Bauer Willi
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Insekten auf der Windschutzscheibe…

Ich bin neulich mit meinem VW Diesel 2.o l auf der Autobahn gefahren. Und was soll ich sagen? Nach 30 km Fahrt kein einziges Insekt auf der Windschutzscheibe!!! Aber warum? Es regnete und ich stand im Stau. (Übrigens finde ich im Winter nie Insekten auf der Scheibe…)

“Jetzt will der wieder alles lächerlich machen” werden Sie als Leser wohl sagen. Nein, ich will mit diesem Beispiel nur aufzeigen, wie schnell wir alle mit Urteilen bei der Hand sind. Wenn in diesem Frühjahr und Sommer wesentlich weniger Insekten unterwegs sind, so liegt das auch mit daran, dass wir Spätfröste hatten. In vielen Regionen Deutschlands ist die Obstblüte befroren (und nicht nur die Obstblüte!) und wo nichts blüht, haben Insekten auch kein Futter. Und ohne Futter sterben die Insekten und bekommen auch keinen Nachwuchs. (Zum Glück ist die Rapsblüte nicht befroren, denn sonst hätte es die Honigbienen noch empfindlicher getroffen.)

Jeder Bürger ist ein Experte

Doch noch etwas ist an der Aussage “wir finden ja keine Insekten mehr auf der Windschutzscheibe” kritisch. Um den Spritverbrauch zu senken, sind die Fahrzeuge gegenüber “früher” windschlüpfriger geworden. Nennt man wohl Cw-Wert, aber davon verstehe ich nichts. Das ist die wissenschaftliche Erklärung, warum weniger Insekten durch Fahrzeuge getötet werden. Deshalb findet man die auch nicht auf der Windschutzscheibe. Ist doch logisch, oder?

Insekten auf der Windschutzscheibe kann aber jeder Bürger selber zählen. Wenn er weniger findet, muss es ja wohl an der Zahl der Insekten liegen. So einfach ist die Logik. Und wenn es weniger sind, muss jemand dafür die Schuld haben. Man selber will, kann und darf das nicht sein. Also muss man einen Sündenbock finden, dem man das in die Schuhe schieben kann. Und wer könnte das sein? Richtig, die bösen Landwirte die den bösen Agrarkonzernen ihre schlimmen “Pestizide” abkaufen und wahllos in der Gegend rumspritzen. Schnell noch einen Post bei Facebook absetzen, fertig. Mein Gewissen ist beruhigt, jetzt kann ich mich einem anderen Aufregerthema zuwenden. Zum Beispiel dem bösen Diesel.

Wie wäre es mit Wissenschaft?

Wissenschaft? Nein danke. Und wenn doch, wird eine Studie eines Krefelder Vereins (!) rausgekramt, der seit dreißig Jahren Erhebungen gemacht hat. Als Hobby, aus Interesse. Diese lokale Erhebung im weiteren Umkreis um Krefeld hat aber 29 Jahre lang keinen Menschen interessiert. Auch nicht die Umwelt-Organisationen! Haben die 29 Jahre lang gepennt? Das wäre doch ein gefundenes Fressen für eine tolle Kampagne gewesen. Aber da war wohl die Zeit noch nicht reif…

Zum Glück gibt es noch Fachleute wie Prof. Kunz an der Uni Düsseldorf,  der seit Jahrzehnten zum Thema Insekten forscht und ganz andere Ursachen für den Artenrückgang bei Insekten findet.

http://www.kunz.hhu.de/vortraege.html

In seinem Vortrag “Insektensterben in einem Land, in dem 4% der Fläche Naturschutzgebiet sind” (sehr lesenswert) findet er heraus, dass unsere Landschaft zu ordentlich, zu sauber, zu hygienisch geworden ist. Und das wir eine falsche Vorstellung von Naturschutz haben. Doch das sind nur wenige Auszüge aus dem Vortrag, alles zu beschreiben würde zu weit führen. Ein Satz sollte aber doch noch zitiert werden: “Es ist eine Illusion, durch biologische Land- und Weidewirtschaft den Artenreichtum von früher zurückzuholen”. Denn dieser Artenreichtum bedeutete früher auch Hunger und Armut. “Früher” war eben nicht alles besser, aber das verdrängen wir gerne.

Die “Schuld” der Landwirte

Damit das keiner in den falschen Hals bekommt:

Ja, auch wir Landwirte tragen sicherlich einen Teil zum Rückgang der Artenvielfalt bei. Wir bauen heute mehr Mais an als “früher” und füttern damit auch unsere Biogas-Anlagen. “Früher” wollte die Gesellschaft ja auch Bio-Energie allerdings ist das “früher” auch erst 15 Jahre her.

Ja, unsere Felder sind größer geworden, weil viele Landwirte verschwunden sind. Vor allem kleine Betriebe. Weil es sich nicht mehr lohnte. Auch so eine Art Artensterben.

Ja, statt die Kartoffelkäfer gemeinsam mit Schulklassen abzusammeln, spritzen wir heute “Pestizide”. Und Bio-Bauern spritzen Kupfer (ein Schwermetall) gegen Krautfäule. Ist toxisch für Regenwürmer.

