Monate: November 2024

Gute Nachricht: Weniger „Pestizide“

Eine erfreuliche Nachricht, die allerdings in den Medien kaum transportiert wurde: Die Menge an eingesetzten Pflanzenschutzmitteln ist 2023 zurückgegangen und auf dem niedrigsten Wert seit 20 Jahren angekommen. https://www.gb-profi.de/nachricht-zierpflanzen/pflanzenschutzmittel-in-deutschland-niedrigster-wert-seit-20-jahren https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/BZL/Informationsgrafiken/241031_Pflanzenschutzmittel.jpg;jsessionid=F48A1F7405CCD86CFFE7B5671A612111.internet941?__blob=publicationFile&v=3 Dies trifft auch für Bayern zu (2022), doch wird diese Zahl sofort hinterfragt. Begründung: Die Tonnage sagt nichts über die Toxikologie aus, weil ja Produkte mit niedriger Wirkstoffmenge bevorzugt eingesetzt worden sein. Wer die Zulassungssituation in Deutschland kennt, weiß, dass dies nicht der Fall ist. Von daher verfängt diese Argumentation nicht. https://www.br.de/nachrichten/bayern/19-prozent-weniger-pestizide-in-bayern-was-steckt-dahinter,UGK6Nvl Aus der nachfolgenden Statistik kann man ersehen, dass die Zahl der Wirkstoffe in den letzten Jahren konstant geblieben ist. Es werden folglich mehr Produkte mit dem gleichen Wirkstoff verkauft, was ja auch aus der Pharmazie bekannt ist. https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/pflanzenschutzmittelverwendung-in-der#zulassung-von-pflanzenschutzmitteln Wer den ganzen Artikel des Umweltbundesamtes liest, erkennt, dass diese Behörde nicht rein wissenschaftlich argumentiert.  

Anforderungsprofil: Bundesminister/in für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

Weil bereits erste Namen für die Besetzung des Ministeriums für Landwirtschaft kursieren, hier ein: Anforderungsprofil Bundesminister/in für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Ganz wichtig ist, dass die Bereiche Landwirtschaft und Umwelt in einem Ministerium angesiedelt sind. Dort, wo es bereits praktiziert wird//wurde (Heinen-Esser in NRW) wurden damit gute Erfahrungen gemacht, weil Interessenskonflikte einfacher gelöst werden können. Die Person, die dieses Amt besetzt, sollte von der Ausbildung her über fundierte Fachkenntnisse in mindestens einem der Ressorts verfügen. Die Thematik muss also nicht erst erlernt werden. Hilfreich ist es, in der freien Wirtschaft (vor- /nachgelagerter Bereich) gearbeitet und sich in Mitarbeiterführung geübt zu haben. Voraussetzung ist es, in der Agrarbranche gut vernetzt zu sein und auch mit politischen Wettbewerbern in Verbindung zu stehen. Nicht parteipolitische Ideologie darf im Vordergrund stehen, sondern das Wohl des Volkes. Kompromissbereitschaft ist dabei ebenso wichtig wie Rückgrat. Zu den herausragenden Fähigkeiten gehört eine professionelle Kommunikation. Der/die Kandidat/in sollte den gängigen Umwelt- und Naturschutz-Organisationen bekannt sein und mit ihnen im Austausch stehen. Gleiches gilt für die diversen Bauernverbände und Interessensgemeinschaften. In einer neuen deutschen …

Der Wolf auf der Alm

Ich war in der vergangenen Woche zu einem Vortrag in Miesbach (in der Nähe des Tegernsee) und habe mit meiner Frau ein paar Tage drangehängt, um mal einen Tapetenwechsel zu haben. Dabei haben wir Bernd und Christine kennengelernt, die uns nicht nur zum Weißwurst-Essen eingeladen haben sondern mit uns auch auf ihre Alm am Spitzingsee gefahren sind. Ein wirklicher Traum! Wenn da der Wolf nicht wäre… Ich habe mich mit Bernd darüber unterhalten, was die Anwesenheit des Wolfes auf der Alm bedeutet. Nicht nur für das Vieh, sondern auch für Menschen, die die Tiere dort oben betreuen. Ein Gespräch, das nachdenklich macht…. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Heute, Sonntag Morgen hat mir Bernd noch ein Video des Bayrischen Rundfunk aus dem Jahr 2022 geschickt. Geändert hat sich seitdem nichts. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt …

