirtschaft versteht sich als ein ordoliberales Konzept, das sich ausdrücklich auf die Soziale Marktwirtschaft bezieht, deren Errungenschaften jedoch durch die Globalisierung ausgehöhlt würden und die deshalb weiterentwickelt werden müsse. Aufgrund des behaupteten Marktversagens grenzt sie sich von als „marktfundamentalistisch“ bezeichneten wirtschaftspolitischen Konzepten ab, denen mangelnde Fähigkeit, Wirtschaft und sozialen Frieden in Balance zu halten, vorgeworfen wird. Abgelehnt werden auch sozialistische Wirtschaftstheorien wegen ihrer mangelnden Effizienz.“ https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosoziale_Marktwirtschaft
      Wirtschaft funktioniert derzeit weitab jeder Ethik. Dies wird vor allem von der EU entschuldigt mit der Globalisierung, die alternativlos sei. In Zeiten von Corona hat jetzt die Globalisierungseuphorie einen gehörigen Dämpfer erlitten. Diese Chance muss genutzt werden. Wenn es gelingt, den untersten Schichten zu mehr Einkommen zu verhelfen, dann haben gerade jetzt staatlich gelenkte höhere Lebensmittelpreise durchaus eine Chance. Und um den untersten Schichten zu mehr Einkommen zu verhelfen, müssen jene, die Kapital aus der Volkswirtschaft abziehen in irgendwelche Steuerparadiese, dingfest gemacht und zur Verantwortung gezogen werden. Diejenigen sind mächtig, aber gering an der Zahl. Daher braucht man eine breite Allianz in der Bevölkerung, um die Politik zu ermächtigen, gegen diese Mächtigen vorzugehen. Das können die Bauern nicht allein. Es hat sich aus-ge-eigenbrötlert.
      Reinhard, du hast beim vorangegangenen Thema geschrieben: „Soziologisch gesehen hat sich unsere Gesellschaft in einen ästhetischen Kapitalismus gewandelt, der sich aus dem Kreativitätsdispositiv speist. Aus einer Form des Wirtschaftens, die auf Spaß, Lebensfreude, Schönheit, Individualismus, Kreativität der Kreativität Willen, Selbstdarstellung, Narzissmus, beruht. “
      Das erinnert mich an die Vorurteile, die man nach der Wende gegenüber den Osteuropäern hatte: dass sie harter Arbeit und Verantwortung entwöhnt seien und daher im Kapitalismus unbrauchbar bleiben werden. Das Vorurteil war ja auch nicht ganz unberechtigt, und trotzdem wünscht sich niemand ernsthaft den Kommunismus zurück. Der war einfach scheiße, so wie der Neoliberalismus scheiße ist.

      0
      • Brötchen sagt

        Frau Ertl!

        Es ist ja nicht das Einkommen allein, es sind doch vor allem die Lebenshaltungskosten!

        Bis jetzt wird doch alles getan, diese zu erhöhen!

        Jedes neue Gesetz sorgt doch dafür, das wieder was teurer wird!

        Jeder Tag Lockdown sorgt dafür, das die großen Internetkonzerne und auch Asien weiter vorrückt!
        In China gibt es keinen Tierschutz, kein Schutz vor Kinderarbeit und die arbeiten auch 7 Tage die Woche.

        Wir haben da ganz schlechte Karten, aber sowas von schlecht…

        Da sind die Steuerhinterziehungen kleine Fische!

        Wichtig sind doch die Geldmenge die konsumiert werden, sondern die produktiven!

        Wenn hier keiner mehr was wagt und Innovationen voranbringt, können wir uns mit unserem Konsum einsargen lassen.

        +1
        • Elisabeth Ertl sagt

          Es wird nicht alles getan, die Lebenshaltungskosten zu erhöhen, sondern die Arm-Reich-Schere geht unaufhaltsam auseinander, das erweckt nur den Eindruck, dass die absoluten Kosten steigen.
          Eben weil jeden Tag die Konzerne vorrücken, braucht man ein Gegenkonzept. Die Schwarzen hatten bis in die 1980er Jahre noch eine christlich-soziale Ethik. Aber an der Schwelle zur Geiz-ist-geil-Gesellschaft haben sie die an den Nagel gehängt. Und jetzt herrscht Heulen und Zähneknirschen.
          Brötchen, Sie dürfen gerne den Kommunismus in den schwärzesten Farben schildern. Aber was vor 1990 hier im Westen viel besser war als jetzt, das weiß ich besser.

          0
          • Brötchen sagt

            https://www.tichyseinblick.de/meinungen/die-soziale-bilanz-von-angela-merkel-louis-philippe/

            Der M. Wendt hat auch etwas zum Thema geschrieben ist auch gelernter Ossi….etwas umständlich geschrieben, aber ist schon richtig, was er schreibt.

            Habe das gleich Umfeld wie er.

            „Es wird nicht alles getan, die Lebenshaltungskosten zu erhöhen, sondern die Arm-Reich-Schere geht unaufhaltsam auseinander, das erweckt nur den Eindruck, dass die absoluten Kosten steigen.“

            Wenn die absoluten Kosten allein nur steigen würden, dann wäre das ja kein so großes Problem. Relativ steigen die!

            Also 50 % Besteuerung und dann die Lebenshaltungskosten wie:
            Strom, Heizung, Müllabfuhr, Krankenkassenmedikamentenzuzahlung, Beiträge,Erhöhung des Renteneintritssalters, Kosten Mobilität um zur Arbeit zu kommen…..
            Bildungskosten für die Kinder, Lebensmittelkosten…, Wohnkosten

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            • Brötchen sagt

              Ich habe mal nachgesehen:
              Medianvermögen 2019

              Österreich auf Platz 14 der Welt
              D auf Platz 21

              AUT 94.070
              D 35.313
              US Dollar.

