Bauer Willi
Kommentare 108

„Nicht die Faust in der Tasche ballen…“

…und auf „die da oben“ schimpfen“.

So beginnt ein Aufruf vom Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), am 20. Januar mit dem Trecker nach Berlin zu fahren. Und weiter heißt es:

„Wir sind es auf den Höfen gewohnt, neue Herausforderungen anzunehmen. Wir sind bereit für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft. Für eine politische Offensive zur Entwicklung der ländlichen Regionen und für ein attraktives Einstiegsprogramm in die Landwirtschaft. Bäuerinnen und Bauern braucht das Land! Und das geht nur mit einer Landwirtschaft und Agrarpolitik, die von der Zivilgesellschaft akzeptiert und getragen wird.“

Den vollen Wortlaut des Aufrufes findet ihr hier: https://www.wir-haben-es-satt.de/trecker/aufruf/

Auf weitere Inhalte der Demonstration „Wir haben es satt“ werde ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen. Weil mir die weniger verständlich sind und ich da noch ein paar Fragen habe.

Die Einladung zum Dialog nehme ich deshalb gerne an.

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 1.236 gesamt, 1 heute)

108 Kommentare

  1. Alexander Borchert sagt

    Liebe Leser,
    ich war schon zweimal auf dieser Demonstration, um mit den Demonstranten zu diskutieren. Keiner hatte eine Antwort,was die richtige Landwirtschaft ist.
    Doch haben wir diese Antwort?
    Ist es der 1000 ha in Meck-Pom oder der Allgäuer Bergbauer? Ist es der Zuckerrübenbauer in der Gäulage oder der Sommergerstenbetrieb im Mittelgebirge?
    Ich habe keine Antwort.

    Das einzige was ich mir wünschen würde, ist folgendes:
    Nur mehr der landwirtschaftliche Betrieb erhält die volle Betriebsprämie, der von sich aus nachweist, dass er die gute fachliche Praxis einhält. Wir dokumentieren sovieles, doch in Wirklichkeit alles fürs Papier. Ab und zu gibt es dann eine CC-Kontrolle. Es wird über eine DüVO politisch so lange diskutiert, bis den Problembetrieben weiterhin eine wettbewerbsverzerrende Produktion erlaubt wird usw. Es gibt ein EEG + EU-Prämien, damit in großem Stil einseitige Nährstofffrachten aufrecht erhalten werden. Alles unter dem Deckmantel Klimaschutz.

    Genau diese Praktiken gehören von den Prämien riguros abgekoppelt. Der Verbraucher und auch der Bauer, der sich an die gute fachliche Praxis hält, darf diese Vorgehensweise nicht länger dulden. Wer die gute fachliche Praxis nicht einhält, muss automatisch mit Prämienkürzungen rechnen. Dabei sind die Vorgaben für die gute fachliche Praxis auf wissenschaftlichen und bäuerlichen Grundsätzen zu machen. Politische Vorgaben und Diskussionen sind dabei nicht zu dulden.
    Ich wette, dass sich innerhalb weniger Jahre Landwirtschaft verändert. Nicht zurück zur Romantik, sondern hin zu einer Chancengleichheit zwischen den Betrieben, die es schon lange nicht mehr gibt. Hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft mit geringerer Intensität. Hin zu einer Landwirtschaft, die den Bauern wieder mehr Würde und Ansehen gibt.

    3+

    • bauerhans sagt

      „Ist es der 1000 ha in Meck-Pom..“

      eindeutig ja,da der 300000 aus der bundeskasse bekommt und mit 2 arbeitskräften bewirtschaftet werden kann.

      0

      • Ottmar Ilchmann sagt

        Genau gegen diese strukturelle Bevorzugung von Großbetrieben über die Verteilung der Direktzahlungen mit der Gießkanne richtet sich u.a. die WHES-Demo in Berlin! Die Bundesregierung hätte jederzeit die Möglichkeit, bis zu 30 % der Zahlungen auf die ersten Hektare umzuverteilen. Auch die Kappung der Zahlungen und die Einführung einer Obergrenze sind in der Diskussion. Die jetzige Verteilung ist die Folge von politischen Fehlentscheidungen und kann jederzeit politisch korrigiert werden.

        5+

        • Aufklärer sagt

          Ach so…

          Ich hab da mal ne Idee!

          Sie zahlen mir ein Hobby, damit ich dann künftig weniger produzieren muss und trotzdem gut verdienen kann! Ok?
          Wie? Wollen Sie nicht? Finden sie bescheuert?

          Warum wollen dann Hobbylandwirte mit Betrieben von vorgestern Gewinne von Morgen erwirtschaften?

          Ordentlicher Betrieb hat Größe nötig. Alles andere ignoriert die Rahmenbedingungen unseres Wirtschaftssystems. Das ist wie eine Blumenzucht in der Wüste.
          Solange man sie irgendwie bewässern kann ok – und genau um das zu können, will man anderen das Wasser abgraben …

          Übersetzt heißt das: Den gut wirtschaftenden flächengroßen Betrieben das Wasser abgraben, damit der Bio-Hobby-Landwirt seine —
          (achtung böse provokant) —
          Spassproduktion esoterischer Produkte für eine Einkommenselite auf sozialistischer Basis produzieren kann, weil ihm schon seine eigene Ziel-Kundschaft eine lange Nase zeigt. Seine Marken-Produkte mit Bio-Label sind dieser Bioaffinen Kundschaft das Geld nicht wert, das er dafür haben muss um seine Hobby-Identitätswirtschaft noch aufrecht erhalten kann?

          Nö sorry. Es soll schon Manufakturen gegeben haben, die auch pleite machen mussten, weil sie zu teuer waren.

          Im Ernst: Computer sind nicht ohne Industrie möglich, Autos ohne Industrie kosten das zehn- bis hundertfache!

          Wenn der Bauer sich weigert mit der Zeit zu gehen, wird er zurückgelassen werden während die Veränderungen über ihn hereinbrechen.

          Und das gilt nicht nur für den Bauern.

          Es ist hart und ungerecht, aber so ist es nun einmal.
          Anpassung ist das Gebot der Stunde und nicht verharren auf einer altmodischen dekadenz-Landwirtschaft, die mehr fürs Herz als für Essen sorgt.

