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Regionales aus dem Rheinland…

Und dann noch aus unserem Dorf! Besser geht´s nicht. Heute mal ein Video von der Möhrenernte. Florian von der Fa. Brocker hat mir alles erzählt denn mit Möhren kenne ich mich auch nicht aus.
Die Ernte ist in vollem Gange. Die Möhren werden aus dem Boden gezogen, mit den „Knipsern“ (Messer) wird das Laub kurz oberhalb des Kopfes abge“knipst“ (keine Verletzungen an der Möhre!) und dann mit Erde in Kisten gepackt. Diese Kisten kommen mitsamt der Erde sofort in das Kühllager, wo sie bei einer Temperatur knapp oberhalb von 0 Grad bis April/Mai gelagert werden können. Erst dann werden sie gewaschen und verpackt. Alles, damit wir dann noch frische Möhren essen können. Übrigens hat Brocker Möhren auch eine eigene Facebook-Seite. Die freuen sich sicher über einen Like

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56 Kommentare

  1. Ihr habt Felder wie gemalt und ich bin der gleichen Meinung, wie die meisten Kommentatoren hier. Ich weiß, dass der Leistungsdruck in der Landwirtschaft von Tag zu Tag steigt und gerade hier das Prinzip „höher, schneller, weiter“ existiert, auf allen Ebenen. Jedoch, und ich hoffe die Frage ist erlaubt, was macht ihr damit, wie hier gezeigt, nicht ein Unkraut wächst?

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  2. Wofür ist denn die Resterde gut? Klar, Lagerfähigkeit. Aber was macht die Erde im Lager genau mit den Möhren? Da sind doch auch noch Mikroorganismen und Kleinsttiere drin.

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  3. Paulus sagt

    Danke für das heutige „Hallo Leute“, die Sendung ist ja fast schon ein Kult.
    Es gab Anlass mal die Website von Brocker-Moehren zu besuchen. Mario Brocker wurde ja schon mal von REWE vorgestellt.
    Bäuerliche oder industrielle LW hin oder her, mein lieber Mann …
    Die Unternehmensdarstellung ist schon beeindruckend und wenn ich denen nicht vertrauen soll, wem dann?
    Wenn ich so an den bäuerlichen Betrieb meiner Eltern in einer Mittelgebirgsregion zurück denke, fühle ich mich irgendwie ins frühe Mittelalter versetzt.

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  4. Und, verdient der Florian was dran? Kann er von den Möhren leben? Hat er die Erntemaschine und seine Sä- und Pflegemaschinen schon abbezahlt? Das Diesel das er verbraten hat? Kaum vorstellbar, es gibt sie dann im LEH für 0,59 das Kilo (oder weniger) gewaschen, verpackt, inklusive Märchensteuer, vorher x mal transportiert und alle Händler und Spediteure verdienen garantiert mehr als der Florian……..

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      • Sinne = seine,
        Martin?

        also kann der Bauer an die Kantine von Thyssen liefern, „die Menge macht´s“?
        Das gleicht aus?

        Und der Bauer heißt Fa. Broker?
        Wie so das?

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    • Wir zeigen hier erst einmal, wie die Ernte technisch vonstatten geht. Florian arbeitet als Angestellter bei Brocker und ich nehme doch an, dass er dafür bezahlt wird 🙂 Entscheidend ist doch, ob der Bauer daran etwas verdient. Die Frage kann ich Dir hier nicht beantworten, weil wir mit dem noch nicht gesprochen haben. Ich weiß wohl aus den Vorjahren, dass der etwa 0,15 € pro Kilo bekommt. Wie es in diesem Jahr ist, muss ich fragen. Aber es ist wie bei anderen Kulturen auch: den Reibach macht der Lebensmittelhandel. Wir haben mal Zwiebeln angebaut und dafür 0,03 € pro Kilo erhalten. Heute machen wir keine Zwiebeln mehr….

