Statement
Kommentare 44

Was ist denn das?

Was ist denn das? Rechts ein Feldweg, dann ein Graben, dann ein Damm und dann das Feld mit Möhren.

Mit dieser Maßnahme schützen die Landwirte ihre Möhren. Aber vor was? So machen das übrigens alle Möhren-Bauern die ich kenne. Hat was mit Qualitätssicherung zu tun.

Na ja, so machen es wohl doch nicht alle, denn zur Zeit gibt es Aufregung um ein Möhrenfeld etwa 10 km von meinem Wohnort entfernt. Was der Landwirt dort gemacht hat, ist schlichtweg verboten. Offen ausbringen geht gar nicht. Und weil einer es macht, stehen gleich alle anderen Möhrenbauern, die sich korrekt verhalten, mit am Pranger. Ob das diesem Bauern bewusst ist? Ich bin wütend und traurig.

Euer Bauer Willi

 

(Aufrufe 2.589 gesamt, 1 heute)

44 Kommentare

  1. Auflösung des Sonntags-Rätsel. Wie von vielen vermutet, handelt es sich um eine Maßnahme zum Schutz der Möhren vor Mäusefraß. Feldmäuse sind seit einigen Jahren ein großes Problem und selbst die zahlreichen Raubvögel werden ihrer nicht Herr. Damit aber keine angefressenen Möhren aussortiert und vernichtet werden müssen (die mag kein Kunde) werden rund um die Möhrenfelder diese etwa 60 cm tiefen Gräben ausgehoben (Maschine wie bei der Verlegung von Kabeln) und etwa alle 30 m eine Köderstation platziert. Diese Station ist für andere Tiere nicht erreichbar und nicht begehbar. Dort, wo der Traktor ins Feld fährt, ist eine etwa 30 cm hohe Gummimatte senkrecht eingebaut, die sich nach dem Überfahren wieder hochstellt und für Mäuse nicht überwunden werden kann. Zum Zeitpunkt der Ernte werden die Köderstationen wieder entfernt und die Gräben wieder mit der Erde aus dem Damm verfüllt.

    1+

    • Zenzi sagt

      Hm, ja. Und wo verenden die Mäuse dann?
      Wenn eine halbtote Maus von Greifvögeln oder anderen Tieren gefunden wird, werden diese mitvergiftet…

      0

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Ich verwende diese Fallen, für eine großflächige Behandlung sind sie zu teuer, Stückpreis 65.- Euro.

        http://www.topcat.ch/Beschreibung-1_1.html

        Da kannste selbst entscheiden, ob die getöteten Wühlmäuse anderen Tieren zum Fressen gibst, oder selbst in die Pfanne wirfst. 😉

        1+

  2. Christian sagt

    Der grsben ist einfach dafür da, das Mäuse in den Graben Fallen und nicht zu den Möhren gelangen. Wozu er einen Biotopstreifen auf eigenem Grund anlegen soll darf mir Herr Steindorf gerne erklären und was er zum Beispiel diesbezüglich macht.

    0

  3. bauerhans sagt

    auffanggraben für hinterlassenschaft streunender hunde…….
    sonst würden die möhren nicht mehr schmecken.

    0

    • Bauer Willi sagt

      Ja, aber aus besonderem Anlass noch mal rausgeholt und mit einem anderen Text versehen. Nennt man auch Recycling. Ich achte auch auf die Umwelt… 😉

      1+

  4. Wenn der Feldweg ein Gemeindeweg ist, würde ich als Bürgermeister dem Landwirt, sagen wir mal 48 Stunden geben und der Graben ist zu. Den Gemeindeweg dann Ausmessen lassen und wegen beabsichtigter Beschädigung des Wegeseitenraumes Anzeigen. Nein, besser wäre das Saum-Biotop wieder in einen vernünftigen Zustand bringen und mit den üblichen Wildpflanzen einsäen.

