Bauer Willi
Kommentare 153

Unzufrieden…

…waren wohl alle Podiumsteilnehmer (und auch viele Zuhörer) der Veranstaltung des Öko-Referates des ASTA Bonn am 16. Mai über den Verlauf der Diskussion zum Thema Welternährung. Positiv war allerdings, dass der Hörsaal 17 bis auf den letzten Platz gefüllt war, was das große Interesse an der Auseinandersetzung „Öko versus Konventionell“ zeigt. Übrigens: vielen Dank für die vielen Anregungen hier im Blog im Vorfeld der Veranstaltung.

  • Warum war ich unzufrieden?

Weil ich wieder einmal die hinlänglich bekannten Begriffe Ressourcenschonung, Biodiversität, weniger Lebensmittelverschwendung, Änderung des Konsumverhaltens und so weiter gehört habe. Es wurde Systemkritik geübt (was ja auch erlaubt ist) aber auf meine zahlreichen Fragen, wie denn eine Änderung faktisch herbeigeführt werden soll, habe ich keine Antworten erhalten. Eine Studentin brachte es schließlich auf den Punkt mit der Frage an Prof. Köpke: „Sie reden hier immer von Kleinbauern und titulieren Bauer Willi auch als Kleinbauern. Warum geben Sie ihm keine Antwort auf seine Fragen? Der Kleinbauer aus Asien sitzt heute nicht hier, aber der Kleinbauer aus dem Rheinland sitzt hier und möchte Antworten. Und ich auch. Alles andere ist unehrlich und bringt uns in der Diskussion auch nicht weiter.“

Aber es blieb dabei, dass nicht aufgezeigt wurde, welche der Akteure in diesem „Spiel“, nämlich Erzeuger, Verarbeitung, Handel, Politik, Konsument und Bürger denn nun welche Maßnahmen ergreifen soll, damit die angesprochene Schonung der Ressourcen, die Verhaltensänderung des Konsumenten, die faire Bezahlung der Erzeuger oder veränderte Warenströme tatsächlich herbeigeführt werden sollen. Für mich als Bauer war es daher eine eher akademische Diskussion, die mich mit meinen Problemen alleine gelassen hat. Dies zeigte sich auch in der Antwort von Prof. Köpke auf eine sehr konkrete Frage von mir: „Sie sind Gefangener des Systems und da kann ich Ihnen im Augenblick auch nicht helfen“. Das war deutlich und ehrlich.

  • Warum waren die anderen unzufrieden?

Ja, ich habe viel über meine Situation und weniger über die globalen Probleme der Welternährung gesprochen. Das hat die anderen Diskussionsteilnehmer offensichtlich genervt und das wurde dann auch schon mal relativ deutlich und laut zum Ausdruck gebracht. Sinngemäß etwa so: „reden Sie doch nicht immer nur über Ihre Situation, wir wollen hier darüber reden, wie wir die Welt in Zukunft ernähren wollen“. Was nach Ansicht von Prof. Köpke und Felix zu Löwenstein nur über eine Änderung des Systems hin zu mehr Bio geht. (Sie plädieren übrigens nicht für 100% Bio!).

  • Was ich mir gewünscht hätte

Dass in der Diskussion darauf eingegangen worden wäre, wer welche Verantwortung zu übernehmen hat und mit welchen konkreten Schritten sich die Vertreter des ökologischen Landbau (und das waren drei gegen einen konventionellen) einen Umbau der weltweiten Landwirtschaft und des Welthandels vorstellen. Wie will man das Konsumentenverhalten tatsächlich dahin gehend verändern, dass z.B. weniger Fleisch gegessen werden soll und dass kein Soja mehr aus Südamerika mehr importiert wird? Die Antwort, dass die Weltgesellschaft das in die Hand nehmen muss, war mir wirklich zu global. Und wenn ich die Resonanz des Publikums richtig aufgenommen habe, ging es ihnen genau so.

  • Fazit

Es war in jedem Fall ein interessanter Abend mit einer sehr engagiert und auch kontrovers geführten Debatte. Nicht aggressiv, aber leidenschaftlich und manchmal auch etwas laut und undiszipliniert und davon nehme ich mich selbst gar nicht aus.  Eine stringentere Moderation hatte das ändern können. Hat es aber nicht.

Wir haben dann auf dem Kaiserplatz noch zusammen ein Bier getrunken und ich habe mich mit Felix zu Löwenstein verabredet, dass wir die Diskussion fortführen wollen. Da wir beide Fendt-Fahrer sind und im gleichen Jahr geboren wurden, haben wir ja immerhin schon mal zwei Gemeinsamkeit und darauf kann man ja aufbauen…

Euer Bauer Willi

 

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153 Kommentare

  1. Meine Meinung:

    Tatsächlich hege ich den Verdacht, dass es bei der Podiumsdiskussion weniger um die Frage nach Meinungen, sondern vielmehr um die Etablierung politisch gewollter Ansichten in der Mehrheit geht.

    Wenn man ideologische Aspekte mal bei Seite schiebt:

    Hier vermischen sich Themen und Argumente, die nur scheinbar zusammen gehören. Die nachhaltige Ernährung einer Weltbevölkerung ist sicher eine andere Aufgabe, als die landwirtschaftliche Produktion im Sinne einer echten Bio-Philosophie in eine Art natürlichen Urzustand bringen zu wollen.

    Bei realistischer Betrachtung kann das sogar ein Widerspruch sein.

    Landwirte sind vom Fach und wissen das. (Vielleicht war es deshalb blöd, dass sich auch noch Landwirte einmischen.)

    Hinzu kommen die gnadenlosen Umweltzerstörungen in der Welt zugunsten unserer Industrie, die dringender zu bearbeiten wären.

    Was jedoch die Lebensmittelindustrie messerscharf erkannt hat, ist, dass der Verbraucher eben nicht der gnadenlose „Homo Oeconomicus“ ist.

    Das jedoch nicht zur Weltverbesserung, sondern zur Gewinnabschöpfung. Der Verbraucher beruhigt sein Gewissen mit einer ideologischen Selbstüberhöhung und missioniert sogar noch. Man kann hier im Blog sehen, wie das funktioniert.

    Der Gewinn liegt bekanntermaßen im Einkauf. Was liegt näher, als dafür zu sorgen, dass „Bioprodukte“ in Massen billig zur Verfügung gestellt werden. So billig, dass die Industrie einen Mehrpreis für einen „Mehrwert“ quantifiziert im Supermarkt abschöpfen kann.

    Die „Kapazitäten in den Fakultäten „ werden sicher die nötigen Mittel dafür bekommen, genau das zu erforschen. – Bio für jeden! – Das muss sein, schließlich wollen wir die Welt retten.

    Hier sind Sie fachlich gefragt, liebe Landwirte: Geht das überhaupt?

    Die Lebensmittelindustrie wird schnell eine Antwort haben: Das ist eine Frage der Definition!

    Man sorgt für allgemeingültige Regeln mit dem möglichst kleinsten gemeinsamen Nenner. Das ist schließlich politisch korrekt, denn jeder hat das Recht auf Bio – ach ja – und wir müssen auch noch die Welt retten.

    Damit die Supermärkte schnellstens zur Rettung der Welt mit billiger Bio-Ware gefüllt werden, soll der Staat noch ordentlich mit Förderungen zustopfen. Wehe wenn nicht, dann kaufen wir bei Niedriglohnbauern im Ausland.

    Der Rest des Szenarios könnte Ihnen bekannt vorkommen. Viel hilft viel, also produzieren, was das Zeug hält. Preisdeflation? – Kein Problem, das Wachstum regelt das. Da Capo al Fine.

    Wie Sie als überzeugter Biobauer mit Ihrem aufrichtigen und echten Bio-Label im Markt noch wahrgenommen werden, wird eine spannende Frage werden. Sie werden vermutlich eine sehr „preiswerte“ Konkurrenz bekommen. Was soll´s, schließlich retten wir die Welt!

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    • Astrid sagt

      Bioschlachtung gibt es nicht … nur bei der Landwirtschaft also Pflanzenwirtschaft ist bio interessant und eine Verbesserung … ansonsten ist es für Tiere (Selbst-) Betrug, denn auch Biotiere werden ausgebeutet und abgeschlachtet …

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      • bauerhans sagt

        astrid :

        „Der Verbraucher beruhigt sein Gewissen mit einer ideologischen Selbstüberhöhung und missioniert sogar noch.“

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  2. Heinrich Steggemann sagt

    Der alleinige Blick auf die Landwirtschaft wird uns in der Diskussion nicht weiter bringen. Wir müssen dann schon unser gesamtes Wirtschaftssystem kritisch hinterfragen. Wann nehmen wir das Tempo beim Wirtschaftswachstum raus? Welche Im- und Exporte sind langfristig noch nötig? Sollten Rohstoffe nicht dort auf der Welt veredelt werden, wo sie vorhanden sind? Was bleibt dann noch vom deutschen produzierenden Gewerbe übrig? Wie bremst man die Ideengeber für zukünftiges Wirtschaftswachstum aus? Sollte man sich dann wirtschaftlich abschotten, um nicht von der ausländischen Konkurrenz überrannt zu werden? Diese Fragen stelle ich mir als Sauenhalter mit rückblickend verhaltenem Grössenwachstum, der Betrieb ist eigentlich rund. Ein durchschnittlicher Sauenhalter aus den Niederlanden oder Dänemark als direkter Mitbewerber kann ca. dreimal so grosse Ferkelgruppen anbieten. Bei den Kosten pro Ferkel kann ich bei aktuell noch vergleichbaren Rahmenbedingungen mithalten, bei den Erlösen wird es aufgrund der geringeren Gruppengröße schon schwieriger, besonders in Tiefpreisphasen. Milch könnte ich wegschütten zur Marktbereinigung. Was mache ich zukünftig mit Ferkeln, die ich nicht loswerde? Oder doch in die Grössenordnung der Mitbewerber wachsen und Mitarbeiter einstellen.? Solche Fragen musste ich mir in den 20 Jahren als Konstrukteur im Sondermaschinenbau nicht stellen. Ebenso gab es keine kritischen Leserbriefe über meine Tätigkeit, obwohl ich so manchen Arbeitsplatz wegrationalisiert habe und die verbliebenen Arbeitsplätze deutlich mehr Rohstoffe verarbeiten. Die Frage ist: Wer fängt freiwillig an auf die Bremse zu treten?

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    • Hä? sagt

      „Wer fängt freiwillig an auf die Bremse zu treten?“
      Ganz genau das ist die Frage, aus der dann auch eine Antwort für jeden Einzelnen kommen muss, was es konkret zu tun gibt. Auf die ist der Bauer Willi ja so gespannt, die wird er aber nicht begeistert sein zu hören, bzw. sich selbst zu geben..

      Aber naja, ich geh mal noch was raus, bisschen vor meiner Haustür fegen 🙂

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      • rebecca sagt

        @Hä Auf die Bremse in Bezug auf hemmungsloses Wachstum als alleiniges Mittel treten mittlerweile so einige Bauern. Du solltest nicht vergessen das Bauer Willi und Co nur einen Teil der Bauern repräsentiert. Sieh dich einmal um wie viele versuchen besser und anders zu wirtschaften. Da gibts viele kleine Ansätze und Projekte, die hier allerdings nicht sichtbar werden. Im Gegenteil, wer anders wirtschaftet und Bauer Willis Thesen in Frage stellt wird durch den Kakao gezogen und schlußendlich unter fadenscheinigen Gründen gersperrt.

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        • bauerhans sagt

          „unter fadenscheinigen Gründen gersperrt.“

          ich weiss nur von zweien,denen mehrmals offen mitgeteilt wurde,ihre angriffe zu mäßigen.

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          • Bauer Willi sagt

            So ist das. Es sind genau zwei und denen wurde wiederholt auferlegt, in den Kommentaren nicht persönlich beleidigend zu werden…Das sind nun mal unsere Spielregeln und die kann hoffentlich jeder verstehen.
            Bauer Willi

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        • Alois Wohlfahrt sagt

          > Da gibts viele kleine Ansätze und Projekte, die hier allerdings nicht sichtbar werden.
          Das Internet ist groß und die Möglichkeiten dazu sind unendlich…
          Alois

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „um wie viele versuchen besser und anders zu wirtschaften.“

          Da wäre die Frage offen, was versteht man unter besser?

          Wenn ihnen der Höhenlandwirt noch im Kopf schwirrt, mit 15 Ziegen und 8 Ha. Land kann man keine Familie ernähren, selbst wenn man im Sommer wöchentlich 60 Brote bäckt und die Milch zu Käse veredelt.

          Wie lauteten die fadenscheinigen Gründen, die zu Sperrungen führten, wissen sie etwas, was andere nicht wissen?

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          • Mark Rössler sagt

            Dieser Andi ist eigentlich überall gesperrt, wo er mehr als 10 Posts gelassen hat, egal ob Foren, Blogs oder Facebook.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Mir ist das bekannt, ich würde die „fadenscheinigen Gründe“ gerne von rebecca hören.

              Was mich betrifft, ich hatte schon die Entscheidung getroffen, hier nicht mehr zu schreiben, doch als dieser Mann im Block nicht mehr auftauchte, habe ich es mir wieder anders überlegt.

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          • rebecca sagt

            Ehemaliger Landwirt, der Höhenlandwirt macht noch bischen mehr. Ob und wie er damit über die Runden kommt weis ich zwar nicht, aber es scheint zu funktionieren.
            Das Mehl ist jedenfalls Klasse.

            Und es gibt auch noch viele anderen Bauern die andere individuelle Konzepte verfolgen.

            Und zu den Gründen der Sperre, klar kann ein Seitenbetreiber nach Lust und Laune sperren. Aber wenn der lauthals tönt er wolle Dialog , gibts da einen Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit wenn einer gesperrt wird der manchmal etwas rustikal im Ausdruck war, aber auch interessante Sichtweisen eingebracht hat.

            Dass das keine Beleidigungen entschuldigt ist klar. Aber wer Dialog möchte sollte auch mit solchen Zeitgenossen klar kommen. Zumal er ja nicht getrollt, sondern sich oft nur im Ton vegriffen hat.
            Sperren im eigentlichen Sinn geht eh nicht. Man kann natürlich alle Beiträge löschen bis jemand keine Lust mehr hat. Aber man könnte auch nur die löschen die daneben und regelwidrig waren.

