Alois, Bauer Willi, Palla
Kommentare 81

Liebe Milchbauern, was für eine Milch soll ich kaufen?

Nachdem unsere Kühe ja weg sind und wir keine eigene Milch mehr haben, stehe ich nun regelmäßig vor der Frage was für eine Milch ich kaufen soll. Meine Familie trinkt viel und gerne Kuhmilch und bisher natürlich die eigene Rohmilch. Ich habe aber festgestellt, dass es mir in meinem Alltag zu umständlich ist, nur wegen recht kurz haltbarer Rohmilch zum nächsten Milchviehbetrieb zu fahren. Der ist ja auch ein paar Kilometer weg und leider bietet hier kein Betrieb neben der Milch noch weitere Lebensmittel an. Einen Betrieb mit einer eigenen Molkerei und entsprechender Vermarktung gibt es in meiner Gegend auch nicht, aber ich habe gelesen, dass es Betriebe, wie die Hemme-Milch gibt, die ihre Milch in Norddeutschland und in Brandenburg erfolgreich selbst verarbeiten und vermarkten. Gibt es da noch mehr davon und wie finde ich die?

So stehe ich nun, wie jeder Andere auch, vor dem Kühlregal mit den verschiedenen Milchsorten und –marken und suche nach frischer, konventioneller Vollmilch. Nachdem ich aber gerade jetzt meine Berufskollegen unterstützen möchte, würde ich gerne Milch von einer Molkerei kaufen, die einen hohen Milchauszahlungspreis hat. Aber das steht ja nicht auf der Verpackung. Lässt sich aber recherchieren. Leider liegen da sehr viele Molkereien irgendwie dicht beieinander.

Die Handelsmarkenmilch kaufe ich ganz bestimmt nicht, weil ich finde, dass diese Milch grundsätzlich zu billig ist und da jedes Mal eine andere Molkerei als Abfüller draufsteht. Da werden die Molkereien beliebig austauschbar und die Wertschöpfung ist im Keller.

Ich könnte auch die Milch von der nächstgelegenen Molkerei nehmen, von der ich weiß, dass viele meiner umliegenden Kollegen ihre Milch dorthin liefern. Regionale Kreisläufe finde ich wichtig. Aber ich weiß auch, dass der Auszahlungspreis unserer nächstgelegenen Molkerei eher unterdurchschnittlich ist. Haben die Kollegen dann wirklich was davon, wenn ich ihre Milch kaufe?

Viele Märkte bieten auch Milch an auf der steht, dass die Erzeuger 10 Cent mehr bekommen. Das ist doch mal ein guter Ansatz und regional scheint die auch zu sein. Aber von welchem Preis gehen die da wohl aus, hoffentlich nicht von dem für die Handelsmarkenmilch? Tatsächlich kommt da beim Erzeuger nur ein Bruchteil der 10 Cent an und die Nachfrage scheint bislang auch nicht so toll zu sein. Erste Marken, wie die der Fa. Rewe wurden bereits wieder eingestellt. Schade!

Einfach Biomilch zu kaufen wäre auch eine Möglichkeit, denn die Biokollegen sind um ihre Auszahlungspreise zu beneiden. Laut Milchindustrie-Verband liegt die deutsche Biomilchanlieferung aber bei 3 Prozent und die meiste Biomilch kommt aus dem Ausland. Da ist also den deutschen Milchbauern insgesamt auch nicht geholfen.

Dann ist da noch die bunt umworbene Alpen- oder Weidemilch. Klingt toll, aber hier ist teilweise nicht zu erkennen, ob die Erzeuger fair bezahlt werden. Den besten Eindruck habe ich von der Berchtesgadener Land Molkerei, die seit Jahren mit Abstand den besten Milchpreis auszahlt, und von der Marke Sternenfair, bei der Milch aus Bayern, Baden-Württemberg und NRW vermarktet wird und die einen Auszahlungspreis von 40 Cent/l garantieren, was hoffentlich auch tatsächlich zutrifft. Bei uns im Süden sind deren Produkte gut zu bekommen, aber wie sieht’s da in anderen Regionen Deutschlands wohl aus? Gibt’s für die Kollegen im Norddeutschen Raum eigentlich keine erzeugerfreundlichen Marken der Molkereien?

Was ist eigentlich aus der vom Bundesverband Deutscher Milcherzeuger (BDM) mit großem Engagement eingeführten Marke „faire Milch“ geworden? Ich habe entdeckt, dass es die trotz einiger interner Schwierigkeiten noch gibt und man sie sogar bei einem Online-Supermarkt bestellen kann. Leider nur als H-Milch. Aber wie hoch ist eigentlich der von unten nach oben kalkulierte „faire“ Milchpreis?

Liebe Milchbauern, könnt ihr mir helfen? Mit welcher Molkerei seid ihr denn, mal abgesehen vom allgemein zu niedrigen Preisniveau eigentlich zufrieden und welche Erzeugermarke soll ich denn nun kaufen?

