Bauer Willi
Kommentare 21

Lieferstopp bei real,-

Diese Bilder sind neu im Lebensmitteleinzelhandel. Einige namhafte Hersteller beliefern die Supermarktkette real,- seit einigen Tagen nicht mehr. Der Grund: man konnte sich beim Preis nicht einigen. Da ist es nur konsequent, nicht zu liefern. Ein Beispiel, das Schule machen sollte? Wir warten auf eure Kommentare…

Bilder vom 25.07.2015 – aufgenommen in Stuttgart

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21 Kommentare

  1. Christian findeiß sagt

    Da ich oben mal etwas gelesen habe von: ,,leider darf man die Rohmilch nicht verkaufen!“ Aber man könnte es mal wieder so organisieren wie vor ein pasrcjahren, als die Milch Weg geschüttet wurde, nur würde ich da hingegen die Milch nicht einfach wegkippen, da ich selbst gegen lebensmittelwegwurf bin, aber man könnte es publik machen das es 1-2 Wochen lang bringen Bauern direkt vor Ort die Rohmilch zu holen gibt und zwar UMSONST! Somit ist es Rohmilch und man könnte damit werben das darin enthaltene Vitamine und Eiweiß noch voll da sind und nicht durch das haltbar machen oder abkochen niedriger Wert gemacht wird. Natürlich muss man das auch gleich direkt am ,,Ausschank,, für den Verbraucher ersichtlich machen das es keine abgekochte Milch ist.
    Vor allem den was mit den preisverhandlungen zu tun hat find ich gut, auch das, was die Franzosen schon seit Wochen machen, sollten sich die Deutschen auch etwas einfallen lassen.

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    • Sandra Schobel sagt

      Christian, da bin ich eindeutig dagegen.
      Der Landwirt kann auch für Gesundheitsschäden haftbar gemacht werden, wenn er die Milch verschenkt, dazu kommt ja auch noch die „moralische Verantwortung“.
      Rohmilch in Händen von Verbraucher, die sich damit nicht auskennen, ist wahrscheinlich wie eine Waffe…

      es müsste ja ausserdem noch geklärt werden, wie die Milch zum Verbraucher kommt. Oder glaubst du echt, dass der Verbraucher zur Milch kommt?

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      • Christian sagt

        Also wenn man es offensichtlich bekannt gibt und auch beim ,,ausschenken,, nochmals einen lesezettel verbreitet das der Verzehr von Rohmilch auf eigene Gefahr besteht, sollten Zweifel entstehen, kann man sie immernoch abkochen. Somit sollte eig. Der Landwirt aus der Schlinge sein. Denn anders ist es ja auf abgesperrten Baustellen auch nicht. Da heißt es oft: Eltern haften für ihre Kinder! Und ja, das glaube ich sogar sehr, dass der Verbraucher zur Milch kommt, da viele nicht wissen, das alle Vitamine nur in der Rohmilch erhalten werden und in der abgekochten version angegötet werden. Habe schon so viel gehört, dass sie am liebsten Rohmilch kaufen würden, aber sie nicht zu kaufen bekommen! Ein Versuch währe es finde ich Wert.

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    • Biobauer Andreas sagt

      kleiner Haken:
      Rohmilch darf nur direkt ab Hof abgegeben werden, dabei spielt es keine Rolle ob sie verkauft oder verschenkt wird.

      Dass Rohmilch eine Waffe sein soll, ist ausgemachter Blödsinn, der könnte so von den härtesten TTIP Befürwortern aus USA kommen, die ja Angst vor Rohmilchkäse haben.

      Rohmilch ist die allergesündeste Form von Milch, am allermeisten, wenn sie von behornten alten Rassen stammt, die ohen Kraftfutter auf der Weide grasen.

