Bauer Willi
Kommentare 28

Kaufen anstatt labern

Greenpeace hat auf das Panorame Video mit Gabriele Mörixmann wie folgt reagiert:

Es geht auch anders!

Hey Lidl Deutschland, hört mal dieser tollen Landwirtin zu. Ihr Beispiel zeigt: Schweine müssen nicht ihr Leben lang leiden. Doch eine gute Tierhaltung kostet mehr Geld. Und solange Discounter wie Lidl die Preise in den Keller drücken, werden Betriebe wie dieser die Ausnahme bleiben. *siehe facebook.com/greenpeace.de

Und dann folgt ein Aufruf zum Mitmachen an einer Protestmail an Lidl! So sieht also die Unterstützung von Greenpeace aus: Labern und liken 🙁

Aber das Einzige, was wirklich etwas ändern wird ist das TUN. Also wäre doch ein direkter Aufruf an die Greenpeace-Gemeinde zum Kauf von „Fleisch aus dem Aktivstall von Gabriele Mörixmann“ wirkungsvoller. Denn nur wenn dieses echte Tierwohlfleisch auch gekauft wird, kann sich Gabriele Mörixmann halten und als richtungsweisendes Pilotprojekt wirken. Den Tiefstpreisverramschern müssen Marktanteile abgenommen werden!!! Deshalb mein ganz klarer Aufruf: KAUFEN und zwar hier: (und weiterempfehlen)

1. Gabriele Mörixmann in Melle Fleischpakete auf Vorbestellung
2. Ein Teil der Tiere geht ins EGO-Eichenhofprogramm (www.eichenhof.net).
Die EGO beliefert z.B. den Markant Markt Breek, Gesmolder Straße 181 in 49326 Gesmold
3. Markant Markt Breek, Gesmolder Straße 181 in 49326 Gesmold
4. Sie können unser Fleisch jetzt auch online bestellen! Schauen Sie gleich hier rein: http://www.kalieber.de/aktivstall-fuer-schwein

Euer Bauer Willi

 

 

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28 Kommentare

  1. Zenzi sagt

    Fleisch würde ich nicht im Internet bestellen und senden lassen. Da nutz ich lieber das Angebot hier vor Ort und unterstütze die Landwirte, z. B. auf den Wochenmärkten.

    „Aktivstallfleisch“ mit „Bällebad“ wo lustige Schweinchen wie bei Ikea rumtollen können… Ein paar Bälle in den Stall und schon nennt sich das Bälle“bad“. Die Schweine sind auch nicht dumm und spielen nur selten damit.

    Dass sie erkannt hat, dass die Schwanzbeißer meistens nur ein paar sind, die die Gruppe aufmischen und das so deutlich anspricht ist ihr hoch anzurechnen. Kürzlich habe ich einen Stallbesuch bei einem Bio-Schweinehalter gepostet, der das gleiche sagt und die Schwänze nicht kupiert. Das geht.

    Die Haltung von Gabriele M. kommt an „Bio“ doch schon sehr nahe hin, und ist von den Angeboten in der Unterschiedlichkeit zu den Liegplätzen evtl sogar schon besser. Kann sie nicht darauf umstellen? Zu teuer? Denke da hätte sie mehr davon. Komisch, dass Stroh soviel kostet, es braucht doch fast keiner mehr, ausser Pferdehalter, oder?

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    • bauerhans sagt

      „dass die Schwanzbeißer meistens nur ein paar sind“

      das ist oft nur ein tier,welches die ganze bucht aufmischt,aber wie schon gesagt,es ist genetisch bedingt,kann aber „explodieren“,wenn die haltung nicht funktioniert z.b. nur flüssigfutter mit wenig trockensubstanz.
      zufriedene schweine brauchen kein spielzeug!
      stroh ist insofern teuer,weil es trocken geborgen und gelagert werden muss.
      bei bio ist der absatz nicht gegeben bzw. in festen händen.

