Bauer Willi
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Was will der Kunde?

Diesen Brief schickte mir eine Bäuerin aus Bayern. Er spricht für sich selbst.

 Hallo „Bauer Willi“

ich bin eine der weiblichen, stillen Mitleserinnen, die auf einem Hof eingeheiratet haben. Ich komme aus der Landwirtschaft und mein Herz hängt wirklich dran.

2008 haben wir uns entschlossen, in einem rein ackerbaulichen ausgerichteten Ausläufer des bayrischen Gäuboden, einen Hähnchenmaststall zu bauen. Die damalige Genehmigungsphase (2009) war oftmals sehr kräftezerrend – aber letztendlich ging es. Wir hatten keinerlei Probleme mit der Bevölkerung. Damals nicht und auch heute nicht. Wir sind von Anfang an sehr offen mit der -uns durchaus bewussten- Thematik umgegangen. Seitdem versuchen wir den Endverbrauchen, dem Handel, jeglichen Interessierten, Jung und Alt, da abzuholen wo er sich befindet. Bis jetzt ist es uns gut gelungen.

Es war für uns wichtig, den neuen Betriebszweig gut in den bereits vorhandenen zu integrieren.
Wir wollten wieder eine Kreislaufwirtschaft (Weizen als Futter, dadurch Fleischproduktion und natürlicher Dünger für Feld auf dem dann wieder eine Frucht angebaut wird…..) um ein innerbetriebliches Wachstum generieren, um so weiterhin von unserem Betrieb leben zu können. Eigentlich nichts Schlimmes… wir wollen leben und lassen die anderen auch leben.
Wir verfüttern unseren eigenen Weizen und die bewirtschaftete Fläche reicht locker für den entstandenen Mist.

Und so läuft es

Bei einer Investitionssumme von damals gut 500.000€ rechnet die Bank mit durchschnittlich 6 Durchgängen im Jahr. Die konventionelle Mast läuft folgendermaßen ab:

Einstallen mit geschlechtsgemischten 1-Tagesküken = Tag 0

1-3. Lebenstag wird die Einstalluntersuchung vom Tierarztdurchgeführt (es wird der IST Zustand dokumentiert und eine Sektion an ca 10-15 Tieren durchgeführt)

7/10 Tages Verluste Meldung an die Schlachterei

20 Tag 1. Salmonellen- Tupferprobe

In den ersten Lebenswochen werden die vorgeschriebenen Impfungen durchgeführt

Vorgreifen: 33./34. Tag (ca. 20% der Nutztieren werden „rausgefangen“)

Stall leeren am 39./40. Tag

Jeweils vor dem Vorgreifen/Stall leeren, kommt das zuständige Veterinäramt und macht die Lebendbeschau

Medikamente werden –wenn überhaupt nötig- generell vom Tierarzt verordnet und ausschließlich über das Wasser verabreicht.

Dann folgt die arbeitsintensive Zeit zwischen den Durchgängen (7 -9 Tage):Misten-Kehren-Waschen des kompletten Stalles inkl. der Lüftungskamine- mehrmalige Tränke-Linien Desinfektion. Dann die Großflächendesinfektion der gesamten Stallfläche-Trocknung-Aufheizen (31°Bodentempertur)-Einstreu……. Wieder kommt der neue Durchgang

Es ist gesetzlich geregelt, dass in der konventionellen Hähnchenmast zu keiner Zeit der Mast mehr als max. 39kg Lebendgewicht des Tieres stehen darf (deswegen auch der Vorgriff). Mc Donalds besteht auf 38kg/m² und die Initiative Tierwohl (ein Thema für sich) fordert im Maßnahmenkatalog im Durchschnitt 3 aufeinander folgender Durchgänge max. 35kg/m². Die EU erlaubt 42kg/m², und weltweit…. –da gibt es bestimmt auch irgendwo irgendeine Zahl.

Aber ich glaub das wissen Sie alles. Vielleicht ist auch das graue Wetter schuld, aber ich hatte das Bedürfnis mir dies alles mal von der Seele zu schreiben. Unser Betrieb richtet sich genau nach den Vorgaben, die uns der Gesetzgeber vorgibt. Man kann es hin und her drehen wie man will, egal ob Biohähnchen, Weidehähnchen, Privathof, konventionell, nach ITW, nach McDonalds…. Jeder hat „zusätzlich“ noch andere Kriterien. Wer kommt morgen? Was will der Kunde morgen? Wer konnte nachts nicht schlafen und hat sich wieder was Tolles ausgedacht? Und…. Wer läuft dann wirklich durch den Stall, welche Nase, welche Augen und welche Ohren kontrollieren dann das Tier/den Stall?

Die Verantwortung liegt ganz alleine bei uns, die nimmt uns keiner ab. Besserwissen tue ich auch so manches…. Aber das muss ich dann nicht durchführen, ich stehe da nicht im Wind, ich kann einfach nur für noch mehr Luft sorgen. Wir sind einer der vielen Betriebe die ihre Höfe und Ställe öffnen, um den Kunden in die Welt dahinter mitzunehmen und ehrlich zu erklären

Eine kleine Geschichte am Rande:

Im Oktober war ein Filmteam bei uns im Hähnchenmaststall. Die Tiere im Stall waren 17 Tage alt. Das Team hat durch das vorhandene Fenster in den Stall geschaut und ich hab sie tuscheln hören…. Keiner hat jedoch etwas zu uns gesagt oder gefragt. Später –nach dem Dreh- hieß es … sie wären ganz erschrocken von dem „Zustand der Tiere“ gewesen. Wenig Federn, zerzupft, viel Haut…

Die Erklärung war so einfach wie einleuchtend, es war der Zeitpunkt der „Hühnerpubertät“.
Wir haben es ihnen erklärt und trotzdem in zweifelnde Gesichter geschaut. Gott sei Dank kam unser großer Sohn dazu. Er ist 12… entwicklungstechnisch etwas weiter vorne und so mitten in der Pubertät… keinen Bart … nur hier und da ein Härchen, keine reine Haut, der Stimmung angepasstes Bewegungsbild, Stimme (-ung) sehr schwankend…. J Mit einem Zwinkern, einem Lächeln und der Offenheit unseres Sohnes konnten wir den 30-jährigen Gemütern glaubhaft vermitteln und nachvollziehbar erklären, dass auch Tiere eine „Pubertät“ hinter sich bringen müssen. Aber daran denkt man halt oft nicht.

Sicherlich bin ich nicht die oder der einzige, welcher sich oft persönlich angegriffen, verletzt, benutzt, verspottet, als Lügner hingestellt, als Unwissender… und vieles mehr hingestellt fühlt. Dennoch stehen wir jeden Tag wieder im Stall und auf dem Feld und verrichten unsere erlernte Arbeit mit Überzeugung und Herzblut. Wir lassen uns nicht krankschreiben wegen „Mobbing“ oder kündigen die Stelle, um woanders neu anzufangen.

Es ist unsere Überzeugung und unser Herz nach bestem Wissen und Gewissen nach der guten fachlichen Praxis zu arbeiten. Für uns und für Euch… nicht entweder oder! Der Landwirt ist es oft gewohnt in 10 Jahresabschnitten vorausschauend zu handeln und zu denken. Auch da kommt der Endverbraucher nicht mit. Oje… ich verzettele mich….

Was will der Kunde?