          2+

          • Ottmar Ilchmann sagt

            Haben Sie sich mal angesehen, wie hoch der Anteil der Direktzahlungen am gesamten Betriebseinkommen ist, je nachdem, wie groß der Betrieb ist? Da staunt man, wie abhängig Großbetriebe oftmals von der staatlichen Alimentierung sind! Sie sagen: „Ordentlicher Betrieb hat Größe nötig.“ Wie konnte es dann zur KTG-Pleite kommen, trotz jährlicher EU-Direktzahlungen in Millionenhöhe? KTG war übrigens auch ein sehr großer Bio-Produzent…
            Mit Bio und konventionell hat diese Diskussion um höhere Förderung der ersten Hektare, Degression und Obergrenze überhaupt nichts zu tun.
            Und wenn die flächengroßen Betriebe ihrer Meinung nach so gut wirtschaften, dann haben sie doch sicherlich die vollen EU-Zahlungen für jeden bearbeiteten Hektar gar nicht nötig, oder?
            Eine kleinstrukturierte Landwirtschaft sorgt im Übrigen mindestens ebenso fürs Essen wie Großbetriebe, darüber hinaus aber noch für Landschaftserhalt, Biodiversität, artgerechte Tierhaltung und Erhaltung lebendiger Dörfer und, ja, auch noch fürs Herz! Sie sichert nämlich langfristig die Akzeptanz der Bevölkerung, die viele Großbetriebe längst verloren haben. Welche Art von Landwirtschaft ist wohl zukunftsfähiger?

            4+

          • Thomas Stintzing sagt

            Sind Sie bereit, ohne Zollschranken auf dem Weltmarkt zu bestehen?
            Ohne Umwelt und Sozialstandards wie in Südamerika?
            Für mich geht es um die Fragen: Wollen wir eine breite Eigentums und Einkommenstreuung in der Landwirtschaft und in unserer Gesellschaft weiter erhalten?
            Oder wir gehen den Weg, des Neoliberalismus der nicht an der EU Außengrenze aufhört und somit noch mehr Elend und Flüchtlingsprobleme auslöst!
            Wenn alles nur nach den Markt geht, werden wir in Europa sicher auch nicht mehr lange zu den Gewinnern dieses Systemes gehören. Auch landwirtschaftliche Betriebe mit 1000 ha werden, dann wieder nach Staatshilfen schreien!

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  2. Friedrich sagt

    Jetzt wartet mal ab , was dann nach beiden Demonstrationen in den Medien erscheint. In den letzten Jahren wurden doch nur die NGOs und ABL – Demonstranten gezeigt. Diese einseitige Mediendarstellung ist doch im warsten Sinne eine „Sauerei“. Inzwischen bin ich auch der Meinung , daß der „Öffentliche Rundfunk“ mit seinen Gebühren abgeschafft werden sollte. Die verbreiten doch nur Rot-Grüne Einseitigkeiten. Die Zwangsgebühren sind doch nur eine Umverteilung von Unten nach Oben. Genauso verhält sich das mit den Ökosteuern beim EEG.

    4+

  3. Paulus sagt

    Ob die Bauern mit ihrer Schlepperparade nun die Kulisse für „Wir machen euch satt“ oder „Wir haben es satt“ bilden, es blickt doch eh keiner durch. Die Bilder werden mal kurz in den Nachrichten gezeigt und das war es dann. Für mich war im letzten Jahr schon irritierend wer da mit wem durch Berlin marschierte; da konnte ich mir nur verwundert die Augen reiben.
    Die wahren Entscheidungen fallen weder in Berlin noch in Brüssel, sondern ausschließlich und zig-millionenfach in Supermärkten, bzw. an den Ladentheken. Das ist in Wahrheit das was von der „Zivilgesellschaft“ akzeptiert und getragen wird.

    Da hilft auch ein infantiles Topfschlagen anlässlich der Grünen Woche nichts. Die von den Mitveranstaltern als „Zivilgesellschaft“ (welch ein Stuss) bezeichnete Masse der Verbraucher, wird es mehr als gelassen zur Kenntnis nehmen.
    Ich freue mich wenn ich einen Bauern mit einem großen Fendt sehe, habe ich doch die Hoffnung, dass es ihm gutgeht und er genau so wie ich Steuern bezahlt.
    Die Sache mit der Ernährung kriegen die Profis schon hin und kein halbwegs gescheiter Einkäufer wird seinen bäuerlichen, oder auch bäuerlich industriellen Lieferanten soweit in die Knie zwingen bis er nicht mehr kann. Davor stehen die eigenen Interessen und die Gefahr, dass nicht mehr alles täglich zur Verfügung steht.
    Und jetzt macht euch auf zum gemeinsamen Auftritt mit Peta und Konsorten, liebe Schweinemäster.

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      Was für ein Kinderglaube: Die Einkäufer zwingen die Lieferanten nicht in die Knie, bis sie nicht mehr können! Genau das passiert doch tagtäglich, wobei die Einkäufer nicht nur im Handel, sondern auch bei unseren direkten Abnehmern zu finden sind, Schlachtkonzerne und Molkereien zum Beispiel.
      Genau so falsch ist die Behauptung, Entscheidungen würden nicht in Berlin oder Brüssel fallen. Genau dort wird durch falsche politische Rahmensetzungen den bäuerlichen Betrieben die Existenzgrundlage entzogen! Gäbe es andere politische Vorgaben, z.B. endlich ein Tierwohllabel von Minister Schmidt, das diesen Namen auch verdient, würden die Verbraucher klaglos die dann etwas höheren Preise zahlen. Auch für die ungerechte und nicht an gesellschaftlichen Leistungen orientierte Gestaltung der Direktzahlungen sind Politiker verantwortlich. Und genau an diese richtet sich auch die Demonstration! Das ist kein infantiles Topfschlagen, sondern ein Einfordern einer anderen, gerechteren Agrarpolitik.

      3+

      • Paulus sagt

        Hallo Herr Ilchmann, ich verstehe Ihren Missmut und unterstütze als „ganz normaler Mensch“ wie Bauer Willi es auszudrücken pflegt, die Forderungen der AbL, zumindest in Teilen.
        Es gibt aber noch andere Aspekte, z.B. was die Milchviehhalter betrifft.
        Nachdem ihnen die Verantwortung zurück übertragen wurde, die sinnvoll zu erzeugende Rohmilchmenge selbst zu bestimmen, haben sie aufgestallt und produziert auf Teufel komm raus. Dieser Herausforderung waren sie scheinbar nicht gewachsen.
        Gleichzeitig konnten sie sich von dem überholten Denkmuster, der Staat habe das zu regeln auch nicht so ganz verabschieden. Diese bäuerliche Anspruchsmentalität passt nicht mehr in die heutige Zeit.
        Wenn Sie mir Kinderglauben unterstellen, muss ich wohl damit leben. Ich bin geneigt mir ein Malbuch und Buntstifte zu kaufen, um naiv wie ich bin, die Kühe und den Bauern bunt zu malen.

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        • bauerhans sagt

          „Diese bäuerliche Anspruchsmentalität passt nicht mehr in die heutige Zeit.“

          doch,da der bauer nunmal unflexibel unelastische produkte anbietet!