Eure Palla

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81 Kommentare

  1. Hans-Günter Felser sagt

    Ich kaufe bei „meinem“ regionalen Mich-Wirt. Allerdings kommen neuerdings die Kühe nicht mehr auf die Weide (die hat nur noch uni-Gras, statt Kräuter) und die Roundup- Riesengiftspritze fuhr auch über die Wiesen, das konnte jeder sehen… Das Vertrauen, was einst gerechtfertigt war, ist schon kaputt dadurch. „Frühlingsmilch“ war mal. Vielleicht sollte ich ganz auf Milch verzichten, wenn alles nur noch mit Gift geregelt wird (?) Eine Riesensauerei, erbärmlich und hinterhältig, einem solche dreckigen „Lebensmittel“ zuzumuten. Traurig. Dabei zahle ich für den Dreck 1 EUR/Liter und hoffe immer noch auf Erkenntnisse. Die Kühe haben es sehr schön, sie können aus dem Stall die Wiese sehen. Da kommen sie aber im Leben nie mehr drauf….

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    • Bauer Hermann sagt

      @Hans Günter Felser selten so einen Unfug gelesen. Kein Bauer „fährt mit der „Roundupriesengiftspritze“ über die Wiese und spritzt sich das Gras kaputt. Sie sollten sich einen Aluhut besorgen.

      8+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Herr Felser,
      erbärmlich ist es wenn ein Herr Felser behauptet,
      ein Bauer behandelt breitflächig seine Wiese mit Glyphosat.

      Nur ein kleines Wissen wäre nötig um zu wissen, dass eine Glyphosatbehandlung das Gras vollkommen abtötet, nicht einmal dieses kleine Fachwissen ist bei ihnen vorhanden.
      Entweder sie ignorieren die Realität, oder sie behaupten in niederträchtigerweise Anwendungen von Glyphosat, die so niemals stattfinden.

      6+
  2. Kerstin sagt

    Ich kaufe die Milch von Schrozberger. Die arbeiten nach Demeter-Richtlinien. Das sind die höchsten Anforderungen an den Tierschutz die es zur Zeit gibt. Die hat natürlich ihren Preis. Aber als Alternative kommt für mich nur noch Planzenmilch in Frage.

    12+
  3. davina sagt

    „faire milch“ muss man selber kaufen bzw., direkt vom hof. unsere milchbauer bekommen von uns 1.50 pro liter und wir verwenden NUR frische, bio WEIDEMILCH. es geht nicht nur um einen fairen preis sondern auch nachhaltigkeit und transparenz. kühe sollten gras essen, sich bewegen können, die sonne sehen, und gehören, meiner meinung nach, auf eine weide und nicht im stall.

    20+
    • Frank sagt

      Ich wäre schon froh wenn es noch irgendwo normale pasteuerisierte Milch gäbe.
      Diese länger haltbare Milch schmeckt wie kalte H-Milch. Wiederlich.

      4+
      • Stephan Schmidt sagt

        Die Andechser Molkerei Scheitz produziert die normale pasteurisierte Milch (traditionell) noch und ich denke es gibt noch mehr Molkereien. Die ist mir auch lieber, allerdings hab ich geschmackliche Unzerschiede kaum festgestellt. Auch kalte H-Milch schmeckt nicht so schlecht, dass man sie nicht trinken könnte!

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        • bIobub sagt

          Von Andechser Milch rate ich als Ehemaliger Biobauer dringend ab. Wegen dieser Molkerei und den Vermarktungs-gesellschaften der Ökoverbände habe ich den Ökolandbau nach 25 Jahren an den Nagel gehängt.

          7+
  4. Milchbubi sagt

    Liebe Palla,

    wo wohnst Du denn?
    In unserer Gegend gibt es die Milchprodukte von Hemme durchgängig im Lebensmitteleinzelhandel.
    Achte doch einfach mal beim nächsten Besuch im Supermarkt auf die schwarz-weiß geflegten Verpackungen. Die Milch ist in sogenannten „Schlauchbeuteln“ abgefüllt. Im Falle von Hemme stehen diese gut alleine, weil stabilisierende Luftpolster in die Verpackung eingearbeitet werden.

    Beste Grüße
    vom Milchbubi

    1+
    • fred huber sagt

      ähnlichen schwachsinn hatte ich auch auf bayern 2 (einem, von mir sehr geschätzen sender) gehört. der tenor damals: während das ur-rind 20 jahre alt wurde und bis zu 18 kälber gebären konnte, wird die moderne kuh heute nur noch rund fünf jahre alt.
      wäre dem so, wie hier suggeriert wird, würden sich archeologen über metertiefe rindersedimentschichten freuen. stattdessen wird uns landwirten vorgeworfen, wir würden die kühe „zwangsschwängern“, damit sie die ganze zeit milch geben…

      „da fällt die romantik ab“ 🙂

      http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/kuh-nutztier-kultfigur-100.html

      1+
        • fred huber sagt

          nicht schlecht. das bild das bei minute 52 vermittelt wird, find ich passend. „trinkt milch, und ihr seht scheiße aus!“ oh man….