            Hier zeigt sich der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

            Abgesehen davon war die Sperrung nicht die erste hinterhältige Aktion. Der „Blogartikel“ mit dem Ziel den „Höhenlandwirt“ bloßzustellen war auch so eine Aktion. Ich weis das es innerhalb von „Szenen“ oder Interessengruppen durchaus Reibereien gibt. Die sind aber nicht das Problem der Besucher, sondern der Involvierten. Ich habe keine Lust zu gucken wer Schuld oder im Recht ist. Geht mich auch nichts an. Aber wenn jemand den Anspruch stellt Austauch und Dialog zu wollen, aber jede Gelegenheit nutzt um die nicht seine Meinung vertreten auszuschließen oder zu benachteiligen dann zeigt sich da ein ziemlich übler Charakter.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Soweit mir bekannt, ist der Höhenlandwirt Single.

              Muss ein Hof noch Frau und Kinder ernähren ist der Finanzbedarf höher, das alles soll nicht mein Problem sein.

              Wenn der Mann, alle konv. Wirtschafteten für „Dumm“ erklärt ist das eine Beleidigung, das man auch in heutiger Zeit nicht hinnehmen muss. Dieser Mann hat mich als „Grenzdebil“ und „Vollpfosten“ beschimpft, wäre ich mit meinem Namen hier registriert, wäre dies Strafbewehrt gewesen. Ob diese Beleidigungen bei der Sperrung mit eine Rolle gespielt hat, ist mir nicht bekannt. In jedem normal moderiertem Forum führt bereits dies unweigerlich zu sofortiger Sperre. Dass man diesen Mann zwischendurch noch als „Gast“ schreiben lies, dafür müsste man meines Erachtens dem WILLI und Alois den Mutter Theresa Orden verleihen.

              Ob das Mehl klasse ist, kann ich nicht beurteilen, wir kaufen Dinkelmehl aus konv. Anbau, ich hoffe, dass ich damit auch 100 Jahre alt werde. 😉

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            • bauerhans sagt

              „Und es gibt auch noch viele anderen Bauern die andere individuelle Konzepte verfolgen.“

              das stimmt,aber für mich ist immer wichtig zu erfahren,wer zu welchen bedingungen die tägliche arbeit erledigt.

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    • bauerhans sagt

      bestimmte politiker,die ständig „mit einem fuss auf der bremse standen“,sind bei den letzten landtagswahlen abgewählt worden.
      die wähler wollen insbesondere keine bevormundung,sondern moderates wachstum,was auch einschränkungen bedeuted,aber eigeninitiative des einzelnen soll sich auszahlen.

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    • Der (lange) Weg zu Lösungen oder zumindest zu Chancen beginnt mit den richtigen Fragen. Ich finde, Sie haben sehr viele richtige Fragen gestellt.

      Als Konstrukteur im Sonderanlagenbau haben Sie nach meiner Meinung einen großen Vorteil im Vergleich zu den meisten Landwirten in ihrem Beruf. Sie sind regelrecht auf Tuchfühlung mit Ihrem (End-) Kunden.

      Durch dieses Feedback wissen Sie, wo und wie Sie beim Kunden richtig oder falsch liegen.

      Das gibt Sicherheit.

      Zwischen uns Verbraucher und den Landwirten steht jedoch eine ganze Industrie, die nach meiner Auffassung mit ihrem Einfluss und Interesse leider nicht nur zum guten Diener, sondern auch zum schlechten Meister geworden ist.

      Deshalb finde ich diesen Blog so wichtig, weil er eine Verbindung zwischen uns herstellen kann. – Mal abgesehen von den ideologischen Belehrungen, die uns Verbraucher sicher nicht gut stehen.

      Ich denke, dass eine große Mehrzahl (stiller) Verbraucher sehr wohl weiß, dass Landwirte heute einen anspruchsvollen Job bewältigen.

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    • Astrid sagt

      Es gibt keine Sauenhaltung. Es gibt nur Sauenausbeutung. Ausbeutung ist Gewalt, also Sauenmisshandlung. All das sind legale Verbrechen. Es wird Zeit damit aufzuhören. Wir brauchen Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft – ohne Gift.

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      • Inga sagt

        Eine schöne Idee, Astrid
        aber dann haben die Mitarbeiter der gesamten Fleischindustrie keine Arbeit mehr!

        Oder sollen die dann alle mit aufs Feld und jäden helfen?
        Würdest du das auch machen, im Feld mithelfen?

        Ach Kühe dürfen wir genausso wenig ausnutzen wie Sauen, dann gibt es auch keine Milch mehr!?!
        Eisdielen müßten Schießen!

        Und Kinderarbeit ist auch Ausbeutung!

        Dann darf es leinen Fleisch- und Wurstprdukte mehr zu kaufen geben aber auch keine Billigprodukte aus Afrika oder Asien, die mit Kinderarbeit hergestellt wird.

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        • Astrid sagt

          Arbeitsplätze waren und sind im Wandel. Früher gab es Schuster im Dorf, heute gibt es die nicht mehr. Früher waren fast alle Bauern im Dorf, heute nur noch wenige. Denen die heute keine Bauern mehr sind geht es ganz gut. Sie haben eine 5-Tage-Woche, Urlaub usw.
          Keine Fleischindustrie bedeutet keine Menschen mehr die mindestens 5 Tage die Woche, 40 Stunden im Blut und den Todesschreien der Tiere stehen und töten. Wie schön wäre das!!!
          Selbstverständlich dürfen wir die Kühe genauso wenig ausgebeuten, nur weil wir es können und sie sich nicht wehren können, auch das ist ein legales Verbrechen. Selbstverständlich dürfen wir keine Kinder ausbeuten! Genau, wir hören auf andere auszubeuten … Das kann nur ein Fortschritt sein … aber das bedeutet Veränderung und Veränderung macht Angst …

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          • bauerhans sagt

            „Keine Fleischindustrie..“

            keine verkehrsindustrie bedeuted keine luftverpestung,keine unfallopfer,besinnliches transportieren per handwagen………

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            • Astrid sagt

              Lösungsansätze für die Landwirtschaft und Welternährung bedeuten Pflanzenwirtschaft … giftfrei … gentechnikfrei … keine Tiere ausbeuten … denn das ist Gewalt und wir wollen ja keine Tiere misshandeln …

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            • Mark sagt

              @Astrid
              wie einfach doch die Welt sein könnte, wäre da nicht die Realität…

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          • Inga sagt

            Es sind keine Bauern mehr im Dorf, weil das gesamte Ackerland nur noch von wenigen mit größeren Maschinen bearbeitet wird.
            Schuster gibt es nicht mehr, weil wir nur Billigschuhe haben wollen.
            Genau wie Billigmilch und ihre Produkte und auch -fleisch.
            Das will ja Bauer Willi deutlich machen.

            Wenn es noch kleiner Bauern gäbe, dann gebe es auch keine Massentierhaltung und keine Massenschlachtungen, dann würde jedes Tier individuell mit effektiver Betäubung geschlachtet.

            Deswegen sind die einfachen Vorstellungen den Fleischverzicht für alle einzuführen eine Diktatur.

            Denn wir müssen den Wissenschaftlern glauben, die herausgefunden haben, dass je nach Blutgruppe manche Menschen Fleisch brauchen; da mußt du dich erkundigen, bevor du so etwas beschließt
            Außerdem gibt es noch einige körperlich hart Menschen, die mehr Fleisch und Wurst brauchen.
            Da müssen ganz andere Überlegungen angestellt werden.
            Es kann nur sein, dass das der Fleischkonsum wegen Aufklärung und mehr bequeme Büroarbeit gegenüber früher zurück geht!

            Und Babies brauchen auch Film, sie heißen nicht umsonst Säuglinge.
            Für deren Milch braucht man Kühe, die Kälbchen bekommen.
            Die müssen auch getötet, bzw geschlachtet werden.

            Die kann man genauso wenig in den Wald jagen wie einen Wellensittich aussetzen, er überlebt nicht.
            Domestizierte Tiere können in der Freiheit nicht leben.

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            • AdT sagt

              Oder soll ich lieber den Wissenschaftlern mit der Sternzeichen-Diät glauben? Widder und Steinbock essen vegan, aber nur Raufutter, Wassermann Plankton, Jungfrauen Erdbeeren, und Waage Eisen-Brausetabletten. 😉
              In Düsseldorf leben viele Sittiche. Die sind dann für die Löwen (im astrologischen Sinne).

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            • Inga sagt

              Nein, da mußt du ersthafte Wissenschaftler oder Udo Polmer fragen!
              Das ist kein Witz!

              Wenn die Düsseldorfer die Sittiche freilassen udn Löwenlaufen darum, dann können die sie killen, weil sich die Sittiche in de rUmewlt nicht zurechtfinden.

              Da sieht man mal, dass du wenig Ahung von der Natur hast, AdT
              Das it der Beweis dafür!

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            • AdT sagt

              An Pollmer gut finde ich seine Empfehlung, einen „Kater“ durch den maßvollen Konsum von Alkohol am Folgetag zu bekämpfen. Seine Forderung, die Glutamatmenge in Lebensmitteln zu begrenzen, finde ich hingegen diktatorisch. Er lässt sich zu stark vom Mainstream beeinflussen – indem er immer das Gegenteil vertritt. Und er ist sehr dick, eigentlich kein Kriterium, in seinem Metier schon. 😉

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            • bauerhans sagt

              „Und er ist sehr dick, eigentlich kein Kriterium, in seinem Metier schon.“

              das ist ein zeichen seiner gelassenheit!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Wir brauchen Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft – ohne Gift.“

        Was verstehen sie unter GIFT?

        Alles ohne Pflanzenschutzmittel?

        Dann werden hunderte Millionen von Menschen verhungern, die Memmen zuerst, weil sie den Kampf um Lebensmittel als erste verlieren.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Es gibt keine Sauenhaltung. Es gibt nur Sauenausbeutung. Ausbeutung ist Gewalt, also Sauenmisshandlung. All das sind legale Verbrechen. Es wird Zeit damit aufzuhören.“

        Diesen Quatsch bringen sie gefühlt zum 2.000 mal und keiner verzichtet auf sein Schnitzel.

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        • Inga sagt

          Und es gibt Ausbeutung der Bauern, indem sie sich für unzufriedene Menschen als Fußabtreter zur Verfügung stellen müssen!

          Mal einen Tag Holzhacken oder beim Biobauern auf dem Feld hacken und Unkraut jäten, dann werden solche Menschen zufriedener!
          Und wissen das Leben und die Bauernarbeit mehr zu schätzen!

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Heute morgen war ich 3 Stunden im Garten Unkraut jäten, da kam mir der Gedanke warum lasse ich das Zeugs nicht beim ALDI wachsen, so wie andere es auch tun. 😉

            Aber die Wohllust, Tiere mit dem Hacken umzubringen, hat gesiegt. 😉

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            • Inga sagt

              als ob auf dem Feld, wo das Gemüse für Aldi wächst und maschinell bearbeitet wird, keine Bodentiere getötet wrden.
              Mit der Hacke im Garten werden gestimmt weniger getötet.

              Aber man powert sich im Garten auch aus und das nützt der psychischen Gesundheit!
              Das Tier Menschbraucht das!

              Aldi Food
              ist in dem Sinne unwelt- und gesundheitsschädlich!?!

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  3. Hermann sagt

    Nach einer systematischen Auswertung von 100 Studien durch die UC Berkely 2014 ist der Minderertrag von Bio gegenüber Konventionell gar nicht so hoch wie oft angenommen: 19,2 %. Kaum ein Unterschied wurde bei Leguminosen festgestellt. Mit den Studien ist es ja immer so eine Sache. Deshalb finde ich die Themen der Diskussionsveranstaltung so interessant und höchst klärungsbedürftig. Und zwar aus folgendem Grund:

    Es besteht doch im Wesentlichen Einigkeit darüber, dass für die Bekämpfung des Hungers der Zugang zu Nahrungsmitteln verbessert werden muss und es nicht ausreicht, einfach die Produktionsmenge zu erhöhen, vor allem hierzulande nicht.

    Bevor sich die Frage der maximalen Produktivität stellt, ist es vielleicht vordringlicher, sich Gedanken über den Zugang zu Nahrungsmitteln zu machen. Auch geht es bei der Frage Bio/Konventionell nicht nur um die Schonung endlicher Ressourcen – die werden sowieso verballert. Es geht auch um den Schutz der Böden, Gewässer und der Artenvielfalt – und damit um den Schutz der Menschen vor Ort, gerade in Entwicklungsländern, wo es sicherlich nicht den Standard wie in Deutschland gibt.

    Das sind letztlich politische Fragen der vom Hunger betroffenen Länder. Diese Fragen sind aber auch in Deutschland und vielen anderen Ländern maßgeblich für die Wirksamkeit der Entwicklungspolitik. Diese Fragen betreffen andere Fakultäten, Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten.

    Aber die Vor- und Nachteile von Bio und Konventionell – und zwar in harten Zahlen und Relationen ausgedrückt – sind von der agrarischen Disziplin zu klärende Vorfragen.

    3+

    • Zenzi sagt

      @ Hermann. Danke für deine deutliche Stellungsnahme. Das waren meine Gedanken nur etwas anders dargestellt. Im wesentlichen geht es um den Schutz der Böden, Gewässer und Artenvielfalt. Bio wird ja nicht angebaut „weil es besser schmeckt“ wie manche meinen, sondern weil es Nachhaltiger ist.

      2+

      • Schmeckt gut sagt

        Nachhaltigkeit hat für mich auch etwas damit zu tun, ein kalkulierbares Anbaurisiko einzugehen. Dies ist dann gleichzeitig auch mit dem Betriebserfolg verknüpft. Ich weise nochmal ausdrücklich darauf hin, dass ich nicht die höchste Produktivität meine, sondern die Möglichkeit, einen sicheren und kalkulierbaren Input/Outputüberschuss zu erzielen. Dies kann in allen Nischen und auch im Biobereich möglich sein. Es aber in den allermeisten Diskussionen so darzustellen, dass Bio das Allheilmittel aller Probleme ist, finde ich aus Sicht des Praktikers (der schon viele biologische, biotechnische und mechanische Verfahren ausprobiert hat) einfach nur traurig.

