Bauer Willi
Kommentare 127

Subventionen streichen

Mir als Bauer gehen die Diskussionen über die Subventionen gewaltig auf den Zeiger. Deshalb bin ich persönlich dafür, dass alle Subventionen für alle Landwirte in ganz Europa gestrichen werden. Und nicht nur die Subventionen, sondern auch alle Vorschriften und Auflagen, die sich mittlerweile zu einem bürokratischen Monster entwickelt haben, durch die selbst Fachleute kaum noch durchblicken. Einzige Bedingung: Alle Importe von Lebensmitteln, die nicht den europäischen Normen und Wünschen entsprechen (Bewirtschaftungsweise, Löhne, Sozial- und  Umweltstandards) werden an den europäischen Grenzen abgewiesen.

Wie das gehen kann?

In einem Zeitraum von z.B. 5 Jahren werden die Zahlungen jedes Jahr um 20% abgeschmolzen, gleichzeitig wird die Steuerbelastung für die Bürger Zug um Zug um den dann frei werdenden Betrag gesenkt. Jeder hätte mehr Geld in der Tasche, niemand muss mehr schimpfen.

Was könnte passieren?

Nach Bekanntgabe dieser Nachricht werden viele Landwirte europaweit überlegen, ob sie unter diesen Konditionen noch wirtschaftlich arbeiten können. Viele werden zu dem Entschluss kommen, dass dies nicht mehr der Fall ist und werden ihren Betrieb verpachten oder verkaufen. Schlagartig wird es ein großes Angebot an Flächen auf dem Markt geben. Ohne die flächenbezogenen Zahlungen werden sich die Preise entsprechend anpassen und fallen. Kaufen oder pachten werden nur noch diejenigen Betriebe, die niedrigste Stückkosten haben oder eine sehr lukrative Marktnische besetzen. Flächen, die eine niedrige Produktivität (Ertragslage) aufweisen, sind ohne Prämienzahlung nahezu unverkäuflich und werden nicht mehr bewirtschaftet. Dies wirkt sich nicht nur senkend auf das Angebot an Lebensmittel aus sondern ist auch positiv für die Biodiversität. Allerdings werden sich auch Bio-Betriebe fragen müssen, ob sie ohne staatliche Transferleistungen noch wettbewerbsfähig sind.

Importe nur mit Auflagen

Die Kontrolle der Importe auf Erfüllung der europäisch einheitlichen Normen wird eine bedeutende Rolle spielen. Da der europäische Bürger z.B. keine Gentechnik wünscht, werden Importe aus denjenigen Regionen der Welt, die mit Gentechnik arbeiten, deutlich eingeschränkt. Dies betrifft vor allem Soja und Mais aus Übersee.

Da aber auch Umwelt-, Lohn- und Sozialstandards überprüft werden, werden auch Importe von Obst, Gemüse, Blumen, Zierpflanzen, Kaffee, Kakao und anderen Kulturen deutlich eingeschränkt. Auch Palmöl wird betroffen sein, sofern es die Umweltstandards nicht einhalten kann. Für die Tierhaltung gilt all dies in gleicher Weise.

Da Europa eine Eiweiß-Lücke hat, werden Kulturen, die einen hohen Proteingehalt aufweisen, eine deutliche Wertsteigerung erfahren (z.B. Raps) Da bestimmte Aminosäuren (z.B. Lysin) knapp werden, könnte der Anbau von Soja in Europa lohnend werden. In jedem Falle wird sich auch die Fütterung von Kühen, Schweinen, Geflügel etc. auf die neuen Verhältnisse einstellen müssen.

Preisentwicklung für Lebensmittel

Es steht zu vermuten, dass die landwirtschaftlichen Produkte in Europa deutlich teurer werden. Da der Bürger aber durch die oben genannten Steuersenkungen entlastet wird, steht ihm mehr Geld für den Konsum zur Verfügung.

Was haltet ihr von dem Vorschlag? Das fragt euch

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 2.537 gesamt, 1 heute)

127 Kommentare

  1. „Alle Importe von Lebensmitteln, die nicht den europäischen Normen und Wünschen entsprechen (Bewirtschaftungsweise, Löhne, Sozial- und Umweltstandards) werden an den europäischen Grenzen abgewiesen. Da aber auch Umwelt-, Lohn- und Sozialstandards überprüft werden, werden auch Importe von Obst, Gemüse, Blumen, Zierpflanzen, Kaffee, Kakao und anderen Kulturen deutlich eingeschränkt. Auch Palmöl wird betroffen sein, sofern es die Umweltstandards nicht einhalten kann.“ Was heißt Lohnstandards. Wenn in Afrika oder Asien nun mal niedrigere Löhne gezahlt werden, dann können wir das deutsche Hochlohnniveau nicht zum Maß aller Dinge machen. Vor allem da es nicht mal in Deutschland ein einheitliches Lohnniveau gibt. Dieses Argument halte ich für eine gefährliche Augenwischerei. Und spätestens wenn man denn Deutschen den Kaffee drastisch verteuert, kommt es zur Revolution. siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeekrise_in_der_DDR Natürlich kann man in Vereinbarungen bestimmte Herstellungs- und Bewirtschaftungsstandards festsetzen. Ich zweifle aber, ob die Europäer wirklich so gegen die Gentechnik sind, wie immer behauptet wird. Im Zweifel ist es ihnen egal, Hauptsache die Lebensmittel sind bezahlbar. Und auch die herkömmliche Züchtung ist Gentechnik, nur mit längerer Zeit und mehr Fehlschlägen.

    0
  2. Josef sagt

    Subventionen streichen und alle Regelungen und Auflagen fallen weg……ein blöder Traum, und jeder kann dann Boden und Grundwasser schädigen wie er will ?

    3+
    • bauerhans sagt

      nur bauern wird permanent unterstellt,sie schädigten boden und grundwasser,bei alle anderen (verkehr,abwasseranlagen,erschliessungen) wird darüber hinweg gesehen.

      3+
    • Heinrich Graf sagt

      Lieber Josef,
      wie kommen Sie denn darauf, dass bei einem Wegfall von landwirtschaftlichen Subventionen und damit verbundenen Regelwerken die gesetzlichen Grundlagen zum Boden- und Wasserschutz wegfallen bzw. nicht mehr beachtet werden müssen?

      0
  3. Friedrich sagt

    @ Willi. Ich bin der Meinung, daß ohne Flächenprämien die Bauern besser dastehen werden, als mit. Auch habe ich Dir einmal eine Mail mit dem Text gesendet : Wer subventioniert eigentlich wen ? Unsere Politiker haben mit der Flächenprämie viele Verwaltungsstellen schaffen können , die ohne die Prämien wegfallen könnten. Reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme , die wir jetzt bei Vollbeschäftigung nicht mehr brauchen. Diese Stellen müßen nachhaltig in die Wirtschaft umgeleitet werden damit der Fachkräftemangel beseitigt wird. Bei kräftiger Durchforstung der öffentl. Verwaltung wären eh 50% der Stellen überflüssig. Gegenüber der Wirtschaft ist dort eh nur eine Effektivität von unter 50 % vorhanden. Deshalb haben wir auch so viele Politiker (rd.60%) in den Parlamenten , weil die alle in der Verwaltung unterfordert sind.

    3+
    • AdT sagt

      „Gegenüber der Wirtschaft ist dort eh nur eine Effektivität von unter 50 % vorhanden.“

      Jetzt wird aber kräftig über Verwaltungsangestellte und Beamte hergezogen. In der Schule jedenfalls gehörten Beamte der gehobenen und höheren Beamtenlaufbahn jedenfalls zu den Effektiven.