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        • Ottmar Ilchmann sagt

          Sie haben natürlich recht, Paulus, auch die Milchbauern selbst sind mit verantwortlich für die Krisen am Milchmarkt, sie melken schließlich die Milch! Deshalb setzt sich die AbL ja auch sehr intensiv für eine eigenverantwortliche Regelung der Milchmenge im Krisenfall ein, und zwar in Absprache zwischen Bauern und Molkereien. Dazu müssen die Bauern aber eine Verhandlungsposition „auf Augenhöhe“ haben, und die Politik ist aufgefordert, dafür Rahmenbedingungen zu setzen. Wirr haben auf dem Markt für Lebensmittel ein extremes Machtgefälle vom Handelskonzern über die Verarbeiter (wie Molkereien) bis zum Bauern, dem schwächsten Glied in der Kette. Und hier finde ich es eben naiv zu denken, die Starken würden bei der Ausübung ihrer Marktmacht auf das Überleben der Schwächeren Rücksicht nehmen. Die tägliche Realität belehrt mich da eines Schlechteren.

          1+

  4. Ein breites Bündnis für bäuerliche Landwirtschaft ist dringend erforderlich und unterstützenwert. Was mich allerdings auf den hiesigen Plakaten zur Veranstaltung am 20.1. sehr irritiert, ist die Überfrachtung mit linken und „Refugees Wellcome“-Parolen, die der Glaubwürdigkeit bei Verbrauchern und Landwirten schaden. Ich finde das sehr schade, denn es schreckt konservative und liberale Menschen ab. Die Verbände sollten sich davor hüten, sich parteipolitisch vor den Antifa-Karren von Grünen und Linken spannen zu lassen.

    4+

  5. Ehemaliger Landwirt sagt

    Was macht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft mit den großen Treckern?
    Hab immer gedacht, die bäuerliche Landwirtschaft arbeitet noch mit dem kleinen Lanz auf dem Acker?
    Die mitlaufenden Verbraucher wollen Betriebe mit höchstens 10 Kühe, 20 Hühner und zwei Schafe zu streicheln.
    Ganz wird die moderne Landwirtschaft nicht verteufelt, deshalb gesteht die Bevölkerung den Bauern noch den Lanz Baujahr 1951 zu, vielleicht auch einen Hanomag.
    Ehrlich gesagt, ich bin etwas ratlos.

    11+

    • Ottmar Ilchmann sagt

      Waren Sie schon mal in Berlin bei der Demo? Da sind Trecker aller Alters- und Größenklassen am Start. Willi hat für sein Bild natürlich sehr bewusst einen der größeren Vertreter ausgewählt, aber bäuerliche Landwirtschaft definiert sich sicher nicht über die PS-Zahl des Treckers. Und den Verbrauchern, die dort teilnehmen und ihre Anliegen vertreten (sicher nicht nur „mitlaufen“), kann man bei der Gelegenheit auch ein realistisches Bild heutiger Bauernhöfe vermitteln. Die meisten haben das ohnehin schon, denn es handelt sich in der Mehrzahl um interessierte, gut informierte Bürgerinnen und Bürger.

      8+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Nein,
        war noch nie bei einer DEMO, schon gar nicht bei der „wir haben es satt“.
        Die Gruppierungen ( außer den Landwirten) haben nicht das Wohl der Landwirte auf der Agenda und die ABL meint, sie bekommen Unterstützung von diesen Menschen.
        Die bäuerliche Landwirtschaft gehört schon lange der Vergangenheit an, die letzten Mohikaner meinen man kann das Rad nochmals zurückdrehen, für mich die reine Illusion.
        Einen Außenschutz werdet ihr nicht bekommen, es ginge nur mit Verbrauchern, die auch mehr für Lebensmittel bezahlen, die derzeitigen Absichtserklärungen kann man getrost in die Tonne kloppen.
        Bin mir sicher, dass ach so gut informierte Bürgerinnen und Bürger ihre Informationen von dubiosen Broschüren, oder von Hochglanzmagazinen her kennen, keines Falles von der Arbeit auf einem Bauernhof.
        Wenn sie schon das Bild, das von Bauer Willi verwendet wurde kritisieren, nehmen sie das Bild von diesem Link, einen kann ich ihnen verraten, Pferdefuhrwerke sind nicht zu sehen.
        https://www.wir-haben-es-satt.de/trecker/aufruf/

        8+

        • Ottmar Ilchmann sagt

          Noch nie bei einer Demo? Gab es noch nie ein Ziel, für das Sie sich gemeinsam mit anderen einsetzen wollten, noch nie Ideale, die Sie öffentlich vertreten wollten, noch nie Mißstände, gegen die Sie protestieren wollten? Wie traurig! Andere Menschen ticken anders, zum Glück!

          3+

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ich war noch nie bei einer DEMO in Berlin, aber mehrere Male in Straßburg, mit bis zu 20.000 beteiligten, hab mich da falsch ausgedrückt.

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            • Inga sagt

              Und früher mal in deiner Kreisstadt vor dem Bauernverband auch nicht?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Meinungsverschiedenheiten habe ich mit dem Geschäftsführer oder dem Präsidenten besprochen.

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        • Phillip Brändle sagt

          Guten Abend Ehemaliger Landwirt,

          Sie beschreieben die AbL als Rückständig und als Gegenpol zur „modernen“ Landwirtschaft. Die AbL schätzen Sie offenbar so ein als würde Sie sich vorallem für die nutzung historischer Landtechnik stark machen. Woher nehmen Sie diese Infos? Haben sie sich mal mit den Positionen der AbL auseinander gestezt?

          Ich würde mich freuen wenn Sie ich mal mit den AbL-Papiern im Detail beschäftigen und empfehle einen Besuch der Homepage der AbL (http://www.abl-ev.de/start/) Wo finden sich hier unmoderne Positionen? Ist die Tatsache das sich die AbL für den erhalt möglichst vieler Bäuerinnen und Bauren stark macht nicht im Sinne unseres Berufstandes?

          Mit besten Grüßen,
          Phillip Brändle

          Wo sehen Sie hier etwas unmodernes

          0

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wo soll ich geschrieben haben, dass die ABL rückständig ist, ich halte die vielgepriesene bäuerliche Landwirtschaft als nicht Überlebensfähig und für die „Agrarwende“, die von einigen Politikern gefordert wird, würden die Arbeitskräfte fehlen.
            Deutschland ist ein Exportland, für die Landwirtschaft wird nicht die Industrie geopfert.
            Den erforderlichen Außenschutz, den Bauer Willi anspricht, wird nie kommen. Folglich tut die Politik alles, dass die Bevölkerung mit preiswerten Nahrungsmittel versorgt wird, aber nicht mehr.
            Mein persönlicher Wunsch wäre, dass alle jetzt noch vorhandenen Betriebe überleben würde, daran glauben tu ich nicht.

