138 Suchergebnisse für: glyphosat

Trump, Corona-Leugner und Glyphosat-Gegner

Was haben alle diese Personen gemeinsam? Sie nehmen die Realität anders wahr. Doch woran liegt das? Ich habe mich auf die Suche nach möglichen Gründen gemacht. Und das hier gefunden: Emotionale Beweisführung Dabei betrachtet man die eigenen Gefühle als Beweis für die Richtigkeit von Behauptungen. In Sachen Corona bedeutet das etwa: „Ich fühle mich nicht wohl mit einer Maske, also ist sie schädlich.“ Für Glyphosat heißt das: „ich höre so viel Gefährliches darüber und ich möchte mich keiner Gefahr aussetzen“. Ob diese Gefahr faktisch besteht, spielt keine Rolle bei der Wahrnehmung. Die Bedrohung der eigenen Gesundheit und die der Kinder ist ein Motiv, das starke Gefühle mobilisiert. Aussage eines NGO-Campaigners: „Wenn die Leute keine Angst um ihre Gesundheit und die ihrer Kinder haben, geht das Portemonnaie nicht auf“.  Dann muss man nur noch einen Gegner identifizieren, der sowieso keiner mag (Monsanto, Nestle, Bayer) und man kann seine Argumentation auf den typischen David-gegen-Goliath-Konflikt reduzieren. Das klappt immer. Angst Ein starker Beweggrund ist Angst. Wenn man Angst hat, existiert definitiv ein Grund, um Angst zu haben. Wenn …

ACS und Glyphosat

Eine bemerkenswerte Aussage des französischen Agrarministers Guillaume im Fernsehen: Ca. min 1:15:     „Gibt es kein Glyphosat, dann scheitert der Wechsel zur konservierenden Landwirtschaft“ Ob eine so faktenbasierte Aussage auch in Deutschland möglich wäre???   Übrigens: Guillaume ist die französische Form des Namens Wilhelm. (Kurzform Willi) 🙂 +13

Wie kann man Glyphosat ersetzen?

Dieser Frage ist das „Handelsblatt“ nachgegangen. Fachlich sauber. Sehr lesenswert, auch für die Kritiker. https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/unkrautbekaempfung-roboter-pfluege-elektroschocks-wie-die-landwirtschaft-glyphosat-ersetzen-will/25058756.html?ticket=ST-4756656-r2bBvHHwQKeScb6Eku6d-ap2 0

Glyphosat: Eine Meldung, die es in sich hat…

Bisher ist diese Meldung nur in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zu lesen: Demnach „wies die amerikanische Regierung Unternehmen an, auf ihren Produkten nicht mehr vor dem Inhaltsstoff Glyphosat zu warnen.“ Und weiter heißt es: „Die Umweltbehörde EPA teilte nun mit, dass sie mit sofortiger Wirkung keine entsprechenden Hinweise auf Produkten mehr genehmigen werde. Es sei unverantwortlich, Etiketten auf Produkten zu verlangen, die ungenau seien, wenn die EPA selbst davon ausgehe, dass von dem Produkt kein Krebsrisiko ausgehe, sagte Behördenchef Andrew Wheeler.“ Die Begründung: „Es sei wichtig, dass staatliche Regulierungsbehörden wie die EPA den Verbrauchern genaue, wissenschaftlich fundierte Informationen über Risiken, die Pestizide für sie darstellen können, zur Verfügung stellen, betonte Wheeler.“ Den Wortlaut der FAZ-Meldung mit weiteren Details findet ihr hier: https://t.co/xzWdb7MbtM In den großen Medien ist die Meldung, außer in der FAZ, bisher nicht zu finden. Warum? Ich darf mir ja meinen Teil dazu denken… Euer Bauer Willi P.S.: Landwirtschaftliche Medien berichten mittlerweile schon darüber: http://www.lafranceagricole.fr/actualites/etats-unis-fini-les-etiquettes-qualifiant-le-glyphosate-de-cancerigene-1,8,4181886339.html?utm_source=FAA&utm_medium=infoquotidienne&utm_campaign=mailnumero#sd_source=&sd_id https://www.topagrar.com/acker/news/verwirrung-um-freikauf-geruechte-von-bayer-bei-glyphosatverfahren-11738615.html     0

Glyphosat – eine Meinung aus der Wissenschaft

Am 20. Mai 2019 fand in der Altstadt von Düsseldorf eine sehr interessante Veranstaltung für die breite Öffentlichkeit statt, die sehr gut besucht war. Ich war dort und durfte einen Vortrag halten. Vorher habe ich aber noch Herrn Prof. Weber, Leiter des Institut für Biochemie der Pflanzen der Heinrich-Heine-Universität ein paar Fragen gestellt. Herr Weber ist auch Sprecher der CEPLAS.     0