Fakt ist: Nach wie vor wissen wir nicht genau was der Kunde eigentlich will. Discounter-Ware ist definitiv keine Ramschware. Wenn dies so wäre… warum kauft man dann kein naturbelassenes Sauerteigbrot vom örtlichen Bäcker? Warum geht der Kunde in die „Backstube“ im Discounter? Der Preis ist mit Sicherheit ein Grund, die Bequemlichkeit ein zweiter, der Glaube ein dritter.

Ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass Bauer Willi demnächst bei uns in der Gegend Gastredner ist. Sollte Zeit sein… wir stallen an diesem Tage wieder ein! Unsere Stall- und Hoftür ist für Sie offen! Gerne dürfen Sie unsere neuen weiblichen und männlichen Bewohner auf Zeit begrüßen!

Eine heute etwas „angeknackste“ aber sonst von Herzen überzeugte und mit Überzeugung arbeitende Bäuerin!

Es grüßt Sie herzlichst

Ihre bayrische Bäuerin

(Der Name ist mir natürlich bekannt. Sie möchte aber anonym bleiben)

 

(Aufrufe 1.168 gesamt, 1 heute)

101 Kommentare

  1. KOPF HOCH, auch wenn ich Ihre Produkte nicht kaufe. Vielleicht hilft es, sich klar zu machen, dass viele, die Kritik an der Haltungsform üben, zugleich Ihre Kunden sind (indirekt), schließlich sind nicht alle so konsequent wie Veganer und Paulus. 😉 Menschen meckern halt. Viele Menschen haben ein ungutes Gefühl beim Anblick zerzauster oder feister Hühner, zugleich hätten sie ein ungutes Gefühl, Ihnen dies direkt zu sagen, denn Sie machen eine Arbeit, die diese Menschen selbst in Anspruch nehmen, auch wenn das viele selbst nicht zugeben oder sich selbst einen vormachen (“ich kaufe nur beim Metzger meines Vertrauens/ich esse nur ganz wenig Fleisch, und wenn, dann nur Bio”). Die Folge ist, dass hinter Ihrem Rücken gemeckert oder auf die Landwirtschaft allgemein geschimpft wird. Ich verstehe so etwas eher als Gesellschaftskritik und nicht als Kritik am einzelnen Bauern.

    1+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      AdT,

      die Bauern, die kleinen Bauern bekommen das Fett weg.

      Was glauben sie wie viele mal ich mir anhören musste, wie wir ständig jammern, obwohl ich tunlichst vermieden habe, über die Preise zu klagen. Lieber habe ich über den Lohn meiner Frau als Altenpflegerin geklagt, dafür hat man Verständnis.

      Hühner, die im Stall gehalten werden, bei denen sieht man die Mauser stärker, als in der Freilandhaltung, das ist durch die Wärme im Stall bedingt. ( In der Stube mit 24° Wärme sitzt man auch nicht im Pelzmandel)

      2+

  2. Paulus sagt

    Mir ist nicht klar was uns die Bäuerin damit sagen will. Die gesetzl. Bestimmungen und sonstigen Vorschriften waren doch wohl bekannt bevor dieses Geschäftsmodell gewählt wurde.
    Auf dieses subtil ausgedrückte „der Verbraucher ist schuld oder kommt da nicht mit“ reagiere ich mittlerweile äußerst sensibel.
    Der Verbraucher hat doch überwiegend gar keine andere Wahl als günstig einzukaufen. Ich kenne Landstriche, da gibt es nichts mehr außer Aldi und Konsorten. Ein ganz normaler Rewe-Markt ist da schon ein Highlight. Einen Metzger oder Bäcker, der noch etwas anderes außer Waren aus Massenproduktion anbietet muss man erst mal finden.
    Wenn meine Frau oder ich so gegen 17:30 – 19:00 nach Hause fahren und auch noch im Stau stehen, bleibt außer der Aufbackware im Discounter nichts mehr und bei den Hofläden ist die Schranke geschlossen.
    Im Übrigen bin ich wirklich nicht zimperlich, aber nachdem ich mal Einblick in einen Putenmaststall hatte, gibt es bei uns keine Putenschnitzel und auch keine Hühnchen oder Hähnchen aus Mastbetrieben mehr.
    Wir kaufen ab und zu ein Hühnchen bei einem Rentnerehepaar in Belgien, das kostet lebend so acht bis zehn EUR, ist also hochpreisig. Die übergeben mir das kopfüber an den Ständern und dann gibt es da einen Hauklotz und ein Hackbeil. Das mit dem Rupfen und so habe ich auch ganz gut im Griff, das kenne ich seit meiner Kindheit. Ein Tierarzt war da noch nie beteiligt.
    In Wahrheit halte ich genau diese Vorgehensweise für richtig und sogar für ähnlich elitär wie die Jagd. Es schärft das Bewusstsein für das was man an tierischen Erzeugnissen zu sich nimmt. Aber versuch doch mal, dass mit zig Mio. Menschen zu praktizieren – damit sind wir wieder bei Aldi und Co. Ein Federvieh das anhand von kg/m² gehalten wird, ist nun mal keine Kostbarkeit. Genau so wenig wie die Milch die über hunderte km durch die Gegend gekarrt wird. Es sind und bleiben elende Massenprodukte.
    Die Erzeugnisse von z.B. Frau Mörixmann haben für uns eine gewisse Bedeutung. Wir sträuben uns aber diese über den Versandhandel zu beziehen, sondern möchten sie gerne vor Ort kaufen, geht aber nicht.
    Extrem schwierig das Ganze.

    Es grüßt Sie, ein ganz normaler, geistig nicht mitkommender, allerdings der LW zugeneigter Verbraucher, gnädige Frau.

    3+

    • Bäuerin sagt

      Hallo Paulus, danke auch Ihnen für Ihren Beitrag. Ich gebe den Verbrauchern hier keine Schuld. Es ist ja durchaus nicht jedem landwirtschaftlichen Berufskollegen geläufig wie in der hier beschriebenen konventionellen Hähnchenmast gearbeitet wird. Von Schuld will ich nicht sprechen. Den Eindruck, dass Verbraucher und Erzeuger sich in der Vergangenheit jedoch voneinander entfernt haben – ohne es wirklich zu merken – diesen Eindruck vertrete ich schon. Wir sind wirklich bestrebt, diese Entfremdung und Entfernung wieder auf einen guten Weg zu bringen. Daran ist uns- und vielen anderen auch, sehr gelegen. z.B. hat Putenmast mit Hähnchenmast ziemlich wenig zu tun. Aber schön für Sie, dass Sie für sich einen Weg gefunden haben. Schönen Abend – danke für die “gnädige Frau” –

      2+

  3. Friedrich sagt

    Der Kunde will in der Mehrheit “Billig”. Und wenn das Hähnchen mit Beton gemästet wäre, hauptsache billig. So stand es schon vor vielen Jahren in der taz in Berlin. Daran hat sich bis heute nicht s geändert , denn die Scannerkasse sagt es genauso heute , wie die taz vor 17 Jahren. Die Mäkelei kommt von den Medien von wegen der Schlagzeilen und Absatzprofit , sowie von der Politik um von den eigenen Problemen , wie z.B. der Flüchtlingskrise abzulenken, also alles “niedrige Beweggründe”. Lieber auf die Bauern einschlagen , als selbst in diese Zielscheibe zu geraten. — Heute ist die Welt nun anders. Unsere Politik hat sich mit
    Jamaika und Groko selbst entlarvt. Die Bösewichter ,oder wie manche auch inzwischen Pack sagen ,wird nun von den Wählern für ihr menschverachtendes Tun bestraft. Ablenkung geht nun nicht mehr , denn jeder Mensch hat nun erkannt was da in Berlin für Leute ihr unwesen treiben. Die Nöte der Wähler zu mißachten war eben eine Dummheit.
    Auch die Medien sind dem gefolgt und sollten sich mal für ihre einseitige Berichterstattung rechtfertigen. Es ist schon schlimm , daß man sich Zeitungen aus der Schweiz beschaffen muß , um auch mal eine andere Meinung zu hören. Diese ewige Abschreiberei und das Hörigsein zur Politik ist einfach grausig.