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  5. Gepard sagt

    Ich würde gerne die Milch der einen Kuh trinken, die auf der Packung abgebildet ist. Geht natürlich nicht. Wäre total unwirtschaftlich. Man musste halt selbst eine Kuh halten.

    In Griechenland konnte ich mal Olivenöl kaufen, das nicht nur sortenrein war, sondern auf jeder Flasche war ersichtlich, von welchem Baum es stammte. Und so kamen Geschmacksnuancen zum Vorschein, die bei der Mischung aller Oliven – die ja immer noch von einer Sorte waren – nicht mehr zu schmecken waren.

    Klar, ist Träumerei. Aber auch bei Milch finde ich so ein Konzept Klasse und es würde einen Teil der Wertschätzung des Tieres zurückbringen, die beim „Outsourcen“ verloren gegangen ist. Ich habe einmal Milch direkt aus dem Euter getrunken, der Geschmack war zwar erst mal befremdlich, aber er gefiel mir letztendlich viel besser als von der vermischten Milch. Bauern könnten sogar hingehen und Ihre Kühe unterschiedlich füttern oder noch besser auszeichnen, welches das Lieblingsfutter der einzelnen Kuh wäre. Aber vielleicht auch alles nur Spinnerei, weil ich von Landwirtschaft keine Ahnung habe. 🙂

    9+
        • Gänseblümchen sagt

          Dann kommt halt ein Gruppenfoto mit 3 Kühen auf die Packung 🙂
          Und bitte Foto aktualisieren, wenn nötig, dann haben die Fotografen auch was davon :))
          Selbstverständlich kauft man dann auch nur noch Milch von diesen Fotomodels ein!! Eine Hand wäscht die andere!!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      @ Zitat Gebhard
      „In Griechenland konnte ich mal Olivenöl kaufen, das nicht nur sortenrein war, sondern auf jeder Flasche war ersichtlich, von welchem Baum es stammte. Und so kamen Geschmacksnuancen zum Vorschein, die bei der Mischung aller Oliven – die ja immer noch von einer Sorte waren – nicht mehr zu schmecken waren.“

      Sicher ist es ihnen bekannt, dass ich noch Winzer bin.

      Richtige Weinkenner können bei der Weinprobe bei kleinen Weingütern erkennen, ob die Tochter des Winzers noch Jungfrau ist.

      Diese Gabe ist mir leider verwehrt worden. 😉

      2+
  6. Palla sagt

    Es ist jetzt 19:30 Uhr und ich habe bis jetzt leider aus den Kommentaren nicht so viel dazugelernt. Ich fasse mal zusammen:

    -Es gibt Milchbauern, die sagen es sei egal, welche Milch man kauft. (Ich bin entsetzt! Sagen die das noch, wenn eines Tages vielleicht chinesische Milch als z.B. Asia-Feng-Shui- Milch in direkter Konkurrenz verkauft wird? Aber da gibt es sie vielleicht schon nicht mehr..)

    -Rohmilch direkt vom Bauern holen. (Ich kann das machen, aber Jemand aus der Stadt?)

    -Milch von der Genossenschaftsmolkerei (Wie erkenne ich im Laden ob die Bauern von der Genossenschaft etwas haben?)

    -Biomilch kaufen (Ich würde aber gerne konventionelle Milch kaufen! )

    2+
    • wer aus irgendeinem Prinzip keine Biomilch kaufen will, dem ist eben auch nicht zu helfen.

      Für mich ist das beste gerade gut genug und das ist Demeter Vorzugsmilch von einem Betrieb (Hofgut Rengoldshausen) , bei dem die Kälber bei den Müttern trinken dürfen und die keine Silage und auch kein Kraftfutter füttern.

      Prinzipiell gibt es diese Milch in jedem Bioladen, den der Grosshändler Bodan vom Bodensee beliefert (evtl. auf Vorbestellung). Die Milch hält 7 Tage!

      Leider sind die oft ausverkauft und ich frage mich, warum finden sich keine Milchbauern, die es auch so machen, sondern lieber pleite gehen.

      Alternativ greife ich zur regionalen Demeter Heumilch, die es bei Edeka Südwest gibt: Herkunft Baden-Württemberg. Leider hat die Erzeugergemeinschaft keine Molkerei im Süden gefunden, die das abfüllt. Daher wird die Milch weit nach Schrozberg gefahren und dort für Edeka abgefüllt und kommt dann wieder zurück.