      Wie sich die Abschaffung der Subventionen auswirkt, kann ich momentan nicht überblicken. Die Aussage von Bauer Willi, „da der Bürger aber durch die oben genannten Steuersenkungen entlastet wird, steht ihm mehr Geld für den Konsum zur Verfügung,“ trifft jedenfalls nicht für Menschen mit geringerem Einkommen und/oder Kindern zu, da sie ohnehin wenig bis keine Steuern zahlen (sie bleiben schon auf ihren Spritkosten sitzen, da sie deshalb auch nichts von der Pendlerpauschale haben wie von sonstigem Werbungskostenansatz). Sie im Gegenzug zu Aufstockern zu machen, dürften die wenigsten als prickelnd empfinden.

      Die Abschaffung der Agrarsubventionen träfe am stärksten wohl Bauern und viele Normalverdiener im europäischen Süden und Osten. Die betreffenden Länder sollten erst mal ihren Staatshaushalt und Arbeitsmarkt in Ordnung bringen dürfen (wie das Merkel über die EU z.B. für Griechenland zu unterstützen versucht). Erst wenn das einigermaßen gelungen ist, könnten die GAP-Direktzahlungen angegangen werden. Sonst sprengt es das gemeinsame Friedens- und Freiheitsprojekt Europa.

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        “ Die Aussage von Bauer Willi, „da der Bürger aber durch die oben genannten Steuersenkungen entlastet wird, steht ihm mehr Geld für den Konsum zur Verfügung,“ trifft jedenfalls nicht für Menschen mit geringerem Einkommen und/oder Kindern zu, da sie ohnehin wenig bis keine Steuern zahlen (sie bleiben schon auf ihren Spritkosten sitzen, da sie deshalb auch nichts von der Pendlerpauschale haben wie von sonstigem Werbungskostenansatz). Sie im Gegenzug zu Aufstockern zu machen, dürften die wenigsten als prickelnd empfinden.“

        In der Tat, wer keine Steuern bezahlt, hat nichts von einer Senkung der Einkommensteuer, so ähnlich ist es auch beim Kindergeld, wer keine Kinder hat, bekommt kein Kindergeld.

        Das ist eindeutig eine Benachteiligung kinderloser Menschen. 😉

        0
        • AdT sagt

          Etwas beispielhafter: Außer Pendeln träfe dann auch Essen finanzschwächere Menschen ÜBERPROPORTIONAL zum Einkommensgefälle – darin liegt soziale Sprengkraft. Die Ärztin, die schon als Berufsanfängerin im Spitzensteuersatz hängt, was auch ein Unding ist!, würde richtigerweise steuerlich entlastet – die Krankenschwester aber kaum, müsste aber trotzdem mehr für Lebensmittel zahlen. Kindergeld ist für beide gleich. Das wäre ein gefundenes Fressen für Rot und Grün. Das wollen wir doch nicht!

          0
      • Heinrich Graf sagt

        Das es geht, quasi über Nacht Agrarsubventionen zu beenden, hat zumindest Neuseeland in den Achtziger Jahren bewiesen:
        http://www.stern.de/wirtschaft/news/bauern-neuseeland–ein-leben-ohne-agrarsubventionen-3900012.html

        Dort musste es allerdings fast bis zum Haushaltsnotstand kommen, so dass sich die neuseeländische Regierung dazu entschied. Heute will kein neuseeländischer Landwirt mehr zurück zum System mit Agrarsubventionen.
        Da können wir noch lange warten.

        0
  4. Paulus sagt

    Wenn ich es richtig verstanden habe, spricht Willi von den Subventionen die allein die Landwirtschaft betreffen. Mit der Betrachtung von Teilaspekten dürfte es aber nicht getan sein. Somit enden derartige Diskussionen schlicht im Nirwana.
    Selbst wenn man das gesamtwirtschaftliche System hinterfragt, dürfte dabei auch nicht mehr herauskommen.

    Subventionen, Erleichterungen, steuerliche Begünstigungen oder wie man es auch immer nennen mag, sind nach meiner Auffassung zumindest überwiegend notwendige Steuerungsinstrumente um das marktwirtschaftliche System überhaupt am Laufen zu halten. Gleichwohl vertrete ich die Auffassung, dass es einer Vereinfachung bedarf. Das betrifft aber nicht nur die Landwirtschaft.

    Ohne „ordnungspolitische“ Steuerung und Eingriffe kann ich mir nur vorstellen, dass allein der blanke Markt- und Sozialdarwinismus herrschen würde und das möchte ich nun wirklich nicht.
    Ich warte immer noch auf die großen Entwürfe unserer Wirtschafts- und Gesellschafts- bzw. Geisteswissenschaftler. Warum kommt da nur nichts?
    Um auf die Landwirtschaft zurückzukommen: Die Weisheiten und Ansichten irgendwelcher Studienabbrecher oder bärtiger Madonnendarsteller scheinen mir eher nicht zielführend zu sein. Das aber nur am Rande.

    4+
  5. Ich seh das so sagt

    Da bisher viele Subventionen (als Synonym für Föderungen, Ausgleichszahlungen etc.) der Landwirtschaft /den Bauern zugerechnet /angehängt werden, aber eigentlich Durchlaufposten = Quersubventionierungen für den Handel /die gewerbliche Wirtschaft sind, wäre es gerade im Fall der Bergbauernbetriebe ohnehin fairer, wenn jene die Bereiche, die den größten Nutzen aus der Bewirtschaftung dieser Gebiete ziehen (v.a. Tourismus) mal zeigen, was ihnen das Offenhalten der Landschaft wert ist.

    Der entscheidende Punkt, ob eine Abschaffung von Subventionen in der LW möglich sein kann, wird aber sicher daran liegen, ob ein Importregime aufgerichtet bzw. gegen zu erwartende Widerstände aufrecht erhalten werden kann, in dem sichergestellt ist, daß genau jene Standards, die hier gelten, eben auch für Importware gelten müssen – ohne Wenn und Aber.

    Übrigens interessanterweise etwas, was ja CETA-/TTIP- Gegner kürzlich der europäischen Landwirtschaft attestierten, nämlich, daß sie im internationalen Vergleich ohnehin die weitaus besseren Standards und Qualitäten vorweisen kann.

    Da ja mehrfach schon angeregt wurde, auch die Subventionen in anderen Bereichen gleich mit abzuschaffen, hier eine Aufstellung der 111 (!!!) unsinnigsten Subventionen. (N.B. diese obgleich lange so doch umso verblüffendere und lesenswerte Auflistung ist aus dem Jahre 2010; es könnte also sein, daß die Beträge (Summe: 35,29 MILLIARDEN) inzwischen höher sind. Vor allem lesenswert, weil man ja durch die veröffentlichte Meinung den Eindruck vermittelt hat, daß gleichsam sowieso nur Bauern Subventionen bekommen).
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/staatshilfen-die-111-unsinnigsten-subventionen/3452556.html?share=mail

    3+
  6. Ist auf alle Fälle eine Überlegung wert, vor allem kann der „Staat“ nicht mehr durch die Subventionen die Landwirtschaft beeinflussen und „lenken“!
    Man wird auch fast kein anderes Land mehr finden, dass den deutschen Standards das Wasser reichen kann!