              Weil in dem Artikel erwähnt.

              0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Liegt Lichtenstein in Österreich?😉

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                • Paulus sagt

                  @ Ehemaliger, in Austria gab es Nummernkonten mit Passwort, fand ich gar nicht so schlecht. Die Sparkasse in dem kleinen Ort Hallstadt z.B. war da ein sehr verlässlicher Partner. Die hatten Einlagen in nahezu exorbitanter Höhe.

                  +1
                • Brötchen sagt

                  Nicht nur die Photovoltaik Mafia tummelt sich hier, auch die Devisenschmuggler😉

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      • Reinhard Seevers sagt

        Elisabeth, es ist schwierig das Kreativitätsdispoistiv vereinfacht zu erläutern. Es handelt sich nicht um eine Vorurteilsquelle, sondern um eine Systembeschreibung.
        Schaue Werbung, sieh dir die Reiseprospekte an, lies lifestyle-Bücher,usw.
        Die Triebfeder ist von der reinen materiellen Befriedigung zu intrinsischer gewechselt bzw. ist dabei. Das ging langsam und fließend seit etwa den 80er Jahren.
        Für die Landw. ein Beispiel: Der nächste, der neue Hofladen hilft nicht bei der Ernährung der Menschen dieses Landes, er ermöglicht dem Landwirt aufgrund einer emotionalen Entscheidung des Kunden, seine Produkte separat von einer anderen Vermarktungsform zu verkaufen. Die Kreativität liegt im gefühlten „Neuen“, was der Verbraucher als Triebfeder zum Althergebrachten und als einen Mehrwert erkennt. Dieser Mehrwert wird ihm täglich eingetrichtert: Nachhaltigkeit durch Regionalität, Bauer statt Agrarindustrie, „Ich kann es mir leisten, muss nicht das was die Unterschicht kauft, kaufen“, gesund weil direkt vom Bauern, gutes Gefühl usw. usw….das läuft ganz subtil aber sehr wirksam ab. Es wird nicht mehr konsumiert, es wird emotionalisiert konsumiert und moralisch aufgepimpt.

        +3
        • Paulus sagt

          @ Seevers, deine auffallend häufige Verwendung von Fremdwörtern ändert an einer Tatsache nichts:
          1. Im Hofladen eines klassisch wirtschaften Erzeugers bekomme ich immer Top-Qualität.
          2. Es fingern nicht 50 Kopftuchfrauen an den Produkten herum wie es z.B. im Aldi der Fall ist.
          3. Bin ich dort kein anonymer Kunde sondern werde als solcher wahrgenommen.
          4. Schon allein das ist Anlass genug dort einzukaufen.
          5. Das dumme Gesocke von wegen Unterschicht und Oberschicht und ich kann es mir leisten ist völliger Unsinn.
          6. Bei den Aussteigern, die zwecks Sinnerfüllung oder sonstigem transzendentalen Quatsch irgendwelchen Bioschwindel anbauen fühle ich mich ausgesprochen unwohl und kaufe deren Produkte nicht.
          7. Das alles hat mit emotional und moralisch aufgepimpt nicht entfernt etwas zu tun.
          Ich sehe lediglich die Vorteile, und zwar ausschließlich für mich.

          +1
      • firedragon sagt

        „In Zeiten von Corona hat jetzt die Globalisierungseuphorie einen gehörigen Dämpfer erlitten.“
        Wem ist denn dieser Satz entglitten?
        Anmerkung: Im Internet wird wie blöd bestellt und ich will gar nicht wissen, aus welchen Erdteilen die Sachen stammen.
        Nur soviel – beim Baumarkt um die Ecke kommste nur noch mit -Test rein, fahren viele wieder und bestellen online.
        Du schöne nachhaltige Welt.

        +3
        • Reinhard Seevers sagt

          Aufgrund der Corna-Epedemie und der nun ansteigenden Nachfrage in China und auch hierzulande sind die Baustoffmärkte leergefegt und die Preisanstiege bringen Bauunternehmen und Bauherren in ernste Probleme…soweit zur Globalisierung….
          Baustoffpreise steigen bis zu 50%, sogar Bauholz und simple KG-Rohre.
          Bauherr hat 300m KG Rohr bestellt und ausschließlich 1m-Stücke bekommen! Geil oder?😎

          +1
          • Brötchen sagt

            Endgeil!

            Die bösen Konzerne!

            Würde eventuell mal im Hofladen nachsehen;)

            Zur Zeit kann man einfach nicht mehr bauen.

            +1
            • Brötchen sagt

              In den Neurechten Medien stand, das es wohl Probleme mit Plastegrundstoffen gibt und es wohl eine große Knappheit bei Verpackungsfolien usw. geben könnte.

              Insider berichteten.

              Anlagen werden wohl gerade gewartet usw…und dauert die hochzufahren.

              0
    • Brötchen sagt

      Glaube da wurde in den Landesverbänden seit Mitte letzten Jahres dran gearbeitet, wenn nicht länger.
      So wie ich das mitbekommen habe

      0
  8. mark sagt

    Es ist immer einfacher, irgenwelchen (mainstreamgerechten) Visionen zu fröhnen als sich um konkrete Problemfelder zu kümmern. Dies scheint mir der Antrieb für diese seltsame Aktion zu sein.

    +3

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