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      • Sandra Schobel sagt

        Andreas,

        das mit der Waffe ist mit Absicht etwas übertrieben.
        Allerdings denke ich trotzdem, dass da eine gewisse Gefahr vorhanden ist. Bedenke bitte, dass das dann alles Verbraucher sind, die ihre Milch sonst ultrahocherhitzt und homogenisiert im Supermarkt kaufen, d.h. sie haben keine Ahnung, wie man mit Rohmilch umzugehen hat..

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        • Christian sagt

          Also wenn, dann müsste man das schon so aufziehen, dass die Rohmlich natürlich nur direkt ab Hof verschenkt wird. Denn das verschenken wäre ja die eigentliche Macht, denn wenn die Bauern nichts für ihre Milch bekommen, können Sie sie auch verschenken, dass die großen Konzerne wie Aldi, Lidl und wie sie alle heißen erst recht nichts davon haben!
          Gibt es Sie ab Hof, dann sollte man auch jeden Verbraucher dafür unterschreiben lassen der sich was holt. Somit wäre man auf jeden Fall aus der Schlinge.

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      • Palla sagt

        Andreas, du behauptest u.a. immer wieder die Milch von behornten Kühen sei gesünder. Ich halte das für eine äußerst gewagte, rein persönliche Ansicht, denn es gibt hierzu keine wissenschaftlich-seriösen Studien. Es handelt sich ja auch nicht um eine baugleiche Maschine bei der sich nur die Hörner unterscheiden, sondern um ein komplexes Lebewesen bei dem sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass hier nicht so viel rein persönliche Ideologie verbreitet wird, die mit dem Thema nichts zu tun hat.

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        • Inga sagt

          Na,
          da kann Andres ja mal die enthornte Rasse beschreiben!

          Oder kann das jede Rasse sein, Hauptsache enthornt?

          Darf man in der Biohaltung überhaupt enthornen?

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  2. Schweinebauer Piet sagt

    Mehrfach habe ich den Vergleich zur Milch gelesen. Meiner Meinung nach hinkt der Vergleich, da wir bei Milch Rohware in Massen mit vielen Bauern produzieren und seit Ende der Quote steigen die Mengen: 
    http://www.milk.de/pages/de/Marktinformation.htm
    Real kann wiederum als einer von wenigen auf Haribo eine ganz andere Macht ausüben, als die Milchbauern bei steigender Produktion. Mit einer Senkung der Milchmennge müsste der Preis steigen. 

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  3. Ich finde die Idee gut jeweils eine einzelne Kette aus zu sparen, z.B. den ersten Abnehmer 2 Wochen nicht zu beliefern und dann den nächsten aus zu sparen.
    Leider darf man die Milch ja nicht direkt verkaufen, ansonsten wäre es gut gewesen wenn der Kunde zumindest die Milch direkt erwerben könnte.
    Den Kühen geht es gut in den Ställen. Damit es so bleibt muss der Milchpreis wieder höher liegen. Dramatisch wird es, wenn das Futter nicht mehr eingefahren werden kann oder auch das Kraftfutter – das für eine gesunde Kuh benötigt wird – nicht mehr gekauft werden kann mangels Liquidität, dann geht es den Kühen schlecht und genau das muss verhindert werden.

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  4. Palla sagt

    Etwas ähnliches ließe sich bei der Milch nur realisieren, wenn sich die Milcherzeuger endlich mal einig wären. Der Milchstreik hat aber gezeigt, dass das nicht der Fall ist. Die meisten Milcherzeuger machen sich auch jetzt noch was vor oder haben längst resigniert. Aktueller Tenor im „Schwäbischer Bauer“, dem Organ des Bauernverbandes: Immer schön durchhalten, letztes Jahr um dieses Zeit war der Preis super!
    Da sind doch eindeutig zu viele Funktionäre auch gleichzeitig als Vorstände in Molkereien tätig!