        1+

      • Hermann sagt

        Bitte bitte 🙂

        Es gibt eben nicht das Modell, das für jeden gleich geeignet ist. Ein Bauer hier kann oder möchte vielleicht nicht für die Ernte in diesem Jahr bereits mögliche Mindererträge des nächsten Jahres einpreisen, mit denen er aber bei Bio wegen geringerer Ertragsstabilität besonders rechnen müsste. Ein afrikanischer Kleinbauer möchte nicht unbedingt teure synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel einpreisen müssen, für die er vielleicht (noch) gar nicht die nötigen Mittel hat.

        Ich bin Freund von Technik und Fortschritt, und diese Natürlichkeitsgläubigkeit, bei der vom Shampoo bis zur Tablette alles als „natürlich“ beworben wird, finde ich lächerlich. Aber wissen wir, dass die uns angepriesene Technik immer ein Freund des Fortschritts ist? Also bei chemischen Keulen kann ich das nicht beurteilen, und deren Entwickler wollen es vielleicht auch nicht so genau wissen, man kann eine Entwicklung auch zer-forschen.

        Ich habe überhaupt nichts gegen konventionelle Landwirtschaft. Aber deswegen muss ich noch lange nichts gegen Bio haben. Ich halte hier weitere Forschung schon für sinnvoll, sinnvoller als so manche philosophische Betrachtung. Wie ist es denn mit dem Hasen und dem Igel (PSM und Resistenzen) bei Bio und Konventionell? Und wenn Bio für manche ein Statussymbol ist – na und? Menschen halt, gibt schlechtere Statussymbole.

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      • Phillip sagt

        *Weil es Nachhaltiger zu sein meint!

        Verstehen Sie mich nicht falsch, ich sehe die Zukunft auch im Nachhaltigen denken.
        Nur muss Nachhaltigkeit auch ehrlich betrieben werden und ist nicht immer so einfach zu definieren, weil die Folgen mancher Tätigkeiten gar nicht ausreichend bekannt sind.

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  4. Paulus sagt

    Nachdem in den ersten 35 Kommentaren, einschl. der Einleitung von Bauer Willi, bereits achtmal von einem Fendt gesprochen wurde, unterstelle ich, dass sich an dem Standesdünkel bzw. der gegenseitigen Wertbemessung der Bauern untereinander, seit meiner Kindheit nichts Gravierendes geändert haben. Schon in meiner Jugend saßen auf Schützenfesten die Bauern mit einem großen Schlüter und einem MB-Trac zusammen an einem Tisch. Da kam einer mit einem kleinen Deutz nicht dazwischen und es hat mich schlicht angekotzt.
    Diese eher komisch anmutenden Demos anlässlich der Grünen Woche in Berlin, bei denen die Traktoren des Herstellers Fendt nicht ohne Stolz, allerdings nur als Kulisse irgendwelcher mitmarschierender NGO’s vorgeführt wurden, hinterließen bei mir einen ähnlichen Eindruck.
    Liebe Landwirte, diskutiert und identifiziert euch weiter über eure Trecker. Die sogen. Verbraucher, zu denen ihr euch ja ganz offensichtlich nicht zählt, interessiert es nun wirklich nicht. Die verbinden große Schlepper von Fendt mit großen Güllefässern.
    Und genau das bleibt bei denen hängen. Ich wette, dass jetzt alle schweigen.

    3+

    • bauerhans sagt

      „Die sogen. Verbraucher…“

      doch,die verbraucher wissen,dass grosse trecker geld kosten,grosse fendt noch mehr und fragen ab und zu: „so schlecht kanns euch aber doch nicht gehen!“

      0

      • Inga sagt

        Die verwechseln was,

        besdonders weil sie nicht wissen, wie teuer ihr Arbeitsgerät ist, dass sie vom Chef zur Verfügung gestellt bekommen!

        2+

        • Sabine sagt

          Oh doch, es gibt Chefs die gar keinen Zweifel daran lassen, wie viel sie in Mitarbeiter und Betriebsausstattung stecken.

          0

          • Inga sagt

            Ist ein Arbeitsplatz dann weniger Wert als ein Traktor?
            Oder mehr?
            Warum werden die Bauern dann um ihre Arbeitsgeräte und -maschinen beneidet?
            Wie soll er denn sonst das Getreide ab bekommen?

            Man könnte smit dem Selbstbinder machen, wer hilft dann Garben aufzustellen?
            Und wer geht später auf die Dreschmaschine?
            🙂

            0

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ein Fendt ist schlechthin der beste Trecker, das sich auch im Preis niederschlägt.

              Was bietet sich besser an als der Fendt, wenn man dem Landwirt ans Bein pinkeln will?

              Komme fast täglich an den Parkplätzen einer Papierfabrik vorbei, ich glaube kaum, dass man zur Erreichung des Arbeitsplatzes einen Daimler, oder einen schicken BMW braucht.

              Der unterschied ist halt der, dass das keine Sau interessiert.

              1+

            • Sabine sagt

              Naja, wenn ich Büros mit neuster Technik sehe, bin ich auch ein bisschen neidisch. Aber wenn ich bedenke, dass ich in der Ausbildung noch auf Karteikarten geschrieben hab, ist mir mein etwas langsamer PC schon recht. Was viele noch nicht sehen, ist, dass die PCs und Programme immer zuverlässiger und selbständiger werden. Wir werden in den nächsten Jahren eine Welle neue Rationalisierungswelle erleben. Viele mittelprächtig bezahlte Arbeitsplätze in den Verwaltungen, gerade auch in den Buchhaltungen, werden wegfallen. Die Programme, die z.B. selbständig Debitorenkonten pflegen, sind schon da. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der große Stellenabbau beginnt. Viele Firmen haben ja schon diese Arbeitsplätze ins billigere Ausland verlegt, ich telefoniere regelmäßig mit Buchhaltungen in Osteuropa. Die werden nicht lange Freude an ihren Jobs haben, schätze ich. Noch sind solche Programme recht teuer, aber der Preisverfall in dem Bereich ist so rasant, dass sich demnächst auch der Mittelstand das leisten kann und es wird vielen Bürohasen so gehen, wie den Industriearbeiten. Billiger zu haben im Ausland und grundsätzlich jeder Zeit durch Maschinen ersetzbar. Und der Druck auf die verbliebenen Leute wird steigen. Als Azubi hatte ein Sachbearbeiter noch eine Woche um eine Anfrage zu bearbeiten, wenn ich heute nicht innerhalb von einem Arbeitstag so eine Anfrage bearbeitet hab, fragt mich mein Chef, ob ich nicht ganz bei der Sache bin.

              1+

            • Inga sagt

              Da sagst du was, Sabine,

              so ist es!
              Aber trotzdem darf man die Bauern nicht wegen ihren großen Treckern und Mähdreschern ärgern,
              wenn man als Privatmann (ev. mit BMW oder Mercedesoder anderem SUV) an einen genauso teurem LKW, Band oder Computeranlage, bzw Netzewerk arbeitet, dann hat der aber auch das Recht, seine schwere Arbeit mit so teuren schweren Maschinen erledigen zu lassen. Er muß sie auch doch selber bezahlen, weil er sein eigener Chef ist!

              Der Massenanbau und -tierhaltung machen es möglich!

              0

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      @Palus,

      könnte es nicht sein, das die Diskussion um einen Fendt Trecker Ironisch gemeint ist?

      Kann Die sogar erklären warum ich einen Fendt gekauft habe.

      Es gab nur 2 Trecker die ich im Obst und Weinbau gebrauchen konnte,

      ein Landini und eben einen Fendt 260 V. Zum Landini sagte ein Mechaniker, der beim Händler arbeitete (er war ein enger Freund), der Landini ist eine Rumpelkiste, nach 2 Stunden Probe konnte ich diese Aussage bestätigen.

      Hätte ich den Landini gekauft, würden die selben das kritisieren mit den Worten, wir sollen euch eure Lebensmittel kaufen, ihr aber kauft den Trecker im Ausland.

      1972 kaufte mein Vater einen International Harvester, genau den Vorwurf bekam ich zu hören, ich fragte nur, ob Neuss am Rhein in den USA liegt.

      Übrigens, mein Fendt hat nur 60Ps, also nix zum angeben! Hab ich auch nicht nötig!

      1+

    • Ich seh das so sagt

      Die Frage ist ja, wer soll sonst über Trecker reden, wenn alle anderen nur über Autos reden. Autos sind doch eigentlich uninteressant. Was kann man schon mit einem Auto machen gegenüber einem Traktor: außer schnell fahren bleibt da nicht viel übrig. Ich frage mich wirklich, wieso man/frau in der City (aber auch am Land) 120-150 PS braucht zum Kindergartenfahren und Einkaufen.

      Nur mal so als Vergleich: Mit einem Traktor fährt man bis zu 50 km/h und transportiert dabei zusätzlich bis zu rund 20.000 kg Netto-Nutzlast. Bei einem Auto kann man zumeist rund 750 kg Nutzlast mit einem Autoanhänger mitführen. Dafür würden aber aliquot Autos mit 4 PS ausreichen !!!
      Und selbst wenn man einen schweren Autoanhänger fahren darf (mit bis zu 3500 kg Nutzlast), würde ein Auto mit 22 PS reichen.

      Das heißt also, die restlichen 116 bis 128 PS und die entsprechende Energie, die dabei verwendet/verschwendet wird, sind nur dazu da, damit man mehr als 50 km/h fahren kann. WELCH EIN INTELLIGENTES PRODUKT !!!??

      Die Bauern verwenden unterschiedliche Traktoren mit unterschiedlichen PS zu unterschiedlichen Arbeiten (Pflegetraktor, Arbeitstraktor ….). Dabei trachten sie (soweit es möglich ist) nach höchstmöglicher Auslastung der jeweiligen Schlepper. Und über diese Effizienzvergleiche und die Kosten dazu reden die Bauern. Und wenn´s lustig ist, ziehen sie sich einander damit auf.

      Wie sieht das beim Auto aus: die Besitzer reden über ihre Luxus-/Status-/Phallus-Symbole und fahren dann Lebensmittel einkaufen, die ihnen generell zu teuer sind.
      Muß jetzt aufhören, sonst kann ich mich vor Lachen nicht mehr halten.

      1+

  5. Mit gemischten Eindrücken verfolge ich diese Kommentare. Über die Emotionalität bin ich anfangs überrascht gewesen, beim genauen Hinsehen verstehe ich jedoch, warum das so ist.

    Der Bloganlass, eine akademische Podiumsdiskussion dieser Art, transportiert typisches, was ich auch deutlich kritisieren muss. Die von Bauer Willi zitierte Aussage von Herrn Prof. Köpke:“ Sie sind ein Gefangener des Systems…“ mag ehrlich aber nicht minder fantasielos sein.

    Wenn ich etwas von staatlich bezahlten Akademikern erwarte, dann ist es die konkrete Beschäftigung mit Systemfehlern, diese Ursachen möglichst genau zu benennen und zumindest Ansätze für ein besseres funktionierendes System zu entwickeln.

    Wer denn sonst? – Der afrikanische Hühnchen-Züchter, dem wir gerade mit plastikverpackten und eingefrorenen Hühnchen-Flügel den Absatz kaputt gemacht haben?

    Bei dieser Diskussion war ich nicht anwesend, jedoch lässt sich allgemein sagen, dass es Akademikern gut steht, nicht nur ihr theoretisches Wissen zu verwalten, sondern auch im Sinne einer Entwicklung anzuwenden, das heißt inhaltlich ein Angebot zu machen.

    Mehr noch, die genannten Problembegriffe mögen sicher Fakten benennen, jedoch kann die Einflüsterung mit moralischem Zeigefinger nicht die Lösung sein.

    Eine Podiumsdiskussion dieser Art ist für mich ein geistiger Offenbarungseid, wenn die Botschaft nur noch ist:

    Die Weltmärkte sind schuld…
    Die Politik ist schuld…
    Der Verbraucher ist schuld…
    Das System ist schuld…

    Wenn die Nachfrage dann abgeschlossen wird: „… da kann ich Ihnen leider nicht helfen.“, dann frage ich mich ernsthaft, für was diese Akademiker in dieser Diskussion angetreten sind.

    Wie absurd ist die Idee, die Welt zu missionieren, während der eigene landwirtschaftliche Markt durch unsere langjährige Subventionspolitik, wie zum Beispiel im Milchmarkt, heute kaum zu kontrollieren ist, wenn wir nur diesen Stecker ziehen.

    5+

  6. Friedrich sagt

    Willi , vielen Dank für Deinen Einsatz. Die Bioleute reden immer von Systemänderung. Dann wird von der globalen Welt gesprochen und auch von Deutschland. Wenn wir hier beginnen wollen , dann muß es immer in der EU sein , denn wir hier in Deutschland sind keine Insel. Wir werden hier auch nicht mit unserer Kleinheit die Welt retten. Den Eindruck habe ich aber immer von den Gutmenschen. Was fehlt, ist immer ein Plan, also ein Weg wie man es praktisch umsetzen kann und der kommt nie. Ohne Plan keine Umsetzung. Wir hatten vor einigen Tagen die ldw. Subventionen in der Diskussion. Dort fiel mir auf , daß die Bauern die weghaben wollten und die Verbraucher die behalten wollten. Verkehrte Welt dachte ich. Jeder Bauer ist auch ein Unternehmer. Also wird ein Bauer auch nur den Betrieb umstellen , wenn er sich einen Mehrgewinn o.ä. bei Bio verspricht . Das ist aber nicht zu erkennen, bei dem geringen Biobetriebsanteil. Mein Berater hat mal eine Betriebsumstellung durchgerechnet. Ergebnis bei 80 ha : 36.000 Euro Gewinn bei 44.000 Euro Subventionen bei Biobewirtschaftung. Also ohne Subventionen würde der Biobetrieb 8.000 Euro Verlust schreiben und das war noch positiv gerechnet !! Ist also nicht so einfach mit Bio ! Und die Klimabilanz wird dann auch auf einen Schlag schlechter als bei konv. . — Genauso verläuft das mit unserem EEG. Dort fehlt auch der Plan. Mit Südlink werden die Stromkosten extrem steigen. Jeder Haushalt zahlt heute schon rd. 700 Euro/Jahr mehr STromgeld als in Frankreich oder GB. Das es mit dem grünenStrom nicht richtig funktioniert kann man an Australien mit den vielen
    Netzzusammenbrüchen sehen. Ohne Spreicherkapazitäten wird das nichts.

