Bauer Willi
Kommentare 77

Gute Nachrichten: Menschen werden immer älter

Die Lebenserwartung ist nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit gestiegen.  Gründe dafür sind, unter anderem, eine bessere Ernährung und eine verbesserte medizinische Versorgung. Jetzt könnt ihr ja mal überlegen, woran das liegt und wie es weitergehen soll. Und dann bleibt noch die Frage, ob es „früher“ besser oder schlechter war.

Wenn es gute Nachrichten gibt, sollte man die auch senden.

Bauer Willi

(Aufrufe 855 gesamt, 1 heute)

77 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    An alle negativ Denkenden hier. Wer die Bücher „Global 2000 und „Ein Planet wird geplündert“ in den 1970er Jahren gelesen hat, mußte auch für die Zukunft der Menschheit keine Perspektive erkennen. Aber wie sieht es heute nach den dunklen Vorahnungen aus ?
    Wir leben immer noch . Es hat sich vieles zum Guten gewendet. Die Luft in Deutschland ist sauberer geworden, die Autos , LKWs usw. , Kraftwerke haben Filter usw.. Von „Saurem Regen“ spricht keiner mehr. Der damals vorhergesagte Untergang ist ausgeblieben. Wenn jeder sein Verhalten ein wenig ändert ist mir auch nicht bange um die Zukunft. Ärgerlich ist für mich die Politik , die nur dahinter her ist, der Industrie in den Hintern zu kriechen , nur die Städte sieht und die Leute auf dem Land vergisst. Die Herrschaften reden von Nachhaltigkeit und betreiben für Agrarprodukte nur den Preisdruck (siehe Milch- und Rübenquote abgeschafft). Auch die „Öffentlichen Haushalte“ reden nicht von Schuldentilgung um den jungen Leuten eine Perspektive zu bieten , sondern von Nachholbedarf bei Schulen und Infrastruktur. Daran kann die Verlogenheit zur Nachhaltigkeit sehen. Die Politiker lassen sich doch von den Großkonzernen an der Leine durch die Arena treiben.

    0
    • Inga sagt

      Ja, Friedrich
      da hast du vollkommen Recht.

      wie ist das nun mit den Schulden in den öffentlichen Haushalten und beim Bund?

      Erst Finanzkrise und Überschuldung und seit 2015 Schuldenfrei und volle Kassen?

      Boomt die Wirtschaft wirklich so?

      0
  2. Und noch eine gute Nachricht: wir füllen den Planeten mit immer mehr Menschen, die insgesamt immer mehr Energie und Ressourcen verbrauchen. Was will man denn mehr?

    1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wer ist wir?
      Die Menschen werden weder Sie noch mich fragen, wie viel Kinder sie zeugen wollen.

      0
      • Wir: das ist die Menschheit, die sich maßlos vermehrt, weil sie dank technischer Entwicklung die Möglichkeit hat, sich zu ernähren, wobei dies in 815 oder 842 Millionen Fällen mehr schlecht als recht gelingt.

        Im Grunde ist es ja eine traurige Sache, wenn man sich als zivilisierter Mensch sagen muss, dass man aus Gründen der Vernunft und Nachhaltigkeit nicht mehr als zwei Nachkommen in die Welt setzen soll. Oder wenn man sich dafür einsetzen soll, dass indische und afrikanische Frauen per TV mit Soap Operas zugeballert werden, weil das nachweislich eines der besten Mittel ist, die Geburtenrate zu senken.

        0
          • Dass es die 842 Millionen gibt, ist ja auch nicht das Problem fehlender Nahrungsmittel, sondern weil sich unsere westliche Denkweise noch nicht überall durchgesetzt hat. Aber daran arbeiten ja auch eine ganze Menge sogenannter Entwicklungshelfer.

            @bauerhans
            Es ist doch auffallend, dass überall, wo die Rolle der Frau gestärkt wird, und sei es durch Soap Operas, die Geburtenrate zurückgeht, manchmal sogar überraschend schnell, wie ich das neulich über Indien gelesen habe. Das mit den Soap Operas hat mich selber verblüfft, muss ich zugeben.

            0
          • Was mich auch noch wundert, ist folgender Widerspruch: bei anorektischen, also hungernden Mädchen hier im reichen Westen bleibt in den allermeisten Fällen die Regel aus. Sie werden unfruchtbar.