    2+

    • Lieber Herr Steindorf, Sie haben da was mißverstanden. Die Maßnahme findet auf dem Eigentum des Landwirten statt und rund einen Meter neben den Grünstreifen am Feldweg. Sie dient zum Schutz der Möhren vor einem Schädling und ist bewußt so angelegt worden, damit die Umwelt geschont wird. Was da genau gemacht wird, löse ich heute abend auf. Dieser Feldweg und das gesamte Wegenetz entlang seiner Felder wird im Übrigen von dem Landwirt mit eigenen Maschinen und Material in Ordnung gehalten. Jedes Jahr. Und auf einer Länge von über 1 km. Ist doch beispielhaft, oder?

      6+

      • Detert sagt

        Das mag ja gut gemeint sein , den gemeindeeigenen Wegerand privat zu mähen. Ist aber trotzdem nicht rechtens ausser es gibt einen Auftrag der Gemeinde. Viele Wirtschaftswege( öffentliche Hand) sind breiter als in Realität vorhanden.

        0

        • Bauer Willi sagt

          Im Kommentar steht nichts von Mähen, sondern von der Instandhaltung der Fahrbahn. Nur zur Richtigstellung Ihres Kommentars.
          Bauer Willi

          0

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wenn der Weg von dem Landwirt unterhalten wird, dürfte das abmähen auch kein Problem sein.

          0

    • Auf eigenem Grund und Boden darf er das, vielleicht sollte er den Weg gegen unbefugten Betretens absichern. Wer möchte schon gerne in einen Graben „tapsen“. Beispielhaft wäre auch, auf privatem Grund, für die Geschundene Natur Ausgleichsmaßnahmen zu treffen.

      1+

    • Karl Steindorf Es ist ein Wirtschaftsweg. Der heißt so, weil die Landwirte da wirtschaften. Da der Weg aber der Allgemeinheit zugänglich ist, kann er ja wohl kaum den Weg gegen unbefugtes Betreten absichern. Sie wissen schon, dass die Landwirte verpflichtet sind, im sogenannten „Greening“ Ausgleichsmaßnahmen zu machen? Ich habe darüber schon mehrfach berichtet. Zum Thema „geschundene Natur“ hier ein Bild aus einem Neubaugebiet in der Nähe. Was blüht denn da?

      2+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bauer Willi,
        so wie es aussieht, sind die Fugen mit Mörtel ausgefugt, da wächst kein Gras mehr.
        Das hat den Vorteil, dass die kein Glyphosat mehr verwenden. 😉

        Man muss immer noch den Vorteil sehen. 🙂

        Beim genauen hinsehen, sind zwischen der Straße und dem angedeutetem Bordstein zwei zarte Pflänzchen zu sehen,
        noch ist Polen nicht verloren. 😉

        2+

    • Bei uns in der Gemeinde sind viele Wirtschaftswege Gemeindeeigentum. Bin selber im Rat, deshalb mein Einwand. Zu dem Bild kann ich nur den Kopf schütteln.

      0

    • Karl Steindorf Wer hat denn auf dem Privatgrund des Landwirts etwas zu suchen ? Außer natürlich um sich unberechtigt an der Möhrchen zu bedienen ! Dann müßte der Graben allerdings 3 m tiefer sein ! Deine Einwendungen sind somit nicht zu halten ! Und der Natur etwas zurückgeben ? Hast du schon mal etwas von den Greeningauflagen oder ökologischer Vorrangfläche gehört ? Welche Gemeinde beteiligt sich im gleichen Umfang ? Nicht immer nur fordern , sondern erst einmal gleichziehen !

      0

    • Uwe Reifenrath In unserer Gemeinde wird nicht verschandelt, wir haben letztes Jahr eine 10 ha große stillgelegte Bahnstrecke gekauft. Der letzte Zug der dort fuhr, war ein Castor Transport nach Gorleben.

      0

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Na ja, Herr Steindorf,
        was machen sie für die Umwelt, auf ihrem Grundstück an der alten Landstraße 6 ist nicht viel davon zu sehen, jede Menge Dachflächen, etwas Gemüse und zwei Komposthaufen, wo ist die Blumenwiese?