            6+

      • bauerhans sagt

        „Die meisten haben das ohnehin schon“

        denen ich in berlin zugehört hatte,hatten ein subjektives bild von bauern,ähnlich den verbrauchern,die sofort und selbstverständlich mehr fürs essen zahlen wollen.

        1+

    • Wenn wir vor 60 bis 70 Jahren für diese Dinge eine Demo hätten machen müssen, wären wir bestimmt mit unseren Pferden gekommen. Auch da gab es schon große und kleine Bauernhöfe, aber leider noch keine AbL mit dem Gegenwind im Gepäck

      3+

  6. Es kann und soll sich ja was ändern. Aber so was geht nur gemeinsam . Mit gemeinsam meine ich als erstes mal die Bauern , dann die Politik die als Gesetzgeber massgeblich beteiligt ist. Dann erst kommen ,oder sagen wir können kommen die Tierwohl und Umweltorganisationen. Diese Organisationen haben keine und ich wiederhole keine gesetzgebende Ausgabe. Es sind rein privat organisierte Menschen die sich für hier wohl und umweltthemen einsetzen. Nur die betreffenden Bauern und die Politik haben ein Rederecht. Die Organisationen dazu zu nehmen ist auf rein freiwilliger Basis und deshalb kein muss. Die Bauern wollen ja das diese Organisationen mit an den Tisch kommen und sich auch an der Diskusion beteiligen. Aber man sollte sich die Teilnehmer kritisch aussuchen. Man kann nicht alle als seriös bezeichnen. Da muss man genau hinschauen. Einbrecher und Organisationen die gegen gesetzte verstossen haben am Tisch nichts verloren. Des weiteren sollte man vorher prüfen lassen ob auch wirklich eine Gemeinnützigkeit vorliegt. Viele betreiben ja solche Organisationen nur um Spenden zu sammeln.

    3+

  7. Gehen Sie nicht zur Demo „wir machen euch satt“ und stärken Sie die moderne Landwirtschaft, Bauer Willi? Dialog ist überall wichtig, muss zielführend sein, nicht Feigenblatt.

    0

    • Anton, dieses Jahr gibt es keine zentrale Kundgebung von WMES, sondern überall in Deutschland die kleineren Veranstaltungen der Kreisbauernverbände und die Aktion mit den Blühstreifen.

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  8. Willi hier hast du etwas missverstanden oder falsch dargestellt. Du hast Deine Aussage aus dem Zusammenhang gerissen und das kleine Wort NICHT vergessen

    Liebe Bäuerinnen, liebe Bauern,

    wir wollen nicht die Faust in der Tasche ballen und auf „die da oben“ schimpfen.
    Wir fahren mit dem Trecker nach Berlin…

    …um der neuen Bundesregierung zu zeigen, dass unsere bäuerliche Arbeit auf dem Land und in den Ställen etwas sehr Wertvolles ist…um deutlich zu machen, dass viele landwirtschaftliche Betriebe und gerade auch viele junge Menschen in der Landwirtschaft wichtig sind für die Stabilität und die weitere Entwicklung in den ländlichen Regionen…um unsere Bereitschaft zu demonstrieren, neue Herausforderungen in der artgerechten Tierhaltung und im umweltschonenden, bienenschützenden Ackerbau offensiv anzupacken…um klare politische Rahmenbedingungen abzufordern, damit wir unsere Arbeit gut und von der Gesellschaft akzeptiert machen können…um bei der in Berlin stattfindendenInternationalen Agrarministerkonferenz unsere Solidarität und unsere Bereitschaft für fairen Handel mit unseren Berufskolleginnen und -kollegen in aller Welt aufzuzeigen

    3+

      • Ohne die vielen Anregungen (Redebeiträgen, Plakate, usw.) in den vielen Jahren der Demo, wäre manches doch ganz anders verlaufen. Wer etwas verändern möchte, muss dieses auch kund tun können. Wo sonst geht es noch besser als in Berlin bei „ Wir haben es Satt“ ungefiltert direkt ins politische Ohr!

        1+

    • Unter dem Bild steht „NICHT die Faust in der Tasche ballen“. Wo fehlt das das Wort? Ich bitte doch darum, anzuerkennen, dass ich diesen Aufruf bringe. Hätte ich ja nicht tun müssen. Warum kritisieren Sie das jetzt?

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      • Ottmar Ilchmann sagt

        Ich finde es auch sehr anerkennenswert, dass Willi diesen Aufruf gebracht hat. Nur so kommt man doch ins Gespräch.

        6+

      • Inga sagt

        Ich verstehe das so:

        „Liebe Bäuerinnen, liebe Bauern,
        wir wollen nicht die Faust in der Tasche ballen und auf „die da oben“ schimpfen.
        Wir fahren mit dem Trecker nach Berlin…“
        Er hätte auch doppelt gemoppelt schreiben können:

        wir wollen nicht die Faust in der Tasche ballen und (auch nicht) auf „die da oben“ schimpfen.

        Wenn man die Faust in der Tasche ballt, dann schimpft man auf die da oben.

        Wenn man die Faust in der Tasche nicht ballt, dann schimpft man nicht auf die da oben, weil keine Wut da ist, die die Faust in der Tasche ballen lasst.

        Deswegen wäre das (auch nicht) doppelt gemoppelt !
        Wir fahren mit dem Trecker nach Berlin

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    • Der Aufruf ist ja gut und schön. Das würde jeder Landwirt sofort mit tragen. Aber in Anbetracht der Liste an Organisationen die bei dieser Demo mit marschieren ist es doch absolut undenkbar daran auch nur einen Gedanken zu verschwenden. Ich leg mich nicht mit dem Feind ins Bett, und wenn ich sehe das Veganerverbände und NGO’s dort mit machen die lieber heute als morgen die Landwirtschaft abschaffen wollen, kann ich nicht nachvollziehen das es noch Kollegen gibt die diese Aktion unterstützen.

      6+

      • Phillip Brändle sagt

        Hallo Thomas Andersen,

        zeigen Sie mir eine vergane Organisation im Trägerkreis. Oder eine Orgsanisation welche es sich zum Ziel gesetzt hat sie Landwirtschaft abzuschaffen. Ich behaupte Sie finden keine!

