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Zwischenfrucht und „Kartoffel“weizen

Unsere Zwischenfrüchte am 3. November. Und gleich daneben der sogenannte „Kartoffel“weizen. Ihr wisst schon, das Video von der Saat habt ihr ja vor kurzem gesehen. Mittlerweile sind alle Körner gekeimt und das erste Blatt ist schon zu sehen. Muss man aber genau hinschauen. 😉

(Aufrufe 167 gesamt, 1 heute)

29 Kommentare

  1. Hallo Willi ich finde deine Videos immer ganz interessant und gut um den Verbrauchern mal zu zeigen was wir Landwirte so das Jahr über im Feld so machen aber ich hätte da noch ein paar kleine Verbesserungsvorschläge,
    wenn du z.b. sagst der Weizen ist aufgelaufen oder der Gründünger geht in den Samen glaube ich versteht das nicht jeder der nicht direkt mit der Landwirtschaft zu tun hat. Besser wäre vielleicht der Weizen keimt oder kommt aus bzw. der Gründünger bildet Samen und wenn der Samen nächstes Jahr in den Kartoffeln oder Rübern wieder keimt kann das Probleme bei der Unkrautbekämpfung geben.
    Ansonsten find ich deine Beiträge richtig gut, weiter so

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    • Sehr guter Tipp. Danke. Ja ja, wir haben mittlerweile unsere Spezialsprache entwickelt. Ein Schlepper ist fur üns ein Traktor und kein Menschenschmuggler… 🙂 Und bei einem Fischgrätmelkstand denken wohl viele an die Nordsee 😉

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  2. Friedrich sagt

    Hallo Willi, was für ein tolles Saatbett in diesem Jahr . Da können wir hier in Südhannover nur von träumen. Wir haben bis heute 801 mm Regen bekommen. Fast täglich kommt ein Schauer runter. Rübenroden und Weizendrillen erinnert mehr an eine Schlammschlacht , als an ein vernünftiges Arbeiten. Gerste konnten wir nur zu zweidritteln säen und das Land wurde jetzt mit Weizen bestellt. Weizen konnten wir überhaupt erst in den letzten drei Wochen drillen. Der Acker war vorher nicht befahrbar. Bei einigen gerodeten Rübenflächen erinnert das Land mehr an eine Panzerschlacht als an einen Rübenacker. Weizeneinsaat kann dort für dieses Jahr nicht stattfinden. Auch die Kartoffelflächen werden nicht alle geerntet werden können. Das Wasser steht dort teilweise seit Wochen auf dem Land. In unserer Rodegemeinschaft stehen noch fast 500 ha Rüben in der Erde. Also für zwei Roder fast zwei Wochen Arbeit im Dreischichtbetrieb. Heute hat es wieder 15 mm geregnet. Also vor Dienstag geht erstmal wieder nichts. So werden hier seit Wochen Rüben und Kartoffeln vom Acker geklaut und versucht den Weizen in die Erde zu bekommen. Bei den Bauern liegen die Nerven blank, auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten. So ein Jahr hatten wir seit 1998 nicht. Gut , daß wir stärkere und breitbereifte Schlepper haben . Das hilft größere Schäden zu minimieren und erhöht die Schlagkraft an den wenigen guten und langen Tagen.

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  3. Ich frag mich gerade, wie lange die Zwischenfrucht noch stehen bleibt und was dann mit ihr passiert.

    Wird sie abgeerntet und im Stall verfüttert?
    Kommt der Schäfer mit seinen Tieren oder wird sie in den Boden eingearbeitet?

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      • Oder als Blattmasse-Humusdünger, Stephanie,
        Das wäre zum Unterpflügen vorgesehen, anstatt Humusbildung von Mist oder Stroh!

        Es gibt auch Tiefwurzler wie Raps, der lockert den Boden!

        Es könnte, auch Eiweißsammler (Leguminosen) als Zwischenfrucht gesät werden, dann spart man Stickstoff- bzw. N-Dünger!.

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      • Ja, die machen Humus aus der Blattmasse!

        Bauer Willis kann wahrscheinlich beides, Stickstoff sammeln und ha tauch viel Blattmasse.

        Er könnte ja mal schrieben, was das für eine Pflanze ist!

