Alois
Kommentare 24

Ideen braucht der Bauer…

Jetzt mal eine Blick nach vorn. Wir haben auf der Grünen Woche was sehr Interessantes aufgeschnappt. Die Agrarzeitung macht einen Ideenwettbewerb für Agrar- und Ernährungswirtschaft. „Ist doch nichts Neues“, werden mir einige vorhalten. Denn es gab schon öfters derlei Ideenwettbewerbe. Aber diesmal gibt es einen richtig großen Batzen Geld als Preis.

25.000 €

Aber es pressiert. Der Einsendeschluß ist bereits der 17.03. 2017.

Wen dies näher interessiert, sollte die Einzelheiten unter

http://www.ideenwettbewerb-agrar-und-ernaehrung.de/ studieren.

Aber auch wenn man keinen Preis gewinnt. Jeder braucht Ideen, wie er seine Zukunft gestalten will. Was gibt es Besseres, als wenn die Zeit für Deine Idee gekommen ist. 🙂

Euer Alois

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24 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Ich denke die Ideenpalette in der Landwirtschaft ist groß genug. Wir dürfen die Schuld nicht immer bei uns suchen. Die Betriebe , die heute noch wirtschaften sind im allgemeinen grundsätzlich gut und richtig aufgestellt. Was nicht paßt sind die Rahmenbedingungen aus Berlin und Brüssel . Dazu kommen Neid und Mißgunst bzgl. der Flächenprämien. Ist doch klar, wenn ein Betrieb , für jeden ersichtlich , z. B. 50.000 Euro Prämien erhält und das jeder im Internet nachlesen kann , daß dann der Neid kommt. Was soll auch ein Hartzvierempfänger denken, der sich mit nur einigen hundert Euro im Monat durchschlagen muß. Wir müßen unbedingt von den Prämien weg und dafür kämpfen bessere Rahmenbedingungen zu bekommen , damit das Geld am Markt verdient wird. Prämien darf es nur in Einzelfällen , wie z.B. Bergbauernhilfe o. ä. geben.
    Alle Wirtschaftsräume schützen ihre Landwirtschaft , nur die EU brüstet sich mit dem liberalisiertesten Wirtschaftraum, z. B. im Zuckermarkt. Hier in Deutschland , so sehen es inzwischen unsere Nachbarländer , hat man die Bauern von der Politik
    verraten. Auch die NGOs schlagen auf die Bauern ein. Das vor und nachgelagerte Gewerbe für die Landwirtschaft tut so, als ob die nichts mit uns zu tun haben. So stehen die Bauernfamilien alleine da . Das Verhalten der Politik wird genauso , wie überall zur Entfremdung von Stadt zu Land führen. Das deutsche Verhalten zur Landwirtschaft , mit der Öffnung der Grenzen für die Flüchtlinge hat schon zum Brexit in UK und zur Rechten in Frankreich , Niederlande und Polen geführt. Soll sich keiner von unseren Politikern in Berlin über die Auflösungserscheinungen der EU beschweren oder mal wieder die Schuld bei anderen suchen. Wir Landwirte sind von den Berlinern als Staatsfeind Nr. 1 erklärt und das wird folgen haben.

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    • bauerhans sagt

      „z. B. 50.000 Euro Prämien erhält“

      interessant wirds,wenn ein betrieb 220000 bekommt,mit 70ha!

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Die Politik mag an vielem Schuld sein. Doch gerade deshalb ist unsere eigenen Innovationskraft gefragt.

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  2. bauerhans sagt

    einige beispiele aus meiner gegend: hofcafe, event-deele, westernreiter-hof und ein bio-supermarkt.
    aber eins ist da überall gleich: ARBEIT BIS ZUM ABWINKEN.

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  3. Die Idee mag schon mal nützlich sein. Gleichwohl muss man das Vernünftige vom Unvernünftigen zu unterscheiden vermögen und man muss es auch können und besser machen als die Andern.

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  4. Ich schreibe das ja hier oder auf anderen Seiten auch oft das man neue Wege geben muss. Es muss mehr Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden. Transparenz in den Betrieben. Lasst die Verbraucher reinschnuppern. Sie müssen auch verstehen können warum landwirtschaftliche Erzeugnisse nicht verramscht werden können. Zeigen wieviel Arbeit dahinter steckt. Das Verbesserung des tierwohl Geld kostet. Das Wegfall der Anbindehaltung Geld kostet. Bauer willi hat ja auch Frau Hentriks eingeladen einen Feldversuch zu machen. Mal so einen kleinen steifen eingesähte Fläche sich selbst überlassen. Das der Verbraucher sieht das es ohne düngen und spritzen nicht geht. Aufzeigen das eine Versorgung der Bevölkerung nicht mehr möglich wäre. Die Bauern müssen umdenken. Die Verbände übrigens auch.

