Bauer Willi
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Im Dialog: Schizophrene Bauern?

In der Sendung Günther Jauch bin ich zum ersten Mal mit Prof. Dr. Dr. Roeb zusammengetroffen. Er lehrt an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Handelsbetriebslehre und Marketing und arbeitet beratend für Lebensmittelhandel und -industrie. Jetzt ist er zu mir auf den Hof gekommen.

Bauer Willi: Herr Roeb, Sie haben in der Sendung die Behauptung aufgestellt, dass die Bauern schizophren seien. Woran machen Sie das fest?

Prof. Roeb: Die Landwirte möchten für sich die alten Strukturen aus den 70ern und 80ern behalten und sich nur begrenzt anpassen. Gleichzeitig möchten Sie aber vom wirtschaftlichen Fortschritt und den Steigerungen des Lebensstandards profitieren, die nur möglich sind, weil die meisten anderen Menschen sich in ihrem Berufsleben starken Veränderungen unterworfen haben. Sie sind ja selber ein Beispiel dafür. Ihr Betrieb hat sich in den letzten 40 Jahren nicht vergrößert, aber die Maschinen sind aber alle auf dem neuesten Stand. Sie müssen also viel weniger arbeiten – was Sie gut finden -, bekommen dafür aber viel weniger Geld – was Sie schlecht finden. Das ist schizophren, weil beide Entwicklungen die Seiten derselben Medaille sind. Dass Sie dennoch von der Gesellschaft fordern, Sie in diesem Anspruch finanziell zu unterstützen, liegt daran, dass Sie sich implizit für etwas Besonderes halten.

Bauer Willi: Wie meinen Sie das?

Prof. Roeb: Ein Aldi-Markt ist heute dreimal so groß wie vor 50 Jahren und Aldi selbst zehnmal so groß. Warum sollen ausgerechnet die landwirtschaftlichen Betriebe so groß bleiben wie vor 50 Jahren? In den USA und selbst in Ost-Deutschland sind die Betriebe erheblich größer!

Bauer Willi: Brauchen wir die Landwirtschaft in Deutschland dann überhaupt?

Gute Frage. In der Tat, sehen Sie die Textilindustrie oder den Bergbau: die haben sich nicht nur gewandelt. Sie sind in weitem Umfang komplett aus Deutschland verschwunden. Kleidung bekommen wir heute aus Bangladesh und Kohle aus Australien. Wir können unser Getreide doch auch in USA, Kanada, Russland oder der Ukraine kaufen. Es gibt andere Produkte, wo die Abhängigkeit viel größer ist, z.B. bei Benzin, ohne dass wir jetzt wieder anfangen würden Kohle zu verflüssigen.

Bauer Willi: Wollen Sie denn wirklich Agrarfabriken oder vielleicht gar keine Landwirtschaft in Deutschland?

Prof. Roeb: Das mag jetzt etwas hart klingen, aber warum eigentlich nicht? Die Struktur der aktuellen Landwirtschaft (Betriebsgrößen, Arbeitsabläufe etc.) nutzt jedenfalls fast niemand: Der Konsument bezahlt mehr als er muss, die Landwirte verdienen trotzdem nicht genug und müssen oft aufhören, und dem Umwelt- und Naturschutz ist auch nicht geholfen, weil die relativ kleinen deutschen Betriebe mit allen Mitteln die Produktion zu steigern versuchen und dadurch z. B. mit Dünger und Pestiziden das Grundwasser verseuchen.

Bauer Willi: Wie könnte es anders gehen?

Prof. Roeb: Ich bin nun kein ausgesprochener Freund von Frau Künast aber Sie wollte ja, dass die Landwirte nicht mehr nur für die Produktion der Produkte bezahlt würden, sondern für die Leistung für die Gesellschaft. mow-662281_640Das wollten die Bauern aber nicht, weil sie sagten, dass sie für ihre Produkte bezahlt werden wollen. Sie hatten vermutlich Angst, dass, wenn sie z. B. für Landschaftspflege bezahlt würden wie z. B. für das Mähen von Almwiesen, irgendwann jemand die Frage stellt, ob denn Almwiesen noch gemäht werden müssen und die Transferleistung dann wegfällt. Die Landwirte sind da sehr unflexibel.

Bauer Willi: Wo Sie gerade Frau Künast erwähnen: Ich habe den Eindruck, dass die einzige Partei, für die das Thema Landwirtschaft eine Rolle spielt, heute die Grünen sind:

Prof. Roeb: Das stimmt in gewisser Weise, aber sicher nicht so, wie Sie sich das wünschen. Gerade die Grünen haben ja in vielerlei Hinsicht sozialromantische Vorstellungen, die sich mit der Realität nicht immer vereinbaren lassen.

Bauer Willi: Zu den Erlösen für uns Landwirte. Warum hat Aldi vor ein paar Wochen den Milchpreis gesenkt, obwohl die Milchmenge sich nicht verändert hat?

Priorität 1Prof. Roeb: Die Umsätze bei Aldi sind pro Artikel rückläufig, das Unternehmen sucht nach Möglichkeiten, dies zu kompensieren. So werden z. B. seit einiger Zeit verstärkt Markenartikel eingeführt. Dazu gehört aber auch, dass Aldi sich als Preisführer im Markt versteht. Um dies zu unterstreichen wollte Aldi bei Milch wohl der erste sein, der ein Preissignal gibt, bevor es der Wettbewerber macht.

Bauer Willi: Wenn der Landwirt bei Kartoffeln einen Kontrakt macht, bekommt er heute so um die 10 Cent pro Kilogramm Kartoffeln. Dafür verpackt er die noch in Beutel. Wenn das Kilo dann im Laden 80 Cent kostet, wo bleibt die Differenz von 70 Cent? Hat der Handel da nicht eine Riesenmarge?

Prof. Roeb: Ich kenne jetzt die Marktverhältnisse bei Kartoffeln nicht im Detail, aber der Handel macht ja eine Mischkalkulation. Es kann also durchaus sein, dass er zwar mit Kartoffeln oder Erdbeeren – zumindest in der Hochsaison – eine gute Marge macht, dafür bei anderen Produkten wie z.B. Milch aber kein Gewinn bleibt. Und er muss ja in der Kalkulation noch das drin haben, was durch Verderb weggeworfen wird, bei Gemüse und Obst zum Beispiel.

Bauer Willi: Wir haben es ja im Lebensmitteleinzelhandel mit einem Oligopol zu tun. Sehen Sie eine Möglichkeit, was die Landwirte tun können, um sich diesem Druck zu entziehen.

Prof. Roeb: Die sehe ich nicht, sonst hätten sie das schon längst getan. Letztlich müssten sie sich stärker zusammenschließen, was aber nicht zuletzt kartellrechtlich Schwierigkeiten bereiten dürfte.

Bauer Willi: Ich sage ja, dass die Verbraucher schizophren sind. Sie sagen zwar immer, dass sie Bio kaufen, tun es im Laden aber nicht. Ich behaupte auch, dass Bio zum Schnäppchenpreis nicht machbar ist. Oder doch?

Prof. Roeb: Immerhin wächst der Bio-Markt, wenn auch auf geringem Niveau. Man muss hier auch sehen, dass sich immer wieder bei Tests ergibt, dass Bio-Produkte nicht meßbar besser abschneiden als konventionelle Ware, beim Bio-Kauf also auch viel Glaube mitschwingt. Bio zum Schnäppchenpreis geht: nur werden die Produkte dann industriell hergestellt oder kommen aus Ägypten und Rumänien.

Bauer Willi: Bio, vegetarisch, vegan. Sind das nur Eintagsfliegen oder ist das ein Trend?

Prof. Roeb: Die Trends werden sich fortsetzen, fragen Sie mich aber nicht, wie schnell. Außerdem: es bleiben Nischen.

Bauer Willi: Lebensmittel werden jetzt auch online angeboten, es gibt andere Formen der Vermarktung. Ihre persönliche Einschätzung dazu.

Prof. Roeb: Die Online-Vermarktung liegt bei unter 0,5 Prozent und das wird sich auch kaum ändern. Andere Vermarktungsformen wie z.B. Hofläden, arbeiten hart an der Grenze zur Kundentäuschung, weil viele Produkte ja nicht vom eigenen Hof kommen. Die sollen schön aufpassen, dass ihnen das nicht irgendwann mal um die Ohren gehauen wird.

Bauer Willi: Herr Roeb, vielen Dank für den sehr offenen und direkten Dialog. Jetzt bin ich gespannt auf die Kommentare.

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107 Kommentare

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Uli
      der Artikel ist nicht gut recherchiert.
      – In meiner Genossenschaft machen rund 80% der Landwirte Terminkontrakte, ich selber schon mindesten seit 5 Jahren, seit dem das Instrument auch für Landwirte verfügbar ist.
      – Die Landwirtschaft hat sich immer weiter spezialisiert, so wie die übrigen Branchen auch. Das ist ja gerade der Grund für die gesunkenen Stückkosten, die in Form von niedrigen Verbraucherpreisen weitergegeben wurden.
      – Wer soll den wo und wie Landschaftspflege betreiben? Das Rasenmähen in Parks ist doch keine Lösung für die Agrarbranche und im übrigen bereits längst vergeben. Und das mit „aus dem Katalog auswählen“ ist blanker Unsinn, ich weiß nicht, woher der Journalist das hat.
      – richtig ist, dass der Mindestlohn in Deutschland unter dem französischen liegt. Ist aber eine französische Angelegenheit, da werden wir nichts daran ändern.