Statt Halloween: wie wäre es eigentlich, wenn…

Bauer Fritz aus Oberösterreich macht sich Gedanken, ob das doch sehr kommerzielle Halloween (als Konkurrenz zu christlichen Festen) nicht „umgewidmet“ werden kann. Hier sein Text: In vielen Bereichen und zu lange Zeit ist es schon verpönt, sich dessen zu besinnen, was auch zur Geschichte, zum Werdegang und zur Entwicklung Europas zum einem in vielerlei Hinsicht reichen Kontinent beitrug: ein christliches Weltbild und Gesinnung. Gerade in Bezug auf den Sinn und die Tradition von christlichen Festen und Gebräuchen ist vieles vergessen, verloren, verschüttet worden – auch durch einen antireligiösen Zeitgeist. Vergessen durch nicht mehr Ausübung, verloren unter reine Kommerzialisierung, verschüttet hinter woken Umdeutungen. Das Martinsfest wird etwa da und dort den Kindergartenkindern sinnbefreit als „Mond- und Sterne“-Spaziergang reingedrückt. Das Nikolausfest als Fest eines alten, weißen Mannes diskreditiert, der vor allem in Städten mit Hausverbot belegt wird. Sein Konterpart, der Krampus, wurde von Psychologen den allzeit besorgten Helikopter-Eltern als angstmachend eingebläut. Erstaunlicherweise wird von den gleiche Psychologen das seit Jahren kommerziell von Handel und Medien besonders gut verwertbare „Helloween“ als für Kinder völlig unbedenklich zugemutet. Vermutlich, weil …

Gute Botschaft: weniger Nitrat im Sickerwasser

Erfreulich zu lesen: Nitrat im Sickerwasser hat in Niedersachsen deutlich abgenommen. https://www.zeit.de/news/2024-11/13/nitratkonzentration-im-sickerwasser-nimmt-deutlich-ab Hier ein Zitat: „Die berechnete Nitratkonzentration im Sickerwasser hat sich von 2016 bis 2023 deutlich verringert, teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover mit. Damit sei die Nitratkonzentration im Sickerwasser so niedrig wie noch nie seit Beginn der Berechnungen in den 1950er Jahren.“ Ich freue mich natürlich über das Ergebnis, habe aber eine Frage:  wie kann man die Nitratkonzentration berechnen? Da führt die folgende Meldung etwas weiter: https://www.landundforst.de/pflanze/neue-daten-nitratbelastung-wasser-nimmt-deutlich-ab-572400 Einige der Gründe für den Rückgang sind ein deutlich verringerter Einsatz von Mineraldünger und der Rückgang der Tierhaltung. Jetzt ist es also an der Zeit, die Konsequenzen zu ziehen und die Kulisse der „Roten Gebiete“ anzupassen.

Stimmung in der Landwirtschaft

Aktuell bin ich am Tegernsee, weil ich zu einem Vortrag eingeladen wurde. Zusammen mit meiner Frau nehmen wir uns ein paar Tage Auszeit. Am Samstag geht es wieder nach Hause. Vorgestern habe ich einen Anruf von einer bekannten Journalistin des ZDF bekommen, die mich von Zeit zu Zeit anruft, um meine Einschätzung zu bestimmten Themen rund um die Landwirtschaft zu hören. Wir haben wieder über eine halbe Stunde gesprochen und ich habe den Eindruck, dass sie vieles davon verstanden und verinnerlicht hat. Entscheidend waren aber zwei Fragen, die sie mir gestellt hat 1. Wie ist aktuell die Stimmung in der Landwirtschaft? 2. Wird es im Winter wieder Bauernproteste geben`? Zu 2. konnte ich ihr relativ schnell antworten. Ich kann derzeit nicht erkennen, dass es Anzeichen dafür gibt, dass es zu öffentlichen Protesten ähnlich wie im letzten Winter kommen wird. Am 23.11. soll es zu einer Demo in Berlin kommen, zu der auch Trecker angemeldet sind, aber da mir weder der Veranstalter noch die Inhalte bekannt sind, ist dies sicherlich keine Bauern-Demonstration im klassischen Sinn. Zu …

Top agrar Talk: Das Image der Agrarbranche

Image der Landwirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Agrar-Marketing. Schlagworte, die im Grunde genommen das Gleiche meinen: Ziel ist es, die Landwirtschaft ins rechte Licht zu rücken. Dazu hat top agrar Insider und Influencer eingeladen. Es soll aber nicht nur um eine Schwachstellenanalyse gehen sondern auch um Ideen, was man tun kann um das Ziel zu erreichen. Ich bin dabei. https://www.topagrar.com/veranstaltungen/was-braucht-es-fur-ein-cooleres-image-der-branche-20008586.html Habt ihr Vorschläge und Ideen?