        Beste Grüße,
        Phillip Brändle

        0

    • Kirsten Wosnitza Im Aufruf steht wörtlich: „Nicht die Faust in der Tasche ballen und auf „die da oben“ schimpfen“ Dort steht nicht: „und nicht auf die da oben schimpfen“. Oder sehe ich da was falsch? Habe ich etwas übersehen? Lerne gerne dazu. 😉 Aber es ist grammatikalisch auch unwesentlich, ob das „nicht“ dort einmal oder zweimal steht. Es dürfte jedem klar sein, was gemeint ist.

      1+

    • Ja Willi. Falsch verstanden. Das „nicht “ bezieht sich auf die Faust UND das Schimpfen.
      Ich fand es so eindeutig. War es aber wohl nicht.

      Ist doch prima, dass wir das noch klären konnten!

      1+

  9. Ob gute oder schlechte Schlagzeilen. Es sind Schlagzeilen die meiner Meinung nach am nächsten Tag wieder so gut wie vergessen sind. Die beste Werbung und Aufmerksamkeit erregt man persönlich.

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    • Absolut richtig. Von daher sollte man diese Demonstration auch nicht überbewerten. Wenn es wirklich eine Volksbewegung wäre, müssten da ja auch deutlich mehr als 15-20.000 Menschen mitgehen. Und der beste Kommunikator ist immer noch der Bauer vor Ort.

      1+

    • Ottmar Ilchmann sagt

      Eine sehr niveaulose Art der Auseinandersetzung, eigentlich sogar unter dem Niveau einer Agrarjournalistin!

      6+

      • Mark Rössler sagt

        Die Demo ist doch der Lawi-Karneval der NGOs mit angehängtem Werbeaktion einiger Ökobetriebe.
        Eine Auseinandersetzung kann ich da nicht wirklich erkennen, eher einen Mob aus Impfgegnern, Verschwörungstheoretikern unter dem Dach vom BUND mit bunten Plastikbannern und Kostümchen.
        Abgerundet mit der Scharr an Tierrechtlern.

        6+

      • Inga sagt

        Deswegen ist es ja in Dialekt geschrieben, heißt es

        „Pfälzer Knurrköpfe“?

        Das ist doch Fastnacht,
        was hat das mit der Bauerndemo in Berlin zu tun?

        Auch bei diesen Umzügen wie bei den Festzügen auf den Jahrmärkten stellen Bauern ihren Traktor unentgeltlich zur Verfügung!

        Ob das den Agrarjournalisten nicht passt?
        Oder ob diese den Ernst dieses Themas nicht fassen können?

        0

    • Kirsten Wosnitza doch , bei dem Umzug in Berlin habe ich sogar dauernd Kopfkino, tut mir leid. Aber verkleidete Maiskolben, Schmetterlinge und als Schweine verkleidete Erwachsene helfen irgendwie nicht weiter.

      3+

    • Kirsten Wosnitza dem Umbau Zeit geben, das ist eine Generationensache. Jedoch denke ich, eine Romantik-Landwirtschaft in der Vorstellung vom Prenzlberg wird es niemals geben. Eher geht die Landwirtschaft hierzulande zugrunde , von ein paar Direktvetmarktern rund um die großen Städte einmal abgesehen.

      3+

  10. Lustig finde ich ja diese Formulierung im Aufruf:
    „Und das geht nur mit einer Landwirtschaft und Agrarpolitik, die von der Zivilgesellschaft akzeptiert und getragen wird.“
    Der Ausdruck „Zivilgesellschaft“ – worauf bezieht der sich? In der Regel ist damit der zum Beispiel von NGOs geäußerte Protest gegen gesellschaftliche Entwicklungen gemeint. Also steht da: Landwirtschaft geht nur mit dem Wohlwollen der NGOs? Ist das eine Freudsche Fehlleistung oder meinen die das wirklich so?

    3+

    • Das würde ich jetzt nicht so spitzfindig sehen. Der Begriff „gesellschaftlich akzeptiert“ taucht ja auch in Papieren des DBV auf. Allerdings stelle ich mir auch immer wieder die Frage, wer den Begriff „Die Gesellschaft will“ defniert? Hört sich genauso an, wie wenn der LEH schreibt „Der Kunde will“. Meist steckt dahinter ein persönliches Interesse…

      1+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Was die Gesellschaft will, das frage ich mich auch?

        Gestern kam im TV eine Umfrage, wo sich die meisten für höhere Fleischpreise ausgesprochen haben, wenn es den Tieren besser geht.
        Anscheinend ist es inzwischen auch bei den Medien angekommen, dass beim Kaufverhalten der Vorsatz wieder vergessen wird.

        4+

    • Gibt es andere Aussagen der Gesellschaft darüber was sie will?

      Wenn ich mir die CDU in Sh ansehe und ihren Vorschlag Prof Taube zum Minister zu machen dann scheint auch die CDU hier entsprechende Vorstellungen zu haben.

      2+

    • Kirsten Wosnitza Ist es überhaupt möglich, sinnvolle Aussagen „Die Gesellschaft will xy“ zu bilden? Es gibt den Diskurs in den Medien, aber bildet der ab, „was die Gesellschaft will“? Wohl kaum. Politiker richten einigermaßen medienkommod ein, dass heißt, sie bringen wenig in die öffentliche Debatte ein, was in den Medien (!) Widerspruch hervorruft.

      4+

    • Bauer Willi man darf schon genau hinhören was da von AbL und den Organisatoren von Wir haben es satt gesagt wird! Da wirbt man nicht mit Argumenten für die Vorteile der Biolandwirtschaft, sondern es geht vielmehr um die Attacke auf die moderne Landwirtschaft, die Agrarindustrie und Chemie! Hauptsache: der Angriff und die Diskreditierung sitzt beim Verbraucher. Dialog? Mal sehen wie wieder die gezielt in die Demo eingestreuten modernen Fendts als Zeichen dargestellt werden, dass selbst moderne Landwirte gegen das System protestieren! Da ist sozusagen ein anderes System dahinter!

      2+

    • Susanne Günther Die viel kritisierten Medien, werden nicht umhinkönnen, Themen zu bearbeiten, die für die Gesellschaft interessant sind. Insofern bilden sie die Meinung der Gesellschaft ab. Anderenfalls würden sie wohl nicht gelesen werden.