      Der wirkliche Grund, warum die französischen Bauern demonstrieren „dürfen“ ist ihr Ansehen in der Bevölkerung. Die Bauern waren im zweiten Weltkrieg die Stützen der Resistance, haben selber mit ihren Flinten als Partisanen gegen die Deutschen gekämpft und anderen Mitglieder der Resistance Unterschlupf gewährt. Und das haben die Franzosen bis heute nicht vergessen. Deshalb auch keine Polizei.
      Bauer Willi
      P.S.: die nächsten Tage bin ich in der Weizenernte, daher vermutlich keine Kommentare 🙂

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  1. Auch wenn ich kein ökologisch angehauchter Mensch bin, stellen sich mir hier zwei wesentliche Fragen:

    1. Welchen Sinn macht es verderbliche Ware um die Welt zu befördern, wenn Sie auch dort angebaut / hergestellt werden würde? Oder anders: Welcher Aufwand muss betrieben werden um Milch in Milchpulver zu trocknen um es dann Vorort wieder zu verflüssigen?
    Dass das überhaupt keinen energetischen Sinn Macht und auch nicht in Form von Qualität sollte jedem klar sein
    2. Welchen Sinn macht es die eigene Ressource „Lebensmittel“ in einem sonst Ressourcen armen Land wie Deutschland aus zu gliedern?
    3. Was passiert in Krisenzeiten, wenn die Ernte wie gerade aktuell in Deutschland vertrocknet und dieser Effekt auch in anderen Ländern statt findet? Wer erklärt dem Verbrauche, wenn die Regale 1 Woche leer bleiben da keine Lebensmittel verfügbar sind bzw. im Falle von Griechenland nicht importiert werden können?

    Möchte wirklich jeder dieses Risiko eingehen, damit er einmal mehr im Jahr zum Ballermann fahren kann oder sich die Sitzheizung für die Hintersitze bei seinem neuen 25000€ VW Golf dazu ordern kann, die sonst den gleichen Gegenwert gehabt hätte?

    Und was bringt dem Konsumenten dies an Vorteil, wenn die Qualität leidet und das Produkt belastet ist?
    Will diese Lebensmittelzukunft wirklich jemand?
    Rapsfelder gibt es dann übrigens auch nicht mehr in Schleswig-Holstein, nur noch graues langes Gras, mähen ist ja teuer, wieso sollte man das mehr als einmal im Jahr wenn es keinen nutzen hat?

    Ich setze dann lieber verstärkt auf regionale Produkte, damit kann ich jedenfalls etwas zum Erhalt beitragen und nicht den Verfall fördern.

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  2. Das die Diskussion, ob und wie wir in Deutschland Landwirtschaft betreiben wollen überflüssig ist könnte man so sagen.
    Aber der Kasus Knaktus ist doch das die Wunschvorstellungen kaum jemand bezahlen würde (bzw. Könnte wegen gesellschaftlicher Missstände), wenn der LEH trotzdem billig importiert.
    Wir deutschen sind einfach ziemlich ambivalent.
    Gucken wir doch nur wie man sich überall gegen Asylanten sträubt und auf der anderen Seite die Kanzlerin im Internet zerreißt weil Sie dem weinenden Mädchen die harte Wahrheit sagt.
    Theoretisch wollen viele allen Menschen helfen bzw. nur Bio (auch wenn das tatsächlich nicht besser ist) Lebensmittel kaufen, am Ende gibt aber kaum jemand für seine Wünsche das Geld tatsächlich aus.
    Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg in der Landwirtschaft.
    Herr Roeb hätte in einigen anderen Ländern mit seiner Meinung Recht (obwohl der Billig Wahn nirgends gerecht sein kann).
    Aber in Deutschland so kalt und kurzsichtig die Produktion der Lebensgrundlage einfach zur Abschiebung frei zu geben , sollte uns aufhorchen lassen.
    Solang diese Discounter Rechnung immer so passen muss, brauchen wir in Deutschland keine abschließende Diskussion über die Art der Landwirtschaft führen.
    Wir werden wenn es nicht passt aus Kostengründen einfach ausgetauscht, da bringen Lippenbekenntnisse zu einer „besseren“ Landwirtschaft nix.

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    • Alexis Zsipras sagt

      Genauso ist es! Heute sind wir alle Charlie und morgen sitzen wir mit unserem BMW bei Opa im Kofferraum und schieben den von der Straße.
      Heute stand ein Kommentar in der Zeitung von einem überlebendem Zeichner von Charlie Hebdo, er macht das nicht mehr. Der Kommentator stellte die Frage, ob die Gesellschaft feige wäre?
      Die LW ist auch nicht anders wie die gesamte Gesellschaft. Verlogen und Heuchlerisch. Oder eben schizophren.
      Deswegen sind manche Bio’s nicht so schlecht, obwohl die Kuhhörner vergraben, sie sind wenigstens ehrlich und leben ihr Ding. Jedenfalls nehme ich das so wahr.
      Deshalb ist der ganze Dialog und der angestrebte Bewußtseinswandel usw. sinnlos. Es hilft nur den Marketingstrategen zu folgen, oder eben doch grundlegend etwas zu ändern und sein gesamtes Leben umzukrempeln.

      Schönen Samstag!

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  3. Hertha Kerz sagt

    Aber sofort wird die ganze Diskussion von den Medien wieder verzerrt. Da titelt die HÖRZU heute: „Sind unsere Lebensmittel zu billig?“, anstatt, dass sie fragen: „Werden die Erzeuger fair entlohnt?“ Aber das zieht wohl nicht so, schließlich interessiert den Verbraucher nicht der Erzeuger, sondern nur sein Portemonaie.

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  4. Palla sagt

    Die Diskussion ob, wie viel und welche Art von Lebensmittelerzeugung wir in Deutschland wollen ist überfällig und wir sollten dringend zu einem Ergebnis kommen. Sonst geht es der Landwirtschaft wie der Textilerzeugung, bei der wir schon längst den Überblick und vielleicht auch das Interesse verloren haben aus welchem asiatischen Billiglohnland unsere Bekleidung kommt und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wird.

    All diese Schwarz-Weiß-Diskussionen über Massentierhaltung und kleinbauerliche Familienbetriebe, vegane Ernährung oder welche mit Fleisch, etc. sind im Vergleich zu dem was uns derzeit überholt auch nur Nebenkriegsschauplätze. Die Landwirtschaft, allem voran die Tierhaltung bewegt sich in großen Schritten in eine Richtung die Niemand wirklich will und die aber betriebswirtschaftlich vorgezeichnet ist: Am Ende bleiben wenige sehr große Betriebe mit Billigarbeitskräften übrig und vielleicht ein paar größere Bio-Selbstvermarkter.

    Bei den Milcherzeugern ist die finanzielle Situation derzeit durch die Enteignung der Milchquote, die durch reine Psychologie extrem gesunkenen Milchpreise, die sehr hohe Superabgabe (an der sich die EU übrigens enorm bereichert) und nicht zuletzt die Uneinigkeit unter den Milcherzeugern so katastrophal, dass davon Niemand mehr Leben kann, geschweige denn Ställe abbezahlen! Bei den Schweinemästern sieht es auch nicht besser aus!

    Nun steht die Entscheidung in vielen Betrieben an: Einfach Aufhören?
    Das bedeutet nicht nur eine rationale Entscheidung zu treffen. Da ist der Betrieb schon seit Generationen in der Familie. Da leben vielleicht mehrere Generationen von diesem Betrieb und wovon leben die alle dann? Da hat man Tiere für die man 365 Tage im Jahr zu Sorgen hat, was wird aus denen? Kauft Jemand die alte 100.000 Liter Kuh auf die man besonders stolz ist, oder geht die dann unnötigerweise zum Schlachthof?
    Und nicht zuletzt: Kann man überhaupt aufhören? Oder wie zahlen sich die Stallbaukredite zurück?

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    • bauerhans sagt

      ich fasse jetzt mal zusammen:

      wir produzieren zuviel und verMARKTEN zu wenig!

      weil produzieren so schön einfach ist,vermarkten dagegen schwierig….

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    • Biobauer Andreas sagt

      Und genau deshalb brauchen wir eine Agrarwende! Zu guten Bedingungen für Tier, Umwelt und Mensch und auskömmlichen Bedingungen für die Bauern einfach die heimische Bevölkerung (Egal ob Veganer oder Fleischesser) versorgen, möglichst zu 100%. Kein Futtersoja aus Südamerika für Milchpulver für China. Weg von falsch subventionierter Landwirtschaft und vor allem weg vom Trend zur Industriealisierung und Globalisierung.

      Dabei sollten wir endlich aufhören immer auf die Verbraucher einzuprügeln! Er kauft günstig, weil er anhand der Deklaration im Discounter noch nicht mal unterscheiden kann, was gut und schlecht ist. Oder erhält der Kuhbauer nur bei Aldis Milbona 28 ct und der Milchbauer von Weihenstephan bekommt 1,28 nur weil die im Laden 1 Euro mehr kostet?

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      • Gülle-Doktor sagt

        Ihr Beitrag erledigt sich von selbst durch das Wörtchen „falsch“. Was bitteschön unterscheidet „falscher“ von „richtiger“ Subvention? Industrialisierung und Globalisierung haben der Welt Freiheit und Wohlstand gebracht. Warum sollen wir uns davon verabschieden. Arbeitsteilige Wirtschaft bedeutet, dass jeder das macht, was er am besten kann. Dadurch erzielt er einen deutlichen Wohlfahrtsgewinn. Dieser Vorteil der Arbeitsteilung lässt sich über Jahrhunderte verfolgen und gilt sowohl im kleinräumigen regionalen als auch im globalen Maßstab.

