Bauer Willi
Kommentare 16

…plädiert für Dialog

Ralf vom Selbstversorgerkanal und Sascha von Selfbio haben mich interviewt. Trotz unterschiedlicher Ansichten ist ein fairer Dialog möglich. Das Video (30 Minuten!!) ist mittlerweile 14.000 mal aufgerufen worden.

Bei YouTube könnt ihr euch auch die 280 Kommentare ansehen. Tja, da ist wohl noch viel Dialog notwendig…

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 377 gesamt, 1 heute)

16 Kommentare

  1. Paulus sagt

    30 Minuten waren mir für einen derart unwichtiges Gequatsche mit diesem Herrn Ralf Roesberger zu viel. Die Selbstversorgerarie kann er ja ganz schön singen aber wovon lebt er? Ich meine, bei einer Familie mit Kindern müssen ja auch noch irgendwie monetäre Mittel zur Verfügung stehen. Darüber schweigt er sich auf auch auf seiner Homepage tunlich aus.
    Derartige Beiträge sind realitätsfremd und schlicht Chickenshit.

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  2. Zahn sagt

    Ich Verbraucherin bin nun verunsichert:
    Bio ohne Chemie ? wieso gibt es dann Chemikalien die extra für „ökologische LW“ sind ?
    Gülle produziert Bakterien auf dem Gemüse.
    Gibt es nicht Flächen die sich nur eignen zur Tierhaltung statt für Gemüse ?
    wie dann 60% weniger Fleisch?
    Könntest Du darüber mal ein Grundsatz-Erklärungsthema machen ?
    Danke für das schöne Gespräch, so unaufgeregt sollte es immer zugehen, friedlich.

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  3. Ehemaliger Landwirt sagt

    In dem Video würde der Wert der Flächen bei einem Verkauf diskutiert.

    Der Geldwert zwischen dem Buchwert und den Erlösen bei einem Verkauf müsste voll mit dem persönlichen Steuerhöhe versteuert werden, was zu einer nicht unerheblichen Steuerlast führen würde. In dem Fall 42 % Steuern.

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  4. Zenzi sagt

    Gelungener Dialog. Zusammengefasst auf dieses Zitat:
    Die größte Wahlurne ist die Scannerkasse im Supermarkt. (Bauer Willi)

    Wäre gut, wenn der Dialog mit dem Thema der Spritzmittel mit Jörg vom Selbstversorgerkanal weitergeführt werden könnte. Die Probleme damit, mit der gestiegenen Lebenserwartung abzutun, halte ich für Schönfärberei. Das Krebsregister zeigt andere Fakten, doch Nachweisen ob z.B. der Blasenkrebs vom Glyphosat stammt, wird niemand. Und fehlenden Insekten weint so schnell niemand nach.

    Die deutliche Stellungnahme zu „Kann die Welt mit Bio ernährt werden?“ – Ja, wenn 60 % weniger Fleisch produziert werden würde, ist Tatsache.
    Der Film „Cowspiracy“ https://filmefuerdieerde.org/filme/essen-global/cowspiracy zeigt die Zusammenhänge auf, die nicht mal WWF, Greenpeace usw. klar in ihrem Agieren sind. Doch die Fleischlobby ist die stärkste in der Landwirtschaft und wird sich nie reduzieren… ausser: Siehe oben das Zitat.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die „Fleischlobby“ wird solange und in der gleichen Menge produzieren, wie Nachfrage besteht, an dieser Tatsache kommt niemand vorbei. Ich, nur ich entscheide wie viel Fleisch ich esse, nicht die „Fleischlobby“.

      Die Gesundheit, bzw. die Krankheiten der Menschen hängen von vielen Faktoren ab, einseitig die PSM als Ursache anzusehen, ist abstrus.

      Das Krebsregister BW sagt und, dass die häufigsten Krebsfälle im Alter von 60 bis 80 Jahren zu verzeichnen sind. Meine Vorfahren vor 1900 haben dieses Alter überhaupt nicht erreicht.

      http://www.krebsregister-bw.de/auswertungen-analysen/berichtsjahre-20122013/

      Glyphosat hat einen LD 50 Wert von 4.873 mg/kg

      Aspirin, das Bedenkenlos eingeworfen wird, hat einen LD 50 Wert von 200 mg/kg

      Somit ist Aspirin 24 mal giftiger wie Glyphosat.

      Wer weiß das schon, wer interessiert das, die meisten plappern das nach, was die Medien uns servieren.
      Anschießend geht es nicht in den Bioladen, sondern in Geschäfte, die Lebensmittel von konventioneller Landwirtschaft verkaufen.

      Bei meinen Zeilen handelt es sich um keine Beschimpfung der Verbraucher, sondern um eine Schilderung von Tatsachen.