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    • Das liest sich gut… Unser Hühnerstall steht direkt an der Hauptstraße. Die Hühner tüdeln draußen rum, die haben Hütten, Büsche und Bäume zum Schutz. Jetzt bekommen sie noch Schaukeln und riesige Sandhaufen haben se auch. Aber glaub mal nicht, dass sich irgendeiner dafür interessiert, mal anhält und fragt. Oder nur mal gucken will. Ich hab das ganze Gerede um den gläsernen Bauern manchmal so satt.

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      • Brötchen sagt

        Ja das stimmt, es interessiert sich nur eine kleine Zahl von Verbrauchern, da darf man keine Illusionen haben. Kundenbindung und Umsatz erreicht man über „bespassung“. Die Leute wollen am we was erleben, was essen usw. Da rennen sie einem die Bude ein. Also kürbisfest, schlachtefest….. Die Leute wollen sich bewegen und wollen Kontakt zur Natur und zu Lebewesen.

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      • bauerhans sagt

        „Unser Hühnerstall steht direkt an der Hauptstraße.“

        ein hünerstall hier ,der etwas versteckt aufem hof an der bundesstrasse zwischen zwei städten liegt,war zum „kramladen“ für deko und selbstgemachtes umgebaut.
        offensichtlich kamen aber nicht genug käufer,der laden ist wieder dicht.

        2+

    • Ideen und Innovation entstehen, wenn man sich auf die Impulse um einen herum einlässt. Wer sich öffnet, auch gegenüber den Kritikern, wird sein Denken ändern und sich weiter fokussieren. Der Volksmund sagt „über den Tellerrand blicken“. Alois Glück schrieb einmal: „Wir alle sind ständig von Gelegenheiten umgeben. Wenn wir diese aufmerksam wahrnehmen und prüfen, werden wir aus einer solchen Gelegenheit auch Chancen machen. Wer Chancen ergreift, wird Erfolg haben.“

      9+

    • Das Umdenken hat bereits begonnen, sowohl bei unseren Landwirten als auch bei „den“ Verbänden. Aber es gibt natürlich immer wieder Rückschläge.

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    • Welcher Verbraucher fährt den durch die gegend, um einen Betrieb zu besuchen??? Den meisten interessiert es nicht wie es auf einem hof aussieht. Die planen ihre freizeit anders, ansonsten hätten die bauern nur leute auf dem hof. ich wurde schon angepöbelt, weil ich einem kalb die ohrmarken reingemacht habe. das wollen die nicht sehen. die wollen grüne wiesen, eine kuh mit hörnern, am besten berge. die realität wollen dienicht kennen lernen. das sind meine erfahrungen. demnächst kann noch jeder auf mein konto schauen, und sehen wie viel geld ich hab, so gläsern wird man. ist aber sehr realitätsfremd, was gefordert wird.

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      • Brötchen sagt

        Ist schon so, sollte man realistisch sehen, Interesse ist da, viele schwer arbeitenden Leute wollen einfach Erholung ohne gross Probleme zu wälzen. Will ich auch oft!

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    • Peter Kreutzer. Das genau muss man versuchen aus den köpfen der Menschen heraus zu bekommen. Sie müssen sehen können das ein Bauernhof kein streichelzoo ist. Die Menschen müssen sehen das verantwortungsvoll gearbeitet wird. Die Menschen müssen sehen das bei den meisten zwei Generationen von einem Hof leben müssen. Mal die täglichen Arbeitsabläufe vor stellen . Ohne Feldarbeit und Ernte. Zeigen das die Feldarbeit noch zusätzlich zu bewältigen ist. Je mehr Menschen da etwas mehr Einblick haben desto grösser ist auch Toleranz wenn die landwirtschaftlichen Erzeugnisse teurer werden. Wer nicht wagt der nicht gewinnt. Informationen geben kostet noch nicht mal was.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      @Christoph, weist Du was wir schon alles unternommen haben auf diesem Gebiet?
      Die Mehrzahl unserer Kritiker , ist immer dann enttäuscht, wenn Sie sehen wie es in unseren Ställen wirklich zu geht. Für Sie bricht beim erblicken der Realität eine Weltanschauung zusammen. Das akzeptieren Sie nicht. Das kann nicht sein wie gut es Euren Tieren geht. Was heute Weltanschauung bedeutet brauche ich Dir ja nicht zu erläutern.

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