Ja zum Reichswald – nein zum Nationalpark

Der Reichswald ist eine Waldfläche am Niederrhein. Er liegt in den Gemeindegebieten von Goch, Kleve, Kranenburg und Bedburg-Hau im Kreis Kleve  und ist etwa 5.000 Hektar groß. Er steht zu weiten Teilen unter Natur- oder Landschaftsschutz. Nun plant das Umweltministerium des Landes NRW dort einen zweiten Nationalpark. Doch dagegen gibt es Widerstand. Zu den Gründen habe ich Max von Elverfeldt, den Vorsitzenden des Vereins Unser Reichswald e.V. befragt. Hier das Video Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Familie Hahn hat einen Milchviehbetrieb, der unmittelbar an den Reichswald angrenzt. Für Sie könnte die Ausweisung zum Nationalpark existenzbedrohend sein. Hier mein Gespräch mit Familie Hahn Video Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren …

Nach der „Ampel“: Sind Enttäuschungen vorprogrammiert?

Arnold Krämer hat sich Gedanken gemacht, was nach Neuwahlen für die Landwirtschaft anders – und besser – werden kann. Zudem war er auf zwei Veranstaltungen, von denen er Eindrücke mitgebracht hat. Lesen Sie hier sein Fazit: „Das Scheitern der Ampel-Regierung in Berlin verbinden viele Menschen in der Landwirtschaft mit der Hoffnung auf eine Kurskorrektur in der Agrarpolitik, auf eine Politik, die für den Berufsstand gestaltet wird, ihn von bürokratischen und ökonomischen Fesseln befreit und mehr unternehmerischen Freiraum gewährt. Da geht es den Landwirten genauso wie den anderen mittelständischen Unternehmern, bei denen die Grenzen der Belastbarkeit oft auch erreicht oder überschritten sind. Ob diese Hoffnungen (auch nur ansatzweise) erfüllt werden können, hängt davon ab, welche Parteien eine neue Bundesregierung bilden können (bilden müssen) ob diese Regierung bereit und in der Lage ist, sich gegenüber der EU zumindest teilweise neu zu positionieren und im Extrem sogar internationale Verträge aufkündigt von welchen Experten aus Wissenschaft und Verbänden sie sich beraten, beeinflussen lässt, wer Zugang zu den Ministerien bekommt welche Prioritäten sie angesichts eindeutig erkennbar geringer werdender finanzieller Gestaltungsspielräume …

Landwirt des Jahres 2024

Tobi Babel ist „Landwirt des Jahres 2024“. Ich habe ihn und seine Familie vor über zwei Jahren bei einem Urlaub im Allgäu kennengelernt und ihn prompt interviewt, weil ich sein Betriebskonzept so spannend fand. Nach dem Grund für den Erfolg gefragt sagt Tobias:  sich etwas trauen, Mut haben verbunden mit einem vernünftigen Maß an Risikobereitschaft. Hier das Video und weiter unten noch zwei Beiträge aus der FAZ: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Hier der Link auf den Berghof Babel: https://www.berghof-babel.de/berghof-babel-verteilerseite.html Und hier der Link zur FAZ: https://zeitung.faz.net/faz/politik/2024-11-02/landwirt-und-hoffluencer/1093062.html https://zeitung.faz.net/fas/politik/2024-11-03/zeigt-her-eure-schweine/1092782.html Und auch andere berichten: https://www.tagesschau.de/inland/regional/bayern/br-allgaeuer-ist-landwirt-des-jahres-2024-102.html https://www.bayern.de/tobias-babel-ist-landwirt-des-jahres-2024-ministerin-kaniber-ein-paradebeispiel-fuer-kreislaufwirtschaft-und-diversifizierung-in-der-landwirtschaft