Monate: Januar 2017

…könnte…sein…

Die gute Nachricht: Wir haben selbstgemachte Marmelade. Da wissen wir auch, was drin ist. Die Berichterstattung ist doch toll: wieder der schöne und beliebte Zusatz „könnte“. Das reicht dann schon und alle sind wieder auf den Bäumen. https://kurier.at/wissen/nutella-koennte-krebserregend-sein/241.153.060 0

Feinstaub…

Die guten Nachrichten reißen einfach nicht ab. Weil die erste Stunde des Jahres in Städten immer die mit der höchsten Feinstaubbelastung ist, will der grüne Bürgermeister in Stuttgart das private Abbrennen von Feuerwerk verbieten. https://www.welt.de/politik/deutschland/article160966816/Gruene-wollen-in-Stuttgart-Feuerwerke-verbieten.html Ist doch gut, wenn sich jemand um die wirklich wichtigen Dinge im Leben kümmert. Jedenfalls sind die Bauern damit erst mal raus aus den Schlagzeilen… Euer Bauer Willi 0

2017 wird kein Steckrübenwinter!

Wieder eine gute Botschaft! Mit Optimismus ins Jahr 2017! Es ist genau 100 Jahre her, dass Deutschland nicht nur unter einem langen und schneereichen Winter, sondern auch unter einer extremen Nahrungsmittelknappheit litt. Vorausgegangen war ein nasser Sommer, der die Hälfte der Kartoffelernte verfaulen ließ und auch ein guter Teil der Weizenernte war ausgefallen. Deutschland war damals der weltgrößte Agrarimporteur, ein Drittel der Lebensmittel musste aus dem Ausland herangeschafft werden. Steckrüben, die die Bauern bisher an Schweine verfütterten, wurden zur Hauptspeise. Angefangen von Suppen bis zu Rübenkuchen musste die „Hindenburg-Knolle“ vor allem die Städter vor dem Verhungern retten. Diverse Lebensmittel wie z.B. Kartoffeln wurden rationiert und waren nur auf Karte erhältlich. Und ein Kolumnist berichtet: „Der Hausbesitzer N.N. wird wegen Nichteinhaltung des fleischlosen Tages angezeigt“. Das war vor 100 Jahren… Wir hatten 2016 auch einen nassen Sommer…Mal sehen, wie der Winter wird… Euer Bauer Willi 0

Weniger Massentierhaltung – mehr Bauern

Neulich musste ich mich aus einem anderen Grund mit Agrarstatistik in NRW beschäftigen. Dabei fielen mir diese Zahlen auf, die aus mehrfacher Hinsicht interessant sind. Die Zahl der Tiere ist (Ausnahme Schweine) zurückgegangen Die Zahl der Viehhalter hat in allen Bereichen dramatisch abgenommen Die Zahl der Tiere pro Halter hat zugenommen Für die Zukunft bedeutet das: Wenn die Gesellschaft weniger Tiere pro Betrieb will, müssen wieder mehr Tierhalter her. Und zwar sehr viel mehr. Doch woher sollen die kommen? Wenn wieder weniger Tiere pro Betrieb gehalten werden sollen, müssen entweder weniger tierische Produkte (Fleisch, Milch, Eier etc.) verzehrt werden, oder die Produkte müssen importiert werden. Oder habt Ihr noch eine andere Idee? Euer Bauer Willi 0

Super Food – am besten aus der Heimat

Ich habe mich mal auf die Suche nach „Super Food“ gemacht. Hier bin ich fündig geworden: http://www.projekt-gesund-leben.de/superfoods/ Wer keine Lust zu klicken hat, hier mal eine Auswahl der vorgestellten Super Foods (in alphabetischer Reihenfolge) Aroniabeere Acai-Beere Carob Chia-Samen Cranberries Datteln Goji-Beere Hanfsamen Kakao Kokosöl Kürbis Maca Matcha Maulbeeren Quinoa Sprossen Weizengras (ist eine eigene Gattung und nicht mit Weizen zu verwechseln) Fällt euch was auf? Ich kenne noch andere Super Food. Hier meine Liste: Haferflocken Leinsamen Weizenkleie Wirsing, Grünkohl Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen …. Bitte die Liste vervollständigen…Denn diese Super Food benötigen keine langen Transportwege und auch keine aufwändigen Verpackungen. Meist reicht eine Papiertüte… Regional ist es allemal und gibt es auch in der Geschmacksrichtung Bio 🙂 Euer Bauer Willi   0

Männliche Schweine…

Nein, nicht alle Männer sind Schweine. Hier geht es um ein ernstes Thema: Wie soll zukünftig die Vermarktung von männlichen Schweinen aussehen? Auf der Seite von „Wir sind Tierarzt“ ist dazu ein Beitrag geschrieben worden, der die aktuelle Situation in Europa beschreibt. Hier der Link: http://www.wir-sind-tierarzt.de/2016/12/ferkelkastration-wer-macht-was-in-europa/ Ich habe das mal tabellarisch zusammengefasst. Was ist zu erkennen? Mit Narkose beschäftigt sich kaum einer, außer in den Niederlanden, die mit der sehr fragwürdigen, ja sogar tierquälerischen aber billigen Narkose mittels CO2 arbeiten. Zum Teil wird auch mit lokaler Betäubung gearbeitet. Die Impfung (meist mit Improvac) hat in Belgien eine große Bedeutung, die Niederlande und Dänemark hingegen sehen darin keine Lösung. Alle anderen Staaten machen dazu keine Aussage, was so zu interpretieren ist, dass auch sie sich damit nicht beschäftigen wollen. Bei einigen deutschen Bio-Verbänden ist Improvac erlaubt, Rewe, Edeka und der Tierschutzbund stehen der Impfung ebenfalls offen gegenüber. Die Verabreichung von Schmerzmittel mit Langzeitwirkung spielt auch nur in wenigen Staaten eine Rolle, in Österreich ist sie freiwillig. Bei der Ebermast gibt es zwei große Lager: Staaten, die voll darauf setzen, wiederum andere, …