Ja, wir Bauern könnten noch mehr für den Erhalt der Artenvielfalt tun. Aber lasst uns doch auch einmal anerkennen, was wir Bauern heute schon dafür tun. Auch ohne Subventionen. Darüber redet nämlich kaum einer. Ist wohl nicht sexy genug…

Was ist eigentlich Ihr Beitrag zum Artenschutz? Das fragt Sie

Euer Bauer Willi

 

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58 Kommentare

  1. Horst M. sagt

    Im Ernst – wenn man seit dreißig Jahren immer die gleiche (ca. 35 km) Strecke fährt, Tag für Tag, kann man schon vergleichen. Wo früher nach 2 Tagen die Scheibe völlig zugesaut war ist heute nach zehn Tagen grad mal ein Insekt drauf… Aber das ist wahrscheinlich auch nur Zufall. Die Bauern sind halt die Einzigen die auf den landwirtschaftlichen Nutzgrund einwirken können, da ist es als Bauer schwierig die Verantwortung abzuwälzen. Mal dir die Welt schön.. Unsinn, bringt nix. Verantwortung übernehmen!😉

    • Schmeckt gut sagt

      Wir Bauern übernehmen jeden Tag die Verantwortung für sich, oft genug, widersprechende Bereiche: Nachhaltigkeit schaffen, indem wir genug Geld verdienen, zum Erhalt des Betriebs, für die Ernährung der Familie, die Bezahlung der Angestellten, den Unterhalt und die Pflege der Altenteiler, Abfindung der weichenden Erben… Diesen Gewinn erwirtschaften wir durch den Verkauf hochwertigster Lebensmittel unter Einsatz der gesetzlich vorgeschriebenen Betriebsmittel bei Einhaltung ständig steigender Auflagen unter Sozialpflichtigkeit des Eigentums. Hierunter fallen: Weidehaltung bei Wolfsgefahr, Lebensmittelsicherheit sicherstellen bei ständig neuen, oft importierten, Schädlingen mit immer eingeschränkteren Zulassungen von Hilfsmitteln, kaum noch zu erfüllende Qualitätsansprüche des LEH bei immer weiter eingeschränkterer Düngung und PS, starke Ausdehnung der Produktion außerhalb D bei teils extremer Subventionierung der Anbauflächen und der Vermarktungsstrukturen, bei uns hohe – und auch sinnvolle – Mindestlöhne und Standards bei, auf der anderen Seite, geringsten Anforderungen in den Sozialstandards beim Import… Soll ich die Aufzählungen fortsetzen?

    • Bauer Fritz sagt

      @ Horst M.
      A) Den berühmten Windschutzscheiben-Index
      (Copyright BRD-Ex-BM Hendricks) als Maß für die Abschätzung von sinkenden Insektenpopulationen hat sogar der dt. Naturschutzbund als unseriös qualifiziert.
      Seitens der “Skeptiker” wurde Frau Minister dafür mit einer Reihe von Nominierungen bedacht für die Auszeichnung “Das goldene Brett vorm Kopf” für den absurdesten Schwachsinn des Jahres 2017 (https://www.skeptiker.at/aktivitaeten/goldenes-brett-vorm-kopf). Es bleibt jedem überlassen sich freiwillig in diese Riege einzureihen.

      Übrigens: Noch im Jahre 2015 forderte die Süddeutsche Zeitung mit Verweis “direkt vom dpa-Newskanal” noch auf, Insektenkadaver von Autoscheiben sofort zu entfernen. (http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr-insekten-auf-der-autoscheibe-sofort-entfernen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150508-99-04370)

      Im Jahre 2014 wurde Folgendes in Medien beworben:
      Abhilfe gegen lästige Insekten auf der Windschutzscheibe
      (http://www.waschpakete.de/blog/neuigkeiten/abhilfe-gegen-laestige-insekten-auf-der-windschutzscheibe/)

      Und vor vielen vielen Jahren (wie etwa in diesem Beispiel anno 2013) gab es etwa in der Zeitschrift “Motortalk” eine lebhafte Diskussion unter Autofahrern, wie man die Insekten überhaupt von der Scheibe bringt. (https://www.motor-talk.de/forum/fliegenreste-von-der-windschutzscheibe-entfernen-t4505154.html). Ein Diskussionsbeitrag:
      “Kleiner Trick für Unterwegs, wenn ihr mal eine Langstrecke durch Insektengebiet fahrt und spätestens nach 250km nichts mehr seht.
      Es gibt zwei Lösungen, bei beiden liegt der Erfolg im Einweichen.

      1) Kurz auf einen Parkplatz fahren, Sprühanlage mehrfach antippen bis die Scheibe mit Reiniger “geflutet” ist, Hauptsache die ganze Oberfläche ist etwas nass.
      Den Hebel aber immer nur so kurz betätigen, dass die Wischer nicht an gehen.
      Eine Zigarettenlänge warten, Scheibenwischer betätigen -> Fliegen weg (normaler Scheibenreiniger vorausgesetzt).