    1+
  7. Friedrich sagt

    Ohne die Flächenprämien würde es allen Bauern nicht schlechter gehen. Zuerst würden die Pachten sinken , dann wäre die Prämie schon wieder neutra lisiert. Also die Prämie beträgt rd. 290 Euro/ha . Davon muß die Greeningprämie von 90 Euro abgezogen werden , da hierfür ja eine Zwischenfrucht oder ä. angebaut werden müßen und das kostet eben die 90 Euro/ha. Die 200 Euro/ha Pacht wäre dann die eigentliche Prämiensenkung. Entsprechend fallen die Pachten. Wenn dann die Kontrollen und gesetzl. Auflagen auf den Stand von 2000 zurück geführt werden ,haben die Bauern wieder mehr Luft zum atmen. In dem Zuge sollte auch die Agrardieselvergütung gestrichen werden und Diesel zum Heizölpreis für die Bauern zur Verfügung stehen .Das wäre dann eine Anpassung an unsere EU- Länder. Die großen Verlierer wären dann die ganzen Kontrollöre , Flugüberwacher, Landvermesser,Bürokraten usw. Das würde tausende Stellen kosten.Auch die Landverpächter müßten sich nach anderen Einkünften umsehen, denn die bekommen über die Pacht, ohne Arbeit , mehr Geld als die bäuerlichen Bewirtschafter. Durch die Prämie war der Bauer auch an bestimmte Früchte gebunden. Das würde sich dann ändern. Er könnte mal Grünland , mal Nachwachsende Rohstoffe , Gemüse usw. anbauen. Zeitliche Begrenzungen wären dann weg. Unwirtschaftliche Flächen , die nur wegen der Prämie geackert wurden , fallen dann sofort aus der Produktion. Die Geflügel- und Schweinehaltung hat nie Prämie bekommen
    und darf deshalb nicht bestraft werden indem dann Soyaimporte begrenzt werden. Z.Zt.
    wird in die EU rd. 12 Mill. Tonnen Soya importiert. Das wäre hier eine Fläche von mind. 4 Mill. Hektar. Auch in der EU ist diese Fläche so schnell nicht zu generieren. Dazu müßen auch erst einmal entspr. Soyasorten vorhanden sein. Insgesamt würde die EU-Getreideproduktion sinken ( 10- 20%). Export wäre dann kaum noch nötig. Strukturschwache Gebiete , wie Berg- ,Alm- Moor- gebiete usw. sind regional zu fördern, jedenfalls nicht zu Lasten der Landwirtschaft. Die Rahmenbedingungen für die Bauern müßen so sein , daß eine wirtschaftliche Bewirtschaftung der Höfe ohne Prämien im Wettbewerb möglich ist. Die Importe und Exporte sind entsprechend zu steuern. Das ganze würde viel weniger kosten , wie das jetzige System. Dann würde Neid und Mißgunst der VErgangenheit angehören.

    4+
    • Bauer Willi sagt

      Friedrich, Du hast es kapiert!!! (Die Idee zu diesem Artikel stammt übrigens von Dir…)
      Bauer Willi

      1+
    • bauerhans sagt

      „Ohne die Flächenprämien würde es allen Bauern nicht schlechter gehen..“

      aber der firma FENDT!

      0
    • Heinrich Graf sagt

      „Die Geflügel- und Schweinehaltung hat nie Prämie bekommen“

      Friedrich,
      das stimmt so nicht. Schweine- u. Geflügelstallneubauten, ob für Biobetriebe oder für konventionell wirtschaftende Betriebe wurden und werden, wie in der Rindviehhaltung auch, durch die Agrarinvestitionsförderung subventioniert. Allerdings sind dabei in der Regel baukostenerhöhende Auflagen z.B. zu mehr Tierwohl etc. verbunden.

      0
      • Josef sagt

        Die Geflügel- und Schweinehaltung ist auch weitgehend industriealisiert und der Verdrängungskampf ist noch nicht beendet. Wenn das Ziel eine Landwirtschaft wie in Nordamerika oder Australien sein soll, brauchen wir wirklich keine Subventionen mehr.

        0
        • bauerhans sagt

          „Nordamerika oder Australien“

          die werden staatlich unterstützt z.b. ernteausfallversicherung.

          0
  8. Zahn sagt

    sehr gute Idee, dann hört das auch auf mit den Subventionen von schwachsinnigen Ideen wie Biogasanlagen, dann gibt es keine mehr.

    3+
    • Inga sagt

      Warum sind Biogasanlagen schwachsinning?

      Sie haben doch eine Bedeutung bei den Regenerativen Energien

      und sie sind eventuel naturfreundliche rasl Winderergie, oder?
      ach die Subventinen dafür fallen dann ja auch weg, oder?

      0
  9. Schweinebauer Piet sagt

    Das ist ja ein starker Gedanke, wenn der hier noch mehr Zuspruch bekommt, wirst Du dann EU Kommissar Willi? ?

    0
    • Ich seh das so sagt

      Ich denke die Truppe wird er sich ersparen. Die würden bei seinem Arbeitstempo sofort ins Burn-out fallen. 🙂

      Andererseits: so eine Liste Kommissar „Bauer Willi“ ….. hätte was für sich

      0
    • Bauer Willi sagt

      Ja, drei Monate würde ich das machen und dann lebenslang das letzte Gehalt kassieren…

      Ach ne, geht doch nicht. Wer schreibt denn dann hier die Artikel??? 🙂
      Bauer Willi

      0
  10. gar nicht so schlecht di Idee. Wenn man mal die Gelder rausrechnet, die der Landwirtschaft zu gerechnet werden und mit dieser gar nichts zu tun haben sieht die Sache ganz anders aus. Was bekommen die Bauern wirklich für die Nahrungsmittelerzeugung ß Vor ein paar Monaten gabs im Bayrischen Fernsehen einen hoch interessanten Bericht zu dem Thema.

    3+
    • Inga sagt

      Ja,
      was Nestle und andere alles bekommen?
      Was machen danndie Reitervereine?

      Und wie sieht es dann mit Alois seiner Almwirtschaft aus?

      0
  11. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Da schließe ich mich ein. Veränderungen brauchen Mut und sie müssen politisch möglich sein. Aber welche Behörde kann dann weg? Robert Schirk hat Recht, das ganze ist schon arg festgefahren, auf allen Ebenen. Ein neuen Weg kann der Landwirt nur schwer umsetzen, da stehen Verordnungen und Gesetze im Weg.

    0
  12. Regine Diepold sagt

    Die Subventionen nützen doch in erster Linie dem Bürger weil Nahrungsmittel so deutlich günstiger abgegeben werden können. Wem täte man also mit dem Wegfall der Subventionen einen Gefallen? Der Natur nicht, den Bürgern nicht und den Landwirten auch nicht.

    0
  13. Super Vorschlag. Dazu käme noch, dass die Bioproduktion auch nicht mehr subventioniert wird und sich der Verbraucher an der Ladentheke ehrlich entscheiden müsste.

    0
  14. Richtig Subventionen braucht kein Mensch . Aber dann müssen ordentlich Preise für die Produkte erzielt werden können . Kanns ja nicht oder nur schwer . Wir hier an der Mosel betreiben Steillagen und steillstlagen, sind schon aufgrund der natürlichen Gegebenheiten benachteiligt ( steinige Böden , Geringerer Ertrag, wenig bis keine Mechanisierung und wenn dann kostet das richtig viel Geld ) die Mosel lebt komplett (direkt/indirekt ) vom Weinbau und dem Tourismus . Ohne Weinbau kommt kein Tourist . Somit hängen tausende Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Weinbau ab . Die Politik hat das erkannt nur reagieren sprich auch zahlen will keiner . Für ein überleben halte ich eine Subvention von ca 5000€ oder mehr/ ha realistisch .alles anderes ist nur Spielerei …..

    0
    • Wenn Importe nur noch möglich sind, wenn diese unseren Standards an Löhne, Sozialabgaben etc. einhalten, würde unsere Produkte massiv verteuern. Dann braucht es keine Subventionen mehr.