    3+

  7. Hä? sagt

    „Landwirtschaft ist ein stetiger Kampf gegen die Natur“ – Das war mehr oder weniger das Eröffnungs-Zitat von Bauer Willi…
    Das lässt ja schonmal sehr tief blicken.
    Was ich aber noch bedauernswerter fand war die Scheinheiligkeit (Ignoranz?) in Bauer Willis Argumentationskette:
    – Der Konsument/Verbraucher wird kritisiert, weil ihm die nötige Konsequenz fehlt: Man wolle sich ja „bio“ ernähren, aber wenn man 20 statt 2,80 für ein Huhn bezahlt, dann, ja dann vielleicht doch nicht so ganz bio… Schließlich muss man ja seine Familie ernähren
    – Bauer Willi würde ja gern bio anbauen, aber wenn er dann nicht den gleichen – oder besseren – Deckungsbeitrag erziehlt, dann, ja dann vielleicht doch lieber nicht bio… Schließlich muss man ja seine Familie ernähren

    Das ist aber leider normal und symptomatisch für eine me-first Mentalität, in der eine grundlegende Wirklichkeit leider oft vergessen wird: Der einzige Bereich in dem ich sicher sein kann, Wirkung zu erzielen ist mein eigenes Umfeld. Entschuldigungen gibt es immer mehr als genug: Die andern machen es auch so; ich könnte ja, aber dann würde ich nicht so viel verdienen; bei xy klappt es zwar, aber der hat ja auch diese und jene Ressourcen und die hab ich nicht, also ist das bei mir was ganz anderes und ich hab leider keine andere Wahl, als weiter so zu machen…. Ob und wieviel Verantwortung man übernimmt, muss letzendlich jeder selber entscheiden.

    Den etwas bissigen Kommentar von Prof. Köpke „Sie sind gefangener im System […]“ könnte man auch so verstehen, dass mit „System“ hier nicht nur die politische und gesellschaftliche Landschaft, sondern auch und vor allem Bauer Willis innere Welt, seine Geisteshaltung und seine reaktionären Denkmuster gemeint sind.

    3+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Und wie sieht die Lösung aus, von einem Nichtlandwirt?

      Ich sehen in ihrem Beitrag nur Kritik, eine Kritik von einem, der vermutlich noch nie seinen Lebensunterhalt verdienen musste.

      4+

      • Hä? sagt

        Sowohl Dein tipp, dass ich Nichtlandwirt bin, als auch, dass ich meinen Lebensunterhalt nie bestreiten musste, ist falsch.
        Aber das ist halt die Geisteshaltung: Der denkt anders, der kann keine Ahnung haben.
        Ist ok, ich dachte, ich starte mal einen Versuch in solch einem Forum, aber ich glaube, das reicht mir dann auch schon 🙂
        Grüße und viel Erfolg noch

        4+

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wenn sie schon eine andere Einstellung ( als einfacher Landwirt benutze ich das Wort Einstellung, obwohl Geisteshaltung viel gebildeter anhört) zur derzeitigen Wirtschaftsweise haben haben, dann müssen sie auch anderen zugestehen, eine andere Meinung zu haben.

          Dann wäre für mich noch die Frage, was für ein Ziel sollte der Versuch haben, außer dem versteckten Vorwurf, wir sind alle Beratungsresistent?

          1+

    • Der Unterschied ist der, dass bei Bauer Willi die gesamte Existenz und die seiner Familie dranhängt, während das beim Hühnchen-kaufenden Verbraucher in der Regel nicht der Fall ist. Deshalb ist die Gleichsetzung unangemessen.

      5+

        • Schmeckt gut sagt

          Na, jetzt wirds aber spannend, wenn die Argumente ausgehen, kommt der persönliche Angriff. Wir Bauern dürfen als Konvis also nicht die Chancen und Risiken einer Produktionsrichtung hinterfragen. Und die Ökos packen solche Tabuthemen nicht an, weil man das nicht macht. Wenn sie sich da mal nicht täuschen. In der Bioszene brodelt es im Moment ganz schön, weil in einigen Bereichen kaum eine Wirtschaftlichkeit darzustellen ist (bezogen auf deutsche Verhältnisse). Nichts anderes vertritt Bauer Willi. Danke nochmal Willi, dass du immer wieder in dieser Wunde bohrst.

          3+

          • Hä? sagt

            Ich würd gern sinnvoll auf Ihren Einwand antworten, aber ich versteh ihn einfach nicht. Dass dem Ökolandbau „die Argumente ausgehen“ sehe ich in naher Zukunft nicht (in ferner noch viel weniger) – http://news.berkeley.edu/2014/12/09/organic-conventional-farming-yield-gap/ <– diesen Link mal als kleinen Schnipsel aus einem Fundus an Argumenten, den man kaum noch überblicken kann..
            Ich weiß auch nicht genau, wann und wen ich persönlich angegriffen habe. Falls das wirklich zutrifft, sei der/dem Betroffenen versichert, dass das wirkilch nicht meine Absicht war.

            Allerdings: Wer nur denkt und erzählt, wie doof und weltfremd Ökolandbau ist, wird damit – selbst wenn er es probiert – keinen Erfolg haben. Und umgekehrt! Ich habe glücklicherweise genügend positive Erfahrungen gemacht und bei anderen bezeugen dürfen.
            Schade, dass ich damit (hier im Forum – draußen sieht es ja zum Glück anders aus! Kommt halt immer drauf an, mit wem man so redet..) einer von nur wenigen bin.

            2+

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ich möchte mich mal auf Obst und Weinbau beschränken, das ist das was ich über 55 Jahre gemacht habe, deutsches Obst – außer Äpfel/Birnen – muss man mit der Lupe suchen, bei manchen Apfelsorten hauen die 40 und mehr je nach Wetterlage Schwefelspritzungen rein.

              Beim Weinbau wollten die BIo Betriebe immer eine bessere Qualität liefern, bis sie letztes Jahr eine fürchterliche Pleite erlebten, die Peronospara hat brutal zugeschlagen und jetzt kommt der große Aufschrei, Phosphonate will man wieder haben, ein Pestizid aus der Chemiefabrik soll Naturstoff werden.

              http://ludgerwess.com/phosphonat/

              1+

            • Ich seh da so sagt

              Meistens ist es wohl eher umgekehrt, daß „man“ nur denkt und erzählt, wie doof und weltfremd die Konvi-Landwirtschaft ist.
              Es ist ja zumindest schon ein „Fortschritt“ (für Öko-Extremisten vermutlich eher ein Rückschritt) wenn exponierte Vertreter meinen, es muß nicht mehr die ganz Deutschland, ganz Europa, die ganze Menschheit auf Bio umgestellt werden.

              Und es zeigt sich halt, dass Ideologie keine Fakten ersetzt auch wenn versucht wird , diese Ideologie medial jedem für blöd gehaltenen, unbelehrbaren, nicht lernfähigen, ignoranten, ………… Konvi-Bauern mal mit mehr, mal mit weniger Aggressivität um die Ohren zu hauen.

              1+

        • „Ich sage auch nur, dass die zugrundeliegende Geisteshaltung dieselbe ist …“

          Mal angenommen, Bauer Willi hält konventionell für ebensogut wie Bio, dann signalisiert er mit seinem Argument nicht mehr als die Bereitschaft, sich auf den Verbraucher einzulassen, wenn das entsprechend honoriert wird.
          Sie unterstellen hingegen, dass Bauer Willi konventionell anbaut, obwohl er weiß oder wissen wüsste, dass Bio „besser“ ist. Damit bewegen Sie sich im Bereich der negativen Unterstellungen, wozu Scheinheiligkeit (Ignoranz) gehören.

          Schließlich ist Bio ja tatsächlich nicht „per se“ besser. Je mehr ich mich mit der Materie befasse, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass es insgesamt mehr gute Argumente GEGEN Bio gibt als dafür.

          Sorry, Bauer Willi, wenn ich hier ÜBER Dich rede, statt MIT Dir. Ich weiß, das gehört sich eigentlich nicht.

          1+

          • AdT sagt

            Ich finde solche gesinnungspolizeilichen Analysen anstrengend und unproduktiv, egal wer damit angefangen hat (worüber man wiederum trefflich streiten kann). Solange es nicht im Ehrenmord endet, ist es nicht so schlimm, bringt aber trotzdem nix. Ich weiß, ich habe mich auch von Ihnen darin verwickeln lassen, und das ist mir zuzurechnen. 😉

            0

        • Inga sagt

          Also können wi runs kein Bio-Anbau leisten, oder?

          Die Familien sind im Weg!?!

          0

    • Nichts dagegen, dass man nur vor seiner eigenen Türe wirksam kehren kann. Aber warum flickst Du dann Willi am Zeug, dessen Lebensumstände, innere Welt, Geisteshaltung und Denkmuster doch eigentlich nur er selbst genau kennen kann? Die Ideale der Jugend lassen sich im praktischen Leben nicht immer durchhalten, man kann doch niemanden vorwerfen, die Interessen der eigenen Kinder und Familie über die Frage einer gerechten Welternährung zu stellen?

      1+

      • Hä? sagt

        Für mich sind die Interessen der eigenen Kinder und Familie und die Frage einer gerechten Welternährung nicht verschieden.
        Und mit Idealen der Jugend hat das bei mir auch nichts zu tun, aber danke für die Blumen. Es gibt auch tatsächlich Leute, deren Ideale dem Älterwerden standhalten.

        1+

        • Respekt und Glückwunsch, wenn Dir das so gelungen ist. Ich kann das von mir auch behaupten. Willi ist m. W. auch nicht mehr im Hamsterrad, aber er setzt sich für die ein, die nicht so leicht herauskönnen. Die Welt wird nur besser, wenn ich für andere etwas verbessere. Die Welt wird nicht dadurch besser, dass ich andere zu verbessern versuche!

          0

    • Bauer Willi sagt

      Zum Kampf gegen die Natur: Ich habe einen Professor der Uni Bonn zitiert, der das seinen Studenten gesagt hat. Und auch Öko-Bauern machen das, wie ich es auch erläutert habe. Was Sie aber nicht zitieren.

      Der Verbraucher ist inkonsequent und das weiß er auch. Übrigens nicht nur bei Lebensmitteln. Ist kein Vorwurf sondern lediglich eine Feststellung.

      Deckungsbeitrag: jeder darf ökonomisch denken, nur der Landwirt nicht?! Ich habe die Masterarbeit (immerhin 100 Seiten) zitiert, die eine ökonomische Bewertung der Umstellung unseres Betriebes vorgenommen hat. Das Ergebnis ist sehr ernüchternd. Alle Bauern, auch Bio-Bauern, machen ihren Beruf um damit Geld zu verdienen. Ist das verwerflich?

      Ihre Meinung über meine innere Geisteshaltung lasse ich Ihnen gerne. Was die reaktionären Denkmuster angeht: vielleicht lesen Sie hier im Blog auch ein paar andere Artikel. Meine Interviews mit Löwenstein, der AbL, dem BDM. Diskussionen mit Greenpeace und dem Welttierschutzverein. Ich denke, ich darf für mich in Anspruch nehmen, auch über den Tellerrand hinauszublicken. Ganz nebenbei, mit nicht unerheblichem Zeitaufwand.
      Bauer Willi

      8+

      • Hä? sagt

        Zum Kampf gegen die Natur: Ich habe wohl nicht gut zum Ausdruck gebracht, dass ich damit nicht Sie persönlich zitiere, sondern ein Zitat nenne, welches Sie zum Eingang gewählt haben, das tut mir leid, aber ich hoffe, das ist jetzt klargestellt. Darüberhinaus kann und will ich mich dieser Haltung dennoch nicht anschließen. Ist wohl eine Frage der Philosophie und sprengt vielleicht hier den Rahmen.

        Und: Na klar, vielleicht verdiene ich ja mit konventionellem Anbau mehr, als mit biologischem (was ja in ihrem Fall so zu sein scheint).
        Genauso klar: Wenn ich 2,79 für n Huhn ausgeb, statt 20, hab ich danach 17,21 mehr in der Tasche.
        Ist beides total ökonomisch gedacht. Aber mehr eben nicht.
        Die Ökonomie bildet nach wie vor nur einen kümmerlich kleinen Teil unserer Wirklichkeit ab (was sich Wissenschaft generell übrigens genauso vorwerfen lassen muss, aber anderes Thema). Vielleicht ja mal dieselbe Masterarbeit mit Schwerpunkt Agrarökologie, was würden die ihnen wohl für ne Empfehlung geben? Aber ich versteh schon, die Familie muss ernährt werden und von Laufkäfern und Segetalflora kann sich halt keiner was kaufen.
        Muss halt jeder seine Prioritäten setzen.
        Auf die Gefahr hin mich ein letztes mal als idealistischer Gesinnungspolizist zu outen: Unser aller Leben hier auf diesem Planeten ist doch im großen Ganzen nichts als ein kleiner, kosmischer Witz. Was wir aber hier hinterlassen und weitergeben hat schon deutlich mehr Bestand. Wenn eben jemand meint, das wären im wesentlichen ökonomische Werte, ok, jeder Jeck is anders.

        Wenn die Bedürfnisse von uns allen hier soweit gedeckt sind, dass Raum bleibt, sich über die „richtige“ Traktormarke auseinanderzusetzen und gleichzeitig von bedrohten Existenzen geredet wird, hab ich sonst wohl auch nicht mehr viel zu dieser Diskussion hier beizutragen.

        1+

        • Stadtmensch sagt

          >>hab ich sonst wohl auch nicht mehr viel zu dieser Diskussion hier beizutragen

          Das wäre schade! Vermutlich kommt dieser „neue Geist“ für viele hier zu spät. Mit anderen Worten: die haben sich so tief eingegraben, dass sie hier selbsternannte Philosophen hochleben lassen, die ohne den Hauch einer Ahnung von der Untauglichkeit ökologischer Landwirtschaft schwadronieren dürfen. Die denken echt, wir werden nur dank künstlicher Kohlenstoffverbindungen älter als 40 und scheinen nicht zu wissen, dass man sich im alten Rom erst mit 65 zum Senator wählen lassen durfte.