      1+

  11. Bei der „Wir haben es satt“-Demo handelt es sich um eine bunte politische Demonstration vieler zehntausend Menschen. Durch Verkleidungen, Musik, etc. mag es hier und dort sicherlich wie ein „Karnevalsumzug“ aussehen. Aber mal ehrlich: So viel Politik wie bei den Rosenmontagsumzügen hatten wir im Jahr 2017 fast an keinem Tag! 😉 Ich verstehe das Problem nicht: Natürlich sind die mitlaufenden oder fahrenden Bäuer*innen auf der Demo nur ein kleiner Teil der Landwirtschaft. Das ist doch überall so. Auch der DBV ist nur ein kleiner Teil. Die AbL ebenfalls (hier ist mir sehr wichtig, dass sie auch konventionelle Betrieb vertritt!). Auch Bauer Willi ist nur ein kleiner (sehr lesenswerter 😉 ) Teil der Landwirtschaft. Aber alle haben berechtigte Interessen zu formulieren. Genauso wie Menschen aus den Bereichen Umwelt, Natur, Verbraucherschutz, Tierwohl usw. @Carsten Marquardt hat Recht: Schaut Euch „den Zirkus“ mal an und kommt mit den Menschen ins Gespräch. Letztes Jahr habe ich so lange mit Milchbäuer*innen, die am Rand standen und den Demozug sehr kritisch beobachteten, gesprochen, dass ich danach der Demo hinterherspurten musste, um den Anschluss nicht zu verpassen. Nach dem Gespräch war so manches Vorurteil (böse Umwelt-NGOs etc) ausgeräumt und die gemeinsame Analyse der Situation an Milchmarkt, Weideland, Naturschutz etc stand im Vordergrund. Nur Mut! Nutzt den Dialog.

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    • Bauer Willi sagt

      @Christian Rehmer,
      auch ich war im vergangenen Jahr in Berlin und habe mir die Demo angesehen. Aufgefallen sind mir vor allem die Transparente von Greenpeace, NABU, BUND, WWF, Campact, DTB und vielen anderen NLO´S (Nicht-Landwirtschaftliche Organisationen). Die AbL ging da fast unter. Der „ganz normale Landwirt“ ist da also eher unterrepräsentiert, um es einmal ganz vorsichtig auszudrücken.

      Es steht jedem frei, in einer solchen Demonstration seinen Unmut über Unzulänglichkeiten zum Ausdruck zu bringen. Ein Sprachrohr für die deutsche Landwirtschaft ist sie nicht.

      Es hat wohl eine längeren Diskussion darüber gegeben, ob ein „ganz normaler Landwirt“, , auf der Abschlusskundgebung sprechen „darf“. Von daher gibt es zwischen den beiden Lagern sehr viel zu besprechen und ich finde es absolut richtig, in den Dialog zu treten. Aber vielleicht fragen Sie sich auch einmal aufrichtig, ob eine Überschrift „Wir haben es satt“ dafür gut geeignet ist. Neben allem Protest erwarten die Landwirte nämlich Lösungsvorschläge! Und zwar solche, die auch umsetzbar sind. Und die vermisse ich. Übrigens auch vom BUND. Aber vielleicht kommen wir darüber ja auch in´s Gespräch 🙂
      Bauer Willi

      4+

      • Ottmar Ilchmann sagt

        Lieber Willi, auf dieser Demo haben schon immer „ganz normale Landwirte“ gesprochen, einfach mal die Videos der vergangenen Jahre anschauen. Auch dieses Jahr wird das wieder so sein.

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      • Hallo Willi,
        nun kommt bei mir die Frage auf, was ist für Dich ein „normaler Bauer oder Landwirt“ ein straathof oder ein bisschen weniger? Nun wenn die Entwicklung so weiter fortschreitet, dann gib es nur noch diese Größenordnung!

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        • Moin Bauer Willi,

          wie konnten die über 100 Trecker, von denen viele auch AbL-Fahnen dabei hatten, den untergehen? Sie sind doch genau an Dir vorbei gefahren – immerhin hast Du mich am ersten Trecker angesprochen – vergessen? Zudem fuhr die Treckerkolonne doch über 30min. über den Potsdamer-Platz und wurde bejubelt. An den meisten Treckern waren klare Agrarpolitische Forderungen zu lesen – übersehen? Und hast Du Dir mal die Berichterstattung des letzten Jahres angesehen? In nahezu jeden Video und in jedem Bericht kamen Bäuerinnen und Bauern zu Wort – übersehen?

          Ist das ein differenzeirter und erlicher Blick auf die Dinge?

          Was die Lösungsvorschlage angeht hat die AbL übrigens einiges zu bieten. Ich empfehle:

          Zur GAP: http://www.abl-ev.de/uploads/media/17-11-29-AbL_Punktesystem_-_Agrarpolitik_auf_Qualit%C3%A4t_ausrichten__kl_.pdf

          Zur Schweinehaltung: http://www.abl-ev.de/uploads/media/AbL_-_Umbau_der_Schweinehaltung._Nutztierstrategie_konkret_-_Sept_2017.pdf

          Sind das nicht konkrete und vernünftige sowie detailtreiche Lösungsvorschläge?

          Beste Grüße von einem bekennenden und stolzen AbLer
          Phillip Brändle

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          • Bauer Willi sagt

            @Phillip Brändle
            ich habe meinen persönlichen Eindruck von den Fahnen, Transparenten, als Schmetterlinge, Schweine oder Glyphosat-Kanister verkleideten Menschen wiedergegeben. Auch die Schilder „Dein Gift tötet mich“ und ähnliche sind mir aufgefallen. Und sicherlich habe ich auch AbL-Fahnen gesehen, keine Frage. Es war eine bunte Truppe von allen möglichen Aktivisten, mit dabei auch AbL und einige Bio-Verbände. Alois und ich haben auch Menschen am Straßenrand angesprochen, die zufällig dort standen. Die meinten, dass wäre „so eine Bauerndemo für bessere Preise und das ginge in Ordnung“. Jubeln hört sich anders an.

            Ich habe in den vergangenen Monaten mit AbLer und BDMler gesprochen (auch Romuald Schaber). Ich glaube also, die Positionen zu kennen. Manches davon teile ich, manches nicht. Dito mit der BÖLW und Felix zu Löwenstein, den ich menschlich sehr schätze.

            Das Du bekennender und stolzer AbLer bist, ehrt Dich. Jeder soll auf das stolz sein, woran er glaubt. Ich halte es auch so! Vielleicht sehen wir uns ja in Berlin?!
            Bauer Willi

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            • Phillip Brändle sagt

              Guten Abend Willi,

              freud mich zu hören. Ich hatte deinen Satz: „Aufgefallen sind mir vor allem die Transparente von Greenpeace, NABU, BUND, WWF, Campact, DTB und vielen anderen NLO´S (Nicht-Landwirtschaftliche Organisationen). Die AbL ging da fast unter.“ Anders verstanden.

              Intressieren würde mich noch was Du zu den Papieren und Vorschlägen der AbL sagst, welche ich verlinkt habe. Das sind doch sehr konkrete Lösungsansätze oder? Wie bewertest Du die Inhalte und Ideen? Ich freu mich auf eine Einschätzung und Rückmeldung.