    7+

    • Ja,
      diese lebenden Hähnchen, die sogar in die Pubertät kommen, die können wir doch nicht einfach als Ramschware im Discounter kaufen wollen, oder?

      Also die sind Hähnchen und Hühnchen, beide Geschlechter, also typische Fleischrase?

      Und hierrüber muß auch noch viel Aufklärung gemacht werden:
      “warum kauft man dann kein naturbelassenes Sauerteigbrot vom örtlichen Bäcker? ”

      Das naturbelassene zermalene Korn zu naturbelassenen Sauerteig verarbeitet, in Ruhe gehen lassen, ist nicht wenig teuer, es entlastet auch die Krankenkassen, weil keine Weizen Allergien mehr oder weniger auftreten.

      Denn die Gluten darin, das Backeiweiß kann sich viel besser aufbereiten und seine Auswirkungen im Teig entfalten und damit besser verträglich sein für den menschlichen Organismus.

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      • Bäuerin sagt

        Hallo Inga, ja – in der Hähnchenmast sind generell beiderlei Geschlechter.
        Und übrigens… gut erklärt mit dem Brot. Sie haben recht.

        3+

  4. Herzblut ,Mut,Verantwortung. Meine Hochachtung. Letztlich fällt wirklich irgendwem wieder etwas ein. Liebe Grüße an alle Leser und lasst euch nicht unterbuttern.

    1+

  5. Mich berühren solche Briefe immer sehr. Wie viel offener sollen wir Landwirte noch werden, wieviel mehr von unserem Seelenleben preis geben? Ich denke mehr geht nicht. Ehrlichkeit, Offenheit, und Beharrlichkeit, ja damit kommt man in der Regel weiter im Leben,deshalb freut es mich für diese Familie, das sie vor Ort, mit den Menschen in ihrer Umgebung scheinbar gut zu Recht kommen. Und trotzdem hört man etwas Verzeifeltes aus diesen Zeilen, eine gewisse Angst, es könnte bald nicht mehr so sein. Einige werden jetzt sagen, wenn sie sich nichts vorzuwerfen haben , passiert ja auch nichts, aber so einfach ist es nicht, die Medien haben Macht, leider vielleicht zu viel, oft überlege ich gerade hier auf FB einfach auszusteigen, es wieder so zu machen wie vor 10-15 Jahren, Öffentlichkeitsarbeit nur vor Ort, über die Regionalzeitung und gut ist, dann denke ich, es ist einfach nicht zeitgemäß, man darf sich nicht verschließen und so wollen wir einen guten Mittelweg finden, aber ein etwas bitterer Beigeschmack bleibt, bestimmt für jeden von uns Landwirten…. Hoffentlich findet jeder Betrieb für sich den richtigen Weg, ohne sich abzuschotten, aus Angst, denn eins ist klar, das ist auf die Dauer bestimmt auch nicht der richtige Weg. Auch ein anonymer Brief ist da ein Anfang, danke für die Zeilen!

    3+

  6. Lieschen Müller sagt

    Ein schöner Artikel, der einen kleinen Einblick in das Geschäft der Hähnchenmast bietet. Ich wusste z.B. nicht, dass man nur einmal am Ende ausmistet. Vielleicht können sie noch 2-3 Bilder beisteuern?

    2+

      • Lieschen Müller sagt

        Ja, so hatte ich das verstanden: am Ende eines Hühnerlebens (sie sagen dazu Durchgang).

        2+

            • Kühe, aber eher Bullen und Rinder laufen auch im Laufstell der einmal im Jahr sauber gemacht wird.
              Das gibt guter Stabelmist.

              Bei Hennen oder Geflügel in Bodenhaltung ist es ähnlich.

              Sie stehen nur kürzer drauf, weil ihre Mastperiode ja kürzer ist.

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  7. beu allem respekt und verständnis für die bäuerin frage ich (auch landwirtin) mich: 38 kg hähnchen je quatratmeter dürfte ca. 15 tieren entsprechen…. und das, sorry, ist nicht ok! bitte korrigiert mich, aber nicht alles was gesetzeskonform ist, dient dem tierwohl. das die bäuerin die bedenken aussenstehender nicht versteht zeigt doch, wie sehr manche landwirte das augenmass verloren haben.

    2+

    • Hallo Nadine, was ist denn o.k.? Ihren Vorschlag bitte. Sie sind ja Fachfrau und da darf man ja Vorschläge erwarten. Ich denke schon, dass sich diese Bäuerin sehr dezidiert mit den Bedenken Aussenstehender auseinandersetzt…

      2+

    • Bäuerin sagt

      Ich glaube nicht, das die Bäuerin das “Augenmass” verloren hat. Warum sollte ihr es dann so wichtig sein uns das zu erklären und Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Das Tierwohl und die Wirtschaftlichkeit müssen in Einklang gebracht werden. Die Bedenken der Aussenstehenden werden wohl beachtet, es wird vor Ort erklärt und aufgezeigt. Aber danke für Ihren Respekt, den zolle ich Ihnen selbstverständlich auch.
      Achja…. ich bin´s – die Bäuerin 🙂

      1+

      • Aufklärer sagt

        Ist doch ganz einfach: Wenn der Kunde es besser zu wissen meint – obwohl er nicht mal etwas von der Wirklichkeit des Tieres weiß – Nur eines weiß er ganz sicher: SO kann das nicht richtig sein!

        Diese Übertragungen in die Tierwelt der eigenen bürgerlichen Unzulänglichkeit im Leben, des eingesperrt und eingepfercht seins ist meines Erachtens eines der Probleme, wieso die Tierhaltung unbedingt ein Paradies sein soll.

        Wie dicht ähnliche oder vergleichbare Tiere in der Wirklichkeit in ihren Brutkolonien hocken – geschenkt. Das interessiert ja nicht wenn das Gefühl und damit der eigene Hoizont dem landwirtschaftlichen Kritiker alles ist – Da hat Bildung und Aufklärung nur wenig Chance.

        Danke für den Beitrag.

        Nicht ärgern lassen, die Leute sind halt so, sie meckern, motzen und zetern weil sie unzufrieden sind mit dem Leben in unserer Gesellschaft. Kann ich verstehen.
        Ansonsten sind die allermeisten Mitmenschen pflegeleicht. Ein Bitte und Danke oder liebe versöhnliche Worte bringen fast alle Menschen wieder zusammen.

        Weiter so! Nur nicht persönlich nehmen: Immer daran denken: Wer die Zustände heute in der Landwirtschaft kritisiert, hat wenig Ahnung von der Realität.

