Bauer Willi
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Ich bin dagegen!!!

Ich bin gegen Atomstrom und gegen Kohlekraftwerke. Ich finde aber Elektro-Autos gut. Kaufe tue ich aber keines, weil das zu teuer ist und keine Reichweite hat, die meinen Ansprüchen genügt. Und überhaupt sind alle Energieversorger Umweltverpester. Ich bin dagegen, dass Strom aus Kraftwerken kommt. Wir brauchen 100% Ökostrom. Soll aber nicht mehr kosten.

Die Automobil-Hersteller sind alle Gauner und haben uns mit falschen Zahlen getäuscht. Habe ich schon immer gewusst, dass die Zahlen, die in den Prospekten stehen, nicht stimmen. Aber ich wollte sie gerne glauben, weil ich mir dann doch den stärkeren Motor kaufen konnte. Natürlich würden auch 60 PS reichen. Aber wie steht man(n) denn da, vor den Nachbarn? Und so ein SUV ist ja auch viel sicher, weil man(n) da ja höher sitzt. Und wenn die Frau die Kinder zur Schule fährt, spielt das ja auch eine Rolle. Das Wohl der Kinder ist mir was wert. Jetzt sollen mich die Auto-Bauer aber schleunigst entschädigen! Ich will auf meinem Schaden ja nicht alleine sitzen bleiben. Und nur mit einem Software-Update brauchen die mir nicht kommen. Übrigens bin ich gegen ein Tempo-Limit…

Da sind dann noch die großen Chemiekonzerne. Denen fällt ja auch jeden Tag etwas neues ein, womit sie uns vergiften können. Liest man ja jeden Tag in der Zeitung. DDT, PCB, PVC und wie das Zeug alles heißt. Und dann die vielen Kunststoffe, die in den Weltmeeren landen. Warum verbietet das keiner? Bestimmt steckt die Politik mit denen unter einer Decke. Ohnehin bekommt die Industrie von denen jeden Wunsch erfüllt und die Vorteile vorne und hinten reingeblasen. Zum Beispiel beim Preis für Energie. Und die kleinen Leute können es wieder ausbaden. Genau so wie bei der Banken-Rettung. Und die Bosse streichen sich die dicken Bonus-Zahlungen ein. Sollte man auch verbieten.

Und jetzt der Eier-Skandal. Ist doch wieder typisch. Nichts kann man mehr essen, alles verseucht. Kommt doch nur durch diese verdammte Massentierhaltung in den Agrarfabriken. Die sollte man sofort verbieten. Ich würde ja gerne mehr für meine Lebensmittel bezahlen, wenn ich wüsste, dass dann die Tiere ordentlich gehalten werden. Machen die Bio-Bauern doch auch! Gut, ich habe bisher kein Bio gekauft, überlege aber, dass ab morgen zu tun. Obwohl Bio ja doch um einiges teurer ist. Und schließlich habe ich ja auch nur ein beschränktes Budget.

Und wo wir schon beim Essen sind. Was uns die Nahrungsmittelkonzerne nicht alles so unterjubeln. Pferdefleisch in der Lasagne, wissen Sie noch? Und überall ist Palmöl und Palmfett drin, wo doch jeder weiß, dass dafür Regenwälder abgeholzt werden. Sollte man einfach verbieten. Das geht doch auch sicher anders. Und was brauchen wir Gen-Soja aus Brasilien? Kann ich überhaupt nicht einsehen. Will ich nicht, sollen die doch ihren Scheiß selber fressen!

Damit das aber nicht so aussieht, als wäre ich gegen alles. Nein, ich bin dafür, dass man die bäuerlichen Familienbetriebe erhält. Je kleiner, um so besser. Gerade die kleinen Bauern haben ja alle einen kleinen Trecker, haben noch Hühner und Gänse und Kühe und Pferde (!) und Kaninchen. Und der Bauer baut Gras an und macht daraus Heu, was wunderbar duftet. Ich durfte auch schon mal mit dem Trecker mitfahren und habe dem eine halbe Stunde beim Heumachen geholfen. So was finde ich gut. Und der Bauer ist richtig nett.

Gut, er hat jetzt Probleme mit dem Klimawandel. Erst zu heiß und jetzt, zur Ernte, viel zu nass. Aber da kann ich ihm auch nicht helfen. Tut mir auch echt leid für ihn. Ich wünsche ihm viel Glück. Wir sind nämlich jetzt drei Wochen weg. Wir fliegen mit der Familie auf die Kanaren. Hoffentlich ist da wenigstens gutes Wetter.

Euer Otto Normalverbraucher

 

 

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80 Kommentare

  1. Ehrlicher sagt

    vor über 25 Jahren hatte ich einen Aufkleber auf meiner Tasche: „Ich bin gegen Alles“ ! Mein damaliger Pfarrer erklärte mir während der Konformandenstunde, dass ich ja dann eigentlich auch dagegen sein müßte gegen Alles zu sein..? Manchmal denkt man die Dinge nicht zu Ende.

