Gerade hat der Wissenschaftliche Beirat für Agrar und Ernährung (WBAE) eine 400seitige Studie über alternative Proteine herausgegeben. Ich habe darüber berichtet.
Nun hat sich auch eine Arbeitsgruppe, zu der die KLB Deutschland gehört, diesem Thema gewidmet. Hier ein Auszug von der Homepage:
„Ebenfalls im Forschungsverbund ist die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB). „Wir alle wissen, dass ein Wirtschaften wie bisher nicht möglich sein wird, auch wenn viele sich dieses wünschen. Mit dem Projekt wollen wir die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft mitgestalten.“
Geplant ist eine Befragung der Landwirte. Dazu Prof. Schank:
„Bei dieser Befragung haben die Landwirtinnen und Landwirte die Möglichkeit, den weiteren Verlauf des Projektes maßgeblich mitzugestalten. Vor allem ihre Einstellungen und Assoziationen zu alternativen Proteinen und ihrer Vielfalt, ihre Produktion anstelle der Tierhaltung oder als Fruchtfolgenerweiterung interessieren uns“
Mehr Details zu dem Projekt findet ihr hinter diesem Link:
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Hier auch eine pdf-Datei mit der konkreten Fragestellung:
https://klbdeutschland.de/cms/wp-content/uploads/2025-07-25_SoeTRA-Kurzbeschreibung_final.pdf
Das Programm wird vom BMLEH und BLE gefördert.


Als praktizierender Katholik frage ich mich: Haben diese Leute von der Katholischen Bewegung der Landbevölkerung nichts anderes zu tun? Glauben sie, sie könnten Konvertiten zurückgewinnen? Leider ist Papst Franziskus tot.
„Die von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein. Sie kann ihre Berufung zum Dienst der Anbetung Gottes und zum Dienst des Nächsten wieder unbefangener leben.“ die Diese kritik von Papst Bennedikt an der Finnanzierung de Deutschen kirche aus dem Jahr 2017 sind zutreffend. Die KLB hingegen will sich ihre Pfründe sichern und versucht sich dem Mainstream anzubieten!
Mich erinnert dieses Projekt an ähnlich gelagerte Forschungsvorhaben im Bereich der Agrarökologie. Wer Lust hat, kann ja u.a. mal nach „KOOPERATIV“ oder „CAP4GI“ googeln.
Wer anhand von Befragungen einer winzigen nicht repräsentativen Stichprobe allgemeingültige Empfehlungen für die Politik ableitet, sie durch Peer-Review-Verfahren bekommt (sic!) und das auch noch als bahnbrechend feiert, dem ist nicht mehr zu helfen.
Man kann nur noch dafür plädieren, keine dieser von vornherein unnötigen Vorhaben ohne Erkenntnisgewinn mit Steuergeldern zu fördern.
“ KICK-OFF“ Veranstaltung
Mir reicht’s schon!
Auf die Ergebnisse der Umfrage von Professor Schank (Betriebswirtschaftslehre und Zukunftsfähigkeit im Sozial- und Gesundheitswesen) bin ich gespannt. Lt ihm erfolgt die Umfrage flächendeckend bei Landwirtinnen und Landwirten.
Wie heisst es so schön in der Projektbeschreibung „Wir wollen mit dem arbeiten, was die Landwirtinnen und Landwirte definieren“, betont Professor Schank“.
Toller Ansatz das klingt doch gut. Und wenn die Rückmeldungen nicht seinen Erwartungen entsprechen z.B wir möchten Tiere halten und mehr alternative Proteinpflanzen evtl ja wenn es sich rechnet. Evlt etwas mehr Soja auf Standorten wo ackerbaulich und wirtschaftlich möglich und dann zur Tierfütterung. Wird bei solch einem Ergebnis das SoeTRA Projekt eingestellt oder werden neue Projekte initiert. Aber vielleicht wird dies ja alles nicht gefragt. Übrigens wieviel Umfragen oder Projekte zu diesem Thema gibt bzw gab es es eigentlich schon.
