Monate: August 2025

Milram: Käse mit Botschaft?

Im Internet sorgt gerade eine Werbekampagne von Milram für Aufregung. Es handelt sich um eine Edition von 10 Käse, die man meines Wissens nur gemeinsam erhalten kann, wenn man an einem Quiz teilnimmt. Die Edition ist mengenmäßig begrenzt. Die Verpackungen wurden von jungen Künstlern gestaltet. Was zu der Aufregung im Netz führt? Es sind die dargestellten Personen. Blättern Sie selber mal durch. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Und hier eine Meinung zu der Kampagne: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Meine Meinung: Leute, haben wir keine anderen Probleme? Wir reden von Käse-Verpackungen, die einfach mal anders sind.  

Wenn Veganer konsequent wären…

Ein Gastkommentar von Marian E. Finger, der sicherlich zu einigen Diskussionen führen dürfte. Und wie immer: Gastartikel geben die Meinung des Autors/Autorin wieder Wenn Veganer konsequent wären … Wir haben bei Bauer Willi schon oft über den Veganismus diskutiert. Besonders in Erinnerung sind mir die Kommentare von Thomas B., der glaubt, dass Veganer konsequenter sind als Vegetarier, sowie die Kommentare von Jürgen D., der argumentiert, dass Veganer, die den Verzehr von empfindungsfähigen Lebewesen rigoros ablehnen, weder Tiere noch Pflanzen essen dürfen, da auch Pflanzen Gefühle haben. In Sachen Logik und Konsequenz geht es ums Prinzip, ums Grundsätz- liche. Wenn Veganer sagen, dass sie keine Tiere essen, weil Tiere von einigen Bauern misshandelt werden, ist das so, als würden sie auch die Benutzung von Messern kategorisch ablehnen, weil Jack the Ripper und andere Serienkiller bei ihren Verbrechen schon mal mit Messern zugestochen haben. Aus Einzelfällen lassen sich keine Prinzipien ableiten. Deshalb lasse ich Überlegungen dieser Art hier weg. Ich befasse mich in diesem Beitrag aber auch nicht mit den landwirt- schaftlichen Realitäten. Das wären Fragen, ob …

Harald Lesch’s öffentliches Bekenntnis zur Genschere

Ich sehe gerne Sendungen mit Harald Lesch bei Themen, von denen ich keine Ahnung habe. Umso gespannter war ich, als ich diese Sendung aus 2024 entdeckt habe, in denen er mit vielen Vorurteilen und Myhten  bezüglich Züchtung und insbesondere CRISPR/Cas9 (Genschere) aufräumt. https://gruppe5film.de/produktionen/terra-x-harald-lesch-ernaehrung-der-zukunft/und-die-zukunft-unserer-landwirtschaft Und er erklärt auch, dass alle unsere Nahrungsmittel Gene enthalten… ja, dass muss man heute in einer Wissenschaftssendung sagen. Ok, nicht alles, was Herr Lesch erzählt findet meine volle Zustimmung. Manches ist auch so nicht richtig, aber für Nicht-Landwirte ist es eine vernünftige Weiterbildung.

Erstaunliche Artikel im FOCUS

Gleich drei Artikel zum Thema Ernährung (und damit auch Landwirtschaft) hat die Wochenzeitschrift FOCUS in den letzten Tagen veröffentlich. Und die fallen anders aus als erwartet. Focus: Vegane Burger spalten die Kundschaft: „Ist wie mit E-Autos, den Schrott braucht niemand“ Die vegane Fast-Food-Kette Swing Kitchen hat Insolvenz angemeldet und verlässt den deutschen Markt. Geschäftsführer Albrecht Eltz begründet dies hauptsächlich mit dem ungünstigen Zeitpunkt. Im Netz entfachte eine hitzige Diskussion dazu. https://www.focus.de/panorama/welt/insolvenz-vegane-burgerkette-swing-kitchen-reaktionen-netz_ce6509b4-98e5-46c1-bdc8-c4db017d1dcb.html   Focus: Nur zwei Kartoffeln am Tag können Ihr Leben verlängern Sie lieben Kartoffeln? Dann haben wir gute Neuigkeiten: Eine Studie zeigt, dass der Verzehr von zwei Kartoffeln am Tag das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und somit das Leben verlängern kann. https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/nur-zwei-kartoffeln-am-tag-koennen-ihr-leben-verlaengern_38c34ed0-5ccc-424c-a81b-a784d1598814.html   Focus: Von wegen Krankmacher! Jetzt räumt Experte mit den fiesen Milch-Mythen auf Die Debatte um den Konsum von Milch und ihr Einfluss auf unsere Gesundheit wird erneut angefacht. Ernährungswissenschaftler Uwe Knop wirft einen kritischen Blick auf die jüngsten Forschungsergebnisse. https://www.focus.de/gesundheit/von-wegen-krankmacher-jetzt-raeumt-experte-mit-den-fiesen-milch-mythen-auf_be506988-8933-4cb8-a362-9234c15117f9.html    