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    • bauerhans sagt

      TIERWOHL ist freiwillig, QS ist pflicht,ohne QS kein TIERWOHL oder die tiere gehen in den export.
      da bei tierwohl höhere ansprüche bestehen,wird öfter kontrolliert.
      dass der verbraucher wahrscheinlich nur zwischen bio und konventionell unterscheidet,liegt daran,dass qs fast unbekannt ist,jedenfalls so die eindrücke von einem bekannten aus berlin.
      jedenfalls wird an dem kleinen schlachthof hier genau kontrolliert,auch z.b. ob die tiere sich beim verladen oder transport schrammen zugezogen haben.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “ in der Nase eine Luft so scharf wie auf einem Baustellen-Klo.“
      So steht es in dem Bericht.

      heißt das im Umkehrschluss, dass man dem Bauarbeiter mehr Gestank zumuten kann, als den Schweinen?
      Nur mal kurz nachgedacht. 😉

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  2. Inga sagt

    Ja, das geht nur durch Doppelbelastung und Kinderarbeit!

    Eben dne Betrieb auf Selbstvermarktung umzustellen!

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  3. Könnt ihr kein Crowdfunding einrichten, wo die Leute, die ach so gern 1, 2 oder 5 Euro mehr fürs Tierwohl beim Fleisch zahlen würden, ihren Obolus per Paypal entrichten können? Die Einnahmen könnt ihr dann an Gabriele Mörixmann und ihre Kollegen, die ähnlich wirtschaften, weiterleiten.

    1+

  4. Paulus sagt

    Na ja, der Aufruf ist ja gut und schön. Aber versuch doch mal vegetarisch oder vegan lebenden Greenpeace-Aktivisten z.B. Zungenrotwurst oder Gurkensülze vom Aktivstall-Schwein zu verkaufen. (siehe Angebot Kalieber) Derartige Produkte stoßen selbst bei mir als bekennender Fleischesser auf Widerstand.
    Ich bewundere Frau Mörixmann und halte die Schweinehaltung aus laienhafter Sicht für vorbildlich. Sie, bzw. ihre Familie haben diese Art der Tierhaltung bzw. Mast aber selbst gewählt. Wenn dies nur bedingt zum monetären Erfolg führt, sollte man sich allerdings davor hüten die eigene Fehleinschätzung auf den LEH oder gar den „Verbraucher“ abzuwälzen. Das ist mir zu einfach.

    2+

    • Sabine sagt

      Einspruch, die Gurkensülze ist super. Ich hab mir da mal ein Paket in die Arbeit schicken lassen, weil das ja immer sonne Sache ist, mit dem Paketboten. Da erwärmten sich plötzlich sehr viele Leute für Schmalz und Speck.

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      • Paulus sagt

        Ach Sabine, von einem ordentlichen Landbrot mit Butter, fettem Speck und Senf darf ich leider nur noch träumen. Du ahnst aus welchem Grund?

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  5. AdT sagt

    Ich habe heute Kollegen zum Thema Grillsaison auf den Aktivstall hingewiesen und kurz beschrieben, dass die Schweine viel Platz haben, sich in großzügigem Außen- und Innenbereich frei bewegen können, Stroh haben. Im wahren Leben, wenn ich also nicht anonym bin, gebe ich normalerweise keine ungefragten Empfehlungen. Es war im Kollegenkreis also mein erster Hinweis dieser Art. Er wurde sofort abgeblockt und mit einem kurzen Lächeln als Lächerlich abgetan. Es war komisch, es fühlte sich so an, als wenn ich ein Tabu gebrochen hätte, etwas infrage gestellt hätte, das man nicht infrage stellt. Angesichts der aufgeschlossen wirkenden Antworten in den Umfragen wie der von Greenpeace hätte ich das so nicht erwartet.