@Limes
Sollte er bei mir anrufen, so werde ich ihm mitteilen, dass im Einzugsgebiet meiner Genossenschaft (Köln-Aachener Bucht) weniger als 100 ha Soja angebaut werden. Vereinzelt werden Erbsen, noch weniger Ackerbohnen angebaut. Ein Teil der Erbsen werden mit Verträgen angebaut, neue Verträge sind aber seit langem nicht mehr zu bekommen. Grund: der Markt ist eine kleine Nische.
Der Deckungsbeitrag für Erbsen und Ackerbohnen liegt – bei guten Erträgen – auf dem Niveau von Wintergerste, bei Frühjahrstrockenheit auch darunter. Auf anderen Gunststandorten dürfte es ähnlich aussehen.
Dort, wo heute Vieh gehalten wird, passiert dies meist deshalb, weil ein Ackerbau nicht möglich oder nicht rentabel ist. Hätte die KLB tatsächlich Verbindungen in die praktische Landwirtschaft, so hätte sie all dies wissen können und sich die Umfrage und das gesamte Projekt sparen können.
So bleibt der Verdacht, dass die Fördergelder von BMLEH und BLE irgendwie unter die Leute gebracht werden mussten.
hallo erstmal das heißt also wenn es gefördert wird hat man im Endeffekt den gleichen gewinnen wie vorher oder? wenn es so ist, dann ist sein super Projekt toll!
1. Die Produktion von Nahrung wird in Deutschland künstlich verringert mit unsinnigen Vorschriften, Verboten und Geboten.
2. Solche Studien bereiten den Nährboden für immer schärfere Gesetze und Kontrollen, bei denen immer weniger bestehen können.
3. Unter 3 % der Deutschen sind Veganer – also „ohne Tier“ – und diese halten die anderen 97 % unter ihrem Knüppel, ohne das diese sich wirklich für Landwirte mit Tierhaltung einsetzen.
4. Ist den 97 % auch zumeist egal, denn auch sie sind gegen Massentierhaltung solange im Edeka die Regale voll sind.
5. So verliert das Land jedes Jahr unwiederbringlich Vieh und Landwirte… noch bringen es die Laster aus dem Ausland.
6. Aber wenn ein kleines Transportproblem auftritt – 80 Mio Menschen werden da keinen Spass verstehen !
7. Also den unfähigen „letzten Landwirten“ Stallungen und Land weg nehmen, damit endlich mal anständig Nahrung produziert wird. ( Ironie ).
8. Enteignung… jetzt noch schleichend, aber für jeden Landwirt spürbar… bald einmal deutlich.
9. Schuld sind wahlweise Putin, Trump, die Deutschen, weil sie den Klimawandel nicht gestoppt haben… aber niemals die Verfasser solcher Studien im Auftrag von ???
Danke liebes Smarti, für deinen guten Kommentar, dem kann ich nur zustimmen.
Wir haben 3 Jahre Kichererbsen im Versuchsanbau gebaut. 3 mal nix. Kann man vergessen, zumindest bei uns (2mal zu trocken 1mal zu nass). Wenn das Zeugs funktionieren würde, dann setzt es sich durch, auch ohne solche Projekte, wenn es nicht funktioniert dann helfen solche Projekte auch nichts. Wir müssen in Deutschland schnell lernen, kein Geld mehr für sinnbefreite Projekte raus zu weren, denn dazu felht künftig die Kohle!!
Leider wird mal wieder impliziert, dass dem Bauern gesagt werden muss, wie er zu arbeiten hat. Da nur noch wenige Menschen mit der Produktion unserer Lebensmittel befasst sind, wäre ein Wechsel der Blickrichtung wünschenswert. Die nächste Generation der Bewirfschafter stellt sich den Herausforderungen, in meinen Augen, mit sehr guter Ausbildung, breit vernetzt und sehr interessiert an neuen Formen bodenschonender Bearbeitung, neuer und effizienter Technik und Genetik. Und Landwirtschaft wird immer!!! als Kreislaufwirtschaft begriffen. Dieser Kreislauf muss sich nicht auf den eigenen Betrieb begrenzen, aber ohne tierischen Dünger kein intaktes Bodenleben, kein Humusaufbau und Nutzung von teurem, energieintensiv hergestelltem synthetischem Dünger. Vor dem Hintergrund zurück gehender Tierzahlen in Deutschland in allen Bereichen und der potentiellen Zunahme von Importen stellt sich eher die Frage, ob die Förderung aus dem Bundestopf nicht eher der Ernährungssicherung dienen sollte. Dazu zählt außerdem zu erkunden, wie wir den Flächenfraß endlich begrenzen können. Der positive Effekt für die CO² Bilanz wäre ein schöner Mitnahmeeffekt.