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  2. Eckehard Niemann sagt

    Statt perspektivlos darüber zu lamentieren, dass die Menschen (inclusive landwirtschaftliche Verbraucher) in ihrer Rolle als individuell-schwache und im Supermarkt überforderte Verbraucher meist zu schwach sind, sollten wir alle sehr ernst nehmen, dass genau die gleichen Menschen als in ihrer starken Rolle als Bürger und Wähler eine bäuerliche statt agrarindustrielle Landwirtschaft fordern und die mit einem entsprechendem ordnungsrechtlichen Verbot bestimmter Haltungsverfahren verbundenen Erzeugerpreis-Steigerungen ohne Murren akzeptieren würden,. Lieber „Bauer Willi“, werde doch bitte endlich konstruktiv-politisch, statt immer nur den billigen Weg des Lamentierens gegen Verbraucher zu propagieren!

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  3. Eckehard Niemann sagt

    „Nein, ich bin dafür, dass man die bäuerlichen Familienbetriebe erhält.“ Diese Aussage, die „Bauer Willi“ fälschlicherweise nur auf bornierte Neinsager bezieht, ist doch genau das, was wir von der Gesellschaft fordern (sollten) und was ganz viele Bürgerinnen und Bürger auch ganz ernst meinen und unterstützen (auch ohne „kleinbäuerliche“ Verklärung). Ich finde, „Bauer“ (!) Willi leistet den Bauernhöfen mit dieser pauschalen und billigen Verbraucher- und Bürgerbeschimpfung einen Bärendienst. Dafür kriegt man vielleicht Beifall in manchen Teilen der „Bauer-Willi“-Szene – aber zum Schaden einer wirklichen gesellschaftlichen Bündnisarbeit für „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ (z.B. bei den vielen Bürgerinitiativen gegen Groß-Tierhaltungsanlagen). Liebe „Bauer Willi“ geben Sie sich doch bitte nicht mit so billiger und beifallsheischender Polemik zufrieden – gehen Sie doch endlich ernsthaft und positiv auch auf Kurs für ein gesellschaftliches Bündnis für „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“. Wir hatten uns doch bei Ihrem Besuch in Uelzen eigentlich auf diese positive Strategie verständigt. Oder?

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    • Sabine sagt

      Ich denke Willi geht es hier über die Schere zwischen Erkenntnis und Handeln, die bei uns allen sehr auseinander geht.
      Nehmen wir mal den Hof der Mörixmanns und ihren wirklich tollen Aktivstall für Schweine. Gabi Mörixmann arbeitet sich den Po ab, um für ihre Tierhaltung zu werben und mehr Tierwohl auch bei anderen Bauern möglich zu machen. Sie nimmt sich die Zeit und nimmt jeden auf Facebook und auch real mit in ihren Stall, die das wollen. Radio und Fernsehen war da, sogar der Minister kommt auf Besuch. Ewig viele Likes, die nach dem Panorama-Bericht ihre Haltung beklatschen … und was kam rum? Wohl ganze 10 neue Kunden, die wirklich bestellt haben. Und die Drohungen von Tierrechtlern in ihren Stall einzubrechen, weil sie einfach nicht glauben wollen, dass man Tiere auch anständig großziehen kann. So geht das nicht.
      Im SWR lief vor dem Eierskandal wieder einen dieser Gruselberichte über Hennenhaltung, alles regt sich jetzt wieder über die bösen Bauern auf und wenn dann jemand in der Nachbarschaft auf das traditionelle Witwe-Bolte-Haltungssystem umsteigt, gibt es Post vom Rechtsanwalt, weil ein glückliche Hühner zu laut sind. Wer aber keine Hühner in Nachbars Garten haben will und nicht bereit ist aufs Land zu fahren, um bei Bauers Eier aus kleinen Herden in mobiler Haltung kaufen mag, der baut mit an den Mega-Ställe, die er angeblich nicht haben will. Und wer den dann erfolgreich im eigenem Landkreis verhindert, der baut mit an denen im Ausland, wo dann deutsche Kontrollettis nur von Zwischenfällen erfährt, wenn es den ausländischen Verantwortlichen gerade danach ist. Toll, jetzt müssen wir erstmal eine Task-Force bilden, um raus zu bekommen, wer, wann und wieviele Eier quer durch Europa gekarrt hat und wo die jetzt drin gelandet sind.