              Und noch eine Frage habe ich: In einer der letzten RP´s (Reihnische Post), die Du als Reihnländer vieleicht liest, wurde Joachim Ruckwied bei der nachfrage, wie er die Tatsache sieht das seit 1960 rund 80% der Bauernhöfe aufgegeben haben, mit den Worten „akzeptabler Prozess“ zietiert. Sollte uns Bauern das nicht viel mehr aufregen als die kleine AbL? Wie kann es sein das ein „Bauernvertreter“ das wegsterben seines eigenen Berufsstandes als „akzeptabel“ beschreibt? Warum regen sich Bäuerinnen und Bauern den bitte über die AbL und andere NGO´s auf, die sich ja klar gegen das wegsterben von uns Bäuerinnen und Bauren aussprechen?

              Danke fürs zeitnehmen und besten Grüße,
              Phillip Brändle

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  12. bauerhans sagt

    der widerspruch ist ja,dass bauern mit „dicken treckern“ rumfahren und gleichzeitig ohne ende jammern.

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    • Inga sagt

      Das ist Widerspruch in den Augen der Verbrauchern.

      Aber in Wahrheit nicht,
      denn wenn ein Bauer so einen „dicken Trecker“ hat, dann hat er auch genügend Ackerland dafür um es zu bearbeiten. denn der Trecker muß sich ja bezahlt machen.

      So eine Idee kann nur von einem Städter, bzw. Nichtlandwirt kommen;

      und die sollen doch froh sein, dass die Herstellung und auch die Reparatur des Treckers wieder mal einen Arbeitsplatz in der Landmaschinenfabrik gehalten hat.

      Solidarität übern!

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  13. Am schönsten sind die Treckerpatenschaften. Vor Jahren war man wenigstens noch so ehrlich, dass man schrieb, dass mit dem Geld Trecker von Landhändlern geliehen werden damit die Demo größer wirkt. Den Zirkus sollte sich jeder mal angucken!
    Das krasse ist ja, dass der ungebildete Zuschauer wirklich denkt, dass da die deutschen Bauern vertreten werden…

    2+

    • Ottmar Ilchmann sagt

      Da haben Sie was verwechselt, Herr Marquardt, die vom Landhandel fabrikneu angelieferten Traktoren waren bis letztes Jahr auf der Demo „Wir machen euch satt“ zu sehen.

      5+

      • Inga sagt

        Das ist ja nun egal, ob großer oder kleiner Traktor
        oder
        alter oder neuer Schlepper?

        auf der Demo haben die Bauern was zu sagen, sie wollen etwas Kund tun, mit welchem Mittel ist doch egal.

        Mancher Landmaschinenhersteller und -händler weiß das zu nutzen und macht von sich Werbung, in dem er dafür einen Kunden einen neuen Schlepper aus seiner Werkstatt zu Verfügung stellt.

        Davon darf man sich nicht ablenken lassen.

        Auch nicht von dem (ev. für das leibl. Wohl), was andere Firmen für umsonst zur Verfügung stellen.

        Das hat aber nichts mit dem Thema der Demo zu tun, oder?

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    • Phillip Brändle sagt

      Guten Abend Herr Marquardt,

      seit 8 Jahren bin ich in die Koordination der Bäuerinnen und Bauren, welche mit dem Trecker zur Demo kommen, eingebunden und noch nie haben wir auch ein einziges mal einen Trecker von einem Landhändler geholt. Das Sie eine solche Behauptung aufstellen wird den Kolleginnen und Kollegen welche zum teil über mehrere Hundert Kilometer fahren nicht gerecht. Ja ich empfinde es, bei allen inhaltlichen differenzen, sogar als unredlich!

      Das es über die Treckerpatenschaften für die DemoteilnehmerInnen die Möglichkeit gibt sich mit uns Bäuerinnen und Bauern zu solidarisieren empfinde ich als sehr schöne Geste die genau das abbildet was wir brauchen. Mehr direkten Kontakt und gegenseitige Unterstützug!

      Und: über die Subvenbtionen bekommen wir doch alle nen Haufen Geld aus dem Steuertopf. Das nehmen wir doch auch gerne oder?

      Beste Grüße,
      Phillip Brändle

      4+

  14. Mit was für Leuten die Abl sich da einlässt ist mir ein Graus!
    Bin seit langem Abl Mitglied und habe die Denkansätze durchaus mal als gut empfunden aber so wie es sich bei der Abl entwickelt hab ich dort als konventioneller bäuerlicher Betrieb langsam nichts mehr gemeinsam.
    Wenn sich jemand profilieren will in dem er auf andere schimpft steckt meist nicht viel dahinter!
    Wie kann sich eine Bäuerliche Organisation mit solchen Traumtänzern einlassen?

    7+

    • Haben Sie schon einmal überlegt, wer die AbL finanziert? Manchmal habe ich den Eindruck, „ABL“ steht für „Alibi-Bauern-Liga“ der Umweltverbände.

      4+

      • Ottmar Ilchmann sagt

        Haben Sie irgendwelche Belege für Ihre Unterstellung, Frau Günther? Sagen Sie doch, wer Ihrer Meinung nach die AbL finanziert. Ganz einfach: Es sind die Mitglieder mit ihren Beiträgen.

        3+

      • Susanne,
        Du kannst es Dir sparen, wir sind ein eigenständiger Verein ohne Zuwendungen aus Industrie und Handel.
        Es ist auch kaum zu glauben, dass so eine kleine Minderheit, die noch nicht mal alle die gleiche Meinung haben, so große Dinge bewegen. Hier in der AbL geht die Meinungsbildung von der Basis an mit viel Diskussionen und Erfahrungsaustausch in das Ergebnis welches du nicht für möglich hältst, oder gar glauben kannst. Das nenne ich die Querdenker, ist auch schwer zu verstehen!

        4+

    • Finanziert wird über Mitgliedsbeiträge, da würde ich erstmal nicht dran zweifeln, allerdings empfinde ich es auch als sehr unangenehm, das so eine Nähe zu den „Umweltverbänden“ gesucht wird.
      So wie sich BUND und NABU der Landwirtschaft gegenüber verhalten ist eine Zusammenarbeit untragbar.

      Allerdings finden sich bei
      der „Wir haben es satt“ Demo ja noch viel verrücktere Gruppierungen.
      Da frag ich mich dann, ob die überhaupt wissen was das Thema der Demo ist oder ob es Berufsdemonstranten sind ?

      5+

    • „Wir haben es satt“ ist m.W. eine Aktion von Attac. Aber Obacht: Landwirte (und auch die Naturschutzverbände) tragen allzu oft die Konflikte aus, die ganz andere zu lösen hätten.