    1+

    • rebecca sagt

      Vielleicht waren es auch alles Veganer ? Ansonsten ist als Werbestrategie sicher zielführender auch auf die Vorteile für den Konsumenten zu verweisen.
      Unter anderem die wesentlich bessere Qualität im Vergleich zur Discounterware.

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      • bauerhans sagt

        „die wesentlich bessere Qualität im Vergleich zur Discounterware.“

        discounterware ist halt mager,weil das gewünscht wird,aber nicht „wesentlich schlechter“.

        2+

        • rebecca sagt

          Naja, ist eine Weile her, aber im Vergleich war zum Beispiel der Bratverlust wesentlich höher als beim Fleisch vom Direktvermarkter.

          Und die fertig marinierten eingeschweisten Steaks fallen fast unter Köperverletzung. Da werd ich auch zur Vegetarier oder Veganerin wenn mir jemand sowas anbietet.

          5+

    • Inga sagt

      So etwas ist mir bestimmt auch schon passiert,
      ich (oder mein Gewissen) regiere bei so etwas mit schlechtem Gewissen und höre meine Eltern mir den Vorwurf machen:
      Wie kannst du denn das vor Anwälten diskutieren, wie kannst du die nur mit so etwas stören!
      Die interessieren sich für so etwas Niedriges (Schmutziges) nicht!
      Also liegt dieses Problem schon lange zurück!

      Aber ich denke heutzutage interessieren sich immer mehr gebildete Leute dafür, weil sie aufgeklärter sind, oder nicht?

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      • bauerhans sagt

        „Aber ich denke heutzutage interessieren sich immer mehr gebildete Leute dafür, weil sie aufgeklärter sind, oder nicht?“

        nöö,weils ihnen materiell sehr gut geht,sie ein schlechtes gewissen haben,jede menge auf google lesen und schon drehen sie emotional am rad.

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      • AdT sagt

        Juristen müssen sich an Gesetze halten. Tierquälerei ist strafbar, mit bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe. Tiere, die jemandem gehören (keine Wildtiere), zu töten, zu verletzen oder zu entwenden, gilt zudem als Sachbeschädigung und Diebstahl, Einbruchdiebstahl oder Diebstahl mit mitgeführter Waffe – Schächtmesser! – wird mit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe geahndet. Es stimmt, dass Tierquälerei allein von Strafjuristen nicht ernst genommen wird. Vor ein paar Monaten soll zum ersten mal eine Freiheitsstrafe verhängt worden sein.

        Dass die Schächter geschont würden, kann ich dem Artikel allerdings nicht entnehmen. Gegen einen Beschuldigten bestand demnach kein hinreichender Tatverdacht, es ist von seiner Unschuld auszugehen. Bei dem anderen „wurde das Verfahren wegen anderer schwerer wiegenden Straftaten (u.a. Körperverletzung) nicht weiter verfolgt.“

        Im Artikel heißt es dazu suggestiv: „Verfahren wegen anderer schwerer wiegenden Straftaten nicht weiter verfolgt? Diese Begründung macht nur noch sprachlos.“

        Warum macht die Begründung sprachlos? Warum enthält der Verfasser dem Leser vor, was IHN persönlich angeblich sprachlos macht? Antwort: Weil er hetzen möchte – gegen Ausländer, Justiz und Gesetzgeber. Das ist das Konzept der Seite.

        Hintergrund der Verfahrenseinstellung dürfte § 154 Abs. 1 Nr. 1 der Strafprozessordnung sein, Teileinstellung bei mehreren Taten: Die Staatsanwaltschaft kann von der Verfolgung einer Tat absehen, wenn die Strafe, zu der die Verfolgung führen kann, neben einer Strafe, die gegen den Beschuldigten wegen einer anderen Tat zu erwarten hat, nicht beträchtlich ins Gewicht fällt.