      7+

    • Sandra Harms sagt

      Sagen sie mal Herr Niemann,
      haben sie irgendetwas kontruktives zu bieten ausser ihrer komischen meinung die darauf beruht das sie nicht rechnen können und und allen anderen berufskollegen ihre wirtschaftsweise bzw ihre meinung aufdrücken wollen…. haben sie nicht, sie predigen von bäuerlicher landwirtschaft… sie predigen gegen alle die, die sich vergrößern konnten und somit ihren betrieb eine zukunft oder besser gesagt ihren kindern die den beruf erlehrnen wollen eine zukunft auf dem eigenen betrieb zu ermöglichen… Fahren sie doch mal durch den landkreis, da gibts noch einige betriebe die genau in ihr raster passen !!! und in ein paar jahren dann dicht machen, weil sie mit ihrer bäuerlichen kleinwirtschaft die sie propagieren ihre höfe schlichtweg nicht an die kinder übergeben können, weil die kinder nicht davon leben können…glauben sie nicht, Dann fragen sie doch mal beim landvolk an, wie alt die betriesleiter so im durchschnitt sind,wie groß die dazu gehörenden höfe sind und ob bekannt ist ob es nachfolger gibt… das ergebnis wird ihnen vll die augen öffnen Sie Herr Niemann wettern gegen alles was ihnen nicht in den kram passt, so auch über den text oben, blos das dieser text der realität entspricht, darüber verlieren sie nicht ein wort, stattdessen greifen sie, wie sonst auch, alle berufskollegen einmal mehr an, in diesem falle Willi, der aufhören soll zu lamentieren, ich frage sie, Was ist daran falsch aufzuziegen wie und wo der hase läuft, was ist alsch daran die realität abzubilden…. ich finde daran nichts verwerfliches. komisch das sie das immer und immer wider tun…. warum sind SIE permant so gefrustet? setzt ihre frau ihnen Veganes essen vor die nase, hat ihr dackel sie schief angeschaut? oder war die letzte reperatur ihres traktors zu teuer? was zum teufel ist blos los mit ihnen das sie so verbittert sind?

      Herr Niemann, ich für meinen teil kann Sie nicht mehr ernst nehmen, auch bei all ihren guten absichten, Aber wer als Landwirt in einem Verband ist, der Zusammen mit Veganern,Einbrechern,Heuchlern,Tierrechtlern,linken und möchte gern weltverbesseren auf ein und der selben DEMO demonstriert… der ist unten durch, weil er alle anderen kollegen Verrät und Verkäuft.

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      • Stadtmensch sagt

        Alles klar Sandra: Einbrecher, Veganer und dann auch noch Linke! Schlimmer gehts nicht. Dich muss man leider ernst nehmen, weil du die Realität der allumfassenden Beschränktheit abbildest. Hier WMES da WHES. Hier die „harte Marktrealität“, da die „verträumte Suche“ nach Alternativen. Von oben genannter Menschengruppe habt ihr nichts, aber auch gar nichts zu befürchten. Das „Bauernsterben“ ist bedingt durch die Konkurrenzwirtschaft, in der sich einige Wenige Produktivitätsfortschritte kaufen können und Andere eben nicht. Dann gibt es noch die, die sich mit leistungslosen Einkommen aus Verpachtung begnügen und ansonsten Jobs außerhalb der LW annehmen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Was haben sie gegen Einkommen aus Verpachtung?

          Bei Verpachtung werden landwirtschaftliche Flächen dem Pächter zur Verfügung gestellt.
          Sie bezahlen auch Miete für ihre Wohnung, oder möchten sie diese auch abschaffen, dann müssen sie bald im Wald übernachten.

          Die Ideen des Herrn Niemann sind für Nichtfachleute schön anzuhören, meiner Meinung nach nicht realisierbar.

          Als Stadtmensch, der unter anderen, im Landmarkt der Agrargenossenschaft Memmendorf mit einer Fläche von 1.463 ha einkauft, kann gut über bäuerliche Familienbetriebe philosophieren.

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          • Stadtmensch sagt

            „meiner Meinung nach nicht realisierbar“
            Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie etwas realisieren.
            Sie können weiter mit Automobilaktien spekulieren und die Welt aus ihrer Vorstellung heraus erklären. Ansonsten würde ich von Sandra gern wissen, was sog. Linke und Veganer mit den Symptomen marktradikaler LW zu tun haben.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ich spekuliere nicht, sondern Investiere, das ist was anderes.

              Zumindest ist das Lukrativer, als für andere billigste Lebensmittel herstellen.

              Damit sie gut schlafen können, ich bezahle Steuern für Gewinne, so wie es sich für einen Bürger gehört. Wenn sie und andere bei Siemens nicht so einen hohen Lohn hätten, würde die Dividende höher ausfallen. 🙁

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            • bauerhans sagt

              „mit Automobilaktien spekulieren“

              nicht mit denen aus D,besser eine aus US.

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        • Sandra Harms sagt

          Sag mal stadtmensch
          ist dir mal aufgefallen wer in den letzten jahren welche lohnabschlüsse hatte??? alle haben nen guten schnitt dabei gemacht, nur das das uns landwirten irgendwo auch nur ein cent mehr in die tasche gekommen ist, fehlanzeige !!! ich kann ja mal gucken was mein vater vor 15 jahren für ne monteursstunde bezahlt hat und was ich jetzt zahle… nur mal so als beispiel… und dann reden wir mal drüber wer dran schuld ist das es in der landwirtschaft nur eine richtung gibt….
          Konkorenzwirtschaft…so ein humbug ! Und ich sag es noch mal, wer als landwirt egal ob klein,groß,bio oder konventionell zusammen mit einbrechern,tierrechtlern,spendensammeln,grünen und linken demonstriert ist ein verräter an der sache ! das wäre genauso als wenn ein schlosser los geht und gegen metall demonstriert! Man verbrüdert sich nicht mit solchem p…, ganz einfach

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          • Stadtmensch sagt

            Das „Pack“ muss ich als Linksextremist jetzt aber persönlich nehmen. Es ist schade, dass du nie ein Buch in die Hand nimmst, denn sonst würdest du wissen, dass deine Wortwahl geradewegs aus der Demokratie heraus führt:

            „Die Demokratie ist die einzige Staatsform, die wir kennen, in der wir unfähige Politiker unblutig loswerden können.“ – Karl Popper –

            Hier kannst du nachlesen, wie die Produktionsauflagen, die euch angeblich das Leben schwer machen im Kontext des Erkenntnissfortschritts zu werten sind. Mit grüner oder linker Ideologie hat das nichts zu tun:
            http://www.berliner-zeitung.de/zum-100–geburtstag-von-karl-r–popper-alles-leben-ist-problemloesen-16494160

            Kurz:
            „Die Wissenschaft schreitet voran, indem sie eine falsifizierte Hypothese durch eine oder mehrere neue ersetzt.“

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            • Sandra Harms sagt

              @ Stadtmensch
              ich brauch mir das nicht druchzulesen, da ich täglich mit dem kram zu tun hab, und ganz genau weis welche auflagen,regeln usw bestehen… da ich tag täglich damit zu tun hab als landwirtin.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie bezeichnen sich als Linksextremist?

              Das nenn ich mal Interessant.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Eine Demokratie ist eine Diktatur einer Mehrheit über eine Minderheit.

              Aber Marx und sein „Kapital“ ist auch nix.

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  4. Friedrich sagt

    Heute sind alle Leute dagegen und natürlich clever. Es gehört zum „Guten Ton “ in die entlegensten Gebiete zu Reisen. Gerade die Deutschen definieren sich auch über ein standesgemäßes Auto , was aber auf Laesing läuft. Nur rd. 45 % der Deutschen wohnen im eigenen Haus/Wohnung. Unsere Nachbarn zu über 80%. Die Nachbarn reden nicht von Nachhaltigkeit , aber wir , während es die anderen vorleben. Wir wissen alle , daß in den nächsten 20/30 Jahren unser Staat pleite ist , weil er die Beamtenpensionen nicht mehr bezahlen kann, aber die Pensionen bleiben bei 2/3 von Netto , während sich die Renten der Normalverdiener in Richtung 42% bewegen. Wenn wir schon No sagen , dann bitte zu den wirklichen Herausforderungen der Zeit. Wir alle lassen uns von Werbung, Medien und Politik was vormachen , statt unser eigenes Hirn einzuschalten .Die kleinste Zelle eines Staates ist die Familie . Von hier aus sollte die Realität kommen , aber es ist eben einfacher nicht zu Denken .

    5+

  5. Margó sagt

    Der (die) Verfasser(in) von „Otto Normalverbraucher“ hat zu kurz gegriffen.
    In naher Zukunft werden die Historiker darüber rätseln, wie es so zwischen 2015 und 2020 (20xx) zu derart gravierenden politischen und gesellschaftlich relevanten Fehlentscheidungen kommen konnte. Das betrifft die Zukunft nahezu aller Bereiche, nicht nur die Landwirtschaft. Wahrscheinlich wird man demnächst feststellen, dass die hysterische Meinungsmache der Medien, einschl. der NGOs und die daraus resultierenden panischen Handlungen der politischen Klasse eine Ursache dafür waren. Vernunft- bzw. faktenbasierte Gründe wird man wahrscheinlich nur in marginalem Umfang feststellen können.

    Sofern das kapitalistische System nicht zum Erliegen kommt, wird eine kleine hochgezüchtete Elite in Wirtschaft und Technik, in Zukunft allein den Gang der Dinge bestimmen. Die weniger begnadeten Akademiker beschäftigen sich dann mit Genderwissenschaften und die sogenannten Abgehängten werden irgendwie prekär beschäftigt und soweit bei Laune gehalten, damit sie schön die Klappe halten und bloß keine Revolution anzetteln.
    Meinen Glauben daran, dass der hochzivilisierte Mensch ein vernunftgesteuertes Wesen ist habe ich schon längst verloren. Von Vernunft und Verstand geprägt sind eher noch jene, die aus hoffnungslosen Situationen heraus, extreme Mühen auf sich nehmen um ins angeblich gelobte Land zu kommen. Die müssen wir mangels Arbeitsplätzen und Wohnraum aber auch enttäuschen.

    Afrikanische Despoten und bestimmte Politiker der westlichen Welt unterscheiden sich im Prinzip nicht grundlegend. Jeder greift ab was er abgreifen kann und sucht nach einer möglicherweise notwendigen weiteren Verwendung in der Industrie oder deren Lobby. Insofern – keine guten Aussichten aber auch nichts Neues.

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  6. Tja, eine plausible Antwort auf die Frage warum Otto gegen so viele Entwicklungen in unserer Ernaehrung ist, ist noch nicht ersichtlich. Da muessen schon die Tiefenpsychologen ran. Ob denn wirklich es der Otto ist, der dagegen ist? Ob Otto sich wirklich Sorgen um die Bienen macht, um Biogas und Vermaisung, um den Fleischkonsum wegen des Klimas, um Pflanzenschutzchemie und GMO wegen Gesundheitsgefahren, oder um Korruption und Behoerdenversagen, etc.? Oder ist das sachliche Dagegen einer politischen Agenda vorgeschoben? Oder findet Otto schlicht und einfach keine neutrale Instanz mehr, der er vertrauen koennte, echte und gefühlte Risiken fuer sein Leben einzusortieren?