        Ich muss noch verdauen, das ich letztens im “Tierfilm” jugendfrei sah, wie Löwen einen Babyelefanten essen – bei lebendigem Leibe, weil sie ihn nicht töten können. Ausserdem schreddern Eis-Bären putzige Babyrobben zu tausenden.
        Insofern ist die heutige Tierhaltung vom menschlichen Standpunkt human ;>

        Danke für die guten günstigen Hähnchen ;>

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    • bauerhans sagt

      für mcdo sind die 38kg je m2 ok.
      schauen sie mal,wieviel leute da täglich essen.
      die bäurin erklärts doch.

      3+

    • Bauer Willi “Das geht nicht, der Landwirt hat keine Ahnung!” ist doch das einschlägigste Argument, welches von der immer populistischer werdenden Bevölkerung genutzt wird, und von der Politik zum Wählerfang und Meinungsbildung umgesetzt wird. Es kommt keine Erklärung, kein Lösungsvorschlag, ja nicht einmal eine ‘Ursache’ wird benannt. Es wird täglich trauriger.

      2+

    • nein bauer willi, ich muss mich hier sicher nicht verteidigen. ich kann und möchte nicht definieren was gut und richtig ist. wir kaufen und konsumieren keinerlei produkte der wiederwärtigen “chicken industrie”.

      1+

    • Nadine Laqua Das ist wieder typisch für den Internetterroristen : Menschen angreifen, und jeder Diskussion aus dem Weg gehen, mit Vermeidung jeglicher sachlicher Argumente. Arme Welt!

      1+

    • Nadine Laqua Es geht doch nicht um Verteidigung. Ich habe nur gefragt, was denn o.k. wäre. Also: wäre ein Huhn pro Quadratmeter angemessen, oder zwei? Bitte um eine Antwort…

      2+

    • Wobei Bauer Willi mit Aussagen wie ab so und viel Cent ich glaub es waren 99 Cent für das Kilo hack den Bauern auch einen Bären Dienst erwiesen hat

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    • Nadine Laqua Wenn man etwas nicht in Ordnung findet, hat man eine Vorstellung davon wie es der eigenen Meinung nach richtig wäre….. die sollten Sie hier dann auch kund tun. Nur Kritisieren ist einfach…… Fundierte und begründete Kritik ist schwer……

      2+

      • Bäuerin sagt

        Frau Laqua, Sie können mir gerne konkrete Fragen stellen und auch Vorschläge bringen, die der Verbesserung sowohl für das Tier als auch für den Betreiber und dem Verbraucher dienen. Es muss sich keiner von uns “verteidigen”. Ich glaube wir sind beide schon längere Zeit über 18, sodass jeder von uns ein respektvolles “viruelles” Gespräch führen kann. Ich bin Ohr….

        3+

    • Ich glaube ganz am Anfang des Bauern Willi haben sie mal gesagt das wer billig Fleisch kauft an der Kasse das Recht abgibt über tierwohl zu sprechen

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      • Aufklärer sagt

        Das stimmt nur bedingt.

        Wer nicht viel Geld ausgeben will oder kann, der hat sehr wohl das Recht zu verlangen, das Tierwohl nach gesettlichen Standarts umgesetzt wird. Diese Standarts sind wohl keine Mindeststandarts sondern decken mehr davon ab. Dieser Maßstab ist von allen Landwirten zu erfüllen und der Kunde darf das IMMER einfordern! Egal wie günstig er einkauft – zumal auch der Landwirt nicht zu bestimmen hat, wie hoch der Händler Produkte als Lockangebote subventioniert.

        Luxus-Wohlbefinden und Essen als Dinstinktionsinstrument? Diese Leute müssen dann auch bezahlen, das stimmt. Wer das dann nicht macht, der soll den Mund halten, da stimme ich absolut zu!
        Kenne Leute, die sind genau auf der Schiene und Konsequent. Das sind aber auch dieselben Leute, die euch das Leben schwer machen. Wenn ihr denen mit passenden Angeboten hinterherkriechen möchtet, bitteschön!
        Aber dann auch nicht beschweren, das dieselben Leute normale Landwirte mobben, verachten und bekämpfen.

        Vom normalen Landwirt grenzen diese Leute sich nämlich genauso ab, wie vom Billigkonsumenten.

        Das man sich dieser Spaltung hingibt, dafür extra gerne Luxus-Produkte bereitstellt, das muss jeder Landwirt dann selbst verantworten. Er wird dann nämlich zum Nutznießer dieser Spalter, Ungebildeten und unsachlichen Diskussionsbeitrager.
        Ich finde Leute, die sich auf solche Lebenslügen einlassen, nicht sehr angenehm. Landwirte, die sowas bedienen – konvi-tierwohlluxus, bio, Regio oder sonstwas Markengedöhnse und damit am schlecht machen anderer Produkte partizipiert: Der Landwirt, der verliert dann auch das Recht, sich darüber aufzuregen das Landwirte einen schlechten Ruf haben.

        1+

      • Aufklärer sagt

        Sehr geehrter Herr Bauer!

        Sie haben aber auch ein Talent, mit Preisen zu argumentieren, die so kaum oder gar nicht im Handel üblich sind.

        Ein Hähnchen aus der TK im Supermarkt kostet seit längerem schon über 3 Euro, in der Regel 3,30 Euro. Überall in etwa gleich. Wobei Hähnchen nicht gleich Hähnchen ist: 900er? 1200er? 1400? 1600er? 2200er? Mit oder ohne Innereien?
        Was krieg ich also fürs Geld an Menge? Das wird auch unterschlagen. Und ein 900gramm Minihühnchen ist auch nicht mehr als 2,50 wert …

        Alleine ein Kilo Hühnerbrust kostet in der Regel schon 5,99 Euro, im Angebot oft. Das ist Rewesupermarkt. Der Diskounter ist genauso günstig / teuer?

        Von den Kosten beim Metzger haben wir nicht geredet. An dessen Theke Legen wir 1-3 Euro drauf – für dieselbe Qualität warscheinlich.

        Insofern: Nicht flunkern, ehrlich mal im Laden suchen und keine Sonderrabattpreisaktionen als Normalität verkaufen.

        fände ich einfach ehrlicher. Sie wissen vielleicht nicht wie teuer das alles ist, ich kaufe selbst ein, seit Jahren. Ich kenne die Preise sehr genau.

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    • nur einige wenige literaturverweise: sambraus – verhalten landwirtschaftlicher nutztiere, ktbl – neue wege in der nutztierhaltung uvm.

      ob ein bauer seine arbeit gut oder schlecht macht hat letztendlich nichts mit dem haltungssystem zu tun. tierleid gibt es in betrieben die andere stallsysteme haben auch. trotzdem: kein bauer wird gezwungen 20 giggerlen auf einen quadratmeter zu halten. genausowenig wie den ackerbauern jemand zur mais-monokultur zwingt oder den milchviehbetrieb zur höchstleistung.

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    • Nadine Laqua und wieder so viel Populismus ohne grundlegendes und fachliches Hinterfragen, oder gar Argumente, die das tun würden….einfach traurig.

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    • Bauer Willi 😀 das zeigt doch, wo das wahre Interesse der Leute liegt, Likes generieren, Aufmerksamkeit bekommen, sich profilieren und andere niedermachen. Leider ist das, genau das, was die Politiker zum Wählerfang nutzen. Stimmungs- Meinungsmache, mit heisser Luft auf dem Rücken derer, die sich nicht dauerhaft verteidigen können, bzw in der Realität leben, und nicht in Luftschlössern, wie die anderen.