      Aber auch diese Kühe tragen Hörner, müssen sommers auf die Weide und bekommen keine Silage. Da bei Demeter Homogenisierung verboten ist, ist diese Milch ein nahzu naturbelassene Milch, aber doch schonend pasteurisiert.

      14+
      • Karin Wyss sagt

        Finde ich ein sehr guter Ansatz. Aber ich muss ehrlich sagen. Ich war geschockt als wir auf unserer Fachreise erfahren haben wie wenig Deutsche Kühe im Vergleich zu Schweizer Kühen auf die Weide können. Aber auch bei uns stellt sich die Frage wo kaufe ich/was für Milch. Es gibt zum glück aber einige Frischmilchautomaten in der Gegend. Und für die Stadt Zürich hat so gar ein findiger Unternehmer die Firma Stadtmilch gegründet, da kann jeder seine eigene menge Milch zapfen. Die Glasflasche wird einmal gekauft und dan immer wieder aufgefüllt. Vieleicht könnte man das Projekt auch in DE einführen.

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        • Andreas Schmid sagt

          Das mit der Stadtmilch wurde vor vielen Jahren bei uns in den Supermärkten schon mal probiert. Das hat nicht funktioniert, weil die Kunden die Flasche nicht richtig darunter gestellt haben. Die daraus folgende Sauerei hat niemand weggewischt.

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          • Sabine sagt

            Es gibt mehrere Automaten-Such-Seiten, in Leipzig gibt es von Kitzen eG auf der Raiffeisenstr. ein Automatenhäuschen.
            https://www.youtube.com/watch?v=-XVpSFuyfgk
            130 Liter mögen jetzt nicht viel sein bei 850 Kühen, aber selbst wenn man die Betriebskosten für die Tankstelle abzieht, bleiben sicher noch mehr als 25 Cent/Liter übrig.
            Oh, und ein Fundstück aus 2009

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        • Stephan Schmidt sagt

          Das gab es in München vor einigen Jahrzehnten bei Tengelmann auch schon mal. Es war aber die gleiche Milch wie in der Pappverpackung? das Beste ist wohl, man fragt mal einen Bauern, an wen er die Milch liefert und wie viel er bekommt. Die Milch direkt ab Hof hat den „Nachteil“, dass Sue vielen Lezüuten nicht schmeckt, weil nicht pasteurisiert.

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        • Du hast nach Rat gefragt, den habe ich gegeben. Es steht jedem frei entgegen dem Rat ein Produkt zu kaufen, welches u.U. teurer ist und weniger gesund und mehr Schäden für Tier und Umwelt anrichtet. Nur verstehen muss ich das dann nicht. Ich verkaufe meinen Kunden solche Produkte nicht, aber es muss ja auch keiner bei mir kaufen.

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      • bauerhans sagt

        „Für mich ist das beste gerade gut genug und das ist Demeter Vorzugsmilch von einem Betrieb ……
        Leider sind die oft ausverkauft und ich frage mich, warum finden sich keine Milchbauern, die es auch so machen, sondern lieber pleite gehen.“

        die ökolandwirtin ,die an der fh….studiert hatte und dafür viele praktika brauchte,erzählte mir,dass diese betriebe nicht ohne praktikanten existieren könnten,weil die manuelle arbeit sonst nicht zu schaffen wäre,auch von den kosten her.

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        • mal wieder ein Blödsinn von Bauer Hans. Wieviel Praktikanten hattest Du schon auf Deinem Betrieb? vermutlich keinen! Denn dann wüsstest Du, daß man die auch bezahlen muss, daß sie oft Kost und Logis bekommen und auch viel Anleittung bringen und dafür muss ich mir Zeit nehmen, das ist der Sinn eines Praktikums.

          Für meinen Betrieb gilt: bevor ich mich mit unmotivierten teuren zeitaufwendigen Praktikanten abmühe, schaff ich lieber selber, ist zuverlässiger, schneller und günstiger.

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      • Holger sagt

        Wir kaufen schon seit einer Weile kaum noch in Discountern (Netto, Aldi, Lidl, etc.). Aus meiner Sicht geht dort ein viel zu großer Teil and die Besitzer und zu wenig an die Lieferanten. EUR haben ein paar Hofläden welche sehr gut ausgestattet sind. Da gibt’s gesunde zum großen Teil selbt hergestellte Sachen zu Preisen die wirklich ok sind. Da kaufe ich auch die Dementer Milch von der hiesigen Erzeugergemeinschaft. Wir essen nicht jeden Tag Fleisch. Dadurch kann man das Geld für andere gesündere Dinge ausgeben.
        Mich würde allerdings auch interessieren, warum nicht mehr Bauern Bio Milch anbieten. Ich habe mal gelesen, dass die EU die konventionelle Massentierhaltung zu sehr subventioniert, stimmt das? Kennt sich da jemand aus?