            Von afrikanischen Frauen wird gerade das Gegenteil behauptet: Da sind es angeblich die Hungernden, die die meisten Kinder haben.

            Kann irgendjemand diesen Widerspruch auflösen?

            0
        • bauerhans sagt

          „dass indische und afrikanische Frauen per TV mit Soap Operas zugeballert werden,“

          männer,die den tag über nix tun und palavern,sind nicht dafür verantwortlich?!

          0
  3. Paulus sagt

    Lt. Destatis beträgt der sogen. Altenquotient in 2017 = 36. Für 2050 wird ein Altenquotient von 60 prognostiziert. Ich hab das jetzt nicht weiter aufgedröselt, hört sich aber, rein volkswirtschaftlich gesehen nicht gut an.

    Ein möglichst hohes Alter zu erreichen ist aufgrund meiner Erfahrungen mit sehr alt gewordenen Menschen und dem Zusammenleben in der eigenen Familie, sowie deren Dasein in Alten- und Pflegeheimen, nach meiner Auffassung nicht erstrebenswert. Ich selbst möchte es auch Rahmen eines möglichen Mehrgenerationenmodells nicht. Solange ich noch verträglich bei Sinnen und halbwegs im Besitz meiner körperlichen Kräfte bin ist das für mich in Ordnung. Sobald dies nicht mehr der Fall ist, hoffe ich im eigenen und im Sinne meiner Nachkommen auf ein schnelles Ableben. Alles andere wäre gelogen.

    2+
    • Ich finde das Leben lebenswert, solange ich, durchaus im Rahmen von etwa gleichwertiger Arbeitsteilung, für mich selber sorgen kann. Ich will aber nicht von anderen rundum versorgt und gepampert werden. Weder vom Staat noch von jüngeren Generationen, die als künftige Rentenzahler bereits vor ihrer Geburt verplant sind, noch von Nachkommen.

      Wenn irgendwo im Weltraum Erde 2.0 entdeckt würde und die jüngeren Generationen gesammelt würden auswandern wollen, um es dort besser zu machen, dann sollten sie kein schlechtes Gewissen haben, weil sie die Alten (also u.a. mich) zurücklassen. Ich halte den sogenannten Generationenvertrag für eine ziemlich widerwärtige Sache, weil er die Jungen ungefragt auf annähernd dasselbe Leben wie die Alten verpflichtet und dadurch verhindert, dass eine neue Generation es grundsätzlich anders angehen und frei über sich selbst bestimmen kann.

      Dass immer weniger junge Leute immer mehr alte Menschen mitversorgen sollen, geht zudem zu Lasten der Allerjüngsten. Da sind dann oftmals weder Zeit noch Mittel da, um den Jüngsten das beizubringen, was sie brauchen, damit sie ihr Leben meistern können. Besonders Deutschland baut da gerade ziemlich ab: Immer mehr Kinder können nicht mehr richtig lesen, schreiben und rechnen, nicht mehr schwimmen und auch mit der Körperkraft und -beherrschung und der Feinmotorik hapert es bei immer mehr.

      Aber egal. Die Hauptsache und damit die gute Nachtricht ist laut Bauer Willi ja, dass wir immer älter werden.

      0
  4. Das Paradoxon unserer Zeit (ein Auszug):

    „Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.“

    Mann, wo habe ich das neulich denn nur gehört? 🙂

    0
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Das ist die die Frage: „Was hat es gebracht?“
      Diese Frage darf ich mir auch als Landwirt stellen im Bezug auf das System der „Modernen Landwirtschaft“. Unbestreitbar verringert diese den Hunger in der Welt, macht vieles für uns Menschen angenehmer und leichter. Aber was habe ich als Bauer wirklich davon? Ruinöse Preise, Verschuldung durch „Wachsen oder Weichen“, menschliches Hamsterrad und sinkende gesellschaftliche und soziale Anerkennung sind leider auch Folgen für Bauern und deren Familien.

      8+
      • Meiner Ansicht nach stimmt es eben nicht, dass das System „Moderne Landwirtschaft“ den Hunger in der Welt verringert, weil nur dadurch die Bevölkerungsexplosion überhaupt möglich gemacht wurde. Für den Planeten und für uns als Menschheit wäre es meiner Ansicht nach unbestreitbar besser, wenn sich die Zahl der Menschen auf dem Stand von zwei oder drei Milliarden eingependelt hätte. Selbst um den Preis, dass es mich dann womöglich gar nicht geben würde 🙂

        Was die LW als ihre große Leistung hinstellt, wie das ja auch Bauer Willi tut, ist in meinen Augen ein Desaster. Und leider eins, dass sich nicht rückgängig machen lässt.