        Und was ist an Futtersoja aus Südamerika schlechter als an dem aus Nordamerika oder Südosteuropa. Und wenn Chinesen bei uns Milchpulver kaufen wollen, sollen sie doch. Wenn es für sie besser ist, Milch im eigenen Land zu produzieren, werden sie das schon tun. Dabei werden sie aber weder Sie noch mich um Rat fragen. Das können sie sehr gut ohne unsere Hilfe entscheiden.

        Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Bioproduktion nach Ihrem persönlichen Maßstab oder dem Ihres Verbandes das beste für die Verbraucher ist, sollten Sie dafür die Werbetrommel rühren. Ein Vorteil ist für den Verbraucher nur dann ein Vorteil, wenn er ihn als solchen wahrnimmt. Und wenn er das nicht von selbst tut, muss ihm das mithilfe von Marketing beigebracht werden. Verbote und „richtige“ Subventionen helfen dabei nicht.

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        • Schweinebauer Piet sagt

          Sehr guter Kommentar! Fast hätte ich Rat bei meinem Onkel geholt, wie ich hierauf eingehen kann, aber das ist schon ein sehr gut.

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        • Junker1955 sagt

          Bravo, genau da liegt doch der Casus Knaxus.
          Wir Bauern und Biobauern sollten für den Markt produzieren.
          Und nicht irgendwas und darauf hoffen, dass es irgend jemand das Produkt dann schon abnehmen wird.

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        • Biobauer Andreas sagt

          mit falschen Subventionen meine ich zweierlei: die derzeit geförderte sogenannte moderne Landwirtschaft ist ökologisch und ökonomischer Schwachsinn!

          Und zweitens: Politiker verteilen Steuergeldern nach Vorgaben von Lobbyisten und nicht nach den Wünschen der Bürger/Verbraucher. Die wollen nämlich regional, tiergerecht und möglichst Bio und mit „richtigen“ Subventionen (so man sie überhaupt möchte, ich nicht!) wäre der Biopreis genauso hoch wie heute die konv. Lebensmittel.

          Und so kaufen die Chinesen unser Milchpulver, weil es subventioniert ist, das Futter wird importiert, die Ware exportiert und zurück bleiben Bauern ohne vernünftiges Einkommen und Gülle, die Wasser und Luft belastet. Da braucht man kein Fachmann in Kreislaufdenken zu sein um zu verstehen, dass das Blödsinn ist.

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          • Schweinebauer Piet sagt

            in der Landwirtschaft wird eine Flächenprämie gezahlt, deren Ursprung in der Preissubvention von Getreide und Raps liegt. Was meinst Du ist daran Schwachsinn? Diese Subventionen ist bestimmt mit ein Grund für die hohen Pachtpreise. Aber mit dieser Subvention schafft Deutschland es auch viel wieder aus dem EU-Topf heraus zu holen.

             Wo werden denn Steuergelder bitteschön nach Wünschen von Lobbyisten verteilt? Das ist immer eine tolle Phrase, aber ein wenig konkreter müsste man schon sein. 

            Sollen die Chinesen doch unser Milchpulver kaufen,  wenn wir es auf dem regionalen Markt nicht los werden, das entlastet den Markt und ist gut für den Preis. Je nach Vorzüglichkeicht wird produziert und gehandelt zwischen Ländern, was für alle gut ist.

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            • Biobauer Andreas sagt

              ich habe das doch nun schon oft genug erklärt. ich halte Flächenprämien für falsch und es sind ja auch nicht die einzigen. Aktuelles Beispiel die Superabgabe, die eigentlich in den EU Topf zurückfliessen sollte wird nun wegen Gejammer der Milchbauern für eine Exportoffensive verwendet. Es gibt ja auch noch andere Prämien: Agrarkreditprogramm, Strukturfonds für Schlachthöfe bis zur Gasölvergünstigung. Bsp: für Lobbyismus. In der GAP Reform war eine Deckelung der BIP bei 100000 von der EU vorgesehen, D hat es verhindert, auf Wunsch von wem? Der Bevölkerung, der Mehrheit der Landwirte?

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            • Schweinebauer Piet sagt

              Prämien, Subventionen und Zuschüsse ist wirklich ein interessantes und komplexes Thema. Wer in der Gesellschaft bekommt was und warum. Wer ist dann neidisch auf wen und warum.Das ssprengt hier aber glaub ich den Rahmen.

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            • Bauernsohn aus BaWü sagt

              Hallo Piet,
              genau das ist es. Subventionen sorgen eher für hohe Pachtpreise und niedrige Verbraucherpreise, als dass sie den Bauern dienen.
              Aber der Neid bleibt an den Bauern hängen.

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        • Alexis Zsipras sagt

          Thema Globalisierung:

          – positiv
          Produkte werden da hergestellt, wo das am günstigsten möglich ist. Günstig von den natürlichen und gesellschaftl. Bedingungen
          – negativ
          Landbewirtschaftung ist regional
          Bodenverhältnisse, Klima, Wasser usw.
          Leben auf dem Land hängt von der LW ab
          die ganze Produktpalette wird globalisiert….es gibt überall fast das gleiche
          Identität und Vielfalt geht dadurch verloren
          Bodenverwurzelte Identität, es gibt nur noch eine „Luftblasenidentität“….der Bauer wird durch die ständigen Wechselwirkungen immer wieder auf die natürlichen Verhältnisse zurückgeworfen.

          Andere Gesellschaftsbereiche können sich davon total ablösen.

          In Europa wirkt nicht nur die Globalisierung sondern auch noch eine Zwischenstufe die Regelungen der EU und dann die Dritte Stufe: Umsetzung im Land

          Mal ein paar ungeordnete Gedanken.

          Grüße

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  5. Bauernsohn aus BaWü sagt

    Hallo Bauer Willi, liebe Leser,
    ich möchte auf 4 Punkte eingehen. Konnte mich nicht kürzer fassen 🙂

    1. Verbraucher müssen bereit sein, mehr für sauber produzierte und optional regionale Lebensmittel auszugeben.
    Die Landwirte sind gefordert, die Käufer davon zu überzeugen, auf Qualität und Geschmack und Herkunft der Lebensmittel zu achten und nicht nur auf den Preis. (Was Bauer Willi hier zum Beispiel auch macht.) Solange die große Mehrheit nur die billigsten Lebensmittel will, kann man den 4 großen Einzelhändlerketten nicht vorwerfen, dass sie auf brutale Weise die Preise bei den Landwirten drücken. (Entweder direkt bei unverabeiteten Waren (Obst u Gemüse etc.) oder über die Lebensmittelverarbeiter, die auch unter Druck stehen, falls sie nicht zufällig eine tolle Marke besitzen.) Ich kenne auch Landwirte und deren Frauen, die billige Lebensmittel einkaufen, egal woher sie kommen, die schneiden sich ins eigene Fleich und kapieren es gar nicht.
    Meiner Meinung nach ist bei vielen Landwirten noch nicht angekommen, dass die Käufer das Problem sind. Ihnen muss die Landwirtschaft erklärt werden, wie sie heute ist. Da schwirrt noch zu viel Romantik in den Köpfen der 98% Nichtlandwirten umher.
    Die Landwirte rufen oft, man brauche mehr Subventionen. Nein, wir brauchen weniger Subventionen und höhere Lebensmittelpreise. Dafür muss bei den einkaufenden Menschen Stimmung gemacht werden. Zum Beispiel sind in EU-Lebensmittel weniger Gifte enthalten, weil a) nur bestimmte Pflanzenschutzmittel zuglassen sind. (Nach diversen Tests und Untersuchungen), weil b) der meiste Müll ordentlich entsorgt wird, und nicht zum Beispiel Altöl hinter die nächste Ecke gekippt wird, und weil c) die Lebensmittel stärker nach eventuellen Giften geprüft werden. Da sind Lebensmittel (LM) von außerhalb der EU deutlich problematischer.
    Außerdem pflegen Landwirte unsere Kulturlandschaft. Jeder bei sich vor Ort. Und die Verbraucher untersützen durch den Kauf regionaler Produkte ebendieser Landwirte. Diese sind auch eine kleine Wirtschaftskraft in der Region und geben ihr Geld vor allem wieder in der Region aus, wovon weitere Arbeitsplätze finanziert werden. Es gibt wenige Landwirte, die oft und teuer in den Urlaub gehen, und „das Geld aus Deutschland raustragen“.
    Um so gute Stimmung für Landwirte in Deutschland zu machen, ist jeder Landwirt gefordert. Das kann ein schlecht finanzierter Verband im Moment nicht leisten. (Mir liegt leider kein Vergleich vor, wieviel Geld der deutsche Bauernverband für Imagebildung und Werbung zur Verfügung hat im Vergleich zu anderen Verbänden, gehe aber von deutlich weniger aus.) Von den Medien kann man hierbei leider auch nur selten was erwarten. Die schreiben oder senden lieber über Skandale, als dass sie positive PR für die heimische Landwirtschaft machen.

