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7 Kommentare

  1. Rudolf sagt

    Die LW sind Unternehmer um die Existenz mit Gewinnerzielung zu sichern so wie es seit Generationen üblich war, nur damals war die Wertschöpfung pro Einheit eine ganz Andere.
    Die Möglichkeiten des biologisch technischen Fortschritts waren nur minimal im Verhältnis zu Heute.
    Um die Kostenführerschaft zu erhalten hat der Landwirt nur eine Wahl: Mitmachen oder Austeigen.
    Das Gedusel: Wir machen Euch satt, … ( also seid schön brav /dankbar?! )ist eines Unternehmers nicht würdig.
    Wir erzeugen nur die Nahrungsmittel die gekauft werden um unsere Höfe zu erhalten. Wenn wir das nicht mehr können oder dürfen, sollten wir uns nicht darüber grämen das die Verbraucher ihren Kram woanders kaufen müssen, sondern nur darüber das eine Ära geendet hat, und die Nachkommen ihr Geld leichter verdienen.
    Die Folgen dieser geringen Produktpreise bzw. Lebensmittelpreise wie Ausgleichszahlungen und evtl. Nitratwerte im Rohwasser werden uns dann noch aufs Brot geschmiert, und wer steht uns bei ?? der Verbraucher ?

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  2. Angela sagt

    Hallo,
    ich habe all Eure Kommentare mit Interesse gelesen und finde das gemeinsame Gespräch wichtig. Ich war zusammen mit Freunden und Bauern und Bäuerinnen auf der Demo „Wir haben es satt“. Ich stamme aus einer kleinen Landwirtschaft, die jetzt verpachtet ist, weil sich das Motto Wachsen oder Weichen damals durchgesetzt hat. Es waren viele Bauern, vor allem Bio-Bauern, bei uns im Bus dabei und es sind immer sehr interessante Gespräche und ein gutes Miteinander. Ich empfinde die Demo „Wir haben es satt“ als Engagement FÜR eine gute Landwirtschaft! Viele der Demonstranten kaufen am liebsten regionale Produkte, sind bereit einen fairen Preis zu zahlen und wollen umweltfreundlich und meist ökologisch hergestellte Lebensmittel. Die Tiere sollen artgerecht gehalten werden und wir wollen keine genveränderten Produkte, z. B. auch Futtermittel, aus dem Ausland. Dass wir in Deutschland keine Gentechnik haben ist doch der Verdienst unserer Bauern UND Umweltschützer. Wir wollen, dass unsere Bauern gute Bedingungen haben und eine faire Agrarpolitik, damit Familienbetriebe erhalten werden. Wir setzen uns ein gegen die Freihandelsabkommen, durch die unsere Landwirtschaft unter Druck geraten wird, weil in Amerika u.a. Fleisch durch Wachstumshormone billiger hergestellt werden kann. Wir geben mehr für unsere Lebensmittel aus als wahrscheinlich der Durchschnittsbürger das macht, was auch eine Wertschätzung der Produkte ist und dazu gehört auch die Wertschgätzung derer, die sie verantwortungsbewusst herstellen. Natürlich sind auf der Demo zum Teil auch extreme Tierschützer, aber es sind prozentual sehr wenige! Für die Bioverbände und Abl-Bauern war das kein Problem, weil man tolerant miteinander umgeht. Die Verganer oder Vegetarier stehen für eine andere Ernährung, aber dass sie die „Fleischesser“ oder Tierhalter wirklich angegriffen haben habe ich nie erlebt. Bei der Demo geht es in keiner Weise darum die konventionelle Landwirtschaft schlecht zu machen, sondern für bessere Bedingungen zu kämpfen, die die Produktion von Lebensmittel so fair, gerecht & artgerecht und umweltfreundlich wie möglich möglich machen soll! Es sollte eigentlich die Demo der Landwirte sein, die wir Verbraucher und die Umweltschützer unterstützen.