          2+

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Da hatten es die Römer besser, als meine Altvordere vor 1900.

            Die hatten eine Lebenserwartung von 32 bis 50 Jahren. Finanziell waren sie gut ausgestattet, um Medikamente zu kaufen.

            0

          • @ Stadtmensch
            Vielleicht hören Sie sich ja den in diesem Thread empfohlenen Vortrag von Prof. Gerd Ganteför mal an. Da geht es zwar nicht um ökologische Landwirtschaft, sondern um Energie.

            Ökologische verhält sich zu konventioneller Landwirtschaft wie erneuerbare zu konventionellen Energien. In dem Vortrag werden die Verhältnisse und Größenordnungen zurechtgerückt.

            1+

          • Alois Wohlfahrt sagt

            @Stadtmensch: Dieser Kommentar von Dir ist enttäuschend. Fallen Dir sonst keine Argumente mehr ein, die Thesen der „selbsternannten Philosophen“ zu widerlegen oder wenigstens zu diskutieren?

            0

            • Stadtmensch sagt

              Bin leider momentan aus Zeitmangel etwas passiv. Für ordentliche Klopfer müsste ich wieder abtauchen in „Subsistenz und Moderne – Texte für das was bleiben soll“. Auch als Lektüretipp für „Philosophen“, die das aktuelle Selbst- und Weltbild des Menschen für zeitlos und unveränderlich halten. Das ist kein esoterisches Gespinne. Man muss ein Sozialgefüge\Wirtschaftssystem nur wie einen Organismus betrachten. Wenn die Rahmenbedingungen passen funktioniert er (ist nachhaltig) aus sich heraus. Ohne Eingriffe (Medizin\Sozialarbeiter\äußerer Zwang). Dann wollen alle das Richtige. Tacitus: Je verdorbener der Staat, desto mehr Gesetze hat er. Und das Richtige ist eben nicht der Egoismus und die Gier, sondern die Einsicht, dass es einem selbst nachhaltig nur gut geht, wenn es auch den Mitmenschen gut geht.

              0

            • Es geht einem nur gut, wenn es dem anderen auch gut geht. Wie wahr! In Europa sind wir in der Lage, dass es uns wohlstandstechnisch mehr als sehr gut geht, während woanders 800 Millionen Menschen hungern und drei Milliarden gerade mal so um die Armutsgrenze herumdümpeln.

              Unseren Wohlstand verdanken wir der enormen Menge an Fremdenergie, die wir uns verfügbar gemacht haben. Wenn wir in Europa wollen, dass es den restlichen Milliarden auf der Welt ebenso gut geht wie uns, dann dürfen wir diese Milliarden nicht daran hindern, dieselbe Menge an Fremdenergie zu benutzen.

              Pro Person benutzen wir etwa 100 bis 200x so viel Fremdenergie wie ein Mensch in einem Entwicklungsland. Wenn wir diesen Verbrauch mit Energiesparlampen und ähnlichen Kinkerlitzchen auf 95 bis 195x so viel senken und so tun, als würden wir nun ökologisch nachhaltig wirtschaften und hätten eine Vorbildfunktion für den den Rest der Welt, kommt mir das eben schon ziemlich daneben vor.

              Wenn wir zudem die Entwicklungsländer mit Hilfe des Themas „Klimawandel“ womöglich noch daran hindern wollen, Kohle- oder Atomkraftwerke zu bauen und ihre Landwirtschaft zu industrialisieren, dann komme ich zu dem Schluss, dass eben genau hier der von Ihnen gegeißelte Egoismus deutlich zum Ausdruck kommt.

              In Deutschland werden zwischen 12 und 30% des Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt. Strom macht jedoch den geringeren Teil des Energieverbrauchs aus. Zu 87% ist Deutschland noch immer von Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran abhängig. Laut Ganteför wurde die Abhängigkeit von diesen traditionellen Energieträgern durch die Energiewende nicht mal um 1% gesenkt.

              In Deutschland gibt es 267.000 konventionell arbeitende gegenüber 27.000 Bio-Betrieben. Die Bio-Betriebe ernähren aber nicht 10%, sondern 2-4% der Bevölkerung. Außerdem:
              In dem Maße wie die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt, wird der Begriff „Bio“ wieder aufgeweicht und beinhaltet inzwischen aus dem Ausland importierte Produkte ebenso wie Massentierhaltung. Das heißt nichts anderes, als dass die Bevölkerung NICHT mit Bio ernährt werden kann, sondern nur ein geringer Teil davon.

              Wenn es uns so gut geht, haben wir das der konventionellen Landwirtschaft zu verdanken. Und das wird man ja wohl mal sagen dürfen.

              5+

            • Stadtmensch sagt

              @Marian,
              viele Menschen leben in dysfunktionalen Staaten und hungern, weil dort die nachholende Modernisierung aus geographischen, mentalen und zeitlichen Problemen gescheitert ist und auch nicht gelingen kann. Es hat nichts mit Wohlstandssteigerung bei den Betroffenen zu tun, deren Wirtschaft zu industrialisieren. Das hat man in Italiens Süden versucht und hat sich dabei nur eine Mafia gezüchtet.
              Bei der Diskussion um den Verbrauch fossiler Energieträger hierzulande wird immer verdrängt, dass es riesige Einsparpotentiale gibt, die sich im Rahmen der kapitalistischen Wirtschaftsweise leider nicht heben lassen (Privateigentum, Konkurrenz, Besitz anhäufen,…). Wie es Max Weber schon erkannt hat. Wir sind „gefangen im System“ und dazu verdammt, Rohstoffe zu Müll zu verarbeiten und fast jeder nennt das Wohlstand.

              0

            • Dass wir Rohstoffe in Müll verwandeln, als Folge des Wirtschaftssystems, Besitzstrebens oder des Kapitalismus zu identifizieren, greift viel zu kurz.

              Wir Menschen verwandeln Rohstoffe und auch Organisches in Müll, weil wir das Feuer für uns entdeckt haben. Die Mutation, die unser Gehirnvolumen verdreifacht hat, konnte sich nur durchsetzen, weil gekochte Nahrung die Energie bereitstellen konnte, die für die Entwicklung eines solch riesigen Gehirn notwendig war.

              Die Entwicklung der durch den Umgang mit dem Feuer möglich gewordenen Technologien und die Entwicklung unseres Gehirns verlief parallel: beides spiegelt einander. Unsere Technik ist sozusagen eine Art „Abbild“ unseres Gehirns, deshalb auch überall die Netzwerke: beim Verkehr, beim Geldsystem, beim Strom.

              Mit anderen Worten: unser Gehirn bringt immer nur technische Lösungen hervor. Es kann nichts anderes. Oder noch mal anderes: unser Wirtschaftssystem ist eine Folge unserer technisch-geistigen Entwicklung und nicht umgekehrt.

              Der Umgang mit dem Feuer hat die Menschen gelehrt, Materie zu verachten, weil Materie dem Feuer nicht widersteht und bei der Verbrennung nur Asche und Rauch übrigbleibt.
              Materie hat ihren Wert für uns nur darin, dass wir sie beliebig manipulieren können. Was wir ja auch tun. Wir manipulieren nicht nur unbelebte Materie, sondern auch belebte. Das nennt man dann Züchtung. Diese Verachtung gegenüber dem Stofflichen ist der tiefere Grund dafür, warum wir letztendlich nur imstande sind, die Welt in einen (toten) Müllhaufen zu verwandeln.

              Besitz ist nichts anderes als Verachtung gegenüber dem Stofflichen. Der Besitzende hat das Recht, beliebig mit seinem Besitz zu verfahren (wenn der Staat nicht dazwischenfunkt). Besitz ist Macht, und das Stoffliche reines Objekt.
              Jeder gute Handwerker schätzt Materie mehr wert als der Reiche.

              Da Menschen das Stoffliche verachten und nur das Geistige wertschätzen, zerstören wir die Welt, weil sich uns die Welt nun mal stofflich präsentiert.

              Das Problem besteht darin, dass der Mensch sein Gehirn für die absolut größte Errungenschaft des Universums hält. Und solange er das tut und die Kehrseite der Medaille gar nicht sieht, ändert auch ein anderes Wirtschaftssystem nichts.

              Natur funktioniert nach dem Prinzip „Cradle to Cradle“. Was wir Menschen tun, funktioniert nach dem Prinzip „Cradle to Grave“.

              0

            • Stadtmensch sagt

              Danke für die lange Antwort. Dann bin ich eben irgendwie kein richtiger Mensch. Weder verachte ich irgenwas noch halte ich den Menschen für das Maß aller Dinge. Das ist übrigens die Grundvoraussetzung, um überhaupt so etwas wie einen Zugang zu einer ökologischen Sicht zu bekommen. Es gibt heute noch Reste von Naturvölkern, die als integraler Bestandteil eines Ökosystems ohne Fremdenergie stabil sind. Der Homo Faber wird nicht weit kommen, mit seiner Verachtung, Hybris, Selbstüberschätzung oder wenn er Nihilismus als Weisheit verkauft.

              0

            • Inga sagt

              Da sagst du was, Stadtmensch!

              Aber die Naturvölker beziehen ihre Energie doch von der Sonne, oder?
              Sie brauchen keinen Ofen.
              Und wenn sie Feuer brauchen, dann nehmen sie Holz aus dem Wald, oder?

              0

            • Astrid sagt

              “ … welche der Akteure in diesem „Spiel“, nämlich Erzeuger, Verarbeitung, Handel, Politik, Konsumentin und Bürgerin (wo ist der Unterschied?) denn nun welche Maßnahmen ergreifen soll, damit die angesprochene Schonung der Ressourcen, die Verhaltensänderung des Konsumenten, die faire Bezahlung der Erzeuger oder veränderte Warenströme tatsächlich herbeigeführt.“ (Bauer Willi)

              Aha: Die Verhaltensänderung der Konsumentinnen?
              Wie wäre es mal mit der Verhaltensänderung der Tierausbeuterinnen? … also von uns allen!

              Umstieg auf Pflanzenwirtschaft … für alle … ganz einfach … und zwar möglichst regionale Pflanzen die zu uns passen … nur bio … denn alles andere ist schon viel zu belastet … und unsere Insekten und Vögel haben wir mit unserem giftigen Verhalten schon weitgehend dezimiert …

              0

          • Hä? sagt

            Oh, na vielen Dank. Und Sie sind ein guter Landwirt. 🙂
            Da das mit der Sachlichkeit ja jetzt nicht mehr aktuell zu sein scheint, Euch allen noch ne schöne Zeit und viel Erfolg bei Eurem Kampf gegen die Natur, möge der Bessere gewinnen.
            Peace out

            1+

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie sind doch heute schon zur Arbeit gefahren, ökologisch mit der Bahn, oder gar mit dem Auto? Dann wäre noch der ehemalige Acker, auf der die Wohnung eines gewissen Herrn Hä? sich befindet.

              Alles voller Gänseblümchen und Kornblumen.

              Möge der Herr sich doch von Beeren und Kräutern ernähren, aber denken sie bitte, auch das ist ein Kampf gegen die Natur.

              Jetzt fällt mir gerade ein, warum sie sich Hä? nennen, bei uns in der Mundartsprache fragt man auch mit Hä, wenn man etwas nicht verstanden hat.

              0

            • Hä? sagt

              🙂 ok, es geht weiter:
              Falsch. Fahrrad. Für das bei der Atmung verstärkt ausgestoßene CO2 hab ich vorsorglich Gänseblümchen und Kornblumen gepflanzt (unheimlich, wie gut sie über mich bescheid wissen.. waren sie das letztens mit der Drohne?)

              Glückwunsch zu ihrer Erleuchtung bezüglich meines Namens. Das ging schneller, als ich dachte. Ich bin enttarnt.

              „Auch das ist ein Kampf gegen die Natur“… hmm.. wie war das noch? Achja: „Als Kampf […] wird eine Auseinandersetzung zweier oder mehrerer rivalisierender Parteien bezeichnet, deren Ziel es ist, einen Vorteil zu erreichen oder für das Gegenüber einen Nachteil herbeizuführen.“ (Wikipedia) – diese fiesen Kräuter und Beeren.. wollen meinen kostbaren Boden für sich.. ich mach sie platt!! Ich kann die Natur doch nicht ernsthaft als rivalisierende Partei betrachten? Wenn doch, ist mir gerade klar geworden, was hier abgeht und ich müsste meinen namen in „Achsoooo!“ ändern.

              Weil mir die Ernsthaftigkeit in diesem Forum nicht mehr gelingen will, hier ein (diesmal wirklich) allerletzter Beitrag eines hochgeschätzten Kollegen. Wer die Zeit hat, es lohnt sich.

              2+

            • Hä? sagt

              In der ganzen Aufregenung habe ich den Link vertauscht..

              1+

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Echt,
              sie fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit?

              Das nenn ich mal vorbildlich, aber nur wenn vorhandene Straßen benutzt werden.

              Bei uns werden wie verrückt Radwege gebaut, natürlich mit Bitumendecke. Vor 20 Jahren gab es keine Landesgelder, wenn ein Feldweg befestigt wurde. Befestigt wurden die mit HGT (hydraulisch gebundene Tragdecke, das war Magerbeton, das die Vögel ausscharrten.

              0

            • Zenzi sagt

              @Hä: Denkmal-Filme. Gute Wahl. Der Bauer mit den Regenwürmern und „Der Bauer der das Gras wachsen hört“ sind seltene Darstellungen von Alternativen. Der Vortrag von Sepp Braun gibt einen guten Einblick in die Handhabe.
              http://www.denkmal.film/index.php?page=bauergrass&l=de&num=numloop
              Bei den Bauern funktioniert es, und ich frage mich, wieso der Biolandbau hier so lächerlich gemacht wird. Wir leben doch nicht mehr 1970 wo das noch Usus war. So wie die Verbraucher wenig über die konv. Landwirtschaft wissen und oft die negativen Schlagwörter der Medien übernehmen, wissen sie auch wenig über die Bio-Landwirtschaft.