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    • Otto ist ein Mensch, der von sich weiß, dass er nicht perfekt ist. Jeden Tag macht er Sachen, die eigentlich gegen seine eigene Überzeugung sind. Er würde gerne dies und das machen, hat dann aber keine Zeit, kein Geld oder einfach keine Lust, weil es so bequem ist. Um aber mit seiner eigenen Unzulänglichkeit überhaupt leben zu können, projeziert er dies auf andere. Er braucht einen Schuldigen. Bei der Suche helfen ihm diverse Institutionen: Medien, NGO, Parteien. Die formulieren die Überschriften dann so, dass sie leicht verdaulich und zielgruppenkonform. Ist der Schuldige gefunden, kann Otto so weitermachen wie bisher. Aber Vorsicht: Otto könnte auch Willi heißen. Oder Anton…

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      • Seine Zeit, sein Geld und seine Lust: das ist das, was der Otto aus seiner persönlichen Erfahrung heraus kennt. Und wenigstens über einen Teil davon kann er bis jetzt noch frei verfügen.

        Welche Überzeugungen sind denn wirklich die von Otto? Und was wird ihm von den Medien, NGO, Parteien, Religionen und den lieben Mitmenschen eingeredet? Ich schätze, mal alles, was mit „man sollte, man müsste, man darf nicht …“ beginnt, kommt nicht von Otto selber, sondern aus seiner Erziehung, Konditionierung und anderer Fremdsteuerung.

        Man sollte statt mit einem SUV mit einem E-Auto oder mit dem Fahrrad fahren.
        Man sollte die Umwelt schonen.
        Man müsste regionale Produkte einkaufen.
        Man darf nicht mit dem Flugzeug in Urlaub fliegen.
        Man darf keine Kunststoffe benutzen.
        Man müsste mit dem, was man hat, zufrieden sein.
        Man sollte aber trotzdem ständig etwas kaufen, weil man muss ja die Wirtschaft ankurbeln.
        Man müsste weniger essen. Und schon gleich gar kein Fleisch. Oder wenn, dann nur einmal in der Woche.
        Man müsste sich mehr bewegen, damit man gesund bleibt.
        Man sollte Bio kaufen, obwohl gleichzeitig behauptet wird, dass Bio gar nicht besser ist als konventionell.

        Da wir ständig aneinander herumerziehen, sind aus den 10 Geboten der Bibel inzwischen 100.000 Gebote geworden.

        Im Grunde geht es drum, dem Otto die Verfügungsmacht über den Rest seiner Zeit, seines Geld und seiner Lust auch noch zu nehmen. Denn er verfügt ja sowieso nur noch über einen Teil seiner Zeit, seines Geldes und seiner Lust. Doch selbst das ist noch zuviel.

        Der Otto soll gefälligst das tun, was Andere von ihm wollen. Und das soll er auch noch selber wollen. Die Anderen, die sind wie die Tante, die nicht nur will, dass man sie vom Bahnhof abholt, sondern die auch noch will, dass man sie gern von Bahnhof abholt und die will, dass man sich freut, wenn sie auf Besuch kommt. Denn heute genügt es ja nicht mehr, wenn man die Tante eben erträgt. Nein, sogar die Freude wird verlangt.

        Und da Otto keine 100.000 Gebote auswendig lernen kann und vielleicht auch nicht will, wird es am Ende die App geben, die dem guten Otto ganz genau vorschreibt, was er zu welchem Zeitpunkt tun muss.

        Die Menschen werden solange aneinander herumerziehen, bis nur noch eine KI all die Gebote überblicken kann und der gute Otto sich zu einer fremdgesteuerten Maschine entwickelt hat.

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        • AdT sagt

          Man müsste,
          man sollte,
          man darf nicht…
          Die Medien, NGOs, Parteien, Religionen sind ja fast so schlimm wie die eigene Frau. Geht das überhaupt? (Was deren negative Seite betrifft natürlich!)

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            • AdT sagt

              Danke, nicht nötig. Es härtet mich offensichtlich ab, sogar gegen Medien und NGOs. In den Urlaub fliege ich. Komplett ohne schlechtes Gewissen. Hart, nicht? Mögen die Vögel schneller sein als die Turbinen. 😉

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            • Mark sagt

              Im Urlaub ist alles erlaubt! Na, Adt vielleicht doch mal ein leckeres Steak als Krönung des Urlaubs …

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    • Schoen. Otto’s Suche nach Schuldigen fuer die verschiedenen Unzulänglichkeiten ist ein Ausgangspunkt t. Ist nachvollziehbar. Aber wie kommt er auf die Landwirtschaft als Schuldigen? Das geht doch nur wenn andere dem Otto sagen wer der Schuldige ist. Ich nehme damit Otto mit seinen Unzulaenglichkeiten in Schutz. Otto koennte eigentlich genauso gut fuer unsere Landwirtschaft sein, wenn er sich mal Gedanken zB ueber seine Unzulaenglichkeit heute und frueher machen wuerde. Mir scheint dass bestimmte NGOs und Laienexperten den Otto in Beschlag nehmen und seine Unzulaenglichkeiten so deuten wie es deren politischer Agenda entspricht. Wo Politik nach Orientierung in der Sache Landwirtschaft sucht, bieten NGOs Sie an. NGOs haben diese Meinungsbildung mit Klischees, Halbwissen und Verunsicherung uebernommen. Ich glaube der Otto ist offen fuer alle Infos, aber er muss verstehen was moderne Landwirtschaft ist. Daran fehlst.