      0

    • Bauer Willi Es heißt, die AbL hat rund 2.000 Mitglieder. Wenn ich mir die Höhe der Mitgliedsbeiträge ansehe (http://www.abl-ev.de/ueber-uns/mitglied-werden/), kann ich mir kaum vorstellen, dass man davon eine Geschäftsstelle unterhalten bzw. mehrere Hauptamtliche beschäftigen kann.

      Gibt es einen Geschäftsbericht? Nicht, dass ich wüsste.

      Schaut mal, mit wem die AbL bei der Herausgabe des „Kritischen Agrarberichts“ zusammenarbeitet: http://www.agrarbuendnis.de/Mitgliedsverbaende.92.0.html

      3+

      • Ottmar Ilchmann sagt

        Da sehen Sie mal, liebe Frau Günther, was man mit Engagement und Idealismus alles bewegen kann. Einwände und Verdächtigungen Ihrer Art kommen übrigens sehr häufig aus Reihen des Bauernverbandes, wo man sich soetwas anscheinend gar nicht vorstellen kann. Und: Natürlich gibt es einen Geschäftsbericht! Der geht natürlich nicht ungedingt an Sie. Der kritische Agrarbericht ist wieder eine ganz andere Baustelle. Wie wär´s mal mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den dort erscheinenden Beiträgen?

        6+

        • Hallo Ottmar,
          Das würde hier zu weit führen, weil jede Seite im Agrarbereich mindestens zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen würde, aber um da mit reden zu können müsste man diesen erst mal lesen, vor allen dann noch verstehen.

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      • Susanne,
        Du kannst es Dir sparen, wir sind ein eigenständiger Verein ohne Zuwendungen aus Industrie und Handel.
        Es ist auch kaum zu glauben, dass so eine kleine Minderheit, die noch nicht mal alle die gleiche Meinung haben, so große Dinge bewegen. Hier in der AbL geht die Meinungsbildung von der Basis an mit viel Diskussionen und Erfahrungsaustausch in das Ergebnis welches du nicht für möglich hältst, oder gar glauben kannst. Das nenne ich die Querdenker, ist auch schwer zu verstehen!

        2+

    • Kirsten Wosnitza Auf „die da oben“ schimpfen hätte zu einem Unterzeichner wie Felix Prinz zu Löwenstein auch schlecht gepasst 😉 Den würde ich auch eher „oben“ als „unten“ sehen.

      2+

    • Kirsten Wosnitza wobei – wenn man jetzt ganz erbsenzählerisch vorgehen will – der Bezug von dem „nicht“ so oder so gelesen werden kann: „wir wollen nicht die Faust in der Tasche ballen und [nicht] auf „die da oben“ schimpfen.“ oder „nicht die Faust in der Tasche ballen“ und „auf „die da oben“ schimpfen.“

      1+

    • Kirsten Wosnitza Ich habe auf den vollen Wortlaut verlinkt. Im übrigen warte ich jetzt schon seit zwei Monaten auf Ihren Artikel. Die Maisernte dürfte ja jetzt vorbei sein, oder? Aber ich kann warten…So wie ich auch noch auf andere Artikel von landwirtschaftkritischen Seiten warte.

      1+

    • Willi ein Artikel wird kommen. Aber das sollte fundierter sein als ein fb kommentar von mir. I J nehme so was sehr ernst . Leider habe ich die alten Sachen noch nicht abgearbeitet und bis zum 6.1. Gönne ich mir wie viele andere eine pause
      Wir haben unseren abkalbe Zeitraum jetzt. Und da sind 120 Kühe für 2 Leute leicht genug. Auch über Weihnachten.

      0

  15. Die vernünftig denkenden Landwirte sollten mal alle Autobahnzufahrten dicht machen, dieses über Tage. Vielleicht werden dann mal einige wach. Viele wissen doch gar nicht was ein Landwirt leistet, schließen sich den militanten einfach an, weil es Inn ist, die Branche zu ruinieren, dieses mit Hilfe von vielen Politikern .

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  16. Eigentlich darf sich kein vernünftig denkender Landwirt, ob Bio, klein oder groß diesem bunten Zirkus anschließen! Das ist ein Karnevalumzug bunt Verkleideter mit vielen verschiedenen zum Teil wirren Gedanken!

    5+

    • Bitte einmal vor Augen führen! Da wird demonstriert damit es den Landwirten besser gehen soll und dann fährt da ein Schlepper wo andere sich ein haus von bauen. Und das soll dann soll das den Menschen/Steuerzahler verkauft werden….einmal darüber nachdenken was man unterstützen möchte…

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      • Inga sagt

        Was habt Ihr Städter (Nichtlandwirte) wohl als mit den dicken Großschlepper?

        Was sind denn in eurer Firma in der Produktion für Maschinen und wie teuer sind die?
        Nur die produzieren rund um die Uhr viel teurere Produkte, die der Markt für jedes Geld abnimmt. (machen sich also mehr bezahl)
        Die kosten mehr als 1950 oder 60 gekostet haben, oder?
        Meister Geselle und Lehrling haben auch ganz schön viel Lohnzuwachs in dieser Zeit gehabt,
        und was haben die Bauern gemacht, um ihre Familie zu ernähren?

        Und die dicken Brummis, die auf unseren Straßen fahren, wie treuer sin die?

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    • Mit einer Mistforke geht heute auch keiner mehr zur Demo! Wäre auch verboten. Deshalb, diese Veranstaltung ist so wirr, das dient der Verwirrung des Betrachters und hat nur den einen Zweck, die Landwirtschaft zu spalten und zu diffamieren.

      4+

      • Das Spalten machen andere, wachsen oder weichen? Einer wächst, zehn müssen weichen, Aufgeben-Dorfstreben, Kultur, Werte, Wissenswertes, usw. geht verloren. Das sind unter anderem die Gründe, warum wir eine Demo machen. Da ist der große Traktor das geringste Problem. Das was der Außenstehende nicht sieht, ist hier in Frage gestellt. Ein vermeintlich „Schlauer“ hat mir mal erklärt, die Bauern müssen sich daran gewöhnen auch mal Pleite zu gehen, das gehöre in der modernen Industrie Gesellschaft dazu. Na dann mal ran.

        3+

    • Peter Walmanns Würden sie die Betriebsausstattung ihres Arbeitgebers als Maßstab für ihren Wohlstand, oder den ihres Arbeitgebers ansehen ? Sollen die Landwirte mit den Schleppern ihrer Großväter vorfahren und damit den Eindruck erwecken, sie seien 50 Jahre zurückgeblieben ? Würden sie die teilweise stundenlangen Anfahrten mit einem Schlepper ohne Heizung und Kabine antreten und dann noch eine technische Panne riskieren ?

      1+

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