              1+

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Zenzi,
              was mir als erstes aufgefallen ist, sind seine Hände, nicht der frische Schmutz, sondern seine grindigen, verkrusteteten, schorfige Hände. Bei dem sieht man wie er sein Geld verdienen muss.

              Der Mann kann keinen Urlaub machen, im Ferienhotel würde der Mann von denen gemieden, die sonst das Hohelied wegen seines BIO-Betriebes singen.

              Übigens wird hier nicht die BIO Landwirtschaft lächerlich gemacht, sondern kritisch über die Chancen durchleuchtet. Wer natürlich keine Ahnung hat, sind diejenige, die jahrzehntelang Landwirtschaft betreiben, gell?

              0

            • Hä? sagt

              @Zenzi: Danke für den Tipp, werd ich mir gern anschauen!
              @Ehemaliger Landwirt:
              Bitte nicht wieder angegriffen fühlen, aber ich sehe jetzt wirklich ein, woher dieser scheinbar (noch) unlösbare Konflikt kommt:

              Sie sehen einen Mann der keinen Urlaub machen kann.
              Ich sehe einen Mann, der aufgehört hat, einen „Kampf gegen die Natur“ zu führen, der eins ist mit dem was er tut.

              Sie sehen einen Mann, der im „Ferienhotel“ gemieden würde (obwohl ich das ja zu bezweifeln wage…).
              Ich sehe einen Mann, der eines Tages beruhigt nen Abgang machen kann, in der unerschütterlichen Gewissheit, alles getan zu haben um die Welt (oder das kleine Stück davon, für das er Verantwortung übernommen hat) ein kleines bisschen besser zu hinterlassen, als er sie vorgefunden hat.

              Das sind einfach sehr verschiedene Standpunkte. Wer bin ich, darüber zu urteilen, welcher der „richtige“ ist.

              Ich unterstelle auch (ich hoffe zu unrecht), dass Sie mit „Chancen“ auch vornehmlich ökonomische/finanzielle Vorteile meinen.

              Und dann wieder dieses „ich mach das aber ja schon jahrzehntelang“. Keiner sagt, dass Sie keine Ahnung haben, und dafür dass Sie schon „jahrzehntelang“ Landwirtschaft machen, find ich diese Art der Argumentation auch ziemlich unreif (um nicht zu sagen kindisch). Von Ihrem Standpunkt, den ich glaube, langsam zu verstehen, ergibt das aber wohl alles perfekt Sinn. Ich bin einfach nur froh, dass ich nicht der Einzige bin, der das anders sieht. Und die Art wie Sie reagieren zeigt mir, dass tief in Ihnen drin auch was brodelt. Find ich gut. Wenn Sie es zulassen, kann daraus echte Veränderung entstehen!

              ps: Der Mann mit seinen schorfigen Händen würde auf einem Campingplatz garnicht weiter auffallen. Und da kann man auch schön Urlaub machen.

              0

            • bauerhans sagt

              eine anmerkung zu sepp braun:
              mit dem umgebauten kreiselgrubber zerteilt er die regenwürmer,die er ja so liebt oder ist das dann vermehrung derselben!?

              0

            • Hä? sagt

              @ bauerhans: Kommt – mal wieder – auf die Sichtweise an. Ich nehme mal an er handelt im Sinne einer hohen Dichte an Regenwurmgängen (Bioporen), die eher vertikal verlaufen und bis in große Tiefen (Unterboden) dringen. Die werden hierzulande im Wesentlichen vom Tauwurm geschaffen. Der Tauwurm ist tagsüber (wenn der Sepp am Grubbern is) in 1-3 Metern Tiefe anzutreffen. So tief grubbert der nicht.
              Die anderen Würmer, von denen er sicher ein paar erwischt, sind in den oberen Bodenschichten und eher in horizontaler Richtung unterwegs. Die sind allerdings auch wesentlich vermehrungsfreundlicher, so eine Population erholt sich schnell (wenn auch natürlich nicht durchs zerteilen).

              0

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Hä?

              Sehen Sie, ich sehe einem Mann, der mit päpstlicher Unfehlbarkeit konv. Landwirten sagen will (oder meint er müsste), dass ihre Wirtschaftsweise nicht mehr in die Zeit passt, obwohl der Verbraucher jeden Tag an der Ladenkasse diese Wirtschaftsweise bestätigt. Jetzt hätte ich fast vergessen, BIO möchten ja alle, zum ALDI preis.

              Ich habe nicht aufgehört einen Kampf gegen die Natur zu machen, ich habe immer mit der Natur gearbeitet, ich mache es immer noch, im kleinerem Rahmen, so wie es mir meine Gesundheit noch erlaubt. Deshalb haben wir unter anderem einen Kräutergarten mit 2 ar und einen Nutzgarten, mit 5 ar.

              Im Weinbau habe ich mir immer Gedanken gemacht, warum eine Kupferspritzung im konv. Anbau umweltschädlich sein soll, die 8 bis 10 im Bioanbau umweltfreundlich sein soll. In dieser Hinsicht wäre ich für eine Erklärung dankbar.

              Eine Veränderung in einem Betrieb hat es sich schon ergeben, meine Kinder haben es entschieden, sie machen etwas vernünftiges (für mein Gelände), sie führen die Landwirtschaft nicht weiter. Viel leicht beglücken sie eines Tages auch Bauern, indem sie ihnen erklären, dass sie den geforderten Trend nicht erkennen, nachdem sie den Einkauf bei ALDI & Co. getätigt haben.

              0

            • Inga sagt

              🙂
              Ach dumm muß er auch sein, damit der ALDIkonsument (die ihn vielleicht um die Vielseitigkeit und der Selbstverwirklichung beneiden) ihn so nennen darf!

              Ehemaliger Landwirt,
              und so sollen deine Kinder auch werden?
              😉

              0

            • Inga sagt

              1.
              Erste Antwort:
              Ein Bauer arbeitet immer mit der Natur, er muß ja auch Biologe (Ökologe,,Meteorologe) und auch Ökonom sein, um die biologischen Rohstoffe der Natur abzutrotzen und auch zu vermarkten, um ein Familieneinkommen zu erwirtschaften.

              2.
              Zweite Anwort
              oder Fortsetzung:
              ?
              Ach dumm muß er auch sein, damit der ALDIkonsument (die ihn vielleicht um die Vielseitigkeit und der Selbstverwirklichung beneiden) ihn so nennen darf!

              Ehemaliger Landwirt,
              und so sollen deine Kinder auch werden?
              ?

              Es wäre schön, wenn meine von Vorhin, die nur die Fortsetzung enthält vernichtet werdne könnte!

              0

      • Astrid sagt

        Alle Bauern, auch Bio-Bauern, machen ihren Beruf um damit Geld zu verdienen. Ist das verwerflich?
        Ja, wenn es dabei um Tierausbeutung geht.
        Nein, wenn es dabei um Pflanzenwirtschaft geht.

        0

  8. Astrid sagt

    Wir Menschen sind Gefangene unseres Systems und …
    wir können das ändern, indem wir uns ändern … unser Verhalten … unser Bewusstsein … und damit unser Gewaltsystem …
    indem wir aufhören andere auszubeuten … indem wir aufhören gewalttätig zu sein … indem wir uns pflanzlich ernähren … das ist der Anfang …

    11+

    • Ich seh da so sagt

      Das letzte mal, das ich diese Thesen gehört habe war in den sixties – so mit peace, love, freedom, happiness.
      Da gab es sogar Songs darüber: „all you need is love“,
      später dann „give peace a chance“

      Wenn man lange genug wartet, kommt alles irgendwann wieder in Mode.

      5+

  9. Welternährung, Ressourcen…

    Mein ganzheitlicher Ansatz (sorry, wenn ich damit inzwischen nerven sollte… 😉 ):
    ENERGIE ist dabei fundamental wichtig.
    Nötiger Schritt: Menschheit stellt sich Schnellbrüter-/und visionär Fusionsreaktoren hin. Erzeugen so MASSIG und BILLIG Energie (Boom-Länder wie China sind da schon dran!).
    Damit kann von der Trinkwassergewinnung aus Meerwasser, Nahrungserzeugung/-veredelung einfacher pflanzlicher Produkte im Bioreaktor, Aufbereitung von Abwässern zu Dünger, bis zur Rohstoffgewinnung aus Meerwasser alles betrieben werden. Problem(e) gelöst!

    Wenn allerdings der deutsche Ansatz, Energie zu verteuern, zu verteufeln, womöglich zu verknappen, wenn der Schule machen würde (tut er global derzeit nicht! … ), dann wäre das so, als hätte man dem Steinzeitmenschen in der Eiszeit das Feuer rationiert!
    Wieviele von uns wären dann wohl heute hier, mit einer Lebenserwartung ü80? Kann sich ja jeder selbst mal fragen! Und ob man in Anbetracht dessen damalige Enthaltsamkeit befürwortet hätte…

    Mein ganz persönlicher Ansatz dabei: Die verbleibende Bio-/Echt-Nische bedienen (und mehr wie „Nische“ wird DAS nicht!).

    0

    • Yep! Energie ist DER Schlüssel. Denn der Mensch ist ein Wesen, das Fremdenergie benutzt, und je mehr er davon zur Verfügung hat, desto reicher und gesünder ist er. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Öl/Öläquivalent beträgt in den Industrieländern 10-20x mehr als in Entwicklungsländern. Das ist das Geheimnis unseres Wohlstandes.

      Energiebilanz von Fusionsreaktoren rechnet sich bislang nicht im Geringsten.
      Jedes Land mit Brüter-Technologie kann auch Atombomben en masse herstellen.
      Uran ist eine ziemlich begrenzte Ressource. Thorium: eventuell möglich, ja.

      Langfristig praktikablere Lösung: In den Wüsten der Welt Sonnenenergie in Öl oder entsprechende Äquivalente umwandeln, womit auch das leidige Speicherproblem gelöst wäre.

      2+

      • Sonnenenergie aus den Wüsten in Wasserstoff oder Ähnliches umzuwandeln wird schon seit dreißig Jahren immer mal wieder angeregt. Problem ist nur: bei allen bekannten Alternativen ist der Erntefaktor – also die nach Abzug der eingesetzten Energie gewonnene Nettoenergie – viel geringer als bei Erdöl, dessen Erntefaktor sich auch zusehends verschlechtert. Das heißt übrigens auch, dass immer mehr Energie nur dafür eingesetzt wird, zusätzliche Energie zu fördern, der Energiebedarf der Welt also noch schneller steigen wird als die Weltbevölkerung. Ich fürchte, die Menschen werden sich eher um die letzten Reste an Erdöl schlagen als den Gürtel einfach wieder etwas enger zu schnallen oder neue großtechnische Risiken einzugehen.

        1+

    • Dann bauen Sie mal den Fusionsreaktor, schnellen Brüter oder besser noch den kalten Brüter, der ach so billig Strom produziert. Ich hab ihn noch nicht gesehen.
      PV-Anlagen die unter 7ct/kWh produzieren und Windenergieanlagen, die noch günstiger sind habe ich schon gesehen.
      Ob man jetzt in seinen Ökoträumen von 100% EE und alles ist toll schwebt oder in denen vom Fusionsreaktor, am Ende sinds nur Träume.

      0

    • Andy Thorwarth Dann schauen Sie mal hier 😉
      Dr. Armin Huke rechnet beim DualFluid-Reaktor (mit heutiger Technik realisierbar) mit 0,6ct/kWh….

      0

    • Und ganz frisch zum Thema: Prof Dr Gerd Ganteför „Gelingt die globale Energiewende“?
      Interessant: Betrachtet das Thema ganzheitlich. Incl Bevölkerungsentwicklung, Armut, Klima.


      0

    • Paulus sagt

      @ Cord Hartmann,
      Solange es keine Legierungen für duktiles Eisen gibt, die dauerhaft Temperaturen
      > 1.100°C vertragen, bleibt es leider ein Traum. Ich kann mir in einem Kraftwerk keinen stabilen Zustand vorstellen in dem selbst die Peripherie permanent rotgelb glüht. Das hat was mit Metallurgie und Thermodynamik zu tun und das sind schon ziemlich schwierige Fächer. Ohne tiefere Kenntnis der Materie sollte man nicht alles glauben und schon gar nicht verbreiten. Beeindruckt bin ich allerdings von deiner Fortschrittsgläubigkeit. Das macht mich nahezu sprachlos. Ich sage das jetzt einfach mal so als fachlich nicht ganz Unkundiger.

      0

    • Wow, super Sache dieser Dual-Fluid-Reaktor. Wo steht der, der für 0,6 ct/kWh Strom produziert nochmal?
      Und der Prof. Dr. Ganteför will mir doch eignetlich was zur Energiewende erzählen,aber irgendwie redet der nur übers Klima?
      Ich weiss auch nicht was sein Klimazeugs jetzt mit der Nutzung von regenerativen Energiequellen zu tun hat.

      0

    • Andy Thorwarth Erstens, nein, Herr Prof Dr Ganteför spricht nicht nur übers Klima.

      Zweitens, erzählen Sie doch mal, was eigentlich ihr Problem ist? Möchten Sie lieber den Kopf in den Sand stecken!?
      Ich hatte ursprünglich oben einfach mal einen (meinen favorisierten) Lösungsansatz präsentiert. Visionär aber realistisch.
      Nochmal: Menschheit braucht meiner Ansicht zukünftig viel und bezahlbare Energie, und dafür scheint es Wege zu geben. Möglichkeiten und Einsatzgebiete hatte ich genannt.
      Was ist daran falsch? Wie möchten Sie es denn besser machen?

      Btw: Eine Variante eines Schnellbrüters ist seit Oktober 2016 in Russland im kommerziellen Betrieb.
      http://nuklearia.de/2016/12/09/strom-aus-atommuell-schneller-reaktor-bn-800-im-kommerziellen-leistungsbetrieb/

      0

    • Und was die angeblich so günstige Wind- /Solarenergie angeht, da hat eben der Prof. Dr. Sinn mal nachgerechnet. Und seine Bedenken… Präsentiert er hier beides.