    2. Viele Landwirte könnten günstiger produzieren.
    Ich bin kein Fan von kleinstrukturierter Landwirtschaft. Auch Landwirtschaft ist ein Wirtschaftszweig und man muss damit Geld verdienen können. Dazu muss auch effektiv gearbeitet werden. Mein Vater betrieb in Baden-Württemberg einen Bauernhof in einer ländlichen Region. Da haben Ackerflächen im Durchschnitt weniger als einen Hektar. Ich glaube, dass gerade in dieser Region Zusammenschlüsse angebracht sind. Das kann eine Art Genossenschaft mit überbetrieblichem Maschineneinsatz und gemeinsamer Ackerbewirtschaftung sein, oder größere Landwirte mit angestellten Mitarbeitern. In kaum einem anderen wirtschaftlichen Zweig gibt es in Deutschland so kleine Betriebe, mit 1-3 Arbeitskräften. Da ist – denke ich – noch Luft, rationeller aber nicht minderwertiger zu arbeiten. In anderen Regionen sind Zusammenschlüsse und „Traktorsharing“ schon deutlich weiter entwickelt, als in Teilen des Schwabenlandes.
    Dabei bin ich aber der Meinung, dass das ganze auch eine Grenze haben sollte. Die könnte ich mir bei so ca. 20 Arbeitskräften vorstellen. Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit 300 Kühen oder 1200 Mastschweinen oder 4000 Mastputen ist für mich keine „industrielle Produktion“, wenn die Tiere gut gepflegt werden.

    3. Austauschbare Produkte.
    Durch austauschbare Produkte sind landwirtschaftliche Betriebe angreifbar. Großhändler sagen dann: „wenn du nicht zu diesem Preis lieferst, dann ein anderer.“ Auch das ist ein Dilemma, in dem die deutsche Landwirtschaft steht. Dafür habe ich auch keine Lösung. Auch Hofläden kann nicht jeder Landwirt betreiben. Meiner Meinung nach sind individuelle Lebensmittel nur kleine Nischen, die schnell gefüllt sind. Vielleicht können Landwirte es schaffen, dass Lebensmittel aus Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal wird, für das Verbraucher bereit sind regelmäßig einen fairen Preis zu bezahlen.
    Außerdem ist Bio auch nicht nur glänzendes Gold. Dafür wird den Landwirten in der Regel auch zu wenig bezahlt.

    4. Finde ich diese Seite echt sehr gut. Was Willi und andere hier schreiben ist echt gut und manchmal auch provokant. Vielen Dank dafür. Ich wünsche euch viele Leser und zielführende Diskussionen und weniger persönliche Angriffe.

    Vielleicht konnten mir ein paar wenige folgen. Schönen Tag an alle und allen Landwirten eine sichere und gesunde Raps- und Getreideernte.

    PS

    2+

    • Quereinsteiger sagt

      Ich habe noch kein Kommentar gelesen mit welchem ich mehr übereingestimmt habe, vielen Dank für die klaren und gut Formulieren Gedanken!

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  6. Hertha Kerz sagt

    Es wäre sicher nett, wenn hier objektiver diskutiert würde. Schließlich hat sich Herr Prof. Roeb freiwillig bereit erklärt, dieses Interview zu veröffentlichen – obwohl ihm sicher die Gegenargumente klar sind. Denn eines darf man niemals vergessen: Herr Prof. Roeb hat das als Student in der Universität gelernt. Und vielleicht sollten wir unser Augenmerk auf die Frage richten: „Was wird an deutschen Universitäten Unkluges gelehrt? Und woher kommen diese wenig durchdachten und unsolide ausgegorenen Standpunkte? Alle Universitäten in Deutschland müssen Drittmittel einwerben! Wer zahlt diese Drittmittel an welche Universitäten – und wieso sind diese Universitäten gezwungen, solche Mittel anzunehmen, damit ihr Betrieb weiterlaufen kann?

    1+

  7. Tanja Busse sagt

    Ich finde es gut, dass Prof. Roeb Bauer Willi auf seinem Hof besucht hat. Als nächstes sollte er sich die Fabriken der Textilindustrie und die Zechen in Südostasien oder Südamerika anschauen, die wir ausgelagert haben, wir er ja richtig schreibt.
    Was er dabei vergessen hat: Wir haben diese Industriezweige in Länder ohne Arbeitsrecht und Gesundheitssysteme exportiert. Deshalb wird dort billiger produziert als bei uns. Das gehört auch zur Globalisierung, wie wir sie heute betreiben: Wir holen uns Produkte ins Land, für die andere Menschen geschuftet und gelitten haben.

    Klar, das können wir mit der Landwirtschaft auch machen. Vielleicht verlagern wir die Produktion nach China? Dort hört man, gibt es günstig und gut Milchpulver zu kaufen : )

    Aber jenseits des Zynismus fände ich es sinnvoll, die Diskussion nicht unnötig auf die betriebswirtschaftliche Perspektive einer Branche zu verkürzen, sondern all das im Blick zu behalten, was eine Gesellschaft braucht. Dazu brauchen wir dann eine Antwort auf die Frage: Wie kann gute Landwirtschaft aussehen, die gute Arbeitsplätze auch im ländlichen Raum erhält, die Tiere gut behandelt und Biodiversität und natürliche Ressourcen sichert?
    Wie könnten die Konsumenten motiviert werden, ihr Geld für gute Lebensmittel auszugeben und welche gestalerische Rolle muss die Politik dabei spielen?
    Die Frage, dass irgendjemand irgendetwas in rauen Mengen importieren kann, hilft dabei nicht viel weiter, ist eher Teil des Problems.

    4+

  8. Thomas Berkmann sagt

    Na Herr Professor, haben sie ihre Thesen schon mal mit einem Volkswirtschaftler diskutiert? Dass das von Bauern verdiente Geld zu 99% auch wieder der einheimischen Wirtschaft zugute kommt, schein ihnen wohl entgangen zu sein. Lieber den Russen, Ukrainern Amerikanern oder sonst wem die Wertschöpfung überlassen, und die Bauern mit Steuergeldern am Leben erhalten, damit das Land nicht zuwächst. Mir ist schleierhaft, warum so viel ‚Wind um ihre Person, bzw. ihr medienweriksames blabla gemacht wird, da ihre Überlegungen zum Thema Landwirtschaft es nie über das Stadium „These“ hinaus schaffen werden.

    6+

    • Tim sagt

      Genau das ist doch der springende Punkt…und die harte Realität:

      Wenn landwirtschaftliche Betriebe ihre Wirtschaftlichkeit steigern, kommt es der deutschen Wirtschaft zu gute!

      Im Klartext und rein ökonomisch! betrachtet heißt das: Starke Betriebe müssen weiter wachsen, damit die Wirtschaftlichkeit steigt. Schwache Betriebe sollten die Landwirtschaft aufgeben, ihre Flächen an die Starken abgeben und sich andere Arbeit suchen. So kann Deutschland das größte Einkommen aus seiner Landwirtschaft erzeugen.

      Die Frage ist vielmehr, wenn man diesem Strukturwandel aus dem Weg gehen möchte: Welchen Nutzen bringt den Bürgern die kleinbäuerliche Landwirtschaft und wer möchte (muss) dafür bezahlen!

      2+

  9. Herr Roeb scheint Betriebsblind zu sein.
    Er erklärt wie Aldi funktioniert und alle müssen sich danach richten, dass hier die Marge stimmt.
    Leider macht Herr Roeb die Rechnung ohne unseren Schizophren Verbraucher, der Schweine auf Stroh und mit Auslauf will, dafür aber nicht bezahlen will.
    Warum sonst hat Aldi überhaupt eine Chance Billig – Bio anzubieten?
    Überproduktion mag in einigen Bereichen stimmen, aber Sie Herr Roeb bieten auch ein Überangebot, was zu viel Lebensmittel Müll führt. Und besser mit MHD und billig neues kaufen, altes Weg, eine der größten Sünden die es auf der Welt gibt.
    Außerdem wie sieht es bei Eiern aus?
    Selbstversorgung von 70-80 Prozent, trotzdem handeln Sie mit den Eierhändlern Preise aus, die viele Bauern in den Ruine treibt!
    Sie haben sich damals in der Sendung in ihrer ersten Äußerung, denke ich, authentisch verhalten, dann aber schnell umgeschwenkt , damit Sie Ihrer Stellung gerecht werden.
    Sie hatten auf die Frage von Herrn Jauch, ob Sie auch im Discounter einkaufen, wie aus der Pistole geantwortet „Ja muss ich zu meiner Schande gestehen “
    Direkt darauf sagten Sie, „ach ne, mache ich ja gerne“
    Parade Beispiel für sehr viele schizophrene Verbraucher! !
    Es ist ja ihre freie Meinung, ich halte Ihre Aussagen für eine Frechheit dem hart arbeitenden Bauern gegenüber.
    Wir produzieren in allen Bereichen was der Markt will, ob Bio oder konventionell, nur ist dem Deutschen die Nahrung nicht mehr so viel Wert wie früher…und das geht auch auf die Kappe von Aldi.
    Abgesehen davon das aus gesellschaftlichen Gründen viele sich nur noch billig leisten können, aber sicherlich eigentlich hochwertige heimische Lebensmittel kaufen würden.
    Wenn Sie vom LEH Nahrungsmittel nur aus Deutschland anbieten würden und somit zu mindest ein wenig Patriotismus durchblicken ließen hätten wir heimischen Landwirte auch eine Chance!!
    Schizophren ist hier sicher nicht der Landwirt!