        Ich bin übrigens dafür, dass man religiöse Handlungen, die Menschen und Tiere schädigen, nicht erlaubt. So das Tiereschächten und die Beschneidung an Kindern. Insbesondere der Paragraph 1631 d BGB ist ein erbärmlicher Kotau vor unaufgeklärter Religionsausübung von Eltern zum Nachteil des Kindes. Religionsfreiheit darf keine Narrenfreiheit sein.

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        • Mark sagt

          „Juristen müssen sich an Gesetze halten“ Alle müssen sich an Gesetze halten, nicht nur Juristen. Nicht alle halten sich allerdings daran, auch nicht alle Juristen.

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        • Sabine sagt

          Dazu sollte man allerdings auch sagen, dass gerade auch in der Bevölkerungsgruppe, die auf schächten als religiöse Handlung bestehen, nicht wenige – teils aus Unkenntnis – glauben, dass diese Art für das Tier weniger Stress bedeutet und sie diese Vorschrift als religiösen Tierschutz sehen. Mein Schlachter ist Muslim und er leitet daraus einfach ab, dass er eben bewusst mit dem Tier als Mitgeschöpf umgehen soll. Da mag er einer der wenigen Progressiven sein, aber ich denke, da wäre eine Grundlage für die Diskussion mit und unter Muslimen.

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          • AdT sagt

            Für einen „guten“ Muslim braucht es keiner Begründung. Der Erzengel Gabriel hat es Mohammed geflüstert. Mohammed hat es im Koran aufgeschrieben. So steht es da heute noch schwarz auf weiß, und es reimt sich sogar. Was will man mehr.

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            • Sabine sagt

              Du meinst die guten Muslime, die bei jeder Feier den Raki gleich kistenweise anschleppen und nur im Ramadan und wenn der Hodscha zu besuch ist das Efes im Keller lassen? Würden wir uns als Gesellschaft nicht so doof anstellen und nicht immer auf meist gar nicht vorhandene Befindlichkeiten Rücksicht nehmen, wäre dem Ramadan-Gebäck was mir meine Kundschaft im Moment en gros anschleppt schon längst das selbe passiert wie mit dem Weihnachts- und Ostersüßigkeiten, denn die verbindet ja auch niemand mehr mit den ehemals scheinbar durch göttlichen Erlass gegebenen Fastenzeiten. Mit unserer Bedenken-Rumtragerei bauen wir, denke ich, unnötig Druck bei den Muslimen auf, die sehr gerne die schönen Traditionen erhalten wollen und den offensichtlichen Schwachsinn loswerden möchten. Mich fragt ja auch niemand mehr, ob ich als Katholikin damit leben kann, dass vor Ostern und Weihnachten Fleischgerichte in der Kantine angeboten werden.

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  6. Friedrich K. sagt

    Ich wette, dass nach ein paar Tagen des Hypes spätestens nach einer Woche dieser Bericht wieder vergessen ist, der Link zum Shop sowieso und dennoch viele Verbraucher direkt unter dem Link zum Shop posten: „Ich würde ja gerne solche ein Fleisch kaufen, wenn ich nur wüsste, wo.“
    Die meisten Verbraucher laufen dann wieder zum nächstbesten Supermarkt und nehmen dort was ihnen angeboten wird.
    Es wäre interessant, ob bisher überhaupt ein Greenpeace-Mitarbeiter oder Aktivist bei Kalieber bestellt hat.
    -> Labern ist bequemer als Kaufen.

    4+

  7. Wen Greenpeace seine Kohle und seine (naja) Macht vernünftig und nicht nur dahin gelabert einsetzen würde……Ja dann würde auch dem Tierwohl geholfen……Leben die Tiere nach Tierwohl Bestimmungen, was machen wir dann mit Greenpeace….Dann müssen die Damen und Herren nachher auch einem Redlichen Beruf nachgehen um ihren Unterhalt zu verdienen…..Auch eine Art Artgerechter Haltung…..

    4+

    • Inga sagt

      Die werden auch noch andere Aufgaben finden im Naturschutz oder Ökologie, oder?

      1+

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