      2+
      • Paulus sagt

        Und was ist mit deinem Brotweizen, den die Buir-Bliesheimer nach Afrika verschifft? Wie passt das zusammen? Ich kann es nicht erkennen.

        0
  15. wenn die politik alle sozialen folgekosten übernimmt, kann man sofort alles streichen. ich fürchte aber, das wird um ein vielfaches teurer. was anderes wäre, die förderungen sinnvoller einzusetzen. da könnte man sich bis zur hälfte einsparen, ohne einen schaden für die landwirtschaft zu verursachen.

    1+
      • Heinrich Graf sagt

        „…Lebensmittel bleiben erschwinglich und das Volk ruhig…“

        Willi,
        bei uns sind die Lebensmittel nicht nur erschwinglich, sondern ich finde, dass sie zu billig sind. Trotzdem sind zahlreiche Verbraucher, die Gott und dem Landwirt sei Dank keine Hungersnöte am eigenen Leib erfahren haben, den Landwirten nicht dankbar, sondern unterstellen uns, dass wir die Umwelt belasten, Nutztiere quälen etc. Es ist doch ein Skandal für sich, dass in den sogenannten Industrieländern viel zu viele Lebensmittel verschwendet werden.
        http://www.proplanta.de/Agrar Lexikon/Lebensmittelverschwendung+-+Zahlen+udn+Fakten_ll1331734059.html

        Alles, was nicht ausreichend teuer genug ist, wird auch nicht hinreichend wertgeschätzt. Dieses „Übel“ liegt in erster Linie an der enormen und stetigen Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft, an immer noch relativ preiswerten Energien, die ja auch zur Nahrungsmittelerzeugung benötigt werden und nicht an den Agrarsubventionen.
        Bei einem Wegfall von Agrarsubventionen wird es in der EU nicht zu marginalen Verteuerungen bei Lebensmitteln kommen, wohl aber käme es zu einem verstärkten Strukturwandel in der Landwirtschaft, der durch die Agrarsubventionen „künstlich“ verzögert wird.

        0
    • Bauer Willi Stand landwirtschaftliche Subventionen ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden. Dann kann in Zukunft genug zum Essen kaufen. Und die Landwirte die angesichts des freien Marktes ihren Betrieb aufgeben mussten, können dank des Grundeinkommens und der Pachteinnahmen ihr Dasein in der Toskana geniessen.

      0
    • das sinnvolle einsetzen von fördermitteln scheitert daran, dass agrarpolitik von den großen gemacht wird, nicht für die, die sich am rand des überleben könnens bewegen.

      0
  16. Willi, ganz Deiner Meinung. So machen! Der Hartmann hat mal nichts zu meckern 😉

    Für unseren Betrieb als Bsp (Bioland, Milch, Markenware) wäre ich zuversichtlich (vor Hintergrund solcher Geschichte und eines steuerentlasteten Kunden) die Einbuße bei den EU-Zahlungen durch Preisaufschläge kompensieren zu können. Würde die Milch eben statt für 1,29€ dann vl für 1,49€ im Laden stehen (müssen).
    Zumal, wie richtig dargestellt, auch noch zusätzlich mit einer Pachtentlastung zu rechnen wäre (in meine o.g. Zahlen nicht eingepreist). Es wäre weniger Geld für Boden ansich (im Prinzip Zinseszins…), sondern wieder mehr mit echter Arbeit und Ideen zu verdienen.
    Wie gesagt, der Hintergrund, die Geschichte ansich, wie auch die Steuerentlastung müsste deutlich und breit beim Kunden ankommen. Nicht das gesparte Prämiengeld in mehr Militärausgaben und Politikerdiäten versenken…

    Was die Sache in unserem Fall noch vereinfachen würde: Ausländische Wettbewerber sind für unseren Nischenmarkt und den überzeugten Käufer ohnehin zweitrangig.
    Geht ja auch in Richtung deiner Idee: Standards festlegen und was anderes dann auch nicht billig in den betreffenden Markt reinlassen.

    EINZIGE ERGÄNZUNG: Es wären dann ALLE Zahlungen, die Lw an den Märkten vorbei erhält, so zu streichen! Nicht nur die EU-Ausgleichszahlungen, sondern z.B. auch die Gelder aus dem EEG an Biogasanlagen. Die Truppe erhält grob überschlagen und auf den Hektar umgelegt iwas zwischen 1.000 eher Richtung 2.000€ pro Hektar an ihrem eigentlichen Absatzmarkt vorbei (der „Normalbauer“, sogar ggf mit Bioaufschlag, liegt im Bereich von wenigen hunderten Euro). Eine Wettbewerbsverzerrung par excellence…

    1+
    • Kleiner Seitenblick: Man wirft uns Bios ja gerne mangelde Effiziens vor …
      Die „Erneuerbaren Energien“ kommen auf sogenannte Erntefaktoren (Energieinput zu Output) von maximal 1 : 3,5 …

      Im Vergleich dazu, deren konventionelle Konkurrenz: Ein „doofes“ Kohlekraftwerk kommt schon auf 1 : 30
      Ein Atomkraftwerk bisheriger Bauart auf 1 : 75
      Und Anlagen (DualFluid-/FlüssigsalzReaktoren), wie sie derzeit in China und Co (hauptsächlich eigentlich nur in Deutschland nicht…) angeschoben werden, sollen auf 1 : 2000(!) (ohne langstrahlenden Atommüll zu produzieren. Solchen sogar verwerten können!) kommen.

      Ob wir im Sinne des Fortschritts (dafür ist Energie immens wichtig. Da hängt alles dran! Von Medizin, über Verkehr bis zukünftig Trinkwasser- und Rohstoffgewinnung aus Meerwasser (Japan kann sogar schon das natürlich im Wasser vorkommende Uran gewinnen)) ob wir da mit dem EEG, Energieverteuerung, Verteufelung(!?) auf dem richtigen Weg sind?
      Der Rest der Welt folgt (von vernünftigen Insellösungen und vl Verwertung von Abfällen/Sekundärrohstoffen abgesehen) nicht wirklich…

      Wer sich für die verschiedenen(!) Formen der Energiegewinnung aus Kernkraft (übrigens die Energiegewinnung mit dem geringsten Impakt auf die Natur … u.a. tatsächlich CO2 neutral!) interessiert: (wird hier sehr gut erklärt. Ist auch die wesentliche Quelle meiner Info s.o.)

      Auch eindrucksvoll, wie hier die „Chancen“ dieser Multi-Milliardeninvest gesehen (und durchgerechnet!) werden:


      0
      • bauerhans sagt

        kernkraft ist bei uns in D sehr sehr negativ besetzt!!
        schliesslich kommt der strom aus der steckdose und im internet kann ich mir jeder zeit nen ökologisch korrekten anbieter suchen.

        0
  17. Nachdem man in NEUSEELAND alle SUBVERNTIONEN gestrichen hatte, blähte alles auf – SUBVENTIONEN für jeden der jammert, sind der UNTERGANG !

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es wird schwer sein, die neuseeländischen Reformen auf die EU zu übertragen. Zum einen hat Neuseeland einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil durch das ganzjährig gemäßigte Klima, das es erlaubt, Nutztiere das ganze Jahr auf den Weiden zu belassen. Zum anderen ist die Agrarwirtschaft nicht so hochkomplex wie
      die der EU.

      Der Übergang zur totalen Marktwirtschaft hatte damals vielen Bauern arg zugesetzt. Sie haben keine Zukunft mehr gesehen und ihr Land verkauft, selbst Höfe mit 4000 Schafe sahen keine Zukunft mehr.