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    • Hätte ein Tier die Wahl würde es niemals freiwillig so leben… deswegen stimme ich Nadine zu… allerdings was die Rechtslage betrifft hat die Bäuerin alles richtig gemacht… ob es “richtig” ist darf jeder Verbraucher demnach selbst entscheiden. Für mich ist Huhn zu essen keine Option

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    • Das habe ich verstanden: Ich persönlich finde das schlecht/falsch und deswegen ist/hat es das auch für alle anderen (die in Ihren Augen Dummen, Unwissenden, Ignoranten, Gefühllosen,….) zu sein. Das Tier steht über dem Menschen. Wir wissen genau wie es geht….. sagen es aber nicht……. Ich sage Ihnen warum dann nichts mit Substanz kommt: Die Ideen funktionieren gesamtwirtschaftlich in der Regel nur in Nischen, weil der Markt ist extrem klein bzw. die Erzeugerpreise reichen oft vorne und hinten nicht. Die Landwirtschaft ist aber ein Wirtschaftszweig wie alle anderen auch und äußeren Zwängen unterworfen und das sind im Grunde Rendite und Ertragskraft um davon leben zu können. Das müssen Landwirte aber mit dem Wust an gültigen Regeln und Gesetzen in Einklang bringen. 99,9 % tun das und stellen sich den diversen Kontrollen und Überprüfungen in denen Sie nachweisen das Sie alles regelkonform ausgeführt haben. Lesen und hören tun wir aber immer nur die 0,1%. Ich esse gerne Geflügelfleisch. Für mich ist das sauberes Nahrungsmittel. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

      1+

    • Soll auch jeder selbst entscheiden dürfen…
      Gesamtwirtschaftlich wird es tatsächlich nicht anders funktionieren weil das den Verbraucher zu teuer käme. Da bleibt nur die Wahl: essen oder nicht…

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    • Dany Sahne kein Hund würde freiwillig in einer Stadtwohnung leben, von Katzenhaltung ganz zu schweigen. Wir Menschen haben Tiere nicht nur in der Nutztierhaltung domestiziert und bestimmen darüber, wie ihr Leben auszusehen hat. Viele selbsterklärte “Tierliebhaber” regen sich über konventionelle Landwirtschaft auf, während Hundchen den ganzen Tag zu Hause wartet, bis mal irgendwer von der Arbeit nach Hause kommt. Die meisten Tierschutzfälle in Deutschland befinden sich im Bereich der Hobbytierhaltung.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Erst dieser Tage hat mir eine Frau erzählt, dass sie die Behörden eingeschaltet hat, weil sie der Meinung war, dass ein Mieter seinen Hund nicht sachgerecht halten tut.

        Die Behörden haben den Hund sofort mitgenommen!

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  8. Allen Kunden recht machen kann man es nicht, dafür ist die vielfalt zu groß. Vielmehr sollte man sich als Bauer Fragen, kann ich die Produktionsmethoden verantworten, stehe ich dahinter, würde ich das für mich auch so machen und ist die Art der Produktion für mich als Bauer gewinnbringend und das Risiko gering?
    Dann kann man ruhig schlafen. Und das ist wichtiger als manche abstrusen Kundenwünsche

    2+

  9. Respekt! Auf die Frage:“Was will der Kunde?“ Beim Endverbraucher: Natürlich gibt es viele Discounterkunden, denen es total egal ist, wo ihr Essen herkommt-und das hat nicht ausschliesslich finanzielle Gründe. Genauso gibt es aber Verbraucher, die sehr wohl daran interessiert sind, wo, wie und vom wem die Lebensmittel produziert werden. Und wenn diese Menschen dann wissen, wer das macht, dann wächst nicht nur die Einsicht für einen fairen Preis, sondern auch der Respekt dafür. Landwirt ist ein wichtiger und ehrbarer Beruf u Berufung-das kann nicht jeder. Leider werden allerdings gerade von den sog. „Bauernverbänden“ die „öko-konsumenten“ beschimpft, statt aufzuklären. Wenn es mehr Bauer Willi gäbe, die neutral, sachlich ihre Meinung sagen u auch andere akzeptieren, wäre allen geholfen.

    4+

  10. Der Kunde wünscht aber BILLIG, deswegen wird Hähnchenfleisch für den TK- Discount- Bereich mittlerweile aus Osteuropa, Russland und sogar Brasilien importiert.

    3+

    • Manchmal hat der Kunde aufgrund des spärlich gefüllten Portmonee nicht die Wahl zwischen billig und regional.
      Es wird immer auf den Verbraucher geschimpft, der sagt er würde mehr zahlen und tut es dann doch nicht…
      Wir haben über 8 Mio. Arbeitnehmer im sogenannten “Niedriglohnsektor” ich zweifle stark daran, dass diese sowie Rentner, Studenten und Arbeitslose einen Kredit für den wöchentlichen Einkauf aufnehmen…
      Cäsar sagte einst “Panem et circenses” zu deutsch “Brot und Spiele”… Wenn das gegeben ist, bleibt das Volk ruhig…
      Darum werden die Lebensmittel hier künstlich billig gehalten.😉

      2+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es gibt Menschen, die ihr Geld einteilen müssen, aber noch mehr die im Mittelklassenwagen zu Discounter fahren und behaupten, sie wären an der Armutsgrenze.

        Dann gibt es noch welche, die auch klagen, aber im Nagelstudio ihre “Krallen” veredeln lassen.

        3+

        • Lieschen Müller sagt

          Wie gesagt: wenn die Menschen andere Prioritäten setzen, wird die Nageltante arbeitslos. Kann man machen, würde ich gut finden.
          In Deutschland ist angeblich jeder 10. überschuldet, jeder 4. hat keine Rücklagen. Sprich, das ganze Geld kreist durch die Wirtschaft.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Weil die Nageltante Arbeit hat, wurden landw. Betriebe aufgegeben.

            In der Verwandtschaft meiner Frau kenne ich ein Familie, die gut verdient haben, die haben sich Kartonweise den Schampus in das Haus liefern lassen. Ab 45 war er jedoch ständig krank und mit 55 musste er krankheitsbedingt in Rente gehen und jetzt kommt das Heulen und Wehklagen.

            Jetzt werden die als Reich angesehen, die 6 Tage in der Woche und bis zu 12 Stunden täglich gearbeitet haben.

            Wer überschuldet ist, solle sich mal fragen, ob es immer das neueste iPhone sein muss.

            3+

        • Neulich habe ich ein Beispiel gelesen,

          dass 4€ für einen Café to go ok sind,

          aber 4€ für 10 Bioeier zu teuer sind!

          Ist Armut definierbar?

          Die Armut von früher, die noch viele kennen, gibt es gar nicht mehr?

          Man schmückt sich nur damit?

          Wie man sich mit anderen Federn schmückt?