      Ich fahre öfters in Gegenden wo man nach spätestens 300km aus dem Grund eine Zwangspause machen muss. So geht gehen die Fliegenleichen auch auf der Fahrt weg.

      2) An einer Tankstelle vor dem tanken Wasser über die Scheibe gießen und einweichen Lassen.”

      Aber seit 2017 erinnern sich plötzlich und wie aufs Stichwort alle ganz genau, daß es früher (vor 30-50 Jahren) noch viel viel mehr davon gab. Steht ja auch dauernd so in der Zeitung. Und plötzlich kann das jeder bestätigen.

      B) Das ist seit zumindest dem Jahre 2001 bekannt. Passte leider damals so gar nicht ins Konzept – daher Schweigen im Blätterwald. Erst Neuberechnungen brachten die Ergebnisse wieder ans Licht (17.3.2019).
      “Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beziffert in einer Modellanalyse, (https://www.welt.de/wirtschaft/article190400675/Insektensterben-Welche-Schuld-tragen-Windraeder.html) , die Zahl der durch Windräder in Deutschland getöteten Fluginsekten während der warmen Jahreszeit auf 5,3 Milliarden pro Tag. Pro Jahr entstünden beim Durchflug der Rotoren Verluste von mindestens 1200 Tonnen.
      Weder von den Grünen, noch von „Ökoinstituten“, oder dem Umweltbundesamt wird aber das Insektensterben durch die Rotorblätter von Windkraftanlagen thematisiert, geschweige denn werden Feld-Studien dazu in Auftrag gegeben. Auch die Presse interessiert das Thema nicht.” Oder eben schon wieder nicht mehr – weil wohl nicht sein kann, was nicht sein darf. Und das mit “die Bauern – wer sonst sollte den schuld sein” ist doch viel einfacher und paßt auch viel besser ins Konzept.

    • Mark sagt

      Wo früher nach 2 Tagen IM SoMMER die Scheibe völlig zugesaut war ist heute nach zehn Tagen IM WINTER grad mal ein Insekt drauf…

  2. Schmeckt gut sagt

    Eigentlich sollte ich mich um die Ernte kümmern. Ist wirklich nicht einfach in diesem Jahr (ich weiß, Bauern stöhnen gerne – aber wenn es gefühlt jeden Tag regnet, kann man schon ein wenig verzweifeln). Allerdings driftet die Diskussion hier in eine, meiner Meinung nach falsche Richtung. Bauer Willi hat es ziemlich auf den Punkt gebracht – selbstverständlich aus Sicht eines Bauern. So zu tun, als wenn wir Bauern keine Ahnung von den Zusammenhängen in der Natur haben, liebe Agnes, finde ich vorsichtig ausgedrückt überdenkenswert. Dies erfährt eine Steigerung, wenn Leute von Naturschutzverbänden etc. als die absoluten Kenner dargestellt werden – meine Erfahrungen sind so, dass viele dieser Experten zu kurze Zeiträume in der Natur zubringen oder zugebracht haben, mehr sage ich dazu nicht. Ein wichtiger Punkt in euren/ihren Überlegungen fehlt mir: Wir Bauern werden neuerdings als Lebensmittelunternehmer definiert (nicht meine Erfindung sondern Beamtendeutsch) und haben die Verpflichtung nur äußerlich und innerlich einwandfreie Lebensmittel zu verkaufen. Diese müssen (wichtig – es gibt hier für uns keinen Spielraum) frei von pilzlichem und tierischem Schädlingsbefall sein. Im Bioanbau wird fast alles unter Handelsklasse 2 verkauft. Das ist in Ordnung und hat auch seinen Grund. Liebe Agnes, erkläre mir bitte, wie eine unkontrollierte Biodiversität mit diesen unseren Zwängen zusammenpasst. Bitte gebt mir Hinweise, wie wir zum Beispiel der Kirschessigfliege im Beerenobstanbau Herr werden sollen, ohne Insektizide. Zugegeben ein extremes Beispiel, aber die KEF bedroht wirklich Existenzen. Es laufen zwar großflächige Versuche mit feinmaschiger Einnetzung, aber dies verursacht enorme Kosten, ist wirklich nicht schön (es müssen unterfahrbare Gestelle sein (4m) und die Wirkung verzögert nur den Befall um einige Wochen. Bei vielen zehntausend ha Flächen, die befallen werden können, in meinen Augen ein fast unlösbares Problem. Lasst uns lösungsorientiert diskutieren, sonst können wir Bauern in Deutschland die Anforderungen nicht mehr erfüllen. Wie bringen wir Biodiversität und Schädlingskontrolle unter einen Hut?

    • A.K. sagt

      dazu möchte ich nur etwas ergänzen: “Wie bringen wir Biodiversität und Schädlingsbefall” UND DIE ERNÄHRUNG DER MENSCHHEIT “unter einen Hut?”

