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Hilfreicher Frost

Im Video, aufgenommen am 18. Februar, sieht man unseren Weizen. Gesät wurde der in Mulchsaat nach Kartoffeln und nach Zuckerrüben. Weil die Erntereste (Kartoffelkraut, Rübenblatt) auf dem Acker verblieben sind, sieht es zwar etwas „unordentlich“ aus, aber für die Bodenlebewesen ist das besser, als wenn wir die durch Pflügen vergraben hätten. Die Regenwürmer werden die Erntereste im Verlauf des Jahres in den Boden ziehen und zu Humus umarbeiten.

Die Nachtfröste führen zu einer guten „Frostgare“. Die kommt dadurch zustande, dass der Frost das Wasser im Boden gefrieren lässt und durch die Ausdehnung die Erdpartikel quasi „sprengt“. Wenn vom Weizen jetzt ein paar Blätter abfrieren ist das nicht schlimm. Im Gegenteil: eventueller Pilzbefall aus dem Herbst wird so auch reduziert. Solange der Vegetationskegel keinen Frost abbekommt, werden sich die Pflanzen im Frühjahr schnell wieder erholen.

Nachtrag vom 24.2.: Mittlerweile wird mir schon etwas ängstlich ums Herz. Die niedrigen Nachttemperaturen und der strahlende Sonnenschein tagsüber trocknen die Pflanzen jetzt aus, weil sie aufgrund des Frostes kein Wasser nachziehen können. Hoffen wir, dass es gut geht. Aber das sehen wir erst, wenn es wieder warm wird. Bis dahin heißt es hoffen…

Euer Bauer Willi

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10 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Wir haben zwischen Frost am Morgen und dem Auftauen am Mittag unsere Nmin-Proben
    von allen Feldstücken gezogen. Das ist härteste Arbeit. Es geht bis 90 cm tief in den Boden. Dabei war dann in der Tauphase zu erleben , daß so um die Mittagszeit bei dann 2 – 4 Grad
    so ein bis zwei Zentimeter aufgetautes _Wasser stand. Also es ist besser Dauerfrost zu haben , als den ständigen Wechselfrost unter dem die Pflanzen mehr leiden . Ab 10 Grad minus wird es natürlich , ohne Schnee, gefährlich für die Pflanzen. Halten wir die Daumen. So trocken ist also der Boden in der Oberkrume noch nicht. War aber überrascht über die nicht zu findende Nässe im Unterboden. Das Wasser war schon gut weggesickert. Für unsere Grundwasservorräte eine gute Nachricht. Die Natur gleicht eben vieles ohne uns aus.

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  2. Die Kahlfröste der kommenden Tage können noch richtig Schaden anrichten. Wenn ich einen solch üppigen Rapsbestand wie Willi hätte, wäre mir Angst und Bange …

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