    2+

  10. Hallo Herr Roeb,
    schön, wenn Sie hier mitdiskutieren.
    Bei der Überproduktion haben Sie Recht. Leider wird der technische Fortschritt in der Landwirtschaft überwiegend zur Produktionssteigerung eingesetzt. In innovative Vermarktung wird meist nicht investiert. Dieses Manko nützen Verarbeiter und Handel stark aus, indem sie z.B. eigene Handelsmarken installieren, die Landwirte als anonyme, unter Mengen- und Preisdruck austauschbare Erzeuger beliefern. Der Handel ist da eindeutig in der stärkeren Position. Wenn die 4 größten LEH-Ketten 85% des Umsatzes beherrschen, dann haben sie nicht nur die Macht, sondern auch ein Stück Verantwortung. Diese Macht und Verantwortung könnten Sie auch für gute Innovation benutzen.
    Ich möchte als gutes Beispiel hier den Regional-Discounter Feneberg (http://www.feneberg.de) nennen. Feneberg hat schon vor Jahren begonnen konsequent auf regionale Erzeuger zu setzen, hat regionale Marken zusammen mit den Bauern geschaffen. Nimmt Bauern, Verarbeiter und Erzeugergemeinschaften im Großraum Allgäu unter Vertrag und man geht den steinigen Weg in die freien Märkte gemeinsam. Und es wird nicht immer gleich die KO-Frage gestellt, „wenn Du nicht…, dann…!“
    Herr Roeb, Sie haben doch die Kontakte zu den großen Playern im LEH. Nachhaltige Kooperations-Konzepte zu entwerfen und zu diskutieren würde Ihrem Lehrstuhl bestimmt gut zu Gesicht stehen. Und uns allen weiterhelfen.

    5+

  11. Kathrin sagt

    Nochmal zum Thema schizophrene Bauern. Prof. Roeb sagt, daß Bauer Willi schizophren ist, weil er weniger arbeitet, aber mehr Geld haben will. (steht da so)
    Wenn ich richtig informiert bin war der Betrieb von Bauer Willi einst ein Vollerwerbsbetrieb. Heute ist er ein Nebenerwerbsbetrieb, weil das Einkommen aus 40 ha nicht für das Familieneinkommen reicht.
    Aus meiner Schulzeit weiß ich noch, daß der Unternehmer drei Produktionsfaktoren hat:
    Boden – Arbeit – Kapital.
    Der Boden ist knapp und nicht vermehrbar.
    Die Arbeitskraft ist durch die Umstellung auf Nebenerwerb sehr knapp.
    Bleibt nur der Faktor Kapital. Bauer Willi hat also Kapital in die Hand genommen und zusammen mit einem anderen Bauern einen modernen Traktor gekauft, mit dem er die Arbeit in der knappen Zeit erledigen kann.
    Warum zum Kuckuck noch mal ist es bei einem Bauern schizophren wenn er das eingesetzte Kapital entsprechend verzinst haben will und bei jedem anderen Unternehmer das gute Recht???????????

    8+

    • Inga sagt

      Ja warum?

      Früher in den Bilderbüchern hatte der Bauer und seine Frau den ganzen Tag Arbeit.
      So war es auch noch nach dem Krieg, als viele Flüchtlinge und Ausgebombte auf Bauernhöfe weilten.
      Nun geht es durch die Technik einfacher.
      Diese Leute verdienen nun ihr Geld im Büro einfacher als Bauern, glauben vielleicht dadruch etwas besseres zu sein.

      Nun ändert sich etwas in landwirtschftlichen Unternehmen und schon sind die Bauern schizophren, nur weil es nicht mehr in denen ihre Vorstellungen passt.

      0

  12. Schweinebauer Piet sagt

    Guten Morgen Herr Prof Roeb, was sollen wir Ihrer Meinung in Deutschland anstelle von Getreide anbauen. Der Marktsituation bin ich mir bewusst. Auf Grund der neuen USDA Schätzungen gehe ich auch davon aus, dass der Preis noch fallen wird. Wie Willi habe ich auch Preise abgesichert.
    Welche Alternative zu Getreide empfehlen Sie?

    1+

  13. Stefan Joerißen sagt

    Was der Herr Professor da so beschreibt ist der viel zitierte Strukturwandel und der wird mit Sicherheit weiter gehen. Tante Emmaläden haben wir ja auch immer weniger. Ich finde es auch Schade, daß es immer weniger landwirtschaftliche Betriebe gibt aber ich sehe keine Trendumkehr in absehbarer Zeit. Der Verbraucher kauft zum aller größten Teil billig ein und ich sehe nicht, daß sich das in nächster Zeit ändern wird. Es nützt auch nichts, wenn vom Handel billig gekaufte Ware vom Konsumenten teuer eingekauft wird.
    Das einzige was in Teilen etwas nutzen kann, ist wenn der Verbraucher sich mehr um die Qualität sprich zum Beispiel um den Geschmack der Produkte kümmert und sich bemüht hochwertige und gern auch regionale Produkte zu kaufen.
    Ich warne vor dem „Allheilmittel“ Bio! Wer glaubt Biofertigprodukte deren Einzelkomponenten oft aus aller Welt kommen – auch zum Teil aus China – wären bessere Produkte ist mit Sicherheit auf dem falschen Dampfer. In anderen Ländern gibt es meist ganz andere Standards als bei uns.
    Ich bin überzeugt, daß auch konventionelle Produkte in Deutschland hohen Standards genügen, allerdings führt der Druck des immer billigeren Einkaufs zu immer größeren Betrieben. Und dann haben wir die industrielle Landwirtschaft, die heute allerdings noch zum größten Teil aus bäuerlichen Familienbetrieben besteht.
    Alle wollen gern eine bäuerliche klein strukturierte Landwirtschaft – aber wenn man einkauft wollen die meisten aber auch nicht mehr bezahlen als nötig. So sieht die Realität aus. Zu Wort melden sich die anderen. Aber eingekauft wird so wie grade beschrieben. Ob es dann ein gutes Werk ist im Discounter ein paar Bio – Bananen, – müsli, – eier zu kaufen daran glaube ich nicht. Denn wer für Riesenkonzerne produziert muss auch schon selbst eine gewisse Betriebsgröße haben und da wo das große Geschäft lockt da sind die schwarzen Schafe nicht weit. Bioindustrielle Landwirtschaft ist auch nichts wert. Außerdem kann mit Bio nicht die Weltbevölkerung ernährt werden. Die hohen Preissprünge beim Getreide zeigen, dass die landwirtschaftlichen Produkte sehr häufig sehr knapp sind. Von Milchseen und Überschussproduktion wie in den vergangenen Jahrzehnten redet heute keiner mehr.
    Wenn die Gesellschaft kleine landwirtschaftliche Betriebe haben will und gleichzeitig den Verbraucher den Zugang zu günstigen Lebensmitteln erhalten will, dann muss Sie sich das auf anderer Seite etwas kosten lassen. Dann müssen die kleineren landwirtschaftlichen Betriebe halt finanziell unterstützt werden denn ansonsten sind diese bis auf ein paar Nischenbetriebe bald nicht mehr da!
    Immer weiter sich verschärfende bürokratische Verordnungen sind für kleinere Betriebe auch schwerer zu verkraften als für größere Betriebe.
    So hat beispielsweise die letzte Verordnung zur Verringerung der Spaltenweite bei Spaltenböden für Schweine dazu geführt, dass kleinere Schweinehalter scharenweise aufgrund der enormen Umstellungskosten mit der Schweinehaltung aufgehört haben.
    So werden aufgrund des durch Medien erstellten Öffentlichkeitsdrucks Gesetze und Verordnungen erlassen, die den Strukturwandel nur beschleunigen.
    Man muss einmal erkennen, dass solche Verordnungen in der Produktion zu Kostensteigerungen führen, welche durch Großbetriebe besser aufzufangen sind als für kleine.

    6+

  14. Hertha Kerz sagt

    Hallo Bauer Willi,

    ich bin vermutlich mit meinem Kommentar in Ihrem Spamordner gelandet, da ich drei URLs drin hatte. Würden Sie mich dort wieder herausfischen? Danke schön. Sind alles anständige URLs 🙂

    0

  15. Hertha Kerz sagt

    Prof. Roeb sitzt definitiv zu viel in seinem Elfenbeinturm, oder wieso hat er offenbar noch nicht mitbekommen, dass wir einen Klimawandel haben? In Kalifornien, einem dem größten Agrargebiet Amerikas herrscht seit Jahren eine extreme Dürre: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/kalifornien-duerre-kalifornien-schaltet-die-strandduschen-ab-a-1043212.html. In Australien herscht seit Jahren an den unterschiedlichsten Orten Dürre: http://www.in-australien.com/buschbraende_107412. Von Agrika brauchen wir eh nicht reden. In Asien herrschen immer wieder schwerste Dürren: http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/D%C3%BCrren. Fazit: Für den Menschen ist es überlebensnotwendig, insbesondere in Zukunft – falls wir eine Zukunft haben wollen – dass die Landwirtschaft dezentralisiert auf diesem Planeten vorgenommen wird. Ansonsten schaue ich Herrn Prof. Roeb gern dabei zu, wie er auf allen Vieren über einen verdorrten Acker kriecht und ein Körnchen nach dem zweiten zusammensammelt. Soso Handelsbetriebslehre und Marketing.

    2+

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Frau Kerz
      Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine zum anderen: „Du siehst aber schlecht aus, was hast Du denn?“ Sagt der andere: „Ich habe Homo sapiens“. Sagt der erste: „Mach Dir nichts draus, dass geht schnell vorbei“.