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    • Florian ist unser Feldmanager – insgesamt vermarkten wir ca. 100.000 t Deutsche Möhren an den Lebensmitteleinzelhandel. Preislich gesehen hast Du nicht ganz unrecht- es ist ein Massenmarkt..

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    • Bauer Willi Dann hat der Florian ja wenigstens den gesetzlichen Mindestlohn. Glückwunsch! Ich bin auch Bauer, und baue Weintrauben, Gemüse, ein wenig Getreide an. Ich habe oft nicht den Lohn pro Stunde, den ich meinen Aushilfen jetzt zahlen muss. Ich bin aber auch selber schuld, deine Reaktion mit den Zwiebeln ist wohl das Richtige gewesen. Obwohl Zwiebeln ja durchaus gebraucht werden! Ich esse sie sehr gerne, eigentlich täglich in irgend einer Form. Leider gilt quer durch die gesamte „grüne Produktion“: An der Landwirtschaft verdient man gut, in der Landwirtschaft dagegen nicht. Mal gespannt wie lange sich unsere Gesellschaft diese Form der Ausbeutung noch leisten kann und will.

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    • Preislich gesehen hast du recht? Wieviel Möhren wollt ihr denn haben, für 0,15 Euro liefern wir sofort,aktuell liegt der Preis eher bei der Hälfte.

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    • Die Pferde kriegen manchmal Futtermöhren 25 kg für 4,50. wieviel Prozent Ausschuss der als Futter verballert wird erntet ihr denn? Wieviele von den Speisemöhren werden aussortiert und weggeschmissen noch bevor sie der Endverbraucher gekauft hat? Wieviele hungrige Kinder in der Dritten Welt würden sich über wieviele Möhren freuen, die hier entsorgt werden? Das muss alles noch in euere Kalkulation rein. Muss schon sagen, das System finde ich immer mehr zum Kotzen.

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    • Hans-Georg Bischof Das gute an den Futtermöhren ist doch, dass nichts weggeschmissen wird. Möhren können auch zu Saft verarbeitet werden. Und wenn ich etwas „zum Kotzen“ finde, dann das Anspruchsdenken der Verbraucher. Wenn die bereit wären, auch krumme, dicke oder geplatzte Möhren zu kaufen, müsste der Ausschuss auch nicht anderweitig verwertet weren. Und noch mal: weggeschmissen oder entsorgt wird bei Möhren nichts.Wenn Sie etwas tun wollen, reden Sie mit Ihrem Supermarkt, damit der auch unschöne Früchte aller Art vermarktet. So wie in Frankreich. Oder interessiert Sie das alles überhaupt nicht? Und Sie wollen nur Frust loswerden? Dann wäre es schade um die Zeit, die ich für diesen Kommentar aufgewendet habe. Wünsche Ihnen einen schönen Sonntag! 🙂

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    • Nein, ich will hier absolut keinen Frust loswerden! Meine Gedanken laufen woanders hin. Nur ein Bruchteil dessen, was der Erzreuger produziert hat, kann zu diesen 15 cent verkauft werden. Oder waren es nur 7,50 cent? Niemand kann wirklich und nachhaltig zu diesen Preisen hochwertige Nahrungsmittel erzeugen. Und dann die dekadente Art in unserer Gesellschaft (das ist speziell hier in Deutschland so!) nur allerbeste Ware, bloß keine geplatzten Möhren, nur schön gerade gewachsen und makellos zu einem absolut unterirdischen preis zu akzeptieren. Als ob die werte Verbraucherschaft auch so tadellos, fehlerfrei und perfekt wäre, und würde dann für Billigstlöhne arbeiten gehen. In Frankreich, und auch in Italien hat man eine andere Art, mit Lebensmitteln umzugehen. Hier kann der deutsche Verbraucher noch eine Menge dazulernen. Bei Handys und anderem technischen Krimskram wird akzeptiert, dass etwas Besonderes auch teuer sein darf. Bei Nahrungsmitteln wird hohe Qualität verlangt, aber nicht bezahlt. Leider.

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