        0

    • Karl Steindorf Ihr träumt immer von ‚Ausgleichsmaßnahmen.Macht den Unsinn im Wald ! Das habe ich unserem OB gesagt ! Im Wald oder im Nationalpark Schwarzwald ! Aber von uns gibt’s keine Ackerflächen mehr für sowas ! Ende ! Aus ! Einmal muß Schluß sein ! Und jetzt ist Schluß !

      0

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wie man nicht nur den Unrergrung vergoldet, sondern auch noch 800.000 Ökopunkte sammeln wollte. Der künftige Kieswerkbetreiber, die Firma Vogel-Bau, sollte für die Umwandlung von Ackerland in Wasserfläche in großem Stil Ökopunkte angerechnet werden, die verzinslich sind und von ihr verkauft oder für spätere naturschutzrechtliche Eingriffe als Kompensation herangezogen werden können.

        Laut eine Gutachten geht man inzwischen davon aus, dass die Wasserfläche und die Betriebsfläche ökologisch nicht höherwertig sind, als Ackerflächen.

        Der Irrsinn treibt manchmal seltsame Blüten. 🙁

        https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/kritik-am-rheinauer-kiesrausch

        0

    • Bernd sagt

      Der Graben ist auf seinem Feld, deshalb geht es die Gemeinde nix an. Was sollte man da eigentlich mit sämtlichen Entwässerungsgräben entlang der Wirtschaftswege machen???? Auch zuschütten????
      Bitte schauen, lesen, schauen, überlegen, lesen, schauen, überdenken und dann Urteilen.

      0

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bei uns in Baden-Württemberg gibt es ein Betretungsrecht, dass heißt jeder Bürger darf den Weg benutzen, da er außerhalb des Ortsetters (bebauter Teil eines Ortes) liegt.

        Wenn ich die Meinungen der Staatsanwälte und die Entscheidungen der Gerichte ansehe, dann würde ich zumindest ein Flatterband anbringen.

        0

    • Als Bürgermeister würden Sie mit dieser Forderung ganz schön auf die Nase fallen, weil ihnen die Rechtsgrundlage für Ihre Verfügung fehlt.

      0

    • Wulf Hanke Der Ausgleich muß nicht auf Ackerland stattfinden und kann auch wo anderst gemacht werden. Zudem kann er auch als Geldbetrag geleistet werden. Da muß man sich doch an den Kopf langen, wir verwenden unsere Lebendgrundlage für die Erzeugung von Essen ,um die maßlose Bauerei auszugleichen. Dann muß die Bauerei endlich aufhöhren. Die Kommunen sollen sich anderst finanziren ,als über Grundstücksverkäufe. und vor allem mal die Hälfte der angestellten im Rathaus nachhause schicken. Bei uns sagt man, die meiste Arbeit hat die Frau Melita. Das ist im Keller die Kaffeemaschine

      0

  5. Günter sagt

    Sieht aus wie ein Drainagegraben
    Aber ich glaube es ist eine Mausefalle oder Schneckenfalle 😎

    0

    • Bauer Willi sagt

      Genau! Gibt aber nix zu gewinnen. Außer Erkenntnis-(Gewinn)….
      Bauer Willi

      0

    • Das ist eine Köderstation. Darin ist das Mäusegift verschleppungsfest untergebracht.
      Und nicht breitflächig verteilt oder sonst wo auf der Oberfläche.

      0

  6. Martin sagt

    Es geht um Nährstoffeintrag in den Boden, denk ich. Offen auf die grüne Fläche darf nichts ausgebracht werden (Gärsubstrat z.B.), also wird flüssiger Kreislaufdünger über Gräben und Sickerfähigkeit des Bodens, an die Pflanzen herangeführt. Oder Bauer Willi?

    0

  7. nachtigallfan sagt

    Ähm, ich verstehe gar nichts.
    Was ist „offen ausbringen“?
    Warum ist das verboten?
    Was hat der Damm etc. mit Qualitätssicherung zu tun?

    fragt sich ein Nutzpflanzenbalkongärtner

    2+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.