      Bauer Willi

      4+

    • Roeb sagt

      Ich habe nichts gegen dezentrale Bewirtschaftung. Wir können doch auch in Deutschland größere und effizientere Betriebe haben. Das Hauptproblem in Europa scheint aber die Überproduktion zu sein. Würde weniger angebaut, hätte sich das Preisproblem schon lange erledigt. Solange aber jeder Anthroposoph glaubt, noch einen landwirtschaftlichen Betrieb führen zu müssen, wird das nichts

      1+

      • Biobauer Andreas sagt

        Ah jetzt hetzt er auch noch gegen Anthroposophen! Ich bin kein Anhänger Steiners aber was Demeter Bauern weltweit leisten ist beachtens. und nachahmenswert. Die modernen Monsanto-Bauern die sich Herr Roeb wünscht braucht keiner, kein tier, die Umwelt nicht, die Natur nicht und schon gar nicht die Menschen

        1+

      • Hertha Kerz sagt

        Wenn wir tatsächlich eine landwirtschaftlice Überproduktion 8in europa) haben, wie paßt das dann mit dem Hunger in der Welt zusammen und wie paßt das mit Monsantos zusammen, die aufgrund von gentechnisch veränderten Saaten die Erträge steigern wollen? Auch in Europa?

        0

        • Schweinebauer Piet sagt

          Das Problem des Hungers ist ein Verteilungsproblem. Die Bestände bei Getreide werden auch in manchen Jahren kleiner, von daher sollte dort die Produktion nicht erheblich gemindert werden. Mit GVO-Pflanzen kann man zum Teil auch Pflanzen züchten, die mit Trockenheit besser klar kommen, also hätte man in einigen Regionen weniger Hunger.

          1+

  16. Alexis Zsipras sagt

    Wollte ein paar Fakten einspeisen!

    So grob gesagt ist es schon richtig, das D alles zukaufen könnte.

    Als Fachmann für Agrarmärkte ist mir Prof. v. Witzke HU Berlin bekannt. Er hat prognostiziert, Getreide u, Eiweiß +100% in den nächsten 10 Jahren und Fleisch + 30 %. Begründet durch nachlassende Produktivitätssteigerungen, steigende Nachfrage und begrenzte Landflächen.

    Getreideerträge nach Toepfer.com

    USA 254 Mio t 56 Mio t Export
    Canada 51
    Argentinien 34
    Australien 34
    EU 27 274
    Rus 67
    Ukraine 44
    D ca. 50

    Bevölkerung USA 315 Mio
    EU 27 507 Mio

    Wenn man annimmt 120 kg pro Jahr und Kopf für Brotgetreide und 200 kg für 1 Schwein, dann 0,3 t pro Kopf und Jahr

    Kommt auf 94,5 Mio t USA
    24 Mio t D

    Wenn D nur noch die Hälfte erntet, saugt man damit die Hälfte von Canada auf, was extrem Auswirkungen auf die Preise hätte. Wir hatten die Situation schon mal vor ein paar Jahre waren die Preise schon mal auf 20 € / dt.

    Also liegt der Teufel im Detail, wenn die EU nur noch die Hälfte prod. steht die Welt Kopf.
    China, Indien usw. sind rausgelassen, da sie selber Wachstum haben und noch abkaufen Brandenburg prod ca. 300 kg pro kopf und hätte gerade die Menge für ein Schwein über. Ohne Mais.
    Theoretisch sind die Mengen kaufbar, wenn man eine starke Währung hat.

    VG

    1+

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Alexis
      hast Dir ja viel Mühe gemacht, aber die falschen Rückschlüsse gezogen. Wir essen kein Fleisch mehr und werfen nichts mehr weg und schon passt es wieder. Natürlich weltweit. Die Asiaten sollen bitteschön weiter bei Reis bleiben (wird halt nichts mit Hühnchen essen) und wir essen Tofu. Wo ist das Problem?
      Bauer Willi

      0

      • Alexis Zsipras sagt

        Hallo Willi!

        Sehe auch kein Problem! Ist schnell recherchiert, hätte ja der Prof. auch machen können. Glaube die Zahlen kennt der nicht, der hat nur allgemeine Pauschalitäten von vor 20 Jahren rausgeholt.. Der Handel muss ja „nur“ unter den Lieferanten auswählen und die Preise/Konditionen ansagen. Dann noch die Konkurrenz und den Kunden im Auge haben. Bezüglich der Ware ist alles im Überfluss da. An dem Grundwert ändert der Handel nichts.Was ist eigentlich die gesellschaftliche Leistung des Handels: die verteilen bedarfs angepasst Waren und lassen sich das bezahlen. Aldi „hinterläßt“ architektonisch anspruchsvolle Typenbauwerke und bringt Studenten und Schüler in Arbeit.

        Na ja ein paar wertvollere Tipps hätte er ja geben können, als „müßt ihr Euch zusammenschließen“ und dann die Drohung an die Direktvermarktung,,,,,,die alten Rosstäuscher die … ;)….

        Schönen Abend noch!

        0

    • Roeb sagt

      Na also; übrigens: Soweit ich das sehe, beklagen sich die Bauern primär über die niedrigen Preise. Die liegen aber doch wohl primär an einer aktuellen Überproduktion. Sollte sich die Nachfrage wie von Ihnen prognostiziert entwickeln, dann haben wir ja bald nur noch glückliche Bauern …

      0

      • Alexis Zsipras sagt

        Herr Roeb!

        Danke für die Replik! Die Prognose stammt von Prof von Witzke und ist eine Langezeitprognose. Die kurzfristige war, ein sehr dynamischer Markt mit großen Schwankungen. Beim Schwein ist das so, das die Futtermittelpreise Mitte des Jahres mit der neuen Ernte in den Fleischpreis eingepreist werden. Der Erzeuger hat davon nichts, wenn die Preise sinken u. umgekehrt. Die Prognose ist nur für Handelsfirmen und für die großen Strategen wichtig. Der kleine Bauer ist nur das Blatt im Wind, aber es kann nicht schaden, wenn es die Wettervorhersage kennt. So unglücklich sind die Bauern nicht, Jammern ist der Gruß des Kaufmanns 😉 Viele Grüße!

        0

  17. Schweinebauer Piet sagt

    Auf Schizophren gehe ich gar nicht ein.  Den Getreideanbau  in Deutschland aufgeben und am besten noch Bananen anbauen.  Die Struktur der Landwirtschaft kann bestimmt verbessert werden.  Die Schweineproduktion zum Beispiel hat sich aber schon gut entwickelt,mit den Schlachthöfen und Mischfutterwerken in einer Region. Sie stößt aber zurzeit an ihre Grenzen. Viele Regionen haben sich entsprechend ihrer Vorzüglichkeit entwickelt. Zu vielen genannten Punkten könnte ich noch etwas anmerken, dass wird dann aber zu viel.  Ich weiß nur, dass man nicht in allen Wissensbereichen gut ist, also lass ich es. Von Herrn Roeb habe ich in seinem Forschungsgebiet  schon gute Dinge gehört. Hier hat er aber anscheinend seinen Kompetenzbereich manchmal verlassen. 

    3+

  18. Prof. Roeb spricht Sachen aus, welche die Verantwortlichen der Handelskonzerne nicht öffentlich nennen. Doch die globalen Strategien der Handelsriesen zeigen eindeutig, wohin die Reise geht: Gewinnmaximierung durch Globalisierung.
    Wenn ich mich an die markigen Worte erinnere, die zum Ende der Milchquotenregelung auch von vielen Landwirten gesprochen wurden, dann wird die Herausforderung „Welternährung“ und „globaler Markt“ auch tatsächlich als Perspektive von weiten Teilen der heimischen Landwirtschaft verinnerlicht.
    Doch der Handel weiss, dass die deutschen Bauern so einen Kampf niemals gewinnen können. Denn irgendwo auf der Welt gibt es ein Land und gibt es Unternehmen, die immer noch billiger produzieren können. Vor allem auch deshalb, weil sie niedrigere Umwelt- und Tierschutzsstandards haben als wir hier in Deutschland, wo eine immer mächtiger werdenden Ethik- und Moral-Diskussioen geführt wird.
    Und genau da beginnt die Schizophrenie des Handels: Der Handel verbündet sich mitterweile mit den professionellen Naturschützern, welche den Bauern das Land streitig machen und kauft doch selbst billigste Ware aus dem Ausland. NABU wird also finanziert durch Werbekosten des Handels.
    Beispiel gefällig: REWE Aktion „Wälder schützen mit Kinderbildern“ vom 29.06.-11.07.2015

    4+

  19. Rübe sagt

    Prof. Roeb ist schizophren, einerseits die Vorzüge unserer Kultur einfordern aber nicht bereit sein diese Kultur mit ALLEN Vor- und Nachteilen zu bezahlen

    Wenn ich Prof. Roeb glaube, kann ich meine Arbeistkräfte da einkaufen, wo sie billig sind ….

    Genauso können wir die Nahrungsmittel daher holen wo sie billig sind …. wie, mit welchen Pestiziden behandelt, wieviel Urwald dafür umgemacht wird ist egal ….

    …. genauso wie ich dann die Arbeitskräfte nach den Maßstäben des billigsten Landes bezahle, bzw. Ausbeute …. dann werden wir auch wieder konkurrenzfähig …

    Wenn wir die Auflagen der Landwirtschaft und Ihre Leistung für die Gesellschaft bilanzieren, sind wir hier in D sicher nicht schlechter als im Ausland, nur aufgrund einer verkümmerten und degenerierten Freizeitgesellschaft deutlich teurer

    Auch die Industrie kann sich doch den Bedingungen der Billiglohnländer anpassen ….. mal eben von 35 Wochenstunden auf 55 Wochenstunden und den Lohn halbieren ….