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      • Zenzi sagt

        Bei meinen Schilderungen handelt es sich auch um Tatsachen, Ehemaliger. Selbstredend entscheide ICH ob und wieviel Fleisch ich esse. Wenn Fleisch aber günstiger als Gemüse angeboten wird, greifen „die Verbraucher“ da zu, und viele ohne sich ein Hirn zu machen …“wo sie ihr Kreuz setzen“ und den Geldbeutel aufmachen an der „Kassenurne“.
        Ich habe auch nicht, wie von dir wieder mal einseitig reflektiert, die Spitzmittel als DIE Verursacher dargestellt. Aber Spitzmittel können eine von vielen Ursachen für Krankheiten sein, eben auch Krebs. Steht übrigens auch in den „Beipackzetteln“ der Spritzmittel.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          >>Selbstredend entscheide ICH ob und wieviel Fleisch ich esse. Wenn Fleisch aber günstiger als Gemüse angeboten wird, greifen „die Verbraucher“ da zu, und viele ohne sich ein Hirn zu machen<<

          Wer will ihnen vorschreiben, wie viel, oder ob sie überhaupt Fleisch essen sollen, ich auf jeden Fall nicht. Bei meinen Mahlzeiten ist 5 mal in der Woche Fleisch dabei, selbstverständlich auch Gemüse und Salat.
          Dass Fleisch günstiger als Gemüse ist, stimmt einfach nicht, man braucht sich nur Gemüse der Saison in den Einkaufswagen legen.
          Dass exotisches Gemüse eingekauft wird, glaube ich kaum, wo doch beim deutschen Verbraucher schlimmste Armut herrscht. 😉

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      • nachtigallfan sagt

        Die Unschädlichkeit von Glyphosat ziehe ich doch etwas in Zweifel.
        Denn da werden eher Äpfel mit Birnen verglichen.

        Was ich zum Ausdruck bringen will:
        Die ganzen Studien zur Unschädlichkeit von Glyphosat werden mit dem reinen Wirkstoff durchgeführt.
        Gespritzt wird aber nicht der Wirkstoff alleine, sondern ein ca. 200 Stoffe-Gemisch! Von diesem Gemisch ist bekannt, dass es deutlich giftiger ist als der Wirkstoff allein.
        Also muss man doch das Produkt, so wie es auf das Feld und indirekt in die Lebensmittel gelangt, untersuchen, denn das ist es doch, mit dem wir konfrontiert sind und nicht der Wirkstoff allein!

        Monsanto und Co. werden sich hüten, etwas zu untersuchen (oder haben es gar, nur bleibt es unter Verschluss!), was dann doch eine größere Schädlichkeit beweisen würde.
        Um so etwas wirklich beurteilen zu können, braucht man unabhängige Studien/Informationen. Nur ist da leider schwer dran zu kommen. 🙁

        Und solange für mich die Unschädlichkeit nicht zweifelsfrei bestätigt wird, bleibe ich halt skeptisch!

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        • bauerhans sagt

          „sondern ein ca. 200 Stoffe-Gemisch!“

          tallowamin war der bedenkliche stoff,der nicht mehr zugelassen ist,
          weitere 199 gibts nicht.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Zenzi,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ob der Dialog mit Ralf weitergeführt werden kann, weiß ich nicht. Als er das Video auf seinem Kanal gebracht hat, hat ihm das 70 Abonnenten „gekostet“. Sie waren wohl entrüstet, wie er es wagen kann, mit einem konventionellen Landwirten zu reden und ihm stellenweise auch noch zur Seite zu stehen.
      Zum Thema „die Hälfte weniger Fleisch essen“ empfehle ich das Buch „Food-Crash“ von Felix zu Löwenstein (BÖLW). Ich habe es zweimal gelesen. Flüssig geschrieben, kann man gut lesen. Leider erklärt er nicht, wie das umgesetzt werden kann. Also bleibt es ein Appell…
      Bauer Willi

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      • Zenzi sagt

        Die Abonnenten, die aufgrund dieses Dialogs abspringen schneiden sich ja ins eigene Fleisch…
        Das Buch habe ich auch und war auch schon 2x bei Vorträgen des H. v. Löwenstein. In der Theorie ist es gut in der Umsetzung wird es wohl beim Kleinen bleiben.
        Mich würde noch interessieren, was du als Biobauer (in spe) an weiteren Maschinen brauchen würdest, die du jetzt noch nicht hast. Liegt es echt am Geld das nicht reichen würde deiner Familie ein Auskommen zu garantieren und deinem Sohn eine Zukunft, oder schmerzt die „Geldzahl“ die ihr weniger verdienen würdet so sehr, dass es halt beim Alten bleibt und der Bio-Privatgarten dafür umso besser gehegt und darin experimentiert wird?