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  7. Was sollen die Leute denn auch denken, wenn Ihnen seit Jahrzehnten erzählt wird, dass alles nur immer mehr, besser und billiger werden kann. Auf dieser Wachstumsidee gründen sozialer Zusammenhalt, innerer Friede und politische Macht. Ein wackeliges Fundament.
    Es spricht viel dafür, dass in Zukunft alles teurer und noch dreckiger, aber nicht besser werden wird. Nach hundertjährigem Erdölgenuss geht es allmählich zurück in die Normalität.
    Aber wer will das hören, geschweige denn glauben? Was nicht sein darf, das kann nicht sein. Da glaubt man doch lieber jedes Märchen von sauberer und billiger Energie.

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    • Stadtmensch sagt

      Man könnte ja damit anfangen, unsere Wirtschaftsweise in Frage zu stellen. Jobben und Shoppen als Lebensmaxime ist irgendwie unzeitgemäß, um es vorsichtig auszudrücken.
      Ich kann jedenfalls global gesehen keine Wohlstandsmehrung erkennen. Viel Intelligenz wird bei Finanzmathematik verballert, um ökonomische Trends vorherzusagen oder um Medikamente, Technik und Behandlung für werbeinduzierte Fehlernährung- und Lebensweise zu entwickeln. Naja – wir wollen selbst die Veränderungs sein, die wir uns wünschen – so heißt es doch hier immer…

      1+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Global gesehen, kann es keine Wohlstandssteigerung geben, weil jede Wohlstandsmehrung auf Kosten anderer geht.

        Das hat man zb. im letztes Jahr gesehen, für mich als Verbraucher war die Milch und die Butter billig, die Leidtragenden waren die Milchviehbetriebe.

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        • Stadtmensch sagt

          Den Preis für die billige Butter zahlen alle: Hier meine Kausalkette: Umwandlung von Dauergrünland in intensiv bewirtschaftetes Ackerland zur Erzeugung von „Superfood“ für Kühe.
          Dabei „Entkohlung“ des Bodens (Emission von THG). Dadurch „Kosten“ für Anpassungsmaßnahmen an Klimawandel, -Flüchtlinge. Steigende Versicherungsprämien. Zusätzlich Kapitalabzug aus regionalen Wirtschaftskreisläufen hin zu internationalen Monopolen (Kreditgeber, Saatgut- und Agrarchemieproduzenten) uswusf…
          Dabei gäbe es jede Menge Alternativen für bedarfsgerechte, regionale Herstellung von Lebensmitteln, ohne dass man im Gegenzug auf Bananen und Kaffee verzichten müsste…

          1+

          • Mark sagt

            Da hast Du aber alles was der „NGO-Markt“ so her gibt in Deine Kausalkette gepackt! Toll!

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            • Eckehard Niemann sagt

              Es gibt doch über die NGO-Szene hinaus und auch in diesen ganz viele Menschen, die ganz ernsthaft eine gut struktuierte, aber bäuerliche Landwirtschaft fordern, unterstützen und bei Wahlen einfordern!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              >> aber bäuerliche Landwirtschaft fordern, <>und bei Wahlen einfordern!<<

              unterstützen?

              Wie sieht die Unterstützung denn aus, außerhalb der forderten Worte für den kleinen bäuerlichen Familienbetrieb?

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      • bauerhans sagt

        „Man könnte ja damit anfangen, unsere Wirtschaftsweise in Frage zu stellen.“

        das machen ja einige,nämlich die die eine gewisse sättigung durch unsere wirtschaftsweise erreicht haben d.h. die sich selbst nicht mehr täglich abstrammpeln müssen,sondern die ganz gut vom abstrammpeln anderer leben,denen das aber zugleich vorwerfen.

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    • Wir befinden uns in einem Phasenübergang und es ist noch nicht entschieden, wie es ausgeht. Es ist durchaus denkbar, dass auf das Erdöl- noch das Stromzeitalter folgt. Dann hat die Menschheit den Wendepunkt (oder das Ende ihrer Geschichte) noch nicht erreicht.

      Erdöl und Kohle haben das menschliche Miteinander grundlegend verändert: eine enorme Steigerung der Güterproduktion, das Verschwinden der Wildtiere, eine Bevölkerungsexplosion, die radikale Umgestaltung der Erdkruste und der Biosphäre, Entstehung der maschinellen Gesellschaft, der totale Markt, Auflösung der Großfamilie und vieles andere mehr.

      Es ist durchaus möglich, dass das Stromzeitalter das menschliche Miteinander in einer Weise verändert, die wir uns heute noch gar nicht richtig vorstellen können. Silicon Valley wirft seine Schatten voraus.