  3. bauerhans sagt

    “…dass unsere Landschaft zu ordentlich, zu sauber, zu hygienisch geworden ist.”

    ganz genau! heute beim weizendreschen (endlich fertig) am rand der siedlung fiel mir auf,dass gartenabfälle,verfaultes obst und auch erde aus der wegeseitenrinne am feldrand so dämlich abgelegt waren,dass der drescher bei der ersten runde probleme hatte.
    desweiteren wurde seitens einiger anwohner der kehrwagen eingesetzt,um das vom häcksler auf die strasse gepustete stroh einzusammeln,damit wieder alles ordentlich ist,siehe oben.

  4. Ich seh das so sagt

    Ich finde ja schon lange, daß es sich hierbei um einen
    vorsätzlichen Aufruf zur nicht fahrlässigen Vernichtung
    von Mitlebewesen handelt:
    TUS macht Schluß mit lästigen (!!!!!?) Insekten

    Unerträglich in meinen Augen, aber gedultet von Hendricks abwärts. Warum nur, warum ?

  5. Eckehard Niemann sagt

    Zur Information zum Thema :

    Pressemitteilung
    AbL fordert sachbezogene Diskussion über Ursachen des Rückgangs von Insekten- und Vogelarten

    – Schluss mit selbstrechtfertigendem Schlagabtausch und mit oberflächlichen Profilierungsversuchen!
    – Forderung nach wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Korrekturen auch im Ackerbau
    – Vielfältige Bauernhof-Strukturen bleiben die sozioökonomische Voraussetzung für Biodiversität

    Zu einer konstruktiven und sachbezogenen Diskussion über alle Ursachen des Rückgangs von Insekten- und Vogelarten fordert der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) alle Aktiven in Agrar-, Umweltschutz- und Naturschutz-Zusammenhängen auf. Das Problem sei offensichtlich gravierend – es dürfe nicht länger nur als Anlass für einen oft selbstrechtfertigenden Schlagabtausch oder für oberflächliche Profilierungsversuche benutzt werden. Die AbL mahnt zudem verstärkte Untersuchungen über Ursachen und Wirk-Zusammenhänge an, um rasch wirksame Maßnahmen für Erhalt und Verbesserung von Biodiversität bzw. Artenvielfalt zu entwickeln und durchzusetzen.

    AbL-Vertreter Eckehard Niemann: „Die meisten Bäuerinnen und Bauern sind für eine wirklich sachbezogene und nicht einseitig schuldzuweisende Debatte offen – auch weil sie wissen, welche Bedeutung zum Beispiel die Bestäubungsleistungen von Bienen und anderen Insekten für die Landwirtschaft haben.“ Deshalb sei eine Agrarwende mit deutlichen aber faktenbasierten Korrekturen auch in der Landwirtschaft sicher unumgänglich – zum Beispiel eine Rückkehr zu einem wirklich integrierten Pflanzenschutz mit deutlich weniger Chemie und mit mehr mechanischer Unkrautregulierung und Fruchtfolge-Vielfalt.

    Eine vielfältige Struktur mit vielen heimatverbundenen und existenzfähigen Bauernhöfen sei und bleibe aber eine der zentralen sozioökonomischen Voraussetzungen auch für Biodiversität und Nachhaltigkeit – eine darauf ausgerichtete Agrarpolitik müsse endlich auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen.

    2.000 Zeichen – 16.08.2017

    Frühere Pressemitteilung:

    AbL fordert Informationen über Studie zu Langzeit-Vorkommen von Neonicotinoiden in Böden

    Die rasche Veröffentlichung aller Einzelheiten und Ergebnisse einer Untersuchung über Verbleib und Folgewirkungen von bienen- und bodenleben-schädigenden Neonicotinoiden („Neonics“) in Zuckerrüben-Folgekulturen fordert der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) vom Bundesagrarministerium als Auftraggeber und dem Göttinger Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ, getragen von der Zuckerindustrie) als durchführender Institution. Informationen aus der Chemiebranche zufolge, so die AbL, seien deutschlandweit etwa 50 Standorte daraufhin untersucht worden, welche Mengen von insektizid wirksamen Zuckerrübensaat-Beizmitteln in den Böden und in den nach Zuckerüben angebauten Früchten (offenbar Winterweizen, Mais, Kartoffeln) zu finden seien. Es gebe weitere Informationen, wonach die Untersuchung von einem großen Pflanzenschutzmittel-Konzern finanziert werde – es sei unklar, inwieweit dieser ggf. Einfluss auf den Umfang der untersuchten Präparate und die Untersuchung selbst genommen habe. Insbesondere Rübenbauern seien daran interessiert, über Studie und Ergebnisse und die unterschiedlichen Auswirkungen der verschiedenen Neonic-Präparate informiert zu werden.

    AbL-Vertreter Eckehard Niemann verwies auf Hinweise z.B. des Netzwerk Forums Biodiversitätsforschung Deutschland oder des Heidelberger Wissenschaftlers Anton Safer, wonach der allergrößte Teil der Beiz-Hülle um die Samen im Boden verbleibe und wonach die Abbau-Halbwertzeit der Neonic-Beiz-Insektizide unter Umständen mehrere Jahre betrage. Bestimmte Neonic-Mittel führten im Boden zu Schäden an wichtigen Bodenlebewesen wie Regenwürmern, Collembolen oder Bakterien. Dies dürfe künftig nicht mehr bloß durch Laborversuche geprüft werden, sondern durch auch durch Langzeit-Feldversuche – und zwar nicht nur der Wirkstoffe, sondern der ganzen Präparate (inclusive Beizmittel-Zusatzstoffen) einschließlich von Wechselwirkungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln.