        1+
        • Bauer Willi sagt

          Hallo Holger, derzeit versuchen sehr viele Landwirte, bei Bio-Molkereien Lieferant zu werden (nach entsprechender Umstellung). Da diese Molkereien aber ihren bisherigen Lieferanten weiterhin einen guten Preis zahlen wollen (sehr vernünftig!) nehmen sie derzeit keine weiteren Lieferanten mehr auf, weil die Nachfrage dann geringer wäre als das Angebot (auch sehr vernünftig). Sollten sich mehr Verbraucher für Biomilch entscheiden, könnten auch mehr umstellungswillige Landwirte liefern.
          Es gibt dazu Aussagen von z.B. der Geschäftsführerin der Upländer Molkerei (Bio). Alles nachprüfbar. Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.
          Bauer Willi

          3+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Bei der Schwarzwaldmilch ist es genau so, die nehmen derzeit keine neue BIO-Milchlieferanten mehr auf.

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      • R.S.G. sagt

        Nur 3% der in Deutschland hergestellten Milch ist Bio-Milch. Da der Bedarf aber viel höher ist, wird viel Bio-Milch aus dem Ausland zugekauft. Die Aussage: „wer aus irgendeinem Prinzip keine Biomilch kaufen will, dem ist eben auch nicht zu helfen“ ist also gerade und speziell in diesem Zusammenhang nicht besonders hilfreich.

        1+
        • Til sagt

          Ein Doitscher trinkt nur Milch von doitschen Kühen, oder wie darf ich das verstehen? Warum soll ich nicht Milch aus den Nachbarländern kaufen? Wir sind doch eine EU?

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          • Bauer Willi sagt

            So ein Blödsinn. Das hat RSG doch überhaupt nicht gesagt sondern nur bemerkt, dass Bio-Milch importiert wird. Allerdings wird dem Verbraucher suggeriert, dass es Milch aus Deutschland ist. Und das ist Verbrauchertäuschung des Handels.
            Übrigens stehen viele Landwirte bei den Bio-Molkereien Schlange, um dort Lieferant zu werden. Von daher kann ich die Aussage von RSG auch nicht nachvollziehen.
            Bauer Willi

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            • bauerhans sagt

              “ unangekündigt kontrolliert “

              i.d.r. wird kein betrieb unangekündigt kontrolliert.

              1+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @bauerhans

              Als ich noch früher um die Almosen des Staates bat, hatte ich zwei Kontrollen, keine wurde angekündigt.

              Einmal war nur meine Frau zuhause, die durch ihre Berufstätigkeit keine Ahnung von den Aufzeichnungen hatte. (ich war nicht zu Erreichen) Es wurde angedroht, jeden Monat auf der Matte zu stehen, wenn sie nicht sofort die Unterlagen bereit lege.
              Mit Mühe konnte sie die Kontrolleurin überzeugen, dass sie die Wahrheit spricht.

              Nach zwei Stunden waren sie wieder da, es gab keine Beanstandungen. Einen weiteren Antrag stellte ich nicht mehr.

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          • R.S:G. sagt

            Nein, so soll man das nicht verstehen. Wer was falsch verstehen will, der versteht es halt auch falsch. 😉

            Ich wollte nur deutlich machen, dass Bio-Enthusiasten einer Illusion erliegen, wenn sie glauben sie würden beim Kauf von Bio-Milch immer automatisch deutsche Bio-Standards einkaufen. Der Vorwurf: „Wer aus irgendeinem Prinzip keine Biomilch kaufen will, dem ist eben auch nicht zu helfen“ entspringt einem gewissen …. nunja …. Selbstbetrug.

            Es gibt durchaus Länder in der und um die EU, in denen zwar Bio produziert wird und deren Ware in unseren Läden als Bio verkauft wird, deren Bio-Verständnis aber etwas anders ist als bei uns. Und nachdem es sogar bei uns viele Bio-Bauern gibt, welche seit 15 Jahren und länger Bio produzieren, deren Höfe aber nach Bio-Start effektiv nicht mehr kontrolliert worden sind (ich kenne selbst einige solche Betriebe bei uns in der Region), dürfte die Kontroll-Quote in einigen anderen Ländern noch deutlich niedriger liegen. Ich bin deshalb durchaus tolerant gegenüber Menschen, die in der Realität leben und sich deshalb nicht für Bio mit oft nicht „unzweifelhafter Herkunft“ entscheiden. Intoleranz gegenüber anderen Menschen und ihren Entscheidungen ist generell nicht so sehr mein Ding. Deshalb kann ich auch nicht so gut mit Bio-Fanatismus und Menschen, die glauben sie müssten ihre Meinung allen anderen aufdrücken. Vollkommen egal ob es sich nun um Bio-Missionare, Vegan-Missionare, religiöse Missionare oder dergleichen handelt.