      Fachleute rechnen heute, dass es eine Herde von 5000 Schafen oder 1500 bis 2000 Milchkühe braucht, damit eine Bauernfamilie finanziell überleben kann, bei uns fantasiert man von den sogenannten bäuerlichen Familienbetrieben, mit 20 Kühen und 30 Hühnern.

      Bei einer Kältewelle im September des Jahres 2002 sind 750.000 Lämmer auf der Südinsel erfroren. Man Stelle sich mal das bei uns vor, was wären die deutschen Landwirte für „Tiermörder“, aber das ist halt subventionlose Landwirtschaft, da ist für Sentimentalitäten kein Platz.

      1+
  18. Bauer Willi, wie wollen Sie mit einer Subventionsdebatte die Akzeptanz unserer Landwirtschaft in der Gesellschaft erhoehen? Ich habe nicht gedacht, dass unrealistische Lösungsvorschläge a la Populisten auf Ihrem Blog zu lesen sein werden. Ok, die Debatte ist nicht neu, aber die Vorschläge, seien Sie machen, stellen die Entwicklung der nachhaltigen Landwirtschaft bei uns total infrage. Subventionen sind negativ besetzt, natürlich, aber sie sind Steuerungsinstrumente. Ich betrachte einen Teil auch als Honorar für die Leistungen der Landwirte für die Pflege der Landschaft, usw. Aber meine Kritik ist noch grundsaetzlicher: warum nur die Zahlungen an die Landwirtschaft zur Entlastung der Bürger infrage stellen, was ist mit Elektroautos, Energiewende, Theater usw? Zuviel Bürokratie für Subventionen aber Abschottung gegen bestimmte Produkte führt zu viel Bürokratie wenn man rechtlich auf sicheren Grund bleiben will! Was geschieht mit unseren Exporten- brauchen wir nicht, oder? Der Gipfel ist aber dass ohne Leistungen aus den öffentlichen Mitteln, Kleinbetriebe gleich aufgeben koennten (Hoerte, im Allgäu gibt es nur Einen für den das nicht gilt) und die Großen dann machen können was sie wollen, keine Maßnahmen aus der zweiten Säule mehr. Ausgerechnet dies stellen Sie in Frage zu stellen, nachdem die Landwirte großartig auf die Förderung von mehr Greening reagiert haben!? Was Sie für die moderne Landwirtschaft tun wollen ist mir von jetzt an ein Rätsel.

    2+
    • Herr Kraus, ich empfehle Ihnen dringend das Studium des Buches „SAUEREI“ von einem gewissen Bauer Willi. Ich weiß nicht, ob Sie praktischer Landwirt sind. Wenn ich Ihre Argumentationskette hier lese, scheint mir das nicht der Fall zu sein. Und ja, natürlich ist der Artikel provokant und er soll zur Diskussion anregen. Was Sie in Ihrer Arumentation offensichtlich übersehen haben, ist die Bedingung, unter der die Subventionen wegfallen könnten: Importe sind nur dann noch erlaubt, wenn diese unseren Standards entsprechen. Vielleicht denken Sie darüber noch mal nach…

      0
    • Plump, die Werbung für Ihr Buch! Werde ich nicht lesen!Meines Erachtens ist das einfach nicht realistisch. Es geht natürlich gegen bestimmte Importe wie Soja aus Brasilien und USA, Steakfleisch aus USA. Klar, Nachtigall … Aber wie wollen Sie Gemuese, Obst usw aus dem Ausland abhalten, wenn wir gar keinen inländischen Ersatz haben, die Produktion aber nicht nach unseren (derzeitigen) Standards läuft? Handelsbarrieren- siehe Rechtspopulisten? Russland hat genau dies bei unserm Schweinefleisch gemacht, Standards irreal hochgedreht, kein Import, der russische Verbraucher zahlt derzeit die Rechnung und unsere Schweinefleisch geht mittlerweile nach China und Korea. Sie glauben, dass alle die politischen deutschen Standards erfüllen wollen. Usw. Um das Thema diskutieren zu wollen, müssen Sie aus der populistischen Negativdiskussion und Diskreditierung von Subvention = Fehlinvestition= Lobby=Korruption heraus.

      1+
    • Anton Kraus Sehen Sie, Herr Kraus, das ist doch mal eine vernünftige Aussage. Und damit meine ich jetzt nicht den Begriff „plump“. Sondern dass der Wegfall der Subventionen nicht nur dazu führen würde, dass es bestimmte Produkte nicht mehr zu kaufen gibt und das alle anderen Produkte irrsinnig teuer würden. Dann würde der Verbraucher in der Tat eine hohe Rechnung bezahlen und sich die Subventionen wieder zurückwünschen. Verstehen Sie jetzt den Sinn dieses Artikels? Ich führe keine populistische Negativdiskussion sondern möchte dem Bürger die Sinnhaftigkeit der derzeitigen Subventionen vor Auge führen.

      1+
  19. Da stellt sich mir die Frage: Es gibt dann keine Kürzungen mehr bei Verstößen. Weil es gibt ja keine Zahlungen mehr die gekürzt werden können. Wie soll der Staat seine Interessen durchsetzen? Per Strafbefehl?

    1+
  20. Schöne Idee, leider wird sich die Politik darauf niemals einlassen, denn sie würde unmittelbar den direkten Zugriff auf die Landwirtschaft mit allen Drangsalierungs- und Regulierungsmöglichkeiten verlieren. Die ganze EU ist doch um die gemeinsame Landwirtschaftspolitik herum entstanden und aufgebaut worden – ohne dies würde sie zerbrechen…

    3+
  21. Bruddler sagt

    Schöne Idee, leider wird sich die Politik darauf niemals einlassen, denn sie würde unmittelbar den direkten Zugriff auf die Landwirtschaft mit allen Drangsalierungs- und Regulierungsmöglichkeiten verlieren. Die ganze EU ist doch um die gemeinsame Landwirtschaftspolitik herum entstanden und aufgebaut worden – ohne dies würde sie zerbrechen…

    0
  22. I had a dream……. fordere ich schon lange. Hat bestimmt auch ein paar Haken. Aber irgendwas ist immer. (freier Bauer auf freier Scholle …das wär was….gabs aber noch nie)

    0
  23. Ich bin auch dafür die Subventionen zu Streich, und im gleichem Zug uns auch von überflüssigen Regelungen zu befreien. Denn es ist doch eine Schande, das obwohl wir hart arbeiten, wie ein Sozialhilfe Empfänger leben. Ich meine damit, das wir doch nur noch mit der Stütze (den Ausgleichszahlungen) überleben. Im Gegenzug müssen dann natürlich auch die Preise steigen, und wir müssen vor subventionierter Ware aus dem Ausland geschützt werden. Denn nicht nur in der EU der die Agrarprodukte gestützt, um Lebensmittel „Billig“ zu halten.

    1+
  24. Komisch, das niemand die daraus folgenden Preiserhöhungen anspricht. Letztlich sind Subventionen auch eine ‚Verbilligung‘ für den Endverbraucher.

    1+
    • Das sehe ich auch so Uwe. Die Lebensmittel würden teurer, die Vielfalt geringer und am stärksten Treffen würde es die unteren Einkommenssituation. Bei uns im Berggebiet (Ö, Salzburger Land) hätten wir in 1 – 2 Generationen Wald (wir kennen das Problem von den Almen) was sich äußerst negativ auf den Tourismus auswirken würde. Wenn also Landwirtschaft und Tourismus rückläufig sind, kann man Berggebiete zusperren und zwischen Wien, München und Venedig einen großen Nationalpark einrichten 😉
      (Es sind noch mehrere Volkswirtschaftliche Auswirkungen zu bedenken aber das würde wohl den Rahmen sprengen).