    Die AbL drängt Bundesministerium und IfZ insbesondere zur Information über folgende Einzelheiten der Untersuchung: Auftraggeber und genauer Auftrag, Finanzier und dessen Einfluss auf die Studie bzw. die Auswahl der untersuchten bzw. nicht untersuchten Wirkstoffe , beteiligte und durchführende Institutionen , Kontroll-Institutionen, untersuchte Wirkstoffe, Details und Daten der Probenahme einschließlich Auswertung, Ergebnisse und Schlussfolgerungen Gründe für die Art der Finanzierung und die bisher nicht erfolgte Veröffentlichung, ggf andere laufende Studien mit öffentlicher Finanzierung. 2.695 Zeichen – 31.7.2017

    • Paulus sagt

      Sehr geehrter Herr Niemann, Ihre Ausführungen in allen Ehren. Bitte benennen Sie mir auf Anhieb drei sogenannte Verbraucher die mit dem Begriff AbL etwas anfangen können. Wäre ich nicht auf dieser und anderen fachspezifischen Seiten unterwegs wüsste ich damit nichts anzufangen.

  6. Friedrich sagt

    Also ich weis garnicht was ihr wollt. Soviele Fliegen, Wespen, Mücken usw. wie in diesem Jahr hatten wir schon lange nicht mehr. Haben gerade wegen der Plage erst einmal Fliegengase fürs ganze Haus in Auftrag gegeben. Seit dem ersten Juni bis heute haben wir auch rd. 350 mm Regen bekommen. Selbst Frösche und Libellen tauchen hier plötzlich auf, obwohl die man hier sonst nie sieht. Das freut natürlich die Meisen, Rotschwänzchen und die Bachstelzen. Auch die Schwalben konnten mit dem nassen Lehm gut ihre Nester bauen.
    Ich führe den Bestand an Kleinlebewesen auf den Klimawandel zurück. In trockenen Jahren weniger und in nassen Jahren mehr Tiere. Auch die Güllebehälter , Misthaufen usw. müßen lt. Gesetz immer mehr abgedeckt werden. Die Ställe müßen lt. Gesetz verriegelt werden usw. usw. . wo sollen dann die Kleinlebewesen ihre Nahrung herbekommen ? Vor unserem Stall lasse ich immer einen Wasserhahn leicht tropfen, damit die Vögel am Tage im Sommer Wasser haben . Die Wasserlache wird stark angenommen von Vögeln und Fliegen. Auch der Matsch in unserer Wasserversickerungsanlage erfreut die Tiere . Vielleicht sind wir doch wirklich zu ordentlich ?

    • Ich seh das so sagt

      Wollte nur soviel dazu beitragen: Ich habe mein Haus so gebaut, daß sich nirgendwo auch nur ein Vogel, eine Fledermaus oder ein Insekt einnisten kann, meine Wandisolierungen sind bakteriozid bis zum geht nicht mehr, wöchentlich gehe ich rund ums Haus und sauge oder kehre Spinnen und anders schreckliches Getier runter. Die Fenster und Türen habe ich mit Insektenschutzgittern verkleidet, im Schlafzimmer sind noch zusätzlich Moskitonetze über den Betten. Der Saugroboter befreit mich von allem Getier, das sich unerlaubterweise in meinen Räumlichkeiten aufhält. Vorsichtshalber befindet sich in jedem Raum noch eine handliche Fliegenklatsche. Im Keller und in den Lagerräumen habe ich Mausefallen und Rattengift ausgelegt, Ameisenspray steht griffbereit und gegen Schädlinge, die sich an meinen eingelagerten Lebensmitteln vergehen wollen, weiß ich mich mit den Segnungen aus dem Werbefernsehen zu wehren. Wenn ich mich im Garten aufhalte, habe ich elektrische Insektenfallen aufgestellt, mit Schallbomben halte ich mir Wühlmäuse fern. Natürlich habe ich das Anti-Stechmücken-Roll-On beim Grillen oder im Schwimmbad für die ganze Familie dabei.

      Und ja, ich finde es eine riesige Sauerei daß die Insekten um 80% zurückgegangen sind. Liegt sicher an der Landwirtschaft – steht ja so in den Zeitungen.

      mfg
      Otto Normalverbraucher

      • Annette Fleischhauer sagt

        Von Herzen bin ich Landwirten dankbar, dass sie ihre Arbeit tun MIT Herz und Verstand – ob Biobauer oder konventineller Bauer 🙂
        Wem es nur noch um den Profit geht, für den habe ich ganz andere Gefühle……keine positiven.