            3+
            • Til sagt

              @Bauer Willi: Danke für die Erklärung.
              @RSG: Es kommt halt in vielen Kommentaren hier so rüber, als ob nur deutsche Milch gut ist. Würde ich im Rheinland wohnen, sähe ich keinen Grund, nicht auch Milch aus Holland oder Frankreich zu akzeptieren, wenn diese Transportwege kürzer sind. Hier bei mir in Sachsen steht auf der Verpackung der teuren regionalen Milch leider dann auch: Milch aus Bayern. Abgefüllt in Sachsen (sinngemäß). Wenigstens steht es drauf. Vielleicht gibt es in Sachsen einfach nicht genug Milchkühe. Bis auf die Transportwege sehe ich aber eigentlich keinen Grund. In einer optimalen Wertschöpfungskette sollte es der Herstellen, der es am besten kann. Ich z.B. halte nichts von Wirtschaftskriegen verschiedener Länder. Dabei kann keine effiziente Nutzung unserer knappen Rohstoffe erreicht werden.

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            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              So ein Unsinn muss man hier schon im neuen Jahr wieder über Bio lesen:
              „Es gibt durchaus Länder in der und um die EU, in denen zwar Bio produziert wird und deren Ware in unseren Läden als Bio verkauft wird, deren Bio-Verständnis aber etwas anders ist als bei uns“

              „es sogar bei uns viele Bio-Bauern gibt, welche seit 15 Jahren und länger Bio produzieren, deren Höfe aber nach Bio-Start effektiv nicht mehr kontrolliert worden sind“

              1) Überall vo Bio draufsteht gilt die eindeutige EU Bio Verordnung, sogar für Waren, die von ausserhalb der EU importiert werden
              2) Diesselbe EU Verordnung besagt auch, daß jeder Biobetrieb mindestens einmal im Jahr zu kontrollieren ist. Kontrollquote = 100%! Darüberhinaus werden 5% der Betriebe zusätzlich unangemeldet kontrolliert und natürlich bei Verdacht.

              Meinetwegen soll man mich Biofanatiker schimpfen, aber dann gibt es auch Biohasser und mit denen, die das ohne Belege, Argumente und Datenquellen tun, kann ich nicht gut.

              Und Willi´s Demeter Heumlich kommt deshalb aus Polen weil dort mit eine Industriestiftung der Software AG ein grosser Betrieb Juchowo 2000 Hekatr, 400 Kühe, ebenfalls als Stiftung, auf Demeter umgestellt wird. An deren vorbildlicher Tierhaltung (Zucht auf Lebensleistung nach Bakels, behornte Tiere, Weidegang, kaum Kraftfutter, keine Silagen, mehrere eigene Zuchtstiere) ist überhaupt nichts auszusetzen und nur dieser Betrieb war überhaupt in der Lage nennenswerte Mengen Bioheumilch zu liefern.

              Ich bin jedoch der Meinung, daß Demeter bzw. die Molkerei die genaue Herkunft der Milch auf der Packung freiwillig angeben soll. Gesetzlich müssen sie Herkunft deutsch draufschreiben, da immer der letzte Verarbeitungsort anzugeben ist und die Molkerei in Brandenburg sitzt.

              Mein Vorschlag wäre auch, daß auf jeder Milchpackung der jweilige Auszahlpreis an die Bauern stehen müsste. Dann hätte der Betrug mit der konventionell „Die faire Milch“ schnell ein Ende.

              BGL zahlt Naturlandbauern 52 ct und als Alnatura kostet die Biomilch im Handel 99ct, das ist immer noch nicht ganz fair, aber gut für Verbraucher und der Bauer kann davon halbwegs leben.

              1+
            • R.S:G. sagt

              @Biobauer Andreas Fendt
              Klar, dass Bio-Bauern die Wahrheit nicht gerne hören und versuchen den Mythos aufrecht zu erhalten. Und es gibt ja genug Menschen, die Märchen gerne hören…. 😉

              Vielleicht sind es die Gleichen die glauben, dass ein Land außerhalb der EU, das bis heute als Risiko/gefährlich eingstuft worden ist, ab morgen ein sicheres Herkunftsland ist, weil die EU-Minister das per Unterschrift auf einem Papier beschlossen haben. Und das, ohne dass sich in dem betreffenden Land etwas geändert hat. Das sind Illusionen, wie sie die EU zaubert …

              Ich kann hier aus dem Stehgreif mehr als 5 regionale (hier vor Ort) Bio-Betriebe nennen, die in den letzten 10 Jahren nicht ein einziges Mal unangekündigt kontrolliert worden sind. Dies ist eine Tatsache, die auch bereits vielfach in den Medien dokumentiert und kritisiert worden ist.

              Aber als am Bio-Boom verdienender Landwirt, darfst Du natürlich gern auch andere Ansichten vertreten und verbreiten. Bewerten kann das dann ja jeder selbst.