      0
  25. Letztendlich würde das bedeuten, der ungeregelte Markt soll alles regeln. Ich zweifle ob das wirklich funktioniert. Vor allem in den Bereich, wo der Boden nicht so ertragreich ist, wird die Landwirtschaft aussterben. Die Flächen werden, wenn keine Alternativnutzungen erfolgen entweder verwahrlosen oder verbuschen. Im Grunde würden dann ganze Landschaften von der Landkarte verschwinden. Oder der Bauer der mit den Billigproduzenten mit den besseren Böden und Standorten nicht mehr mithalten kann, pflastert dann seine Flächen mit Windräder oder Solarpanels. Ja auch das wäre dann eine Alternative für den Bauern. Wenn er merkt, dass er mit Mais für Biogas oder Rapsöl oder auch irgendeiner anderen Pflanze die er zur Energiegewinnung verbrennt, Solarpanels oder Windrädern mehr Gewinn auf seiner Fläche macht, dann wird er darauf umsteigen. Der Bauer macht dann Landwirtschaft in dem Sinne, in dem er aus dem Land Wirtschaft macht. Kann man machen, könnte jedoch zur Folge haben, dass wir nicht mehr genügend Flächen für Nahrungsmittel haben. Die könnten dann vielleicht auf anderen Flächen zu besseren Preisen produziert werden, aber wer weiß. Es gibt immer was lukrativeres. Agrarkonzerne mit den entsprechenden finanziellen Ressourcen kaufen dann im großen Stil Land auf und können dann mit effektiven Produktionsmethoden (GPS-gesteuerten Traktoren, computerisierten und automatisierten Großställen) dafür sorgen, dass durch niedrige Preise die kleinen Bauern einfach dem Preisdruck nicht standhalten können. Die werden dann vielleicht als letzte Tat noch ihr Land an so einen Konzern verkaufen und sich mit dem Geld ein Häuschen in der Toskana bauen. Der Bauernstand ist dann praktisch tot. Wer dann noch im kleinen Rahmen Landwirtschaft betreibt, macht das als Hobby.

    3+
    • bauerhans sagt

      „Agrarkonzerne mit den entsprechenden finanziellen Ressourcen kaufen dann im großen Stil Land auf“

      industriekonzerne machen das jetzt schon bzw. pachten land zu höchstpreisen im osten und die altpächter gucken in die röhre.

      0
  26. Willi, mit diesem Programm gehörst Du an die Spitze der europäischen Kommission oder mindestens ins Bundeskanzleramt! Dafür gibt es jede Menge Zustimmung und in Zukunft auch politische Mehrheiten, weil allen dämmert, dass die Lage mit kleinkarierten Einzelmaßnahmen und Förderung und Beihilfen mit der Gießkanne nur immer verfahrener wird und alle in Abhängigkeit bringt. Das nützt der Obrigkeit, aber nicht dem Volk. Was kann man tun, um Dein persönliches Programm zu unterstützen?

    4+
  27. Christian sagt

    Die Subventionen abschaffen und dadurch aus dem Bürokratiedschungel entkommen? Gerne!
    Eine Steigerung der Lebensmittelpreise nur durch eine Einfuhrbeschränkung halte ich für unrealistisch, weil wir Europäer doch zu viele Lebendmittel produzieren. Somit würden wir uns innerhalb der EU also die Preise weiterhin „kaputt“ machen.
    Außerdem wäre dies ein riesengroßer und nicht mehr gut zu machender Einschnitt in die freie Marktwirtschaft, ähnlich Trumps Vorstellungen um Amerika wieder „Great Again“ zu machen. Und was passiert dann mit unseren Exporten? Erheben wir dann trotzdem den Anspruch weiter unsere Lebensmittel in alle Welt zu exportieren? Ich denke das wird kein Land der Welt mitmachen .
    Eine Politik der Abschottung nimmt der einer wachsenden Weltbevölkerung die Chance am westlichen Wohlstand teilzuhaben.

    1+
    • Europa produziert derzeit vielleicht zu viele Lebensmittel, aber nur aufgrund entsprechender Protein-Importe. Wenn Europa die eigene Proteinversorgung selbst übernehmen müsste, hätte die Landwirtschaft sehr viel zu tun und für Subventionsbrachen wären keine Flächen übrig.

      0
  28. Den Vorschlag hatte ich doch auch schon mal aufgegriffen. Klare Standards für in Europa produzierte Lebensmittel. Keine Importe die außerhalb produziert werden die nicht europäischen Standards entsprechen. Dann könnt man sich den ganzen Zirkus mit den Anträgen usw. Parken. Das wäre für den Landwirt eine enorme Arbeitserleichterung und er könnte wieder das sein was er will. Bauer sein. Mich würde mal interisieren warum das nicht gehen sollte. Leben die im europächen Rat unter der Nummer Arbeit kriegen ist nicht schwer aber Arbeit zu behalten ist schwer.

    0
  29. bauerhans sagt

    warum wird immer wieder der begriff SUBVENTION gebraucht?!
    subvention bedeuted zuwendung ohne gegenleistung!
    wir müssen aber doch die CROSS COMPLIANCE bestimmungen einhalten.
    andererseits gibts jetzt viele möglichkeiten z.b. VIELFÄLTIGE FRUCHTFOLGEN oder VERTRAGSNATURSCHUTZ wo wir verpflichtungen übernehmen,die uns vergütet werden.
    dass alle zahlungen und kontrollen eingestellt werden könnten,glaube ich nicht,weil gerade wir in D seit friederich dem grossen einen ausgeklügelten beamtenapparat haben,der sicherlich auch zu unserer weltweit einmaligen wirtschaftskraft beigetragen hat.

    1+
    • AdT sagt

      Ja, die Stein-Hardenberg`sche Reformen in der Verwaltung! Wir sind ja auch Exportweltmeister im Verwaltungsverfahrensrecht (auch im Strafrecht und vor allem im Zivilrecht –> Japan, Osteuropa nach dem eisernen Vorhang)! 🙂

      0
  30. Neulich hast Du in einem Artikel gesagt, dass Du nichts dagegen hättest, Angestellter beim Staat zu sein. Damit wärst Du doch sozusagen vollsubventioniert. Wie passt das jetzt mit diesem Artikel zusammen?

    0
  31. Dies würde das sofortige Ende der Landwirtschaft im Berggebiet bedeuten und der dortige ländliche Raum wäre für immer verloren. Dies kann auch keine Antwort auf die Probleme der Landwirtschaft sein.

    2+
    • Natürlich werde Wahlen nicht im ländlichen Raum gewonnen und damit ist das politische Interesse für diesen Lebensraum gering. Aber gerade die kleinen Bauerhöfe erhöhen die Artenvielfalt. Geht die Kuh kommt der Wald! (Interesse Tourismus?)

      1+
    • „Nur“ die Betroffenen. Aber wo fängt man an, wo hört man auf? Der ländlichen Raum lebt vermehrt von Tourismus und der jetzigen Kulturlandschaft. Die bleibt ja auch, entwickelt sich aber zur Wildnis. Bei unserem Sicherheitsbedürfnis wäre das nur durch rigorose Unterschutzstellung möglich. Ist das einmal passiert, haben es Nischenlandnutzer schwer sich zu behaupten oder etwas zu vergrößern. Da fehlt Akzeptanz. Die könnte dann wieder kommen, wenn die Nachfrage nach Lebensmitteln bei 9 Mrd. Menschen steigt, oder auch nicht. Oder wir zu sehr abhängig werden von Importen. Sehr, sehr komplex.

