Bauer Willi
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Hagel, Sturm, Frost, Regen – wie war es 2017?

Um das zu erfahren, habe ich Heinzbert Hurtmanns gefragt, den ich vom Studium kenne und der für die Vereinigte Hagelversicherung arbeitet. Anders als es der Name sagt, kann man dort aber neben Hagel auch andere Wettereinflüsse versichern. Dazu gehören Schäden durch Frost, Sturm und auch Starkregen. Und das nicht nur für die typischen Ackerkulturen sondern auch für andere Kulturen wie Obst und Gemüse.

Am vergangenen Dienstag war ich auch in Lübeck und dort habe ich erfahren, dass der viele Regen im gesamten norddeutschen Raum dazu geführt hat, dass viele Landwirte dort kaum Winterweizen bestellen konnten, vereinzelt auch keinen Raps. Dazu steht vereinzelt auch immer noch Mais oder Zuckerrüben jetzt, im Dezember, noch immer im Feld. Das weiß kaum einer, ich wusste auch nicht, wie dramatisch die Situation in einzelnen Betrieben ist.

Wie die Schadensereignisse bundesweit zu bewerten sind, erfahrt ihr im Video. Danke an Heinzbert.

Wenn ihr aktuelle Bilder habt, könnt ihr die gerne bei Facebook hochladen.

Euer Bauer Willi

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14 Kommentare

  1. Sehr interessant, Bauer Willi. Man sollte jetzt jemand finden, der diese kritischen Wetterereignisse auch mit dem Zustand unserer Bienenvoelker und unserer Fauna einschließlich der Fluginsekten korrelieren kann.

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  2. In Bayern gab’s gravierende Schäden beim Obst durch die Frostnächte im April. Auch der Mais ist teilweise im Boden verfault, bevor er aufgehen könnte. Dann der Hagel, Starkregen,… Das Klima scheint sich schon zu ändern. Immerhin: Die Bayerische Staatsregierung gleicht auf Antrag einen Teil der Frost bedingten Schäden im Obstbau einmalig für Heuer aus!

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  3. Friedrich sagt

    Die Regen-und Frostgebiete hats in diesem Jahr voll getroffen. Hätte mir von der Politik mehr moralische Unterstützung gewünscht , anstatt Insekten und Glyphosat . Mit Unterstützung meine ich weniger Geld , als das Streichen von Gülleausbringungseinschränkungen. Bei vielen Betrieben sind jetzt schon die Güllebehälter voll, weil durch den Regen die Ausbringung nicht möglich war und jetzt verboten ist. In außergewöhnlichen Jahren erwarte ich außergewöhnliche Entscheidungen. Habe aber den Eindruck , daß unsere ganze Agrarverwaltung und Landwirtschaftsminister alle schlafen. Die wissen garnicht was „Draußen“ los ist. Die planen jetzt Ski- und Weihnachtsurlaub , während „Draußen“ noch versucht wird die letzten Mais-,Kartoffel- und Rübenflächen zu ernten. Unsere Politik ist in allen Bereichen so weit weg von den Menschen , daß ist schon erschreckend. Denen gehts nur darum ,ihre eigenen Fründe zu sichern.

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  4. Altbauer Jochen sagt

    Es macht schon Sorge ,das Wetter in diesem Jahr
    bei uns in S-H.(anderswo sicher auch)
    Getreideernte nicht trocken, Rapsaussaat „abgesoffen“ Maisernte
    schwierigste Bedingungen,-nicht alles „nach Haus“ gekommen.
    Verluste und hohe Kosten dazu.
    Wintergetreide nur teilweise ausgesät, Güllebehälter randvoll.(viel Wasser)
    Gestern der Kompromiss mit Habeck zur Anlage von Folienlagunen
    für die Gülle.(Nur vorübergehend)
    Heute in den Nachrichten ,Schafhalter müssen die Schafe vom überschwemmten Grünland holen.
    Man kann sich nicht gegen alles versichern.
    Durchhalten ,Hoffen und auf schwierigere Bedingungen einstellen.

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  5. Von unserer Seite noch einmal ein herzliches Dankeschön für Ihren interessanten Beitrag zum Thema „Das Bild des Bauern“ bei der gestrigen Versammlung unseres Bezirksvereins Darmstadt!

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  6. Zenzi sagt

    Apropo Bild: Dein Eingangsbild, Willi, ist Super. Kopfweiden an einem Kanal mit dieser spiegelnden Himmelsstimmung. Toll. Machst du deine Blogbilder eigentlich alle selber, oder gibt sowas das Internet frei her?

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    • Bauer Willi sagt

      Ja, das Bild hat mich auch „angesprungen“. Einen Teil der Bilder machen wir selbst, dieses ist aber von Pixabay, die solche und andere Bilder kosten- und lizenzfrei zur Verfügung stellen. Es gibt aber auch andere Portale, wie z.b. Fotolia.
      Schön, dass es Dir gefällt 🙂
      Bauer Willi

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  7. Schleswig-Holstein hat richtig Pech gehabt.. Wer mit Raupenschleppern auf den Acker gekommen ist konnte danach 1 Meter Tiefe Fahrspuren beseitigen, so man denn überhaupt noch einmal drauf kam…

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  8. Nur das kein falsches Bild entsteht. Obst ist NICHT gegen Winterfrost zu versichern. Für diese Kultur ist weiterhin ein Blütenfrost wie am 20.04.17 eine Katastrophe die nicht versicherbar ist.

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