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            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              Man kann über unangemeldete Kontrollen diskutieren, ich kenne zig Betriebe, die auch noch nie eine CC Kontrolle hatten, obwohl hier sogar bei 15% jährliche Kontrollen vorgeschrieben sind. Daraus abzuleiten, daß sich diese oder gar alle Landwirte nicht an CC halten ist in etwaso dreist, wie zu behaupten, Biobauern würden betrügen, weil es keine unangemeldeten Kontrollen gäbe. Der Unterschied zu konv. ist ja: bei Bio gibt es eine jährliche Regelkontrolle und da ich diese jedes Jahr habe, weiß ich wie gut die ist und wie schwer es wäre, da irgendwie zu betrügen.

              Irgendwas zu faseln, wir würden da einen Mythos aufrechterhalten ist nicht nur unsolidarisch und solch ein Verhalten schadet der gesamten Landwirtschaft, ich persönlich halte es für widerlich, und da wundert es mich nicht, daß so was von einem anonymen Troll kommt, der sich wohl kaum trauen würde, mir mit seinem echten Namen und Adresse Betrug zu unterstellen.

              1+
            • R.S:G. sagt

              @Biobauer Andreas Fendt
              1) Diese Art von Beschimpfungen und der ungehobelte Ton lässt tief blicken. So kann sich jeder selbst ein Bild machen und urteilen. Für mich haben Sie sich damit jedenfalls als Diskussionspartner disqualifiziert.

              2) Dies gilt genauso für Ihre Praxis mir Worte und Aussagen in den Mund zu legen, die Ihnen zwar für ihre Beschimpfungen gelegen kommen (würden), die ich aber so nie getätigt habe. So zum Beispiel 1: „… ich kenne zig Betriebe, die auch noch nie eine CC Kontrolle hatten, obwohl hier sogar bei 15% jährliche Kontrollen vorgeschrieben sind. Daraus abzuleiten, daß sich diese oder gar alle Landwirte nicht an CC halten ist in etwaso dreist, wie zu behaupten, Biobauern würden betrügen, weil es keine unangemeldeten Kontrollen gäbe.“
              Ich habe darauf hingewiesen, dass die Kontrollen nicht einmal in Deutschland in dem Maße und mit der Zuverlässigkeit durchgeführt werden, wie dies den Verbrauchern immer vorgegaukelt wird. Dies haben Sie vorher abgestritten, mit dieser Aussage jedoch nun jedoch bestätigt. Ich habe daraus aber nicht wie von Ihnen behauptet abgeleitet, dass sich diese oder gar alle dt. Landwirte nicht an Vorschriften halten würden sondern die Vermutung geäußert, dass wenn nicht einmal hierzulande die Kontrollen konsequent und zuverlässig eingehalten werden, die Wahrscheinlichkeit besteht dass diese in weniger Bio-affinen Ländern noch weniger konsequent und zuverlässig durchgeführt werden.
              Oder zum Beispiel 2: „… alle Landwirte nicht an CC halten ist in etwaso dreist, wie zu behaupten, Biobauern würden betrügen, weil es keine unangemeldeten Kontrollen gäbe.“ Ich habe zu keiner Zeit behauptet, dass Landwirte betrügen allerdings ist die gegenteilige Behauptung, dass sich ALLE an die Vorschriften halten würden nur weil es diese gibt (Ihr Vortrag zu den EU-Vorschriften) im besten Falle als naiv anzusehen. In jeder Branche gibt es schwarze Schafe, das haben die Lebensmittelskandale der letzten Jahre auch in der Bio-Branche ausreichend bewiesen. Und oft genug wurden solche Skandale eben auch in der Bio.Branche aufgrund lückenhafter oder mangelhafter Kontrollen nicht rechtzeitig erkannt und aufgedeckt. Dies hier anzuführen ist keine Dreistigkeit sondern rückt allenfalls die „Bio-Betriebe sind alles Heilige“-Darstellung mancher Teilnehmer ins rechte Licht.

              Nicht das Auflisten solcher Tatsachen und Fakten schadet der Landwirtschaft sondern genau diese schwarzen Schafe. Und solange die Bio-Branche diese schwarzen Schafe mit Bio-Saubermann-Farbe übertüncht schadet die Branche damit sowohl sich selbst als auch den Verbrauchern. Probleme, die es auch in der Bio-Branche gibt, können immer erst dann aus der Welt geschafft werden wenn man sie erkennt und eingesteht anstatt sie zu verleugnen und den Kunden eine heile Bio-Welt vorzugaukeln.

              Da Sie so vorschriffts- und gesetzestreu tun, stellt sich die Frage, a) warum Sie glauben, dass ausgerechnet Unterstellungen und Beleidigungen aus Ihrem Mund ggf. folgenlos blieben und b) warum Sie auch auf Ihrer Hompage so werbewirksam auf die jährlichen Kontrollen hinweisen, das dort verlinkte Prüfzertifikat aber auf der Zielseite nicht existiert: „Page not found“. Auf der HP-Unterseite Ihrer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) fehlen sogar alle Angaben zum Registereintrag und zu den handelnden Personen (ggf. Geschäftsführer). Ich will hier niemandem an den Karren fahren, aber wenn man schon so heilig tut, dann sollte man zumindest ein Minimum an gesetzlichen Vorschriften erfüllen bevor man andere angreift.