          3+

          • Lieschen Müller sagt

            Ich glaube, die Armut von früher gibt es wirklich nicht mehr. Es gibt von vielen Dingen billige Varianten: Schuhe, Klamotten von Ernstings Family, mal was Second Hand.
            Bei Familien gibt es dann oft Erfahrungsarmut, die Kinder kennen nichts außer Fernsehen und eben Schule. Wandern gehen die Eltern nicht, Schwimmhalle ist zu popelig, und das Spaßbad zu teuer. Musikschule würde der Staat ja unterstützen, aber das ewige Geübe 🙂
            Bei Rentnern sieht es ganz anders aus. Da reicht das Geld dann wirklich nicht für das teure Hörgerät oder ein Zahn wird gezogen, weil die Krone zu teuer wäre. Und wie gesagt, die 4 Euro aus deinem Beispiel kann man nur einmal ausgeben (obwohl ich kaum glauben kann, dass jemand jeden Tag 4 € für einen Kaffee im Pappbecher ausgibt).

            2+

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Das Problem bei vielen ist, dass nicht zu wenig Verdient sondern dass zu viel ausgegeben wird.

              Das mit den armen Rentnern muss man auch differenziert sehen,
              wir haben im November ein Ehepaar aus der ehemaligen DDR kennengelernt, er war bei der Bahn im Reparaturwerk beschäftigt, sie beim Finanzamt.
              Mein lieber Schwan, die haben die Welt bereist, wo von der deutsche Landwirt und seine Altenpflegerin nur träumen kann.

              2+

            • bauerhans sagt

              “(obwohl ich kaum glauben kann, dass jemand jeden Tag 4 € für einen Kaffee im Pappbecher ausgibt).”

              es gibt ne menge leute,die jeden morgen zur arbeit hetzen,jeden tag!
              die kaufen an der tanke 1 kaffee und 1 brötchen für 6€.
              wenn die nicht gleitzeit hätten,kämen die immer zu spät.

              0

            • Ja, Lieschen Müller,
              die Erfahrungsarmut, da hast du etwas beschrieben!

              aber:
              “Bei Rentnern sieht es ganz anders aus”.
              Ich dachte du meintest, die hätten weniger die Erfahrungsarmut und könnten ihr Geld besser einteilen, weil sie ja schon öfter mal Armut in ihrem Leben erlebt haben.
              Aber die Rentner von heute haben ja auch ganz schön viel Geld, wo beide gearbeitet haben.
              Die machen sogar Weltreisen.

              Es gibt natürlich auch Ausnahmen:
              ” Da reicht das Geld dann wirklich nicht für das teure Hörgerät oder ein Zahn wird gezogen, weil die Krone zu teuer wäre”. “Und wie gesagt, die 4 Euro aus deinem Beispiel kann man nur einmal ausgeben (obwohl ich kaum glauben kann, dass jemand jeden Tag 4 € für einen Kaffee im Pappbecher ausgibt)”.

              Ich auch nicht, aber man setzte den Wert von 4 € mal gegeneinander
              Was ist mehr wert,
              10 Bioeier
              oder
              einen Becher Kaffee?

              Darum geht es, nicht ob man den Kaffee oder die Eier täglich kauft.

              0

            • Lieschen Müller sagt

              Wahrscheinlich ist der Kaffee genauso viel wert wie die Eier, falls es der Landwirt, bzw. der Plantagenarbeiter bekommt. Man darf die Dinge nicht gegeneinander ausspielen, sondern muss schauen, wer sich auf Kosten anderer Menschen oder der Umwelt bereichert.

              0

          • Lieschen Müller sagt

            Bei Rentnern sehe ich oft auch schon viel Resignation: mehr Geld wird es ja nicht. Als Arbeitnehmer kann man sich ja vielleicht nochmal verbessern, aber die Rente steigt nicht. Viele haben hier wirklich nur zwischen 800 und 1000 Euro und eine Mietwohnung.

            0

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Bereits in jungen Jahren sollte man sich um den Lebensabend kümmern, die meisten fallen aus allen Wolken, wenn sie die erste Rentenberechnung sehen.
              Obwohl ich Rentner bin, arbeite ich noch, so wie es meine Gesundheit erlaubt, außerdem sparen wir noch 225.- Euro monatlich – auch meine Frau geht auch mal in Rente – , wenn man das 40 Jahre macht, kommt schon ein stattliches Sümmchen zusammen.

              Ja, ich weiß wie schlecht es Arbeitnehmern geht, meine Frau gehört auch dazu.

              2+

            • Das stimmt, Lieschen
              wenn die sich nur im Leben mal Wohneigentum angeschafft hätte, denn 500€ haben oder nicht haben ist schon ein Unterschied. Bei 1.000€ Gesamteinkommen.

              Neulich in der Eisenbahn saßen 2 80jährige neben mir.
              Der Mann erzählte der Frau gegenüber, dass seine frau etwas ganz leckeres koche, etwas süßes.
              Die Antwortet irgendetwas und dann erzählten sie von früher, vom Kartoffel einlagern und Holz einlagern.

              Er wuchs in einer 7 köpfigen Familie auf und sein Vater sagte, ihr braucht niemals zu hungern oder frieren.
              Ich habe eine Menge Holz auf den Boden geschafft und 40 Ztr. Kartoffeln im Keller liegen. Also ihr werden immer satt werden.

              Da antwortete die Frau ja, nur das Fett für die Kartoffel fehlte immer, meine Mutter hat immer Malzkaffee als Geschmack dran gemacht. (Ich dachte, habe ich doch schon mal gehört)
              Ich wollte noch den Ratschlag geben, wenn ihr 2 statt 1 Liter Milch vom Bauern geholt hättet und einen davon hingestellt und sauer oder dick werden lassen würdet und dann noch einen eigenen Garten mit Kräutern hättet, dann könnte man schon Dickmilch bei die Pellkartoffel machen, den Rahm natürlich darunter mischen (wie es früher üblich war, aber ich persönlich gar nicht mochte)

              Von der Dickmilch kann man auch Quark machen und davon Kochkäse.

              Ja die Frauen waren früher schon ganz schön kreativ. Mußten sie ja auch.

              Und durch diese Kreativität, durch dieses sich “Bemühen” waren die Menschen früher irgendwie erfüllter, aber ohne das geht den heutigen Menschen verloren, ich denke sie werden dadurch seelisch ärmer.

              Früher waren die Menschen eben seelisch und körperlich gefordert, um durch zu kommen, denke ich. Ob das eine gesunde Haltung ist?

              2+

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Arm ist derjenige, der unter 60 % des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat, das wären 1208.- Euro monatlich.

            Würde sich das Durchsnittseinkommen auf 2415.- Euro verdoppeln, wie viele Arme hätten wir dann?

            Richtig, es wären genau so viele Arme nach deren Rechnung.

            0

            • Aufklärer sagt

              Wir hatten das ja mit Armut schon mal diskutiert.

              Ihr Beispiel ist zwar richtig, aber nicht entscheidend.

              Das ist EINE Definition für Armut.

              Tatsächliche Armut hat man allerdings wenn Personen dauerhaft auf Grund von sozialen, gesundheitlichen Gründen lange arbeitslos sind. Die suchen sich das auch nicht aus und viele können nicht viel besser als das was sie abliefern. Paar Drückeberger mags geben. Von denen laufe viele meiner Auffassung nach unter “Persönlichkeitsstörung” oder “soziale Anpassungsdefizite” was im weiten Sinne medizinisch-soziale Problemfälle sind und zu Recht alimentiert wird. Zumal viele Betroffene lange gezahlt haben und ein Recht als Bürger dieses Landes erwarben.
              Ausserdem ist jede Transferleistung, auch medizinische Leistungen, Lebensunterhalt, Miete und jeder Euro für Habenichtse eine Quersubvention für die Einkommen aller Akteure an den diversen Märkten für Alltagsgüter, Medizinische Leistungen und Co.
              Der Transferleistungsberechtigte wird so zum Motor für die Wirtschaft – wenn auch nur mit wenig Treibstoff – was er hat, gibt er aus.