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  3. Neeser Leonhard sagt

    Ich möchte H.C:H Schmidt zustimmen, in der EX DDR wurden auf den LPGn Fruchtfolgen eingehalten,wohl auch aus Mangel an Betriebsmitteln.
    Das Einhalten von einem Mindestmass an Fruchtfolge wird jetzt mit dem Greening gefordert.
    Die überzogene Intensivierung sowohl im pflanzlichen als auch im tierischen Bereich
    mit all den negativen Auswirkungen auf Boden,Grundwasser und Luft wird zum Teil meines Erachtens u.a. durch die flächengebundenen Direktzahlungen ausgelöst.
    Durch Einhalten der guten fachlichen Praxis wären diese Auswüchse nicht möglich.

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  4. Christian Heinrich Schmidt sagt

    Moin, Moin, das für mich wirkliche Probleme ist der Ansatz der überzogenen Landwirtschaft. Nie hatte ich es vorher verstanden warum eine Dünger Hof/Tor Bilanz geführt werden musste. Nie hatte ich es verstanden warum in gewissen Regionen es keine Vermehrungsflächen für bestimmte Fruchtarten es nicht mehr gibt. Jegliche fachliche Praxis wurde/wirt nicht beachtet. Sicher können wir über die „große Landwirtschaft“ in der ehemaligen DDR sprechen. Das ist aber nur ein kleiner Ansatz der Wahrheit. So extensiv gewirtschaftet wie ich im „Osten“ hatte ich vorher noch keine andere Region in meinem eigenen Lebenslauf gesehen. Die Gruppe Landwirte muss unbedingt vor der eigenen Tür kehren. Noch nie hatte ich von Stickstoffgaben oberhalb 300 kg N/ha gelesen. In der Emsregion werden drei Mal Kartoffeln innerhalb von fünf Jahren auf der selben Fläche angebaut. Was sagte mal ein Händler aus der Region zu mir:“Was meinen sie was Sie in der Zukunft in dieser Region an Pflanzgut Kartoffeln verkaufen können? Eine kurze Antwort von mir:“ Was meinen Sie das Sie in den nächsten Jahren ohne eine staatliche Kontrolle anbauen können? Ruhe im Raum. So ist es halt.

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  5. Matthias Rackwitz sagt

    Hallo Frau Schernus ,
    ob das mit dem Thema „Wir machen euch satt“ nicht nur die halbe Wahrheit ist in einem System wo Bauern eine der durch den Steuerzahler höchst alimentiertesten Berufsgruppen sind, soll mal dahingestellt bleiben – das mit der „Ansammlung von Straßenabsperrkräften“ haben Sie hübsch formuliert, diesen Eindruck hatten bei den etwas bestellt wirkenden Kurzzeit-Gegendemonstranten mit den gelben Westen viele Beobachter – Sie sind im Januar 2016 herzlich eingeladen zur richtigen Demo, mit richtigen Bauern, Gärtnern und Imkern und vielen, vielen Verbrauchern die gern bereit sind ,diese Erzeuger für ihre Arbeit ordentlich zu entlohnen und sich gleichzeitig ehrliche Sorgen um die gelb Uniformierten machen
    Mit herzlichen Grüßen
    Matthias Rackwitz

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  6. Claudia Schernus sagt

    Liebe Organisatoren von »Wir machen Euch satt«,
    die Idee ist sehr gut und lange überfällig. Leider war der Zeitpunkt schlecht gewählt.
    Wer kann schon von weiter her 9.00 Uhr in Berlin sein? Da sind die Gegendemonstranten cleverer – 12.00 Uhr ist für die meisten zu schaffen. Jedenfalls war ich erst 10.00 Uhr vor Ort – da war schon alles vorbei. Ein wenig bäuerlicher könnte es auch zu gehen. Von weitem sah die Demo aus wie eine Ansammlung von Straßenabsperrkräften. Insgesamt finde ich jedoch erst einmal wichtig, dass ein Anfang gemacht wurde – darauf sollte man aufbauen.
    Viele Grüße
    Claudia Schernus (Obstbäuerin)

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