              Im Weiteren gilt 1) => siehe oben

              2+
          • Bauer Willi sagt

            Hier im Rheinland kaufe ich Bio-Milch, die in MV (Mecklenburg-Vorpommern) abgefüllt wurde. Bei näherer Recherche handelt es sich dabei um die „Gläserne Molkerei“, die auch Bio-Milch aus polnischen Bio-Betrieben mit 700 Kühen abfüllt. Nichts gegen polnische Biomilch, aber warum muss die über Umwege bis ins Rheinland transportiert werden? Ist aber so, habe ich selbst recherchiert….Und irgendwie schade…
            Bauer Willi

            4+
            • R.S:G. sagt

              Ich habe bei dieser „Gläseren Molkerei“ angefragt, ob es sich denn dabei auch um eine „Faire Molkerei“ handelt. Und keine Antwort ist ja dann auch irgendwie eine Antwort, befürchte ich.

              Insofern favorisiere ich, wenn ich nicht direkt beim nahen Bauern kaufe, die Milch von „Berchtesgadener Land“, die ist bei mir vor Ort, produziert auch Bio und zahlt ihre Bauern fair. Na wenn das nichts ist … 🙂

              1+
            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              Lieber Willi,
              ja es ist schade, da die Milchbauern im Rheinland zu doof sind um gute Bioheumilch nach Demeter Standard zu erzeugen und von den 52 ct Milchgeld leben könnten. Stattdesssen machen sie mit Kraftfutter und Hochleistungskühen Industrieplörre und jammern, daß sie von 25 ct nicht leben können, aber sie haben ja ihren Bauernverband, der leiert dem Bundesminister und der EU bestimmt immer wieder irgendwelche Milch-Interventionsgelder aus der Spardose, denn man kann diese systemwichtigen rheinischen Milchbauern ja nicht hopps gehen lassen? Doch man kann nicht nur, man muß!

              PS: Juchowo hat 360 Kühe, nicht 700
              http://www.juchowo.org/de/projekty.php?m=2&k=2&pk=6&t=29&j=de

              2+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wenn die Milchbauern vom Rheinland , oder von ganz Deutschland Heumilch erzeugen, dann geht als erstes der Schwarzwaldbauer hopps und dann nacheinander die anderen.

              Das weil sie zu viel Heumilch erzeugen, die nicht zu vernünftigen Preisen verkauft werden kann.

              Wenn die Milchbauern diesen Weg gehen wollen, das ist mir egal, ich stelle eh keine Viecher in den Stall

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  7. biobua sagt

    Ganz klar, auf dem Bild die linke Milch. Berchtesgadener ist momentan die einzige Molkerei die den den konventionellen Milchpreis noch wesentlich höher hält als alle anderen. Auch bei Ökomilch waren Sie in der Vergangenheit immer vorne dabei. Das wäre die Molkerei meiner Träume! Die großen Genossenschaftsmolkereien haben in meinen Augen mit Genossenschaft nicht mehr viel zu tun. Inwiefern hier noch für den Genossen gehandelt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Mit einer privaten Ökomolkerei (ein Marktführer) habe ich die übelsten Erfahrungen gemacht.

    4+
    • Damit Molkereien so sind wie der Berchtesgadener müssen sich die Bauer aber auch selbst einbringen, nicht alles dem Vorsitzenden und oder der Verwaltung überlassen! Sobald Bauern einen Geschäftsführer Einstellen und Bezahlen, muss der besonders gut beobachtet und auch gut unterstützt werden. Die Privaten Molkereien richten sich immer nach dem Markt und der Auszahlungspreis nur nach dem „so wenig wie möglich“ aber nicht so viel nötig, eben gerade das es so passt für den Inhaber. Die beste Situation wäre eine Private mit Genossen die noch das sagen haben!

      2+
  8. Andrea Rahn-Farr sagt

    Klare Empfehlung: Kaufe die Markenmilch einer Genossenschaftsmolkerei Deiner Wahl! Dies sind die Produkte mit der höchsten Wertschöpfung für die Molkereien, sie sind nicht beliebig austauschbar wie Handels“marken“. Für die Markenmilch erhält die Molkerei einen höheren Preis pro Liter, dadurch stützt die Markenmilch im Produktportfolio einer Molkerei den gesamten Milchauszahlungspreis an die Genossenschaftsmitglieder.
    Bei unserer Molkerei (Hochwald) ist dieses Produkt die „Bärenmarke“ (Trinkmilch, Milchmixgetränke, Sahne, Sprühsahne, Kondensmilch).

    3+

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