              Das was wirklich die Probleme ausmacht, ist dasselbe was überall in der Wirtschaft zu beobachten ist:
              Produkte werden durch technischen Fortschritt und Angebotszunahme immer billiger, der Preisdruck immer stärker. Das zu verleugnen und die Nachfrager zu Sündenböcken zu machen ist ekelhaft.

              (Nicht das ich Ihnen jetzt etwas unterstelle, diesbezüglich gesagt z7u haben, ausgenommen ihre etwas einsilbige Armutsdefinition anzukreiden – https://de.wikipedia.org/wiki/Armut#Relative_Armut)

              Die tatsächliche Armut ändert sich trotzdem nicht. Wenn Einkommen sich verdoppeln, steigen die Preise erheblich an und mehr würde für Lebensnotwendiges ausgegeben werden müssen.
              In einem Land, in dem die meisten Bürger 30-80% ihres Einkommens schon für Miete, Strom, Heizkosten, Mobilität, Internet / Kommunikation ausgeben muss, da bleibt nicht soviel Spielraum für überteuerte Nahrungsmittel.

              Das Problem der Landwirte ist ein kapitalistisches und kein Nachfragerbezogenes. Spezifische Eigenheiten der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse dürften entscheidend mitwirken.
              Die Verdrängung gab es eben in allen Bereichen auch bei der Arbeitnehmerschaft.

              Nur mal so zum nachdenken für Interessierte.

              0

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Mein lieber Aufklärer,
              wenn es sie interessiert, meine Rente liegt unter 400 Euro.

              Kosten für Strom, Heizung, Mobilität, Internet / Kommunikation haben wir auch und unsere Hütte, das wir auch mal gebaut haben, kostet auch Unterhaltung.

              Das der Preisdruck immer stärker wird, das brauchen sie einem ehemaligen Landwirt nicht sagen, das weiß der aus eigener Erfahrung.

              1+

            • bauerhans sagt

              “Das Problem der Landwirte ist ein kapitalistisches…”

              stimmt nicht,sondern daher bedingt,dass wir unflexibel unelastische produkte herstellen,die völlig austauschbar sind und gerade hier in D mit auflagen drangsaliert werden,die rational nicht nachzuvollziehen sind.

              2+

            • Aufklärer sagt

              Ja bauerhans. Ihre Beschreibung meinte ich mit dieser Aussage:

              “Spezifische Eigenheiten der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse dürften entscheidend mitwirken.”

              Ich meine halt, das beides eine Rolle spielt.

              Gruß

              0

            • Im ZDF in Frontal 21 wird gerade gezeigt, wie Pflegepersonen als Verdienstquelle benutzt werden.

              Zusammenhang schlechte Pflege und Gewinnmaximierung.
              Ich dachte es gäbe einen Pflegeschlüssel.

              Ist das nicht schlimmer als Massentierhaltung?

              Haben wir als Menschen unseres Landes kein Gewissen mehr?

              Sind Kommers und Zahlen wichtiger?

              1+

            • Aufklärer sagt

              Jo Inga. Der Pflegeschlüssel in Deutschland ist unter aller Kanone.

              https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73008/Personalschluessel-in-der-Pflege-Andere-Laender-machen-es-vor

              Sieht nicht rosig aus. Wenn man fragt, wieso die Leute dort nicht arbeiten wollen und die, die dort ausgestiegen sind:
              Weil wir uns nicht um die Menschen kümmern dürfen und gehetzt werden das der Sinn dieser Tätigkeit verloren geht.
              So schauts aus. Aber um die TIEERRRÄÄHHH! Da kümmern sich die ach so fürsorglichen und lieben Leute – aber der Mensch als leidensfähigstes “Tier” überhaupt? Der ist unwichtig. Verschärfungen von Menschenrechten? Durchsetzung von Menschenrechten?

              Es ist gerade bezeichnend, das der Unmensch sich zum Tierfreund aufspielt, damit er sein Selbstbild aufrecht erhalten kann um im zweiten Schritt den Menschen zu entwerten. Es hat seine Gründe, das das Tierschutzgesetz bei den Nazis so programmatisch so wichtig gesehen wurde. Es wurde sicher auch Propagandistisch genutzt – ja gerade um den Beweis zu führen, das man ja ein ach so lieber Mensch sei.

              Genau die Argumentation der Extremisten unter den Tierschützern, die besonders laut Tierschutz nölen, aber nix oder wenig für denselben leisten.
              Solche Leute interessieren die Tiere auch nicht, die wollen sich Selbst darstellen.

              Geht im Supermarkt SUPER! Wenn man z.B. Bio kauft. Simmentaler, aber nur mit Extra-Tierschutzlabel! Jetzt auch bei meinem Metzger … -.-

              2+

      • Hubert Müller sagt

        Wenn jemand wirklich arm ist, also auch arbeitslos, Rentner oder Student, dann muss nicht jeden oder jeden 2. Tag Fleisch gegessen werden. Ich bin früher als Student immer gegen Ende auf den Wochenmarkt gegangen, da hat man fast überall für wenig Geld eine Riesentüte “Grünfutter” bekommen und auch heute ist das noch üblich, einfach mal fragen …..

        0

        • bauerhans sagt

          es gibt keine “wirklich armen” bei uns,ist auch sone typisch deutsche behauptung!
          wer schwierigkeiten hat,dem wird geholfen,allerdings muss er selbst in die gänge kommen.
          heute gibts im supermarkt die 50% ecke,wo sachen angeboten werden,die kurz vorm verfall sind.

          0

          • Wie ist das mit den Geldeinsammlern in der Stadt, Bauerhans?

            Ein Geldsammeln für irgendetwas muß doch von der Stadt oder Gemeinde genehmigt werden, oder?

            Es gibt viele Ausländer die sammeln aus mysteriösen Gründen.
            Vorige Woche war eine Ausländerin, sah aus wie eine arme Asylbewerberin, sie sammle für ihren angeblichen Bruder der in Hamburg in einem Krankenhaus von einem Spezialisten operiert werden und keiner bezahlt dafür, sie würde Geld dafür sammeln.

            Sie zeigte mir ein Foto von einem Jungen mit Hasenscharte.
            Ich habe nichts gegeben.

            Wie ist das eigentlich, wenn hier einer für einen Familienangehörigen sammelt, weil dieser eine seltene Krankheit hat und in Amerika behandelt werden muß, Da haben auch Verwandte Nachbarn und der Verein gespendet, eventuell auch eine angesehene Firma.

            Aber irgendwie doch öffentlich genehmigt, oder?

            Da kann doch nicht jeder kommen, oder?

            0

    • Christian seh ich genauso…. sag ich auch oft! Für die elitäre Politikerkaste wurde es immer dann blöd wenn die Krümel nicht genug waren für das Fußvolk! Das vergessen unsere im Moment mal wieder…

      1+

    • Christian Jäger das ist aber eine Frage der Priorität, wenn ich in unserem kleinen Ort die wenigen Hartz 4 Empfänger betrachte, stelle ich fest, dass deren Handys ein vielfaches Kosten wie meines. niemand will ehr Geld für Lebensmittel ausgeben, wenn die Autoindustrie tapfer jährlich die Preise erhöht interessiert das keinen. Für Statussymbole ist Geld da.