      0

    • Ich möchte nicht den Kopf in den Sand stecken, aber ich möchte auch nicht in den Wolken schweben. Ich bin Realist und sehe die Technologien die uns heute zur Verfügung stehen. Wo ist die Vollkostenrechnung inkl. Rückbau und Endlagerung zum BN800? Sind das die 0,6 ct/kWh, sinds 6 ct/kWh oder sinds 60? Warum poppen die nicht überall auf der Welt auf, sondern nur in Russland? Weils politisch dort gewollt ist. Und bei einem Leck in der Natriumkühlung gibts ein Feuerwerk? Und geben sie mir wirklich ne quelle von nuklearia.de? Herrn Sinn hab ich selbst gehört mit seinem tollen Vortrag. Vom Informationsstand, wie meist eigentlich, 5 bis 10 Jahre in der Vergangenheit, was in der Branche verdammt lange ist. Kaum im Bilde, was die technologischen Entwicklungen und zukünftigen Möglichkeiten angeht. Er rechnet alles brav durch. Rechnet, extrapoliert, interpretiert mit 5-10 Jahre alten Technologien und deren damalige Kosten. Und kommt natürlich zum Ergebnis: Geht nicht. Na klar, so geht das nicht. Vor 10 Jahren, da kostete die kWh PV-Strom auch noch über 40 ct. Wind-Offshore hatte noch niemand gehört. Und Speicher außer die teuren Pumpspeicher sowieso nicht. Da hat sich noch keiner interessiert, außer D. Heute baut man in der Freifläche PV für unter 7 ct und das in D! In den Emiraten für 2,5 ct/kWh. Offshore Wind zu Börsenpreisen (< 3 ct/kWh). Die Speicherpreise fallen jedes Jahr um 25%. Da wird so viel geforscht und es entwickelt sich so schnell. China hats bis vor kurzen noch kaum gejuckt und letztes Jahr bauen die in einem halben Jahr so viel PV wie Deutschland in 16 Jahren. In den USA wird der Strom in Texas verschenkt wenn viel Wind weht. Und das nach 16 Jahren Förderung in D, von denen 10 intensive Förderung waren. Wie lange wird schon an der Fusion geforscht? In 30 Jahren dann, seit 50 Jahren. Und die schnellen Brüter, die ersten gabs doch schon vor 30 Jahren? Wieso gibts die noch nich überall wenn die Brennstoffkosten ja fast 0 sind? Darauf kommts ja nicht an, wie wir von den EE wissen, da sind die Brennstoffkosten auch 0. Die Erschließung mit Technologie ist der Schlüssel und die ist selbst nach 30 Jahren beim schnellen Brüter wohl noch immer zu riskant, zu aufwendig, zu teuer. Und wieso muss man das ganze eig immer runterbrechen auf 100% EE in D oder nicht? Schwarz und Weiss? Das ist mir auch klar das 100% EE in D ideologisch ist. Das packt man nicht. Aber warum nicht die Abhängigkeiten so weit es realistisch möglich ist reduzieren? Was spricht dagegen von den 90% auf 70, 50, vllt 40% Abhängigkeit zu kommen.? Das Kostenargument zieht nicht mehr, das ist ein alter Hut. Und wer mir wieder mit dem Argument vom Zappelstrom kommt, der hat keine Ahnung von Verbrauchslastgang, der ist auch kein horizontaler Strich. Wenns so einfach wäre mit Fusion und schnellem Brüter, dann hätten wirs schon vor der Tür stehn. Aber was ich da sehe ist ne PV Anlage und nen Windrädchen. Gute Nacht

      1+

    • 1. Die „poppen“ nicht nur in Russland auf. Zitat aus heise.de: „(…) Die (chinesische) Regierung will in den nächsten zwei Jahrzehnten die größte Nuklearindustrie der Welt aufbauen und zum führenden Anbieter von Kernreaktoren und Komponenten aufsteigen. (…)“
      https://www.heise.de/newsticker/meldung/Chinas-neue-Atomreaktoren-3322912.html

      2. Herr Sinn rechnet sehr wohl mit Offshore. Auch mit verschiedenen Speichern. Kommt sogar deutlich im Link oben vor.

      3. Gegen vernünftige Insellösungen haben ich auch nie was gesagt. Mischlösungen entsprechen auch meiner Vorstellung.
      Noch zu bedenken, in Flächenstaaten siehts anders aus als in dicht besiedeten „Industrieregionen“.
      Insbesondere Photovoltaik in Arabien und ähnlichen „Sonnenstaaten“ ist natürlich vernünftig.
      Zumal, wenn man an einem Ort nicht sowas wie eine Aluminiumhütte betreiben will und sich vl auch noch >100km Stromkabel entlegenerweise sparen kann.

      4. Beim derzeitigen Ausbaustand in Deutschland von 79,8 TWH aus Wind müssten sie den Ausbaustand von 2016 noch verzehnfachen(!) NUR um den deutschen Verkehr zu Eletrifizieren.
      https://1-stromvergleich.com/strom-report/windenergie/
      Dann kämen noch die Bedarfe von Industrie und von Haushalten und von Gewerbe. Nochmal etwa das 2,5fache.
      Und zukünftig weiterer Bedarf für Rohstoffgewinnung/-recycling auch noch extra.
      Das würde dann etwas mehr wie „ein Windrädchen“… 😉

      Nochmal: Inselllösungen, Mischlösungen ja! Aber vieles von dem, womit wir uns gerade die Landschaft verspargeln, wird meiner Meinung nochmal „Schrott am Stiel“.

      0

    • Cord Hartmann erst schreiben Sie von Fusionsreaktoren dann vom Schnellen Brüter. Sie wissen schon dass dies zwei gegensätzliche Verfahren sind? Die Atomenergie (schneller Brüter) ist politisch nicht mehr gewollt. Und die Fusionstechnik ist ja nicht neu vom Ansatz her. Da ist nicht nur China drann. In Deutschland wird in diese Richrung schon seit über 30 Jahren geforscht. Derzeitige Prognose, wenn es technisch überhaupt möglich wird dann brauchen wir immerhin noch ca. 50 Jahre. Und ihre Aussage visionär aber machbar ist ja wohl selbsterklärend.

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    • Keine Sorge, der Unterschied ist mir gut bekannt. Verschmelzung kleiner Kerne (Wasserstoff/Deuterium zu Helium) gegen Zerfall großer Kerne.
      Und ich halte beides (richtig und verantortungsbewusst gemacht) für geeignete Energiequellen der Zukunft.
      Schnellbrüter recht kurzfristig realisierbar (wie gesagt, in Russland läuft schon einer. In China ist man „dran“ (Link s.o. Und da geht es wohlgemerkt um Schnellbrüter!)).

      Fusion zugegeben visionär. Wenn, dann aber eine Art Evolutionsschritt der Menschheit.

      Hatte ich auch alles exakt so geschrieben.

      Dieses „politisch nicht mehr gewollt“ stört mich. Ob der Beschluss richtig war? Da zweifle ich inzwischen.
      Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass wir Energie in Zukunft massig und günstig zur Verfügung haben sollten. Das Warum hatte ich ganz oben ausgeführt.

      Statt zu versuchen, meine Kommentare mit Wortklaubereien zu zerlegen, oder wie ihr Vorredener mit unbelegten Aussagen, wie spottbilig Wind-/Solarstrom angeblich schon sei (wirklich flächendeckend? Oder Gunststandorte gepickt?…), könnte ja mal jemand ansagen, wo denn z.B. die 100.000 bis 200.000 weiteren Windräder, die man allein für Elektrifizierung des deutschen Verkehrs (Jahresenergiebedarf 726TWh) braucht, stehen sollen!? (insgesamt hat Deutschland derzeit 28.000 Stück)…

      Wenn man hier so um Realismus besorgt ist… Wie will man denn den doppelt u dreifachen Ausstieg aus Kohle, Erdöl und Atomkraft stemmen? Die machen allen bisherigen Anstrengungen zum Trotz auch im angeblichen Vorreiterland Deutschland noch knapp 90% der Energiequellen aus. Wie realistisch ist eine Verzwanzigfachung(!) aller heutiger Erneuerbaren?

      Und wo landet am Ende der Strompreis? Vor allem wenn Erneuerbare eines Tages nicht über billige konventionelle Energie verdeckt zusätzlich subventioniert werden. Wenn ein Windrad auch aus Windstrom gebaut werden müsste.
      Deutschland hat sich auf dem derzeit eingeschlagenen Weg zum Land mit annähernd den höchsten Strompreisen weltweit entwickelt. Da erlaube ich mir, ins Grübeln zu kommen. Hier Richtung 30ct/kWh, in den USA z.B. um die 10ct…. Wettbewerbseffekt?

      0

  10. Ich seh da so sagt

    Scheint sich auch hier wieder gezeigt zu haben:
    Die Theoretiker haben am grünen Tisch (oder im Elfenbeinturm) die Welt eigentlich schon gerettet – und zwar ganz leicht ……..

    Aber dann kommen einem dauernd diese komischen Praktiker dazwischen.
    Und dann sind die auch noch Fendt-Fahrer. 🙂

    5+

    • Inga sagt

      Praxis und Theorie sind immer unterschiedlich!

      Das hat mir der Landmaschinenmarke nicht szu tun, oder?

      0

  11. Es ändert sich nichts, weil von falschen Voraussetzungen ausgegangen wird.

    Erstens wird davon ausgegangen, dass der Öko-Landbau funktioniert. Das tut er aber gar nicht und schon gar nicht in einer Welt mit einer immer noch wachsenden Weltbevölkerung. Es gibt 800 Millionen hungernde Menschen: 50% davon betreiben Öko-Landbau, 20% sind besitzlose Landarbeiter und 10% Fischer und Viehzüchter. 80% der hungernden Menschen leben also so, wie die Öko-Freaks sich ein „ideales Leben im Einklang mit der Natur“ vorstellen. Das kann ja bloß ein schlechter Witz sein.

    Zweitens wird davon ausgegangen, dass die Ressourcen immer und ewig zur Verfügung stehen, wenn man sie „schont“. Öl, Mineralien und diverse Elemente wie Lithium, Uran, seltene Erden gehen aus, und ob sie das 20 Jahre früher oder später tun, ändert am grundsätzlichen Problem nichts. Jede Wette, dass die Lösung für ausgehende Ressourcen nicht die „Schonung“ ist, sondern eine technische. Man wird Benzin mit Hilfe von Sonnenenergie synthetisch herstellen. Das funktioniert ja schon. Und wie soll man „schonen“, wenn die Weltbevölkerung immer noch wächst?

    Drittens ist es eine Ungeheuerlichkeit, wenn über den Kopf des Konsumenten hinweg seine Verhaltensänderung beschlossen wird. Wer bin ich denn als Konsument? Eine Marionette, die nach der Pfeife von irgendwelchen Akademikern, Öko-Freaks oder auch Bauern zu tanzen hat, und das womöglich noch freiwillig? Vielen Dank dafür, dass ich so wahrgenommen werde, als wäre ich kein Lebewesen, sondern eine Maschine, die kurz mal umprogrammiert werden kann.

    Ändern wird sich erst was, wenn die Diskutierenden mal diverse Dinge einsehen und akzeptieren: nämlich erstens dass der Mensch wie übrigens jedes Lebewesen immer zuerst an sich selber und seine direkten Nachkommen denkt. Der Mensch ändert sich nur, wenn er einen Nutzen davon hat. Der Konsument hat keinen direkten Nutzen davon, wenn er für die gleiche Menge an Fleisch oder Gemüse mehr bezahlen soll. Da nützen auch Unwerturteile und Versuche, ihm ein schlechtes Gewissen einzureden, wenig. Wenn sich jetzt zudem noch herausstellt, dass konventionell ebenso gesund ist wie Bio, ist Bio sowieso nur noch ein Statussymbol für die Besserverdienenden, um sich von den Geringverdienern abzugrenzen.

    Zweitens: wir sind keine Affen mehr, sondern eine neue Lebensform, die nichts anderes kann als für Probleme technische Lösungen zu finden. Deshalb scheitern alle anderen Lösungswege wie mehr Mitmenschlichkeit, mehr Kooperation, weniger Egoismus mit schöner Regelmäßigkeit. Ideologien haben die Menschheit noch in keinem Fall weitergebracht, sondern bloß zu unnötigem Leid, Armut und Elend geführt.

    18+

    • bauerhans sagt

      „wir sind keine Affen mehr, sondern eine neue Lebensform, die nichts anderes kann als für Probleme technische Lösungen zu finden.“

      die technischen lösungen dienen nur dazu,sich das leben bequemer,erträglicher zu machen
      und ganz nebenbei noch knete damit zu scheffeln,die viel gepriesene nächstenliebe ist aussen vor.

      3+

  12. Zenzi sagt

    Es ist immer etwas viel verlangt, auf Podiumsdiskussionen DIE Lösung für die vielschichtigen Probleme parat zu haben. Dennoch muss ich Willi Recht geben, dass zuviel auf bestehenden Missstände rumgehackt wird, ohne konkrete Lösungen dabei mit aufzuführen. Ich glaube auch nicht, das es DIE Lösung geben kann, dazu sind die klimatischen Verhältnisse zu unterschiedlich, allein schon, wenn man auf Europa schaut. So hinken manche Darstellungen aus erfolgreichen Regionen im Ökobau, (z.B. Frankreich) da dort mehr Sonne ist als bei uns. Wenn ich aber die „Tipps“ sehe wie Willi geimpft wurde um dem konv. Landbau die Stange zu halten, erkenne ich von denjenigen keine Bereitschaft sich auf echte Alternativen überhaupt einzulassen.
    http://www.bauerwilli.com/welternaehrung-strittige-fragen/
    Im Weltweiten Netz wird es immer Statistiken geben die genau das beweisen, was man selbst für richtig hält.
    Wie sagt es Vandana Shiva im Film „Tomorrow“ sehr richtig:
    Das 1. Gesetz ist der Erhalt der Erde und ihrer Fruchtbarkeit. Das steht über allem.
    Das 2. Gesetz ist sind die allgemeinen Menschenrechte.
    http://www.tomorrow-derfilm.de/experten-und-aktivisten.html
    Der Film hat sicher aus unlogische Seiten und ist nicht das gelbe vom Ei.
    Aber er zeigt Lösungsansätze für eine gerechtere Welt. Die Bewegung und Veränderung muss von Bürgern kommen. Sobald die Regierungen sehen wie es besser laufen kann, werden sie auch entsprechende Initiativen ergreifen, wie im Film in Indien dargestellt wird.