100 Tage Alois Rainer

Aktuell wird ja viel über die 100 Tage der Regierung berichtet. Aus diesem Grund hat das BMLEH auch eine Bilanz veröffentlicht, um aufzuzeigen, welche Veränderungen es seit dem Start der schwarz-roten Regierung gegeben hat. 2025-08-06_100_Tage_BMLEH Ich sage jetzt nicht meine eigene Meinung, sonst eskaliert das hier wieder… 🙂

Ich würde mehr bezahlen…

Mind-behavior-Gap nennt man neudeutsch die Lücke zwischen Wissen und dem tatsächlichen Handeln. Dies bestätigt zum wiederholten Male eine Umfrage des Institut der deutschen Wirtschaft, in der gefragt wird, ob man bereit wäre, für Fleisch mehr zu bezahlen. https://www.iwkoeln.de/studien/adriana-neligan-jennifer-potthoff-zwischen-schnitzel-und-gewissen-eine-generationenfrage.html Das DIW hat die Umfrage-Ergebnisse nach Altersgruppen aufgeschlüsselt. Die Bereitschaft, mehr bezahlen zu wollen, sinkt mit zunehmendem Alter. Erst wenn man vor 1955 geboren wurde, steigt sie wieder leicht an. In der Regel ist man mit 70 (und älter) aus dem Erwerbsleben ausgeschieden und kann es sich leisten, bei Umfragen entsprechend zu antworten. Hier die Ergebnisse der Umfrage als pdf-Datei IW-Kurzbericht_2025-Fleischpreise An dieser Stelle möchte ich Elisabeth Nölle-Neumann zitieren, die folgenden Satz gesagt hat:  „In Umfragen wird soziale Schizophrenie empirisch abgebildet“. Man macht sich aber auch Gedanken, wie man den „Fleischverzehr senken und nachhaltigere Tierhaltung fördern“ könnte. Hier ein Zitat:   „Die wahren Kosten von Fleisch bepreisen Vor dem Hintergrund ökologischer und sozialer Folgekosten wird die Forderung nach einer stärkeren Bepreisung solcher Kosten lauter. Eine Tierwohlabgabe – etwa 40 Cent pro kg – als Verbrauchssteuer zur Deckung der …

Die Pamphlete des Jost Maurin

Ein Pamphlet ist laut Duden „eine Streit- oder Schmähschrift, oft polemisch und überspitzt formuliert. Es handelt sich um eine politische, wissenschaftliche oder religiöse Schrift, die sich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt und oft kritisch oder verurteilend ist.„  Nicht anders kann man die Texte des Jost Maurin, der sich selbst als Journalist beschreibt, nennen. Hier eine kleine Auswahl. Achten Sie bitte darauf, wie oft die Begriffe „Agrarlobby“ darin vorkommt. https://taz.de/Angriff-auf-das-Umweltbundesamt/!6099074/ Agrarlobby und Chemieindustrie kämpfen derzeit hinter den Kulissen in Berlin dafür, dass mehr Pestizide erlaubt werden – sogar dann, wenn sie die Umwelt schädigen. https://taz.de/Umweltbundesamt-zu-Kritik-der-Agrarlobby/!6099034&s=JOst+maurin/ Anders als Agrar- und Chemielobby suggerieren, sind hierzulande nicht weniger, sondern sogar mehr Pestizidwirkstoffe erlaubt als in mehreren Nachbarländern. https://taz.de/EU-Haushaltsentwurf/!6098336&s=JOst%2Bmaurin/ Doch die Kommission setzt die Prioritäten genau umgekehrt: Für die sinnvollen Umweltprogramme sieht sie kein verbindliches Mindestbudget mehr vor. Aber sie verspricht rund 300 Milliarden Euro für die „Einkommensstützung“ der Landwirte. Das wird wohl darauf hinauslaufen, dass die Umweltprojekte zugunsten der von der Agrarlobby als „einkommenswirksam“ gelobten Direktzahlungen geplündert werden. https://taz.de/Alois-Rainer-beim-Bauerntag-in-Berlin/!6093236&s=JOst%2Bmaurin/ Besonders „lesenswert“ ist folgender Artikel, in dem Herr Maurin seinen …

