Bauer Willi
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Bauern und Tierärzte – Freunde oder Feinde?

Viele von euch haben sich meine Diskussion mit Professor Blaha über die Ferkelkastration und wie sie künftig gehandhabt werden soll angeschaut. Jetzt gibt es die zweite Sendung der Videoserie „go ON – Tierärzte diskutieren Lösungen“ auf YouTube zu sehen.

Auch dieses Mal steht ein Thema im Mittelpunkt der Debatte, das Kontroversen provoziert: das Verhältnis Tierarzt-Bauer. Ich finde, dass Landwirte mit dem Thema Tierwohl ziemlich allein gelassen werden. Von Tierärzten hört man öffentlich wenig. Mein Diskussionspartner Professor Thomas Blaha, Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, sieht den Grund dafür darin, dass Tierärzte in der gesellschaftlichen Wahrnehmung eher mit Hunden und Katzen, nicht aber mit Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit in Verbindung gebracht werden. Damit das passiert, müssten sie aber meiner Meinung nach mal öfter die Zähne auseinander kriegen und sich in den Wind stellen. Schließlich sind sie die Experten. Damit sie mehr gehört werden, ist ja auch das Diskussionsforum von Ines George und Ulrike Oslage ins Leben gerufen worden, unseren Gastgeberinnen in Berlin, die die Debatten organisieren, schneiden und veröffentlichen.

Also: Schaut rein und sagt eure Meinung.

Euer Bauer Willi

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Mehr zu Prof. Blaha und seine Arbeit:  www.tierschutz-tvt.de

Zum Seminarangebot von Ines George und Ulrike Oslage geht es hier lang: http://www.akademie.vet

 

 

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9 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Grundsätzlich betrachtet, machen sich alle, die an der Landwirtschaft verdienen , einen schlanken Fuß. Ob unsere Agravis, BASF, Landmaschinenindustrie, Futtermittelhersteller,
    Landhändler, Viehhändler usw., bei allen dasselbe. Einige wenige Sprüche und das wars. Die Tierärzte sind ja auch eine kleine Gruppe , die kaum wahr genommen wird. Alle wollen nur still , heimlich und leise nur Geld verdienen. Ansonsten geht sie das Höfesterben nichts an. Erst wenn Aufträge und Absatz stagnieren, brennt die Hütte. Alle schreiben Rechnungen , daß gerade der Bauer noch einen kleinen Vorteil hat , oder wegen gesetzlicher Vorschriften einen Tierarzt o.ä. vorweisen muß. An der Landwirtschaft wird gut verdient , nur in der Landwirtschaft nicht. Nur die Landwirtschaft kann die Kosten nicht weitergeben , weil die Weltmarktpreise eben niedrig gehalten werden, damit der gemeine Verbraucher mit Brot und Spielen klein und ruhig gehalten wird. Die Landwirtschaft verdient nur , wenn das System mal kollabiert , durch Witterung bedingte kleine Ernten , oder a.o. Tierseuchen. Jeder wird das, wenn die ASP kommt , beobachten können . Erst fallen die Preise und nachher fehlen die Stückzahlen und dann steigen die Preise. Nur in der Krise verdient der Bauer Geld.

    • Inga sagt

      Nur die Landwirtschaft kann die Kosten nicht weitergeben , weil die Weltmarktpreise eben niedrig gehalten werden, damit der gemeine Verbraucher mit Brot und Spielen klein und ruhig gehalten wird. “

      Danke für diesen Satz, Friedrich!

      Wenn das Wissen zur Allgemeinbildung gehören würde, dann hätten %utal mehr Menschen Respekt vor den Bauern, oder?

      Also was ich oben in der Diskussion mit Prof. Blaha vermisst habe, ist,

      was spielt das Veterinäramt für eine Rolle in der Nutztierhaltung bis zur Schlachtung.

  2. bauerhans sagt

    da es in der umgebung keinen tierarzt mehr gibt,der nutztiere behandelt,bin ich dankbar,von einer tierklinik betreut zu werden,die aber 35 km entfernt ist.
    diese tierärzte versuchen,den medikamenteneinsatz aufs allernötigste zu begrenzen,haben aber auch die kosten im blick.
    ich fühl mich da sehr gut aufgehoben.

    • Inga sagt

      “diese tierärzte versuchen,den medikamenteneinsatz aufs allernötigste zu begrenzen,haben aber auch die kosten im blick.”
      Ja, so müsste es überall sein!

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