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        • Bauer Willi sagt

          Es handelt sich um ein Gemisch aus Ölrettich und Öllein. Der Ölrettich soll die für Zuckerrüben schädlichen Fadenwürmer (Nematoden) biologisch bekämpfen. Klappt auch prima.
          Bauer Willi

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    • Ich frage, weil im Video lediglich gesagt wird, dass die Zwischenfrucht zur Stickstoffbindung gesät wurde. Aber ncht warum der Stickstoff gebunden wird. Es gibt ja durchaus mehrere Gründe.

      Man kann dadurch den Stickstoff für die nächsten Pflanzen vor Ort speichern. Dann müsste die Zwischenfrucht später in den Boden eingearbeitet werden. Entweder mechanisch oder tierisch.

      Oder möchte den Stickstoff aus den Boden bekommen, weil zu viel Stickstoff im Boden vorhanden ist. Oder man hat woanders zu viel Stickstoff übrig (Gülle) die man dann wieder ausbringen kann. In beiden Fällen müsste die Zwischenfrucht dann abgeerntet und verfüttert werden…

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    • Stephanie Corn Der Gründünger wird im November normalerweise gemulcht und mit dem Pflug eingearbeitet.Die Betriebe,im Erosionsgebiet ist Pflügen an Hanglagen verboten, Man hat das Pflügen verboten !!!! Somit machen diese Betriebe Mulchsaat und arbeiten den Gründünger mit dem Grupper ein..Wird der Gründünger über Winter stehen gelassen,was auch Sinnvoll währe und der Bestand friert nicht ab,weil es keinen Frost gab,was passiert dann ? Wie soll der Landwirt aus diesem grünen Bestand ein Saatbett für Zuckeerrüben ,oder Getreide bereiten ,ohne Pflug ? Hier wird dann das Glyphosat gebraucht,ganz einfach !

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    • Wir wollen mit den Pflanzen die Nährstoffe im Oberboden behalten und so vor Auswaschung schützen. Die Nährstoffe sind ja jetzt in den Pflanzen gebunden. Geplant ist, dass im Winter ein Schäfer die Zwischenfrüchte abweidet. Dann sind die Nährstoffe in den Schafs“kötteln“. Die liegen oben auf dem Boden. Sobald das Wachstum wieder einsetzt, säen wir dann die nächste Kultur und die „Kötteln“ wirken wie eine Art Nährstoffdepot. Bodenlebewesen aller Art setzen die „Köttel“ dann wieder in pflanzenverfügbare Nährstoffe um. Übrigens nicht nur Stickstoff sondern auch alle anderen Nährstoffe. So weit klar? Sonst frag einfach nach….

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    • Isabella Bernd Buss Die Nährstoffe sind im Boden oder werden dazugedüngt. In einem Hektar Boden sind in den obersten 30 cm rund 13.000 kg Stickstoff gebunden. Wir düngen allerdings je nach Kultur nur 120 bis 180 kg dazu. Das ist das, was der Pflanze sofort verfügbar ist. Allerdings müsste ich da jetzt ein ganzes Buch zu schreiben und die gibt es schon. Handbuch der Pflanzenernährung…

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    • Bauer Willi das da soviel Stickstoff im Boden ist, wusste ich nicht……… aber ich meine das man die Grundnährstoffe, Phosphor und Kali nicht „vermehren“kann durch Zwischenfrüchte…….

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    • Isabella Bernd Buss Nein,vermehren kann man sie nicht. Der Stickstoff im Boden ist als Amonium gebunden. Er muß erst in Nitratstickstoff,den kann die Pflanze aufnehmen,umgewandelt werden. Dazu braucht es Wärme,und Wasser. Der Amoniumstickstoff ist nicht Pflanzenverfügbar

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  4. Und wenn man bei mir dagegen schaut, muss ich froh sein, dass mein Acker nicht wegschwimmt. Ende September noch mit dem Tiefenmeissel Verdichtungen aufgebrochen und ein paar Findlinge ausgegraben und seit dem nur Regen. An Saatbettbereitung und Weizen drillen ist gar nicht zu denken. Ich kriege ja nicht mal die Steine vom Feld. Und das auf Sandboden!

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