    Denn im Gegensatz zu den Flächen sind die Arbeitskräfte mobil, beweglich …

    1+

    • Roeb sagt

      Wo habe ich Vorzüge einer Kultur eingefordert? Welcher Kultur überhaupt?? Und inwiefern bitte ist der traditionelle eigentümergeführte landwirtschaftliche Betrieb zentrales Teil dieser Kultur? Warum nicht die Stahlindustrie und die Bergwerke? Oder Bäcker und Metzger ??!!

      0

      • Biobauer Andreas sagt

        weil Hecker und ihresgleichen schon zu Zeiten für die Bauernbefreiung gekämpft haben, als es noch keine Stahlindustrie gab. Freies Bauerntum ist ein zentraler Bestandteil unserer Kultur und Basis für die Demokratie

        0

  20. JosefHo sagt

    Hallo Bauer Willi,
    Prof Roeb ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass in Deutschland Qualifikation und Kompetenz nicht umbedingt miteinander hergehen.
    Die Sicht auf die Landwirtschaft und insbesondere der Vergleich „Hof von Bauer Willi“ und „Aldimärkte“ offenbaren wie wenig in die Tiefe gedacht wird.
    Das man in der Landwirtschaft, quasi in der Schnittstelle zwischen einerseits natürlichen „langfristigen“ Naturgesetzen und andererseits gesellschaftlichen Kapitalismus, mehrere Dimensionen braucht als die, eines spitzen Bleistift ist Herrn Prof. Roeb anscheinend noch nicht sehr bewusst.

    Ich habe mir wirklich mehr versprochen

    Viele Grüße,
    JosefHo

    1+

  21. Alex sagt

    Landwirtschaft auslagern und komplett ohne Selbstversorgung und mit arbeitslosen Landwirten dastehen, die so schnell auch in keine andere Schiene rutschen?
    Die hohe Marge bei Kartoffeln mit Mischkalkulation erklären, statt korrekt auch den Wunsch nach Gewinnmaximierung anzuführen?
    Eins muss man Herrn Roeb lassen, er polarisiert und mischt auf. Mich persönlich in schriftlicher Form nicht so sehr, wie live bei Jauch. Aus Weltmarktsicht sind da sicher ein paar Körner Wahrheit dran – mir missfällt allerdings die Sprache bzw. Wortwahl (seiner Position und seinem Job nicht angemessen) und die fehlende Untermauerung der Argumente (die auch nicht). Für mich ist das eher ein Umherwerfen von Allgemeinplätzen und Binsenweisheiten aus dem 1. BWL-Einsteigerkurs.

    Leider ist auch Fakt, dass gerade in der Landwirtschaft noch viel familienintern subventioniert und schöngerechnet wird, gerade weil so viel Herzblut dahintersteckt. Sei es die schon erwähnte Maschinenauslastung („Ich teil mir den Trecker doch nicht mit DEM!“) als auch etwaige Gehälter von extern arbeitenden Familienangehörigen, die dann mal im „Schwarzen Loch“ namens Hof verschwinden. Ich glaube nur wenige Landwirte handeln als reiner Unternehmer. Und da stell ich mir natürlich auch die Frage: Und ist das nicht vielleicht auch wenigstens – in geringem Maß wohlgemerkt – gut so?!

    4+

  22. Ehemaliger Landwirt sagt

    Dass Landwirte die Strukturen der 70ern und 80ern behalten möchten ist schon eine merkwürdige Wahrnehmung, genauso der Vorwurf, andere mussten sich stärker Veränderungen unterwerfen. Offensichtlich kennt Prof. Roeb das begrenzte Angebot an Flächen nicht.
    Interessant ist, dass Herr Roeb meint, man kann Lebensmittel Weltweit kaufen.
    Glaubt man eigentlich man kann in Europa die Produktion von Lebensmittel aufgeben und die zum Spottpreis beziehen?
    Das Gegenteil wird stattfinden, die steigende Zahl der Weltbevölkerung wird dem Verbraucher höhere Preise bescheren, es sei denn, man lässt die Ärmsten der Armen verhungern.
    Die Struktur der aktuellen Landwirtschaft stimmt nicht, das ist richtig, wie soll eine Struktur entstehen, wenn jede Hecke strafbewehrt verteidigt und ein neuer Stall mit sämtlichen Tricks der Gemeindeverwaltung verhindert wird?
    Wird die gemeindeeigene Wiese vom Bauhof abgemäht, hat der Gemeindearbeiter ein Recht auf ordentliche Entlohnung, würde der Landwirt für die Landschaftspflege bezahlt, wäre das für die meisten eine Subvention, die sofort abgeschafft werden muss.
    Meiner Meinung nach sollte beim Generationswechsel die Weichen gestellt werden und den Hof sollte man der natürlichen Sukzession überlassen.
    Es sind nicht nur die Almwiesen, es sind auch die Wiesen der Täler in unseren Mittelgebirgslagen, die gepflegt werden. Ein Abmähen wird die Gäste, die von der schönen Landschaft schwärmen, auf die Dauer nicht befriedigen, somit stirbt nicht nur die Landwirtschaft, auch der Fremdenverkehr.
    Im Bereich Almwiesen sollte man die Lawinenproblematik nicht außer Acht lassen, es sei denn die Lawinenverbauung ist billiger.

    4+

    • Inga sagt

      In anderen Gemarkungen wird auch gerne Fahrrad gefahren und sie haben so ihren Freizeitwert und müssen dadurch gepflegt werden.

      0

  23. Johannes Küppers sagt

    Ich kann Prof.Dr.Dr.Roeb nur insofern beistimmen,wenn die politischen Umstände seine Denke erlauben.Erdöl bekommen wir nur,weil USA in den Ölförderstaaten kräftig rummischt um ihre eigene Wirtschaft am laufen zu halten.Russland,Ukraine und USA braucht nur nen Präsidenten zu bekommen (siehe Putin) der der ganzen Welt sagt ,wie rum sie sich zu drehen hat.China stellt sich auf kurz oder lang auf eigene Ernährungsfüsse.Wer die Nahrungsmittel hat,hat das sagen.Auf eine ewig im fairen Handel bauende Welt zu vertrauen ist (man möge mir verzeihen), das mit Abstand unsinnigste Gedankenkonstrukt was ein Prof.Dr.Dr. aufbauen kann.

    Die Weltgeschichte strotzt nur so vor Abstürzen von Imperien,wo es den regierenden Eseln zu wohl wurde und sie aufs Eis gingen.

    1+

  24. Christoph sagt

    Sehr gut! Und was lernen wir daraus…?

    …Ja genau viele ökonomische Zusammenhänge wie die Auswirkungen von Angebot, Nachfrage und intensivem Wettbewerb gelten auch in der Landwirtschaft. Kostengünstige landwirtschaftliche Produktion kann günstigere Lebensmittel für Deutschland anbieten. Das ist erst einmal gut!

    DOCH wie Herr Roeb auch andeutete gibt es Interessen, die über die rein ökonomischen hinausgehen. Klar, dass er diese als (ehemaliger) Funktionär des Preisführers ALDI nicht gerade besondere Bedeutung zumisst. Es würde doch das schlanke Aldi-Konzept vor eine Herausforderung stellen.

    Zunehmend haben Bürger und Gesellschaft Interesse an bäuerlicher Landwirtschaft und umweltgerechter Produktion und damit an einer Landwirtwirtschaft, die sich nicht NUR über den Preis definiert.

    Ist das nicht auch im Interesse der Landwirte? Plötzlich scheinen die Differenzen zwischen kritischen Verbrauchern, politischen Parteien und Landwirten sehr gering zu werden.

    Auf geht’s! Wir müssen nach Lösungen suchen, wie wir diese Chance für unsere landwirtschaftlichen Betriebe nutzen können!

    1+

  25. bauerhans sagt

    prof. roeb beschreibt „wachsen oder weichen“.

    jedem bauern ist es freigestellt,seinen betrieb so auszurichten,wie er gern möchte: es wird zu kursen zugepachtet,die sich nicht rechnen,aber im schnitt nicht auffallen,es werden ställe gebaut,die zu durchschnittspreisen gerechnet sind,wo es aber bei produktionsausfällen(krankheit,arbeitsfalle,langen preistiefs)zu heftigen betriebswirtschaftlichen verwerfungen kommt,die dann übers grundbuch aufgefangen werden oder die investition in grosse,viel zu grosse trecker.
    jeder ist seines glückes schmied,nur jammern hilft nix.

    1+

  26. Biobauer Andreas sagt

    Zitat“ Andere Vermarktungsformen wie z.B. Hofläden, arbeiten hart an der Grenze zur Kundentäuschung, weil viele Produkte ja nicht vom eigenen Hof kommen. Die sollen schön aufpassen, dass ihnen das nicht irgendwann mal um die Ohren gehauen wird.“

    woher weiss er das denn, kann er den statistischen Anteil von Zukaufsware belegen?
    Ich verkaufe auf meinen Märkten 40% eigene Produkte, weitere 40% Zukaufsprodukte aus der näheren und weiteren Region und ca. 20 % Auslandsware, auch Norddeutsche 🙂 . Ausserdem ist die Herkunft auf jedem Preisschild transparent deklariert, bei Käse sogar mit km-Angaben.