        Mein Großvater war Landwirt und ich habe die harte und doch schöneArbeit am Bauernhof von Kind an “miterlebt” und “gelernt” – obwohl ich ein Kind der Großstadt bin und dort seit mehr als 50 Jahren lebe.

        Ja, wir sind zu ordentlich – in der Stadt und am Land! Alles muss geregelt werden und Weidevieh fristet lieber im Stall sein Leben, weil auf der Wiese könnte es ja jemandem “stinken”….außerdem ist keine Zeit mehr zum Austreiben 🙁 Wo sind die Kinder geblieben? Sind die auch schon am Aussterben? Achso – Kinderarbeit ist ja verboten…..
        Hygienevorschriften etc. erschweren das Leben schlechthin – von Mensch und Tier.

        Trotzdem, wer den Job gelernt hat und weiß, was Pestizide & Co. mit uns und unserer Natur anstellen, das wissentlich in Kauf nimmt und keine Alternativen sucht, der vergeht sich an unserem schönen blauen Planeten.
        Und all’ die Leute, die billig konsumieren wollen (Fleisch, Obst, Gemüse, Brot, Kleidung etc.) GENAUSO!

        Wäre es vielleicht die beste Lösung, wenn wir Menschen uns abschaffen würden? Die Natur würde sich sicherlich schnell erholen, wenn wir weg wären 😉

        Lasst uns gemeinsam Lösungen suchen, zusammen sind wir stark! Faire Preise, regional einkaufen, bewusst leben, nichts verschwenden!

  7. Paulus sagt

    Hallo Willi, das Argument mit dem Cw-Wert halte ich für Quatsch. Hatte vor ca. 35 Jahren einen Citroen CX dessen Cw-Wert bis heute als beispielhaft gilt. Da war die Windschutzscheibe genauso bekleckert wie bei unserem privaten Renault 4. Fahre heute einen Lada Niva, nahezu ausschließlich im ländlichen Bereich mit geschätzten 80-90% Grünland. Der hat wahrscheinlich den Cw-Wert eines Lkw’s und trotzdem bleibt die Scheibe, genauso wie bei meinem “modernen” Dienstwagen sauber.

    Zur Eingangsfrage bezüglich des eigenen Beitrags zum Artenschutz:
    Wir hegen und pflegen eine kleingliedrig strukturierte Landschaft mit ca. 800m älteren Hecken, kleinen verbuschten Flächen und Blühflächen. Der Rest ist Grünland. Die Haltung von Freilandrindern und dem ganzen Drum und Dran bezeichne ich immer euphemistisch als LW im Nebenerwerb. Stimmt aber gar nicht – ist eigentlich mehr Hobby, dient der Entspannung sowie der körperlichen Ertüchtigung und wirft in finanzieller Sicht nur marginal etwas ab.
    Und jetzt sage ich noch was ganz schlimmes. In der Küche hängen dort im Sommer immer Fliegenfänger. Die von der klebrigen alten Sorte, die man aus der Kapsel herausdrehen muss. Ja, einerseits freue ich mich über jeden Kuhfladen auf dem sich die Schmeißfliegen niederlassen und bastele mit Kindern Insektenhotels und andererseits kaufe ich die Fliegenfänger in der Großpackung, weil man diese ja kaum noch bekommt.
    Ich denke, es hat auch etwas mit den teils überzogenen Vorstellungen von Hygiene zu tun. Was früher als normal angesehen wurde ist heute selbst in einem Dorf undenkbar. Insofern reden wir wohl alle um des Kaisers Bart ohne je zu einem Punkt zu gelangen.

  8. BerndK sagt

    Also, ich laufe mit offenen Augen durch die Landschaft und der in vielen Medien (Autobild!!!) kolportierte Bericht über dramatische Rückgänge bei Insekten, hat mich natürlich interessiert. Und ob Ihr es glauben wollt oder nicht, ich glaubte wirklich weniger Insekten zu hören, spüren….wie auch immer. Da ich aber auch weiß, wie sich das menschliche Empfinden manipulieren lässt, hab ich mal gegoogelt…die einzige Quelle waren die beiden Fallen in einem Naturschutzgebiet, die von Ehrenamtlichen betreut werden. Das entspricht aber nicht meiner Auffassung von wissenschaftlicher Argumentation. In der medline wurden diese Ergebnisse auch nicht in einem peer reviewed Artikel veröffentlicht, obwohl so etwas von höchstem Interesse ist.
    Als einer der Ersten (kurz nach dem NABU), der die 80% Insektenrückgang herausposaunt haben, war unsere Umweltministerin. Dabei hat der Bundestag eine extra wissenschaftliche Abteilung, die man in solchen Fällen bitteschön zu Hilfe nehmen sollte, oder sind die nur Ghostwriter für Doktorarbeiten? 😉
    Also in meinem Kopf summt es nach meiner Recherche wieder.