Glyphosat und die Werbe-Einnahmen…

Wenn es um Werbe-Einnahmen geht, scheinen die Rundfunksender nicht besonders empfindsam zu sein. So hat der NDR wohl keine Probleme damit, einen Werbespot der Firma SBM zu senden, in dem Werbung für das Produkt Permaclean gemacht wird. https://www.zeit.de/2019/19/bayer-glyphosat-pflanzenschutzmittel-werbung-pharmakonzern-krise Permaclean wird im Haus- und Gartenbereich eingesetzt und enthält die Wirkstoffe Glyphosat, Flufenacet und Metosulam. Alle Wirkstoffe dürfen im landwirtschaftlichen Bereich nur eingesetzt werden, wenn ein Sachkundenachweis vorliegt. Einen Beigeschmack bekommt der Spot auch deshalb, weil darin zur Bevorratung des Produktes geraten wird weil „es das bald nicht mehr gibt„. (Siehe Link zum Artikel der „ZEIT“). Auf Nachfrage der ZEIT-Redaktion beim NDR antwortet der Geschäftsführer von NDR-Media: (Zitat) „der Spot sei durch die rechtliche Prüfung der ARD gelaufen und „für gut befunden“ worden.“ (Zitatende) Wie dem Artikel der ZEIT zu entnehmen ist, wurde der Spot wohl auch im Sendebereich des WDR ausgestrahlt. Sowohl NDR als auch WDR berichten häufig kritisch über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln („Pestiziden“) in der Landwirtschaft. Mein Kommentar: Irgendwas passt da nicht zusammen… Bauer Willi   Zur Info: Bei der Firma SBM handelt es …

Glyphosat: Gutes Gift – böses Gift?

Wenn man diese Überschrift liest, hat so mancher Landwirt wohl keine Lust mehr, weiterzulesen. Das es auch anders geht, ist bei einem kleinen Film, der bei Servus.tv in Österreich ausgestrahlt wurde, zu sehen. Er liefert eine Fülle von Argumenten, warum ein Verteufeln des Wirkstoffes nicht berechtigt ist. Alle, die an sachlicher Information und Hintergründen interessiert sind, sollten sich die 6 Minuten gönnen. Und dann erst kommentieren. Hier der Link: Glyphosat: Gutes Gift, böses Gift? 0

Glyphosat in Windeln – Die Fakten

Aktuell wird in den Medien über den Nachweis von Glyphosat in Windeln berichtet. Diese Meldung ist nicht neu. Der Link unten stammt aus 2016, allerdings handelt es sich um eine sehr kleine Stichprobe, die RTL zur Untersuchung gegeben hatte. https://www.rtl.de/cms/glyphosat-pflanzenschutzmittel-in-windeln-und-wattepads-nachgewiesen-2820246.html Die aktuelle Meldung bezieht sich auf Untersuchungen des französischen Institutes ANSES, die umfassende und detaillierte Untersuchungen auf diverse Chemikalien, darunter auch Glyphosat und das Abbauprodukt AMPA, durchgeführt haben. Dabei muss erwähnt werden, dass AMPA auch in Wasch- und Spülmitteln vorkommt, sein Nachweis somit auch aus anderen Quellen stammen kann. In der Studie wird angegeben, welche der gefundenen Stoffe eine gesundheitliches Risiko darstellen. Grün bedeutet dabei: unbedenklich,  rot: eine Gefährdung ist nicht auszuschließen. https://www.anses.fr/fr/system/files/CONSO2017SA0019Ra.pdf Die Erläuterung ist auch auf Seite 98 nachzulesen. Auf den Seiten 99 bis 101 sind alle Chemikalien entsprechend aufgelistet. Rot markiert sind Dioxine und Furane, PCB, HAP´s, COV´s, Duftstoffe und Formaldehyd. Glyphosat und AMPA sind grün gekennzeichnet. Das rot gekennzeichnete Hexachlorbenzol (Hexachlorbenzene) ist als Pflanzenschutzmittel ausgewiesen, seine Anwendung ist seit 1981 in der EU für die landwirtschaftliche Anwendung verboten. Es dient aber als Weichmacher …

Effekte von Glyphosat bzw. Bodenbearbeitung auf die Unkrautflora

In der Diskussion um Glyphosat wird immer wieder herangezogen, dass dieser Wirkstoff einen negativen Einfluss auf die Biodiversität hat. Um diese Aussage zu untersuchen, wurde in einem dreijährigen Feldversuch der Universität Rostock (2014-2016) der Einfluss von Glyphosat (volle und halbe Aufwandmenge) und zwei verschiedenen Formen der Bodenbearbeitung (Tiefgrubber, Streichbeetpflug) auf die Unkrautflora verglichen. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167198718309590 Zur Versuchsanlage: Es wurde über drei Jahre hinweg keine Kultur angebaut! Die Verfahren wurden zwei- bis dreimal pro Jahr angewandt, so dass jeweils eine Spanne von 8 bis 11 Wochen zwischen den Behandlungen/Bodenbearbeitungen blieb. Dies entspricht  nicht der gängigen Praxis sondern wurde so geplant, damit im Versuch bewusst Unterschiede provoziert werden sollte. Die Erhebung der Unkrautflora wurde im Juni, August und Oktober vorgenommen. Hier ein Ausschnitt aus dem Text: „The most important result of our study is that the weed community significantly differs depending on the type of disturbance, but at the same time they become much less divergent in true diversity or number of individuals. The difference in weed community clearly shows itself when the plant community with its species and proportion of species are considered …