      Erdöl und Kohle haben einige Probleme der Menschheit gelöst, wie die Abholzung der Wälder und den Hunger, dafür aber eine Menge neuer und bis dato unbekannter Probleme geschaffen wie Weltkriege, Vermüllung, Bevölkerungsexplosion, Klimawandel, von denen die Menschen bislang keines auch nur ansatzweise gelöst haben. Mit dem Strom als Energielieferant wird das auch nicht anders sein. Strom wird einige Probleme lösen, das Leben vielleicht noch bequemer machen und eine ganze Menge neuer, noch schwieriger zu lösende Probleme schaffen.

      Ich habe meine Zweifel, ob das Ende des Erdöls gleichzeitig auch die Erlösung vom Wachstumswahn bedeutet. Möglicherweise schlägt der Wachstumswahn nur eine neue, weniger materielle Richtung ein und entwickelt sich zu einer Datenreligion, deren Glaubengrundsätze wir noch nicht kennen.

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  8. Schweinebauer Piet sagt

    Dagegen zu sein, scheint in zu sein und keine Ahnung und Alternativen zu haben.

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  9. nachtigallfan sagt

    Ehrlich gesagt: ich kann diese Inkonsequenz nicht so ganz nachvollziehen. Ich überlege mir vor einem Kauf oder einer Unternehmung, ob es sinnvoll ist, oder ob es nicht bessere Alternativen gibt.
    Ist es zuviel verlangt, dies auch von seinen Mitmenschen zu erwarten? Viele sind zum Wohle anderer nicht zu dem kleinsten Verzicht bereit.

    Viele haben sich aufgeregt, dass man ihnen vorschreiben wolle, wie oft sie Fleisch essen sollen. Oder regen sich über ein Tempolimit auf.
    Wieviele reduzieren denn aus eigenem Antrieb und Einsicht z.B. ihren Fleischkonsum oder das Tempo?! Da kommt man doch um Vorschriften gar
    nicht umhin!
    Der zu verhindernde Klimawandel ist das höhere Gut gegenüber den individuellen Freiheiten!

    1+

  10. Stadtmensch sagt

    Oh – heute wieder launiges Diskutieren von Leuten statt Ereignissen oder gar Ideen?!
    Da hab ich doch gleich mal wieder einen schöner Link für diesen FDP-Blog:

    https://causa.tagesspiegel.de/politik/was-ist-von-der-fdp-zu-erwarten/ihr-jammerton-ist-einer-unternehmernahen-partei-unwuerdig.html

    Aus dem Text:
    „Oder geht es der FDP am Ende doch nur darum, dieser Klientel den gewohnten Blick aus dem Panoramafenster im Bergischen zu erhalten?“

    Hat schon mal jemand ausgerechnet, ob „wir“ mit NordLink und „Fjordbetankung“ irgendwie effizient sind?

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    • nachtigallfan sagt

      Das verstehe ich nun gar nicht.
      Oder die fast 7000 km Stau, als wenige Tage lang alle Bundesländer Sommerferien hatten.

      Ich glaube, man sollte insbesondere zu Ferienzeiten ein Verkehrsmanagement einführen: jeder gibt in einen zentralen Server seinen Reisewunsch ein, d.h. zu welcher Uhrzeit er welche Strecke fahren will. Dann wird geprüft, ob noch genügend Kapazitäten vorhanden sind, um dies ohne Staugefahr zu ermöglichen. Falls nicht, werden ihm andere Reisezeiten vorgeschlagen, aus denen er sich die für ihn günstigste aussuchen kann. Und aufgrund der Toll Collect-Brücken kann man nachprüfen, ob man sich an die vereinbarte Reisezeit gehalten hat. Falls nicht und es entsteht ein Stau, wird das geahndet.

      Der Mensch soll ein vernunftbegabtes Wesen sein – ich warte noch auf die Beweise.

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      • Bauer Willi sagt

        Nachtigall-Fan, Du solltest in die Politik gehen! Ja, alles sehr schöne Ideen. Aber es hapert doch, wie so oft, an der Umsetzung. Sobald die individuelle Freiheit eingeschränkt werden soll, wird die Partei abgestraft. Es traut sich doch keiner mehr, ernsthaft über Tempolimit zu diskutieren. Und die Fahrverbote in Innenstädten? Na, ich bin gespannt. Stuttgart mit grünem Oberbürgermeister und grünem Ministerpräsident müssten es doch hinkriegen. Oder ?????
        ‚Bauer Willi

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        • nachtigallfan sagt

          Ja, Dieselautos sind auch so ein Thema…
          Da soll man aus Umweltschutzgründen neue Dieselautos kaufen, die aber auch nicht den Grenzwert von 80 mg Stickstoffdioxid/km einhalten und bekommt dafür noch bis zu 10.000€ Rabatt auf den Neuwagen, anstatt für ca. 2000€ auf Firmenkosten die alten Stinker auf 50 mg/km reduziert.
          Dann doch besser, weil mit ca. 50€ deutlich billiger, die Software ändern und 25% Reduktion versprechen. 25% von ca. 1000 mg sind ca. 750 mg, wobei bei einer neu eingebauten AdBlue-Reinigung 50 mg möglich wären!! Da produziert man mal wieder viele Schrottautos, die sich noch gut fahren ließen, wenn ….

