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Kommentare 240

Nochmals Zulassung…

Aktuelle Meldung von heute, 27.11. 2017 Stand 18.00 Uhr:
Am Ende des Artikels haben die Leser die Möglichkeit, über diese Entscheidung abzustimmen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article171010504/Grosser-Aerger-wegen-Deutschlands-Ja-zur-Glyphosat-Zulassung.html

Bild: Facebook

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240 Kommentare

  1. Die EU und Minister Schmidt sitzen in der selbstgewählten Globalisierungsfalle. Man kann nicht die bodenständige Produktion durch immer neue Auflagen und Verbote verteuern und zugleich den Schutz des eigenen Marktes durch Importrestriktionen ablehnen. Mit einem Verbot hätte sich die EU „abgeschottet“ und die heimische Landwirtschaft vor dem Weltmarkt schützen müssen. Aus Angst vor Protektionismus konnten die gar nicht anders entscheiden. Siehe auch http://liegeboxen.de/glyphosat-und-das-dilemma-der-politik/

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    • Kann nicht widerrufen werden. Stimmabgabe ist Stimmabgabe. Schmidt kann nur gehenkt werden. In Wahrheit aber ist er nun ein Held, jedenfalls dort, wo er künftig geliebt werden will und sehr viel Geld verdienen wird, im Agrobusiness. Held in allen Bevölkerungsteilen ist man heute eh nie.

      Man mag zu Glyphosat stehen, wie man will, ich stehe Glyphosat als solchem durchaus nicht ablehnend gegenüber. Aber ist es angemessen, nun Herrn Schmidt als Helden zu verehren? Heldentum durch Rechtsverstoß, sei es durch einen Gentechnikbefürworter, der am EKD-Sitz in den Hungerstreik tritt (Nötigung), oder Stalleindringer, oder jemand, der gegen die GO der Bundesregierung verstößt?

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    • So, jetzt wurde ein wichtiges Agrarthema, Glyphosat, medial mal ganz nach oben gespült, in den allgemeinen Politikteil der Zeitungen und Nachrichten, sogar dort als Thema Nummer 1, prominenter geht es nicht. Leute sprachen über das Abstimmungsverhalten.

      Und? Regt sich jemand über die Chemikalie auf? Nein. Was die Leute interessiert, ist Machtpolitik, ist die berechtigte Frage, ob Merkel noch die nötige Autorität als Regierungschefin hat, wenn sich ein Minister mit CSU-Parteibuch über die Weisungslage hinwegsetzt und sie ihn lediglich rügt. Dieses Glycophil ist für die meisten eben nur so ein Brüsseler Regulierungsthema unter vielen, genau so wie Staubsaugerrohrlängen, Pommesröstzeitenhöchstgrenzen und Acrylunterhosenentflammbarkeitsmindestdauern Interessiert keinen in der Stadt, machen die in Brüssel schon…

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  2. Friedrich sagt

    Gut , daß der Zirkus jetzt beendet ist . Gut auch , daß mal einer eine Eisenstange im Rücken hat und entscheidet. Damit hat die Revolutzerseite erst einmal Ruhe. Da gabs ja keine Sachlichkeit mehr. Jetzt kann die Wissenschaft einmal ohne Druck sich damit befassen. —
    Gibt es denn nichts „Wichtigeres“ in diesem Land ? Was haben wir eigentlich für Führungspersonal in diesem Land. Alles nur Emporkömmlinge und Abkassierer. Wo bleibt die Sacharbeit und die Verantwortung für unser Land ?

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  3. rebecca sagt

    Glückwunsch zu dieser Entscheidung mit der es Schmidt geschafft hat auch Menschen denen das Thema bisher egal war oder die eher für die Zulassung votierten gegen diese aaufzubringen.

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  4. So, jetzt hat es Glyphosat auf die erste Seite geschafft – wegen des Geschäftsordnungsverstoßes. Begreifen Sie es als Chance. Ob allerdings eine breite Debatte über Landwirtschaft und Artenvielfalt folgt – ich wage es zu bezweifeln.
    Mein Glückwunsch zur Zulassung war übrigens ernst gemeint.

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      • Das macht eine Groko unwahrscheinlicher. Steinmeier wird aber erst nach den Wahlgängen der Kanzlerwahl mitteilen, wie er entscheidet: Ernennung Merkels zur Bundeskanzlerin (=> Minderheitsregierung) oder Auflösung des Bundestags (=> Neuwahl). Die SPD redet nun von Vertrauensbruch. Neuwahlen sind aber kein Grund, danach zu sagen, och jetzt ist das Vertrauen wieder da oder wir sehen nun drüber hinweg. Dann hätte man Neuwahlen erst gar nicht provozieren dürfen. Die SPD (Parteitag) muss sich JETZT entscheiden: Groko ja oder nein, unabhängig von Neuwahlen. Womöglich hat sie jetzt ihren Grund gefunden, eine Groko für die kommende Legislaturperiode allerendgültig auszuschließen. Goldene Brücke für Lindner? Eher nicht. Argument für den Bundespräsidenten, den Bundestag mangels absoluter Mehrheit für Merkel als Bundesanzlerin aufzulösen? Eigentlich auch nicht. Es bleibt spannend.

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        • Bauer Willi sagt

          Schulz führt „erst einmal Gespräche, das wollte der Bundespräsident ja so“. Dann kommt ein halbwegs vernünftiges Ergebnis heraus, bei der beide Seiten Zugeständnisse machen müssen, also auch die SPD. Danach erklärt die SPD, dass sie sich schweren Herzens bereiterklären könnte und macht eine Mitgliederbefragung, die der GroKo NICHT zustimmt. Bis dahin haben wir Februar und sind keinen Schritt weiter. So jedenfalls meine Idee, wie das läufen könnte. Alles in allem eine Steilvorlage für alle Politikverdrossenen…
          Bauer Willi

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          • Mein Tipp: Es kommt zu einer Groko, ohne Neuwahl. Die SPD wird das Abstimmungsverhalten Schmidts für sich zu nutzen versuchen. Ihr Einlenken in eine weitere Groko, die die Gefahr weiteren Bedeutungsverlusts für die SPD begründet, wird die SPD sich ebenfalls bezahlen lassen mit einem Großprojekt, das nur für sie allein steht und bei dem selbst der dümmste Wähler begreifen muss, dass es von der SPD ins Werk gesetzt wurde.

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  5. Philip sagt

    Man muss auch bedenken, dass immer eine Mehrheit der EU-Länder für die Zulassung von Glyphosat gestimmt hat. Da aber Deutschland und Frankreich mehr Gewicht bei der Stimmabgabe haben, stand überhaupt ein Verbot im Raum. Ich glaube auch, dass die EU-Kommission, wenn zur Entscheidung gezwungen, vor diesem Hintergrund Glyphosat zugelassen hätte.
    Wenn gewisse EU-Länder Glyphosat wirklich verbieten wollen, dann ist das doch auch auf nationaler Ebene möglich (so wie es Frankreich plant).

    Alles andere stiftet nur Streit innerhalb der EU und hätte im konkreten Fall auch zu bedeutenden Schadensersatzklagen seitens der Industrie geführt.

    Von daher muss man dem Minister Schmidt zweifach dankbar sein, für seine wahrscheinlich letzte Aktion auf der politischen Bühne…

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  6. Ehemaliger Landwirt sagt

    Ihre Umgangsprache wird ihnen zu Lebtage zu Ehre gereichen.
    Anders ausgedrückt, GOSSENSPRACHE.

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