        Ich habe mich schon vor 20 Jahren gefragt, was ich persönlich von all dem „Fortschritt“ habe und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass der sog. Fortschritt mich dazu zwingen will, Dinge zu tun, die ich selber nicht tun will und die ich auch nicht vor mir vertreten kann. Der sog. Fortschritt wollte mich bspw. dazu zwingen, in Patienten keine Menschen mehr zu sehen, sondern nur noch eine Abfolge von determinierten und berechenbaren Abläufen.

        Aus dem Hamsterrad aussteigen, nützt im Endeffekt jedoch auch nichts, wo die ganze Welt zum Hamsterrad geworden ist. Frei nach dem Motto: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Fortschritt nicht gefällt.“ 🙂

        3+
      • Paulus sagt

        Hallo Alois,
        ich bin über die Jagd mit zwei Landwirten befreundet die sich immer gerne beklagen.
        Mit mir möchten sie trotzdem nicht tauschen, dann wäre es nämlich mit dem freien und weitgehend ungebundenen Leben vorbei.
        Verschuldet haben die sich ggf. weil der Schlepper größer als der des Nachbarn sein musste und unter einem Mercedes T mit einer großen Nr. auf dem Heck ist es auch nicht getan.
        Und jetzt erzähl mir bitte nichts von Hamsterrad. Wenn ich morgens um 7 Uhr im Büro bin liegen die, salopp gesagt, um 9 Uhr noch auf dem Sack. Kurze jahreszeitlich bedingte Intervalle ausgenommen. Die Arie zieht nicht mehr und kommt äußerst schlecht an. Ein gemeinsamer Freund der wie ich 10-14 Std- Tage hat, bezeichnete es mal als „Jammern auf höchstem Niveau.“

        0
        • Hallo Paulus, bist Du Dir sicher, dass es sich bei Deinen Jagdfreunden wirklich um Landwirte handelt. Hört sich m. E. eher nach Gutsbesitzer oder Baron an …

          2+
          • Paulus sagt

            Nein, es sind Ackerbauern mittlerer Größe, so um die 40 und 70 ha eigen plus dazu gepachtet. Standort Kreis Euskirchen bzw. Zülpicher Börde. Denen geht es nach meiner Auffassung blendend und trotzdem klagen sie.

            0
            • Alois Wohlfahrt sagt

              Hallo Paulus, ich glaube, die Bauernregeln der Biermöslblosn gefallen Dir bestimmt… 😉

              0
            • @Paulus
              Vorausgesetzt es handelt sich um „klassische“ Ackerbauern ohne Sonderkulturen, so könnte dies aus der Divergenz zwischen Vermögen und Einkommen resultieren. Bei 40 – 70 ha eigen sind diese relativ vermögend, besonders, wenn ab und zu ein Hektärchen Bauland wird. Mit 70 ha klassischem Ackerbau (Getreide/Raps) kannste keine „Bohnen“ gewinnen. D. h. die Arbeit wird im der Regel nicht honoriert, und das frustet dann trotzdem.

              0
          • Die wirtschaften bestimmt viehlos, haben zu mindestens keinen Kuhstall!

            Oder nutzen Eltern, Frau und Kinder aus!

            0
            • Paulus sagt

              @Inga
              Die nutzen gar keinen aus sondern betreiben effizienten Ackerbau und betrachten sich als Unternehmer, was sie ja auch sind. Außer einem Hund und vielleicht einer Katze ist da nichts mit Viechern.

              0
        • Thomas sagt

          Hallo Paulus!
          Dich würde ich gerne mal persönlich kennlernen. So wie du schreibst, mußt du ja jeden Tag anscheinend bis mind. ca. 20-24 Uhr arbeiten, wenn ich mal 1 Stunde Pause über den Tag verteilt rechne, aber wahrscheinlich bekommst oder nimmst du ja keine Pausen.
          Aber zur Jagd hast du natürlich noch Zeit.