    • Bauer Willi sagt

      Bitte mal den Link von Prof. Kunz anklicken. Der dürfte Sie weiterbringen.
      Bauer Willi

  9. Lieber Willi,

    als Ausgleich für die von uns getöteten Insekten auf der Windschutzscheibe haben wir dieses Jahr über 900 Raupen von Pfauenauge und Wolfsmilchschwärmer aufgezogen und wieder in die Natur entlassen, wo sonst nur ein Bruchteil von ihnen das Puppenstadium erreicht hätte. Auch Hummeln siedeln wir seit Jahren an, dieses Jahr wurden allerdings Hummel- und Wespennester schon im Frühstadium von Hornissen ausgenommen. Deshalb standen auch merklich weniger Wespen für die Blattlausbekämpfung zur Verfügung. Blattläuse waren dennoch keine große Sache dieses Jahr, kann am Wetter oder an den Frösten im Frühjahr gelegen haben. Der ganzen Nahrungskette hat dieses Jahr was gefehlt, jedenfalls sehe ich jetzt im August nicht mehr viele Wespen und Hornissen.
    Die Mehlschwalben hatten bei uns auch nur eine Brut und sind schon weg, die Rauchschwalben füttern gerade noch ihre (späte) zweite Brut. Die Nacktschnecken hingegen lassen sich trotz des trockenen Frühjahrs nicht unterkriegen und werden immer mehr. Ich glaube ja, dass sie den Insekten zu viel wegfressen. Eigentlich sind die Nacktschnecken schuld.

  10. Thea S sagt

    @ Bauer Willi:
    Die Anmerkung “Studie eines Krefelder Vereins (!)” erscheint mir despektierlich. Ohne solche Vereine und “Laien” konnten die Systematiker (Biologen) der Vergangenheit und vor allem auch heute, wo zwar alle über Artenvielfalt und Ökologie reden, aber nicht (mehr) wissen (wollen), was denn da wirklich im einzelnen kreucht und fleucht, nicht ihre wissenschaftliche Arbeiten durchführen. Wir sollten froh sein, daß es solche Vereine noch gibt. Der Krefelder Verein (da braucht es kein !) leistet hervorragende und von Wissenschaftlern anerkannte Grundlagenforschung. Nicht alles steht halt im Internet.

    • Ich seh das so sagt

      Es geht nicht darum die Studie des Krefelder Vereins zu diskreditiere, sondern als das zu sehen, wie es auch der Verein selbst sieht. Es ist eine regionale Aufnahme auf einer Fläche von 1 (= einem) km², als ca. soviel wie in einer Ortschaft mit ca. 1000 Häusern.
      (Deutschland hat 357.000 km² und EU-Europa hat (noch) 4.400.000 km²)
      Diese Krefelder Beobachtungen werden aber inzwischen durch die üblichen Alarmisten aller Länder gegenseitig abgeschrieben und hochstilisiert zu einer gesamteuropäischen Anschuldigung an den Lieblingsprügelknaben für eh fast alles (die Landwirtschaft).

      Da wäre ungefähr so, wenn der der Münchner Abstinenzlerverein jährlich am Münchner Oktoberfest die Alkoholmengen messen, die zuerst reingeschüttet werden und sich dann durch diverse Körperöffnungen wieder verabschieden. Und daraus schließen sie, daß Europa ein Volk von Säufern ist, das mit ihren Exkrementen den Kontinent bedeckt.

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Thea
      ja, wir sollten dankbar sein, dass es solche Vereine gibt und ich ziehe den Hut vor deren Arbeit. Das ist auch nicht meine Kritik. Diese Daten, die sehr regional (überwiegend im Rheinland) erfasst wurden, sind die EINZIGE Datengrundlage für die derzeitige Diskussion und werden auf ganz Deutschland extrapoliert. Das ist nicht zulässig. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Prof. Kunz werden hingegen überhaupt nicht erwähnt!!! Findest Du das in Ordnung?
      Bauer Willi

      • Thea S sagt

        Die Ergebnisse aus Krefeld sind vielleicht die einzigen, die die Presse kennt. Es gibt eine ganze Reihe von Vereinen und Privatleuten, die sich seit vielen Jahren mit der Erfassung und Kartierung von Arten befassen. Ich weiß allerdings nicht, ob die einmal übergreifend ausgewertet wurden. Aber daß sich das Artenspektrum bei der sich über die letzten 40 Jahre (so lange ist es her, seit ich Ökologie studierte) durch die sich seither stark veränderte Landschaft veränderte, ist eigentlich trivial.

  11. Thea S sagt

    In dem Videoclip: Die Stiftung Naturschutz (Naturschutz?) rodet 16 ha Wald (die natürliche Vegetationsform!) um Wiesen für Insekten anzulegen???? Hier wird Artenvielfalt höher bewertet als das was natürlich wächst, oder anders gesagt, das neue Anbauziel sind Insekten und Spinnen.

    • Ich seh das so sagt

      So einen Irrsinn hab ich auch auf Lager:
      Als “ökologische” Auflage zum Ausgleich für den Bau einer Schnellstraße werden 450.000 m³ natürlicher HUMUS (!!!!) abgetragen um eine Magerwiese künstlich anzulegen. Und das in einer Region, die ohnehin nicht mit Humus gesegnet ist.
      http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/Bauernprotest-Abtrag-von-4500-Lkw-Fuhren-Erde;art69,2512250

      Als die Bauern noch im Mai davor warnten, sobald man den gesamten Humus entfernt hat, kann die Wiese kaum noch Wasser speichern und dann wird bei einem Unwetter alles ins Tal geschwemmt, wurden sie von den Öko-Experten milde belächelt.