      6+

      • sonnenblume sagt

        Für viele ist es wichtig, dass das äußere Erscheinungbild gut aus sieht. Gespart wird an den Dingen, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dazu gehört auch die tägliche Beköstigung. Ausgenommen hiervon sind dann Essen mit Gästen. Das erlebt man immer wieder, auch in gut situierten Häusern!

        1+

    • Lieschen Müller sagt

      Naja, der normale Mensch hat einen gewissen Betrag pro Monat zur Verfügung. Wenn er davon einen großen Anteil für Lebensmittel ausgibt, ist kein Geld mehr da für Klamotten, Reisen, Auto. Dann verkaufen die Klamottenhändler weniger, dann werden Stellen in der Tourismusbranche abgebaut, dann werden weniger Autos verkauft. Die Menschen sind dann wiederum arbeitslos und kaufen weniger Fleisch. Das ganze nennt sich dann Rezension.
      Kann man machen, ist sicher gut für die Umwelt.
      Vielleicht gibt es auch einen kurzen Augenblick, in dem die Landwirte besser verdienen, selber große Maschinen kaufen und so für “Wachstum” sorgen. Wer weiß?

      0

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wenn Klamotten, Reisen und hochwertige Autos wichtiger sind, dann darf man nicht die heutigen Produktionsmethoden anprangern.

        Sicher ist, dass der Landwirt nicht mit Harz IV zufrieden ist, deshalb hat er rechtzeitig einen anderen Beruf ergriffen und macht Landwirtschaft nebenbei, in der Zeit wo der nur Arbeitnehmer im Schwimmbad liegt.

        2+

        • Lieschen Müller sagt

          Die Menschen wohnen hier in ihrer kleinen Mietwohnung. Ja, für die sind die Reisen oft die größte Freude im ganzen Jahr. Nicht zum Ballermann, das sind schon “Bildungsreisen”, man will noch was sehen.

          0

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Auch der ehemalige Landwirt war nicht jedes Jahr auf Reisen, wenn man kein Geld hat tut es auch der Stadtpark.
            Anschließend kauft man für ein paar Cent geschnittene Wurst für einen Salat, schon hat man gegenüber der Gaststätte 10.- Euronen gespart. Mit diesem Geld kann man sich noch ein Fläschchen Wein kaufen.

            1+

    • Moooooooment! Fleisch ist billiger als die Beilagen. Letzte Woche bei Rewe: 1 kg Hähnchenschenkel 1,11€ und ein Kopf Endiviensalat, der jetzt gerade Saison hat, 1,99€. Das ist nicht rational. Bei Masthähnchen rechne mal 1:4 Futterverwertung. Und wo ist der Rest von dem Huhn? „Kunde“ ist ja nicht nur der Endverbraucher, sondern in erster Linie der Handel.

      1+

  11. bauerhans sagt

    “Der Preis ist mit Sicherheit ein Grund, die Bequemlichkeit ein zweiter, der Glaube ein dritter.”

    der preis und die bequemlichkeit sind die gründe für den kunden/verbraucher!
    der glaube spielt nur emotional zur rechtfertigung eine rolle.

    0

    • Der Glaube ist aber für die Dicounter ein wichtiges Instrument.
      Mit diesem Glauben, den sie immer bewusster beeinflussen, geben sie dem Kunden ein gutes Gefühl beim Einkauf.
      Letztendlich ist die Ware beim Discounter bestimmt nicht die schlechteste. Aber die Wertschöpfungskette ist zu Lasten der Bauern verschoben. Und die Kommunikation ist sehr einseitig. Wer im Hofladen einkauft, der kann sich noch ein Bild von der Landwirtschaft machen. Der hat den Dialog mit dem Erzeuger.
      Im Dicounter gibt es nur die einseitig inzwischen emotional aufgeladene Information, mit welcher sich der Kunde gerne überzeugen lässt…

      0

      • bauerhans sagt

        “hier spricht der preis”
        war mal werbung eines discounters.
        der glaube spielt keine rolle.

        0

        • Lieschen Müller sagt

          Habt ihr den Artikel über die “Ankerpreise” gelesen? Tenor war, früher konnte der Kunde am Butterpreis erkennen, ob der Laden billig oder teuer war. Heute ändert der sich ständig. Also zählt wieder der Glaube!

          0

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Der Butterpreis ändert sich ständig, derzeit liegt der Einheitspreis bei 1,29 Euro, bei Aldi, Lidl, Edeka, nur beim Endiviensalat, da ist Edeka 30 Cent billiger und ist nicht einmal im Angebot.

            0

  12. Liebe Frau Eva Hundsberger, genfrei ist auch gentechnisch verändertes Getreide nicht. Gene sind in jedem Lebewesen und das Baugerüst ist nun mal unsere DNS. Sie entschuldigen, aber der Begriff ist schlichtweg falsch. Ich esse aus meinem Garten auch Gen-Tomaten…Die haben sie nun mal intus, auch wenn ich mit Sicherheit sehr “bio” gärtnere…

    3+

    • Dass die gute Frau Gebtechnisch verändertes Futter ist glaube ich bekannt ? Dabei geht es z.b. Um Soja und der gleichen die Z.b. In den USA gentechnisch verändert wurden .. Beispiel BT Mais oder Round Up resistente Pflanzen . Hierbei glaubt der Verbraucher es sei schädlich die DNA übers Labor zu verändern . Ich für meinen Teil möchte dazu nur soviel sagen , die Normale Pflanzen Zucht ist nicht viel anders. Nur dass nach der try & error Methode (sinnbildlich ) verfahren wird . Man nimmt Pflanzen und paart sie mit einander in der Hoffnung das gewünschte Ziel – z.b. Erhöhten konrnertrag oder Höhere Frost Resistenz – zu erreichen . Hierbei weicht die entstandene Pflanze NATÜRLICH genetisch ab und ist streng genommen genetisch verändert . Die „Leute“ haben bei der Gentechnik jedoch die Problematik und meinen, sie wissen nicht was die Folgen der Veränderten Pflanze sind . Jedoch würde angesichts der stetig wechselnden Vorschriften in der LW für PSM oder Dünger ein zuchtfortschritt durch Gentechnik einiges an Zeit sparen 🤔

      1+

      • bauerhans sagt

        “Hierbei glaubt der Verbraucher……”

        der glaubt nicht,sondern gibt nur wieder,was er angelesen hat.

        1+

  13. Sehr gut geschrieben !
    Kleiner Nachtrag : in Österreich darf zu keinem Zeitpunkt der Mast 30 kg überschritten werden !! Und es gibt ausschließlich genfreies Futter.
    Nur zur Info für Ö Konsumenten

    1+

    • Bäuerin sagt

      Hallo nach Österreich! Gentechnisc verändertes Futter wird auch bei uns nicht verwendet. Bei einem Seminar hat mal ein Landwirt aus Österreich gesagt, als es darum ging, Höfesterben ect…. “wir geben einen Brief auf – aber keinen Hof!” Da war ich damals mehr als beeindruckt. Österreich ist uns in vielen Dingen immer ein bisschen voraus… Gratulation! Von Ö-Freunden weiß ich, dass es diese massiven Diskussionen was die Landwirtschaft betrifft, nicht in dieser Häufigkeit als auch dieser Aggressivität gibt. Danke übrigens!

      1+

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