Die vielen Gremien und Kommissionen, die sich mit LW beschäftigen, aber nicht die tägliche Arbeit verrichten, täten gut daran der Folgeneration auf den Höfen das Wirtschaften so schmackhaft, wie möglich zu machen. Da wäre zudem ein großer Schritt getan, nicht zu spalten, sondern gemeinsam am gleichen Strick zu ziehen.
@Ulrike
Vielen Dank für Deinen Kommentar. Dazu passt auch gut ein Zitat von Dwight D. Eisenhower, einem ehemaligen US-Präsident.
„“Landwirtschaft sieht ganz einfach aus, wenn der Pflug ein Bleistift ist und man tausend Meilen vom Maisfeld entfernt ist.“
Nix Höfe! …hier übernehmen Großkonzerne, vertikal integriert, nachhaltig, CO2-neutral und denkend in Generationen …für die Fam.-Clans der Superreichen. …aufwachen!!!
Dann werden in Zukunft die Kartoffel von Pfanni kommen.
Dann kann man Pfanni wirklich für die dunklen Löcher darin verantwortlich machen.
Bis jetzt machen das nur Leute, die wissen, dass der Strom in der Steckdose produziert wird.
Ach Inga…Pfanni ist Unilever plc; unilever ist 9,1% Back Rock… alles klar?1
nur der Name Pfanni ist bei Unilever. Die Produktion erfolgt duch Aviko ein Unternehmen von Royal Consun.
Pfanni ist ein sehr gutes Bsp für Reaktionen von Unternehmen auf Veränderungen im Markt. Pfanni wurde 1993 eine Tochter von Unilever. Die Pfanni Produktion unmittelbar nach der Wende von München nach Stavenhagen in MV verlagert. Pfanni ist ja nicht das einzige Unternehmen welches Werke im Westen geschlossen hat und dort durch Werksverlagerung in größerem Umfang Mitarbeiter freigesetzt hat.
Aus dem großen Pfanni Werksgelände nahe Ostbahnhof wurde dann eine bekannte Münchener Partymeile, Treff für Künstler, ab und zu stand dort auch mal ein Riesenrad mit Blick über München heute läuft der Bau von Wohnungen, Büros….
Ein Bsp für Transformation und Verlagerung
Humus im Boden kann man auch mit Uwischenfrucht aufbauen, fördern und erhalten.
Ideologie wird hier verbreitet in einer Zeit wo die USA sich von der C02-neutralität verabschieden.(Höre tichyseinblick von heute) Die andere Ernährung ist nicht anderes als eine Förderung von unten nach oben zu den Geldmachern. Kreislaufwirtschaft sollte beachtet werden. Wenn das Gras wächst und dann vergammelt hat man nichts davon , aber wenn die Wiederkäuer es fressen und daraus Milch und Fleisch machen hat es was gebracht . Wo Weidewirtschaft endet , verwaldet das Land , denn die Rinder halten das Land offen.Dagegen sind die alternativen Produkte mit viel teurer Energie produziert. Erst bei über 10 Mrd. Menschen auf der Erde müßen wir uns evtl Gedanken machen über die zukünftige Ernährung . Doch mit neuem ideologiefreien Wissen sind noch viel mehr Menschen zu ernähren. Dazu bedarf es der Freiheit des Denkens , des Forschens und des Umsetzens. Bei Getreide z. B. haben wir erst ca. 50% des Potentials ausgeschöpft. Auch bei Mais , Reis , Kartoffeln , Zuckerrüben, usw. geht die Ertragskurve immer noch hoch. Was Politik und Kirchen hier betreiben ist reine Ideologie und Angstmache und dies untermauert man mit „ohne Ende Bürokratie , Kontrollen, Verordnungen, Zertifizierungen , usw.“
Sagte schon der letzte deutsche Kaiser —
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.–
Diese arrogante Gen streit anscheinend immer noch in diesem Land.