          Aber uns reichen ja 750 mg statt möglichen 50 mg!!

          Die Leuten in den Städten, vor allem an stark befahrenen Strassen, haben halt Pech gehabt!

          Und zu meiner Idee des Verkehrsmanagements: ist das nicht das kleinere Übel, als stundenlang im Stau zu stehen?
          Warum fahren nicht mehr Leute mit dem Zug in Urlaub? Das wäre doch auch eine Alternative.

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    • Hallo das haben wir uns hart erarbeitet. Spass beiseite es würde auch ohne gehen. Bin noch nie in den Urlaub geflogen. Geht auch. 😀

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      • Eckehard Niemann sagt

        Bei aller Notwendigkeit einer differenzierten Bewertung auch der „Wir haben es satt“-Demo (wie auch der „Wir machen Euch satt“-Kundgebung) – wer hier die vielen ernsthaften Befürworter von „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ niederzumachen versucht, betreibt objektiv das Geschäft der bauern- und akzeptanzschädlichen Agrarindustrie…

        4+

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Mein lieber Herr Niemann,

          wer Jahrelang, oder Jahrzehntelang einen sogenannten bäuerlichen Familienbetrieb geleitet hat, der hat auch eine Ahnung über die Zukunft derselben.
          Der kann auch nachvollziehen, warum viele Berufskollegen, eben diesen bäuerlichen Familienbetrieb aufgegeben haben.
          Viele nebenberufliche Landwirte werden diesen Schritt auch noch machen, weil sie nicht mehr bereit sind, für ein Appel und ein Ei ihre Freizeit zu opfern.

          Die Idee, wieder mehr Bauernhöfe als größere Strukturen gehören zu Alice im Wunderland.

          2+

  11. Ich seh das so sagt

    Umweltschutz ist zwar in den Köpfen verankert, bei Kaufentscheidungen spielt er aber kaum eine Rolle. Nachhaltigkeit ist nicht relevant, wenn ich dadurch etwa NICHT HABEN könnte.
    derstandard.at/2000062281857/Den-Leuten-ist-egal-was-beim-Auspuff-rauskommt

    Drum delegiere ich die Umwelterhaltung, die einfach Lebensweise, die Idylle lieber an Andere und mache die dann zu den Schuldigen, wenn sie nicht tun was ich will. Notfalls auch mit Gesetzen, Geboten und Verboten – nur mich bitte ja nicht treffen. Weil sonst bin ich dagegen.

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  12. Vor nicht allzulanger Zeit hat Otto Normalverbraucher seine damaligen Wünsche seinem Gott erzählt, den er nur deswegen angebetet hat, damit der liebe Gott die Naturgesetze für Otto auf den Kopf stellt, all die unvereinbaren Wünsche doch vereinbar macht und für den Otto ein Paradies erschafft.

    In absehbarer Zeit wird an die Stelle von Gott eine KI treten, die dem Otto seine Wünsche auch nicht erfüllt, ihm dafür aber detailliert sagt, wie weit er mit dem Auto fahren darf, falls er überhaupt noch fahren darf, wieviel Energie er wann wofür verbrauchen darf, was er essen muss, damit er a) die Umwelt schont und b) gesund bleibt, wie er seinen Tagesablauf zu gestalten hat, in welche Vereine er eintreten muss und welche Freunde er haben darf.

    Damit endlich Ruh ist, wird die KI dem Otto auch noch vorschreiben, was er wo wie zu sagen hat und welche Gefühle er haben muss, wenn er im Rahmen der Vertechnisierung nicht gleich ganz ent-emotionalisiert wird.

    Und dann hat der Otto endlich sein Paradies. Vielleicht hat er es auch nicht, aber es wird immerhin so aussehen, als ob. Und das ist ja die Hauptsache

    Vielleicht verteilt die KI dann auch Heiligen-Bildchen, wie früher in der Grundschule, wo man für gutes Benehmen zur Belohnung ein solches Bildchen bekommen hat. Oder vielleicht verteilt sie Bürgerpunkte für Wohlverhalten. Und Otto freut sich wie ein Kind, wenn er dann 100 Punkte beisammen hat. Denn Otto hat sich ja sein Leben lang geweigert, erwachsen zu werden.

    1+

    • Stand gerade bei uns in der Zeitung: 25000 Einwände.gegen Windräder im Odenwald

      Denen müsste man gleich ein Atomkraftwerk, ein Kohlekraftwerk in den Wald stellen oder den Strom abschalten

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    • Ob die Biogasanlangen auch wirklich so Öko sind, bezweifel ich auch stark. Was da alles für Schmuh betrieben wird. Gülleverklappung auf dem Land. Transporte von Mais und Gülle über viele viele Kilometer.

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    • Frank Cornelssen nana da hat jetzt aber einer nicht aufgepasst. Es ist keine Gülle sondern Substrat. Und das wird ausgebracht und nicht verklappt. Ok ob die Nawaro Anlagen wirklich sinnvoll sind? Egal die Grünen wollten sie doch. Die mit Gülle betriebenen Anlagen sind definitiv sinnvoll.

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