    4+

  27. Landmann sagt

    Ein Beispiel: Die Schweizer Steuerzahler berappen für die Freihaltung der Landschaften (Almen) rd. 1.600 € je Hektar Acker- und Grünland. Gleichzeitig muss rd. 50 % der Nahrung importiert werden. Ein gutes Geschäft für die Volkswirtschaft? Auch in Deutschland müsste die Landschaftspflege vom Steuerzahler bezahlt werden….

    2+

    • Biobauer Andreas sagt

      wer zahlt denn Landschaftspflege in D? Die Steuerzahler! und zwar über Agrarsubventionen oder Landschaftspflegeprogramme… oder versteh ich das was nicht

      0

      • bauerhans sagt

        ….es gibt keine subventionen,sondern bezahlung dafür,dass wir bauern nach cross compliance wirtschaften MÜSSEN!

        1+

  28. Biobauer Andreas sagt

    Was soll man mit einem Professor machen der öffentlich, wissentlich und damit vorsätzlich Lügen verbreitet?

    Das mindeste wäre ihn von der Hochschule abzuziehen, wenn es nach mir ginge, würde er mal für 4 Wochen auf eigene Kosten mit einer JVA Bekanntschaft machen und da könnte er sich dann mal zur Sachlage schlau machen:

    Zitat“ Man muss hier auch sehen, dass sich immer wieder bei Tests ergibt, dass Bio-Produkte nicht meßbar besser abschneiden als konventionelle Ware..“

    Bekannterweise macht unser grünes Bundesland seit vielen Jahren ein Ökomonitoring, die Ergebnisse sind IMMER eindeutig: signifikante Unterschiede zwischen Bio und konventionellen Lebensmitteln. Zuletzt 2014 zeigten 16% aller konventionellen Gemüseproben Pestizid-Rückstände ÜBER den gesetzlich zulässigen Höchstmengen, bei Bio selbstverständlich 0% http://www.untersuchungsaemter-bw.de/pdf/oekomonitoring2014.pdf

    Wenn das aus Sicht des „Prof“ nicht repräsentativ ist, verweise ich auf die britische Metastudie, welche 46 internattionale Studien ausgewertet hat und zum klaren Fazit kommt: „Bio ist gesünder“ http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/gesundheit/-/journal_content/56/12054/4065346/1:0-f%C3%BCrs-Bio-Gem%C3%BCse/

    Was also machen wir mit Herr Prof. Roeb?

    am besten ignorieren! oder nach China ausweisen…

    PS: er hat das Wesen von Landwirtschaft überhaupt nicht verstanden, es ist eben KEINE Industrie, die man beliebig verlagern und globalisieren kann, auch wenn manche Bauern und der DBV immer noch vom Weltmarkt schwärmen

    3+

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Andreas
      ich habe das Interview ja bewusst geführt, um auch andere Meinung zu Wort kommen zu lassen. Ich habe die Antworten so auch erwartet und weiß, das sie polarisieren, wie Du an den Kommentaren ablesen kannst. Das ist gewollt!
      Diese Meinung zu ignorieren wäre falsch. Sie zu kennen ist wichtig, denn nur dann können wir Bauern uns damit auseinandersetzen.
      Bauer Willi

      5+

      • Biobauer Andreas sagt

        Hallo Willi,
        ich habe nichts gegen andere Meinungen und setze mich mit ihnen gerne auseinander und fasse mich an die eigene Nase: Auch meine Meinungen poste ich allzuoft als absolute Wahrheiten, die dann überheblich wirken.

        Aber ich bemühe mich wenigstens immer Quellen anzugeben, so dass der Leser sich ein eigenes Bild machen kann.

        Aber das gilt auch für jenen Prof.: er sagt ja nicht „meiner Meinung nach“ sondern antwortet in einer Sprache die suggerieren soll „was der sagt stimmt, immerhin ist er Professor und weiss wovon er redet“ und dem ist leider nicht so.

        Biobauer Andreas

        PS: vielleicht sollte Bioland / Demeter sowas mal als Verleumdung anzeigen… aber die bekommen den A… nicht hoch, die hocken lieber mit Edeka/Rewe zusammen und planen die nächsten Deals um ihre Marktanteile/Macht auszubauen

        3+

      • Biobauer Andreas sagt

        Hallo Willi,
        ich habe nichts gegen andere Meinungen und setze mich mit ihnen gerne auseinander und fasse mich an die eigene Nase: Auch meine Meinungen poste ich allzuoft als absolute Wahrheiten, die dann überhablich wirken.

        Aber jener Prof. sagt ja nicht „meiner Meinung nach“, sondern antwortet in einer Sprache, die suggerieren soll: „was der sagt stimmt, immerhin ist er Professor und weiss wovon er redet“ und dem ist leider nicht so.

        Biobauer Andreas

        PS: vielleicht sollte Bioland / Demeter sowas mal als Verleumdung anzeigen… aber die bekommen den A… nicht hoch, die hocken lieber mit Edeka/Rewe zusammen und planen die nächsten Deals um ihre Marktanteile/Macht auszubauen

        0

  29. Dennis sagt

    Oh oh, wenn heute Stromausfall, Terroranschlag, Wirtschaftskrise oder ähnliches eintritt und wir nicht mehr einen großen Teil der Lebensmittel selbst produzieren können…

    Es ist schwer genug das öffentliche Leben halbwegs aufrecht zu erhalten,
    wenn man es im Land produziert. Hier ist jetzt schon ein sehr große Lücke was
    die Notfalls bzw. Katastrophenversorgung angeht. Man kann nur hoffen, dass so etwas
    nie eintritt, dann sieht es in Ländern wie Deutschland (wo die Vorratshaltung vielleicht für 1-2 Tage hält) sehr schlecht aus!!!!!

    Aber das werden Experten sicher anders sehen. Dann muss der Staat halt für große Notfallspeicher (Weizen, Wasser etc.) sorgen (wenn der Bürger schon nicht mehr vorsorgt). Was aber, wenn z. B. durch Wirtschaftskrise / Zusammenbruch gewissen Güter nicht mehr importiert werden können bzw. die Länder es nicht mehr nach Deutschland importieren wollen (aus welchen Gründen auch immer)?? Ohne neue Textilien wird man wohl noch eine Weile aus kommen…

    Dann könnte man ja auch die Stromproduktion außerhalb Deutschlands verlagern.
    Klappt bei Gas und Öl ja auch wunderbar… oh bin ich froh, dass wir einen Vorrat haben,
    einen Gaskocher, Holzofen, Hühner die paar Eier legen etc. – leier keine Schusswaffe die man dann braucht um sich zu verteidigen…

    Ich will nicht schwarz malen, aber an solche Dinge muss ein Staat und eine Regierung denken. Die Bürger tun das nämlich schon lange nicht mehr, bis zum Tag X…

    8+

  30. Josef B. sagt

    Sehr interessant!
    Ich denke, in diesem Artikel schwingt schon einiges an Wahrheit mit. Selbst komme ich von einem landwirtschaftlichen Betrieb, der, statt zu wachsen, gewichen ist. Herr Prof. Roeb hat mit dem Gedanken der „Industrialisierung“ durchaus recht, auch wenn es nicht einfach ist, das zuzugeben.

    Die Technik ist gut, die Technik ist teuer. Im Agrar-Studium lernt man beispielsweise, einmal eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen. Demnach ist auf einem Großteil der Betriebe sogar der vielseitig nutzbare Traktor nie wirtschaftlich ausgelastet.

    Die Margen am Discounter.. Schön zu hören, dass die Verkaufszahlen rückläufig sind, könnte ja von einem bewussteren Einkauf herstammen!

    Alles in Allem hat Herr Roeb in einem Recht. Die bäuerliche Landwirtschaft, wie sie zurzeit in vielen Bereichen existiert, reicht nicht mehr, um eine Familie zu ernähren. Es wird unweigerlich zu Agrarproduktionsgemeinschaften kommen, die in Größe die 100 ha sehr schnell überschreiten werden.

    Denn eine Veränderung des Konsums – das ist im großen Stil leider nicht ohne reglementierten Zwang erreichbar..

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  31. Quak-Quak sagt

    „Wir können unser Getreide doch auch in USA, Kanada, Russland oder der Ukraine kaufen. “

    Ein Land, das sich der Fähigkeit entledigt, aus eigener Kraft die LEBENsmittelproduktion für seine Bewohner sicherzustellen, ist m.E. so ziemlich das Dämlichste, was es gibt. Essen wächst nicht in Supermarktregalen, auch wenn sich diese Auffassung, so scheint’s, zunehmend in den urbanisierten Gesellschaften breit macht. Und das Denken in rein ökonomischen oder gar Marketingkategorien ist nicht immer konstruktiv.

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  32. Ja, Ja – Ihr Interviewpartner ist ja der erste, der Großbetriebe positiv sieht. Ansonsten hat er aber ein paar spezifische Defizite, die ich ihm nicht verdenken kann. Mit fällt dabei das Beispiel von den Hummeln ein, die ja physikalisch nicht fliegen können, aber es trotzdem tun.. .
    Wir brauchen Bauer Willi, der nicht nur jammert und den Kopf in den Sand steckt, sondern argumentiert. Das hätte schon vor 25 Jahren sein müssen – vielleicht wäre das Bild der Landwirtschaft heute positiver….
    EG Hellwig, AVA

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