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    • nachtigallfan sagt

      60% weniger Fleisch zu essen geht. Das ging in den 1950er Jahren auch: trotz schwerer körperlicher Arbeit reichte der Sonntagsbraten und die Reste davon. Wer arbeitet denn heute noch schwer körperlich? Die wenigsten.
      Und für die Gesundheit wären 300 g Fleisch und Wurst die Woche genug, um nicht zu sagen: besser.
      Ich selber bin Flexitarier und Auswärtsvegetarier, esse also nur wenig Fleisch, aber wenn, dann gutes, d.h. wo ich weiß, wie die Tiere gehalten wurden, die ich nun esse. Auswärts, wo ich dies fast immer nicht weiß, eben nur vegetarisch.

      PS: Ich habe auch schon zweimal die Vorträge von Herrn zu Löwenstein gehört, in den nächsten Tagen gibt es hier vor Ort den dritten Vortrag.

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        • nachtigallfan sagt

          @bauerhans
          Ist das nicht ein gemeinschaftliches Projekt? Wo jeder ein wenig seine Gewohnheiten ändert, zum eigenen Wohl und dem anderer.
          So wie der Klimawandel auch. Was Klimawandel bedeuten kann, haben wir ja diesen Sommer gesehen. Aber die Leute fliegen dennoch weiterhin mehrmals im Jahr in Urlaub. Nach dem Motto: Klimawandel, was interessiert mich das?! Nach mir die Sintflut!

          Und selbst wenn der Klimawandel nicht menschengemacht oder -beeinflußt wäre: muss man so verschwenderisch mit den Rohstoffen gleich welcher Art umgehen? Sind die Bedingungen, unter denen die Rohstoffe gewonnen oder die Produkte hergestellt werden, so völlig egal? Oder in welchem Zustand man man die Erde nach der Rohstoffgewinnung zurücklässt?

          Wenn ich das alles so erlebe, verursacht das bei mir ein fast ständiges Kopfschütteln.

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          • Sabine sagt

            Würde jeder wieder mit dem Henkelmann zur Arbeit gehen, hätten wir auch einige Probleme weniger. Jeder könnte seine Pullover und Strickjacken wieder selber aus heimischer Wolle stricken, dann hätten wir auch einige Probleme weniger. Alleine was an Chemie einsparen würden, wenn wir auf Multifunktionskleidung verzichten würden. Von Baumwolle und der Energie, die bei der Erzeugung und beim Transport, verbraucht, will ich erst gar nicht anfangen. … Wenn jeder aufhören würde Sommergemüse im Winter zu futtern, gäb es auch weniger Probleme und wenn jeder, der einen Garten hat, da nur auf 50 qm Gemüse pflanzen oder Kaninchen und Hühner halten würde, hätten wir auch weniger Probleme. Das Problem ist nur, dass das – bis auf ein paar Bekloppte – niemand macht. Ich hab heute eine Stunde damit verbracht Kartoffeln zu ernten. Kartoffeln, die nur meinen Hühnermist als Dünger gesehen haben und deren einziger Pflanzenschutz die Hühner waren. Aktuell kosten die Biokartoffeln beim Edeka 2, 73 Euro das Kilo. Wenn ich einrechne, dass ich die Teile ja auch setzen musste und ich vorher die Erde wenigstens mal aufgelockert habe, wäre es klüger gewesen, die Zeit im Büro zu verbringen und mir 20 Kilo Kartoffeln auf dem Heimweg zu kaufen. Die Eier und das Fleisch, was ich im Garten habe, sind um ein Vielfaches teurer, wie alles was man im Handel bekommt und einen kürzeren Transportweg, wie vom eigenen Garten in die Küche gibt es selten, selbst wenn der – wie bei mir – nicht direkt am Haus ist.
            Wenn Du die Welt retten willst, kannst Du gerne aufhören Fleisch zu essen oder deine eigenen Pullis stricken. Ich zeig Dir gerne, wie man die Wolle vom Schaf runter bekommt. Schafe sind nicht immer kooperativ, aber danach sind alle Arbeitsschritte echt einfach und brauchen als Energie eigentlich nur Muskelkraft. Beim gärtnern hilft Dir der Willi bestimmt gerne, da bin ich ehrlich gesagt, ein fauler Sack und rede mich damit heraus, dass saubere Beete eh im Handumdrehen von den Hühnis in Wellness-Oasen umfunktioniert werden.
            Ach übrigens, Willi, die Rheinländer gibt es auch in dem eleganten Farbschlag Rebhuhnhalsig, politisch völlig unverfänglich.

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            • bauerhans sagt

              sabine,wenn ganz schlechte zeiten kommen, werde ich mir erlauben,dich zu kontaktieren,du weisst wies geht,pullover hab ich aber genug!

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