          1+
        • Alois Wohlfahrt sagt

          Hallo Paulus, ist mein nachdenklicher Kommentar bei Dir als „Jammern auf höchstem Niveau“ angekommen? Das wollte ich ganz bestimmt nicht. Denn jammern ist nicht mein Ding. Ich bin da schon eher der Meinung, dass jeder selbst seine Situation bestimmt. Darum kann man auch als Landwirt mal darüber sinnieren, „was denn der neue Schlepper“ gebracht hat? Ist danach mein Leben wirklich besser und leichter und erfolgreicher mit dem ganzen Fortschrittskram, den ich mir dadurch leisten muss, um z.B. auf dem Weltmarkt „wettbewerbsfähig“ zu sein. Oder gibt es jenseits dieser „landwirtschaftlichen Glaubenssätze“ auch noch eine andere Sicht der Dinge oder gar eine andere Realität.

          1+
          • bauerhans sagt

            „Darum kann man auch als Landwirt mal darüber sinnieren, „was denn der neue Schlepper“ gebracht hat?“

            darüber sollte man unbedingt vorher nachdenken!

            0
          • Paulus sagt

            Hallo Alois, der Spruch mit dem Jammern auf höchstem Niveau stammt nicht von mir, und es ist bei mir auch nicht so angekommen.
            Was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, dass auch „ganz normale“ Bürger hart für ihr Geld arbeiten müssen. Wenn die von mir Benannten nicht mit mir tauschen möchten muss das ja Gründe haben.
            Danke für das Video von den Biermösl Blosn und vergiss bitte nicht, ich bin Bauernsohn und habe das ganze Drama von wegen Aufgabe der LW erlebt. Zum Glück hatten meine Eltern keine nennenswerten Schulden und einiges an Wald. Ich denke, wir verstehen uns schon.

            0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Hallo Paulus,
          derzeit bin ich in der Reha, weil ich ein neues Kniegelenk eingesetzt bekam.
          Wenn man halt jeden Tag bis um neun Uhr noch in der Kiste liegt, geht das Knie kaputt.
          Deshalb gehen meine Söhne in die Sesselfurzerfraktion.
          Ist natürlich für dich schwer zu verstehen.👊

          0
    • Diesen Spruch habe ich schon öfter gehört oder gelesen, da kann man doch was draus machen, oder nicht?

      Das liegt doch an jedem selbst, ob er seinem Leben einen Sinn gibt, oder?

      Wir wissen doch, dass wir mehr Jahre haben und die werden sinnvoll gefüllt, oder nicht?

      0
      • Ja, hauptsächlich wollte ich den Bauer Willi foppen, denn es ist grad mal drei Tage her, da hat er uns vorgelesen, dass die längere Lebenserwartung, die er uns heute als „gute Nachricht“ verkauft, ja gar keine ist. 🙂

        0
  5. Da geht noch was!

    SZ: „Trotz hoher Gesundheitskosten: Lebenserwartung der Deutschen nur Mittelfeld“

    Unter anderem ernähren sich die Deutschen zu sehr. Ich gebe aber nicht Deutschland die Schuld, sondern Deutschen. 😉

    0
  6. Astrid sagt

    Schön, dass Du an die positiven Dinge erinnerst!

    Mir fällt dazu ein Ausspruch von einem Arzt ein:
    Wir leben nicht länger, wir sterben länger.
    Er meinte, leider ernähren wir uns, trotz besserer Möglichkeiten so schlecht, dass wir lange krank sind, bevor wir sterben.

    Ich denke, wir entwickeln uns weiter, dabei läuft einiges richtig, aber eben auch einiges grauenhaft schief.

    Wir sollten das was richtig läuft zu würdigen wissen und weiterentwickeln und das was schief läuft nicht ignorieren, sondern ändern.

    Das Potential zu einer positiven Entwicklung haben wir, nur haben wir offensichtlich Probleme es zu nutzen, weil uns das Bewusstsein fehlt. Das heißt es gibt auch ein massives Entwicklungsdefizit, weil wir zu sehr darauf ausgerichtet sind Macht und Geld zu haben, statt zu gucken was wirklich gut und wichtig für uns ist.

    Wir haben uns technisch deutlich von der Steinzeit abgesetzt, aber nicht was unsere psychosoziale Entwicklung angeht, sonst gäbe es schon längst keine Schlachthäuser und Schlachtfelder mehr.

    1+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.