      0
    • Aufforstung ist Kultur! Wildnis wäre Natur. Aber ja, der Ursprung unseres Landes ist Wald. Und die Kulturlandschaft bleibt dort, wo weiter gewirtschaftet werden darf. Die Waldflächen nehmen zu, aber wäre das Staats- oder Privatwald?

      0
    • Das funktioniert aber nur, wenn der Preis für das Holz auch stimmt. Beim Wald kommt aber dazu, dass man einen langen Atem braucht. Bei einem Umtriebsalter von mindestens 60-80 Jahren bei Fichten, Buchen & Birken ist dann derjenige der die Bäume angepflanzt hat schon längst tot, wenn sie geerntet werden. Und wie dann die Preise sind… Bis es soweit ist, ist der ehemalige Land- und zukünftige Forstwirt wahrscheinlich pleite.

      0
    • Thomas Köhler Den Haupterwerb wird natürlich außerhalb der Landwirtschaft zu suchen sein. Da die ehemaligen Landwirte das arbeiten gewohnt und flexibel sind mache ich mir um sie keine Sorgen. Der Preis für Holz stimmt schon lange nicht mehr, Preise wie vor 30 Jahren. Aber welchen Ertrag soll man sonst erwirtschaften? Grundsteuer und Versicherungsbeiträge bleiben ja.

      0
    • Gerhard Neunegger Die Frage ist halt, ob es genug Arbeit gibt oder ob die Bauern nicht in die nächste Stadt abwandern und der ländliche Raum noch mehr Menschen verliert. Die Waldbewirtschaftung kann man auch von Unternehmen machen lassen. Im Grunde muss man sich dann nicht mehr um seinen Besitz kümmern, kann in der Stadt mehr oder weniger gut leben und hat durch den Wald ein wenig Zubrot und erinnert sich an die Vergangenheit als Bauernfamilie. Aber es könnte natürlich auch anders kommen. Statt Subventionen an die Bauern zu geben, erhalten dann Landschaftspflegeverbände entsprechende Zuschüsse und sorgen dann für eine entsprechende Beweidung und Bewirtschaftung der Bergwiesen. Das dann aber nicht mehr unter der Rubrik „Landwirtschaft“ sondern unter der Rubrik „Landschaftspflege“ und die Subventionen gehen nicht mehr an die Bauern sondern an entsprechende Vereine.

      0
    • Dann können wir gleich das System beibehalten und die Bauern bewirtschaften ihre Höfe selbst und produzieren wertvolle Lebensmittel! Das ist mir das Liebste!

      0
    • Gerhard Neunegger Gesunde Lebensmittel mit nachvollziehbarem Entstehungsweg sind bereits jetzt Mangelware. Der anwachsenden Käuferschicht mit einem Monatseinkommen über 10000€ ist der Preis ziemlich egal. Die notwendigen Rahmenbedingungen für diese Hersteller werden durch die Nahrungsmittelkonzerne und ihrer Handlanger im Politik-Zerwaltungs-Milieu noch verweigert.

      1+
      • rebecca sagt

        Das gibts schon noch. Allerdings nicht im Supermarkt, sondern bei den kleinen Direktvermarktern

        0
    • Werden die veröffentlichten Depopulations- und Bevölkerungsaustauschpläne umgesetzt, wird der „arme Teil“ (ca. 80%) wegebeamt. Die Armut soll ja bis 2030 nicht mehr existieren. Die Chancen für eine Umsetzung der Vorhababen stehen nicht schlecht, denn bisher wissen nur wenige von den bereits jetzt stattfindenden Aktionen. Der übrigiggebliebene Teil kann sich dann gute Lebensmittel leisten.

      0
  32. Thomas Köhler sagt

    Letztendlich würde das bedeuten, der ungeregelte Markt so alles regeln. Ich zweifle ob das wirklich funktioniert. Vor allem in den Bereich, wo der Boden nicht so ertragreich ist, wird die Landwirtschaft aussterben. Die Flächen werden, wenn keine Alternativnutzungen erfolgen entweder verwahrlosen oder verbuschen. Im Grunde würden dann ganze Landschaften von der Landkarte verschwinden. Oder der Bauer der mit den Billigproduzenten mit den besseren Böden und Standorten nicht mehr mithalten kann, pflastert dann seine Flächen mit Windräder oder Solarpanels. Ja auch das wäre dann eine Alternative für den Bauern. Wenn er merkt, dass er mit Mais für Biogas oder Rapsöl oder auch irgendeiner anderen Pflanze die er zur Energiegewinnung verbrennt, Solarpanels oder Windrädern mehr Gewinn auf seiner Fläche macht, dann wird er darauf umsteigen. Der Bauer macht dann Landwirtschaft in dem Sinne, in dem er aus dem Land Wirtschaft macht. Kann man machen, könnte jedoch zur Folge haben, dass wir nicht mehr genügend Flächen für Nahrungsmittel haben. Die könnten dann vielleicht auf anderen Flächen zu besseren Preisen produziert werden, aber wer weiß. Es gibt immer was lukrativeres.

    0
    • rebecca sagt

      Für Bauer Will, bekennender Fan der FDP und die FDP wäre der ungeregelte Markt doch der Himmel auf Erden. Zumindest so lange bis er die negativen Folgen selber spürt. Vermutlich schreibt er dann wieder ein Buch Sauerei 2 oder so.

      1+
    • Claudia sagt

      Ja genau , was soll mit den vielen Beamten in der EU und den Ländern passieren ? die hättest Du ,lieber Bauer Willi ,dann auf dem Gewissen –

      1+
  33. Moin Willi,

    Das Thema hab ich bei vier Veranstaltung öffentlich angesprochen. Beim Bauernverband, Agravis Hauptversammlung, Grünlandtag der Grünen und Kommunalpolitik. Alle Politiker sagen, die Regelungen werden bleiben. Aber alle waren sich einig, besonders die Bauern: Sie wollen mit Lebensmitteln und Ackerfrüchten ihr Auskommen verdienen. Vielleicht auch mit Dienstleistungen. Aber die Funktionen sollte dann z.B. der Tourismus Verband oder das Wasserverband ausgleichen. Wir geben die Direktzahlungen an die Grundstückseigentümer weiter. Alle Bauern und Bewirtschafter müssen sie durchreichen. Wenn es um ein ländliche Strukturstützung geht, dann sollte man vielleicht überlegen, ob der Eigentümer direkt den Förderantrag stellt.

    0
  34. Klingt verlockend, zu einem Bürokratie-Abbau würde es aber nicht führen: Vorschriften und Gesetze würde es ja weiterhin geben (müssen). Auch viele andere Branchen in Deutschland/Europa, die nicht subventioniert werden, müssen​ eine ganze Menge an Regularien einhalten. Einen direkten Zusammenhang​ mit Subventionen gibt es nicht unbedingt.
    Gut finde ich aber die Idee Produkte, die nicht unseren Standards entsprechen, an der Grenze passend zu besteuern o.ä.

    1+
  35. Das wäre der Tot für die Ökologische Landwirtschaft und der Tot für die vielen geförderten Schwarzarbeiter die nur noch Landwirtschaft neben bei machen um Subventionen zu kassieren!