Ich glaube, die Welt braucht keine Gedankengänge aus Deutschland, wie sie sich ernähren kann. Andere Völker können auch denken.
„Wir möchten mit SoeTRA:
• nachhaltige Bewusstseins-, Einstellungs- und Verhaltensänderungen in bäuerlichen Betrieben… “ hier geht es nicht um Ernährung, sondern um die effektivste „Fernbedienung“ für die ganzen Sklaven des Systems.
Ja, und haben ihre eigene Sozialisation,
Sitten und Gebräuche, auch Umwelt.
Ich finde es immer wieder lustig, wenn kirchliche Institutionen, die den Verharrungsmodus zum ihrem obersten Ziel erklären, sich um die Veränderungen in allen anderen Lebensbereichen bemühen und sie auch noch mitgestalten wollen. Werte Gläubige, schert euch um euer Seelenheil und überlasst die wirklich wichtigen Dinge denen, die etwas davon verstehen!
btw: Benötigt man für Hostien eigentlich auch Weizen mit Backqualität?
Kemetbauer: Gute Frage, letzteres? wenn ich an meine Ministrantenzeit so denke, waren, glaube ich aus Weizenmehl und Wasser?
SoeTRA? Habe es gerade gelesen! Auch das Engagement vom KLB dazu! Ob das die Zukunft für unsere LW, die Tierproduktion und Pflanzenproduktion sein kann und sollte, bezweifle ich! Wir sollten bei allen Schwierigkeiten weiter auf unsere nachhaltige konventionelle LW setzen wie Generationen vor uns auch, den WTF eingeschlossen ( Prof.Quaim hatte es gestern ähnlich im Podcast formuliert)! Nur so werden wir 9 Milliarden Menschen ernähren können! Den reduzierten Fleischkonsum sollte jeder für sich individuell betrachten! Ob Algen da ein Ersatz sind??Bestenfalls eine Nische wie Fischzucht in Betrieben auch! Ob das für unsere Großbetriebe im Osten ein Geschäftsfeld ist? Bin auf die Kommentare gespannt…
Wie heutzutage fast immer, geht es um das „Abgreifen von Staatsknete“. Es wird Zeit, dass sich die Bundesregierung angesichts der riesigen Haushaltslöcher endlich ehrlich macht. Dem Steuerzahler sind solche „Forschungen“ nicht mehr zuzumuten.
A.K.sehe ich auch so! Man sollte sich bei der weiteren Entwicklung unserer LW auf vorhandene Strukturen konzentrieren und diese wissenschaftlich begleiten( grüne Genetik, Crispr/Cas, Züchtung usw.).
„Wir alle wissen, dass ein Wirtschaften wie bisher nicht möglich sein wird […]“
Die Veganer- Ideologie soll wohl mit aller Macht durchgesetzt werden. Das Ergebnis sind hochverarbeitete, industrielle Lebensmittel, deren Grundstoffe aber aus ökologisch arbeitende landwirtschaftlichen Familienbetriebe stammen. Mehr Doppelmoral geht einfach nicht.
Peter R.
Dieser Satz „wie wir alle wissen“ ist mir auch besonders aufgefallen. Als ob die KLB einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellt. Durch wen wurde die KLB legitimiert?
Die Kirchen, mit all ihren Einrichtungen und religiös orientierten Institutionen, stellt lediglich ein Sammelsurium von NGO´s dar. Bei denen steht zunächst einmal der Selbsterhalt ganz oben auf der Wunschliste. Erkenntnisorientiert sind all diese kirchlichen Einrichtungen im vordarwinistischen Zeitalter stehengeblieben. Wer sich an denen orientiert, darf sich wohl auch zu den Ewiggestrigen zählen.
Spätestens seit jeder seine mehr oder weniger unmaßgebliche Meinung über die digitale Kommunikationstechnik verbreiten kann, hat sich die Frage nach der Legitimierung erledigt.
Peter R.: Eben bei T-Online gelesen…“Deutsche Filialen schon dicht
Vegane Burgerkette meldet Insolvenz an“
Hoffentlich werden die Veganer noch satt? Zum Glück haben wir noch Konvis in der Hunterhand für solche Fälle…
Scheint nicht so der Knaller dieser Veganismus, für mich ehe nur ein Hype!