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  5. Hertha Kerz sagt

    Das Problem mit den Bauern ist das gleiche, wie das mit schlecht qualifizierten abhängigen Arbeitnehmern. Sie werden finanziell so kurz gehalten, dass ihnen ganz schnell die finanzielle Luft ausgeht, wenn sie etwas verändern wollen. Wegkippen und wegwerfen können sie, bekommen dann aber kein Geld und halten somit nicht lange durch. Außerdem wird es immer Landwirte geben, die rasant diese Lücken füllen, und selbst unter dem Deckungsbeitrag verkaufen – einfach, weil die es noch nötiger haben.
    Haribo dagegen braucht sich keine Sorgen zu machen. Der Verbraucher will nicht irgendwas Süßes, sondern Haribo. Also wissen sie, dass sie früher oder später ihre Ware doch loswerden. Wenn diese Supermarktkette nicht kauft, kauft es eine andere. Andererseits können es sich solche Supermärkte nicht leisten, Haribo nicht im Angebot zu haben.
    Die Alternative wären „Stadtteilläden“ (städtisches Pendant zum Hofladen / Genossenschaftsladen) in Großstädten, wo sich Menschen aus den Stadtteilen zusammentun und in diesen Läden für angemessene Preise kaufen.

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  6. Brigitta sagt

    Ralf, denk nochmal nach. Kühe sind keine Gummibärchen, die man einfach eine Woche rumliegen lassen kann. Wo soll man denn bleiben mit der Milch, die man nicht liefert, soll die wieder weggekippt werden? ( einen Milch Streik gab es ja schon mal)
    Und nein,“ einfach nicht melken“ geht nicht, davon werden die Kühe krank.

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  7. Gülle-Doktor sagt

    Vielleicht heißt es demnächst in Abwandlung des alten Werbeslogans:

    HARIBO macht Bauern froh!

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  8. Knecht Johann sagt

    Haribo beugt sich nicht dem Druck der Discounter, weil deren Ware lagerfähig ist. Molkereien sind zu
    unflexibel, weil sie mit einer beschränkt lagerfähigen Ware handeln (müssen).
    Bei der Produktion von Butter fällt Buttermilch an, die nicht lagerfähig ist. Käse ist auch nur bedingt lagerfähig. Das nutzen die Discounter aus. UND der
    liebe Verbraucher spielt auch schön mit, freut sich über Dumpingpreise – und begreift nicht, dass er irgendwann von den Konzernen so gemolken wird, dass er quiken wird.
    Im Mediensektor haben wir schon die Monopole, Vodafone und andere beherrschen den

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  9. Egbert Mast sagt

    Nur wer ab und an mal denn Markt macht spürt kann diese beurteilen und zum Markt macht gehört auch denn mut Nein zu sagen wenn der Preise nicht stimmt und Lager Kapazität um es sich auch leisten zu können mein zu sagen

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  10. Ralf Bees sagt

    Und warum macht man sowas nicht mit MILCH? Nein, lieber werden die armen Rindviecher in den riesigen Stallanlagen zu Tode gequält!

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Ralf, ich weiß nicht, woher Du Deine Informationen beziehst. Ich war vor zwei Wochen auf einem Betrieb mit 200 Milchkühen. Die wurden in einem Boxenlaufstall gehalten, konnten frei herumlaufen, sich ihr Futter holen wann sie wollten und zum Melkroboter gehen, wenn ihnen danach war. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich die Tiere nicht wohlfühlten. Zu Tode gequält wurde jedenfalls keine einzige Kuh. Vielleicht siehst Du Dir mal einen Stall an und revidierst dann Deine Meinung!?
      Bauer Willi

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      • Schweinebauer Piet sagt

        In den öffentlich rechtlichen Medien gab es kürzlich eine Reportage über die angeblich schlimmen Bedingungen in Kuhställen. Vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken die Gebühr nicht mehr zu zahlen, bei der objektiven Berichterstattung über die Landwirtschaft. Ein Anwalt hat mir aber davon abgeraten.

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