    1+
  36. Bauer Willi ich würde dich zum Bundeskanzler wählen. Du hast gute Ideen und denkst einfach. Du bräuchtest aber ein paar vernünftige Mitstreiter. Liebe Grüße Thomas

    1+
    • Ich seh das so sagt

      Wie man liest, sucht die SPD einen neuen „Gottkanzler“, der sie ins Bundeskanzleramt bringen könnte. Aber ob die dort auch einen mit Weitblick brauchen möchten ????
      Wie wär´s wie aktuell in Österreich: Liste „Bauer Willi“ – der soziale Demokrat 🙂

      0
  37. Weniger oder keine Subventionen bedeutet weniger Geld im ländlichen Raum.
    Bedeutet auch eine Reduzierung der Pachtpreise.
    Bedeutet auch eine Wertminderung der Eigentumsflächen.
    Bedeutet auch eine geringere Kredit Würdigkeit.

    Grundsätzlich könnte der Bauer damit leben, denn viele andere würden „wirklich“ noch mehr Geld verlieren.

    Aber der Weg dorthin, das werden viele Bauern nicht überstehen.

    1+
    • Wo wird bitte noch weniger Pacht bezahlt als es dierektzahlungen gibt? Die Flächen möchte ich gern kennen……. und dann noch von heutig reden…… vielleicht bei Naturschutzflächen aber Fassung dann auch keine hochwertigen Weide Flächen!

      0
    • Pachtpreise sind davon abhängig, wie viele Pachtinteressenten wie dringend die Fläche benötigen. Pachtpreise sind in den letzten Jahren in sehr vielen Regionen extrem in die Höhe gegangen. Was nur mit dem Gerangel um Land zu tun hat, nicht mit Subventionen. Subventionen senken DIREKT die Verkaufspreise landwirtschaftlicher Produkte. Ob der Erlös den man von der Bewirtschaftung einer Fläche erzielen kann nur durch Marktpreiserlöse oder auch durch Subventionen zusammen kommt, ist für den Pachtpreis nicht wichtig. Das gleiche gilt für das „Geld im ländlichen Raum“ – dass Subventionen für mehr Geld im ländlichen Raum sorgen, das ist ein Ammenmärchen.

      1+
    • rebecca sagt

      Zu bedenken wäre auch das Europa einen Exportüberschuss erwirtschaftet. Was bei den Ländern mit einem Defizit nicht Quell der Freude ist.

      Wie es der Zufall will, exportieren diese Länder Lebensmittel in die EU. Werden die abgewiesen steigert das den EU Exportüberschuss weiter.

      Das wird die betreffenden Länder veranlassen den Import Europäischer Waren zu beschränken, da Handel keine einseitige Sache ist. Was das für die europäische Industrie bedeutet dürfte klar sein.

      0
    • Jan Mangelsen Bei uns ! Wir bezahlen 100 Euro / Hektar uns keinen cent mehr. Wir Landwirte sind uns auch einig,das es dabei bleibt .Ich arbeite nicht ,gerne Umsonst. !

      0
  38. Wir währen nicht mehr Erpressbar. Den Rest regelt der Markt.Der Verbraucher zahlt halt im Laden 1/4-1/2 mehr Geld an der Kasse. Die hälfte der Mitarbeiter vom Landwirtschaftsamt bleibt zu Hause. Auf den qm die Fläche kontrollieren,das können die eh nicht. Auch ihr GPS hat Abweichungen. Sie sagen,auf jede Seite mind. 90 cm. Somit würde das Landwirtschaftsamt bei einem Prozess den Kürzeren ziehen. Nur,läßt sich der Kontrollierte alles gefallen !

    0
  39. Ich sehe das genau so. Die Subventionen Europaweit streichen Steuer senken Bürokraten entlassen und mal schauen wie sich die Lebensmittelpreise entwickeln.
    Wird auf jeden Fall ein interessantes Experiment.
    1933 konnten sich die Menschen auch nichts mehr zu essen leisten was draus geworden ist wissen wir.
    EINE VOLKSWIRTSCHAFT DIE IHRE LANDWIRTSCHFT NICHT TRÄGT WIRD AUF KURZ ODER LANG UNTERGEHEN.

    2+
  40. Wir (Binnenfischerei)beziehen keine Subventionen, möglich wäre das, aber der zeitliche Aufwand und die Auflagen machen es uninteressant. Der Vorschlag ist an sich gut. Subventionen erhalten viele, die fest damit rechnen, mit LW gar nichts zu tun haben (Naturschutz), der Fachkräftemangel könnte durch plötzlich frei werdene Kontrollstellen abgemildert werden, müssten Umschulungen angeboten werden. Ein kleiner Teil müsste natürlich die Importe überprüfen. Vielleicht kommt es so ganz schnell, die Folgen des Brexit kommen ja erst noch. Natürlich wird sich die Landschaft deutlich verändern, besonders in schwierigen Lagen, aber die Gesellschaft und Politik schreit ja regelrecht nach Wildnis. Es wäre eine mutige Entscheidung aber mit sehr komplexen Folgen. Ob die Politik dafür Lösungen parat hat bezweifele ich allerdings, die haben jetzt schon keinen Plan bei Biber, Otter, Wolf & Co.. Und wenn die NABUs auch kein Geld bekommen, muss richtig gearbeitet werden, da haben viele dann zwei Linke.

    3+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Natürlich wird sich die Landschaft deutlich verändern, besonders in schwierigen Lagen, aber die Gesellschaft und Politik schreit ja regelrecht nach Wildnis.“

      Am Westrand des Schwarzwaldes, in mitten einer Feriengegend haben wir bereits solch eine Wildnis. Erst jetzt haben die Schreier erkannt, dass diese Wildnis nicht das Gelbe vom Ei ist. Nun zieht man die Daumenschrauben bei den Besitzern an, manchmal werden auch Weidegenossenschaften gegründet, bei denen der Stall zu 100% aus Steuergeldern bezahlt wird.

      Da waren noch Zeiten, wo man den Bauern das ewige Jammern vorwerfen konnte.

      1+
  41. Das sich die Biodiversität auf Flächen erhöht die wenig landwirtschaftlichen Ertrag bringen ist falsch. Das sind Erkenntnisse aus dem Biosphärenreservat Rhön. Die größte Artenvielfalt stellt sich ein wenn der erste Schnitt Ende Juni durchgeführt wird und im Anschluss, ab August eine leichte Beweidung durchgeführt wird.

    2+
  42. Werden dann auch die Subvetionen in der Industrie eingestellt????
    JA, was wäre wen alle Subventionen eingestllt werden????

    6+
  43. Seh ich auch so, das die Politik das nicht abschaffen wird weil sie so keine Daumenschrauben mehr bei den Landwirten hätten. So schade das ist

    1+
  44. Klemens sagt

    Auch mir gehen die Vorwürfe der Subventionen gewaltig auf den Nerv sind sie doch nur noch Arbeitsbeschaffungsmasnahmen für Bürokraten.
    Ob der Veebraucher allerdings verstehen will welche Auswirkung das auf sein täglich Brot hat bleibt zu bezweifeln. Denkt doch bald jeder nur noch an den nächsten Urlaub und ein neues Auto.

    3+
  45. Jochen Schurg sagt

    Ich denke der Vorschlag hat Vorteile, z.b. dass es keinen Subventionsmisbrauch mehr oder dass Steuergelder für Investitionen in Märkte gezahlt werden die voll sind. Zum anderen hat der Vorschlag Nachteile, weil z.b. Auch viele andere Wirtschaftsbereiche gefördert werden und warum soll dann die Landwirtschaft nicht auch unterstützt werden.
    Aber entscheidend ist, dass der Vorschlag schon deshalb unrealistisch ist, weil es selbst in Europa keine einheitliche soziale, Umwelt Lohn usw Standards hat. Es ist auch nicht sinnvoll alle gesetzlichen Vorgaben zu streichen. Auch können die vorgeschlagenen Handelstegulierungen nie gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen und Staaten durchgesetzt werden.

    0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.