„Es ist ein gutes Zeichen, wenn man persönlich angegriffen wird“

Ich habe ein Gespräch mit Axel Bojanowski geführt. Axel Bojanowski ist Journalist bei der Zeitschrift „Welt“ und Buchautor. Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „33 erstaunliche Lichtblicke“ und dem sehr vielversprechenden Untertitel „Warum die Welt besser ist als wir denken“. Deshalb habe ich den Kontakt zu ihm gesucht um zu hören wie er so denkt. Bauer Willi (BW) : Herr Bojanowski wie kommt man als Journalist dazu so positive Dinge zu schreiben? Es heißt doch „Only bad news are good news“. Axel Bojanowski (AB): Ich schreibe ja viel über Klima und Umwelt. Da ist Apokalyptik unter Journalisten zu einer Art Chiffre fürs Dazugehören geworden, den Untergang der Welt zu beschwören und den Menschen als das böse Geschwür auf Erden darzustellen. So beweist man, dass man keine Bedrohung für andere Journalisten ist. Ich finde, Umweltthemen sind wichtig, weshalb es ein Gewicht braucht, dass diese einseitige und irreführende Perspektive gekontert wird. Ich habe Kinder, und ich möchte nicht, dass die mit dieser irrigen apokalyptischen Sicht der Dinge groß werden. Mit Apokalyptik kann man keine Zukunft …

Asiatische Hornisse, Japankäfer, Tigermücke…

Wenn vom Insektensterben berichtet wird, werden oft die Landwirte als Verursacher genannt. Was dabei vergessen wird: es gibt eine Reihe von „neuen“ Insekten in unserer Region, die nicht ganz ungefährlich sind. In einem Amtsblatt für unsere Gemeinde war zu lesen, dass die Asiatische Hornisse in unserer Gemeinde gesichtet wurde. Sie ist für den Menschen nur gefährlich, wenn sie sich bedroht fühlt. Schaden macht sie dadurch, dass sie Honigbienen frißt. Deshalb findet man sie oft in der Nähe von Bienenstöcken. Hier ein Zitat aus Wikipedia: Bekannt ist die Art aber vor allem als effektiver Prädator von Honigbienen. Diese können, je nach Region, ein Drittel bis zwei Drittel der tierischen Nahrung ausmachen.[15][69] Ein einziges Volk der Hornissenart ernährt sich pro Jahr von etwa 11 Kilogramm an Biomasse aus Insekten.[2] Häufig lauern jagende Hornissen in der Nähe von Bienenstöcken, um gezielt an- und abfliegende Bienen zu erbeuten, die als konzentrierte Nahrungsquelle gegenüber vielen anderen bevorzugt werden. Invasive und unerwünschte Arten tragen folglich auch zum Insektensterben bei. Im Regionalfernsehen WDR wurde vor der Asiatischen Tigermücke gewarnt, die im Rheinland …

Wenn ganz Deutschland vegan wird…

In der Fachzeitschrift „agrarheute“ hat Peter Laufmann skiziert, wie die Auswirkungen einer rein veganen Lebensweise auf einen fiktiven landwirtschaftlichen Betrieb wären. Den Text sollten auch Veganer und Tierrechtler lesen, denn die Landschaft sähe ohne Tiere anders aus. https://www.agrarheute.com/land-leben/ganz-deutschland-vegan-fuer-landwirte-bedeutet-635842 Passend dazu hat Prof. Schöne aus wissenschaftlicher Sicht skiziert, wie die neuen Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu vewerten sind. Der Artikel wurde in der Zeitschrift „Fleischwirtschaft“ zuerst veröffentlich, er hat mir die Erlaubnis zur Verlinkung gegeben und mir dankenswerterweise eine Zusammenfassung dazu geschrieben, die ich unter dem Link abdrucke Fleischwirtschaft_Schöne Quo vadis Zusammenfassung Prof. Schöne: „Die von einer 18köpfigen Arbeitsgruppe aus der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bzw. Ernährungswissenschaftler erarbeiteten lebensmittelbasierten Empfehlungen, englisch auch food-based dietary guidelines (FBDG), genügen den selbst gewählten bzw. in ein mathematisches Modell gepressten Anforderungen nur in Teilen. Besonders die Entscheidungsgröße „Nähe zu üblichem Verzehr“ wird für verschiedene Lebensmittelgruppen verletzt – am stärksten und schwerlich tolerierbar – für Fleisch/-erzeugnisse mit empfohlen insgesamt maximal 43 g/Tag (300 g/ Woche) gegenüber dem annähernd dreifachen durchschnittlichen Tagesverzehr laut Nationaler Verzehrstudie II. Zudem entspricht die Vorgabe …