      Ende Juli ist nach den schweren Regenfällen dann aber doch genau das eingetreten. Jetzt ist Humus weg, Wiese weg, Erde weg – ein voller Erfolg der Experten also

      • Mark sagt

        Solche Beispiele gibts zuhauf. Die studierten Naturschutzbiologen richten mehr Schaden als Nutzen an!!

        • Ich seh das so sagt

          Ich träume ja von einem Register mit Umweltschwachsinn- und Umweltsünden. Allein schon um Beispiele auflisten zu können für GO- oder NGO- verfügte Umweltzerstörung.
          Rosabebrillte meinen ja es gäbe davon weltweit wohl nicht mehr als eine Handvoll.
          Es bräuchte noch jemanden mit entsprechender Sammelleidenschaft um den Gegenbeweis antreten zu können. 🙂

    • Paulus sagt

      @Mark, der Anbau von Mais wird doch von denen schlechtgeredet, die als Erste auf den Zug der Bioenergie aufgesprungen sind und genau diesen Anbau jetzt verteufeln.
      Die sogen. Bevölkerung dürfte es herzlich wenig interessieren ob auf den Äckern Weizen, Gerste, Raps, Kartoffeln oder Mais oder sonst was angebaut wird.
      Der Maisanbau steht dank der grün angehauchten z.Zt. im Fadenkreuz der Kritik.
      Morgen ist es der Spargel und übermorgen sind es die Kartoffeln.
      Nein sorry, der Spargel kommt nicht in Frage – den essen die Grünen nun doch zu gerne. Da sieht man schon mal über so manches hinweg. Die dazugehörigen Kartöffelchen dürfen auch schon mal so einige tausend Seemeilen hinter sich haben.
      Wenn es ums gemeinsame Fressen, auch mit dem vermeindlich politischen Gegner geht, ist das alles schlicht scheißegal.

      • bauerhans sagt

        “der Anbau von Mais”

        wird von den leuten wahr genommen,wenn sie aufem lande mit ihrem auto unterwegs sind und links und rechts der kreuzung mais steht und sie nix sehen können.

  12. Robert Seb. Grafetstetter sagt

    So dumm können Menschen argumentieren die nach wie vor ignorieren oder nicht begriffen haben, dass es nicht nur auch um ihre eigene Existenz sondern langfristig sogar um ihr Leben bzw. das ihrer Kinder und Enkel geht: sie suchen (und finden) Ausreden für ihr Fehlverhalten. Und der (Lobbyisten-)Bauernverband fördert solches Verhalten in vielen Fällen auch noch (siehe Nitratwerte bei Trinkwasser)

  13. Lieschen Müller sagt

    Der verlinkte Vortag war sehr interessant und bietet viele Denkanstöße. Was mir nicht gefällt, ist die These “Warum schützen wir Vögel in Deutschland, wenn es woanders die gleichen Vögel gibt?”. Was wäre denn, wenn alle (Länder) so denken?
    Bestätigt wurde meine Meinung, dass es viele Insekten sonnigen, nackten Boden brauchen. Ich hatte das ja schon mal verlinkt: http://www.naturgartenfreude.de
    Das ist auch nur ein “Hobbyforscher”. Er kommt aber zur gleichen Erkenntnis bezüglich der Insekten wie der Verfasser des Vortrages.

    • Mark sagt

      Herr Niemann, lesen Sie den Artikel, den sie verlinkt haben, einmal ganz genau durch. Zu welchem Schluss kommen Sie?

    • Mark Rössler sagt

      “Laborexperiment”
      Einfach keine Hummeln im Labor halten.

      Wie immer bei Labor, Feld und Neonicotinoide, in Feldversuchen mit den richtigen Aufwandmengen finden sich diese Effekt immer nicht wieder.

    • Bauer Willi sagt

      Lieber Herr Niemann, das stimmt, aber “Glyphosat” kommt auch nicht vor. 🙂 Und jetzt wieder ernsthaft: warum redet niemand darüber, dass in diesem Jahr aufgrund der Spätfröste einiges in der Natur anders ist? Warum wird zwar darüber berichtet, dass das Obst teurer wird, aber nicht die Hintergründe dafür? Noch einmal: wenn die Blüte befriert, hat dass doch auch Auswirkungen auf Insekten und Vögel. Das kapiert doch schon ein Schulkind. Kommt aber in den Medien nicht vor. Schade.
      Bauer Willi

  14. Andreas Puckert sagt

    Es ist heute leider so das die Menschen sich in die Masse einreihen, Anschuldigungen aussprechen die sie von anderen aufgeschnappt haben. Teilweise wird nicht einmal mehr hinterfragt. Für viele ist es einfacher mit dem Finger auf andere zeigen, als sich mit der Thematik intensiv zu beschäftigen.

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