    Wenn es um eine gerechtere Welternährung geht, war Willi wahrscheinlich einfach der falsche Gesprächspartner in dieser Runde. Er wirft eben nur seinen Horizont-Hut in die Runde. Wäre ja auch vermessen aus diesem Horizont hervor „für die Welt“ zu denken, wie er selbst zugibt.

    0

    • Mark Rössler sagt

      Welchen Abschluss hat Frau Shiva eigentlich jetzt?
      Sollte man auf jemanden hören, der nicht mal weiß welchen Abschluss sie wo gemacht hat oder gar absichtlich nicht die Wahrheit sagt?

      2+

    • Bauer Willi sagt

      Ich war unzufrieden, weil mir auf meine Fragen keine Antworten gegeben wurden. Und eigentlich hätte ich nach der Bemerkung „Sie sind Gefangener des Systems und da kann ich Ihnen nicht helfen“ nach Hause gehen können.

      Die Diskussion verlief leider so, dass lediglich erläutert wurde, warum es so wie bisher nicht weitergehen kann. Ich hätte z.B. gerne gewusst, wie es gehen kann, Soja aus Brasilien durch Eiweiß aus Europa zu ersetzen. Und was ich dazu tun kann. Aber auch darauf gab es keine Antwort.

      Das ist halt nun mal mein kleiner und beschränkter Horizont als rheinischer Ackerbauer. Ich bin weder ein Lobbyist für irgendeinen Verband noch Universitätsprofessor. Ich bin halt nur ein Bauer Willi

      3+

      • Paulus sagt

        Hallo Willi.
        jetzt stell dein durchaus hell strahlendes Licht mal nicht so unter Scheffel. Das empfinde ich eher als unehrlich und immerhin fährst Du ja auch noch einen Fendt.
        Scherz beiseite und nur ganz kurz: Von meiner Seite – Hut ab und Verbeugung! Das meine ich ernst.
        Nach meiner Auffassung hat sich Prof. Köpke disqualifiziert. Eine geschickte bzw. qualifizierte Moderation hätte die Aussage so nicht stehen lassen.
        Allerdings ließ die Fragestellung vermuten, dass es auch um globale Fragen ging. Da sind lehrende Profs wahrscheinlich im Vorteil. Aber jetzt mal ehrlich, wen erreichen die schon? Ich meine jetzt im Gegensatz zu Alois und Willi. Ich möchte hier durchaus kein Süßholz raspeln, dazu vertrete ich zu oft konträre Ansichten.

        0

  13. Alois Wohlfahrt sagt

    Immerhin kleinster gemeinsamer Nenner: Fendt fahren! Macht mir echt Hoffnung. 😉
    Jetzt mal Spaß beiseite. Ich finde akademische Diskussion schon interessant und hilfreich. Aber eine solche Sicht muss dann auch bis zur praktischen Handlung reichen und dort den Beweis der Nützlichkeit erbringen. Als bäuerlicher Unternehmer muss ich nachrechnen können, ob sich z.B. die Bio-Landwirtschaft langfristig rentiert. Für meinen Betrieb komme ich zur Überzeugung, dass dies passt. Aber ich bin so ehrlich und sage klar. Ohne die Hilfe der (letztes Jahr wieder aufgestockten) bayrischen Förderprogramme zur Bio-Landwirtschaft, ginge auch mein Konzept nicht auf. Und für die Allgemeinheit geht dieses Konzept auch auf, weil in unserer Tourismusregion diese Art der „Heidi-Landwirtschaft“ auch ihren wertvollen Beitrag bringt. Doch mir ist es bewusst, es passt hier im Allgäu und in Bayern und auf meinen Betrieb. Das meinen auch viele Andere, weil der Anteil der Bio-Betriebe ist im Oberallgäu hoch ist. Zudem ist der Landkreis eine der sieben Öko-Modell-Regionen Bayerns: http://www.oberallgaeu.org/bauen_umwelt/extras/oekomodellregion_oberallgaeu-kempten/
    Es gibt auch beachtenswerte marktwirtschaftliche Projekte im Allgäu, wie die starke Bio-Marke „VonHier“ von Feneberg. https://www.feneberg.de/marken/vonhier/
    Ich glaube eine tiefgehende Forschung landwirtschaftlicher Unis zu dem Thema wäre notwendiger als abstrakte Diskussionen, wo das globale Ergebnis quasi schon im Voraus feststeht. Wo halt nur für die kleinen Detailfragen es im Moment noch keine Antworten gibt… 😉
    Willi, sei doch nicht so kleinlich 😉
    Alois

    0

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Also auch ich fahre Fendt, ob ich mit meinen 60 Ps in den elitären Kreis aufgenommen würde? 😉

      Wenn es für deinen Betrieb passt auf der ÖKO-Schiene zu fahren, freut mich, für alle anderen gilt das auch.
      Wenn in ihrer Not viele Betriebe auf ÖKO umstellen, dann habe ich meine Zweifel, zumal der finanzielle Bedarf an öffentlichen Geldern immens wäre.

      Die Akzeptanz bei der Bevölkerung würde meines Erachtens in den Keller rauschen.

      0

  14. bauerhans sagt

    „Da wir beide Fendt-Fahrer sind“

    das ist die etwas abge…… minderheit,global gesehen.
    achwas,wer fendt fährt führt!

    0

    • Bauer Willi sagt

      Der Professor rechts im Bild meinte: wer nichts anderes kennt fährt Fendt. Da war der bei mir schon unten durch?
      Bauer Willi

      0

      • Zenzi sagt

        Das ist der falsche Diskussionsstil. Weder die provozierende Bemerkung des Prof. noch deine Antwort hier sind hilfreich in so einer Runde. (Du hast ja noch die Fendt-Gemeinsamkeit mit H. v. Löwenstein. Das wäre die Antwort gewesen und schon wäre es 1:0 für dich gestanden 😉 Wieder mal sensibel, hm?

        1+

        • Bauer Willi sagt

          Bitte entspannen! Das war von mir ironisch gemeint. Vom Professor allerdings nicht, dass habe ich sowohl am Gesichtsausdruck als auch an der Tonlage gemerkt. Der war genervt.
          Bauer Willi

          0

  15. Lieber Bauer Willi, vielen Dank für Dein Engagement und Herzblut. Diskussionen und das offene Gespräch sind und bleiben wichtig. Schon alleine deshalb, dass sensibilisiert und informiert wird. Hoffentlich wird dadurch Eure Stimme und Erfahrung von Politik und Industrie mehr wahr genommen. Nochmal Danke! Und jetzt erstmal durchschnaufen und neue Puste holen 😉 das haben Sie sich verdient.

    0

  16. Was ich als Nichtlandwirt aber interisierter immer mehr merke ist das jeder Veränderungen herbeiführen will aber keiner so recht weiss wie. Ich glaube man muss einen Weg dazwischen finden. Rein bio geht nicht um die Weltbevölkerung zu ernähren. Wer konventionelle Landwirtschaft betreibt würde gerne Änderungen vornehmen kann aber nicht weil er finanziell mit den Rücken an der Wand steht. Ohne vernünftige Kompromisse wird es nicht gehen. Es ist auch keine Seite in der Lage der anderen zu sagen wie es gehen könnte. Da kann man mal sehen das selbst top Fachleute keine tragfähigen antworten geben können. Ich glaube das der Prozess noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

    0

    • Josef sagt

      Bio geht doch. Drei Viertel der weltweit erzeugten Lebensmittel werden von Kleinstbauern mit ein bis zwei Ha erzeugt. Diese sind zwar nicht biozertifiziert, wirtschaften aber so, schon weil ihnen das Geld für Agrarchemie und Kunstdünger fehlt. (Quelle: Weltagrarbericht) Mit Bio kann man allerdings nicht Fleisch zum Schleuderpreis erzeugen, so dass doppelt so viel konsumiert wird, als gesund wäre und man kann nicht 1/3 der Lebensmittel nicht für die Mülltonne erzeugen.

      3+

      • Bauer Willi sagt

        Einverstanden. Sie tun es aber nicht aus Überzeugung, sondern weil ihnen das Geld für andere Betriebsmittel (auch technische Hilfsmittel) schlichtweg fehlt. Die würden sich auch gerne einen Ein-Achs-Schlepper kaufen, um sich die Arbeit zu erleichtern.
        Bauer Willi

        0

        • Josef sagt

          Der Punkt ist, dass diese Art von landwirtschaft in der Lage ist, 3/4 der weltweiten Lebensmittel zu erzeugen. Es war übrigens auch in der DDR und in Russland so, dass die Kleinbauern auf ihren paar Quadratmetern einen wesentliche Beitrag zur Ernährung leisteten.

          0

          • bauerhans sagt

            „übrigens auch in der DDR“

            darüber weiss ich einiges zu erzählen.
            futtergetreide gabs z.b. gegen rübenhackverpflichtungen d.h. der mir persönlich bekannte traktorist hatte alle möglichen leute dazu überredet,ein kontingent rüben zu hacken,wofür er futtergetreide bekam und die leute ihren festagsbraten,der taxifahrer aus der stadt,der ein schwein haben wollte,musste z.b. einen ersatzmotor für den trabbi besorgen,der dann z.b. auch gegen dachpfannen eingetauscht wurde.
            wobei diese dinge offiziell alle mit den „aluchips“ bezahlt wurden.
            übrigens,der traktorist war für den pflanzenschutz zuständig und betanal hat er dann immer für seine futterrüben abgezweigt,indem er rückwärts übers feld gefahren ist.

            0

      • bauerhans sagt

        „Mit Bio kann man allerdings nicht Fleisch zum Schleuderpreis erzeugen, so dass doppelt so viel konsumiert wird, als gesund wäre und man kann nicht 1/3 der Lebensmittel nicht für die Mülltonne erzeugen.“

        coole begründung!
        konventionelle bauern produzieren zum billigpreis,weshalb der verbraucher zuviel isst und ein reichliches drittel weg wirft.
        und josefs biokühe sind glücklicher,toll!

        2+

        • Andreas Schmid sagt

          Meine nicht Bio-Kühe sind gerade auch glücklich. Die haben mein saftiges frisches Gras verschmäht, das ich ihnen gerade gebracht habe. Die sind geradewegs auf die Weide marschiert, als ich das Tor aufgemacht habe.

          0

        • Josef sagt

          Es geht gerade nicht darum, ob Biokühe glücklicher sind als andere. Wenn Argumente fehlen, dann eben persönlich und polemisch. Es ist doch offensichtlich, dass billige Lebensmittel leichter im Müll landen als teuerere.

          0

          • bauerhans sagt

            „dann eben persönlich und polemisch.“

            weder polemisch noch persönlich,einfach nur dahin geschrieben.

            0

          • Sabine sagt

            Bei uns landen die auf dem Müll, weil im Kampf um Marktanteilen kein Supermarkt sich traut mal ein Produkt nicht im Regal liegen zu haben. Es gibt eine ganze Industrie, die sich nur damit beschäftigt, welche Farbe, welches Licht, welches Gedudel im Hintergrund, welche Regalhöhe… mich ins Regal greifen lässt. Und die weiß, dass ich nur Zugreife, wenn wenigstens noch drei Bündel Möhren da liegen. Ein einziges Bündel Möhren bleibt liegen. Das ist so.
            Das mag zwar auch ein Wohlstandsproblem sein, aber anderswo auf der Welt wäre den Leuten schon geholfen, wenn die Transportwege sicher und die Transporte gut koordiniert wären.
            Und ich würde mir als deutscher Bauer nicht den Hunger in anderen Ländern ans Bein binden lassen.
            Hunger hat oft nichts damit zu tun wie angebaut wird, sondern ob der Anbau von Lebensmitteln überhaupt politisch gewollt ist. Die gerade aktuelle Hungersnot trifft mal wieder Ländern, wo Bürgerkrieg herrscht. Wenn die War Lords die Bauern nicht auf die Felder lassen, braucht es noch nicht mal eine Dürre, um die Leute hungern zu lassen.

            1+

  17. Schmeckt gut sagt

    Danke Willi, dass du den Blick in der Diskussion auf den Einzelbetrieb gelenkt. Global denken ist gut und schön, hilft uns aber nur in den seltensten Fällen beim Erhalt der Höfe.

    5+

    • Zenzi sagt

      @Schmeckt gut: „Danke Willi, dass du den Blick in der Diskussion auf den Einzelbetrieb gelenkt. Global denken ist gut und schön, hilft uns aber nur in den seltensten Fällen beim Erhalt der Höfe.“

      Das war aber nicht das Thema der Diskussion.
      Ist aber der Stil von Willi…

      1+

      • Schmeckt gut sagt

        So hab ich es aber nach den Ausführungen von Bauer Willi verstanden, dass alle anderen (aus dem Konvi-kritischen Lager) wieder hauptsächlich die globalen Verwerfungen (die zu kritisieren und zu verbessern sind) zum Thema machen wollten. Die Probleme vom Einzelbetrieb, der dann die Veränderungen umsetzen soll, werden ausgeblendet. Willi hat aber den Blick auf die hiesigen Höfe gelenkt – und die anderen Diskussionsteilnehmer hiermit mehr oder weniger genervt. Die Welternährung war das Thema und dieses wichtige Themna ist nur durch die weltweiten, landwirtschaftlichen Einzelbetriebe (und Familien) umsetzbar. In Deutschland wird diskutiert und hier müssen die Familien mitziehen, sonst funktioniert es nicht. Anscheinend ist das in vielen Köpfen noch nicht angekommen – auch in ihrem nicht liebe Zenzi.

        3+

      • Bauer Willi sagt

        Ja, das ist mein Stil: etwas Konkretes aus den vielen Diskussionen mitzunehmen, was mich, meine Berufskollegen und auch Bürgern/Konsumenten weiterbringt. Was bedeutet die Diskussion um Welternährung für uns als Landwirte. Hilfreich wären Lösungsansätze, die aber nicht konkretisiert wurden. Deshalb war ich unzufrieden.
        Nur am Rande: Ich kann den ganzen Quatsch hier auch sein lassen. Ist ja nicht so, dass ich sonst nichts zu tun hätte. Mach ich aber nicht… 😉

        Bauer Willi

        2+

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